Anna Mocikat MUC

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Inhaltsangabe zu „MUC“ von Anna Mocikat

Schon als kleines Mädchen träumte Pia von der sagenumwobenen Stadt MUC, die irgendwo nördlich ihres abgeschiedenen Alpendorfes liegen soll. Jetzt, als Erwachsene, erträgt sie die Enge und Borniertheit ihrer Heimat nicht mehr und macht sich auf den Weg in die legendäre Stadt. Doch die dschungelartige Wildnis, in die sich das Alpenvorland nach der großen Katastrophe vor 100 Jahren verwandelt hat, ist gefährlich. Und auch MUC selbst entpuppt sich nicht als das Paradies, das Pia sich vorgestellt hat.

Endzeitroman mit atemberaubender Tiefe

— Chrissey22

Eine tolle Dystopie mit einigen kleinen Schwächen

— Miii

Eine gute Geschichte die auch was für Leser ist die nicht unbedingt gerne Sci-Fi Romane lesen

— Kerstin_Lohde

Bis zur Mitte eine gute Dystopie.

— LoveTheUnicorns

Unbedingt lesen! Mitreißendes Nach-der-Katastrophe-Abenteuer in deutscher Kulisse. Lohnt sich nicht nur für Fans von Dystopien

— slueck

Spannende Dystopie auf deutschem Boden. Düster, aber auch amüsante Elemente - lesenswert !

— Sandra1978

Gute Idee, aber schlechte Umsetzung. Der Schreibstil ist eintönig, schlicht und langweilig, die Charaktere flach und stereotypisch.

— Zydie

Gute Idee...leider sehr schlechter Schreibstil

— Abby90

Spannend erzählte Geschichte vom Untergang der Zivilisation. Faszinierend besonders für in München Lebende.

— hurenkind

Faszinierend, spannend und für Leute, die München kennen, sorgt es immer wieder für Schmunzler!!!

— Violet Baudelaire

Stöbern in Science-Fiction

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    MUC

    Powerschnute

    12. September 2017 um 10:42

    Eigentlich bin ich durch Zufall über dieses Buch gestolpert. Ein dystopischer Roman angesiedelt da, wo ich wohne. Ich bin bei dem Genre ja oft genug sehr skeptisch und auch MUC bedient viele Klischees und Tropes, die andere Bücher bereits zur Genüge durchgekaut haben - weibliche, jugendliche Heldin, die etwas ganz besonderes ist und in einem Liebesdreieck landet. An sich war das Buch schnell gelesen. Was mir nicht gefallen hat:  Zu wenig Spannung. Alles lief immer viel zu glatt für unsere Heldin und ihre Freunde. Wirkliche Spannung suchte man da also leider vergebens. , das Liebesdreieck.....warum? warum muss es das immer und immer wieder geben? Wenn man sowas das erste Mal liest, hat es sicherlich noch seinen Reiz, aber nach einer gewissen Zahl an Büchern kann man es einfach nicht mehr sehen. , Der Bösewicht war nicht wirklich ein Bösewicht. Nicht im eigentlichen Sinne. Das machte es schon sehr uninteressant für mich. , viel zu wenig 'altes Wissen'. DAVON hätte ich wirklich sehr gern mehr gehabt.  Damit kommen wir auch schon zu dem, was mir sehr gut gefallen hat: Das Setting! Meine Güte, wirklich klasse. München, meine liebste Wahlheimat. Man hatte es beim Lesen wirklich vor Augen. Auch Pias Reise nach MUC war hervorragend beschrieben und man konnte ihr in Gedanken auf der Karte folgen, also, wenn man sich hier in der Gegend auskennt. Handwerklich gesehen war das Buch solide geschrieben. Die Sprache war schön, der Text fließend. Es gab wenig, was einen aus dem Lesen rausgerissen hat. Manche finden sowas vielleicht uninteressant, aber nach vielen schlecht geschriebenen Büchern, die ich gelesen habe, ist es immer noch erfrischend, dass es Menschen gibt, die mit Sprache umgehen können. Zusammenfassend ist MUC sicherlich kein weltbewegender Roman, der das Genre umkrempelt, aber er ist spannend und gut genug, dass man sich damit lesend gut unterhalten kann. 

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  • Wer das nicht liest, ist selbst schuld!

