Anna Martens Identität unbekannt

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Inhaltsangabe zu „Identität unbekannt“ von Anna Martens

Ein totes Mädchen, das niemand vermisst, stellt die Polizei vor große Rätsel ... Wer ist das kleine Mädchen, dessen Leiche in einem idyllisch gelegenen Weiher gefunden wird? Die Ermittlungen der Münchner Kripo laufen ins Leere. Woher stammt das unbekannte Kind und was ist ihm vor seinem Tod zugestoßen? Die smarte Kriminalreporterin Claudia Brandes versucht auf eigene Faust, Licht ins Dunkel zu bringen und ist immer mehr davon überzeugt, dass der Mörder eine persönliche Beziehung zu dem Mädchen hatte. Bei ihrer Suche gerät die Reporterin in ein Netz aus Lügen, falscher Nächstenliebe und Gewalt. Und wird bei ihren Recherchen von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt ….

Spannende Geschichte bis zum Schluss! Hat mir sehr gut gefallen. Für mich jedoch ein Krimi und kein Thriller

— BettinaForstinger
BettinaForstinger

Fazit: ordentliche Unterhaltung, über dem Durchschnitt, leider nichts Außergewöhnliches. Logische Auflösung, die glaubwürdig erscheint.

— AenHen
AenHen

Ein solider Krimi, der sich gut lesen ließ und eine spannende und interessante Thematik aufgegriffen hat. Stellenweise fehlte mir Tempo!

— MsBookpassion
MsBookpassion

Spannend, unblutig und aktuell!

— Booklove91
Booklove91

Spannend mit interessanten Wendungen!

— nellsche
nellsche

Eine berührende Geschichte um ein leider immer noch aktuelles Thema. Zwar kein Thriller, aber ein sehr guter Krimi mit tollem Schreibstil

— Uwes-Leselounge
Uwes-Leselounge

Spannend, emotional und ergreifend.

— patchwork
patchwork

Berührende Thematik und vielschichtige Charaktere

— Solitude
Solitude

Interessante Geschichte. Emotional. Tiefe Einsichten in menschliche Abgründe. Aktuelle politische Themen.

— DianaE
DianaE

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  • Claudias Gefühle

    Identität unbekannt
    coffee2go

    coffee2go

    28. November 2016 um 20:20

    Kurze Inhaltszusammenfassung: In einem Münchner Vorort wird die Leiche eines Mädchens in einem Weiher gefunden. Das interessante ist, dass die Identität des Mädchens nicht bekannt ist und anscheinend niemand das tote Mädchen vermisst. Die Polizei steht vor einer großen Herausforderung und ermittelt in eine Richtung, die Kriminalreporterin Claudia ist vom Fund geschockt und verfolgt in ihren Recherchen eine andere Spur.   Meine Meinung zum Buch: „Identität unbekannt“ hat sehr temporeich und spannend begonnen, danach ist es allerdings etwas abgeflaut und die Ermittlungsarbeiten der Polizei sowie die Recherchearbeiten der Kriminalreporterin Claudia haben sich in die Länge gezogen. Sehr gut gefallen haben mir die brisanten Themen und Missstände in Bezug auf illegale Adoptionen und Menschenhandel. Die Hauptakteurin Claudia wurde mir nicht so richtig sympathisch. Einerseits hat sie selbst in ihrer Vergangenheit auch schlimme Entscheidungen treffen müssen, mit denen sie auch heute noch nicht im Reinen ist, auf der anderen Seite kann sie auch keine zwischenmenschliche Nähe zulassen und wirkt sehr unentschlossen. Bei der Mithilfe in der Aufklärung des Falles handelt sie oft kopflos und unüberlegt. Zudem hätte ich mir am Ende des Buches einen Ausblick über das Privatleben von Claudia gewünscht, so ist alles ungeklärt und aufgeschoben geblieben.   Titel und Cover: Das Cover finde ich optisch sehr ansprechend und dezent, düster gestaltet, sodass es gut zum Inhalt des Buches passt. Auch der Titel ist vielversprechend und stimmig.   Mein Fazit: „Identität unbekannt“ hat mir recht gut gefallen, allerdings hätte es für einen Thriller noch etwas mehr „thrill“ enthalten können und der offene Schluss über Claudias Privatleben hat mir nicht ganz so gut gefallen.

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  • Identität unbekannt

    Identität unbekannt
    BettinaForstinger

    BettinaForstinger

    13. October 2016 um 08:56

    Klappentext: Ein totes Mädchen, das niemand vermisst, stellt die Polizei vor große Rätsel ... Wer ist das kleine Mädchen, dessen Leiche in einem idyllisch gelegenen Weiher gefunden wird? Die Ermittlungen der Münchner Kripo laufen ins Leere. Woher stammt das unbekannte Kind und was ist ihm vor seinem Tod zugestoßen? Die smarte Kriminalreporterin Claudia Brandes versucht auf eigene Faust, Licht ins Dunkel zu bringen und ist immer mehr davon überzeugt, dass der Mörder eine persönliche Beziehung zu dem Mädchen hatte. Bei ihrer Suche gerät die Reporterin in ein Netz aus Lügen, falscher Nächstenliebe und Gewalt. Und wird bei ihren Recherchen von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt …. Für mich war er das erste Buch der Autorin und ein Spontankauf für meinen Kindle. Die Figuren in der Geschichte Claudia und der Kommissar waren mir beide sehr sympathisch. Die Geschichte ist flüssig und flott zu lesen, und es bleibt immer eine Spannung aufgebaut. Ich muss gestehen ich hab's bis zum Ende nicht kapiert wie die ganze Geschichte zusammenhängt. So muss ein Buch für mich sein spannend bis zum Schluss. :) Weiters fand ich die persönliche Geschichte von Claudia sehr interessant. Gut fand ich es auch das die persönliche Geschichte erst gegen Ende an die Oberfläche kam. Die Autorin behandelt hier ein Thema, dass leider immer aktuell sein wird, dass weder abwegig noch weit hergeholt ist, sondern weltweit täglich passiert. Für mich war das Buch jedoch ein Krimi und kein Thriller. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich werde auch das andere Buch der Autorin noch lesen.  

