Das Herz von Libertalia

von Anna Kuschnarowa 
4,4 Sterne bei47 Bewertungen
Das Herz von Libertalia
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Spannender historischer Roman um eine starke bewundernswerte Frau.

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Wild und historisch. Eine unglaubliche Sehnsucht nach der Freiheit. Absolut gelungen!

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Inhaltsangabe zu "Das Herz von Libertalia"

Ein fulminanter historischer Roman – von der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit. Wortgewaltig, lebendig, unwiderstehlich. Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407811875
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:461 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:08.05.2015

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Das Herz von Libertalia von Anna Kuschnarowa [Rezension]

    Klappentext:

    Ein fulminanter historischer Roman – von der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit. Wortgewaltig, lebendig, unwiderstehlich.

    Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik …

    Quelle

    Meinung:

    Erst einmal vorneweg: Ich bin ein riesiger Fan von Piraten! Die „Fluch der Karibik“ Filme kann ich alle fast auswendig. „Das Herz von Libertalia“ war mein erster historischer Roman, in dem es um Piraten geht. Und um ehrlich zu sein, habe ich es bloß wegen dem wunderschönen Cover gekauft. Doch nun erst mal zum Inhalt:

    In das „Herz von Libertalia“ geht es um Anne Bonny, die sich im Kerker von Spanish Town, in Jamaika befindet und Rückblickend ihr Leben betrachtet.

    „Ich werde baumeln, aber so wahr mir Gott helfe, ich bereue nichts.“

    Angefangen damit, wie sich ihre Eltern, Peg Brennan und William Cormac kennen- und lieben lernten. Anne kommt als uneheliches Kind zur Welt und noch dazu als Mädchen. Sie wächst in Irland bei ihrer Mutter auf und wird später von ihrem Vater als seinen Neffen John Dean ausgegeben. Als Junge fühlt sich Anne wohl und wird akzeptiert, was sie als Mädchen nicht kannte. Später fliegt die Affäre zwischen Annes Vater und ihrer Mutter auf und die Familie reist in die Neue Welt nach South Carolina. Doch dort soll Anne als Mädchen leben und nicht mehr als junger John Dean, was sie mehr als traurig macht. Denn Anne hat nur einen Traum: Sie will zur See fahren und das sagenumwobene Libertalia finden.

    Schon am Anfang bin ich richtig gut in die Geschichte reingekommen. Das Buch ist mal etwas anderes, was man sonst vielleicht nicht liest. Man lernt die Welt von 1700 bis 1720 kennen und nicht nur England, sondern auch die „Neue Welt“ sprich Amerika. Ca. die ersten 200 Seiten ging es noch nicht wirklich um Piraten, was mich ein wenig enttäuscht hat. Allerdings geht es hier ein wenig um Sklaverei und die Plantagenbesitzer. Als Anne dann mit Bonny durchbrennt, erfährt sie das harte Piratenleben und es ist am Anfang nicht leicht für Anne. Doch dann arbeitet sie sich hoch und erfährt neben den schlechten, auch die guten Seiten der Piraterie.

    Das Buch hat ein recht offenes Ende, denn man erfährt nicht wirklich, was Anne mit ihrem weiteren Leben anfängt, aber ich denke mal, dass sie glücklich geworden ist.

    Anne mochte ich sehr gerne, da sie sich nichts gefallen lässt und nicht so leben möchte, wie die Mädchen in ihrer Gesellschaft. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzten, was mir echt gut gefallen hat. Auch die anderen Charaktere wie Jonathan, Jack, Mary, Charley, Hawkins und Beth mochte ich richtig gerne. Um ehrlich zu sein mochte ich sogar Jebediah Fairchilde, weil er mich ein kleines bisschen an Draco Malfoy erinnert hat. Der Schreibstil ist richtig gut gewesen und hat mir einfach nur zu gut gefallen.

    Anne Bonny gab es übrigens in Wirklichkeit und HIER kommt ihr zu ihrer Wikipedia-Seite. Außerdem gab es noch folgende Personen in echt: Jack Rackham, Charles Vane und Mary Read. Zwar hat sich das Buch an die bekannten Informationen über Anne Bonny gehalten, es wurde aber viel dazu gedacht und umgeschrieben.

    Fazit:

    Abschließend hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, da es gut geschrieben und sehr spannend und interessant ist. Von mir hat es daher 4,5 Sterne bekommen.

    -

    Diese Rezension findet ihr auch auf meinem Blog!

