Anna Maschik

 4,4 Sterne bei 96 Bewertungen

Lebenslauf

Anna Maschik, 1995 in Wien geboren, studierte Sprachkunst/Literarisches Schreiben und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Leipzig. Sie arbeitete als Produktionsleitung eines Theaterfestivals und unterrichtet Deutsch und Spanisch an einem Wiener Gymnasium. Sie hat Kurzprosa und Lyrik in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. »Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten« ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Anna Maschik

Familiengeschichte mit einem ganz eigenen, wunderbarem Charme

Dieses Buch ist etwas Besonderes und ich habe es ausgesprochen gerne gelesen. Im Grunde ist es eine Familiengeschichte. Als Leser begleitet man die Familie über mehrere Generationen - angefangen während des Krieges in einem norddeutschen Dorf nahe der Küste bis hin zu späteren Generationen im Süden. Man erlebt sie in ihren Verstrickungen, (un)erfüllten Träumen, Gewohnheiten und ganz individuellen Besonderheiten. Während andere Familiengeschichten opulent und ausschmückend erzählt werden, bleibt dieser Roman fragmentarisch. Aber gerade das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht und mich zum Teil mit wenigen Worten sehr berührt. Besonders geliebt habe ich die Passagen, wenn magische Elemente mit eingeflochten und so der Familienaberglaube fein mit eingesponnen wurde. Ein absolut lesenswertes Buch mit einem ganz eigenen, wunderbarem Charme.

Broke my heart 💔😭

Eine Freundin von mir sagte über das Buch, dass es so weich ist, obwohl die Realität darin so hart ist, und das ist so wahr <3

Ich liebe sehr, wie zärtlich hier auf all diese Figuren geblickt wird und das aber gleichzeitig ohne ihre Taten zu verharmlosen. Und wie alle Generation für Generation wieder zu ihren Eltern werden und niemand den Kreis durchbricht, hat mein Herz gebrochen.

Eine Familiengeschichte, die nachhallt

Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik ist ein Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Schon der ungewöhnliche Titel und das eindrückliche Cover wecken Erwartungen an eine Erzählung, die sich nicht scheut, ungewöhnliche Wege zu gehen. Maschik erzählt die Geschichte mehrerer Generationen einer norddeutschen Bauernfamilie, deren Leben durch harte Arbeit, Entbehrungen und eine enge Bindung an die Natur geprägt ist. Die Frauen dieser Familie stehen im Mittelpunkt, und ihre Stimmen tragen die Erinnerung über Jahrzehnte hinweg weiter. 

Der Roman beginnt mit einer Schafschlachtung – ein intensiver, beinahe ritueller Moment, der sowohl den Bezug zum Titel herstellt als auch die Atmosphäre des Buches prägt: herb, bodenständig, gleichzeitig poetisch und voller Bedeutungsebenen. Maschiks Sprache ist ungewöhnlich melodisch; sie arbeitet mit Metaphern, Wiederholungen, Listen und poetischen Bildern, die der bäuerlichen Welt Norddeutschlands einen fast magischen Klang verleihen. 

Die Handlung führt vom entbehrungsreichen Alltag Henrikes um 1900 über die Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart, in der die Urenkelin Alma versucht, die bruchstückhaften Überlieferungen ihrer Familie zu ordnen. Aus Erinnerungsfetzen, Erzählstücken und Andeutungen setzt sie das Puzzle ihrer Herkunft zusammen. Diese fragmentarische Erzählweise wirkt nie verwirrend; vielmehr spiegelt sie die Art und Weise, wie Familiengeschichten tatsächlich weitergegeben werden – lückenhaft, subjektiv, aber voller Bedeutung. Die Magie, die zwischen den Zeilen mitschwingt, entspringt nicht einer fantastischen Welt, sondern dem Funkeln der Erinnerung selbst. 

Der Roman beeindruckt durch die gelungene Mischung aus erzählerischer Präzision und kreativen, fast träumerischen Elementen. Maschik fängt die Härte des bäuerlichen Lebens ebenso ein wie die Kraft der Frauen, die dieses Leben prägt. Die poetische Sprache verleiht selbst den düsteren Momenten eine gewisse Schönheit. Für mich ist es ein Werk, das lange nachhallt – atmosphärisch dicht, literarisch anspruchsvoll und erzählerisch aussergewöhnlich. 

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