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  • Identität unbekannt

    Identität unbekannt
    Booky-72

    Booky-72

    11. August 2016 um 11:07

    Krimis, in denen mal nicht konventionell von der Polizei ermittelt wird, sind mir eigentlich die liebsten. Nur zufällig ist Claudia Brandes, ihres Zeichens Reporterin, als erste am Tatort. Klar, dass sie eine Schlagzeile wittert, doch dieser Fall hat es in sich. Ein totes Mädchen, die allerdings keiner vermisst, also nimmt sie sich dem Fall an. Dabei hilft ihr die gute Beziehung zu Kommissar Steffen Drews. Hilfe bei ihren eigenständigen Ermittlungen bekommt sie allerding auch von einem Kollegen, Hendryk. Doch geht es hier wirklich um Menschenhandel und was steckt sonst noch dahinter? Richtig spannend und ein aufregendes Thema, nette Protagonisten und gern würde ich in einem Folgeband die Geheimmnisse der Kriminalreporterin näher verfolgen, hier fehlte mir einige Auflösung. Trotzdem kann ich 4 gute Sterne verleihen.

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  • Wer ist Arielle?

    Identität unbekannt
    AenHen

    AenHen

    02. August 2016 um 14:06

    Wer ist das kleine Mädchen, das niemand zu vermissen scheint? Warum sieht ihr Gesamtzustand so vernachlässigt aus, als habe sie evt. nicht einmal Schuhe getragen? Wie konnte sie einen Hitzschlag im Mai erleiden? Wer hat sich trotz allem die Mühe gemacht, sie fast einer Bestattung gleich herzurichten, bevor sie abgelegt wurde an einem kleinen Weiher? Polizei-Journalistin Claudia Brandes will nicht daran glauben, was für die ermittelnden Beamten klar zu sein scheint: Menschenhandel, Missbrauch, Mord. Das kleine Mädchen, das sie Arielle nennen, das es im Wasser aufgefunden wurde, ist irgendjemandes Opfer geworden. Brandes versucht auf eigene Faust herauszufinden, woher das Mädchen kam und geht Hinweisen nach, ist auch bereit sich in Nesseln zu setzen und findet schließlich eine Spur nach Franken. Mehr und mehr deutet daraufhin, dass es sich zwar streng genommen auch um eine Art Menschenhandel dreht – illegale Auslandsadoption – doch noch ist nicht klar, ob die Hinweise wirklich auf die unbekannte Tote deuten, oder auf ein anderes Mädchen aus Rumänien. Schlussendlich kann vieles geklärt werden, sowohl die Identität der Toten, als auch die Abläufe um die Adoption in Franken. Ungeklärt ist für mich aber fast alles andere drumherum: die Verarbeitung des eigenen Kindheitstraumas der Protagonistin, genauso wie ihr Verhältnis zu Ermittler Drews und Kollege van Holten, das merkwürdige Verhalten von Freundin Anni (im Cafè: was war das bitte? – habe ich entweder nicht verstanden oder hier soll eine Horizontalhandlung für Folgebände vorbereitet werden). Fazit: ordentliche Unterhaltung, über dem Durchschnitt, leider nichts Außergewöhnliches. Logische Auflösung, die durchaus glaubwürdig erscheint, genau wie das Handeln der verschiedenen Personen. Hat mich der erste Martens-Thriller ja wirklich frohlocken lassen, war dieser hier für mich leider keine Erweckung. Mäßig spannend, aber wenigstens in meinen Augen gut geschrieben und die Figur der Claudia Brandes hat mir auch eigentlich ganz gut gefallen. Am liebsten würde ich hier jetzt 3,5 Sterne geben, drei ist mir ein bißchen wenig, vier eigentlich zuviel. Nach langem hin und her werden es vier, weil eigentlich schon vieles richtig gemacht wurde. Trotz allem bin ich an weiteren Oeuvres der Autorin interessiert, ich habe bei der letzten Rezension geschrieben, es gäbe Luft nach oben, gibt es diesmal auch, aber die braucht man ja auch zum Atmen…

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  • Erschütternd und traurig - ein etwas anderer Thriller