    MUC

    Chrissey22

    05. February 2017 um 19:45

    Ich bin von diesem Roman wirklich absolut überrascht worden! Im Zuge eines Lovelybooks-Gewinnspiels habe ich Band 2 gewonnen und wollte/musste natürlich bin Band 1 starten. Das Ergebnis ist schlichtweg einfach ein Traum für jeden Leser der Dystopien liebt: Dieses Buch macht süchtig! Zum Inhalt: Pia ist ein kleines, schüchternes Mädchen, dass in einer Welt aufwächst, die mit unserer so rein garnichts mehr gemein hat. Im Jahre 2120 haben nur wenige Menschen ein "großes" Sterben überlebt,- die meisten von ihnen sind rothaarig. Außer Pia und wenige andere. Als Pia an einen alten Schmierfink aus ihrem Bergdorf verheiratet werden soll tritt sie die Flucht an - eine Flucht nach MUC. Auf dem Weg dorthin lauern nicht nur einige Gefahren, sondern auch immer wieder Begegnungen mit der Vergangenheit der Welt, wie sie Pia nie kennenlernen durfte. Aber die Reise nach MUC tritt sie nicht nur aus diesem Grund an , denn ihr großer Bruder Paul flüchtete bereits Jahre zuvor nach MUC und genau ihn gilt es in dieser kaputten, "abgefuckten" Welt wiederzufinden... Bewertung: Auf den etwas weniger als 400 Seiten wird der Leser mit einigen sehr liebenswerten, starken und ausdrucksvollen Charakteren konfrontiert und jeden von ihnen konnte ich mir bildlich vorstellen. Besonders gefallen hat mir Aela,-sie erinnerte mich nicht nur an eine sehr toughe Freundin von mir, sondern ist einfach eine so komplexe Figur, dass man sie zwangsläufig in's Herz schließen muss. Aela ist die treibende Kraft der Geschichte, quasi Pia's "große Schwester" und Mentorin, die schnell zu ihrer Bezugsperson wird und die immer einen guten Spruch auf den Lippen trägt und nie zu verlegen ist, ihn auch auszusprechen! Aber auch alle übrigen Charaktere (bis auf Falk, bei dem ich aber noch mit eine Auflösung in Teil 2 rechne) überzeugen mit einer besonderen Tiefe. Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass dieses Buch fast ausschließlich um Pia und ihre Wahrnehmung der Umgebung handelt, darum wie sie sich in dieser runtergekommenen und gefährlichen Welt behauptet, wie sie an den Herausforderungen wächst und wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Sie vollführt einen Wandel, den man als Leser nur bewundern kann, meistert den Spagat zwischen dem was ihr Herz möchte und dem was am Ende richtig ist: richtig für sie und für ihre Freunde, die spätestens im letzten Drittel der Geschichte zu ihrer Familie werden. Weiterer Pluspunkt ist die "leichte" Liebesgeschichte die wirklich genau richtig portioniert wurde, sodass der Fokus der Geschichte nicht in einer "gezwungenen" Liebelei verloren geht, der Leser aber trotzdem Hoffnung hat, dass Pia trotz der wüsten Zustände in denen sie leben muss der Liebe begegnen kann. Warum sollte man dieses Buch unbedingt lesen? Dystopien gibt es ja nun wirklich mehr als genug. Das stimmt, aber (jetzt kommt das große ABER!), diese Dystopie spielt in Deutschland. MUC (Flughafenabkürzung für München) spielt in und im Umkreis von München und die Autorin fügt gekonnt Verbindungen von unseren "Errungenschaften des 20/21. Jahrhunderts" in den Geschichtsverlauf ein. Ob es nun die Andeutung einer "Aral"-Tankstelle oder eines "Ikea"-Parkplatzes ist, Frau Mocikat bastelt sich in Zeiten von Panem und dem Maze-Labyrinth einfach ihren eigenen Schauplatz, den vorallem Münchener mit einem Schmunzeln verfolgen können (mir sind die geographischen Anspielungen von bestimmten Gebäuden oder Statuen leider nicht geläufig gewesen). Fazit: Lesen! Lesen! Lesen! Ich werde mir jetzt sofort Band 2 zur Hand nehmen und hoffe, dass er an dieses Leseerlebnis nahtlos anknüpfen kann.

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  • Wenn die Welt untergeht

    MUC

    Miii

    15. December 2016 um 14:52

    München 2120: Vor Hundert Jahren gab es das große Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer gefallen ist. Einzig die Rothaarigen haben überlebt, doch auch hier gibt es eine Ausnahme: Pia, die Pechschwarze Haare hat und als Außenseiter behandelt wird. Auf der Suche nach ihrem Bruder begibt sie sich in das lang ersehnte MUC in der Hoffnung, dort Antworten finden zu könnenDystopien fand ich schon immer faszinierend. Dieser hier hat insofern meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil sich das Sterben ja tatsächlich nach der Haarfarbe gerichtet hat. Als ich dieses Buch gesehen habe, war mein erstes Gedanke "Warum sterben denn alle außer den rothaarigen?"Ein spannendes, einfühlsames und auch durchaus realistisch dargestelltes Buch, wie ich feststellen konnte. Obwohl ich sonst grundsätzlich Sci-Fi immer etwas skeptisch gegenüber bin, hat mich dieses Buch hier in seinen Bann geschlagen.Zwischendurch hat es sich jedoch mal ein wenig gezogen und ich muss sagen, die erste Hälfte war deutlich besser/spannender als die zweite.Nichtsdestotrotz ein tolles Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde

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  • Ein unterhaltsamer Sci-Fi Abenteuer Roman den auch nicht Sci-Fi Fans lesen können

    MUC

    Kerstin_Lohde

    30. July 2016 um 05:32

    Die Leseprobe zu diesem Band klang sehr interessant und da ich von Droemer Knaur Verlag eine Mail erhalten hatte ob ich Intresse an der Reihe hätte habe ich mir mal die Leseprobe durch gelesen und geschrieben das es intressant klingt aber ich bräuchte ja eigentlich 2 Bände damit ich eben erstmal mit Band 1 anfangen kann zu lesen. Als Antwort bekam ich das beide Bände zu mir unterwegs sind. Und so habe ich mit dem Band 1 zu lesen begonnen und konnte es kaum aus der Hand legen da es viel Spannung und Action enthält. Meine Meinung: Das Buch ist ein unterhaltsamer, spannungsgeladener Action Roman der in dem Genre Sci-Fi zu finden ist. Ich finde wer gerne spannende Actionromane liest sollte sich diese Reihe wenigstens mal ansehen und evtl auch mal anlesen.

