Anna Maria Sigmund

 3.4 Sterne bei 17 Bewertungen
Autorin von Die Frauen der Nazis, Leichenroulette und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Maria Sigmund

Dr. phil. Anna Maria Sigmund studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Wien. Sie ist Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Neben wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte sie auch geschichtliche Werke für ein breites Publikum. Ihre Bücher „Die Frauen der Nazis“, „Die Frauen der Nazis II“ und „Die Frauen der Nazis III“ wurden zu internationalen Bestsellern. Zuletzt erschien von ihr bei Heyne „Des Führers bester Freund“.

Alle Bücher von Anna Maria Sigmund

Die Frauen der Nazis

Die Frauen der Nazis

 (7)
Erschienen am 10.06.2013
Leichenroulette

Leichenroulette

 (6)
Erschienen am 03.08.2011
"Das Geschlechtsleben bestimmen wir"

"Das Geschlechtsleben bestimmen wir"

 (3)
Erschienen am 06.11.2009
Das Haus Habsburg, Habsburgs Häuser

Das Haus Habsburg, Habsburgs Häuser

 (1)
Erschienen am 01.01.1995

Neue Rezensionen zu Anna Maria Sigmund

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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund

Auch die Frauen sind schuld
TanteGhostvor 5 Monaten

Die Frauen hinter den Nazigrößen haben schon auch einen gewissen Teil der Schuld zu tragen!

Inhalt:
Auch in Hitler seinem Leben gab es Frauen. Und diese Frauen haben teilweise ihren Teil dazu beigetragen, dass alles so gekommen ist, wie es eben war.
Allen voran Eva Braun. Dieses kleine Mädchen, das Hitler schon irgendwie den Rücken frei gehalten hat. Oder seine Nichte, die Geli Raubal, die von ihrem Onkel die Heirat verboten bekam und statt dessen in einem goldenen Käfig saß.
Interessant auch die beiden Frauen Görings. Von Carin, der ersten, wusste ich bisher nur wenig. Die Frau wurde ganze fünf Mal beerdigt! Die zweite Frau und die Tochter aus zweiter Ehe, haben nie eine Schuld gesehen.
Mehr oder weniger interessante Frauen werden hier mal etwas näher beleuchtet. Aber eins eint sie alle. Jede von ihnen war irgendwie verpeilt.

Der erste Satz:
„Am 3. April 1923 schrieb die SPD-Zeitung »Münchner Post« von den »in Hitler verschossenen Weibern« und charakterisierte voll Spott die zahlreichen Gönnerinnen und Verehrerinnen, die mit vor Verzücken feuchten Augen ergriffen seinen Reden lauschten, ihren Schmuck verpfändeten und Darlehen gaben“

Der letzte Satz:
„Am 27. Januar 1992 ist Henriette Hoffmann-von Schirach verstorben.“

Fazit:
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Hitler nicht wirklich eine Ahnung hatte, was er da so alles von sich gegeben hat. Laut diesem Buch hat er sich gerade von den reichen Frauen sprichwörtlich aushalten lassen, hat im selben Atemzug aber die Emanzipation unterdrücken und umkehren wollen. Er wollte die Stimmen der Frauen für seine Partei, die Frauen hatten am Ende aber gar nichts davon. Und doch haben die Frauen dieses perfide Spiel mitgespielt... Wenn ich das lese, schäme ich mich dafür, eine Frau zu sein.
Das Buch war anders, als ich es erwartet hatte. Aber im positiven Sinn. Ich habe über die erwähnten Frauen weit mehr erfahren, als lediglich Geburts- und Sterbedaten. Besonders die erste Frau Görings, Carin Göring, durfte ich „besser kennen lernen“. Ich wusste, dass es diese Frau gab, aber da endete mein Wissen auch schon.
Interessant war das Buch. Das lässt sich nicht bestreiten. Aber es ist eben auch ein Sachbuch. Dem entsprechend musste ich mich beim Lesen auch konzentrieren. Die Sätze waren stellenweise verschachtelt und irgendwie kompliziert aufgebaut.
Bilder haben das Geschrieben hier und da etwas aufgelockert. Aber so wirklich erfolgreich war das nicht. Es zeigt auch nur die Menschen von damals, wie sie einem Mann entgegen jubelten. Diese Menschen waren im Endeffekt durch Propaganda verblendet.
Als Feierabendlektüre ist dieses Buch nicht unbedingt so sehr geeignet. Thema und Schreibstil erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Und Unaufmerksamkeit erschwert das Verständnis. Und das wäre eigentlich schade, denn interessant ist das Thema schon irgendwie.
Ein Stück deutsche Gesichte ist dieses Weltkriegsthema auf jeden Fall. Und auch die Frauen dieser Zeit haben auf jeden Fall zu dem Geschehen beigetragen. Im Fall von Eva Braun war es pure Naivität und im Fall von Emmy Göring knallhartes Kalkül. Das sind zumindest die Meinungen, die ich mir gebildet habe.

