Das Kleid meiner Mutter

von Anna Katharina Hahn 
3,0 Sterne bei18 Bewertungen
Das Kleid meiner Mutter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (5):
L

fantastisch fantasievolle Geschichte, anrührend, toll geschrieben!

Kritisch (6):
graphidas avatar

Anfangs gut und spannend, dann wird es zunehmend verwirrter und verwirrender und langatmig und das Buch verliert von Seite zu Seite mehr.

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Inhaltsangabe zu "Das Kleid meiner Mutter"

Madrid im Sommer 2012: Krass zeigen sich in der Hauptstadt die Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise. Die junge Anita gehört zur »verlorenen Generation«, der jede Möglichkeit einer selbstbestimmten Existenz genommen wurde: Aus Not ist sie in ihr altes Kinderzimmer zurückgezogen. Halt geben ihr neben der Familie nur ihre Freunde, die das Schicksal der Dauerarbeitslosigkeit mit ihr teilen. Doch alles Schlimme lässt sich noch steigern:Eines Tages liegen Anitas Eltern tot in der gemeinsamen Wohnung. Unversehens rutscht sie in das Leben der Mutter hinein. Anita muss nur eines ihrer Kleider überstreifen, schon halten sie alle für Blanca. Und deren Alltag ist viel aufregender, als Anita sich hätte träumen lassen. Am Ende scheinen fast alle Fäden bei einem geheimnisumwitterten Schriftsteller zusammenzulaufen, dem man nachsagt, über Leichen zu gehen. Doch vielleicht ist auch das eine Täuschung …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518467770
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:310 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:10.07.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    bigpandas avatar
    bigpandavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Deutsch-spanische Familien Verstrickungen und Verwirrungen mit einem Touch magischen Realismus
    Verwirrt zurück gelassen...

    Das Buch hat mich stärker gefesselt als "Kürzere Tage" auch wenn ich das Gefühl hatte, dass  zuviele Ideen darin verarbeitete wurden. Gerade die Rahmenhandlung über die perspektivlose junge spanische Generation verlor sich ganz in den Verwirrungen der Vergangenheit.

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    WinfriedStanzickvor 2 Jahren
    Nicht so gut wie die beiden letzten Bücher



    Ihre beiden letzten Romane „Kürzere Tage“ und „Am schwarzen Berg“ (für den  Dt. Buchpreis nominiert waren literarisch absolut gelungene Versuche  mit einer kühlen und distanzierten Sprache den Tiefenschichten bürgerlichen Lebens auf die Spur zu kommen. Was sie dabei zu Tage förderte, war für den Leser oft nur schwer zu ertragen. Denn bei aller oberflächlichen Freundlichkeit und allem gelehrten Engagement und Wissen - die Menschen in diesen Büchern bleiben sich fremd, vor allen Dingen sich selbst gegenüber. Jeder findet seine eigene Weise, die Erkenntnis dieser Wahrheit, die sich dem Leser mit jeder Seite mehr aufdrängt, vor sich selbst zu verbergen. Vor allem mit Alkohol, aber auch mit Arbeit oder im letzten Buch mit einem zerstörenden wutbürgerlichen Engagement.

    In ihrem neuen Roman „Das Kleid meiner Mutter“ hat sie Stuttgart verlassen und siedelt die Handlung im Madrid des Sommers 2012 an. Dort leiden die Menschen an den Folgen der jüngsten Wirtschaftskrise, vor allem die jungen, die sich in einem verzweifelten Protest zu wehren versuchen.

    Zu dieser verlorenen Generation, die keine Möglichkeit des Aufbaus einer selbstbestimmten Existenz hat und zu großen Teil immer noch in den Kinderzimmern ihrer Elternhäuser leben, gehört auch Ana Maria, genannt Anita. Ihr promovierter Bruder ist bereits nach Berlin ausgewandert und arbeitet dort auf dem Bau.

    Sie findet Unterstützung bei ihrer Familie und ihren Freunden, auch seit langem gut ausgebildet arbeitslos und bei den regelmäßigen Demonstrationen auf der Puerta del Sol. Doch eines Tages liegen beide Eltern tot in der Wohnung. Und sie schlüpft in die Kleider ihrer Mutter: „Es fühlte sich gut an, meine Mutter zu sein. Ich war schön, auf eine mir unbekannte Weise. Selbst in den Gesichtern mancher Frauen sah ich ein Aufleuchten.“

    In diesem Roman, in dem man von den Hintergründen und der sozialen Auswirkungen der spanischen Krise nicht viel mehr erfährt als man als aufmerksamer Nutzer hiesiger Medien schon seit Jahren weiß, versucht die Autorin den Bogen zu spannen zwischen einem Liebesroman und einem engagierten Sozialroman quer durch die Generationen immer auf den Hintergrund der Finanzkrise, aber über lange Teile des Buches verliert der Bogen seine Stabilität und Statik.

    Deshalb ist das neue Buch bei weitem nicht so gut wie die beiden letzten.




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    Sumsi1990s avatar
    Sumsi1990vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Traum oder Wirklichkeit? Meiner Meinung nach zu viele Themen in 300 Seiten!
    Das Kleid meiner Mutter

    Das Buch hat mich von der Kurzbeschreibung sehr interessiert! Die verlorene Zukunft mancher Jugendlichen in einigen EU-Ländern ist ein brandheißes und jedenfalls ernst zu nehmendes Thema. Leider beschäftigt sich dieser Roman nur sehr sehr am Rande mit dieser Thematik!