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  • Halbe Halbe

    MUC

    LoveTheUnicorns

    13. June 2016 um 16:51

    Die Thematik dieser Geschichte hat mich wirklich sehr interessiert und die erste Hälfte des Buches hat dieses Interesse auch aufrecht erhalten.  Zwar musste ich mich mit dem Schreibstil erst einmal anfreunden aber als ich herausfand, dass die Autorin normalerweise Drehbücher schreibt, habe ich die abgehackte Schreibweise akzeptiert. Wie gesagt: in der ersten Hälfte der Geschichte habe ich mitgefiebert, bin eingetaucht in Muc und die dort herrschenden Umstände. Die Thematik ist meiner Meinung nach gut ausgearbeitet und mit Fakten, die ich nachvollziehen konnte belegt. Aber dann kam die zweite Hälfte. Und ich wurde von Seite zu Seite mehr enttäuscht. Die Geschichte verlor die zu Beginn gewonnene Fahrt. Ich konnte die Entscheidungen und plötzlichen emotionalen Handlungen der Protagonistin teilweise einfach nicht mehr nachvollziehen. Sie erinnerten viel mehr an einen verwirrten Teenager, als an eine zwanzigjährige junge Frau. Das Ende konnte an dieser Missgunst leider auch nichts mehr reißen. Allerdings muss ich sagen, dass ich den zweiten Band dieser Reihe vermutlich trotzdem lesen werde, eben weil ich die erste Hälfte des Buches wirklich gut fand.

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  • Lesegenuss nicht nur für Genre-Fans

    MUC

    slueck

    14. February 2016 um 20:55

    „MUC“ ist mehr als nur ein Buch – es ist eine ganz neue Erlebnis- und Gedankenwelt. Diese Welt nach dem Untergang, in der sich Heldin Pia ein würdiges Leben erkämpfen muss, liegt nicht etwa in den USA, nicht in fernen Wüstengefilden und auf keinem Fantasie-Kontinent. Nein, hier bei uns in Deutschland hat Anna Mocikat ihre Reihe angesiedelt und damit etwas wirklich Neues geschaffen: einen detailreich ausstaffierten düsteren Heimatroman voller Action, Spannung und Abenteuer mit einer kraftvollen und klugen sozialen Botschaft. Wie gehen wir miteinander um, wenn alles weg ist, was wir für selbstverständlich hielten? Wie sieht es mit den vielgepriesenen deutschen Standards nach der Stunde Null aus? Den Errungenschaften einer aufgeklärten Gesellschaft Mitteleuropas? „MUC“s Prämisse: Im Deutschland einer nicht allzu fernen Zukunft sind nach dem Ausbruch einer geheimnisvollen Seuche nur noch sehr wenige am Leben. Eine Minderheit mit einer genetischen Besonderheit. Zurückgeworfen auf eine Existenz ohne Technologie, ohne Strom, ohne Kraftstoffe, Industrie oder Infrastruktur. In der sich die Natur fast alles mit entfesselter Strenge zurückerobert. Im ehemaligen München erfüllen sich die Hoffnungen der jungen Außenseiterin Pia, die ihrem primitiv frugalen Heimatbergdorf entkommen konnte, nicht ganz so wie erhofft. MUC ist keineswegs die fortschrittliche Großstadt ihrer Träume. Doch Pia trifft Mitstreiter. Verbündete, die ihr helfen, in der gnadenlosen Ordnung ihren einzigartigen Platz zu finden. Und so kommt mit den neuen Herausforderungen auch neue Hoffnung. Ein tolles Buch für alle, die den Zauber eines guten „Was wäre wenn …“ zu schätzen wissen.

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  • fesselnde Geschichte über Deutschland 100 Jahre nach einer Viruskatastrophe

