Anna Kuschnarowa Kinshasa Dreams

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Inhaltsangabe zu „Kinshasa Dreams“ von Anna Kuschnarowa

Ein Gewittersturm peitscht über Kinshasa und Jengos abergläubische Großmutter wittert in der Geburt des Jungen ein böses Omen. 16 Jahre später treiben Jengo die Suche nach seiner Mutter und der große Traum, Boxer zu werden, nach Europa. Über Ägypten und Libyen gelangt er nach Frankreich. Jengo bewegt sich in der Halbwelt des Boxens und verliebt sich in ein Mädchen - doch als Illegaler darf er nirgendwo lange bleiben, ist immer getrieben von der Angst, entdeckt zu werden. Eine spannende und aufwühlende Flüchtlingsgeschichte über einen Menschen zwischen den Kulturen auf der Suche nach sich selbst.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, jedoch ist der Schreibstil zu ruppig.

— LenaFaerfax2016

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    • 1702
  • Eine positive Überraschung

    Kinshasa Dreams

    Schlehenfee

    13. November 2016 um 18:11

    Als Jengo geboren wird, tobt ein Gewittersturm über Kinshasa, so dass er von seiner Großmutter direkt als Hexenkind verschrien wird, ein Stigma, das Jengo seine ganze Kindheit über anhaften wird. Er lebt zusammen mit seiner Mutter, den Großeltern und seinen Geschwistern in einer Stadt, in der Tradition und Moderne sich vermischen und die Armut ein ständiger Begleiter ist. Er lebt im Kongo, einem Land, das nur Ausbeutung kannte, sei es durch den Kolonialismus unter den Belgiern oder unter dem Diktator Mobuto Sese Seko. Sein Vater geht dubiosen Geschäften im Osten des Landes nach, wo immer noch bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.Als sein Vater umkommt, zerbricht die Familie. Die Mutter haut irgendwann nach Europa ab und lässt ihre Kinder bei den Großeltern zurück. Jengos einziger Trost ist das Boxen, doch es wird ihm verboten, als er nach dem Tod des Großvaters zu Onkel und Tante zieht. Bald sieht Jengo nur einen Ausweg: die Flucht nach Europa.„Kinshasa Dreams“ wird ausschließlich in Rückblenden erzählt. Jengo erzählt seine Geschichte, während er sich auf einen Boxkampf in Deutschland vorbereitet. Dieser Erzählstil ist perfekt für den Roman, da kleine Hinweise so am Ende das Gesamtbild vervollständigen.Entgegen der Behauptungen im Klappentext, kommt Boxen nicht übermäßig im Roman vor. Es ist Jengos Passion und das, was ihn antreibt und ihm Hoffnung gibt. Als weibliche Leserin fand ich das Thema gut umgesetzt.Das Beste, was mir an „Kinshasa Dreams“ gefiel, waren die Beschreibungen vom Leben in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire). Die Anspielungen auf die Vergangenheit des Landes animierten mich, die Hintergründe im Internet nachzuforschen.Erstaunlich aktuell war das 2012 erschienene Buch auch bei der Beschreibung von Jengos Flucht nach Europa. Erst strandet er in Kairo, doch schließlich gelingt ihm die Flucht übers Mittelmeer. Nach dramatischen Ereignissen landet er im Lager auf Lampedusa und flüchtet schließlich nach Paris, wo er als Illegaler lebt.„Kinshasa Dreams“ war für mich eine positive Überraschung, ein Buch auch für erwachsene Leser. Der aktuelle Bezug zur Flüchtlingsthematik, die natürlich schon viele Jahre lang das Mittelmeer zum Massengrab macht, lässt das Buch aus der Masse herausstechen.

