Anna Maria Sanders Ich dreh gleich durch!

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Inhaltsangabe zu „Ich dreh gleich durch!“ von Anna Maria Sanders

Das besondere ADHS-Buch – klug, witzig, hilfreich Max tickt anders. Das macht sein Leben kompliziert. Und das seiner Mitmenschen entsetzlich anstrengend. Max hat ADHS: Er ist unüberlegt, impulsiv, unkonzentriert, hibbelig, aufgekratzt, planlos, hört nie zu, verliert und vergisst alles, bringt sich und andere ständig in Gefahr. In diesem Tagebuch lässt Max sich auf unterhaltsame Weise über all die kleinen und großen Katastrophen aus, die er tagtäglich verursacht. Aber auch seine Mitmenschen schreiben sich ihre liebe Not mit dem Energiebündel von der Seele. So erleben die Leser eine Situation aus zwei Blickwinkeln – und das ist mitunter brüllend komisch. Anna Maria Sanders Buch erlaubt einen tiefen, aber dennoch humorvollen Einblick in die Seelenwelt von Betroffenen und »Mitleidenden«, der beide Seiten besser verstehen lässt.

Ein fiktives Tagebuch eines ADHS-Kindes, das keine Lösungsvorschläge bietet, dafür aber um Verständnis wirbt!

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

erzählt wird in Tagebuchform, einmal eine ganz andere Perspektive und sehr hilfreich sich in diese "Erkrankung" hineinzuversetzen

— Engel1974
Engel1974

Verständliche Einblicke, Definitionen anhand guter Situationen beschrieben und ein Junge, der Gold wert ist!

— violetbooklady
violetbooklady

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  • Rezension: "Ich dreh gleich durch!" (Anna Maria Sanders)

    Ich dreh gleich durch!
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    16. December 2016 um 21:57

    Ich wollte das Buch gerne lesen, um mehr über ADHS zu erfahren, da diese "Störung" ja mittlerweile doch recht viele Kinder betrifft. Ich wollte mich jedoch nicht durch trockene Sachbücher quälen, und genau das soll dieses Buch eben nicht sein. Stattdessen hat die Autorin, die selbst Mutter eines ADHS-Kindes ist, dieses fiktive Tagebuch über den elfjährigen Max verfasst, um dem Leser die Thematik näher zu bringen. Neben Max kommen jedoch noch andere Menschen in seinem Umfeld zu Wort, und so finden sich neben seinen Einträgen auch Erzählungen seiner Eltern, seines Bruders sowie von Lehrern und Verwandten. So erhält man ein gutes Bild davon, wie ADHS-Kinder von ihrer Umwelt wahrgenommen werden. Meist ist diese Wahrnehmung äußerst negativ: ADHS-Kinder sind laut, wild, tollpatschig und nerven. Hier wird nun versucht, aus Max' Sicht zu zeigen, wieso diese Kinder sich so verhalten und dass sie oft leider einfach nicht anders können. Dass hinter ihrem Fehlverhalten keine Absicht oder gar Boshaftigkeit steht.  Vorbild für den fiktiven Max ist der mittlerweile 14jährige Sohn der Autorin, mit dem sie zusammen das Tagebuch erarbeitet hat, weshalb die Einträge als authentisch angesehen werden können. Die Sprache ist nicht sehr passend für einen Elfjährigen, aber dies wird bereits im Vorwort erwähnt und erklärt: Das Buch soll vorwiegend Jugendliche und Erwachsene ansprechen, dementsprechend sollte die Sprache nicht zu kindlich sein. Durch die vielen Perspektivenwechsel werden die meisten Begebenheiten mindestens ein- bis zweimal wiederholt, was anfänglich interessant war, nach einiger Zeit dann aber etwas anstrengend, da die Erlebnisse nun nicht sonderlich aufregend sind, sondern eben das Verhalten eines ADHS-Kindes schildern. Deshalb habe ich das Buch öfter weggelegt, da sich die Lektüre etwas gezogen hat. Andererseits ist es halt eben auch kein Roman, den man in einem Rutsch runterliest.   Das Tagebuch umfasst einen Zeitraum von einem halben Jahr. In dieser Zeit fängt Max' Mutter erstmals an, sich genauer mit dem Thema ADHS zu befassen und die Symptome mit seinem Verhalten zu vereinbaren. Hier fließen dann auch öfter Zitate aus Fachbüchern ein. Ansonsten ist das Buch jedoch so geschrieben, dass es Laien auch gut verstehen. Schade finde ich, dass das Buch endet, bevor Max sich mit der Diagnose auseinander setzen kann. "Ich dreh gleich durch!" ersetzt sicherlich keine Fachliteratur. Das möchte es auch nicht. Für eine Vertiefung bietet die Autorin ein sieben Seiten starkes Literaturverzeichnis und versieht zudem die Zitate aus Fachbüchern mit zahlreichen Anmerkungen in Fußnoten. So bleibt es jedem selbst überlassen, wie intensiv er sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Das Buch ist meines Erachtens aber ein sehr guter Einstieg für Interessierte und (vielleicht) Betroffene.