    Das Buch handelt von Anita und ihrer Familie bestehend aus ihrem Bruder Angel und ihrer Clique. Die Geschichte schweift aber bald ab als sie ihre Eltern tot im Schlafzimmer findet, die nach und nach zu Puppen schrumpfen! Danach schwank die Autorin immer wieder zwischen Wahrheit und Fiktion ohne am Ende des Romans auch nur irgendeinen der gefühlt 100 Erzählsträngen aufzuklären.

    Es wird jegliche Thematik aufgegriffen: Familiengeheimnisse, Lügen, Liebe, Wirtschaftskrise, NS-Schuld, Auswanderung, Jugendprobleme, Literaturgeschochte, etc! Meiner Meinung nach war das einfach alles zuviel...denn keines dieser Themen wirkt ausreichend ausgearbeitet! 

    Der Schreibstil der Autorin war ok, jedoch waren mir die Kapitel zu lang, da die Geschichte ohnedies nicht wirklich strukturiert war.

    Meins wars einfach nicht...ich hoffe ich hab bald wieder mehr Glück mit meinen Romanen!

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    Monsignores avatar
    Monsignorevor 2 Jahren
    Ganz großes Romantheater, schräg und fließend ...

    Der Leser erfährt nicht, warum die Eltern plötzlich tot im Bett liegen. Doch der arbeits- und chancenlosen Akademikerin, die im Elternhaus mehr schlecht als recht leben kann, ist klar: die Rente muss weiter fließen. Sie vertuscht das Ableben nicht nur, sie nimmt in den Kleidern der Toten deren Rollen ein. Und unweigerlich entdeckt sie die Geheimnisse ihrer Eltern: Liebhaber, Lügen, Tarnungen. Offensichtlich haben sich in dieser Familie alle etwas vorgemacht und es hat funktioniert - funktioniert  immer noch.

    Eine große Prise Fantastik durchweht diesen glänzend strukturierten und verschachtelten Roman, dazu viele Anleihen aus der Romantik,  der Bibel. Und Luzifer mit Hündchen kommt auch drin vor.

    Dabei hat das Buch viele Gegenwartsbezüge: Der wirtschaftliche Niedergang weiter Teile Europas, die Hoffnungslosigkeit der spanischen Jugend, Nazideutschland und die Flut im Oderbruch.

    Es kommt richtig dicke in diesem Buch, manchmal zu dick, aber toll geschrieben mit wunderbaren Gedankengängen und Formulierungen.


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    Igelas avatar
    Igelavor 2 Jahren
    Langatmig ab der Mitte.

    Madrid im Jahre 2012:Die Stadt ist gezeichnet von Arbeitslosigkeit,die vor allem die Jugendlichen der Stadt betrifft.Ana, genannt Anita ist eine davon. Eigentlich Vorschullehrerin, lebt sie notgedrungen immer noch bei ihren Eltern Oscar und Blanca.Bruder Angel ist vor der Arbeitslosigkeit nach Deutschland geflüchtet und Anita vermisst ihn sehr.
    Als die Eltern von Anita  unerwartet sterben, flüchtet sie in andere Rollen,verkleidet sich mal als Blanca, dann wieder als Angel. Völlig in ihrer neuen Welt gefangen, driftet sie in die Vergangenheit ab und entdeckt, dass Etliches bei ihren Eltern nur Fassade war.

    Toll.Habe ich mir gedacht.Eine Geschichte, die die Jugendarbeitslosigkeit thematisiert. Noch dazu in meinem Lieblingsland Spanien...doch leider wurde dieses Thema zwar zu Beginn auf eindrückliche Weise thematisiert, doch gegen Mitte fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel.
    Statt dessen driftet Anita völlig in den Wahnsinn ab.Sie lebt  in ihren Verkleidungen das Leben der Mutter bzw. versucht die zarte Liebe zwischen Angel und seiner Freundin zu kitten. Wie das funktionieren soll, dass Anita ohne von dieser Freundin oder den Bekannten und Nachbarn der Eltern erkannt zu werden in andere Rollen schlüpft  ,ist die grosse Frage, die ich mir auch nach Beendigung des Buches noch stelle. Zudem sind die toten Eltern, in der Hitze des Sommers in Madrid wochenlang im Schlafzimmer...und niemand riecht das?Weitere Baustelle!In Sachen Logik steht die Geschichte  auf wackeligen Füssen.
    Anita wühlt in den Briefen und dem Smartphon ihrer Mutter und schreibt sogar Rezensionen an Stelle ihres Vaters um deren Tod zu vertuschen. Diese Briefe/Berichte und die Rezension sind seitenweise wieder gegeben und hier hat sich bei mir leider Langeweile eingestellt.
    Leider verliert sich die Autorin immer wieder in Nebengeschichtchen, deren Sinn ich nicht einordnen konnte und die die Story sehr langatmig machen.
    Schade, ein bisschen weniger reingedrückte Themen(Jugendarbeitslosigkeit, Vergangenheit Eltern, Liebe zu Literatur, Bruder in Deutschland, in andere Rollen schlüpfen,Adoption einer Schildkröte,...) und das Buch hätte mich mehr gefesselt.Dazu kommt noch das total unbefriedigte
     Ende!!!

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    Wolframhubervor 3 Jahren
    gefällt mir sehr gut

    gefällt mir sehr gut

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    graphidas avatar
    graphidavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anfangs gut und spannend, dann wird es zunehmend verwirrter und verwirrender und langatmig und das Buch verliert von Seite zu Seite mehr.
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    LeifReselvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: fantastisch fantasievolle Geschichte, anrührend, toll geschrieben!
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    mixtapemaedchens avatar
    mixtapemaedchenvor 9 Monaten
    beates avatar
    beatevor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar


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