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  • Rezension: Kinshasa Dreams

    Kinshasa Dreams

    LenaFaerfax2016

    03. February 2016 um 23:10

    Kurze Inhaltsangabe: Jengo wird in einer stürmischen Nacht geboren, da seine Großmutter sehr abergläubisch ist sieht sie dies als böses Omen und nimmt in Kauf, dass Jengo und seine Mutter sterben. 10 Jahre später will Jengo Boxchamp werden und flieht mit 16 von Kinshasa nach Kairo.Jengo und sein Jugendfreund Jacques kämpfen in Kairo ums überleben. Deshalb verdrängt Jengo den Wunsch Boxer zu werden. Er und Jacques besuchen eine Madrasa, aus der Jacques kurze Zeit später flieht. Dies öffnet Jengo die Augen und er beschliessen nach Europa zu kommen, um dort berühmt zu werden. Schreibstil: Die Geschichte ist sehr authentisch geschrieben. Aufgrunddessen hat man teilweise das Gefühl selbst zu fliehen. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend. Die verschiedenen Teile der Geschichte sind ohne Unterbrechung lesbar. Zeitsprünge in die Vergangenheit klären über Jengos Kindheit und Jugend auf. Meinung: Meine Meinung ist zweigeteilt, da die Geschichte zwar sehr spannend ist, man sich jedoch zum lesen zwingen muss. Wenn man aber erstmal richtig in der Geschichte ist kann man das Buch durchlesen.

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  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    Herr_Buecherwurm

    03. March 2013 um 19:09

    Mir hat die Flüchtlingsgeschichte "Kinshasa Dreams" sehr gut gefalllen. Sicherlich ist es keine leichte Bettlektüre aber doch ein schönes Stück Literatur von dem man noch etwas lernen kann. Jengo ist eine tolle Figur und was ihm geschieht ist gleichermaßen erschreckend wie realistisch. Nich spannend im klassischen Sinn aber durchaus packend.