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  • emotional statt nur wissenschaftlich und trotzdem mehr als informativ!

    Ich dreh gleich durch!
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    15. November 2016 um 08:37

    Meine Meinung: Als Lehrerin an einer integrativen, weiterführenden Schule lese ich hin- und wieder Bücher zu „Schüler- und Lehrer-Problemen“! ADHS steht in dieser Problemliste natürich auch! Nicht selten haben wir 10 von 30 Kindern in der Klasse, die in irgendeinerweise Medikamente wie Ritalin oder Medikinet nehmen. Manche Kinder werden auch erst „eingestellt“, nachdem sie auf unserer Schule sind, weil nichts mehr geht! Übergang von der Grundschule = mehr Kinder, mehr Lehrer, mehr Fächer, mehr Arbeit… Ich bin mit der Medikamentengabe immer noch skeptisch! Einerseits sehe ich das Problem von der Lehrerseite: wenn bei 30 Schülern unterschiedlichen Könnens auch noch 8  – ich drücke es jetzt mal eher negativ aus- querschießen und permanent stören – dann ist das für mich als Lehrer schier unmöglich zu schaffen. Andererseits sehe ich auch das Problem der Kinder, die häufig nur negative Reaktionen bekommen: ob von ihren Klassenkameraden, ihren Lehrern, ihren Eltern und dann natürlich auch noch über die verhassten Noten! Manche Kinder blühen mit Medikamenten regelrecht auf und gewinnen dadurch Lebensqualität zurück, andere mutieren zu einem „Zombie“, der nur noch wenig mit dem früheren Kind gemeinsam hat! Ich kenne mittlerweile viele Beispiele und weiß auch von den unerwünschten Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und ähnliches. Auch familiär kenne ich ADHS in seiner schwierigsten Form! Aus diesem Grund hat mich das Buch „Ich dreh gleich durch – Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen“ sehr gereizt! Ein ganz anderer Ansatz und von der Perspektive her sehr spannend! Als Lehrer möchte ich ja letztendlich einfach nur dem Schüler helfen und ihm etwas beibringen! Zum Buch: Ich habe Max von der ersten Seite an wahnsinnig gemocht! Ich konnte mir, während ich seine Tagebucheinträge las, genau vorstellen, was in ihm vorgeht und wie er dabei aussieht! Sein Verhalten fand ich nachvollziehbar und auch sehr eingängig beschrieben! Durch Max‘ Eindrücke und Beschreibungen bekam ich wieder einmal vor Augen gehalten, was in einem Kind vorgeht und wie sehr das alles auf eine Kinderseele einprasselt. Die Kinder wissen selbst teilweise nicht , was sie falsch machen und wieso sie es nicht anders können Das hat mich beim Lesen immer wieder traurig gemacht und am liebsten hätte ich Max in den Arm genommen und ihm gesagt, dass es mit der Zeit (wahrscheinlich) besser wird. Sehr gut gefallen hat mir die Schreibweise der Autorin und Mutter. Sehr flüssig zu lesen, eingängig und nicht überheblich! Man liest die Liebe zu ihrem Kind sehr deutlich heraus und auch den Ärger, den sie gegenüber manchen Menschen empfindet. Toll finde ich auch, dass die Autorin diejenigen Menschen lobt, die es geschafft haben, mit ihrem Sohn zu arbeiten und ihn nicht nur „abzustrafen“! Ihr Ansatz und das Denken ihrerseits und das ihres Mannes finde ich bewundernswert, denke jedoch, dass nicht alle Eltern so stark sind, um dem Druck von allen Seiten standzuhalten und dabei auch noch seinem Kind gerecht zu werden. Das stelle ich mir als Eltern sehr schwierig vor, vor allem, wenn es noch andere Kinder in der Familie gibt! Lebendig und auch realistisch wird das Buch aber vor allem auch durch die ehrlichen Einträge der anderen Familienmitglieder. Hier wird deutlich, was ADHS von allen abverlangt, nicht nur von dem Kind oder der Mutter. Alle sind involviert…Bruder, Vater, auch die anderen Verwandten und natürlich die Freunde und Lehrer! Alles in allem ein Buch, das mir wieder einmal die Augen geöffnet hat. Jedes Kind ist anders und diese Andersartigkeit sollte als Chance genutzt werden nicht als Strafe! Trotz allem muss mit dem Kind gearbeitet werden, es müssen Regeln aufgestellt und konsequent eingehalten werden. Nur so  – kann es zumindest in der Schule einigermaßen laufen! Fazit: Für mich ein sehr lesenswertes Buch – emotional statt nur wissenschaftlich und trotzdem mehr als informativ!