    MUC

    Sandra1978

    09. February 2016 um 15:50

    Eine Dystopie, die in Deutschland spielt – das hat ja fast schon Seltenheitswert. Die Welt Etwa 100 Jahre nach dem „großen Sterben“, das durch einen tödlichen Virus ausgelöst wurde, haben aufgrund einer Genmutation nur rothaarige Menschen überlebt. Der Inhalt Pia, eine begabte Kletterin,  ist anders.  Sie lebt in einem kleinen Bergdorf, wo sie als Außenseiterin aufgewachsen ist – denn Pia hat schwarze Haare, als Einzige von allen bekannten Menschen. Ihr einziger Freund, ihr Bruder Paul, ist schon vor Jahren vor der altmodischen, konservativen Dorfgemeinschaft abgehauen – auf der Suche nach MUC, der geheimnisvollen Stadt, wo es noch viele Überbleibsel aus der „alten Welt“ und viele andere Menschen geben soll. Paul wollte Pia nachholen, kam aber nie zurück. Mit 20 entscheidet sich Pia, sich auf die Suche nach Paul zu machen, und begibt sich allein auf die abenteuerliche Reise. Auf ihrem Weg trifft sie andere Menschen auf dem Weg nach MUC, denen Sie sich anschließt und bei denen sie in MUC vorerst leben kann, während Sie nach ihrem Bruder sucht. Doch das Leben in MUC entspricht ganz und gar nicht dem gelobten Land – heruntergekommene, verwahrloste Menschen, Verbrechen und Verwahrlosung sind an der Tagesordnung, und offensichtlich hat ein seltsamer Gottesanhänger die Macht in MUC übernommen. Pia verdient ihr Auskommen als Diebin bei den wohlhabenderen Einwohnern und sucht täglich weiter nach Ihrem Bruder. Und findet Menschen, die ein ganz anderes Weltbild als sie haben – und auf einmal ist die Trennung zwischen Gut und Böse gar nicht mehr so einfach… Zum Buch Wie schon gesagt, ist es toll, mal eine Dystopie zu lesen, die auf bekanntem Terrain spielt. Ein sehr amüsantes Element, trotz des düsteren Hintergrunds, ist die Beschreibung von „Artefakten“ aus der alten Welt, die Pia immer wieder findet – und man als Leser anhand der Beschreibung erkennt, was Pia da gefunden hat, sie selbst aber keine Ahnung hat, worum es sich handeln könnte – sei es eine Schachtel Zigaretten, ein IPhone oder eine BMW-Reklame. Aber es passt zur Handlung und wirkt keineswegs deplaziert oder albern. Der ganze Roman ist absolut fesselnd geschrieben und mit Pia und ihren Protagonisten haben wir auch mal wieder handelnde Personen, die etwas älter sind als die dystopietypischen Jugendlichen – die meisten Hauptakteure sind hier zwischen 20 und 30 Jahre alt. Ich habe schon den zweiten Teil begonnen und bin absolut gespannt wie es weitergeht – auf jeden Fall lesen !    

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  • München 2120

    MUC

    NiWa

    München im Jahr 2120. Die Menschheit wie wir sie kennen ist ausgelöscht. Übrig geblieben sind Rothaarige, weil sie gegen den Virus immun waren, und kaum ein Schatten unserer technischen Errungenschaften, die Pia mit großen Augen entdeckt. 100 Jahre nach dem großen Sterben hat sich Pia auf der Suche nach ihrem Bruder auf nach MUC gemacht und hofft in der einstigen Großstadt nicht nur ihn sondern auch Antworten auf ihre Fragen zu finden. Wie haben die Menschen vor dem Virus gelebt? Warum hat sich ihr Bruder nie bei ihr gemeldet? Und warum hat sie als einziger Mensch schwarze Haare? Pia unterscheidet sich nicht nur durch ihr schwarzes Haar von vielen anderen, sondern auch durch ihre Wissbegier. Sie will wissen, was einst geschehen ist, warum der Großteil der Menschen gestorben ist und wie diese einst gelebt haben. So nimmt sie ihre gefährliche Reise nach MUC auf - von dem sie später erfährt, das es eigentlich München heißt - und starrt staunend auf die Überbleibsel einer alten Welt.  Schon hier hat mich die Autorin für sich gewonnen. Pia geht so offen auf neue - eigentlich alte Dinge - zu, interessiert sich dafür und denkt in ihrer Art über deren Verwendung und die Vergangenheit nach, dass man sich sofort in sie einfühlen kann. Waffen, Autos, Toaster oder das Smartphone, es handelt sich um Gegenstände die Pia nur vom Hörensagen kennt und sich mit einer großen Verwunderung Gedanken macht, wozu wir sie wohl einst benötigt haben. Neben der Protagonistin hat mich auch das besondere Setting überzeugt. Wenn Bayern zum Schauplatz einer Dystopie wird, war es für mich als geneigter Leser ein Muss, mit Pia gemeinsam diese Welt zu erkunden und es war einfach mal etwas anderes, sich vom alpenländischen Raum auf nach München zu kämpfen. Natürlich wäre es keine Dystopie, gäbe es kein Regime, das sich über andere stellt und Gegenspieler, die sich in Guerilla-Manier auflehnen. Auch in diesem Punkt hat die Autorin vorzügliche Arbeit geleistet, Einblicke in die Funktionsweise dieser Welt gestattet und trotzdem ausreichend Raum gelassen, um die Neugier auf den nächsten Band anzustacheln. Einzig, während der ersten Kapitel ist mir der Schreibstil etwas holprig vorgekommen, und am Anfang habe ich mir etwas schwer getan, die Welt aus Pias Augen zu betrachten. Trotzdem konnte mich Anna Mocikat auf eine eindrucksvolle Reise ins München der Zukunft entführen und hat mir eine Welt gezeigt, die hoffentlich nicht nach der unsrigen kommen wird. Die MUC-Reihe: Prequel: Robins Reise 1) MUC 2) MUC. Die verborgene Stadt

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    • 16

    Cridilla

    02. February 2016 um 04:39
  • Gute Idee, aber schlechte Umsetzung

    MUC

    Zydie

    31. January 2016 um 13:48

    Die Idee ist gut, aber die Umsetzung schlecht. Der Schreibstil ist eintönig, schlicht und langweilig, die Charaktere flach und stereotypisch. Ich war recht schnell von ihrem Schreibstil und ewigen Widerholungen genervt, habe mich aber trotzdem bis zum Schluss durchgekämpft. Baut sich am Anfang noch etwas wie eine Spannung auf lässt sie recht bald nach, sobald die Protagonistin MUC erreicht. Als Jugendbuch ist es sicherlich besser geeignet, aber für mich war es eine herbe Enttäuschung. Meines erachtens ist die Autorin noch nicht über den Drehbuch-Stil hinweg, denn es liest sich eigentlich genau wie ein solches. In einem Film werden die Charakter durch die Schauspieler dargestellt und das Umfeld hat man auch vor Augen, da braucht es keine tieferen Beschreibungen und genau die fehlen ihr. Es fehlt ihr noch an Talent dem Leser das Gefühl zu geben in der Geschichte zu sein, oder sich ein gutes Bild von den Örtlichkeiten machen zu können. Wer noch nie in München war wird Schwierigkeiten haben sich das alles bildlich vorstellen zu können. Wer nach einen guten Dystopie sucht, ist hier beim falschen Buch.

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  • eine gelungene Einführung. Ich freue mich schon sehr auf Band 2

    MUC

    Pearsson

    20. January 2016 um 19:06

    die Autorin: Anna Mocikat, geb. 1977, machte zunächst eine journalistische Ausbildung, ehe sie an der renommierten Drehbuchwerkstatt München (Filmhochschule München) ein Stipendium erhielt und Drehbuchschreiben studierte. Anschließend war sie mehr als zehn Jahre lang im Filmbusiness als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig, wobei sie mit zahlreichen namhaften TV-Sendern und Produktionsfirmen zusammen arbeitete. Später schrieb sie als Gamewriterin für diverse deutsche Videospielhersteller. Anna Mocikat lebt in der Nähe von München, "MUC" ist ihr Debütroman. Klappentext: München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia. Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will. Zitate: "Nie wieder, schwor sie sich, würde sie andere Menschen über ihr Leben bestimmen lassen." Seite 13 "Sie atmete tief ein und stellte sich wieder einmal vor, wie es in MUC so war. In ihrer Phantasie war es ein strahlender Ort der Freiheit, voller Wunder und Wissen, aus der alten Zeit. Ein Ort, an dem Menschen wie sie keine Aussätzigen waren ." Seite 16 "Je länger ihre Reise dauerte, desto mehr wurde ihr bewusst, dass der Mensch eigentlich nur noch ein Fremdkörper auf der Welt war." Seite 100 Charakter: Pia die wegen ihrer dunklen Haare im Dorf als Missgeburt und unrein gilt, ist einsam und ausgegrenzt. Deshalb beschließt sie das Dorf zu verlassen und nach MUC zu gehen um ihren Bruder zu suchen, der bereits vor 5 Jahren dorthin aufgebrochen ist. Ihre Andersartigkeit hat sie stark und stur werden lassen, was für eine derart waghalsige Reise wohl Grundvoraussetzungen sind ;) Meinung: Die Geschichte um Pia und ihrer Suche nach ihrem Bruder bzw. MUC beginnt direkt nach ihrer Flucht aus dem Dorf. Von hier aus dürfen wir ihrer abenteuerlichen Reise folgen, die unzählige Gefahren birgt. Aber nicht nur die wilden Tiere sollen ihre Reise erschweren, auch die Überlebenden sind nicht immer freundlich gestimmt. Wenn sie es nicht schafft, gut auf sich aufzupassen, könnte diese Reise ein schnelleres Ende nehmen, als ihr lieb sein dürfte. Aber selbst wenn sie es schaffen sollte... Ist ihr Bruder überhaupt noch am Leben? Und wie sollte sie ihn in einer so großen Gegend wie MUC überhaupt finden? Vorausgesetzt natürlich, dass MUC -nach dem großen Sterben vor 100 Jahren- überhaupt noch existiert und es sich dabei wirklich um das gelobte Land handelt, in dem laut Pias Vorstellung Milch und Honig fließen... Ich hatte viel Spaß an Pias abenteuerlichen Reise und dank der Phantasie der Autorin kommt auch wirklich nie Langeweile auf. Die von ihr kreierte Welt ist dermaßen detailliert beschrieben, dass man sowohl deren Verfall, als auch die Natur, die sich alles zurückerobert, geradezu vor sich sehen kann. Und auch, wenn einem Pias Dickköpfigkeit und somit Unüberlegtheit manchmal extrem auffällt, so bleibt sie doch durchgehend sympathisch und authentisch :) Also wer Lust hat, auf eine spannende Reise voller Gefahren, Verfall, Tod, aber auch Wunder, Freundschaft und das ein oder andere Gefühl, der wird mit MUC bestimmt Spaß haben. Ich persönlich freue mich schon sehr auf MUC #2 - Die verborgene Stadt, denn ich muss dringend wissen, wie es weitergeht :D 

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Als würde ich ein Mathebuch vor mich haben...so viel Emotionen wurden in mir hervorgerufen

    MUC

    Abby90

    28. December 2015 um 10:46

    Meine Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich wirklich sehr gefreut, weswegen ich überaus dankbar war, dass der Verlag Droemer Knaur es mir zur Rezension versandt hat. Allerdings war dies, dass Einzige, welches dem Buch hier zu Gute kommt. Hereingefunden hab ich nämlich so gar nicht. Emotional in das Buch gezogen werden, konnte ich so gar nicht, bis ich irgendwann sogar eine Art ‚Kriegsbeil‘ ausgegraben habe und eher alles tat, um das Buch gar nicht erst lesen zu müssen bzw. ich mich gequält habe, überhaupt eine Seite zu schaffen. Spannungstechnisch war es nämlich so gar nix. Alles, was schnell an Spannung aufgebaut worden ist, wurde ganze zwei Sätze später wieder in den Sand gesetzt, damit die Protagonistin ja ein einfaches Vorankommen hat. Von der erfährt man allerdings wirklich sehr wenig und das, was man erfährt, wird gefühlt tausend Mal unbegründet wiederholt. So habe ich die Protagonistin selbst als weinerliches und ängstliches kleines Mädchen kennengelernt, das zum ersten Mal in die große und weite aber kaputte Welt hinausgehen will, ohne überhaupt einen Plan zu haben. Da sie auf mich überaus naiv wirkt (was sie eher besser in ein völlig anderes Genre passen lässt), mochte ich sie so gar nicht. Dabei half auch der Schreibstil jetzt nicht wirklich, denn es hat sich angefühlt, als müsste man sich mit dem eigenen Mathebuch beschäftigen. Man konnte sich alles super vorstellen, aber es waren einfach nur emotionslos dahingeschriebene Erklärungen gewesen, die mich absolut nicht erreicht haben. So habe ich eher früher als später für mich (und meine Nerven) beschlossen, dieses Buch abzubrechen. Genau deswegen vergebe ich hier nur 1 Stöberkiste. Eigentlich schade, denn Dystopien sind an sich etwas Tolles, aber dann sollten diese mich auch wirklich mit sich reißen können, direkt von Seite 1 an. Das war hier jedoch nicht der Fall, somit meinerseits keine Lese-Empfehlung.

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  • MUC - Anna Mocikat

    MUC

    nef

    01. December 2015 um 18:24

    Inhalt: München, 2120: Nichts ist mehr so wie es einmal wahr. 100 Jahre zuvor hat ein tödlicher Virus 98% der gesamten Bevölkerung ausgerottet. Innerhalb weniger Tage starben die Menschen ohne dass sie etwas dagegen hätten machen können. Nur 2% überlebten - und die sind alle rothaarig. Zumindest fast alle. Denn Pias Haare sind schwarz. Niemand weiß warum ausgerechnet sie überlebt hat, doch jeder geht ihr aus dem Weg. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben, ihr Bruder hat sich auf den Weg gemacht das sagenumwobene MUC zu finden und Pia bleibt allein zurück bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf in den Alpen. Niemand will mit ihr befreundet sein, ihrer Tante liegt sie nur auf der Tasche und keiner der Männer im Dorf möchte sich mit ihr einlassen - allerdings legt Pia darauf auch überhaupt keinen Wert. Sie hätte wohl weiterhin vor sich hingelebt in diesem kleinen Ort hoch oben in den Bergen, wäre nicht eine Entscheidung gefällt worden, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hätte. Und Pia hat genug davon. In der Nacht macht sie sich auf den Weg. Ihr Großvater hat Pia viel von der alten Zeit erzählt und ihr sogar einige alte Artefakte gezeigt. So macht sie sich mitten in der Nacht mit einem Rucksack der alten Zeit auf den Weg. Sie will ihren Bruder finden und mit ihm ein besseres Leben leben - in MUC. Pia ist eine hervorragende Kletterin und schafft es so auch allein die steilen Felswände hinab zu gelangen. Womit sie nicht gerechnet hat sind jedoch tiefe Schluchten mit allerlei ihr unbekannten Grünpflanzen, Bären und Wölfen. Auch ist das Klima im Flachland ganz anders und macht ihr zu schaffen. Als ein Sturm sie dazu bringt in einem alten Haus unterzuschlüpfen findet sie sich in einer nahezu fremden Welt wieder. In diesem Haus wurde ein liebendes Pärchen vom großen Sterben überrascht und Pia kann nicht anders als sich zu wundern wie es wohl früher war. Im ganzen Haus findet sie alte Artefakte - darunter auch nützliches wie ein Feuerzeug und alte Konservendosen. Ihre Suche bringt sie immer weiter voran bis sie schließlich in einen kleinen Ort auf Menschen trifft. Primitive, gewaltbereite und stark vernachlässigte Menschen die in Pia kaum mehr sehen als Beute. Am Ende ihrer Kräfte, verwundet und ängstlich droht sie diesen zum Opfer zu fallen - da erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite. Aber kann sie diesen Menschen trauen oder wollen sie ihr im Grund auch nur böses? Pia hat kaum eine Wahl. Allein schafft sie es nicht weiter und zu ihrer großen Überraschung wollen diese Menschen auch nach MUC. Das ist ihre Chance - und so ganz nebenbei scheint Robin endlich jemand zu sein der sie so mag wie sie ist. Trotz der schwarzen Haare. Einzig seine geringe Begeisterung über die glorreiche Stadt irritiert sie. Sollte sie sich etwa so täuschen? Meinung: Mit 'MUC' hat Anna Mocikat ihren Debütroman hingelegt. Der düstere Roman zeigt auf, was passieren kann, wenn wir nicht besser auf uns und unsere Umwelt aufpassen. Denn vieles ist selbstgeschuldet. So zeugt die ungewöhnlich hohe Temperatur vom Klimawandel, dem man zu wenig Beachtung geschenkt hat. Pia lernt immer wieder etwas Neues kennen, das jeder aus unserer Zeit als gegeben hinnimmt - Laptops, Autos, Feuerzeuge und auch Bücher. Zwar kenne ich mich in München nicht sonderlich aus, aber viele beschriebene Sachen kennt man eben doch und fühlt sich als würde man selbst durch die Straßen wandeln. Der Schreibstil von Anna Mocikat liest sich flüssig und ich war nach wenigen Worten ganz mit Pia in der Wildnis unterwegs. Anfang des Monats ist der zweite Band 'Die verborgene Stadt' erschienen. Das Ende des ersten Bandes ist ohne Cliffhänger und doch will ich natürlich wissen wie es weiter geht. Pia ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn ich sie in einem gewissen Abschnitte hätte schütteln mögen. Natürlich ist sie ein absoluter Held, aber irgendwie brauchte ich sowas gerade mal. Deshalb stört es mich auch nicht so. Sie macht auf alle Fälle eine starke Entwicklung durch und wird zu einer Frau der ich nicht im Dunkeln begegnen will wenn sie sauer ist. Aber auch viele andere Charaktere habe ich ins Herz geschlossen und hoffe, dass sie die Reihe überstehen werden.