Ein Stück deutscher Geschichte, das einmal von einer ganz untypischen Seite beleuchtet wurde. Denkt man an die Nazizeit, denkt man an Hitler, Himmler oder Göring. Aber hinter diesen Männern standen auch Frauen. Und diese Frauen haben teilweise auch einen Teil zum Großen und Ganzen beitragen. Einige der Damen sagten mir so erst mal nichts. Aber ihre Geschichte war mir dann schon bekannt. Über andere konnte ich dann nur müden den Kopf schütteln. Und dann die, die mir nur leid getan haben.
Trotzdem es sich hier um ein Sachbuch handelt, habe ich doch die ganze Palette an Gefühlen durchlebt. Und ja, darunter war auch Hass!
Eine Leseempfehlung spreche ich auf jeden Fall aus. Es ist deutsche Geschichte, und die sollt man kennen. (Sorry, aber meine Meinung!)

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

Kommentare: 4
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E

Rezension zu "Leichenroulette" von Anna Maria Sigmund

Super Urlaubslektüre :)
erdnuss16vor 3 Jahren

Dieses Buch handelt von Hermine, der moppeligen Bankangestellten, die sich mit Witz durchs Leben "mordet". Ein absoluter Tipp!!!!!

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ErleseneBuechers avatar

Rezension zu "Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund

Carinhall, Ehrenkreuz der Deutschen Mutter & Triumph des Willens
ErleseneBuechervor 4 Jahren

In diesem Buch werden Carin Göring, Emmy Göring, Magda Goebbels, Leni Riefenstahl, Gertrud Scholtz-Klink, Geli Raubal, Eva Braun und Henriette von Schirach porträtiert.

Die Zeit des Nationalsozialismus hält mich einfach gefangen. Ich kann so vieles nicht verstehen und in jedem Lebensabschnitt beschäftigen mich neue Dinge aus dieser Zeit. Gerade jetzt als Mutter ist vieles so unbegreiflich. So war es auch mit diesem Buch. Viele der Frauen waren Mütter, allen voran Magda Goebbels. Aber ihr Verhalten widerspricht dem Muttersein in meinen Augen. Wie kann man eine Idee, eine Vorstellung (die ja auch noch völlig absurd) über seine Kinder stellen?

Anscheinend war ja aber irgendetwas an der Macht und der politischen Stellung, meinetwegen auch an der Aura, der Nazisgrößen dran, da so viele Frauen, die nicht nur dumm waren, sie anhimmelten und unterstützten. Hier wird ein erschreckender, aber auch faszinierender Einblick gewährt.

Vieles fand ich so interessant oder auch für mich neu, dass ich nebenbei einige Dokumentationen (vor allem über Leni Riefenstahl, Magda Goebbels und Eva Braun) im Internet gesehen habe. Das zeigte noch tiefere Einblicke mit Bildmaterial.

Hoffentlich haben die Frauen heutzutage dazugelernt, vor allem, dass sie sich nicht über ihren Mann definieren müssen.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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