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  • Ich dreh gleich durch ...

    Ich dreh gleich durch!
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    05. October 2016 um 12:36

    "Ich dreh gleich durch" von Anna Maria Sanders Erschienen 2016 im Gütersloher Verlagshaus Worum geht es: Erzählt wird in Form von Tagebucheinträgen aus Sicht von Max (und seiner Familie und Lehrern) über seine ADHS-Erkrankung. Der Hauptaugenmerk liegt hier darauf, wie Max empfindet, was in seinem Kopf so vorgeht, wie er tickt. Das Buch ist kein Ratgeber in dem Sinne: In dem und dem Fall kannst du das und das tun, sondern es wirbt um Verständnis für Menschen mit ADHS. Es versucht Verdeutlichungen, wie eben solche Menschen fühlen und denken. Dazu muss noch gesagt werden, dass dies fiktive Tagebucheinträge sind. Sanders hat zwar einen Sohn mit ADHS, dies ist allerdings kein autobiografisches Buch. Ich gestehe, ich hatte zunächst Schwierigkeiten mit dem Buch. Warum? Zum einen hatte ich beim Lesen oft meinen Sohn vor Augen, der eine ähnliche Diagnose wie Max hat. Hatte ich zunächst gedacht, das würde mir das Lesen erleichtern, war eher das Gegenteil der Fall. Zum einen wurde zwar ein gewisses Verständnis für gewisse Verhaltensweisen geweckt (das ich allerdings auch schon durch andere Lektüre gewonnen hatte), zum anderen hatte ich gerade im ersten Teil des Buches oft das Gefühl, als würde ich als Mutter alles falsch machen. Zu sehr wird hier die Mutter von Max in meinen Augen als zu perfekt dargestellt. Immer konsequent und zu 98% ruhig und gelassen. Dies ändert sich erst im zweiten Teil, in dem die Probleme der Familie deutlicher werden. Und wie anstrengend und oft auch nervig das Verhalten von ADHS-Kindern sein kann. Und auch Muttern wird mal laut und ungerecht - eben menschlich! Hier wäre es mir lieb gewesen, wenn in den Abschnitten, in denen die Mutter zu Wort kommt, weniger auf Auszüge aus Fachbücher eingegangen wird, sondern eben mehr auf die Belastung der Eltern. Auch Max ist mir zu Beginn zu sehr der perfekte ADHS-Patient. Mir ist klar, dass die Autorin versucht, möglichst viele Symptome von ADHS zu bedienen, aber dadurch wirkt es in meinen Augen zu überspitzt. Aber auch das ändert sich ab ca. Mitte des Buches. Die Personen kommen mir näher und manche Situationen scheinen mir wie schon selbst erlebt. Deutlich wird dann, wie belastend das Leben mit einem ADHS-Kind, trotz (oder auch wegen) der Liebe zu diesem sein kann. Was mir fehlt: Wie sehr man über seine Grenzen gehen muss (und auch kann), aber auch wie sehr man verzweifelt und zweifelt. Schön hätte ich auch einen Ausblick auf das "Danach" gefunden: Wie geht Max mit der Diagnose ADHS um? Ändert sich etwas in der Schule, am Verhalten der Mitschüler*Innen, innerhalb der Familie? Ich muss sagen, dass es hier m. E. nach bessere Bücher gibt. Gerhard Spitzer z.B., der selber ADHS hat und gleichzeitig Verhaltenspädagoge ist, zeigt in seinen Büchern auch auf, wie Menschen mit dieser Diagnose ticken und gleichzeitig bietet er Lösungsmöglichkeiten an. Wichtigste Erkenntnis für mich aus diesem Buch: Jedes Kind mit ADHS ist anders. Jedes Kind ohne ADHS aber auch.

