Im Alltag tut sich etwas auf – meist, so macht uns die Verwendung des Wortes glauben, Dinge wie die Langeweile; nur Frust-Rationen werden hier verteilt, nichts Nahrhaftes. Aber dann und wann geschieht auch Wunderliches: Stille, Zärtlichkeit und dieses (Über)Streifen von Erinnerungen, in dem wir gewobener erscheinen, weniger aufgetrennt von den Distanzen in Zeit und Raum, als gedacht.
Kalchers Gedichte setzen dort an und hin und wieder verzetteln sie sich auch etwas beim Anberaumen des Besonderen. Aber mindestens genauso oft gelingt die (An)Verwandlung und die Fragilität, die das Unerwartete stets hat, gerinnt mit den Zeilen zu etwas, das immer noch Fragment ist, aber fester, klarer; vielleicht sogar weit genug von einer Wahrheit entfernt, um wahr zu sein.
Lyristix