  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    BeautyBooks

    Es gab ihn tatsächlich, diesen Hass, von dem Jacques gesprochen hatte.. Immer wieder loderte er auf.. In den Reden über die Ungläubigen zum Beispiel.. Dass alle Ungläubigen in die Hölle kommen, auch wenn sie nur Gutes im Leben getan haben.. Dass es gut sei, Ungläubig zu töten, und man dafür ins Paradies käme.. Ich verstand das nicht.. Wie konnte es gut sein, wenn man jemanden tötete? Niemals konnte das gut sein.. - Seite 224 * Als Jengo auf die Welt kommt, herrscht in seinem Dorf ein schlimmer Gewittersturm.. Vieles wird überflutet.. Ein Weg in ein Krankenhaus, unmöglich.. Jengo wird zu Hause geboren.. Bei seiner Geburt ist seine Großmutter im Haus anwesend, die jedoch das Zimmer, in das seine Mutter ihn gerade gebährt, absperrt.. Sie will bei dieser Geburt mit keinem Handgriff helfen.. Großmutter ist ziemlich abergläubisch, und sieht den starken Gewittersturm am Tag der Geburt ihres Enkels als ein schlechtes Omen.. 16 Jahre später ist aus Jengo aus junger Mann geworden, der nur einen Traum hat.. Boxer zu werden.. Viele Steine werden ihm in den Weg gelegt.. Er verliert die wichtigsten Menschen in seinem Leben, die die ihm immer zur Seite standen.. Was bleibt ihm noch? Er sieht nur einen Ausweg: Aus seinem Land zu flüchten.. Sein Ziel: Europa.. Über Ägypten und Libyen gelangt er nach Frankreich.. Jengo verliebt sich das erste Mal und findet Unterschlupf in der Halbwelt des Boxen.. Er lebt illegal in Frankreich, das heißt er darf sich nirgendwo lange aufhalten, schon gar nicht auffallen.. Er ist immer getrieben von der Angst und bleibt es auch.. Der Angst, entdeckt zu werden.. * Manchmal wohnt die Weisheit eben in einem Straßenkind, aber es gibt genug Dumme, die sie nicht erkennen, wenn sie sie sehen.. - Seite 221 * Meine persönliche Meinung: Wie ihr euch denken könnt, zog mich dieses Cover sofort in seinen Bann, als ich es das Erste Mal gesehen habe.. Ein Buch im Zebra Look fällt mir natürlich immer sofort ins Auge.. Als ich den Klappentext laß, merkte ich auch sofort, dass dies keine leichte Lektüre ist.. Ein Buch, dass in Afrika spielt lässt mein Bücherherz erst recht höher schlagen.. Somit musste ich es einfach haben und hab es auch prompt, bei meinem Glück derzeit, gewonnen.. Schon die ersten Kapitel des Buches ließ mich desöfteren schlucken.. Man ist gleich mitten im Geschehen und erlebt die Geburt des kleinen Jengo.. Eine furchtbare Geburt, wie man sich selbst wohl nie wünschen würde.. Die Großmutter will von ihm nichts sehen und nichts wissen.. Laut ihm ist er ein Hexenkind, da er an einem ganz schrecklichen Tag, geplagt von vielen Unwettern, das Licht der Welt erblickt.. Die Mutter gebährt Jengo somit ganz alleine.. Der Vater des kleinen Jungen ist unterwegs.. Er muss das Geld nach Hause bringen.. Sie haben es nicht leicht.. Die Großmutter hat ihre eigene Tochter im Zimmer eingesperrt.. Als am nächsten Tag der Vater nach Hause kommt, tritt er die Türe ein und sieht seine Frau bewusstlos.. Sie hat sehr viel Blut verloren.. Jengo schreit wie am Spieß.. Wäre er nicht rechtzeitig nach Hause gekommen, wären die beiden gestorben.. Und so erleben wir auch schon wie Jengo aufwächst.. Seinen ersten Tag in der Schule erlebt, und seinen Traum fürs Boxen entwickelt.. Jengo wird in der Schule gemobbt.. Er ist anders als alle anderen.. Für alle ist er nur das Hexenkind.. Schon während dieser Zeilen hat man ein großes Herz für Jengo entwickelt.. So erging es jedenfalls mir.. Ich wollte ihn so oft einfach in den Arm nehmen, ihn über den Rücken streicheln um ihn Mut zuzusprechen.. Er verliert mit jungen Jahren zwei ganz wichtige Menschen in seinem Leben.. Nun ist er praktisch auf sich allein gestellt.. Er versucht zu fliehen, um seinen Traum zu verwirklichen.. Viele Hürden muss er überwinden.. Nicht immer schafft er seinen Plan, den er sich perfekt zurecht gelegt hat.. Er erlebt viele Niederschläge, hat es im Leben als erwachsener junger Mann nicht einfach.. Er ist ein Flüchtling und lebt ständig mit der Angst entdeckt und gefangen zu werden.. Doch seinen Traum will er um nichts aufgeben.. Eine so fesselnde und packende Geschichte, die einem die Tränen kullern lässt, Gänsehaut verursacht, die Luft zum atmen nimmt, und einem auch nachdenklich zurück lässt.. Trotz dieser schweren Geschichte ein wunderbares Buch, das meiner Meinung nach, eine perfekte Schullektüre fr Jugendliche wäre.. Mobbing, das Thema Ausländer zu sein, eine schwarze Gesichtsfarbe zu haben, und aus einer ärmlichen Gegend zu kommen, spielt hier eine sehr große Rolle.. Man erlebt das Leben eines Flüchtlings der einfach nur ein normales Leben und glücklich sein will, wie all die anderen Europäer.. Wie mit ihm umgegangen wird, ist schrecklich, aber es öffnet einem die Augen.. Das Buch ging mir sehr zu Herzen, da ich am Tag darauf eine Sendung bei Galileo sah, wo es ebenfalls um Flüchtlinge ging.. Mich schockt es immer wieder, wie solche Menschen leben müssen.. Eine große Familie, zusammengepfercht in einem kleinen Raum.. Keine Toilette zu haben, die kleinen Kinder im kalten Wasser zu waschen, am Boden schlafen zu müssen, kein richtiges Essen zu haben.. Ich denke auch heute ist es noch vielen nicht bewusst, wie gut es uns eigentlich geht.. * Dass Dinge, die schön sind, manchmal auch gleichzeitig so wehtun müssen.. - Seite 327