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  • Ich dreh gleich durch!

    Ich dreh gleich durch!
    Engel1974

    Engel1974

    08. July 2016 um 16:51

    "... denn er ist wie jedes Kind ein Geschenk - eben nur versehen mit einer extra Schleife, die ihn zu etwas Besondern macht" (Zitat aus dem Buch)So möchte die Autorin Anna Maria Sanders mit ihrem Buch "Ich dreh gleich durch! Tagebuch eines ADHS- Kindes und seiner genervte Leidensgenossen" dem Leser Mut machen dem eigenen Kind die nötige Unterstützung zu geben, sich trauen, gegen Kritik und negative Stimmen abzugrenzen und Vertrauen in die Fähigkeiten des Kindes nicht zu verlieren. So Mancher wird in diesem Buch sicherlich einen Ratgeber vermuten, aber da liegt er hier falsch, vielmehr wird die "Lebensgeschichte" eines von ADHS betroffenen Kindes und seiner Probleme mit seinem sozialem Umfeld und seinem sozialem Umfeld mit ihm erzählt. Geschrieben ist es in Tagebuchform, wobei ein großer Teil aus Sicht des 11 jährigen Max berichtet. Sein Umfeld kommt aber nicht zu kurz und so kommen auch seine Eltern und Lehrer zu Wort. Sehr schön finde ich, das es nur wenige fachliche Begriffe gibt und somit alles gut für Laien verständlich ist. Im Anhang gibt es dann ein umfassendes Literaturverzeichnis, um sich weiter informieren zu können.  Das Buch ist sehr hilfreich, um das Leben eines von ADHS Betroffenen und seiner Mitmenschen zu verstehen und das Kind so anzunehmen wie es ist. Mich hat die Geschichte von Max bewegt und ich habe mich und mein Kind an vielen Stellen wieder erkannt. Insgesamt ein sehr interessantes Buch aus einer einmal etwas ungewöhnlichen Perspektive, die aber sehr hilfreich ist, leider werden allerdings bei weitem nicht alle Fragen klärt. Für mich waren noch Fragen wie z. B. ist es überhaupt hilfreich mein Kind mit der Diagnose zu konfrontieren?, wie sieht das Kinder selber seine "Erkrankung"? Wie kann ich mein Kind in Zukunft noch viel besser unterstützen?Fazit: erzählt wird in Tagebuchform aus Sicht des 11 jährigen Max, einmal eine ganz andere Perspektive und sehr hilfreich sich in diese "Erkrankung" hineinzuversetzen

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  • Ich dreh gleich durch!