    Identität unbekannt
    Xanaka

    Xanaka

    Eigentlich ist Claudia Brandes eher eine Art Sensationsreporterin, immer auf der Suche nach einer neuen Schlagzeile. Am liebsten sind ihr natürlich Kriminalfälle. Dass sie ausgerechnet als erste Reporterin am Fundort einer Kinderleiche eintrifft ist eher Zufall, als Glück. Die Konfrontation löst in Claudia eine tiefe Betroffenheit aus und sie merkt schnell, diesen Fall wird sie so schnell nicht vergessen können. Alle ihre Gedanken kreisen um das Mädchen. Als sich dann auch noch herausstellt, es gibt keine Vermisstenmeldung lässt sie dieser Fall nicht mehr los. Durch die Hilfe des befreundeten Kommissars Steffen Drews kommt sie als Reporterin an mehr Informationen heran, als andere. Sie stellt eigene Vermutungen an und beginnt selbst zu ermitteln.Für mich war dieses Buch völlig anders als erwartet. De Ermittlungen werden hier vorrangig durch die Kriminalreporterin durchgeführt. Claudia Brandes erhält durch die freundschaftliche Beziehung zum Kommissar natürlich deutlich mehr Informationen. Er ermittelt zwar auch, aber irgendwie immer in die falsche Richtung. Getragen wird die Geschichte um das tote Mädchen auch durch die zwischenmenschliche Beziehung der beiden. Steffen Drews möchte deutlich mehr von Claudia, als sie bereit ist zu geben. Im Gegenteil, sie versucht Abstand zu gewinnen und beim Nachdenken über ihr eigenes Leben erfahren wir als Leser, warum ihr dieses Fall besonders nahe geht. Mit der Hilfe von Hendryk, einem befreundeten Kollegen, ist sie im Laufe der Ermittlungen in der Lage über ihr eigenes Leben und Erleben zu sprechen und so erfahren wir, warum für sie die Ermittlungen so wichtig sind und auch warum sie so hartnäckig am Fall ermittelt.Dieses Buch hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil es einer völlig anderen Sicht erzählt ist. In der Geschichte, die wunderbar flüssig geschrieben ist, kommt niemals Langeweile auf. Je größer der Lesefortschritt, desto spannender wird das Buch. Und die eigenen Ahnungen, die sich während des Lesens entwickeln, sind dann doch anders, als gedacht.Diesen Thriller empfehle ich unbedingt weiter und vergebe 5 Sterne dafür.

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    • 2
  • Leserunde zu "Identität unbekannt" von Anna Martens

    Identität unbekannt
    Anna_Martens

    Anna_Martens

    Ihr sucht einen etwas anderen Kriminalroman, in dem es nicht allzu brutal und dennoch spannend zugeht? Dann solltet ihr einen Blick auf mein neues  Ebook "Identität unbekannt" aus dem aktuellen Programm von Midnight (Ullstein) werfen.  "Ein totes Kind, das niemand vermisst ..." Zum Inhalt:  Die Leiche eines kleinen Mädchens wird in einem Weihter in einem Münchener Vorort gefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn niemand scheint die Tote zu vermissen. Auch die Kriminalreporterin Claudia Brandes versucht die identität des Kindes zu ermitteln. Sie ist davon überzeugt, dass der Mörder in der Nähe des Tatortes zu finden ist. Bei ihrer Suche gerät die Journalistin in ein Netz von Lügen, falscher Nächstenliebe und Gewalt. Und wird dabei mir ihrer eigenen Geschichte konfrontiert ...  Hat euch die Beschreibung neugierig gemacht? Dann bewerbt euch! Bis zum 4. Februar 2016 werden unter allen Bewerbern 15 Ebooks verlost, wenn ihr die folgende Frage beantwortet: Der klassische Kommissar oder andere Ermittlerfiguren - wer weckt eher euer Interesse? Bitte begründet eure Antwort. Die Leserunde startet am 06. Februar 2016 und wird aktiv von der Autorin begleitet. Natürlich ist auch jeder herzliche willkommen, der nicht gewonnen hat, aber dennoch gerne mitlesen will! Für die Gewinner noch ein Hinweis: Ihr verpflichtet euch mit dem Gewinn zur zeitnahen Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension.

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    • 232
    Anna_Martens

    Anna_Martens

    04. April 2016 um 16:50
  • Interessante Story

    Identität unbekannt
    momo11

    momo11

    Die Berichterstatterin Claudia bekommt den Auftrag, zu einem Tatort mit einem toten Kind zu fahren. Dort trifft sie auf den Kripo-Beamten Steffen Drews, der sie sofort zu dem Tatort lässt, wo die Kripo ihre Arbeit verrichtet.Man tappt im Dunklen, wer denn nun das kleine Mädchen ist.Claudia nimmt dieser Fall sehr mit und sie ermittelt auf eigene Faust, wobei die Sympathien Steffen ihr gegenüber ihr sehr entgegenkommen.Bei den Ermittlungen erlangt sie Informationen, die nur sehr schwer zu verstehen sind und einen Schauer über die Haut jagen lassen.Ich persönlich bin zweigeteilter Meinung zu diesem Buch. Die Story an sich hat großes Potential, aber ich kam mit der Art wie sie geschrieben ist, nicht ganz so gut klar. Wenn man Hintergrundwissen aus diesen Berufen hat, ist es sehr schwer loszulassen und einfach nur zu lesen.Der Autorin ist es gelungen, den Leser in eine Richtung zu führen, die gar nichts mit dem eigentlichen Ende zu tun hat. Klasse gemacht.Die Hauptfigur Claudia wurde mir im Laufe der Geschichte nicht gerade sympathisch. Sie war so verbissen in den Ermittlungen und auch wirkte sie sehr arrogant.In Hendrik, einem Kollegen, fand sie einen Menschen, der ihr am Ende noch sehr hilfreich sein sollte. Mehr verrate ich hier nicht.Ich kann das Buch empfehlen, aber man soll unvoreingenommen an dieses Buch herangehen.Der Tenor des Buches ist prima getroffen und regt zum Nachdenken an.Wie grausam Menschen doch sein können.Eine Leseempfehlung von mir mit 4 Sternen.

