Anna Palm Schmetterling aus Staub

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Inhaltsangabe zu „Schmetterling aus Staub“ von Anna Palm

Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen lächeln einander freundlich an und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht, als sie das Fernsehen glauben machen will.
Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer in ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den »Risikos«, die als Kinder von ihren Eltern getrennt werden, weil sie sich zu Freidenkern entwickeln könnten. Die Regierung hat Angst vor ihnen, nennt sie Verbrecher – und sperrt sie ein. Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat.
Mika ist vom ersten Moment an fasziniert von Aaron und begibt sich mit ihm auf die gefährliche Mission. Doch schon bald muss sie sich nicht nur mit Kopfgeldjägern auseinandersetzen, sondern auch mit Janna, die bei dem Test zum »Machtmenschen« erkoren wurde.

Mischung aus Divergent und Tribute von Panem. Nur weniger blutig und etwas kindlicher erzählt. Eine in Deutschland spielende Dystopie.

— Eliza_

Sehr gutes Buch. Mit einer wunderbaren und herzergreifenden Geschichte. Wirklich lesenswert ich. zurzeit mein Lieblingsbuch

— chayma

Eine großartige einbändige Dystopie!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, ich hatte mit weniger gerechnet. Gehört zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe.

— Eowin

Vier Jugendl. versuchen Alemania vom verrückten Diktator zu befreien. Nicht so futuristisch wie Divergent, aber ähnl. Nett für zwischendurch

— Kitayscha

Ein paar Dinge sind ziemlich unrealistisch, aber im Großen und Ganzen trotzdem ein tolles Buch!

— Flaig

Super schönes und spannendes Buch. Respekt an die Autorin!

— danceprincess

faszinierend, spannend und abschließend - ein fantastisches Jugendbuch.

— Vivi300

Nette Idee, aber mit einigen Hängern

— Cadiya

Ein Roman über die kämpferische Suche nach dem Sinn des Lebens-gefüllt mit allem was das Herz begehrt

— SarahKreativeFeder

Stöbern in Jugendbücher

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Buchverrueggt

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Deutschland 2222

    Schmetterling aus Staub

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2016 um 22:27

     Anna Palm ist gerade 18 Jahre alt und hat mit „Schmetterling aus Staub“ so eben ihr drittes Buch veröffentlicht. Darin entführt sie den Leser in das Jahr 2222: Deutschland heißt jetzt Alemania und wird von dem Diktator Caesar regiert. Im Alter von 8 Jahren müssen sich alle Alemanier einer Selektion unterziehen, bei der jeder zu einer der vier Gruppierungen Harmonie, Macht, Risiko oder Ehrgeiz zugeteilt wird. Die 16-jährige Mika hatte als kleines Mädchen Glück und konnte als Harmoniemensch bei ihren Eltern bleiben. So führte sie ein - im wahrsten Sinne des Wortes - harmonisches Leben in der kleinen Stadt Seelenheile. Doch insgeheim plagen sie Zweifel am System und der Selektion. Als eines Tages Aaron, ein ausgebüxter Risikomensch, auf ihrer Gartenmauer sitzt, gerät ihre Welt vollständig durcheinander. Denn Aaron will Caesar töten und die Selektion aufheben – und dazu braucht er Mika.   „Schmetterling aus Staub“ ist eine lustige, spannende und mitreißende Dystopie, die vor allem durch die sympathische und liebenswerte Ich-Erzählerin Mika und die erfrischend jugendliche Sprache punktet.

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  • Gut, aber...

    Schmetterling aus Staub

    Flaig

    18. September 2015 um 22:19

    Das Buch war sehr unterhaltsam und mitreißend. Ich mag den Schreibstil von Anna Palm sehr. Jedoch war die Geschichte mit dem Kaninchen Emily einfach nur unglaubwürdig. Wenn ein Wildkaninchen so naiv ist, einfach MENSCHEN hinterher zu hoppeln, dann ist wirklich was richtig richtig schief gelaufen. Ich meine, es stellt sich dann ja schließlich auch raus, was da passiert... wenn man Menschen vertraut. Das liegt einfach überhaupt nicht in der Natur von Hasen. Ansonsten hatte ich aber viel Spaß beim Lesen und musst oft auch über die Kommentare von Janna schmunzeln. Eine nette Dystopie, kann ich weiterempfehlen. :)

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  • Spannende Dystopie!

    Schmetterling aus Staub

    danceprincess

    Inhalt: Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen lächeln einander freundlich an und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht, als sie das Fernsehen glauben machen will. Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer in ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den »Risi­kos«, die als Kinder von ihren Eltern getrennt werden, weil sie sich zu Freidenkern entwickeln könnten. Die Regierung hat Angst vor ihnen, nennt sie Verbrecher - und sperrt sie ein. Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat. Mika ist vom ersten Moment an fasziniert von Aaron und begibt sich mit ihm auf die gefährliche Mission. Doch schon bald muss sie sich nicht nur mit Kopfgeldjägern auseinandersetzen, sondern auch mit Janna, die bei dem Test zum »Machtmenschen« erkoren wurde. Rezension: Erstmal müsst ihr alle wissen, dass ich Dystopien liebe und daher dieses Buch unbedingt lesen musste. Und es hat sich aufjedenfall gelohnt. In dem neuen Land "Alemania" sind die Menschen in vier Gruppen eigeteilt wurden.  In Harmonie, Risiko, Ehrgeiz und Macht. Sie leben getrennt voneinander und haben nichts miteinander zutun. Doch vier Jugendliche aus den verschiedenen Gruppen tuen sich zusammen und wollen gegen das Sytem rebellieren. Ich finde jeder der vier hat seine eigene Persönlichkeit. So kommt es dazu, dass es sehr oft Zoff gibt. Sie gehen sich gegenseitig auf die Nerven und bringen den ein oder anderen dazu öfters mal auszurasten. Letzendlich sind sie aber ein gutes Team, dass zusammen viel erreichen kann. Mann schließt sie selber, aber auch die neuen Bekannschaften fest ins Herz und weint mit ihnen, wenn etwas schlimmes passiert oder es nicht so läuft, wie es eigentlich sollte. Der Autorin ist ein tolles Buch über Freundschaft, Liebe, Trauer, Krieg  und Zusammenhalt gelungen. Ich war sehr traurig, als ich am Ende angelangt bin und kann das Buch allen Dystopieliebhabern wärmstens empfehlen.