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    Mesevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender historischer Roman um eine starke bewundernswerte Frau.
    Anne Bonny und ihre Geschichte

    Das Cover des Buches ist in schlichtem grau gehalten mit einem kleinen Piratenschiff. Der Titel des Buches lässt auf Freiheit schliessen. Das Buch handelt von der berühmt berüchtigten Piratin Anne Bonny. Der Einstieg erzählt vom Leben ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Als sie als Dienstmädchen bei der Familie Cormac anfängt, trifft sie auf Annes Vater und verliebt sich in ihn. Durch die Geburt von Anne und die andauernden Beziehung zur ehemaligen Bediensteten, verliert der Vater alles in der alten Welt und wird von der feinen Gesellschaft geächtet. Kurzerhand bricht die kleine Familie au in die neue Welt. Anne musste sich schon früh als Junge ausgeben und hat dadurch von der Freiheit des männlichen Geschlechts, in der damaligen Zeit, kosten dürfen. Diese Freiheit will sie unter keinen Umständen aufgeben. Als ihre Eltern sie in der neuen Welt wieder in das enge Korsett, der damals für Mädchen zugedachten Rolle, zwingen wollen, bricht sie aus und ehelicht den Abenteurer James Bonny. Als sie seinen feigen Karakter kennen lernt trennt sie sich von ihm und verfolgt weiter ihren Traum zur See zu fahren. Als sie auf dem Piraten Jack Rickham trifft geht ihr Traum in erfüllung und das Abenteuer beginnt. Das Buch nimmt einen mit auf grosse Fahrt. Anne Bonny lernt man als starke Persönlichkeit kennen, die einfach zu früh geboren wurde. Ihr Mut und den Durchhaltewillen sind bewundernswert. Trotz widerholter Schiksalsschläge, hat sie sich vom Leben nicht unter kriegen lassen. Sie war eine stolze und intelligente Frau. Eine Frau die einen in ihren Bann zieht. Ein tolles Buch. Bin begeistert.

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    Findabhairs avatar
    Findabhairvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wild und historisch. Eine unglaubliche Sehnsucht nach der Freiheit. Absolut gelungen!
    Lebendig und mitreißend!

    Inhalt:

    Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die 'verlockendste und herausforderndste Schöne' von ganz Charles Towne. Doch 'irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten'? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich 'Libertalia'. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik.

    Mit „Das Herz von Libertalia“ hat die Autorin einen spannenden Piratenroman geschrieben. Hierbei steht die Individualität der Frauenrolle im Vordergrund und wurde sehr gut umgesetzt.

    Die Story um Anne Bonny wird uns direkt aus ihrer Perspektive berichtet. Für mich war das die beste Wahl, denn so konnten wir auch an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Da sie sich eher wie ein Mann gibt, denkt sie eben auch wie einer und so ist sie mehr in sich gekehrt und macht viele Probleme nur mit sich selbst aus. Aufgrund der Perspektivenwahl ist der Leser aber zu jeder Zeit bestens informiert und verpasst nichts.

    Der Schreibstil ist dem Zeitalter angepasst und herrlich unkompliziert gehalten, sodass man die Geschichte flüssig lesen kann.

    Anne hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen und mich auch beeindruckt, weil sie für das 18. Jahrhundert eine absolute Ausnahme darstellt. Die ersten Jahre als Junge aufgewachsen, muss sie sich plötzlich als Dame in den elitären Kreisen zurechtfinden. Dabei bleibt sie sich aber stets selbst treu und fürchtet keine Konsequenzen. Sie ist furchtlos, stur und ein absoluter Wirbelwind, der dem Leser viele interessante Lesestunden beschert. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sie nicht nach Männlein und Weiblein entscheidet, sondern die Menschen, die ihr wichtig sind, als Gefährten ansieht. Das verleiht ihr meiner Meinung nach eine unglaubliche Charakterstärke.

     

    Mein Fazit:  Ein wunderschönes Buch über eine außergewöhnlichen Frau, die sich frei von allen Zwängen befreite und ihr Leben lebte.

    Die Historischen Fakten sind wunderbar in den fließenden Erzählstil eingeflossen. Man spürt förmlich die Gischt, die am Bugg aufwallt und den Wind der in den Segel zerrt.

     

    Jack Sparrow ahoi, doch hier kommt eine Frau die durch ihren Mut und ihr Selbstvertrauen die selbst die Männerwelt beeindrucken dürfte.