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    • 2
    Anna_Martens

    Anna_Martens

    04. April 2016 um 16:43
  • Eine berührende Geschichte um ein noch immer aktuelles Thema

    Identität unbekannt
    Uwes-Leselounge

    Uwes-Leselounge

    27. March 2016 um 09:14

    In einem Münchner Vorort wird die Leiche eines 9-jährigen Mädchens in der Nähe eines Gewässers gefunden. Das Kind hat kaum etwas an und wurde nur in eine Decke eingewickelt. Da bei der Leiche keinerlei Papiere gefunden wurden, ist eine Identifizierung nicht möglich. Niemand scheint das Kind zu vermissen und so wendet sich Kommissar Steffen Drews an seine Freundin Claudia Brandes. Diese ist Journalistin und recherchiert unter anderem bei Mordfällen. Durch ihre Berichterstattung erhoffen sich die Polizei und der Kommissar Hinweise aus der Bevölkerung, um das Mädchen zu identifizieren. Bei ihren Recherchen stößt Claudia auf ein Netz aus Gewalt und Lügen. Dabei trägt sie selbst ein Dunkles Geheimnis mit sich..."Identität unbekannt" ist Anna Martens zweiter Thriller, der bei Midnight erschienen ist. Bereits Ihr Debütroman "Engelsschmerz" konnte mich fesseln und begeistern. So war ich gespannt, was es mit "Identität unbekannt" auf sich hat. Schon der Einstieg in diese Geschichte hat mir gefallen. Wir erhalten einen Einblick in die Gefühlswelt einer Person, von der wir nicht wissen, wer oder was sie ist. Diese Passagen sind vom eigentlichen Text mittels einer anderen Schrift abgesetzt und befinden sich immer wieder zwischen der eigentlichen Geschichte. Das hat mir gefallen, da ich miträtselte, um welche Person es sich handeln könnte. Um welche genau, werde ich nicht verraten. Nach dem kurzen Einblick in die Gedankenwelt dieser Person, lernen wir Claudia Brandes kennen und begleiten Sie ein wenig durch den Morgen. Claudia ist freischaffende Journalistin und bekommt einen Anruf von einem befreundeten Polizisten, der ihr mitteilt, dass in einem Münchner Vorort eine Kinderleiche gefunden wurde. Claudia wittert eine Story und fährt direkt zum Tatort. Dort trifft sie auf ihren Freund, Kommissar Steffen Drews, welcher sie auch sogleich zum Fundort der Leiche bringen lässt. Der Kommissar bittet in diesem Fall um ihre Mithilfe, denn er erhofft sich dank der Berichterstattung von ihr mehr Informationen aus der Bevölkerung. Beim Anblick der Kinderleiche verschlägt es Claudia die Sprache. Nicht weil sie übel zugerichtet worden wäre, nein viel mehr, weil die Leiche sorgsam in eine Decke gewickelt und die Hände gefaltet wurden. Will der Mörder der Polizei damit etwas mitteilen? Trotz Claudias Bericht erhält die Polizei so gut wie keine Hinweise, was den Mord an dem Kind betrifft. Die Ermittlungen geraten ins Stocken und die Staatsanwaltschaft macht bereits Druck auf den Kommissar. Claudia lässt das Schicksal des kleinen Mädchens nicht los und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Durch einen anonymen Telefonanruf einer Frau gerät eine Familie ins Visier ihrer Recherchen. Aber auch ihre eigene dunklere Vergangenheit holt Claudia ein. Hat sie die Kraft dieses durchzustehen? Zur Seite steht ihr ihr Kollege Hendrik und gemeinsam fahren sie in die Nähe von Nürnberg. Werden Sie dort Antworten finden? Kann Claudia ihre Vergangenheit bewältigen oder wird sie davon erdrückt? Claudia Brandes hat mir sehr gut gefallen. Denn während ihrer Recherche erfahren wir einiges aus ihrer Vergangenheit und können somit ihre Ängste und Gefühle gegenüber dem getöteten Mädchen besser verstehen. Dies ließ mich auch immer weiter an den Seiten kleben, denn ich wollte wissen, was Claudia und dem Mädchen zugestoßen ist. Ein weiterer Charakter, der mir gut gefallen hat, ist Henrik. Henrik ist ein warmherziger und charmanter Mann, der Claudia immer zur Seite steht, obwohl er nur ein Kollege ist. Im Laufe der Geschichte wird er eine nicht mehr wegzudenkende Stütze für Claudia.Fazit: Anna Martens widmet sich in "Identität unbekannt" einem leider nach wie vor sehr ernsten Thema, nämlich dem des Menschenhandels und des Kindesmissbrauchs. In Ihrer Danksagung schreibt Sie, dass Sie bewusst auf den sexuellen Missbrauch verzichtet hat. Was ich nur begrüßen kann. In dieser Geschichte steht vorrangig die Ermittlungsarbeit von Claudia im Vordergrund und nicht die der Polizei, was mir ganz gut gefallen hat. Allerdings empfand ich die Geschichte jetzt eher wie einen Krimi den eines Thrillers. Hier hat eindeutig der Thrill gefehlt, was die Geschichte, aber dadurch nicht weniger interessant macht. Mir hat das Lesen der Geschichte gut gefallen und ich fühlte mich gut unterhalten. Daher vergebe ich 4 Nosinggläser.