    Ich dreh gleich durch!
    Mira123

    Mira123

    07. July 2016 um 17:29

    Zum Inhalt: Der elfjährige Max ist eine richtige Nervensäge: vergesslich, immer verplant, impulsiv und kann für keine Sekunde still halten. Er ist ein Kind mit ADHS. In diesem Buch schreiben er, seine Familienmitglieder und Lehrer sich die ganzen Erlebnisse von der Seele. Wie fühlt sich wohl ein Kind mit ADHS in einem Alltag voller Chaos? Mein Kommentar: Prinzipiell eine gute Idee, vor allem da über ADHS viele falsche Informationen im Umlauf sind, die sicher oft zu Missverständnissen führen. Leider hat die Umsetzung nicht ganz so gut geklappt. Zum Beispiel bestanden die Kapitel aus der Sicht der Mutter fast nur aus Zitaten aus Fachbüchern. Und auch wenn eigentlich jeder davon überzeugt war, dass mit Max etwas nicht stimmt, dass er ADHS hat, ist es im ganzen Buch zu keiner Diagnose gekommen. Dabei wäre gerade das unglaublich interessant zu lesen: Wie reagiert das Umfeld und Max selbst auf die Diagnose, wie verändert sich der Schulalltag, geht es Max nach der Diagnose besser? Eine Art Vergleich, eine Gegenüberstellung des Lebens vor und nach der Diagnose ADHS wäre spannend gewesen. Benotung: Hier die Definition der Noten: 1: Perfekt, ich kann mir nichts besseres wünschen! 2: Überdurchschnittlich 3: Normal. Nicht übermäßig gut, aber auch nicht besonders schlecht. 4: Hat mir nicht gepasst. 5: Durchgefallen! Schreibstil: 3 Handlung: 3 Protagonisten: 3 --------------------Gesamtnote:3 Erster Satz: Ich bin mit unserem Sohn Raphael im Zug unterwegs nach Berlin, zu einem Kinesiologen, der wahre Wunder bei allen möglichen Krankheiten und Problemen vollbringen soll.

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  • Ein perfekter Einblick auch für Außenstehende!