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  • Anna Palm : Schmetterling aus Staub

    Schmetterling aus Staub

    Amelie_love

    06. July 2014 um 16:01

    Alemania entstanden aus dem ehemaligen Deutschland. Es gibt  die Harmoniemenschen in Seelenheide, die Machtmenschen aus Machthall, die Ehrgeizmenschen aus Geistfurt und die nicht ins System passen, die Risikos. Wenn die Kinder das achte Lebensjahr erreichen werden sie "selektiert". Entweder man passt in eine Schublade und kann bei seinen Eltern bleiben oder man wird wo anders hingeschickt oder das schlimmste aussortiert. In dieser Welt lebt Mikaela. Sie ist ein Harmoniemädchen und will aber mehr als das System erlaubt. Ihr ganzes Leben ändert sich als sie einen Jungen auf der Mauer in ihrem Garten sitzen sieht. Er hat ein schelmisches Funkeln in den Augen und zeigt Mika wie die Realität von Alemania wirklich  aussieht. Zusammen mit einem Machtmädchen und Ehrgeizjungen wollen sie den Diktator stürzen und damit auch das System. Meinung: Es ist von der Geschichte an sich wirklich lesenswert. Aber beim lesen fiebert man nicht mit oder freut sich für die Charaktere. Ich finde man hätte mehr daraus machen können, aber trotzdem ist es ein gutes Buch.  Nicht langweilig oder kitschig.

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  • Leider nicht überzeugend

    Schmetterling aus Staub

    Cadiya

    13. May 2014 um 19:52

    Die Idee hat mich an „Die Bestimmung“ erinnert. Auch hier werden die Menschen nach ihren stärksten Charaktereigenschaften in Gruppen aufgeteilt. Harmonie, Ergeiz, Macht, Risiko. Aber es ist eine ganz eigene Geschichte. Die Idee ist recht gut. Die Charaktere sind auch recht ok. Auch wenn ich Mika immer wieder hätte schütteln können wenn sie sich wieder anstellt wie ein Baby, Aber leider gab es ein paar Hänger die die Geschichte leider sehr verdorben  haben. Die rennen einfach völlig sinnfrei, ohne Plan, Ausrüstung oder Ahnung wo es überhaupt hingeht einfach los und wollen einen Diktator stürzen. Und wenn ihnen jemand anderes begegnet wie Janna wird mal kurz gefragt „Hey willst du mitmachen und den Diktator stürzen?“  Und dann kommt nur ein: „Ok“. Ohne Fragen wie, was, wo lässt man einfach mal sein ganzes Leben hinter sich und begibt sich in den beinah sicheren Tod. Mal ehrlich wenn euch jemand fragt: „Hey kommt ihr mit nach Syrien? Wir wollen Assad stürzen.“ Sagt ihr dann auch einfach „Ok“ und latscht ohne weitere Frage mit? Und zwischendurch wurde es leider zu einem Disney Film. Ja natürlich, ich freunde mich immer mit jedem Kaninchen im Wald  an so das es mir spontan, tagelang hinterrennt und sich streicheln und tragen lässt. Hat nur noch gefehlt das sie anfängt mit den Vögeln und Rehen ein Lied zu trällern. Das Ende hat es dann wieder etwas rausgehauen. Da wurde alles wieder etwas realistischer und logischer, aber überzeugt hat mich das Buch leider nicht.  