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  • Dranbleiben lohnt sich!

    Identität unbekannt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. March 2016 um 11:47

    Zum Buch Der Krimi "Identität unbekannt" stammt aus der Feder von Anna Martens und erschien 2015 im Midnight-Verlag. Das Cover wird sowohl dem Genre als auch dem Inhalt gerecht und passt daher perfekt zu dem gesamten Buch. Zum Inhalt Claudia Brandes ist Journalistin aus Leidenschaft und stürzt sich voller Eifer in ihren neuesten Fall: Ein kleines Mädchen wird tot am Ufer eines Weihers gefunden. Niemand scheint das Mädchen zu vermissen und schnell drängt sich die Frage nach seiner Herkunft auf und ob es Opfer von Menschenhändlern geworden ist. Je tiefer Claudia gräbt, desto mehr wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Kann sie das Rätsel trotz der emotionalen Verbundenheit lösen? Persönliche Stellungnahme Anna Martens ist ein gesellschaftskritischer Krimi gelungen, der sich mit allerlei Themen auseinandersetzt: Der aktuellen Flüchtlingsproblematik, Vorurteilen gegen Ausländern, Kinderarmut, häuslicher Gewalt, Menschenhandel und illegalen Adoptionen. Dabei wird man keinesfalls von den Themen erdrückt, die Autorin findet immer das rechte Mittelmaß, um den Leser sanft an die Themen heranzuführen. Der Schreibstil bleibt dabei stets flüssig und gut zu lesen. Doch nicht nur die Handlung oder die beschriebenen gesellschaftskritischen Themen stehen im Vordergrund, es geht vor allem auch um die zwischenmenschlichen Beziehungen der Charaktere. Dabei erfährt man vieles aus der familiären Situation, der aktuellen Lebenssituation und der Vergangenheit der Charaktere. Am sympathischsten war mir hier die Protagonistin, die sehr authentisch und realitätsnah beschrieben wird. Sie macht innerhalb des Buches eine Entwicklung zum Positiven durch, was ihr nur noch mehr Authentizität verleiht. Das Buch hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht und die Auflösung ist eine gänzlich andere als erwartet. So viel sei gesagt: Es lohnt sich, dranzubleiben! Fazit Ein wunderbar abwechslungsreicher und spannender Krimi, bei dem es sich lohnt, dranzubleiben! Vielen Dank für die Möglichkeit der Teilnahme an der durch die Autorin begleiteten Leserunde, es hat großen Spaß gemacht!

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  • Identität unbekannt

    Identität unbekannt
    Tamaru

    Tamaru

    13. March 2016 um 13:05

    Claudia Brandes ist Kriminalreporterin und hat schon einiges gesehen, aber dieser Fall erschüttert sie zutiefst. Ein kleines Mädchen wird ermordet und niemand scheint es zu vermissen. Daraufhin beginnt Claudia auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen und deckt einen Fall ungeahnten Ausmaßes auf. Zudem werden bei ihr eigene Wunden und Erinnerungen aufgerissen die sie jahrelang verdrängt hatte. Das Buch hat mir gut gefallen, es ist flüssig zu lesen und größtenteils auch recht spannend. Die Figur der Claudia Brandes ist sehr gut dargestellt, sympathisch durch ihre energische Art sich für das tote Mädchen einzusetzen. So manchesmal fragt man sich zwar ob eine Reporterin wirklich so recherchiert, denn manchmal fand ich es etwas überzogen, aber das tut der Story meiner Meinung nach gut. Ein bißchen mehr Spannung hätte teilweise nicht geschadet und läßt für die Folgebände noch Luft nach oben.

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  • Spannend und mit authentischen Figuren - lesenswert

