Anna Katharina Fröhlich Der schöne Gast

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Inhaltsangabe zu „Der schöne Gast“ von Anna Katharina Fröhlich

Ein Garten, die schöne Erbin eines Botanikers, ein heruntergekommener Snob, ein indischer Angestellter und eine große Bibliothek: In diese Konstellation bricht ein junger Kroate von abenteuerlich balkanischer Eleganz, der die Ich-Erzählerin in eine geradezu dämonische Amour fou verstrickt. Am Ende geht nur die Natur heil aus der Geschichte hervor – in ihrer unendlich wandelbaren Fülle vielleicht die heimliche Hauptfigur dieses bei allem Schmerz zutiefst heiteren Romans. "Keiner von uns mag Mittelmäßigkeit, wir alle verehren das Vollkommene", sagte Mark Twain, und danach richtet sich auch die Heldin dieses mit Geist, Witz und Größe geschriebenen Romans, wohl wissend, welch tragikomische Folgen der Versuch in sich birgt, diesem Wort nachzuleben.

Das Buch verführt dazu aus der Welt zu fallen. Es gab wenige Passagen, die mir zu konstruiert formuliert waren, ansonsten ein hoher Genuss!

— Poesiesoso
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    Am Fuße des Monte Baldo, Gardasee, in der Gegenwart: die schöne, verwöhnte Erbin eines wunderschönen Anwesens mit blühendem Garten zieht sich vom gesellschaftlichen Leben in den höheren Kreisen zurück. Der Grund: Langeweile und Übersättigung. In der Schönheit der Natur sucht sie geistige „Stromstösse“, indem sie alte Klassiker und Philosophen liest. Der treue indische Diener Nanda kümmert sich um Haus und Hof, der verarmte Snob Lapo wird ihr blasser Lebensgefährte. Plötzlich tritt ein abenteuerlicher junger Kroate in das Leben der Protagonistin. Obwohl sie ahnt, in welche emotionalen Strudel sie gerät, lässt sie sich auf eine „Amour fou“ mit ihm ein. Am Ende zeigen sich die Abgründe der Seele bei allen Beteiligten… Anna Katharina Fröhlich wurde 1971 geboren, wuchs in Frankfurt und München auf und lebt heute am Gardasee. 2004 erschien ihr erster Roman „Wilde Orangen“, 2010 folgte Kream Korner, mit dem sie 2011 für den Leipziger Buchpreis nominiert war und den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft gewann. Mir haben an diesem Roman die Grundidee und das Thema gut gefallen – eine Frau auf der Suche nach „mehr“; sie hasst die „Mittelmäßigkeit“ und versucht, ihre Träume zu leben – indem sie einen Mann wie aus einem russischen Klassiker entsprungen sucht: wild, abgründig, fantasievoll, stürmisch. Was daraus wird, verrate ich natürlich nicht.  Was mir nicht gefiel, war der schwärmerische Stil, den ich oft als schwülstig empfand – etwas weniger wäre für meinen Geschmack mehr gewesen! Aber das empfindet sicher jeder unterschiedlich. In der Presse habe ich gelesen, dass dies von der Autorin eine beabsichtigte Übertreibung und Ironie sein könnte, passend zu dem morbiden Thema. Vielleicht muss man den Roman mit dieser Distanz lesen – ich konnte mich jedenfalls nicht in die Ich-Erzählerin hineinversetzen, die Figuren blieben mir fremd. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen!

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