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  • Schmetterling aus Staub

    Schmetterling aus Staub

    Alchemilla

    02. March 2014 um 20:17

    ===Die Einleitung:=== „Schmetterling aus Staub“ habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen. Das schöne Cover hatte mich neugierig auf das Buch gemacht. Als ich dann den Klappentext las, war sofort klar, dass ich das Buch lesen muss. Es war das erste Buch, welches ich von Anna Palm gelesen habe, aber es wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein. ===Die Autorin:=== Anna Palm wurde 1995 in Aachen geboren und ist Schülerin an einem Gymnasium in Neuss. Ab Oktober wird sie an der TU Dortmund Journalistik studieren. Die Autorin schrieb schon als Kind Geschichten. 2010 hat sie den Schreibwettbewerb „Frühlingsflattern“ gewonnen. Ein Jahr später erschien ihr Debütroman „Ellen, Schutzengel“ und im darauffolgenden Jahr die Dystopie „Die Selbstvergessenen“. Im Februar 2013 erschien mit „Schmetterling aus Staub“ eine weitere Dystopie aus der Feder der Autorin, die ich euch heute vorstellen möchte. ===Fakten zum Buch:=== Das gebundene Buch erschien im Februar 2013 beim Schwarzkopf & Schwarzkopf -Verlag. Das Buch umfasst 344 Seiten und ist im Buchhandel für 14,95 Euro zu haben. ===Die Gestaltung des Buches:=== Das Cover des Buches ist ein echter Eyecatcher. Aus einer Staubwolke erhebt sich ein nahezu überirdisch schöner, leuchtend blauer Schmetterling. Darunter stehen in dünnen weißen Großbuchstaben der Name der Autorin und der Titel des Buches. Ich empfinde das Cover als sehr passend. Der Schmetterling steht für mich symbolhaft für die künstlichen Schmetterlinge in Mikas Heimatstadt Seelenheide, die wie so Vieles dort und in ganz Alemania die reinste Illusion sind. Den Titel des Buches empfinde ich auch als sehr passend gewählt, da in der Geschichte nach und nach deutlich wird, dass die Bewohner Alemanias von ihrem Diktator Caesar zum Narren gehalten werden und ebenso wie die Schmetterlinge nichts so ist, wie es scheint. Sehr schön und übersichtlich finde ich auch den Innenteil des Buches. Zu Beginn des Buches gibt es eine Übersicht über den Inhalt, mit Kapitelüberschriften und Seitenangaben. Jedes Kapitel beginnt mit einer extra Seite, auf deren grauen Hintergrund ein schwarzer Schmetterling prangt. Darunter steht jeweils der Name des Kapitels. ===Der Verlag über das Buch:=== „ Ich habe mich entschieden, für Aaron, aber auch gegen alles, was ich kenne.“ Die Stadt, in der die 16-jährige Mika lebt, gleicht dem Paradies: Blumen blühen überall, die Menschen leben harmonisch miteinander und die Sonne scheint 365 Tage im Jahr. Dennoch ist Mika nicht glücklich. Seit sie vor acht Jahren am staatlich angeordneten Persönlichkeitstest teilnehmen musste, ahnt sie, dass die Realität außerhalb von Seelenheide ganz anders aussieht. Ihre Vermutung bestätigt sich, als eines Tages ein fremder Junge auf der Mauer hinter ihrem Garten sitzt. Aaron gehört zu den „Risikos“, die als Kinder von ihren Eltern getrennt und von der Regierung eingesperrt werden – aus Angst davor, dass sie zu Freidenkern werden könnten. Doch Aaron konnte fliehen und will nun das System stürzen, das ihn und Tausende andere aussortiert hat. Mika ist vom ersten Moment an fasziniert von Aaron und begibt sich mit ihm auf die gefährliche Mission. Schon bald muss sie sich nicht nur mit Kopfgeldjägern auseinandersetzen, sondern auch mit Janna, dem „Machtmädchen“, das sich ihnen anschließt. Können sie ihr wirklich trauen? ===Die Geschichte und meine Meinung dazu:=== „Schmetterling aus Staub“ spielt in einer fernen Zukunft, im ehemaligen Deutschland. Vor fünfzig Jahren gab es in Deutschland eine Infektion, die urplötzlich auftrat. Zuerst waren die Menschen erschöpft, ihnen war übel und sie hatten Kopfschmerzen. Nach und nach kamen noch mehr Symptome hinzu. Schließlich vergasen die Menschen sich selbst und töteten alles und jeden. Danach zerfielen sie zu Staub. Viele Menschen starben während dieser Infektion und die Wenigen, die überlebten und deren Nachkommen leben nun in einem Deutschland, dass sich Alemania nennt. Geführt wird es von einem allgegenwärtigen Dikator, der sich Caesar nennt. Die Einen sehen in ihm den Retter und Erlöser, die Anderen halten ihn für ein grausames Scheusal, dass gestürzt und getötet werden muss. Alemania ist in vier verschiedene Dörfer unterteilt: In Seelenheide leben die Harmonier, in Sturmbruch die Risikos, in Geistfurt die Ehrgeiz- und in Machthall die Machtmenschen. Anna Palm schildert die Geschichte in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Mikaela Sanders, die von allen nur Mika genannt wird. Mika lebt in Seelenheide, einem Dorf, in dem alles ganz harmonisch und friedlich ist und in dem das ganze Jahr über die Sonne scheint. Sogar die Todesursachen sind in Seelenheide ganz harmonisch. Die Menschen tragen die für Harmoniemenschen vorgegebene rosa und fliederfarbene Kleidung, streiten sich nie, stellen keine Fragen und bilden sich keine eigene Meinung. Mika fällt schon durch ihre leuchtendroten Haare ein wenig aus der Reihe, doch das ist noch nicht alles. Sie erinnert sich an die Selektion, an welcher sie wie jedes andere Kind in Alemania an ihrem achten Geburtstag teilnehmen musste. Damals musste sie sich mit einigen anderen Kindern kurze Filmsequenzen ansehen und angeben, welche ihr am Besten gefallen hat. Da sie wusste, dass sie, wenn sie ihrem Herzen folgen würde von ihren Eltern getrennt werden würde, log sie und verschwieg ihre wahre Natur. Nur die Harmonier leben in Familien. Die anderen drei Menschengruppen leben in  Lebensgemeinschaften zusammen und haben kaum eine emotionale Bindung zueinander. Seit der Selektion tut Mika ihr Bestes, so zu tun als wäre sie ein Harmoniemädchen, doch das fällt ihr nicht immer leicht. In Gedanken fährt sie immer wieder aus der Haut und äußert unharmonische Dinge, schafft es aber immer wieder mit Hilfe ihrer Eltern angepasst zu bleiben. Erst als ihr Zeitungsartikel mit der Begründung abgelehnt wird, dass dies nicht der Weg ist, den Harmonier einschlagen sollen, reißt ihr der Geduldsfaden. Mika stellt das System infrage, dass ihr nicht erlaubt, Fragen zu stellen, Träume zu