Anna Jonas

 4,1 Sterne bei 153 Bewertungen
Autorin von Das Hotel am Drachenfels, Das Rosenpalais und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Jonas

Prägende Prosa: Anna Jonas, geboren am 8. Juni 1944 in Essen, war eine Schriftstellerin. Sie studierte Theaterwissenschaften und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Sie brach das Studium jedoch ab und fing an Politikwissenschaften an der FU zu studieren. Nach ihrem Abschluss übte sie diverse Tätigkeiten aus, wie unter anderem als Assistentin eines Politikers. Anschließend zog sie auf den Erhalt eines Graduiertenstipendiums hin nach Spanien und verfasste dort ihre ersten Kurzgeschichten und Texte.

 1978 kehrte sie dann nach Berlin zurück und arbeitete dort bis zu ihrem Tod als freie Schriftstellerin und Journalistin. Ihre Lyrik und autibiografischen Prosatexte wurden bereits mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, der Fördergabe der Hermann Sudermann-Stiftung und dem Sonderpreis der Jury des Ingeborg-Bahmann-Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Autorin starb am 13. März 2013 in Berlin.

Alle Bücher von Anna Jonas

Cover des Buches Das Hotel am Drachenfels (ISBN: 9783492307901)

Das Hotel am Drachenfels

 (54)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Das Erbe der Hohensteins (ISBN: 9783492309561)

Das Erbe der Hohensteins

 (26)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Das Rosenpalais (ISBN: 9783492228367)

Das Rosenpalais

 (26)
Erschienen am 04.06.2019
Cover des Buches Wiedersehen am Drachenfels (ISBN: 9783492312356)

Wiedersehen am Drachenfels

 (17)
Erschienen am 04.09.2018
Cover des Buches Der Eissalon (ISBN: 9783492315593)

Der Eissalon

 (14)
Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Der Schokoladenpavillon (ISBN: 9783492315463)

Der Schokoladenpavillon

 (13)
Erschienen am 02.06.2020
Cover des Buches Das Rosenpalais: Die Chocolatier-Familie 1 (ISBN: B07RYKQ47J)

Das Rosenpalais: Die Chocolatier-Familie 1

 (3)
Erschienen am 04.06.2019

Neue Rezensionen zu Anna Jonas

Cover des Buches Der Schokoladenpavillon (ISBN: 9783492315463)Textgemeinschafts avatar

Rezension zu "Der Schokoladenpavillon" von Anna Jonas

Romanze ohne viel Romantik
Textgemeinschaftvor 3 Tagen

Nachdem ich das Rosenpalais gelesen hab, hab ich direkt im Anschluss dies Buch gelesen. Das Wort hernach, kam weniger vor :-) Allerdings gibt es trotzdem ziemlich oft auffällige Wiederholungen. 

Im Grunde ist dies Buch eine Art Abklatsch des ersten, spielt 20 - 25 Jahre später und wirkt nicht sehr authentisch auf mich. 

Die Namen klingen viel zu modern für diese Zeit. Auch frage ich mich, wo denn diese ganzen edlen Zutaten kurz nach dem Krieg herkamen, mit denen Felix arbeitet. 

Ich weiß nicht genau, ob ich nicht der Typ für Sagas bin, insgesamt legt die Autorin zu viele Aspekte in die Bücher und wird den schwierigen kaum gerecht. Statt näher zu durchleuchten, welche psychischen Probleme die Kriegsveteranen wirklich hatten, verliert sie sich in Zutatenlisten für Edelpralinen. 

Ich werde die Familie nicht weiter verfolgen - für kurzweilie Unterhaltung ist das Buch durchaus geeignet, es bleibt aber keines, an das ich mich nach dem Urlaub noch erinnern werde. 3,5 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Das Rosenpalais (ISBN: 9783492228367)Textgemeinschafts avatar

Rezension zu "Das Rosenpalais" von Anna Jonas

Intrigen, Hass, Liebe - Familien eben...
Textgemeinschaftvor 3 Tagen

Das Buch ist eine nette unterhaltsame Lektüre. Ob diese Familiengeschichte tatsächlich unter dem großen Wort Saga zusammengefasst werden muss - nun ja, das wird sich zeigen. 

Hernach - wohl das absolute Lieblingswort der Autorin, das den historischen Background auf sprachlicher Ebene zeigen sollte - mir kam es viel zu oft vor. 

Ella ist  mit allen Wassern gewaschen und ihr intriganter Plan schürt nicht gerade Sympathien, aber es kommt, wie es kommen muss und am Ende ist dann doch alles gut und sie bekommt ihr Rosenpalais, ihren Willen und ein Kind. 

Das Lektorat hätte sorgfältiger sein können.

