Anna Maria Sanders

 3.8 Sterne bei 13 Bewertungen

Alle Bücher von Anna Maria Sanders

Anna Maria SandersIch dreh gleich durch!
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Ich dreh gleich durch!
Ich dreh gleich durch!
 (13)
Erschienen am 25.04.2016

Neue Rezensionen zu Anna Maria Sanders

Neu
SueAeppelwoiAstras avatar

Rezension zu "Ich dreh gleich durch!" von Anna Maria Sanders

Ganz gut
SueAeppelwoiAstravor einem Monat

Das Cover ist auffallend gestaltet, sodass ich es im Buchladen bestimmt auch nicht übersehen hätte. Der Junge auf dem Cover ist richtig niedlich, finde ich. Aber man kann sich anhand des Gesichtsausdrucks denken, dass er es bestimmt auch faustdick hinter den Ohren hat.
Die Geschichte war gut, aber einiges war mir zuviel und zu übertrieben geschrieben. Es gab zu viele "große" Ereignisse. Ich hatte immer das Gefühl als wäre ein Ereignis vorbei und sofort kam das Nächste. Ich vermute aber mal, dass der schnelle Wechsel daran liegt, dass es ja nur ein paar Tagebucheinträge waren und nicht von jedem Tag und so wurden kleine Dinge eher nur nebenbei erwähnt, obwohl diese den schnellen Wechsel etwas aufgelockert und lang gezogen hätten. Zu den kleinen Dingen, die mich an der Geschichte störten kamen noch einige andere Dinge. Die Eltern waren mir zu ideal und perfekt...dagegen waren mir die Lehrer einfach zu anti-ADS/ADHS, was heute einfach gar nicht mehr so der Fall ist, da sich viele Lehrer inzwischen für die Diagnose öffnen, soweit ich weiß.
Die perfekte Mischung aus Roman und Fachliteratur ist nicht immer leicht zu erzielen und hier war es leider auch der Fall, dass die Vermischung der beiden Bucharten irritierend war und nicht gelungen ist. Das Buch ist informativ und unterhaltend, aber einige Male störten mich die Fachbuch"-einfließungen". Durch den Schreibstil von Frau Sanders kommt man gut ins Buch rein und kommt auch gut durch, allerdings stoppen die Einschübe den Lesefluss etwas.

Kommentieren0
2
Teilen
Anchesenamuns avatar

Rezension zu "Ich dreh gleich durch!" von Anna Maria Sanders

Rezension: "Ich dreh gleich durch!" (Anna Maria Sanders)
Anchesenamunvor 2 Jahren

Ich wollte das Buch gerne lesen, um mehr über ADHS zu erfahren, da diese "Störung" ja mittlerweile doch recht viele Kinder betrifft. Ich wollte mich jedoch nicht durch trockene Sachbücher quälen, und genau das soll dieses Buch eben nicht sein. Stattdessen hat die Autorin, die selbst Mutter eines ADHS-Kindes ist, dieses fiktive Tagebuch über den elfjährigen Max verfasst, um dem Leser die Thematik näher zu bringen.

Neben Max kommen jedoch noch andere Menschen in seinem Umfeld zu Wort, und so finden sich neben seinen Einträgen auch Erzählungen seiner Eltern, seines Bruders sowie von Lehrern und Verwandten. So erhält man ein gutes Bild davon, wie ADHS-Kinder von ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Meist ist diese Wahrnehmung äußerst negativ: ADHS-Kinder sind laut, wild, tollpatschig und nerven. Hier wird nun versucht, aus Max' Sicht zu zeigen, wieso diese Kinder sich so verhalten und dass sie oft leider einfach nicht anders können. Dass hinter ihrem Fehlverhalten keine Absicht oder gar Boshaftigkeit steht. 

Vorbild für den fiktiven Max ist der mittlerweile 14jährige Sohn der Autorin, mit dem sie zusammen das Tagebuch erarbeitet hat, weshalb die Einträge als authentisch angesehen werden können. Die Sprache ist nicht sehr passend für einen Elfjährigen, aber dies wird bereits im Vorwort erwähnt und erklärt: Das Buch soll vorwiegend Jugendliche und Erwachsene ansprechen, dementsprechend sollte die Sprache nicht zu kindlich sein.

Durch die vielen Perspektivenwechsel werden die meisten Begebenheiten mindestens ein- bis zweimal wiederholt, was anfänglich interessant war, nach einiger Zeit dann aber etwas anstrengend, da die Erlebnisse nun nicht sonderlich aufregend sind, sondern eben das Verhalten eines ADHS-Kindes schildern. Deshalb habe ich das Buch öfter weggelegt, da sich die Lektüre etwas gezogen hat. Andererseits ist es halt eben auch kein Roman, den man in einem Rutsch runterliest.  

Das Tagebuch umfasst einen Zeitraum von einem halben Jahr. In dieser Zeit fängt Max' Mutter erstmals an, sich genauer mit dem Thema ADHS zu befassen und die Symptome mit seinem Verhalten zu vereinbaren. Hier fließen dann auch öfter Zitate aus Fachbüchern ein. Ansonsten ist das Buch jedoch so geschrieben, dass es Laien auch gut verstehen. Schade finde ich, dass das Buch endet, bevor Max sich mit der Diagnose auseinander setzen kann.