haben und erntet damit bei ihren Freundinnen und ihrer Familie nur Verwirrung. Die Einzige die sie versteht, ist Nora, ihre nicht leibliche Schwester, die in Seelenheide getrennt von ihren Risikoeltern lebt. Acht Jahre nach der Selektion ändert sich Mikas Leben radikal, als sie gerade etwas Schnittlauch für ihre Mutter aus dem Garten holen will. Auf der Mauer sitzt ein fremder Risiko-Junge mit einer tiefen, rauen Stimme und einem zerissenen T-Shirt. Laut und deutlich spricht er sie an und eröffnet ihr, dass er erkannt hat, dass Mika tief in sich drin gar kein Harmoniemädchen ist. Der Junge der sich als Ron (Aaron) vorstellt, verhöhnt sie und nennt sie eine Heuchlerin. Mika ist vor Furcht wie gelähmt, wurde ihr doch wie allen Harmoniern über das Fernsehen suggeriert, dass die Risikos gefährlich sind, einem wehtun, belügen, bedrohen, bestehlen, missbrauchen und sogar töten. Sie flieht ins Haus und erzählt ihrem Vater von dem Jungen, doch der Vater hört ihr gar nicht zu. Mika versucht den Jungen und seine Worte zu vergessen, doch er geht ihr nicht aus dem Kopf. Eines Abends ist er wieder in ihrem Garten und ehe sie sich versieht nimmt er Mika mit Hilfe eines Vorwands mit in die Welt hinter der Gartenmauer. Zuerst hält Mika alles für einen lebhaften, täuschend echten Traum, doch als sie Ron sieht und seine Stimme hört, wird ihr bewusst, dass er sie entführt hat. Er wirft ihr vor, vor Sehnsucht zerfressen, aber gleichzeitig feige und voller Angst zu sein. Und tatsächlich hat Mika Angst vor der Welt und dem Leben, schließlich kannte sie bisher nur die trügerische Idylle von Seelenheide und hat sie nie in Frage gestellt. Zuerst will sie fliehen, doch als sie erfährt, dass Ron Caesar stürzen will, um seine Freunde Lena und Casper zu befreien, die mutmaßlich im Palastkerker sind, schließt sie sich ihm an. Während ihnen eine Patrouille des Diktators und seine Kopfgeldjäger dicht auf den Fersen sind, machen sie sich auf, je einen weiteren Verbündeten in Machthall und Geistfurt zu finden. Rons Plan den Diktator mittels einem Kleeblatt aus den vier verschiedenen Dörfern zu stürzen könnte klappen. Werden sie zwei weitere Rebellen finden, die sich ihnen anschließen? Wird es ihnen gelingen Caesar zu stürzen und die Selektion und die Unterteilung der Menschen in vier verschiedene Gruppen abzuschaffen? ===Mein Fazit:=== „Schmetterling aus Staub“ ist eine atmosphärisch dichte, aufregende Dystopie mit einer erfrischenden Liebesgeschichte. Anna Palm hat die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben und mich damit mitten hinein in die Welt von Mika katapultiert. Schon als sie sich an ihre Selektion erinnerte war mir Mika sympathisch, da sie sich für die gleiche Filmsequenz begeisterte wie ich. Sie liebte ihre Eltern jedoch sehr und wollte nicht von ihnen getrennt werden. Deshalb entschied sie sich für ein Leben in Seelenheide. Das Leben dort hört sich zwar auf den ersten Blick toll an, aber ich denke, ich würde dort ersticken. Nie sagt einer seine Meinung, nie ein böses Wort und Paare müssen zuerst geprüft werden, ob sie sich optimal ergänzen, bevor sie Sex haben dürfen. In Seelenheide könnte ich keinen Blog haben, keine Buchrezensionen schreiben. Das wäre anderen Menschengruppen vorbehalten und so könnte ich nicht leben. Aaron reißt Mika aus ihrer Illusionsblase mitten hinein ins echte Leben. Er weckt die Mika auf, die am Liebsten im wilden Galopp mit ihrem Pferd durch die Wälder reiten und sich danach ins sturmumtoste Meer stürzen möchte. Es erschreckte mich, dass Mika noch nicht ein Mal in ihrem Leben einen Blick über die Gartenmauer geworfen hat. Kein Wunder, dass sie erst einmal erschlagen von den vielen Eindrücken in den anderen Dörfern ist. Ihr wurde eine erschreckende Naivität antrainiert. Sie hat den ewigen Sonnenschein in Seelenheide nie in Frage gestellt und Kondition hat sie auch keine. Kein leichtes Unterfangen unter diesen Umständen mit Ron auf der Flucht zu sein. Ron hat das System durchschaut und möchte den Diktator stürzen und seine Freunde wiederfinden. Im Grunde ist seine Idee nicht schlecht, doch sein Plan ist zu wenig ausgereift und er handelt wenig vorrausschauend. Das Chaos wird perfekt, als das grausame Machtmädchen Janna zu dem Duo stößt und Mika durchgehend verbal piesakt. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass Mika sich endlich mal zu Wehr setzt und ihr mal so richtig eine reinhaut. Besonders dann, als ihr eigentlich klar werden musste, dass sie sich in Ron verliebt hat und sie um ihn kämpfen muss. Die Liebesgeschichte zwischen Ron und Mika war wie eine Achterbahnfahrt. Ihre Dialoge waren spannend und emotionsgeladen – ein richtiger Schlagabtausch. „Schmetterling aus Staub“ hat mich in vielen Punkten positiv überrascht. Es verbindet eine spannende dystopische Welt mit Rebellentum und Gesellschaftkritik und einer erfrischenden Liebesgeschichte. Alemania und seine Bewohner empfand ich als sehr gelungen. Sie trugen nicht nur die für ihr Dorf typische Farbe, sondern sie verhielten sich auch so und erkannten nicht, dass sie alle nur Caesars Marionetten waren. Als ich erfuhr, welche dunklen Geheimnisse er verbirgt, war ich fassungslos und gleichzeitig überrascht. Das Buch hielt immer wieder überraschende Wendungen und kleine Details bereit. In jedem Kapitel versteckten sich kleine Geschichten, die mich jede auf ihre Art aufwühlten, doch keine so sehr, wie die Geschichte um Aleyna. Diese Geschichte ließ mich verstehen, warum Janna so geworden war, wie sie ist. Dadurch bekam sie zwar keine Sympathiepunkte von mir, aber ich konnte mich zumindest besser in sie hineinversetzen. Das Ende war für mich mehr als gelungen, konnte ich doch nun aus der Sicht aller Protagonisten erfahren, wie es ihnen zuletzt ergangen war. Es gäbe durchaus Potential für eine Fortsetzung! Das Buch ließ mich emotional alles erleben, angefangen von einem leichten Sommerregen bis zum Wirbelsturm. Es war herrlich ironisch, witzig, abwechslungsreich und nie langweilig. Ich fieberte mit, war zornig, traurig, musste lachen, hoffte, bangte und zum Schluss war ich absolut begeistert. Die junge Autorin hat mich von ihrem Können überzeugt und ich bin gespannt auf ihre weiteren Werke.