     

    Eine Empfehlung für alle, die mal ein anderes Piratenabenteuer suchen. ;-)

     

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    wordworlds avatar
    wordworldvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nichts für zarte Seelchen!
    Piratenleben hart und ungeschönt...

    Allgemeines:


    Titel: Das Herz von Libertalia
    Autor: Anna Kuschnarowa
    Genre: Historischer Roman
    ISBN: 978-3407811875
    Preis: 17,95€ (gebundene Ausgabe)


    Inhalt:


    Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...

    Bewertung:


    Mit „Das Herz von Libertalia“ hat die Autorin einen spannenden Piratenroman geschrieben. Besonders die Individualität der Frauenrolle steht hier im Vordergrund und wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt.
    Die Story um Anne Bonny wird uns direkt aus ihrer Perspektive berichtet. Für mich war das die beste Wahl, denn so konnten wir auch an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Da sie sich eher wie ein Mann gibt, denkt sie eben auch wie einer und so ist sie mehr in sich gekehrt und macht viele Probleme nur mit sich selbst aus. Aufgrund der Perspektivenwahl ist der Leser aber zu jeder Zeit bestens informiert und verpasst nichts. Sie ist ein extrem starker und wilder Charakter der sich ständig in der Entwicklung befindet. Der Schreibstil ist zwar dem Zeitalter angepasst -gerade in den Dialogen ist die Wortwahl oft sehr speziell- aber sonst herrlich unkompliziert gehalten, sodass man die Geschichte flüssig lesen kann.
    Die Geschichte startet mit einer Rückblende und beginnt dann chronologisch. Die Spannung baut sich zunächst langsam auf, steigert sich dann aber zügig und gerade das Ende ist dann noch mal sehr packend. Das Piratenthema war für mich authentisch umgesetzt. Gerade weil eine Frau die Hauptrolle der Geschichte inne hat, war dieses Buch innovativ. Natürlich gibt es hier auch schon andere Lektüren, aber die Anlehnung an die echte Anne Bonny hat mich überzeugen können. Manche Szenen sind sehr brutal und rücksichtslos so dass man fast nicht mehr weiterlesen will doch das gehört auch dazu. Das Buch schönt nichts am harten Piratenleben und so wird man auch mit den vielen schlechten Seiten und Problemen konfrontiert.

    Fazit:


    Insgesamt haben wir es mit einem packenden historischen Abenteuer zu tun, das so viel mehr als furchtlos Kämpfe zu bieten hat. Werte wie Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit und Kameradschaft stehen hier definitv im Vordergrund, trotzdem eher nichts für "zarte Seelchen"!

    Wenn dir das gefallen hat, schau doch mal auf meinem Blog vorbei unter: http://w0rdw0rld.blogspot.com

     

     

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    melanie_reicherts avatar
    melanie_reichertvor 2 Jahren
    Das ereignisreiche Leben der Piratin Anne Bonny

    Mit „Das Herz von Libertalia“ hat die Autorin einen spannenden Piratenroman geschrieben. Besonders die Individualität der Frauenrolle steht hier im Vordergrund und wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt.

    Die Story um Anne Bonny wird uns direkt aus ihrer Perspektive berichtet. Für mich war das die beste Wahl, denn so konnten wir auch an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Da sie sich eher wie ein Mann gibt, denkt sie eben auch wie einer und so ist sie mehr in sich gekehrt und macht viele Probleme nur mit sich selbst aus. Aufgrund der Perspektivenwahl ist der Leser aber zu jeder Zeit bestens informiert und verpasst nichts. Der Schreibstil von Frau Kuschnarowa ist zwar dem Zeitalter angepasst (gerade in den Dialogen), aber herrlich unkompliziert gehalten, sodass man die Geschichte flüssig lesen kann.

    Anne hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, weil sie für das 18. Jahrhundert eine absolute Ausnahme darstellt. Die ersten Jahre als Junge aufgewachsen, muss sie sich plötzlich als Dame in den elitären Kreisen zurechtfinden. Dabei bleibt sie sich aber stets selbst treu und fürchtet keine Konsequenzen. Sie ist furchtlos, stur und ein absoluter Wirbelwind, der dem Leser viele interessante Lesestunden beschert. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sie nicht nach Männlein und Weiblein entscheidet, sondern die Menschen, die ihr wichtig sind, als Gefährten ansieht. Das verleiht ihr meiner Meinung nach eine unglaubliche Charakterstärke.