    Identität unbekannt
    MsBookpassion

    MsBookpassion

    09. March 2016 um 10:12

    Claudia Brandes ist Kriminalreporterin in München. Steffen Drews ist Kriminalbeamter bei der Polizei und ruft sie zu einem neuen Fall. An einem Weiher außerhalb der Stadt wird die Leiche eines Kindes gefunden. Doch niemand scheint sie zu vermissen oder zu kennen. Ihre Identität bleibt unbekannt. Claudia geht der Fall sehr nahe und sie versucht verbissen endlich die Identität des jungen Mädchens klären zu können. Während die Polizei nur vagen Vermutungen nachjagen kann, glaubt Claudia plötzlich einer heißen Spur auf den Fersen zu sein. Doch mit ihrer Hartnäckigkeit bringt sie Geschichten ans Licht, die lieber verborgen geblieben wären... Anna Martens hat mit "Identität unbekannt" einen soliden und spannenden Krimi geschrieben. Inhaltlich möchte ich gar nicht weiter auf die Geschichte eingehen, denn Claudia Brandes' Ermittlungsarbeiten sind so dicht und gehen in vielseitige Richtungen, dass ich euch im Vorfeld nicht schon den Spaß verderben möchte. Das Schicksal des jungen getöteten Mädchens nimmt Claudia sehr mit und sie beginnt schnell auf eigene Faust zu ermitteln. Mir gefiel es sehr, dass hier mal nicht die Polizei als Ermittlungsinstanz im Vordergrund stand, sondern eine junge Journalistin die eine eigene düstere Vergangenheit mit sich herumschleppt. Mit Claudia als Charakter erlebt man ein Wechselbad der Gefühle. War sie mir zu Beginn noch sehr sympathisch, so flaut dieses Gefühl in der Mitte der Geschichte kurzzeitig ab. Doch als man dann ab einem gewissen Punkt ihre Beweggründe auch nachvollziehen kann, wird sie auch als Figur wieder interessant. Das hat mir gut gefallen. Denn der Charakter viel nie aus seiner Rolle, was sie für mich sehr authentisch gemacht hat. Ebenso die anderen Figuren. Der Polizist Steffen Drews, den man wohl liebt oder hasst - er hat eine ganz besondere Art auf Menschen und vor allem Frauen zuzugehen. Mir persönlich ging seine Art ziemlich auf die Nerven, aber nicht im negativen Sinne. Denn es passte auch hier einfach sehr gut in die Geschichte und zum Charakter. Eine weitere Person, die wir als Leser kennenlernen ist Henrik. Wer genau er ist und was ihn so besonders macht, das müsst ihr selbst lesen. Aber ich mochte Henrik sehr! Und hätte über ihn gern noch mehr erfahren! Im Allgemeinen sind die Figuren in der Geschichte alle wunderbar ausgearbeitet und jeder hat seine Ticks, Macken und seine Einzigartigkeit. Nichts wirkt gleich, jede Figur ist individuell gestaltet und das war ein Punkt der mich wirklich von der Geschichte überzeugt hat. Inhaltlich kann ich sagen, dass die Geschichte wirklich spannend erzählt ist. Man fiebert mit Claudia mit und hofft, dass die Identität des Mädchens endlich geklärt wird. Auch die persönlichen Handlungsstränge rund um Claudia: Was ist in ihrer Vergangenheit geschehen? Warum handelt sie so, wie sie handelt? Das war sehr schön in die Geschichte eingewoben und man wollte einfach wissen, was da nun im Argen liegt. Allerdings kam mir dann die "Auflösung" von Claudias privater Vergangenheit etwas zu kurz, es wurden Aspekte angeschnitten, die dann aber nicht weiter ausgeführt wurden. Das fand ich etwas schade, aber ich hoffe da einfach mal auf eine Fortsetzung, in der wir dann mehr über Claudia erfahren dürfen ;-) Im Allgemeinen wurden in der Geschichte immer mal wieder Fäden aufgenommen, die dann aber abrupt wieder fallen gelassen wurden. Das hat der Geschichte an sich nicht geschadet, aber es war schade um die anderen Handlungsstränge. Denn so gingen sie verloren und hätten durchaus das Potential gehabt noch weiter ausgebaut zu werden. Alles in allem kann ich aber sagen, dass mich dieses Buch wirklich gut unterhalten hat und ich spannende Lesestunden damit verbringen durfte. Anna Martens spricht in ihrem Buch Themen an die politisch aktuell sind und auch Themen die von der Politik und auch von der Gesellschaft noch immer totgeschwiegen werden. Ich fand es spannend zu lesen, wie die Protagonisten damit umgehen und fand die Lösung wirklich mehr als gelungen. Hier wird fiktional mal wieder auf ein wichtiges Thema aufmerksam gemacht und das alles ohne Blut und Gemetzel! Eine Herangehensweise die ich nur zu gerne unterstütze. Also gerne mehr davon, Frau Martens! :-) Mir sind die Figuren wirklich - vor allem wegen ihrer unterschiedlichen Facetten - sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe einfach das Anna Martens uns noch weitere Geschichten mit ihnen liefern wird. Darüber würde ich mich freuen! :-) Eine kleine Anmerkung zum Schluss: Das Buch ist als Thriller deklariert. Mir persönlich fehlte dafür zu sehr der "Thrill" und die andauernde Spannung. Für mich persönlich war es eher ein Krimi, wenn auch nicht im klassischen Sinne der Definition. Aber das ist nun wirklich ein Punkt, den man niemandem ankreiden kann :-)

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  • Anna Martens - Identität unbekannt

    Identität unbekannt
    Booklove91

    Booklove91

    Die Protagonisitin Claudia Brandes ist Kriminalreporterin. Da kommt es ihr zuerst auch ganz gelegen, dass Kommissar Steffen Drews nicht nur beruflich an ihr interessiert ist und ihr daher Informationen zuschanzt, an die sie sonst wohl nicht so einfach gelangen könnte (z.B. Telefonliste). So auch, als indessen in einem idyllisch gelegenen Weiher eine Leiche eines kleinen Mädchens gefunden wird. Sorgfältig eingewickelt in eine alte Decke und mit dem Gesicht nach unten im Wasser liegend. Die smarte Kriminalreporterin versucht auf eigene Faust, außerst hartnäckig (!), Licht ins Dunkel zu bringen und ist immer mehr davon überzeugt, dass der Mörder eine persönliche Beziehung zu dem Mädchen hatte. Aufgrund ihrer eigenen Lebensgeschichte ist Claudia von diesem Fall stark berührt und kämpft im Laufe der Geschichte auch immer stärker darum, eine professionelle Distanz zu dem toten Kind zu wahren. So ist sie entschlossen, herauszufinden, wer das Mädchen war und was dazu geführt hat, dass sie tot im Wasser liegt. Ihre Identität soll nicht „unbekannt“ bleiben, auf ihrem Grabstein nicht nur eine Nummer stehen. Das Buch ist ungemein spannend geschrieben. Die Personen und Orte werden dem Leser so nahegebracht, daß er sich mitgenommen fühlt in der Aufklärung eines scheußlichen Verbrechens. Die Erzählung ist vielschichtig angelegt und gut erzählt. Wie immer, wenn es um Kindesmisshandlung oder Menschenhandel geht, ist man als Leser zutiefst betroffen. Der Autor gibt einen interessanten und lesenswerten Einblick in die Machenschaften von Menschenhändlern. So hat das Buch einen realen Bezug. Vielen Dank der Autorin für das Leseexemplar :)

