Rezension zu "Das Sommerkleid der Schauspielerin: Historischer Roman" von Anna Maria Brandi
kimono_neroBei dem Sommerkleid der Schauspielerin handelt es sich um ein Buch, was mir wahrscheinlich nie selbst gekauft hätte, Mich aber sehr positiv überrascht hat.
Es geht um fanny, ein Mittzwanzigern, die in Westfalen des 19. Jahrhundert noch nicht verheiratet ist und bei ihrer Schwester mit Mann lebt. Fanny lebt unbeschwert und hält Kontakt zu ihrem Bruder, der zum studieren nach Heidelberg gegangen ist. Doch fannys unbeschwertes Leben Hört auf, als ihr Schwager ihr in Aussicht stellt, in ein Heim für „alte Jungfern“ zu ziehen, insofern sie keinen Mann findet. Da muss schnell ein Plan mit dem Bruder her, da Fanny auf gar keinen Fall heiraten möchte, wem auch? Fanny und ihr Bruder träumen vom auswandern und sich in der Ferne wieder zu treffen. Dabei nimmt fanny durch ein Schlüsselerlebnis mit einem Schauspieler eine andere Identität an und macht diese ihrem Bruder glaubhaft in ihren Briefen. Der Bruder jedoch bricht nicht nur sein Studium ab und unterstützt hier und da Kriegs Schlachten, sondern macht sich auch auf die Suche nach seiner Schwester. Durch ihre aufgebaute Scheinwelt merkt Fanny nicht, was in der Realität passiert. Schließlich gibt es da noch den örtlichen Buchhändler und das Hausmädchen...
die Geschichte endet in einem großen Drama und Fanny merkt zu spät, dass man manche Dinge nicht aufhalten kann, sobald man sie einmal in Gang gesetzt hat. Aber kann sie trotzdem noch glücklich werden?
Ein Großteil des Buches besteht aus dem Briefverkehr der Geschwister. Der Schreibstil wechselt zwischen indirekter, direkter Rede und ist ziemlich hoch. Die Charaktere waren sehr gut ausgebildet und man kann alle Beteiligten stets aus ihrer Perspektive verstehen. Allerdings kann ich das Buch nicht jedem empfehlen, durch den hohen schreibstil. Aber wer sich auf das Buch einlösst wird nicht enttäuscht!