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    • 3

    BeautyBooks

    21. February 2013 um 15:16
  • Leserunde zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    Anna Kuschnarowa

    Hallo ihr Bücherlieblinge da draußen, es ist vollbracht: "Kinshasa Dreams" ist raus und beinahe noch druckfrisch. Begebt euch mit Jengo ins Herz Afrikas und begleitet ihn auf seiner traumatischen Flucht durch Ägypten und Libyen nach Europa, das gelobte Land, wo machmal der Stacheldraht das einzige ist, was glänzt ... Neugierig geworden? Dann lest doch einfach mal rein. Ich bin höchst gespannt auf eure Meinungen. Mehr zum Inhalt: "Wichtig ist nicht, wo du bist, sondern, was du tust, da, wo du bist." (Sprichwort der Swahili) Ein Gewittersturm peitscht über Kinshasa und Jengos abergläubische Großmutter wittert in der Geburt des Jungen ein böses Omen. 16 Jahre später treiben Jengo die Suche nach seiner Mutter und der große Traum, Boxer zu werden, nach Europa. Über Ägypten und Libyen gelangt er nach Frankreich. Jengo bewegt sich in der Halbwelt des Boxens und verliebt sich in ein Mädchen – doch als Illegaler darf er nirgendwo lange bleiben, ist immer getrieben von der Angst, entdeckt zu werden ... => in der Leseprobe stöbern Bewerbung: Ihr könnt euch bis zum 12. Dezember als Testleser bewerben und habt dadurch die Chance, eines von 10 Testleseexemplaren von "Kinshasa Dreams" zu gewinnen. Und natürlich wäre den Gewinnern mein verbindlichster Dank sicher, wenn ihr euch vehement in die Leserunde stürzen und auch eine Rezension verfassen würdet. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dann könnt ihr natürlich auch jetzt schon ein Exemplar beim Buchhändler eures Vertrauens erwerben ;). Wie könnt ihr mitmachen? Ganz einfach: Im Unterthema "Bewerbung als Testleser" diese Frage beantworten: Was müsste alles geschehen, dass ihr fluchtartig eure Heimat verlassen würdet? Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten und die Leserunde mit euch!

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    • 110
  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    ForeverAngel

    06. February 2013 um 16:14

    Kinshasa Dreams erzählt die schreckliche Flucht von Jengo, der auf der Reise seiner Mutter tausend und einer Gefahren trotzen muss. Atemlose Jagden, quälende Lanegweile, ungeduldiges Warten, unverhoffte Hilfe. Zum Großteil sehr authentisch geschildert, fiebert man mit Jengo mit, möchte mit ihm Weinen und Lachen. Der Schreibstil ist es etwas gewöhnungsbedürftig, aber das Buch ist auch nicht dazu da, es an einem Abend wegzulesen. Es erschreckt, macht nachdenklich, lehrt. Als Freizeitlektüre eher weniger geeignet, kann ich es mir doch sehr gut als Schullektüre vorstellen.