    Die Nebencharaktere waren eher Stereotypen, aber das hat mich nicht weiter gestört, weil sie ihre Rollen gespielt und sich in das Gesamtgeschehen eingefügt haben. Das Hauptaugenmerk sollte definitiv auf Anne liegen, was für mich absolut in Ordnung war – immerhin ist es ihre Geschichte. Das soll aber nicht heißen, dass mir die Nebencharaktere nicht gefallen hätten. Auch hier hat man gemerkt, dass sich die Autorin Gedanken zur Charaktergestaltung gemacht hat und ihr manche Personen am Herzen hingen.

    Die Geschichte startet mit einer Rückblende und beginnt dann chronologisch. Die Spannung baut sich zunächst langsam auf, steigert sich dann aber zügig und gerade das Ende ist dann noch mal sehr packend. Mein einziger Kritikpunkt geht an das mittlere Drittel, was ich teilweise als etwas zäh empfunden habe, da alles ziemlich ausführlich beschrieben wurde. Hier hätte ein kleiner Zeitraffer vielleicht für mehr Spannung gesorgt, aber das ist nur mein persönliches Empfinden.

    Das Piratenthema war für mich authentisch umgesetzt. Gerade weil eine Frau die Hauptrolle der Geschichte inne hat, war dieses Buch innovativ. Natürlich gibt es hier auch schon andere Lektüren, aber die Anlehnung an die echte Anne Bonny hat mich überzeugen können.

    Insgesamt haben wir es mit einem historischen Abenteuer zu tun, das so viel mehr als furchtlos Kämpfe zu bieten hat. Werte wie Liebe, Freundschaft, Ehrlichkeit und Kaeradschaft stehen hier definitv im Vordergrund. Ich würde mich freune, bald mehr von der Autorin lesen zu können.

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    grules avatar
    grulevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Packend, spannend und einfach großartig. Ich hatte viel Spaß es zu lesen. :-)
    Ein kurzes Leben, aber ein Gutes

    Das Herz von Libertalia – Anna Kuschnarowa

    Das Buch spielt im 17. Jahrhundert und es geht um das Leben der berühmten Piratenkapitänen Anne Bonny.

    Anne war das uneheliche Kind eines reichen Mannes, das Resultat einer Affäre mit seiner Hausmagd. Als sie ungefähr 6 Jahre alt war, holte ihr Vater Anne zu sich, da er sie gern in seiner Nähe haben wollte und um ihr Bildung zu ermöglichen. Dafür musste sich das kleine Mädchen aber als Junge verkleiden, damit die Ehefrau nichts mitbekam. Das gefiel Anne, die ein Wildfang war, aber auch recht gut. Es ermöglicht ihr weit mehr Freiheit, als sie als Mädchen gehabt hätte. Sie konnte alleine durch die Gegend rennen, zum Hafen gehen, sich prügeln. Doch diese Zeit endet, als sie zusammen mit dem Vater und ihrer Mutter nach Amerika auswandert, wo ein neues Leben für sie beginnen soll.

    Die nun jugendliche Anne soll sich auf einmal wie eine perfekte kleine Dame benehmen und darf nicht mal mehr allein das Haus verlassen.

    Ihr Wunsch nach Freiheit und Abenteuer, sowie ihre Abscheu gegenüber des „richtigen Lebensweges“, treibt sie schließlich in die Arme von James Bonny.

    Sie bricht mit ihrer Familie und die beiden reisen in die Karibik. Hier beginnt Annes Weg eine der berühmtesten und berüchtigtesten Frauen ihrer Zeit zu werden.


    Fazit:


    Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Anne ist eine tolle Figur, die einen in ihren Bann zieht. Sie leuchtet wie ein Feuer und ist wirklich die „Königin der Karibik“. Der Text wird von ihr dominiert. Sie hinterlässt einen Eindruck der genau so stark ist, wie sie der Welt gegenüber tritt und versucht Freiheit zu finden, auch wenn sie eine Frau ist. Anne war anders, aber das war ihr auch ganz recht so.

    Auch viele der anderen Charaktere haben mir gefallen, doch Anne hat das Buch und meine Eindrücke immer dominiert.

    Die Geschichte war fulminant, spannend und einfach fantastisch. Auch scheint die Geschichte sich stark an historische Kenntnisse zu halten, was mir ebenfalls gefallen hat.

    Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und auch die Sprache ist authentisch. Hin und wieder kannte ich vielleicht ein Wort mal nicht, aber das war selten und es gibt ja Google für den Notfall.