"Ich dreh gleich durch!" ersetzt sicherlich keine Fachliteratur. Das möchte es auch nicht. Für eine Vertiefung bietet die Autorin ein sieben Seiten starkes Literaturverzeichnis und versieht zudem die Zitate aus Fachbüchern mit zahlreichen Anmerkungen in Fußnoten. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie intensiv er sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Das Buch ist meines Erachtens aber ein sehr guter Einstieg für Interessierte und (vielleicht) Betroffene.

Kommentieren0
6
Teilen
Normal-ist-langweiligs avatar

Rezension zu "Ich dreh gleich durch!" von Anna Maria Sanders

emotional statt nur wissenschaftlich und trotzdem mehr als informativ!
Normal-ist-langweiligvor 2 Jahren

Meine Meinung:

Als Lehrerin an einer integrativen, weiterführenden Schule lese ich hin- und wieder Bücher zu „Schüler- und Lehrer-Problemen“! ADHS steht in dieser Problemliste natürich auch! Nicht selten haben wir 10 von 30 Kindern in der Klasse, die in irgendeinerweise Medikamente wie Ritalin oder Medikinet nehmen. Manche Kinder werden auch erst „eingestellt“, nachdem sie auf unserer Schule sind, weil nichts mehr geht! Übergang von der Grundschule = mehr Kinder, mehr Lehrer, mehr Fächer, mehr Arbeit…

Ich bin mit der Medikamentengabe immer noch skeptisch! Einerseits sehe ich das Problem von der Lehrerseite: wenn bei 30 Schülern unterschiedlichen Könnens auch noch 8  – ich drücke es jetzt mal eher negativ aus- querschießen und permanent stören – dann ist das für mich als Lehrer schier unmöglich zu schaffen. Andererseits sehe ich auch das Problem der Kinder, die häufig nur negative Reaktionen bekommen: ob von ihren Klassenkameraden, ihren Lehrern, ihren Eltern und dann natürlich auch noch über die verhassten Noten! Manche Kinder blühen mit Medikamenten regelrecht auf und gewinnen dadurch Lebensqualität zurück, andere mutieren zu einem „Zombie“, der nur noch wenig mit dem früheren Kind gemeinsam hat!

Ich kenne mittlerweile viele Beispiele und weiß auch von den unerwünschten Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und ähnliches. Auch familiär kenne ich ADHS in seiner schwierigsten Form!

Aus diesem Grund hat mich das Buch „Ich dreh gleich durch – Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen“ sehr gereizt! Ein ganz anderer Ansatz und von der Perspektive her sehr spannend! Als Lehrer möchte ich ja letztendlich einfach nur dem Schüler helfen und ihm etwas beibringen!

Zum Buch:

Ich habe Max von der ersten Seite an wahnsinnig gemocht! Ich konnte mir, während ich seine Tagebucheinträge las, genau vorstellen, was in ihm vorgeht und wie er dabei aussieht! Sein Verhalten fand ich nachvollziehbar und auch sehr eingängig beschrieben!

Durch Max‘ Eindrücke und Beschreibungen bekam ich wieder einmal vor Augen gehalten, was in einem Kind vorgeht und wie sehr das alles auf eine Kinderseele einprasselt. Die Kinder wissen selbst teilweise nicht , was sie falsch machen und wieso sie es nicht anders können Das hat mich beim Lesen immer wieder traurig gemacht und am liebsten hätte ich Max in den Arm genommen und ihm gesagt, dass es mit der Zeit (wahrscheinlich) besser wird.

Sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise der Autorin und Mutter. Sehr flüssig zu lesen, eingängig und nicht überheblich! Man liest die Liebe zu ihrem Kind sehr deutlich heraus und auch den Ärger, den sie gegenüber manchen Menschen empfindet. Toll finde ich auch, dass die Autorin diejenigen Menschen lobt, die es geschafft haben, mit ihrem Sohn zu arbeiten und ihn nicht nur „abzustrafen“!

Ihr Ansatz und das Denken ihrerseits und das ihres Mannes finde ich bewundernswert, denke jedoch, dass nicht alle Eltern so stark sind, um dem Druck von allen Seiten standzuhalten und dabei auch noch seinem Kind gerecht zu werden. Das stelle ich mir als Eltern sehr schwierig vor, vor allem, wenn es noch andere Kinder in der Familie gibt!

Lebendig und auch realistisch wird das Buch aber vor allem auch durch die ehrlichen Einträge der anderen Familienmitglieder. Hier wird deutlich, was ADHS von allen abverlangt, nicht nur von dem Kind oder der Mutter. Alle sind involviert…Bruder, Vater, auch die anderen Verwandten und natürlich die Freunde und Lehrer!

Alles in allem ein Buch, das mir wieder einmal die Augen geöffnet hat. Jedes Kind ist anders und diese Andersartigkeit sollte als Chance genutzt werden nicht als Strafe! Trotz allem muss mit dem Kind gearbeitet werden, es müssen Regeln aufgestellt und konsequent eingehalten werden. Nur so  – kann es zumindest in der Schule einigermaßen laufen!

Fazit: Für mich ein sehr lesenswertes Buch – emotional statt nur wissenschaftlich und trotzdem mehr als informativ!

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 18 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks