Anna Mitgutsch Die Annäherung

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Inhaltsangabe zu „Die Annäherung“ von Anna Mitgutsch

Die berührende Geschichte einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung.
Als er wegen eines Schwächeanfalls in ein Krankenhaus eingeliefert wird, spürt Theo, dass er am Ende seines Lebens angekommen ist: Er ist alt und fortan pflegebedürftig, was ihn eine Ohnmacht und Hilflosigkeit spüren lässt, die er bisher nicht kannte. Er zieht Bilanz, ist in Gedanken oft bei seiner früh verstorbenen ersten Frau, deren Sterben er erst jetzt richtig begreift, und er erinnert sich an nicht mehr gut zu machende Versäumnisse, während ihm die Gegenwart und die bisher glückliche Ehe mit Berta aus dem Gleichgewicht geraten. Aber auch dieses letzte Lebensjahr bringt noch einmal Glück und einen Neuanfang durch die junge ukrainische Pflegerin Ludmila, die sein Herz erreicht, wie weder Berta noch seine seit Jahrzehnten entfremdete Tochter Frieda es vermögen. Ludmila wird zu Theos letzter Liebe, sie wird ihm zur Tochter, wie Frieda es nie war.
Für Frieda ist Theos liebevoller Umgang mit Ludmila, die Nähe zwischen den beiden, unbegreiflich und schmerzlich. Und doch erfüllt sie seine Bitte und reist in die Ukraine, um Ludmila zu ihm zurückzubringen. Im Gegenzug darf sie zum ersten Mal Einblick in Theos Kriegstagebuch nehmen, von dem sie sich die endgültige Antwort darauf verspricht, ob ihr Vater, entgegen seinen lebenslangen Beteuerungen, sich als Wehrmachtsangehöriger schuldig gemacht hat. Die Reise wird zu einer Spurensuche in die Vergangenheit, zu einem Versuch der nie geglückten Auseinandersetzung zwischen der Kriegsgeneration und den Nachgeborenen. Anna Mitgutschs Figuren balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Nähe und Ferne, Zuneigung und Ressentiment, Schuld und Schuldlosigkeit auf eine Lösung – vielleicht Erlösung – zu, die es niemals geben kann. Bis sie begreifen, dass das Glück ein Schwebezustand ist, der niemals enden muss, und ihr gespanntes Schweben ein Glück.

wunderbares Buch

— ulrikerabe

Ein sehr intensives und tiefes Leseerlebnis

— Hexchen123

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    Die Annäherung

    ulrikerabe

    27. October 2016 um 10:23

    Ein Buch über das Alter(n), verpasste Möglichkeiten, falsche Entscheidungen, unausgesprochenen Empfindungen und dass es nie zu spät ist für ein Aufeinanderzugehen.
    Ganz berührende und behutsame Sprache, wunderbar zu lesen.

  • Bewegend und tiefgründig

    Die Annäherung

    Hexchen123

    07. June 2016 um 15:14

    Theo ist über 90 Jahre alt und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Er spürt tief in sich, dass sein Leben nun bald vorbei sein wird. Er wird zum Pflegefall und erlebt mit voller Macht, wie hilflos er geworden ist. Er zieht Billanz und durchlebt noch einmal sein Leben. Theo nimmt uns mit in seine persönliche Reise in die Vergangenheit, lässt uns teilhaben an seiner Ehe mit Berta, seinem zerrütteten Verhältnis mit seiner Tochter Frieda und seiner Sehnsucht nach ihr. Gegenwärtig wird seine Pflegerin Ludmilla seine letzte große Liebe, zur engsten Vertrauten, mehr als es seine Tochter jemals war. Dennoch will er die Beziehung zu Frieda retten und sich aussprechen, doch so einfach ist es nicht. Jahre des Entfremdung liegen zwischen Vater und Tochter, es gibt keine Punkte zum Anknüpfen, so vieles wurde nicht gesagt und hätte doch gesagt werden sollen.„Die Annäherung“ ist kein Roman für Zwischendurch. Der Schreibstil von Anna Mitgutsch ist tiefgründig und kraftvoll. Durch die fehlenden Anführungszeichen in den Dialogen, musste ich manchen Satz zwei Mal lesen, um ihn zu verstehen. Doch wenn man sich auf den Schreibstil der Autorin einlässt, dann versteht man den tiefen Sinn dieser Geschichte. So manches hat sich wie ein schwerer Vorhang um mein Innerstes gelegt und mir wurde klar: Man muss sprechen solange man noch kann. Irgendwann ist es zu spät und die Distanz wird immer größer. Von Jahr zu Jahr fällt es uns schwerer eine Beziehung zu bereinigen und unausgesprochenes auszusprechen. Dabei ist es doch ein echter Gewinn, wenn die Zukunft noch gemeinsam erlebt werden darf. Und ich denke, dass Schlimmste ist es einmal zu sagen: Warum habe ich nicht?Auch das zweite Thema, welches in dieser Geschichte steckt, ist kein einfaches. Frieda möchte unbedingt herausfinden, was ihr Vater damals im 1. Weltkrieg getan hatte. War er tatsächlich so unschuldig wie er immer erzählt hatte? Frieda fängt zu recherchieren an und hofft, dass ihre Fragen endgültig beantwortet werden.FazitDas Buch hat mir sehr gefallen. Auch wenn ich es nicht so schnell gelesen habe wie so manchen Thriller, hat mir hier gerade die Tiefe und die Kraft so gefallen. Wer gerne mal etwas zum Nachdenken hätte und auch vor einem intensivem Schreibstil nicht zurückschreckt, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Bewegend

    Die Annäherung

    czytelniczka73

    18. April 2016 um 14:07

    "Bevor man richtig begriffen hat,wie alles zusammenpasst,dachte er jetzt,ist es auch schon zu Ende.Und erst am Schluss bekam man so etwas wie einen Überblick,und gerade der machte das Ganze noch unfassbarer." Inhalt: " Als er wegen eines Schwächeanfalls in ein Krankenhaus eingeliefert wird, spürt Theo, dass er am Ende seines Lebens angekommen ist: Er ist alt und fortan pflegebedürftig, was ihn eine Ohnmacht und Hilflosigkeit spüren lässt, die er bisher nicht kannte. Er zieht Bilanz, ist in Gedanken oft bei seiner früh verstorbenen ersten Frau, deren Sterben er erst jetzt richtig begreift, und er erinnert sich an nicht mehr gut zu machende Versäumnisse, während ihm die Gegenwart und die bisher glückliche Ehe mit Berta aus dem Gleichgewicht geraten. Aber auch dieses letzte Lebensjahr bringt noch einmal Glück und einen Neuanfang durch die junge ukrainische Pflegerin Ludmila, die sein Herz erreicht, wie weder Berta noch seine seit Jahrzehnten entfremdete Tochter Frieda es vermögen. Ludmila wird zu Theos letzter Liebe, sie wird ihm zur Tochter, wie Frieda es nie war." Meinung: "Ich wollte,ich könnte einen Teil meines Lebens noch mal wiederholen,sagte er,und dieses Mal besser.Die Fehler vermeiden.Mit mehr Vernunft,weniger verblendet." Der 96-jähriger Theo war sein ganzes Leben ein ruhiger,fügsamer Mann,der sich dem Schicksal beugte und seinen Platz in der Welt akzeptierte.Als sein Leben sich langsam dem Ende neigt und Theo eine Bilanz zieht,merkt er,dass er gerne viele seiner Entscheidungen ändern würde,vorallem im Bezug auf die Beziehung zu seiner Tochter Frieda.Noch hat Theo Zeit etwas zu verändern,aber nach 60 Jahren Schweigens ist reden nicht leicht... So interessant der Klappentext auch ist,spiegelt es nicht mal annährend die Tiefe und Vielseitigkeit,die in diesem Roman steckt.Die Autorin hat sich paar wichtige und schwiriege Themen ausgesucht und sie meisterlich in eine flüssige Geschichte verbunden.Bewegend,berührend,nachdenklich machend.Das Thema Altwerden behandelt die Autorin sehr behutsam und wirklich mit Fingerspitzengefühl und das hat mich am meisten in dem Buch beeindruckt und bewegt.Es war sehr traurig zum lesen wie Theos Körper lamgsam versagt und er selbst merkt,dass es für die anderen nur eine Belastung ist und niemand ihm ernst nimmt,nur weil er alt und krank ist. Auch die Beziehung von Theo und Frieda hat mich berührt,man merkt es,dass den Beiden nicht am Gefühl fehlt,es ist das Unausgesprochene,das zwischen ihnen steht.Traurig,aber auch sehr authentisch,dass man nicht alles rückgängig machen kann,es gibt keine Hollywoodmässige Versöhnung,auch wenn sich beide sehr viel Mühe geben einander näher zu kommen. Anfangs fand ich die Geschichte sehr flüssig zum lesen und die ersten Seiten hab ich einfach verschlungen.Die Geschichte macht aber viele unerwartete Wendungen und mit jedem Detail verändert sich auch das Gesamtbild,immer wieder kommt auch was Neues dazu,bei so einer komplexen und vielschichtigen Erzählung braucht man einfach auch mehr Zeit zum lesen.Aber es lohnt sich auf jeden Fall,für mich gehört das Buch zu den besten,die ich in letzter Zeit gelesen habe.