    Alles in allem, einfach ein super Buch voll mit Abenteuern, Freibeutern und einer tollen Frau :-)

    Franzi

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    haunted_souls avatar
    haunted_soulvor 3 Jahren
    Vom Kampf einer mutigen Frau für Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung

    Inhalt:

    Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die "verlockendste und herausforderndste Schöne" von ganz Charles Towne. Doch "irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten"? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich "Libertalia". Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...

    Meine Meinung:

    Was mich gleich von Anfang an für dieses Buch eingenommen hat, war die Thematik. Vor einigen Jahren gab es ja dank "Fluch der Karibik" einen riesigen Piraten-Hype, mit dem auch ich mich infiziert habe. Mittlerweile ist dieser allerdings in der Medienlandschaft schon ziemlich abgeflaut und man sieht kaum noch Bücher oder Filme, die sich mit der Piraterie beschäftigen. Das finde ich ziemlich schade, denn der Stoff bietet großes Potenzial für eine tolle und abenteuerreiche Geschichte.

    Umso begeisterter war ich, als ich "Das Herz von Libertalia" entdeckt habe. Das Buch startet mit einem Prolog, in dem die Protagonistin Anne im düsteren Kerkerloch in Jamaika sitzt und ihrem sicheren Tod entgegenblickt. So ist man gleich mittendrin im Geschehen und fragt sich unweigerlich, welcher Lebensweg ihr wohl dieses Schicksal beschert hat. In einer Rückblinde wird anschließend von ihrer packenden Vergangenheit erzählt. Als uneheliches Kind wird sie von ihrem Vater in Jungenkleider gesteckt und eignet sich so typische männliche Verhaltensweisen an. Schnell erkennt sie, welch unfaire Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern herrschen: Während Mädchen sittsam und unterwürfig sein sollen, haben Jungen viel mehr Freiheiten und Entfaltungsmöglichkeiten.

    Doch Anne rebelliert. Gegen ein Leben als fügsame Gutsbesitzertochter, die man als ausstaffierte Puppe an den meistbietenden Heiratswilligen verkaufen kann. Gegen die Zwänge der Gesellschaft, die ihr nur ein Leben als Ehefrau und Mutter in Aussicht stellen. Kurzerhand brennt sie mit ihrem Verehrer durch und landet auf New Providence, der Hochburg der Piraterie. Hier findet sie Freundinnen, die zu ihr stehen und behauptet ihre Position als starke Frau, der Respekt gebührt. Auch wenn das Leben ihr immer wieder Hindernisse in den Weg stellt und sie mehr als einmal am Abgrund ihrer Existenz steht, geht sie unbeirrt ihren Weg weiter.

    Anne war mir unheimlich sympathisch, gerade weil sie eine sehr unkonventionelle Figur darstellt. Sie kämpft, flucht, streitet, trinkt und hat auch keine Scheu, sich in Affären zu stürzen. Wer eine Vorliebe für ausgeglichene und "anständige" Protagonisten hat, dürfte sich dagegen mit Anne schwer tun. Doch ich habe es geliebt, wie sie der Männerwelt Paroli geboten hat. Denn ganz richtig hat sie erkannt: Männer wollen nicht, dass Frauen intelligent oder stark sind, weil sie sich ansonsten gefährdet fühlen. Eine Frau ist in ihren Augen entweder liebende Ehefrau und Mutter oder ein leichtes Flittchen. Die Art und Weise, wie sich Anne trotz allem Respekt verschafft hat - und das unter einem Haufen nicht gerade toleranter Piraten -, fand ich wirklich bewundernswert.

    Kritikpunkte habe ich nur zwei kleinere: Zum einen stellt Anne aufgrund ihrer selbstbewussten Art alle anderen Charaktere in den Schatten. Sie tauchen zwar auf und spielen mit, aber eine richtige Bindung konnte ich leider nicht zu ihnen aufbauen. Das spricht natürlich umso mehr für die Protagonistin, allerdings ist es auch schade, dass mir die anderen Figuren nicht stark im Gedächtnis geblieben sind. Zum anderen empfand ich das Ende als nicht ganz befriedigend. Gerade aufgrund der langen und beschwerlichen Reise, auf die man Anne die ganze Geschichte lang begleitet hat, hätte ich mir irgendwie noch mehr vom Ende erhofft.

    Fazit:

    Bildgewaltige und fesselnde Abenteuerreise einer verruchten Heldin quer durch die Karibik - wer starke Frauenfiguren und spannungsreiche Geschichtsromane mag, kann mit diesem Buch nichts falsch machen.