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  • Eine tolle Geschichte!

    Schmetterling aus Staub

    Caro_Re

    13. January 2014 um 18:00

    Erster Satz: "Ich hatte mein schönstes Kleid an."Meine Rezension:  Deutschland, wie wir es heutzutage kennen, gibt es nicht mehr. Nach einer Epidemie ist die Bevölkerungzahl so drastisch gesunken, dass es seitdem vier große Städte und vier Kategorien von Menschen gibt: Harmonie, Macht, Ehrgeiz und Risiko. Regiert wird Alemania nun durch eine Diktatur, Oberhaupt ist Caesar. Jedes Kind im Alter von 8 Jahren muss zu einem Persönlichkeitstest, um selektiert zu werden, in diesem Test wird festgestellt, zu welcher Kategorie es gehört. So passiert es oft, dass Kinder von ihren Familien getrennt werden. Genau das wollte die 16-jährige Mika nicht. Tag für Tag verhält sie sich mustergültig wie ein Harmoniemädchen, auch wenn sie im Inneren damit hapert, denn mit vielem ist sie nicht einverstanden. So kommt ihr der tägliche Sonnenschein und die umherschwirrenden Schmetterlinge nicht echt vor, doch zum Wohle von Seelenheide verhält sie sich, wie es jeder tut: unauffällig und harmonieliebend. Als ihr dann plötzlich die Freiheit angeboten wird und sie sich frei entfalten kann, wirkt sie unsicher, naiv, kindisch und weinerlich, da sie mit der neuen Situation überhaupt nicht klarzukommen scheint. In der Harmoniewelt konnte sie nicht leben, aber mit Stresssituationen kommt sie genauso wenig klar, jedoch pendelt sich ihre geballten Gefühle schnell ein, sodass man sie als Leser wieder ernst nehmen kann. Mikas neues Leben beginnt damit, dass sie den Risikojungen Aaron kennenlernt. Als er eines Tages bei ihr auf der Mauer auftaucht und sie befreit, ist nichts mehr wie vorher. Aaron möchte die Caesar vom Thron stoßen und die Selektion stoppen, um seinen Plan umsetzen zu können, braucht er von jedem der vier Städte einen Jugendlichen, denn nur mit allen vier Eigenschaften vereint können sie etwas erreichen. Als Leser geht man mit gewissen Vorurteilen an die Gruppe der Risikos heran, weil man durch Mika erfährt, dass sie kannibalische, grausame, verbrecherische Monster sein sollen. Doch schon nach kurzer Zeit merkt man, dass Aaron nicht in dieses Schema passt, er ist ganz anders und möchte diese Diskriminierung beenden. Noch mit von der Partie sind Janna, ein Machtmädchen, die gemein, arrogant, unfreundlich und schrecklich ist. Sie behandelt Mika wie Dreck und versucht ihre eigenen Wünsche erfüllt zu bekommen, ganz weit oben steht dabei der Wunsch, sich an Aaron heranzuschmeißen. Selbst als Leser weiß man nicht, ob man ihr trauen kann. Die Ehrgeizmenschen werden durch Finn vertreten, einen wissbegierigen, intelligenten Jungen. Doch insgeheim sehnt er sich nach einem sozialen Leben mit vielen Kontakten, in dem man wahrgenommen wird, und dafür kommt Aaron mit seinem Plan genau rechtzeitig. Auch wenn die Handlung an manchen Stellen recht oberflächlich bleibt und einige Elemente nicht ausreichend erklärt werden, ist die Geschichte einzigartig. Man wird mit einer weiten Spanne von Gefühlen regelrecht überschüttet. So ist man einmal glücklich, ist man kurze Zeit später wütend und tottraurig. Diese Gefühlsbreite hat mir sehr gut gefallen und lässt einen das Buch verschlingen. Fragt man sich zu Beginn, wie Aarons Plan funktionieren kann, so wird man mit dem Fortlauf der Geschichte immer wieder überrascht und im Showdown bringt die junge Autorin noch einmal alles ein, was möglich ist. Gibt es in der Handlung ein paar Mängel, gleicht der Schreibstil diese wieder aus. Die Autorin beschreibt sehr bild- und lebhaft, sodass man sich die farbenfrohe Welt in Alemania sehr gut vorstellen kann. So wirkt die erschaffene Welt greifbar und lebhaft. Es macht Spaß, die Geschichte zu lesen! Fazit: Eine Dystopie aus Deutschland, die den Leser mitreißen kann, auch wenn es kleine leichte Mängel gibt. Es macht jedoch unheimlich Spaß, mit Mika und Aaron sich ins Abenteuer zu stürzen.

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  • Ein wirklich tolles Buch!

    Schmetterling aus Staub

    Suselpi

    08. January 2014 um 14:19

    In Alemania findet für die 8-jährigen ihre Selektion statt. Je nach ihrer Mentalität werden sie einer von 4 Städten zugeordnet, auch wenn das bedeutet, dass sie ihre Eltern verlassen müssen. Auch mit acht weiß Mika schon was von ihr erwartet wird, damit sie bei ihren Eltern bleiben kann und trotz ihrer Liebe zu Abenteuer, beantwortet sie alle Fragen so, dass sie den Harmoniemenschen zugeordnet wird. 8 Jahre später ist Mika zwar froh bei ihren Eltern zu sein, doch ihr fehlen Dinge. Und plötzlich sitzt da ein Junge auf der Mauer die ihre Stadt umgibt. Ein Risikojunge.Laut den Nachrichten essen sie Babys! Und Mika bekommt Angst. Doch irgendwann siegt ihre Neugierde und sie setzt sich zu dem Jungen auf die Mauer. Aufgrund eines "freiwilligen Zwangs" begleitet sie ihn. Er erzählt ihr von seinem Plan jeweils ein "Kind" aus jeder Stadt zu finden, welches sich gegen den Diktator Ceasar wenden möchte und bereit ist ihn zu töten um Alemania wieder zu einem freien Land zu machen und die Selektion abzuschaffen. Risiko und Harmonie sind schon vereint. Nun brauchen sie nur noch Macht und Ehrgeiz. Ihr Reise wird von Angst, Trauer und Wut begleitet, aber können sie ihr Ziel trotz dieser Begleiter erreichen? Mika ist ein wunderbarer Charakter, der es geschafft hat mich zu fesseln. Zwar sehen ihre Begleiter sie als dumm und hilflos an, aber sie ist das genaue Gegenteil. Ihre Liebe Menschen und Tieren gegenüber, sowohl der Hang zur Harmonie ziehen sich durch das gesamte Buch, wodurch sie zu einer Protagonistin voller Seele wird. Manche Charaktere werden dazu erschaffen sie zu lieben, andere sie zu hassen. Mike gehört eindeutig zu der ersten Gruppe. Der Schreibstil von Anna Palm macht es so angenehm dieses Buch zu lesen, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und fast in einem Rutsch gelesen hätte. Mir kam lediglich die Uhrzeit dazwischen. Ich kann nicht sagen, dass ich dieses Schicksal für Deutschland fürchte, aber trotzdem sind einige Dinge in diesem Buch doch recht realistisch. Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an begeistern und somit würde ich es jedem empfehlen! MUST HAVE.

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  • Vier Welten -Harmonie, Ehrgeiz, Macht& Risiko-

    Schmetterling aus Staub

    SarahKreativeFeder

    25. October 2013 um 21:08

    Wir schreiben das Jahr 2222. Das heutige Deutschland existiert nicht mehr. Es herrscht eine steinharte Diktatur unter Caesar, der die Bevölkerung in vier verschiedene Gruppen selektiert, die voneinander getrennt leben. Vier Welten, die unterschiedlicher nicht sein können. Die 16-Jährige Mika wächst in der Harmonie-Welt auf. Jeden Tag scheint die Sonne. Alle lieben und respektieren sich. Alles wie aus dem Bilderbuch. Doch Mika ahnt, dass das wahre Leben anders aussieht. Zusammen mit einem „Risiko“-Jungen möchte die das System stürzen. Doch zu zweit- unmöglich! Schaffen sie es? Oder nicht?- Als neugieriger Leser fiebert man die ganze Zeit mit. Anfänglich fällt einem das Hineinversetzen in die Lebensumstände der sensiblen Mika schwer. Doch je länger man die fantasievolle Welt erkundet, desto mehr versteht man die komplizierten Zusammenhänge. Ein Roman über die kämpferische Suche nach dem Sinn des Lebens- gefüllt mit allem, was das Herz begehrt.

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  • Meine Meinung zu "Schmetterling aus Staub" von Anna Palm

    Schmetterling aus Staub

    Solifera

    26. September 2013 um 19:16

    >> Wir Harmonier sind die Dackel, ihr Ehrgeizmenschen seid die Border Collies, die Machtmenschen die Bluthunde und die Risikos die Streuner. Wir lassen uns am Halsband führen und dressen aus dem Napf, den er uns hinstellt. Und dabei lächeln wir treuherzig. Ich meine, denk doch mal darüber nach, weißt du, was Freiheit ist? << (Zitat S. 153/154)   Eine vielversprechende Dystopie, die mich ein wenig an "Die Auswahl" oder "Die Bestimmung" erinnert hat, und mich nicht ganz überzeugen konnte. Trotzdem fand ich vor allem die Dialoge klasse! Ich vergebe 3,5 Sterne.

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  • "Schmetterling aus Staub" - eine wirklich gute Dystopie aus Deutschland!

    Schmetterling aus Staub

    Bellchen

    Gerade erst saßen sie da, eine unzerstörbare Familie, und nun erscheint es wie aus einem anderen Leben. Nur ein Moment, nur eine Zündschnur, eine Entscheidung, vielleicht nur ein Wort oder ein Fingerschnipsen. Ein Moment, in dem dein Herz sich umdreht. Ein Moment, in dem du verstehst, wie die Welt wirklich ist. Ich war ein Harmoniemädchen, ich habe immer an das Gute geglaubt. Aber ich bin keines mehr. Die Welt ist grausam. Und ich werde nie wieder ein Harmoniemädchen sein. – S.229 Erster Satz: Ich hatte mein schönstes Kleid an. Inhalt: Seit der großen Epidemie gibt es in Alemania die Selektion, die bestimmt, zu welcher Art von Menschen man gehört: Macht-, Ehrgeiz-, Harmonie-, oder Risikomensch? Mikas Bestimmung ist es ein harmonisches Leben in ihrem kleinen Bezirk zu führen. Zwischen all den Harmoniemenschen führt sie ein Leben, in dem an 365 Tagen im Jahr die Sonne scheint, überall Blumen blühen und die Menschen immer freundlich sind. Doch schon seit ihrem achten Lebensjahr weiß Mika: das ist nicht das Leben, in dem sie glücklich werden wird. Eines Tages sitzt auf einmal Aaron, ein Risikomensch, auf der Mauer ihres Gartens. Alles in Mika schreit, dass sie wegrennen soll, denn Risikomenschen fressen Kinder und vergewaltigen Frauen. Trotz allem zieht sie etwas magisch zu Aaron an und schließlich begeben sich die beiden in ein gewagtes Abenteuer voller Hindernisse und Gefahren. Gestaltung: Die Gestaltung von „Schmetterling aus Staub“ finde ich super! Das Buch strahlt direkt etwas dystopisches aus und hat mich dadurch sofort sehr neugierig auf den Inhalt gemacht. Den Klappentext hingegen finde ich etwas irrführend, auch wenn er mich angesprochen hat. Irgendwie wird dem Leser dadurch nicht wirklich bewusst, in welcher interessanten Welt Mika lebt, erst während dem Lesen wird einem klar, was sich hinter dem ganzen System Alemanias versteckt. Deshalb würde ich den Klappentext ein wenig umändern. Ich würde nicht unbedingt meine Version nehmen - die ist grausig – aber etwas mehr von der Art des Systems würde ich doch schon verraten. Ansonsten finde ich auch die Kapitelgestaltung unglaublich ansprechend. Erst einmal gibt es direkt am Anfang des Buches ein Inhaltsverzeichnis – finde ich immer super! Und danach sind die Kapitelanfänge mit einer einzelnen Seite versehen, auf der der Name des Kapitels und ein einzelner, schwarzer Schmetterling prangt. Die Gestaltung an sich gefällt mir rund um also wirklich unheimlich gut. Meinung: In diesem Buch steckt so viel mehr, als der Klappentext verrät! Zu erst einmal möchte ich zum Schreibstil der Autorin etwas sagen. Auf der einen Seite wirkt er so jugendlich, so einfach und am Anfang hat mich das noch ein wenig gestört. Zu einfach Schreibstile mag ich einfach nicht, auch wenn sie sich sehr schnell und leicht lesen lassen. Doch mit jeder Seite, die ich gelesen hatte, wurden mir immer mehr die Augen geöffnet und mit jeder Seite, die ich mehr gelesen hatte, gefiel mir der Schreibstil immer mehr. Immer wieder habe ich meinen Stift gezückt, um mir eine Seitenzahl aufzuschreiben, weil diese eine Passage, dieser eine Satz einfach so … wahr und wundervoll waren. Es war gewiss nicht alles verloren, solange man die Hoffnung nicht aufgab. – S.21 Auch die Metaphern für manche Landschafen, und vor allem die Umschreibungen von Gefühlen fand ich unglaublich toll. Die Gefühle sind so authentisch und eindrucksvoll beschrieben, sodass ich sie auch mit jeder Faser meines Körpers nachempfinden konnte. Vor allem fand ich auch, dass die Unterschiede zwischen den verschiedenen „Arten“ von Menschen unglaublich gut rübergekommen sind. Gerade am Anfang, wo noch jeder in seiner Rolle gesteckt hat, konnte der Leser gut die verschiedenen Charaktermerkmale herauskristallisieren. Und auch, wenn die Stimmung sich in dem Buch mal verändert hat, von lustig zu ernst, von spannungsgeladen zu ruhig, habe ich als Leser diese Wandlung unglaublich gut und authentisch mitbekommen. Erst nach dem Lesen ist mir auf einmal bewusst geworden: ich habe jeden einzelnen Charakter in mein kleines Herz geschlossen. Zu erst einmal ist da Mika, die kleine süße Mika, in dessen Leben Aaron wie ein Tornado stürmt. Und genauso, wie er so vollkommen schnell in Mikas kleines Herz eingedrungen ist, hat er sich auch in meines geschlichen – zusammen mit Mika und allen anderen. „Es ist nicht echt, Mika“, sagt Aaron schlicht. „Nicht mal euer Wetter ist echt. Möchtest du wirklich sterben, ohne je den Regen auf der Haut gespürt zu haben?“ – S.71 Solche Fragen stellt Aaron Mika, und seien wir ehrlich: liebt ihr es nicht auch, manchmal im Sommer, wenn ein herrlich erfrischendes Sommergewitter aufzieht, im Regen zu tanzen? Also hat Mika quasi gar keine andere Wahl, als mit Aaron mitzugehen. Immer mehr wird aus dem kleinen, süßen Harmoniemädchen ein Rebell. Und diese Wandlung war auch unglaublich authentisch. Mika wurde zwar zu einem kleinen Rebell, trotzdem hat sie ihre wesentlichen Charakterzüge nicht verloren blieb immer noch sie. Genauso wie andere Charaktere, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Und auch das hat mir unglaublich gut an diesem Buch gefallen: den Menschen können nicht plötzlich zu einem ganz anderen Menschen werden – im Kern bleiben sie immer noch gleich. (...)Ich spüre die Hitze, die er aus jeder Pore ausstrahlt, heiß wie Wüstensand, getränkt mit salzigem Meer. Ich selbst fühle mich wie im Auge des Sturm und, oh mein Gott, was macht er dann da, seine Fingerkuppen, die jetzt über meine Arme streichen, sie brennen. Ich bin mir sicher, sie brennen wie Feuerzungen. Und da ist ein eigenartiges Gefühl in mir, eine mir vollkommen, unbekannte Sehnsucht, gruselige Sehnsucht, mitten in meinem Bauch. „Schau, Mika“, flüstert er. „Pass bloß auf, sonst verbrennst du dir dein Herz.“ – S.95 Die Liebesgeschichte zwischen Mika & Aaron ging mir auf der einen Seite viel zu schnell. Auf der anderen Seite war sie wunderschön und hat auch mir das ein oder andere Herzklopfen beschert. Die Dialoge zwischen den beiden haben mir einfach unglaublich gefallen – auch hier gab es immer wieder zwei Seiten, durch die das Buch nie langweilig wurde. Denn manchmal gab es zwischen Mika & Aaron wirklich witzige Schlagabtäusche und dann aber auch wieder diese ruhigen und tiefgründigen Momente. Da mir die Liebesgeschichte am Anfang jedoch einfach einen Ticken zu schnell ging, konnte ich mich dadurch nicht so wirklich in die Personen hineinversetzen. Mir fehlte auf einmal die Verbindung zu Mika, wodurch ich in dem Buch leider nicht mehr vollkommen eintauchen konnte. Die Verbindung wuchs dann mit der Zeit zum Glück wieder. Doch auch wenn mich das Buch emotional auf jeden Fall gepackt hat, gab es Momente, die mich wohl mehr berührt hatten, wenn das alles nicht so plötzlich und schnell gekommen wäre. Und damit meine ich jetzt nicht nur die Liebesgeschichte. Auch hat die Autorin es immer wieder geschafft, mich mit ihren unerwarteten Wendungen „an der Stange zu halten“. Ich finde, in diesem Buch gibt es eine gute Mischung aus erwarteten und unerwarteten Wendung. Außerdem hat mich auch der Einfallsreichtum der Autorin immer wieder überrascht und schmunzeln lassen. Auf so manche Idee wäre ich wirklich nie gekommen, aber irgendwie passt es zu dieser Dystopie und macht diese Geschichte auf ihre Weise einzigartig. Allerdings gibt es eine kleine Sache, die mich wirklich gestört hat: dieser hirnrissige „Plan“ von Mika & Aaron. Ohne weiter über ihren Plan zu reden, überhaupt mal einen Plan zu entwickeln, marschieren sie einfach munter drauf los. Ich hätte schreien können. Jeder Idiot weiß doch, dass man, um einen Diktator zu stürzen, einen wirklich guten und ausgetüftelten Plan braucht! Achtung: Spoiler! (: Dahingegen hat mich das Ende dann wieder versöhnlich gestimmt. Ich finde es gut, dass sich nicht sofort alles verändert hat, sondern dass es ein Prozess ist, der sich langsam weiter entwickelt. Das macht das Buch und auch die Geschichte authentischer. Außerdem hat mir das letzte Kapitel unheimlich gut gefallen. Da ich nun aus jeder Sichtweise etwas lesen konnte, habe ich auch wirklich das Gefühl, dass die Geschichte abgeschlossen ist. Fazit: „Schmetterling aus Staub“ ist eine Dystopie mit ihren Ecken und Kanten, aber sehr authentischen und liebevollen Charakteren und einem wirklich wunderbar einfachen und wahren Schreibstil, der bei mir erst nach den ersten paar Seiten seine volle Wirkung entfaltet hat. Für mich ist dieses Buch eine kleine Überraschung, denn so viel hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter und bin gespannt, was von der Autorin noch folgen wird!