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Cover des Buches Der Eissalon (ISBN: 9783492315593)tinstamps avatar

Rezension zu "Der Eissalon" von Anna Jonas

Eisgenuss für Zwischendurch - leider nicht mehr
tinstampvor einem Monat

Es sind die späten Fünfiger Jahre des letzten Jahrunderts, als Karina von Oedinghaus, die Tochter eines Hoteliers, ihre Ausbildung in der Restaurantfachschule in Bonn absolvieren darf. Doch ein Techtelmechtel mit ihrem Lehrer hat zur Folge, dass sie von der Schule verwiesen wird. Karina traut sich daraufhin nicht nach Hause und mietet sich bei Kriegswitwe Erika ein kleines Zimmer. Sie möchte nicht nach Koblenz zurückkehren ohne vorher einen passenden Job vorweisen zu können. Zu dieser Zeit war es alles andere als selbstverständlich als Frau arbeiten zu dürfen und nicht verheiratet zu werden, um schließlich als Hausfrau und Mutter für Mann und Kinder zu sorgen. Karina möchte selbst etwas auf die Beine stellen und schlägt, nachdem sie Monate als Telefonistin gearbeitet hat, dem zweiten Mieter bei Witwe Erika eine Idee vor. Ricardo ist Halbitaliener und mobiler Eisverkäufer und Karina verguckt sich etwas in den zehn Jahre älteren Mann. Ihre Idee einen Eissalon zu eröffnen, der die neue Sehnsucht der Deutschen nach Italien und dem Meer, stillen soll, weist Ricardo erst zurück.Doch Karina hat sich ihre Idee gut überlegt und einen Plan gemacht, dem er schlussendlich nichts entgegenzusetzen hat. Die Beiden eröffnen eine Eisdiele, die bald guten Anklang findet. Doch eines Tages steht Karinas Vater vor der Tür...

Der Roman beginnt mit dem Rausschmiss aus der Schule und wir lernen eine etwas verwöhnte junge Frau kennen, die sich von ihrem Wunsch Restaurantfachfrau zu werden, nicht so schnell abbringen lässt. Die Ungerechtigkeit, dass Karina als Flittchen abgestempelt wird und die Schule verlassen muss, ihr Lehrer aber mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen hat und weiter unterrichten kann, wird sehr klar dargestellt. Leider gibt es auch noch heute ähnlich gelagerte Fälle in der Berufswelt, die aufzeigt, dass wir noch lange keine Gleichberechtigung haben.

Die Autorin bietet dem Leser einen guten Einblick in die Konventionen nach Kriegsende in der Bundesrepublik. Die Frauen werden, nachdem sie während des Krieges ihren Mann gestanden haben, wieder zurück in die Rolle der Hausfrau und Mutter gedrängt. Das Rollenbild der Frau und die Aufbruchstimmung nach den harten Kriegsjahren und dem Wiederaufbau wird sehr gut eingefangen. Mit der Kriegswitwe Erika und der verheirateten Franziska, die von ihrem Mann verlassen wurde und die sich mit den beiden gemeinsamen Kindern alleine durchbringen muss, lernen wir zwei weitere sehr starke Frauen kennen, die gegen das Rollenbild der Frau ankämpfen müssen. Erika, Ricardo, Karina und Franziska werden im Laufe der Zeit eine eingeschworene Gemeinschaft, die die neue Aufbruchsstimmung gut widerspiegeln.


Leider dümpelt die Geschichte nach einem interssanten Start später nur mehr vor sich hin. Karina blieb mir irgendwie zu blass und manchmal fand ich ihr Verhalten auch unglaubwürdig.
Ricardo ist ein ernsthafter Mann, der während des Krieges als Halbitalianer zwischen den Fronten stand und ein Geheimnis mit sich trägt. So ganz "erobern" konnte er mich auch nicht.
Einzig Kriegwitwe Erika fand ich sehr gut charakterisiert. Sie ist warmherzig, fürsorglich und bietet ihren Untermietern Familienanschluss. Auch sie kämpft gegen die üblichen Konventionen, denn Erika hat sich in einem jungen Mann in ihrem Haus verliebt, der fast zwanzig Jahre jünger ist. Ihre Zweifel und Gefühle werden sehr authentisch dargestellt. Die leise Anbahnung zwischen Erika und Henryk, dem jungen polnischen Studenten, der am Bau arbeitet um sein Studium zu finanzieren, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist nicht übereilt und authentisch. Die Vorurteile gegenüber Ausländern, dem "Itaker" und dem "Polaken", wird ebenfalls kritisch beäugt und hat noch genauso Bezug zur heutigen Gesellschaft und ihrer Intoleranz.

Der damalige Zeitgeist wird sehr gut eingefangen, aber der titelgebende Eissalon spielt leider nur eine untergeordnete Rolle. Es wird zwar viel über Eis und dessen Herstellung gesprochen, doch die Einblicke in die Eisdiele und ihre Besucher sind eher oberflächlich.

Für mich war es eine nette Geschichte, die jedoch ohne Höhen und Tiefen erzählt wird. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, jedoch fehlte mir das gewisse Etwas. Der Inhalt wurde dem wunderschönen Cover leider nicht gerecht.

Fazit:
 Eine Geschichte für Zwischendurch, der es leider an Höhen und Tiefen fehlt. Einzig die gesellschaftskritischen Elemente sind die große Stärke des Romans, der mich zwar unterhalten, aber ziemlich sicher keinen bleibenden Eindruck hinterlassne hat. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Zusätzliche Informationen

Anna Jonas wurde am 08. Juni 1944 in Essen (Deutschland ) geboren.

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