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    Reebock82s avatar
    Reebock82vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr gelungener Roman für junge Erwachsene
    Piraten, Liebe, Abenteuer

    Jeder, der sich ein kleines bisschen für Piraten interessiert, hat schon einmal von der berühmten Piratenkapitänin Anne Bonny gehört oder gelesen. Wenn nicht, dann ist das das richtige Buch, um ihre Geschichte kennenzulernen. Man begleitet sie in diesem Buch durch ihre frühe Kindheit bis hin zum Erwachsenenalter. 
    Besonders schön ist dabei der Stil, der blumig ist, aber einen trotzdem die harte, kalte Realität der damaligen Zeit spüren lässt. Auch das hat mir an diesem Buch gut gefallen. Es wird nichts beschönigt. Annes Geschichte wird eher nüchtern und ohne viel Kitsch erzählt. Diesen habe ich dann aber, auch wenn es mir gut gefallen hat, ein wenig vermisst. Das Geschichte um Anne beginnt in ihrer frühen Kindheit, wobei ich die Erzählung manchmal als etwas lang empfunden habe und darauf gewartet habe, dass es endlich "losgeht". 
    Die Romantik kam wirklich zu kurz, aber ich nehme einmal an, dass es eben damals einfach nicht wirklich romantisch war. Zu Annes Charakter würde das (leider) auch nicht passen. Dieser wirkt sehr authentisch und zeigt auch Annes Fehler auf. Oftmals war sie einem dann gar nicht so sympathisch, was aber ihren Charakter unglaublich komplex gemacht hat. Auch alle anderen Figuren sind gelungen. Sie wirken realistisch und glaubhaft. 

    Das einzige, was mir nicht wirklich gefallen hat, war der letzte Teil der Geschichte. Ich fand ihn befremdlich und wer das Buch gelesen hat, stimmt mir vielleicht zu. Ich konnte die Handlungen von Anne ab da nicht mehr wirklich nachvollziehen und verstehen. 

    Ansonsten ist das Buch aber ein gelungener Piratenroman, der vor allem durch seine realistische Darstellung, den besonderen Stil und seine authentischen Charaktere besticht. Empfehlenswert für alle, die gerne Piratenbücher oder historische Romane lesen. 

    Für Fans von: 

    "Piraten!"  von Celia Rees
    "Königin des Meeres" von Katja Doubek

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    Sandra251vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine der schönsten und aufregendsten Zeitreisen überhaupt! - Anne Bonny auf der Suche nach grenzenloser Freiheit. Libertalia.
    Eine der schönsten und aufregendsten Zeitreisen überhaupt!

    Eine der schönsten und aufregendsten Zeitreisen überhaupt!

    "Ein lustiges Leben und - wenn es sein muss - eben nur ein kurzes. Danach habe ich immer gelebt. Und wie es auch endet, bereuen werde ich es nicht."

    "Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ..."

    Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine unvergessliche Reise in die Vergangenheit. Dieses Buch zu lesen war, als ob mir Anne persönlich von Angesicht zu Angesicht ihre Geschichte erzählt. Als ob ich sie zufällig bei einem ihrer Zwischenstopps auf den karibischen Inseln treffe, sie nach ihrer Erzählung aufsteht und mit Jonathan weitersegelt. Einfach großartig!

    "Eine Frau in Männerkleidern ist weniger als nichts. Eine Frau in Männerkleider steckt in einer tödlichen Hülle, wenn der Schwindel entlarvt wird. Aber nur in Männerkleidern kann eine Frau sie selbst sein und nur als Pirat frei. Der einzige Bund den es sich lohnt einzugehen ist der mit der Freiheit."

    Danach lebte die Piratin Anne Bonny und ich kann nicht anders als die dafür zu bewundern. Sie war eine außergewöhnliche Frau. Eine starke Frau die mehr vom Leben wollte als die Gesellschaft einer Frau üblicherweise zu bieten hatte und so machte sie sich auf die Suche nach Libertalia - einem Ort an dem jeder so sein darf wie er ist, einem Ort an dem die Menschen frei sind und miteinander in Frieden und Respekt leben.

    "Libertalia war ein Ruf, ein Versprechen, etwas für das es sich sowohl zu leben als auch zu sterben lohnt(e)"

    Ein Leben weit entfernt von Korsetts die einem die Luft abschnüren, künstlichen Puder und Zwangsheiraten um den Ruf der Familie zu wahren und um das Ansehen einer Gesellschaft zu gewinnen, die wir von Grund auf verachten. Anne Bonny wollte das was jede Frau wollen sollte: Ein Leben in dem wir unsere eigenen Entscheidungen treffen können. Ein Leben das nicht vorgegeben wird, sondern indem wir ganz unseren Instinkten folgen und unsere Träume und Wünsche verwirklichen können. Ein Leben in dem wir nicht weniger Wert sind als ein Mann.