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  • Die Annäherung

    Die Annäherung

    jaylinn

    15. April 2016 um 07:44

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Anna Mitgusch hat einen neuen Roman, der am 08.03.2016 als gebundenes Buch bei Luchterhand erschienen ist, geschrieben: Die Annäherung. Inhalt: Ich habe an dieser Stelle davon abgesehen, die vollständige inhaltliche Beschreibung einzufügen. Diese verrät leider zu viele Details der Handlung. “Als er wegen eines Schwächeanfalls in ein Krankenhaus eingeliefert wird, spürt Theo, dass er am Ende seines Lebens angekommen ist: Er ist alt und fortan pflegebedürftig, was ihn eine Ohnmacht und Hilflosigkeit spüren lässt, die er bisher nicht kannte. Er zieht Bilanz, ist in Gedanken oft bei seiner früh verstorbenen ersten Frau, deren Sterben er erst jetzt richtig begreift, und er erinnert sich an nicht mehr gut zu machende Versäumnisse, während ihm die Gegenwart und die bisher glückliche Ehe mit Berta aus dem Gleichgewicht geraten. Aber auch dieses letzte Lebensjahr bringt noch einmal Glück und einen Neuanfang durch die junge ukrainische Pflegerin Ludmila, die sein Herz erreicht, wie weder Berta noch seine seit Jahrzehnten entfremdete Tochter Frieda es vermögen. Ludmila wird zu Theos letzter Liebe, sie wird ihm zur Tochter, wie Frieda es nie war. […]” (Quelle: Verlagsgruppe Random House) Meine Meinung: Die Annäherung: Ein Vater-Tochter-Roman, eine Eltern-Kind-Geschichte, ein generationenübergreifender Roman, ein Roman voller Missverständnisse, Selbstzweifel, ein Schrei nach Liebe – so könnte man dieses Buch in Kurzform beschreiben. In einem Zyklus von Winter bis Winter Mitgutsch lässt in einem Zyklus von Winter bis Winter im Wechsel den auktorialen Erzähler die Handlung sehr nüchtern beobachten und aus der Perspektive der Tochter als Ich-Erzählerin die Beziehung zum Vater in nahezu selbstquälerischer Weise beschreiben: “Im Spital, an einem öffentlich zugänglichen Ort, konnte niemand mir verbieten, ihn zu besuchen. Ich bin seine Tochter, wer konnte mich aufhalten? Ob er mich sehen wollte, diese Frage kam mir nicht in den Sinn. Wie kann man einen Menschen so hartnäckig lieben, frage ich mich, wenn sein Verrat so sehr schmerzt.” (Die Annäherung, S. 46) Dieses Zitat verdeutlicht das angespannte Verhältnis von Tochter und Vater. Das Pflichtbewusstsein und der Wunsch nach Anerkennung lassen die Tochter Frieda immer wieder Kontakt zu ihrem Vater Theo aufnehmen. Es ist manchmal kaum zu ertragen, wenn die beiden aneinander vorbeireden. Man möchte sie als Leser schütteln und ihnen zurufen: „Merkt ihr überhaupt, was ihr einander antut?” Die Aufarbeitung der Rolle des Vaters als Soldat im Zweiten Weltkrieg spielt in diesem Roman ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle, ebenso wie das Vergessen und die zunehmende Demenz des Vaters – ob er diese vorspielt, um Konflikten zu entgehen? Der Wechsel der Erzählperspektiven lässt den Leser identische Ereignisse in unterschiedlicher Wahrnehmung erleben. Das macht das Buch interessant und mich als Leser nachdenklich. Frieda ist eine Person, der Gerechtigkeit immens wichtig ist – um jeden Preis! Theo schwankt zwischen dem, was er für erzählenswert hält und dem, was man lieber aussitzt und für sich behält. Seine Haltung ist schwer einzuschätzen. Als Leser ist man ohnehin ständig hin und hergerissen zwischen den einzelnen Charakteren, die Handlungen und Ansichten jedes Protagonisten werden sukzessive aufgedeckt, man kann jeden für sich verstehen, fühlt sich aber dennoch aufgefordert, Stellung zu beziehen. Dadurch erzeugt Mitgutsch eine Betroffenheit, der man sich nur schwer entziehen kann. Mein Fazit: Die Geschichte ist gut und authentisch erzählt. Allerdings nimmt auf den letzten 150 Seiten des Buches die Thematik des Zweiten Weltkrieges unangemessen viel Raum ein und macht für mich die ansonsten stimmige Handlung ein Stück weit kaputt. Mitgutsch macht hier einen anderen Schwerpunkt auf, der für sich genommen einen eigenen Roman verdient hätte.