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  • Überleben in der Großstadt

    MUC

    Violet Baudelaire

    29. November 2015 um 15:42

    Wir schreiben das Jahr 2120. Ein Virus hat fast die ganze Menschheit ausgerottet, nur die Rothaarigen haben überlebt. Pflanzen und Tiere haben sich bereit gemacht und auch durch das veränderte Klima ist es für die Menschen schwerer geworden zu überleben. Nur noch in kleinen Siedlungen oder den Großstädten leben noch welche. Pia ist aus ihrem geschützten Dorf in den Alpen geflohen um ihren Bruder wieder zu finden. Er hatte sich auf den Weg ins Paradies gemacht: MUC. Ein Ort des Wissens der alten Zeit und der Freiheit und Gleichheit anderer Menschen. Doch Pia wird mit der harten Realität konfrontiert: MUC ist ein Moloch an Müll, Dreck und unterliegt der Herrschaft eines fanatischen Propheten. Aber hier findet sich im Untergrund auch Freunde und begibt sich nun auf die Suche nach Antworten... und nach ihrem Bruder. Ich fand das Buch sehr spannend, faszinierend und hat gerade, wenn man in München wohnt, an vielen Stellen für Schmunzler gesorgt. Die zerstörte Maximilianstraße, die Wiesn als "Totenfest" und der Gasteig als Gefängnis sind nur einige der vielen Orte, die im Buch auftreten. Gerade weil das Buch einen so krassen Gegensatz zur Realität zeigt, war es sehr fesselnd und interessant. Ein richtig guter Debütroman!

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  • Schockierende Zukunft - aber nicht überzeugend umgesetzt!