    Anne stellte Fragen die sich sonst niemand zu Fragen traute: Mit welchen Recht können sich Menschen so sehr über andere erheben, dass sie glauben, dass sie sie besitzen können? Wie sollte man die Menschen nicht grundsätzlich hassen, wenn man sieht, mit welcher Begeisterung sie andere quälen? Was gingen sie MAN und ALLE an? Warum sollte sie sich in den selbst gebauten Käfig der Gesellschaft setzten in dem MAN und ALLE nach einer angeblich von Gott gegebenen Ordnung leben, in der sie doch unglücklich sind und warum durschaute das eigentlich keiner?! Ich schließe mich ihren Fragen vollkommen an und ergänze sie sogar noch: Warum wehrt sich niemand? Ist die Angst vor Konsequenzen so groß, dass wir Frauen und einzig der bloßen Existenz hingeben müssen?! Ich sage NEIN! Es ist mein Leben und ich hab nur dieses eine, also möchte ich das absolut möglichst beste daraus machen. Auch wenn es nicht immer leicht ist. Nicht was sich lohnt ist leicht :-)

    Alle Piraten hatte gemeinsam, dass sie es satthatten, sich den starken Gesellschaftlichen Hierarchien widerspruchslos zu beugen, überhaupt Hierarchien als solche zu akzeptieren. Wer legt eigentlich den Wert und den Rang eines Menschen fest? Eben. Aus diesem Grund wollte Anne Cormac nie etwas anderes als zur See zu fahren.

    Heute, ca. 300 Jahre später sind immer noch sehr starke Parallelen zu der damaligen Zeit erkennbar. Immer noch werden eine von Gott gegebene Ordnung (Bibel) und das angebliche Wohlergehen aller, als Begründung für Unterdrückung, Mobbing und als Rechtfertigung starker Hierarchien benutzt. Immer noch werden Ausländer minderwertig behandelt, Hilfskräfte bekommen täglich, das Gefühl weniger Wert als andere zu sein, obwohl sie auch arbeiten um ihre Familien ernähren zu können. Was würde all die Schnösel tun, wenn es diese Menschen damals wie heute nicht gäbe? Ich stelle mir täglich die selben Fragen wie Anne. Ich gebe zu mein Leben ist auch nicht leicht, oft wurde ich gemobbt und habe Verluste erlitten, aber was ich gewinne ist für mich viel wertvoller als alles Gold, das diese Welt mir zu bieten hat. Ich bin froh meinen eigenen Kopf zu haben, meine eigene Meinung und dadurch ein kleines Stück Freiheit. Vor allem bin ich froh, dass mein Leben nicht von den Gedanken beherrscht wird, wenn ich als nächstes mobbe und unterdrücke und mich für kaum erwähnenswerte Momente ein kleines Stück besser zu fühlen. Ich kann mich um viel bessere und schönere Dinge kümmern, Lebenserfahrung sammeln und stärker werden.

    "Ein lustiges Leben und wenn es sein muss - eben nur ein kurzes"

    Ja, wenn ich die Möglichkeiten hätte wäre ich auch Piratin wie Anne Bonny. Sie war eine der stärksten und bewundernswertesten Frauen unserer Gesellschaft und ist als solche zu Recht in die Geschichte eingegangen.

    Anna Kuschnarowa erzählt in der Nachbemerkung Anne Bonny, Mary Read, Calico Jack Rackham und viele der anderen Personen hat es tatsächlich gegeben. Nachzulesen ist das u.a. in "A General History of Robberies and Murders of the most notorious Pyrates" von 1724. Auch Libertalia (Libertatia) wird als eine Art nach dem demokratischen Muster funktionierendes Utopia erwähnt. Ob es wirklich existiert oder existiert hat, ist umstritten. ICH denke Libertalia ist in den Herzen aller Menschen die mehr vom Leben wollen, also das was über die bloße Existenz hinaus geht und deshalb könnte es überall sein oder entstehen ;-)

    Ich trinke auf dich "Königin der Karibik" und danke Anna Kuschnarowa, dafür dass sie uns diese unglaubliche Frau in die Gegenwart geholt hat. "Das Herz von Libertalia" ist ein wahrer Goldschatz. Und ich kann es nur allen die die Freiheit zu schätzen wissen, ans Herz legen.