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  • Authentisch von beginn bis zum Schluss!

    Die Annäherung

    Igela

    Als der 96 jährige Theo nach einem Schwächeanfall, der sich als gravierender als gedacht entpuppt, ins Krankenhaus eingeliefert wird, spürt er, dass sein Lebensende nah ist. Er denkt über sein Leben nach, über die schwierige Beziehung zu seiner Tochter Frieda und die Liebe zu seiner zweiten Frau Berta, die 17 Jahre jünger als Theo ist. Das Undenkbare wird wahr und Theo freut sich sehr: Er darf noch einmal nach Hause zurückkehren,unterstützt von Berta und der engagierten, ukrainischen Pflegerin Ludmilla. Mit Ludmilla spricht er offen über seine erste, verstorbene Frau Wilma,den Grund für das Zerwürfnis mit Frieda und die Beziehung zu Berta. Immer mehr wird Ludmilla dadurch zu seiner Verbündeten.... Erst hat mich das Thema dieser Geschichte etwas abgeschreckt. Wer setzt sich schon gern mit Tod, älter werden und alt sein auseinander? Noch dazu aus der Sicht eines 96 jährigen Mannes? Doch Anna Mitgutsch ist auf fesselnde Weise gelungen, was ich nicht für möglich gehalten hätte. Nach wenigen Seiten hat sie geschafft, dass ich das Gefühl hatte, die Figuren so gut zu kennen,dass Theo ein naher Verwandter sein könnte. Durch diese Verbundenheit mit den Figuren wird zwar das Thema nicht weniger bedrohlich, doch fühlt man viel mehr mit und wird nachdenklich ... Abwechselnd wird aus der Perspektive von Theo und seiner Tochter Frieda erzählt. Das Zerwürfnis, die Hoffnung kurz vor dem Tod sich zu versöhnen,aus zwei Perspektiven!Interessant und sehr intensiv! Man kann durch die berührende Schreibweise der Autorin die körperlichen Grenzen , die Schwäche , die Angst vor dem Tod,aber auch die beschriebene Depression von Berta sehr gut nachvollziehen. Authentisch von Beginn bis zum Schluss!

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    Janna_KeJasBlog

    02. April 2016 um 20:33
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