    Ich dreh gleich durch!
    violetbooklady

    violetbooklady

    23. May 2016 um 12:03

    Cover: Ich kann nicht anders, als leicht zu schmunzeln, wenn ich das Kind auf dem Cover sehe. Strahlend blaue Augen, Sommersprossen und ein Gesichtsausdruck, das zum Titel des Buches passt.Durch den weißen Hintergrund kommen das Foto und der Titel besser zur Geltung. Hinzu kommt, dass man bei dieser Schriftart meint, dass es der Protagonist selbst geschrieben hat. Bewaffnet mit einem roten Edding und kund tuend, was ihm durch den Kopf geht, damit es auch jeder versteht und durch dieses Buch nachvollziehen kann.Aufgrund der unteren Beschreibung, auf dem Cover, könnte man meinen, dass man auf Anhieb weiß, worauf sich der Leser bei diesem Buch einlässt. Das dachte ich auch aber ich bin der Meinung, dass es zu viel mehr kommt und dieses Buch viel mehr beinhaltet, als 'nur eine Geschichte' eines ADHS-Kindes. Inhalt: Anstatt sofort einen Blick in das Tagebuch des ADHS-Kindes, Max, werfen zu können, wird der Leser mit einer Kurzgeschichte begrüßt. Durch dieser ist der Leser in der Situation einer Mutter, die mit ihrem Kind unterwegs ist. Zappelig, unruhig und leicht verträumt wirkend, zieht das Kind die Blicke der Passanten auf sich. Nicht nur die Situation lebt von ihrer Echtheit, sondern auch die Reaktionen. Eine Mutter, die versucht es allem und jedem recht zu machen, während sie an der harten Mauer der Gesellschaft scheitert.Die Kurzgeschichte lädt dazu ein, beide Seiten - die Seite der Mutter und die Seite der Passanten - verstehen zu wollen. Und doch muss ich sagen, dass ich mich von Anfang an, auf der Seite der Mutter befunden habe. Für diese Seite kam bei mir mehr Sympathie auf. Nicht nur das, es liegt auch an den Grund, dass es immer einfach ist, sich sofort von alles und jedem ein schnelles Bild zu machen, während die eigentlichen Gründe für jenes Verhalten oder für jene Situation unklar sind.Im Hauptteil der Geschichte geht es um den Protagonisten und vom ADHS betroffenem Kind Max. Dieser bekam zu Weihnachten ein Tagebuch geschenkt und beschreibt die ersten Seiten damit, dass er für dieses Geschenk nicht viel Begeisterung aufbringen kann. Verständlich, denn an seiner Stelle hätte ich mich auch eher über ein Spielzeug gefreut. Zugleich ist jedoch zu merken, wie Max in seinem Alter mit seiner Sprachgewandtheit heraus sticht.Durch die Einblicke in seinem Tagebuch, wird eine gewisse Nähe zum Protagonisten erstellt, die stärker ist, als es jene aus sonstigen Romanen schaffen könnte. Die Tagebucheinträge sorgen nicht nur für die Sympathie und das Verständnis, sondern beinhalten eine Entwicklungsphase, die in dem Buch deutlich hervor sticht.Außerdem lädt das Buch dazu ein, die Situationen und Max aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sei es die Perspektive der Familie oder die der Lehrer, die Max unterrichten. Den Perspektivenwechsel konnte ich noch verstehen und ich fand es interessant zu lesen, wie die Eltern Max aus ihren Augen sehen und die Situationen einschätzen. Auch einen 'Bericht' des Lehrers über Max lesen zu können, fand ich interessant, doch ein zu ofter Wechsel, fand ich dann doch etwas anstrengend. Schreibstil: Die Kurzgeschichte sowie die Tagebucheinträge - sei es von Max oder von anderen - sind stets in der Ich-Form beschrieben. Gerade bei solchen Geschichten finde ich die erste Form optimal. So war es auch bei diesem Buch der Fall, dass sich der Leser auf Anhieb im Geschehen befand und den Meinungen sowie Emotionen der Charaktere gegenüber stand. Unabhängig von der gewählten Genre, fand ich den Schreibstil einfach und verständlich.Das Krankheitsbild wird durch dieses Buch auf eine neue Weise beschrieben. Psychologische Definitionen stechen durch Beispiele der Alltagsgeschichten, verständlich hervor. Ich gebe zu, dass ich Psychologie an sich sehr interessant finde. Doch auch wenn dem nicht so wäre, so sind die Definition auf das Krankheitsbild ADHS bezogen, durch die Alltagssituationen sehr gut in Szene gesetzt und verständlich sowie nachvollziehbar gestaltet worden. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fand ich optimal. Allerdings gibt es bei dem Perspektivenwechsel auch einen Störfaktor. So folgten wiederholend einige Wechsel zwischen den Lehrern, sodass ich der Meinung bin, dass sich der Schreibstil nicht sonderlich zwischen all den Personen unterscheidet. Wären bestimmte Szenen nicht zu Wort gekommen, wäre ich von weiteren Berichten der Eltern ausgegangen.  Meiner Meinung nach hätte es gereicht, wenn es bei einem zusätzlichen Perspektivenwechsel der Klassenlehrerin geblieben wäre.  __________________________ Fazit: Auch wenn mir manche Perspektivenwechsel zu oft und zu viel erschienen, fand ich das Buch sehr interessant. Es hilft dabei, das psychische Krankheitsbild - in seinen entwickelten 'Stufen' - besser zu verstehen.Das Verständnis wird nicht nur auf die Eltern bezogen, sodass einem 'gesunden' Menschen bewusst wird, was eine, von ADHS  betroffene Person und sein Familienkreis usw. wirklich durchmacht. Empfehlenswert für betroffene Personen und auch für die, die außen vor stehen, um dieses Thema besser verstehen zu können, das meiner Meinung nach, oft unterschätzt und vor allem falsch eingeschätzt wird!

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