    "Ein fulminanter historischer Roman – von der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit. Wortgewaltig, lebendig, unwiderstehlich."

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    WinfriedStanzickvor 3 Jahren
    Ein anspruchsvoller Jugendroman



    Anne, die Königin der Karibik, sitzt im Kerker von Spanish Town und wartet dort auf ihre Hinrichtung. Zwischen Fleckenfieber, Cholera und Tuberkulose blickt sie zurück auf ihr Leben.

    Sie erzählt von der großen Liebe ihrer Eltern und ihrer unbeschwerten Kindheit in Irland, wo sie zum ersten Mal von Libertalia hörte. Von diesem Tag an träumt Anne davon diesen wundervollen Ort, an dem jeder sein darf wie er ist und wo alle Menschen frei sind und in Frieden und Respekt miteinander leben, zu finden. Doch dann beschließt ihr Vater sie nach Cork zu holen. Als Junge verkleidet erhält sie dort Unterricht. Eine Weile funktioniert das gut, Anne fühlt sich frei, sie verbringt viel Zeit am Hafen und findet dort Freunde.

    Als ihr Vater sich beruflich verändern muss, verschlägt es die kleine Familie in die Neue Welt. In South Carolina wird von Anne verlangt, eine brave Pflanzertochter zu werden. Sie soll Buttercremekleider und Perlenschühchen tragen, artig schreiten und knicksen, und sich den ganzen Tag mit langweiligen, geistlosen Dingen beschäftigen. Doch Anne hat das wilde Blut, sie lässt sich nicht zügeln, sie sehnt sich nach ihrer verlorenen Freiheit. Und das Schlimmste:  Pflanzertöchter heiraten mit 16. In Anne sträubt sich alles dagegen und sie wählt einen anderen Weg. Wird er sie nach Libertalia führen?

    "Erst hatte mich die Unruhe nur wie ein hungriges Kätzchen umschlichen, aber inzwischen fraß sie mich auf."

    Die mit vielen Preisen ausgezeichnete Autorin Anna Kuschnarowa hat alles was über die Piratin Anne Bonny bekannt ist, zusammengetragen, die Lücken mit viel Fantasie gefüllt, und einen packenden Abenteuerroman daraus gemacht. Schnell taucht man als Leser in diese spannende Geschichte ein.     

    Eines der vielen anspruchsvollen Jugendbücher für die der Beltz & Gelberg Verlag seit langem steht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Ein fulminanter historischer Roman – von der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit. Wortgewaltig, lebendig, unwiderstehlich.

    In ihrem neuen Jugendroman "Das Herz von Libertalia" begeistert uns die Autorin Anna Kuschnarowa mit einem packenden historischen Setting. Für die Hauptfigur Anne geht es um nicht weniger als die Liebe, ein sagenhaftes Piratenreich und eine Kaperfahrt durch die Karibik.

    Zusammen mit dem Beltz & Gelberg Verlag verlosen wir 10 Exemplare dieses spannenden Romans, der uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und in ein aufregendes Abenteuer nimmt. Wenn ihr eure Chance auf eines der Bücher nutzen möchtet, beantwortet bitte die folgende Frage:

    Wo ist eurer Meinung nach die Freiheit zuhause? Und warum?

    Wir sind gespannt auf eure Ideen!

    Mehr zum Buch:

    Irland, um 1700: Anne Bonny kommt als uneheliches Kind zur Welt und wird von ihrem Vater als Junge aufgezogen. Die Männerkleider verschaffen ihr Vorteile, aber Anne will sie selbst sein. Als junge Frau gilt sie als die »verlockendste und herausforderndste Schöne« von ganz Charles Towne. Doch »irgendeinen dieser gelackten Affen heiraten«? Nie im Leben! Zu groß ist Annes Hunger nach Freiheit, zu stark ihr Traum vom wilden Leben im sagenhaften Piratenreich »Libertalia«. Annes Herz entflammt für den Piratenkapitän James Bonny – sie brennt mit ihm durch und geht auf wüste Kaperfahrt durch die Karibik ...

    Gleich reinlesen!
    Sandra251s avatar
    Letzter Beitrag von  Sandra251vor 3 Jahren
    Hallo Dani, hier ist der Link meiner Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Kuschnarowa/Das-Herz-von-Libertalia-1136211558-w/rezension/1160719996/ Vielen Dank nochmal für das Buch. Ich liebe es und Anne ist ein absolutes Vorbild für alle emanzipierten Frauen 😉
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