Anna Müller-Tannewitz Marys neue Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Marys neue Schwestern“ von Anna Müller-Tannewitz

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  • Ein sehr lesenswertes Buch

    Jürgen, Blauvogel-Wahlsohn der Irokesen, Kinderbuchverlag 1950, 247 Seiten, illustriert

    Fraenzi

    Hallo! (: Mit leichtem Erschrecken musste ich feststellen, dass noch keiner dieses wundervolle Buch rezensiert hat und es nicht einmal eine Inhaltsangabe gibt. Die Geschichte spielt 1755 in Amerika. Engländer und Franzosen kämpfen um ihre Vorherrschaft und die Indianer überfallen immer wieder Häuser der Siedler. Besonders betroffen sind die, die im Grenzgebiet leben. Die Indianerüberfälle sind meist tödlich und wenn nicht, dann haben sie dennoch alles verloren. Auch Georg ist Sohn einer Siedlerfamilie. Er lebt zusammen mit seinen Eltern, seinen beiden Schwestern und seinen beiden Brüdern in einem Häuschen im Grenzgebiet. Sein Vater und sein großer Bruder sind mit anderen Männern auf einer Milizversammlung, als die Indianer angreifen. Dank Georg Einsatz können die Indianer aber solange abgehalten werden, bis ein Trupp mit weißen Siedlern zur Hilfe eilt. Darunter auch der Vater und der große Bruder Andreas. Die beiden bringen Neuigkeiten mit: Jede Siedlerfamilie muss zwei Mitglieder für die Wegebauabteilung schicken. Da Georg sich im Kampf gegen die Indianer behauptet hat, wird er gemeinsam mit seinem Bruder Andreas geschickt. Da er gerade einmal 9 Jahre alt ist, besetzt er den Posten eines Meldereiters, der zwischen den Arbeiter- und dem Versorgungstrupp hin und her reiten muss. Bei einem dieser Ritte werden er und sein Begleiter von Indianern angegriffen. Sein Pferd und sein Begleiter überleben das nicht, er hingegen wird in den französischen Stützpunkt gebracht. Dort kümmert sich ein Indianer um ihn und er muss feststellen, dass die Franzosen ihn den Indianern ausliefern. Georg soll an die Stelle eines verstorbene Indianersohnes treten. Er landet in einem Irokesendorf und trifft aus Malia. Sie ist in etwa in seinem Alter und seine wichtigste Stütze. Neben seinen ständigen Gedanken an Flucht, lernt Georg aber auch nach und nach das Leben der Indianer kennen. Es überrascht ihn, dass er jederzeit so viel er willessen kann und ihm keine Prügel droht. Die Spiele der Kinder bereiteten ihm deutlich mehr Schwierigkeiten, weshalb er oft auch Spott erfahren musste. Sein größter Feind wird "Schielender Fuchs".  Im Indianerdorf streunen auch viele Hunde herum, besonders einer hat es Georg angetan, weshalb er ihn " Schnapp" nennt und sich um ihn kümmert. Nach einem erfolglosen Fluchtversuch, nachdem "Schielender Fuchs" Schnapp getötet hat, nimmt ihn Malias Vater in sein Dorf. Denn Georg soll den Platz seines Sohnes einnehmen. Er bekommt den neuen Namen Blauvogel und im neuen Dorf geht er immer mehr in der Indianerwelt auf. Ohne es so recht zu bemerken, wird er Teil diese Gemeinschaft. Ohne es zu merken wird er Blauvogel. Blauvogel der Indianerjunge. Doch während Blauvogel sich immer wohler fühlt, kämpfen die Siedler immer stärker um die Befreiung ihrer Verwandten. Sie siegen und alle Weißen, die bei den Indianern leben, müssen ihre Stämme verlassen. Auch Blauvogel, der sich gar nicht mehr zurecht findet. Eine ziemlich umfangreiche Inhaltsangabe, aber Georg bzw. Blauvogel erlebt so viel, was ihn formt und verändert, das es schwer fällt sich kurz zu fassen. Aber ich kann euch versprechen, es passier noch viel mehr (; Ich persönlich finde das Buch sehr schön und interessant. Wenn man den Begriff Indianer in Verbindung mit dem Wort Buch hört, denkt man sofort an Winnetou. An Indianer, die über die endlosen Weiten der Prärie donnern und sich gegenseitig bekriegen. Doch in diesem Buch wird das Leben eines ganz anderen Indianerstammes beleuchtet. EIn Indianerstamm, der friedlich lebt und nur ihren Frieden wollen. Die Autorin schafft es, das sich das eigene Bild des Indianers mit dem Verlauf des Buches wendet. Während man anfangs genau wie Georg nur schlechtes von ihnen denkt, wandelt sich dies nach und nach. Es macht Spaß zu verfolgen, wie sich der Junge nach und nach, erst zögerlich, dann immer stärker, auf das Leben der Indianer einlässt. Der Schreibstil ist ansprechend und leicht verständlich. Man versteht die Sätze beim ersten Mal lesen und es wird gänzlich auf Fachwörter verzichtet. Falls doch einmal ein unbekannter Begriff auftaucht, dann wird dieser sofort erklärt. Als Jugendbuch würde ich es sofort empfehlen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Kinder das Buch verstehen würden, da man schon ein gewisses geschichtliches Hintergrundwissen haben sollte (das die Europäer Amerika besiedelt haben, das es Ureinwohner gab etc.) Wenn man sich auf das Buch einlässt, berühert es einen, zumindest ging es mir so. Ich konnte beispielsweise Blauvogels Schmerz beim Tod seines Hundes sehr gut nachvollziehen. Ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch, das aber auch Erwachsene nicht übersehen sollten.

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