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    • 2
  • Ein guter Frauenkrimi

    Identität unbekannt
    mistellor

    mistellor

    Gleich vorab, dieser Roman bzw. dieser Krimi hat mich beeindruckt und ich würde ihn sehr gerne weiterempfehlen. Ein junges Mädchen wird liebevoll eingepackt tot in einem Weiher gefunden. Ihre Identität ist nicht bekannt und kann auch nicht ermittelt werden. Eine junge Polizeireporterin fühlt sich verpflichtet, auch aus persönlichen Gründen, die Identität zu ermitteln auch um der Toten ihren Namen wiederzugeben. Ob und wie es ihr gelingt, das beschreibt der Roman.  Die Hauptfigur des Buches ist die junge Polizeireporterin Claudia, eine sehr interessante Figur. Eine taffe, junge Frau, zielbewusst und unbeirrbar. Sie umgibt ein Geheimnis, dass sich nur schrittweise von Kapitel zu Kapitel löst. Der Autorin gelingt es, dass man sich während des ganzen Buches Gedanken darüber macht, selbst überlegt - und wie die Leserunde gezeigt , auf die phantasiereichsten Möglichkeiten kommt. Ein geschickter Schachzug der Autorin.  Besonders  mag ich die Frauengestalten in diesem Roman, denn es gibt sie in allen Relationen. Die junge Taffe, die überforderte Hausfrau, die Unbekümmerte,  die ängstliche Dorfbewohnerin, die Geheimnisvolle, die sich Sorgende, die Gierige. Die Männerfiguren dagegen sind manchmal ein wenig stereotyp gezeichnet. Beeindruckend ist  die Protagonistin des Buches, eine Frau, die einen unglaublichen Überlebenswillen erworben hat, eine Menge von Überlebensstrategien entwickeln musste, um das Erlebte, aber auch ihre Schuldgefühle unter Kontrolle zu halten. Viele dieser Überlebensstrategien sind typisch für verletzte Kinderseelen, oder  traumatische Erlebnisse in der Pubertät. Das wird von der Autorin sensibel und  einfühlsam behandelt. Ein weitere Geschicklichkeit zeigt Anna Martens in der Vermittlung von Faktenwissen. Sie lässt die junge Reporterin  zu den Themen im Internet recherchieren und bietet so dem Leser die relevanten Fakten, ohne dass die Handlung stockt. Für den Leser sind allerdings die schonungslosen Fakten z.B. über Rumänien, Armut, Kindesmisshandlung in Deutschland zutiefst schockierend  (so werden im Jahr in Deutschland ca.  160 Kinder durch   Misshandlungen getötet). Und hier wieder ein Geniestreich. Obwohl das Buch sehr ernste und z.T. bittere Themen behandelt, ist der Schreibstil leicht, flüssig und sehr gut zu lesen. Die Kapitel sind gut eingeteilt, werden oft mit Fragen oder einer ungeklärten Handlung beendet, so dass der Leser sofort weiterlesen will - nicht möchte- sondern will. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel, bis zum Show-Down. Das Ende des Buches allerdings ist viel zu abrupt, viele Fragen bleiben offen. Das Buch schreit laut nach einer Fortsetzung. Zum Ende dieser Rezension möchte ich mich  herzlich bei der Autorin Anna Martens und dem Midnight-Verlag für das Rezensionsexemplar und die Teilnahme an der Leserunde bedanken. Ich hoffe, dass auch der Verlag erkennt, dass Bedarf an einer Fortsetzung besteht. Die Leserunde hat viel Spaß gemacht.

