Anna Maria Brandi

 4,1 Sterne bei 16 Bewertungen

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Neue Rezensionen zu Anna Maria Brandi

Schönes Buch für Freunde der höheren Literatur

Bei dem Sommerkleid der Schauspielerin handelt es sich um ein Buch, was mir wahrscheinlich nie selbst gekauft hätte, Mich aber sehr positiv überrascht hat.

Es geht um fanny, ein Mittzwanzigern, die in Westfalen des 19. Jahrhundert noch nicht verheiratet ist und bei ihrer Schwester mit Mann lebt. Fanny lebt unbeschwert und hält Kontakt zu ihrem Bruder, der zum studieren nach Heidelberg gegangen ist. Doch fannys unbeschwertes Leben Hört auf, als ihr Schwager ihr in Aussicht stellt, in ein Heim für „alte Jungfern“ zu ziehen, insofern sie keinen Mann findet. Da muss schnell ein Plan mit dem Bruder her, da Fanny auf gar keinen Fall heiraten möchte, wem auch? Fanny und ihr Bruder träumen vom auswandern und sich in der Ferne wieder zu treffen. Dabei nimmt fanny durch ein Schlüsselerlebnis mit einem Schauspieler eine andere Identität an und macht diese ihrem Bruder glaubhaft in ihren Briefen. Der Bruder jedoch bricht nicht nur sein Studium ab und unterstützt hier und da Kriegs Schlachten, sondern macht sich auch auf die Suche nach seiner Schwester. Durch ihre aufgebaute Scheinwelt merkt Fanny nicht, was in der Realität passiert. Schließlich gibt es da noch den örtlichen Buchhändler und das Hausmädchen... 

die Geschichte endet in einem großen Drama und Fanny merkt zu spät, dass man manche Dinge nicht aufhalten kann, sobald man sie einmal in Gang gesetzt hat. Aber kann sie trotzdem noch glücklich werden? 


Ein Großteil des Buches besteht aus dem Briefverkehr der Geschwister. Der Schreibstil wechselt zwischen indirekter, direkter Rede und ist ziemlich hoch. Die Charaktere waren sehr gut ausgebildet und man kann alle Beteiligten stets aus ihrer Perspektive verstehen. Allerdings kann ich das Buch nicht jedem empfehlen, durch den hohen schreibstil. Aber wer sich auf das Buch einlösst wird nicht enttäuscht!

Überraschend gut!

In "Das Sommerkleid der Schauspielerin" geht es um Fanny und Paul, zwei junge Menschen, die sich als Individuen in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zurechtzufinden versuchen. Die Leser werden in eine Welt entführt, die von Normen und Zwängen geprägt ist, aber auch von politischen Umschwüngen und dem Aufbegehren in der Kunst gegen das Konventionelle.

Die Autorin hat es auf wenigen Seiten geschafft, mir diese Zeit näher zu bringen. Mir haben insbesondere die Bezüge zu damals bekannten Werken und zum politischen Geschehen der Zeit gefallen. Das hatte ich nicht erwartet!

Die Charaktere Paul und Fanny zeigen auf, wie unterschiedlich die Selbstfindung verlaufen kann. Beide vereint eine Sehnsucht nach Selbstverwirklichung, der immer wieder Grenzen gesetzt werden. Während der eine seinen Impulsen folgt, flüchtet sich die andere in eine Traumwelt, die nicht nur durch die Gesellschaft, sondern auch durch ihr eigenes Zögern eingeschränkt wird. Mir hat besonders gefallen, dass den Lesern auch ermöglicht wurde, Fannys Schicksal mit dem des Dienstmädchens Jette zu vergleichen. Eine Frau, die ,trotz ihrer Herkunft, deutlich mutiger handelt.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es wurden auf vielen Ebenen interessante Aspekte dieser Zeit herausgearbeitet, beispielsweise auch die Rollenbilder von Männern und Frauen.
Einen Stern Abzug gebe ich, weil Fanny mir als Protagonistin zu naiv erscheint. Einer so intelligenten Frau hätte ich durchaus zugetraut, das Handeln ihres Bruders oder anderer Charaktere zumindest im inneren Monolog stärker infrage zu stellen. Die Leser identifizieren sich doch mehr mit stärker auftretenden Charakteren. 

Ich würde dieses Buch definitiv wieder lesen! Den Schreibstil der Autorin habe ich als sehr angenehm und passend empfunden.

Wie das Leben so schreibt

Im historischen Roman von Anna Maria Brandi erfahren wir sehr viel Fantasie.

Auf der einen Seite ist es Paul, und auf der anderen Seite ist es Fanny, seine nächstältere Schwester.

Paul und Fanny leben seit dem Tod der Eltern im Haushalt des Justizrates Ernst und seiner Gemahlin Ottilie, die die ältere Schwester der Beiden ist. Während Paul keine Gelegenheit ausläßt, um in Schule und danach Universität unangenehm aufzufallen, lebt Fanny das behütete Leben einer in die Jahre gekommenen jüngeren Schwester der Hausherrin.

Paul nimmt sein Leben in die (äusserst unglückliche) Hand und versucht sich auf Schlachtfeldern Italiens und danach auch Amerikas.

Fanny träumt davon, Schauspielerin zu werden.

In gegenseitig verschickten Briefen lebt so jeder seinen Traum, jeder macht dem anderen etwas vor.

Die Idee, in Briefen das erwünschte Leben zu schildern, ist genial.

Wird die Wirklichkeit Paul und Fanny einholen?


Gespräche aus der Community

"Das Sommerkleid der Schauspielerin" - perfekt als Urlaubslektüre oder zum Schmökern auf dem Sofa - herzlich willkommen zur Leserunde!
Deutschland 1860: Nach den zerplatzen Hoffnungen der 48er Revolution versuchen zwei Geschwister die Flucht aus den Zwängen ihrer bürgerlichen Herkunft. 
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Anna Maria Brandi begleitet die Leserunde über den gesamten Zeitraum, beantwortet Fragen und freut sich über Feedback.

83 BeiträgeVerlosung beendet
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Letzter Beitrag von  anna-maria

Das freut mich! Vielen Dank für das schöne Feed-Back!

"Das Sommerkleid der Schauspielerin" - perfekt als Urlaubslektüre oder zum Schmökern auf dem Sofa - herzlich willkommen zur Leserunde! Deutschland 1860: Nach den zerplatzen Hoffnungen der 48er Revolution versuchen zwei Geschwister die Flucht aus den Zwängen ihrer bürgerlichen Herkunft.  

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59 BeiträgeVerlosung beendet
Schneewittchen95s avatar
Letzter Beitrag von  Schneewittchen95

Genauso geht es mir auch. :) Ich erfreue mich richtig daran, dass ich mich mal wieder richtig dem Lesen widmen kann.
Man muss, besonders in so einer Krise, versuchen, auch die positiven Dinge zu sehen. :)

"Das Sommerkleid der Schauspielerin" - ein historischer Roman über zwei Geschwister, die im 19. Jahrhundert die Flucht vor ihrer bürgerlichen Herkunft ergreifen und ein Lesevergnügen mit literarischem Anspruch! Wir verlosen 10 ebooks unter der lesebegeisterten lovelybooks community.

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Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzer

habe vergessen zu schreiben, dass ich im Gewinnfall mobi lese

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