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  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    schmoeker-rike

    28. January 2013 um 22:15

    Jengo weiß schon früh, daß er weg muss aus dem Kongo. Seine Familie ächtet ihn als Hexenkind, seine Schulkameraden beschimpfen ihn als Bastard und als sein Großvater stirbt, wird sein Leben noch härter. Als Jengo sein Land verlässt, ist er noch ein Kind.... dieses spannende Jugendbuch handelt von Jengos Kindheit im Kongo, den Jahren der Flucht nach Europa, seinem Leben als Illegaler und dem großen Wunsch Boxchampion zu werden. Der Autorin ist es dabei sehr gut gelungen, den Lesern die brutale Wirklichkeit eines fiktiven afrikanischen Flüchtlings nahezubringen, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Sie beschönigt nichts, wenn sie die Situation illegaler Einwanderer schildert, ohne aber die Hoffnung zu nehmen, daß alles noch gut ausgeht. Ich hätte mir für ein Jugendbuch zwar eine stärkere Warnung vor Drogen und Alkohol gewünscht, wobei der erhobene Zeigefinger natürlich total uncool wäre und zu diesem Buch mit seiner Jugendsprache sicher nicht passen würde. Außerdem ist es nicht das Thema. Ansonsten ist die Geschichte spannend und öffnet den Blick für ganz andere Welten. Das Ende ist offen und ein Happyend wird nahegelegt, was vielleicht nicht realistisch ist, aber tröstlich. Es zeigt, daß man alles erreichen kann, wenn man dafür kämpft. Fazit : ein außergewöhnliches Jugendbuch über ein sensibles Thema

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  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    Natalie77

    Inhalt: Jengos Geburt stand schon unter keinem guten Stern. Er kam bei einem heftigen Unwetter zur Welt in Kinshasa und seine Großmutter ist der festen Meinung er ist ein Hexenkind. Nur seinem Großvater hat er es zu verdanken das er nicht wie viele andere sogenannte Hexenkinder ausgesetzt wurde. Mit 6 geht dieser mit Jengo zu einem Boxclub und Jengo weiß sofort er möchte mal Boxer werden. Als er zehn ist bekommt er von seinem Großvater einen Gutschein und fängt das Boxen an. Leider stirbt sein Großvater bald drauf und auch sein Vater bleibt für immer weg, als dann auch noch seine Mutter verschwindet und ihm etwas schlimmes angedroht wird hält ihn nichts mehr in Kinshasa und er macht sich auf die Suche nach seinem Glück ... Meine Meinung: Kinshasa Dreams ist ein Buch ab 14 und ähnlich einen Drama, aber auch ein Buch was Mut macht und zeigt man muss sich nur durchbeißen dann kann man fast alles schaffen. Als ich die Mail bekam ob ich dieses Buch rezensieren möchte, klang die Geschichte so interessant das ich gerne zusagte. Nun habe ich es ausgelesen und kein Stück bereut. An den Schreibstil in diesem Buch musste ich mich anfangs erstmal ein wenig gewöhnen. Er wirkte etwas holprig und abgehackt, aber das mag auch an meinem momentanen raschen Bücherwechsel liegen. Als ich diesen Schreibstil verinnerlicht habe hatte ich keine Probleme mehr. Der Leser wechselt stetig von der Gegenwart in der Jengo sich auf seinen großen Kampf vorbereitet zur Vergangenheit, in der Jengo von seinem Groß werden berichtet. Von Geburt an liest man so was er schon alles mitgemacht hat. Von seinen Höhen und Tiefen und obwohl es "nur" eine Lebensgeschichte ist und eigentlich kaum Spannung vorhanden ist, kann man nicht aufhören zu lesen. Es ist ein wenig so, als wenn Großeltern von ihrer Jugend erzählen. Die Übergänge sind sehr flüssig geschrieben und außerdem noch durch verschiedene Schriftstärken kenntlich gemacht. Jengo ist ein Hexenkind dass das Glück gehabt hat bei seiner Familie bleiben zu dürfen. Trotzdem ist er nicht immer glücklich. Er lebt in einer Großfamilie und fühlt sich trotzdem oft alleine, auch weil er von der Großmutter und auch von seiner eigenen Mutter nicht so behandelt wird wie seine Geschwister. Zu seinem Großvater und seiner Schwester Amali hat er ein sehr inniges Verhältnis und seinen Vater liebt er abgöttisch. Sein großes Idol. Was wohl auch daran liegt das dieser immer nur zu Stippvisiten da ist. Jengo ist ein sympathischer Kerl, der auch auf seiner Flucht nach Europa ehrlich bleibt und nicht vergisst was sich gehört. Er geht nicht über Leichen, wie es viele andere in der Situation tun und hat immer sein Ziel vor Augen. Oft hatte ich Mitleid mit ihm, weil er sich so abmühte und dann doch wieder zurück geworfen wurde, aber er gibt nicht auf. Am Ende dann kennt der Leser Jengo und seine Lebensgeschichte. Als er diese erzählt ist er Mitte zwanzig und steht vor seinem großen Kampf. Dieser Kampf ist dann auch der Abschluss des Buches. Ich hätte an der Stelle allerdings noch weiter lesen können, aber das ist ja oft bei guten Büchern so und alles muss ja mal ein Ende haben ;-) Eins fand ich erschreckend. Jengo gibt es so nicht. Er ist eine erfundene Person, aber genau so jemand könnte es geben. Denn in manchen Teilen der Welt herrscht noch der Aberglaube. Menschen glauben dort zum Beispiel an Hexen und so werden Kinder einfach ausgesetzt und sich selbst bzw. dem Tod überlassen. Mein Fazit: Kinshasa Dreams ist ein Buch ab 14 Jahren allerdings finde ich sollten es auch viele Erwachsene lesen vor allem die die farbige schief anschauen und nie hinter die Fassade eines Menschen schauen, denn ich denke es gibt viele Jengos von denen wir gar nichts wissen.