    MUC

    Loki_Laufeyson

    14. November 2015 um 18:24

    Hej! Also zuerst muss ich sagen: Ich übernehme auch dieses Mal keine Haftung für eventuelle Spoiler ;) Als ich das Buch in der Bibliothek fand, lieh ich es mir natürlich aus (oh... sonst hätte ich es nicht lesen können), hoffte eine interessante Dystopie vor mir zu haben denn der Klappentext klang ein wenig anders. Dystopien sind fester Bestandteil meines Beuteschemas. Die Sache mit der Haarfarbe und religiösen Propheten, des Weiteren die Tatsache, dass dieses Buch deutsch ist, eine deutsche Dystopie - somit eine echte Rarität- wäre es spannend zu lesen. Und ja, es kann mit den gängigen Dystopien locker mithalten. Aber irgendwie fühlte ich mich an durchweg an "Nox" und "Metro 2033" erinnert. Es ist ein Roman, der mal die Menschheit von einer anderen Seite beleuchtet. Es gab eine grauenvolle Katastrophe, ja. Doch daraus hat sich nicht eine abgeschottete Gesellschaft entwickelt wie z.B bei "Die Bestimmung" oder der Amor Trilogie von Lauren Oliver - nicht in diesem Sinn. Die Menschheit ist gesplittert in kleine Grüppchen, die einen verroht und voller Vorurteile, die wenigsten noch gebildet. Dennoch gibt es Rebellen und diverse Vertreter neuer "Ordnungen" die alle für sich selber kämpfen. Die "alte" Zeit - also unsere - ein Mythos und wir als ihre Vorfahren Göttern gleich. Das Buch ist durchaus interessant, allerdings fiel es mir sehr schwer sich erst hineinzufinden. Aber dazu noch später. Das Cover - Es ist bedrückend und zeigt dichten, dunklen Rauch und/oder Nebel, unten leuchtet er gespenstisch grün - vielleicht als Zeichen von Radioaktivität oder dem Rest anscheinend selten noch vorhandener Elektrizität. In einer Ecke kann man die Umrisse ein oder zwei ruinierter Münchener Wahrzeichen erkennen. Das düstere Cover machte mir klar dass es sich entweder um einen Krimi oder eine Dystopie handeln muss. Und irgendwie wirkt es ja auch anziehend und mysteriös, dass man sich gleich den Klappentext durchlesen möchte. In einer Buchhandlung würde ich vielleicht nicht sofort danach greifen oder es würde mir einfach nicht ins Auge stechen, denn dunkle Farben stechen nicht allzu hervor, früher oder später würde ich aber wohl darauf stoßen und es genauer betrachten. Es passt auch definitiv zum Inhalt des Buches, gibt schon eine Wertung ab obgleich es nichts verrät. "Wir sind da. Das Klinikum: Letztes Refugium menschlichen Wissens." -Elias Und nun zum Inhalt: Pia hat ihr gesamtes bisheriges Leben in einem kleinen Dorf mitten in den Alpen verbracht. Das Dorf liegt in einem Tal und wer es verlässt, kommt nie mehr wieder. So wie Pias Bruder. Darum kommt auch niemand im Traum auf solch dumme Ideen. Doch Pias Bruder hatte einen guten Grund das Dorf zu verlassen. Er erhoffte sich, das sagenumwobene MUC zu finden - ein letztes Bollwerk menschlicher Zivilisation. Dort sollen die Menschen noch so leben wie vor dem Großen Sterben vor 100 Jahren. Es soll Strom, fließend Wasser und allerlei andere Wunderdinge geben. Pia kann den Verlust ihres Bruders nur schwer verkraften, sie glaubt, dass er noch lebt, obwohl sie dafür in ihrer Heimat höchstens belächelt wird. Sie meint, er habe MUC gefunden, naja, träumen darf ja jeder... Pia ist eine Außenseiterin, sie gilt als Hexe oder Teufelstochter - denn sie ist nicht wie die anderen. Ihr Haar ist pechschwarz. Doch das Große Sterben haben nur Rothaarige überlebt. Selbst ihr Bruder war rothaarig. Das Leben im Dorf kann sie nur schwer akzeptieren und nach einem Vorfall, der sie erst recht zur Verstoßenen macht, wird sie zur Flucht gezwungen. Doch wohin? Wenn es MUC denn wirklich geben sollte, dann wird sie es finden, schwört sie sich. Und das tut sie auch - nach einer langen und beschwerlichen Reise, in der sie mehr als nur einmal in tödliche Gefahr gerät, erreicht sie ihr Ziel - MUC, oder München wie es in der alten Zeit hieß. Doch dort ist nichts so, wie sie es sich vorgestellt hat. Und wenn sie überleben will, dann muss sie kämpfen - mehr denn je. Für sich und ihre neuen Freunde - den Widerstand und eine neue Ordnung.   MUC ist eine typische Dystopie, bei der man bemüht ist, Klischees zu umgehen. Zu Beginn konnte ich mich sehr schwer in die Geschichte einfinden und die erste Szene, wo sie an einer Steinwand klettert - dem Tode nahe - fand ich befremdlich. Nun gut, die Geschichte war ab einer gewissen Stelle interessant, auch wenn ich mir das mit dem Hades etc. schon vorstellen konnte. Dennoch schien sie nicht wirklich vorhersehbar, und es kamen schon spannende Stellen vor. Auch wenn das Buch nicht wirklich mitreißen konnte. Ab einer bestimmten Stelle - nämlich seit der zweiten Begegnung mit Elias war mir allerdings sämtliche Sympathie verflogen. Sagen wir mal so: Der Anfang war langweilig - der Mittelteil gut, das Ende dann aber doch zu vorhersehbar. Und ich fand Pia nicht sonderlich sympathisch - so Naiv und unnachvollziehbar wie sie ist. Und sie verliert ihr Herz allzu schnell und ist so oberflächlich. Außerdem habe ich nie verstanden, wie sie auf einmal diesem Robin so nahe gekommen ist. Und auf welche Weise sie innerhalb von wenigen Wochen eine bessere Kämpferin wird, als die jahrelang trainierten Wächter, blieb mir ein Rätsel. Nein, ich konnte sie oder irgendeinen anderen Charakter nicht sonderlich lieb gewinnen, mit Ausnahme Aela. Auch konnte mich der Schreibstil nicht recht überzeugen. Doch ich möchte hier gar nicht nur herummeckern wie diese griesgrämigen Kritiker, die alles ins Schlechte ziehen. Das Buch ist zwar nichts wirklich neues, aber es ist auch nicht so einfältig, wie manch andere Dystopie. Auf keinen Fall ist es das beste Buch, dass ich kenne, doch bei weitem auch nicht das schlechteste. Es ist eine gute Dystopie und kann locker mit den amerikanischen Dystopien mithalten. Vielleicht kein Weltbesteller, aber dennoch lesenswert. Und somit verleihe ich MUC 3,5 Sterne. Fazit: Eine interessante Dystopie, auch für Neulinge in diesem Gebiet mit etwas unsympathischer Protagonistin. 

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