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    • 4
    Anna_Martens

    Anna_Martens

    24. February 2016 um 19:27
  • erschütterndes Thema, toll und unblutig umgesetzt

    Identität unbekannt
    SteffiR30

    SteffiR30

    23. February 2016 um 20:11

    Inhalt: Ein totes Mädchen, das niemand vermisst, stellt die Polizei vor große Rätsel ... Wer ist das kleine Mädchen, dessen Leiche in einem idyllisch gelegenen Weiher gefunden wird? Die Ermittlungen der Münchner Kripo laufen ins Leere. Woher stammt das unbekannte Kind und was ist ihm vor seinem Tod zugestoßen? Die smarte Kriminalreporterin Claudia Brandes versucht auf eigene Faust, Licht ins Dunkel zu bringen und ist immer mehr davon überzeugt, dass der Mörder eine persönliche Beziehung zu dem Mädchen hatte. Bei ihrer Suche gerät die Reporterin in ein Netz aus Lügen, falscher Nächstenliebe und Gewalt. Und wird bei ihren Recherchen von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt …. Meine Meinung: Bei dem Buch „Identität unbekannt“ von Anna Martens ermittelt anstelle der Polizei die Kriminalreporterin Claudia Brandes. Die Ermittlungsarbeit der Polizei gerät im Laufe des Buches immer mehr in den Hintergrund und spielt am Ende nur eine Nebenrolle. Das Hauptaugenmerk der Autorin liegt ganz klar auf der Recherche der Reporterin. Das empfinde ich als Leser als sehr erfrischend. Die Protagonistin Claudia war mir von Anfang an sympathisch – insbesondere weil sie Ecken und Kanten und eine schwierige Vergangenheit hat, die durch den aktuellen Fall wieder aufgewühlt wird. Sie ist sehr engagiert, aber auch eigensinnig und stur. Und sie ist sehr emotional bzgl. des Falls, sonst aber schottet sie sich von der Welt ab. Sie pflegt keine tieferen Freundschaften und auch keine Beziehung zu einem Mann. Als Leser fragt man sich natürlich warum, zumal auch immer wieder Andeutungen bzgl. ihrer Vergangenheit einfließen. Auch Claudias Privatleben spielt eine wichtige Rolle. Ihre beruflichen wie privaten Verwicklungen mit dem ermittelnden Beamten, machen es für Claudia nicht leichter. Neben dem packenden Fall greift Anna Martens auch ernstere Themen auf und zeigt erschütternde Zustände mitten in Europa. Diese lässt sie sehr geschickt in die Geschichte einfließen. Die Themen sind vielfältig und aufgrund der Gefahr hier zu spoilern, möchte ich sie auch nicht einzeln aufgreifen. Jedoch drehen sich alle um Kinder und um ihr Wohlergehen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen mit meist recht ausführlichen Beschreibungen. Das Buch wird trotz allem nicht langweilig, allerdings bleibt die Spannung insbesondere am Anfang aufgrund der Tatsachenschilderungen noch etwas auf der Strecke. Im letzten Drittel hingegen nimmt das Buch dann ordentlich Fahrt auf und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn das Buch der Kategorie Thriller zugeordnet ist, handelt es sich nicht um einen klassischen Thriller. Dafür fehlt sowohl die düstere Stimmung, als auch die atemlose Spannung oder alternativ der Grusel bzw. die Angst, die ein Thriller in mir auslöst. Ich würde das Buch am ehesten als Krimi einordnen, auch wenn kein klassischer Kommissar ermittelt und die Polizeiarbeit nur eine Nebenrolle einnimmt. Fazit Die Autorin hat es geschafft einen unblutigen, aber trotzdem fesselnden Kriminalroman zu schreiben, der mich betroffen zurück lässt. Dafür vergebe ich 4 Sterne.

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  • Identität unbekannt

    Identität unbekannt
    nellsche

    nellsche

    21. February 2016 um 21:56

    Die Kriminalreporterin Claudia Brandes wird an einen Tatort gerufen. Ein Spaziergänger hat die Leiche eines etwa neunjährigen Kindes gefunden. Das Mädchen lag eingewickelt in eine Decke und wies keine offensichtlichen Verletzungen auf. Ganz im Gegenteil, Claudia hat das Gefühl, als wenn das Mädchen seinen Mörder gekannt hatte. Auch wurde das Mädchen fast fürsorglich in die Decke gewickelt. Doch die Kriminalpolizei hat keinen Anhaltspunkt, wer das Mädchen sein könnte, denn es liegt keine Vermisstenanzeige vor. Claudia wird ihr Bestes geben, um die Identität des Mädchens herauszufinden. Der flüssige Schreibstil ermöglichte einen sofortigen guten Einstieg in die Geschichte. Von Anfang an fragte ich mich, was es mit dem kleinen Mädchen auf sich haben kann, das offensichtlich niemand vermisst. Die Autorin führt den Leser in die Abgründe des Menschen- bzw. Kinderhandels. In armen Ländern verkaufen die Eltern ihre Kinder, ohne ihnen offenbar keine Träne nachzuweinen. Die Kinder sollen angeblich offiziell adoptiert werden. Doch dieses Geld bringende Geschäft läuft nicht immer mit rechten Dingen zu. Auch das Thema Leihmutterschaft wird angesprochen. Dies ist in Deutschland zwar illegal, aber wird leider trotzdem praktiziert. Claudia Brandes hängt sich in die Ermittlungen rein und hat dabei Unterstützung von dem Kommissar Steffen Drews und ihrem Kollegen Hendrik. Drews hofft, Claudia näher zu kommen und lehnt sich dabei sehr weit aus dem Fenster. Er nimmt Claudia mit an Tatorte, wo sie eigentlich nicht sein darf. Und er gibt Informationen an sie weiter, die sie offiziell nie erhalten würde. Hendrik ist ein sehr sympathischer Mann, dem Claudia ihr Vertrauen schenkt und dafür mit einer tollen Freundschaft belohnt wird.Claudia ist Dank ihrer Beharrlichkeit in der Lage, letztlich alle Umstände zu erfassen und den Fall des unbekannten toten Mädchens zu lösen. Das Ende war gut durchdacht und schlüssig und für mich nicht vorhersehbar gewesen. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe spannende fünf Sterne.

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