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    • 2

    schmoeker-rike

    28. January 2013 um 20:36
  • Rezension zu "Kinshasa Dreams" von Anna Kuschnarowa

    Kinshasa Dreams

    Nefertari35

    27. January 2013 um 14:00

    Kinshasa Dreams - Anna Kuschnorowa Kurze Inhaltsangabe: In einer katastrophalen Sturmnacht wird Jengo Lengomba geboren. Da seine Großmutter die Geburtsnacht als sehr schlechtes Zeichen wertet, läßt sie ihre Tochter fast verbluten und nimmt in Kauf, das der neugeborene Junge stirbt. Doch der kleine Junge ist zäh. Jahre später hat Jengo nur noch einen Wunsch - er will Boxer werden. Als er 16 ist, flieht er aus Kinshasa und landet in Kairo. Sein Leben ist mehr als schwer und langsam aber sicher vergißt Jengo - trotz vieler Aufmunterungen seines Freundes Jaques - seinen großen Traum. Als Jaques eines tages geht, wacht Jengo langsam wieder auf und sich auf den Weg nach Europa, um endlich ein Champ zu werden. Wird er sich seinen großen Traum erfüllen können? Schreibstil: Die Story ist sehr authentisch und fesselnd erzählt. Die geschichte des kleinen Hexenkindes, die Armut, die Flucht und das Leben als Illegaler reißt einen echt mit. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend und fällt wirklich nie ab und das von Anfang bis zum Schluß. Der Erzählstil ist sehr gut und die beiden Erzählstränge finden nahtlos zueinander. Das Thema wird in Büchern ja nicht so oft aufgegriffen, aber hier schafft es die Autorin eine Thematik zu beschreiben und sie interessant zu verpacken, so daß man sich als Leser wirklich nie überfordert fühlt, sondern das Buch einfach gerne liest. Eigene Meinung: Ich gebe ehrlich zu, daß ich dem Buch anfangs skeptisch war. Die Thematik der illegalen Einwanderer ist komplex und oft sehr unschön. In bin überrascht, wie gut die Autorin über dieses Thema schreibt, ohne zu beschönigen und es trotzdem Spaß macht, das Buch zu lesen. Ich bin wirklich begeistert und kann Kinshasa Dreams guten Gewissens weiterempfehlen. Ich gebe 5 Sterne.

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