Anna Maria Jokl Aus sechs Leben

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Inhaltsangabe zu „Aus sechs Leben“ von Anna Maria Jokl

Bis heute hat Anna Maria Jokl mit "Die Perlmutterfarbe", 2008 für das Kino verfilmt, Generationen von jungen Lesern begeistert. Als die Autorin den »Kinderroman für fast alle Leute« schrieb, befand sie sich bereits im Prager Exil, auf der Flucht vor den Nazis. »Geographisch registriert waren es sechs Leben, immer an jeweiligen Brennpunkten unserer Epoche«, schrieb sie später: »Wien Berlin Prag London Berlin-Berlin Jerusalem«. Der vorliegende Band folgt diesen Stationen und präsentiert erstmals autobiographische Aufzeichnungen der Schriftstellerin aus dem Nachlaß, unter anderem zu Begegnungen mit Johannes R. Becher, Albert Ehrenstein und Samuel Beckett. Zusammen mit bislang unveröffentlichten Erzählungen und Briefen verdichtet sich hier ein in seiner Unmittelbarkeit und Authentizität faszinierender Lebensbericht der Schriftstellerin. Jokl schreibt von Bildern und Begegnungen, von Flucht und Exil, von neuen Anfängen in Prag und Berlin, in London und Jerusalem, aber auch von der Shoah als irreversibler Zeitenwende. Das vielschichtige Werk einer Einzelnen tritt in diesem Band hervor, gerichtet gegen das Verstummen.

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  • Rezension zu "Aus sechs Leben" von Anna Maria Jokl

    Aus sechs Leben

    WinfriedStanzick

    02. September 2011 um 14:06

    „Ich muss mir einen Boden unter meine Füße schreiben…“ Dieser schöne und gleichzeitig so verzweifelte Satz stammt von Anna Maria Jokl, die in den neunziger Jahren einem kleinen Kreis von Lesern bekannt wurde, als ihr im Exil entstandener Kinderroman „Perlmutterfarbe“ zum ersten Mal auf Deutsch veröffentlicht wurde. In Wien geboren, geht die Jüdin Anna Maria Jokl als junge Frau 1932 nach Berlin und glaubt, die Welt stehe ihr offen: „Das Leben geht durch mich durch. Ich stehe im Mittelpunkt der Welt.“ Sie führt dort ein bewegtes Leben, geht beim großen Erwin Piscator in die Schauspiellehre, hat eine Beziehung mit dem kommunistischen Schriftsteller Johannes R. Becher. Doch dieses wunderbare und intensive Leben währt nur kurz. Nach der Machtergreifung der Nazis muss sie fliehen, zunächst nach Prag, später nach London. Dort schreibt sie den schon erwähnten Roman „Perlmutterfarbe“ und studiert Psychoanalyse nach C.G. Jung. Nach der Befreiung 1945 versucht sie es wieder in Deutschland, doch das Land bleibt ihr fremd in Ost und West. Hier wie dort will man sie nicht haben und verleumdet sie. 1965 endlich trifft sie ihre letzte Entscheidung über ihren Lebensort: sie wandert nach Israel aus und beginnt in Jerusalem ihr „sechstes Leben“. Dort arbeitet sie bis wenige Jahre vor ihrem Tod 2001 als Psychoanalytikerin und Schriftstellerin. Der hier im Jüdischen Verlag von Jennifer Tharr herausgegebene Band, den sie auch mit einem ausführlichen biographischen Essay versehen hat, gibt einen guten Einblick und Aufschluss über das Leben und die Arbeit dieser bemerkenswerten Frau und ihre sechs Leben. Texte, zum wesentlichen Teil bisher unveröffentlicht aus den verschiedenen Stationen ihres bewegten Lebens, zeigen eine Frau, die trotz aller Widerstände und Verfolgungen daran festhält, das Leben zu lieben, und Auswege aus hoffnungslosen Situationen zu suchen: “Ich muss mir Türen aufmachen, wenn sie sich sonst nirgends zeigen.“ Dieses Buch mit Texten von und über Anna Maria Jokl ist Anlass, auf ihr wunderbares Buch „Perlmutterfarbe“ hinzuweisen und es Erwachsenen und älteren Kindern sehr zur Lektüre zu empfehlen.

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