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    • 2

    Salzstaengel

    23. September 2013 um 20:08
  • Meinung

    Schmetterling aus Staub

    divergent

    04. September 2013 um 20:37

    Eigene Meinung

    Das Cover finde ich wunderschön. Der Inhalt klang auch ganz interessant.

    Die Idee ist nicht schlecht, jedoch scheitert es meiner Meinung nach in der Umsetzung.Die ersten 100 Seiten haben sich noch ganz gut gelesen, doch dann nahm es schon sehr ab. Ich musste mich regelrecht durch dieses Buch quälen, da ich es teilweise sehr langweilig fand.

  • Eine interessante und kurzweilige Dystopie mit einigen Schwächen!

    Schmetterling aus Staub

    LilStar

    23. August 2013 um 15:54

    Deutschland in der Zukunft. Die Bevölkerung wurde durch ein schlimmes Virus sehr dezimiert. Diesen Zustand hat sich der Diktator, der sich selbst Caesar nennt, zu Nutze gemacht und ein neues System entwickelt. Die Menschen werden nun selektiert. Es gibt die Machtmenschen, die Risikomenschen, die Ehrgeizmenschen und die Harmoniemenschen. Die junge Mika gehört zu letzteren und lebt in einem Paradies. Jedenfalls wäre es das, wenn sich jeder Menschen zu verhalten und entfalten dürfte, wie er wollte. Das ist allerdings nicht der Fall. Als ihr eines Tages der Risikojunge Aaron begegnet und sie zur Revolution anstiftet, lässt sich Mika nicht lange bitten und kämpft für ihre Freiheit… “Schmetterling aus Staub” ist ein weiterer Roman der jungen Autorin Anna Palm, die selbst noch Schülerin und im selben Alter wie ihre jugendlichen Protagonisten ist. Mit diesem Roman hat sie eine interessante Dystopie entworfen, die unser Land in einer düsteren Zukunft zeigt. Menschen sind nicht mehr frei, wie werden im Alter von acht Jahren selektiert und teils von ihren Eltern getrennt. Kaum jemand rebelliert gegen dieses System, obwohl viele Menschen merken, dass etwas falsch läuft. Ein wenig Gesellschaftskritik steckt in diesem Band, ob gewollt oder nicht, denn auch in unserer heutigen Zeit geht es vielen Menschen ja noch zu gut um für ihre Rechte und bessere Bedingungen wirklich einzustehen. Von den Figuren war ich ein wenig enttäuscht und das ist auch schon mein größter Kritikpunkt an der ganzen Geschichte. Obwohl die Autorin sich ja im selben Alter befindet, ist es ihr meiner Ansicht nach nicht wirklich gelungen alle Protagonisten wirklich authentisch darzustellen. Gerade Janna fand ich äußerst merkwürdig und ihre Handlungen nicht nachvollziehbar. Auch die Beziehung zwischen Aaron und Mika entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu plump. Ich fand, dass die Figuren viel mehr dem Selektions-Klischee entsprachen und genau dem hätte doch eigentlich entgegen gewirkt werden sollen. Aber nun gut. Das war das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat an diesem Buch. Die Geschichte selbst fand ich spannend und sehr kurzweilig. Das Ende fand ich jetzt auch ein wenig zu schnell und Marisas Entscheidung nicht so ganz nachvollziehbar, aber auf jeden Fall realistischer als ein einfaches Friede-Freude-Eierkuchen-Ende. Von mir gibt es für dieses Buch gute 3,5 Sterne, die ich auf vier Sterne aufrunde

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  • Gleich und Gleich gesellt sich gern - doch wird das auf Dauer funktionieren?

    Schmetterling aus Staub

    Salzstaengel

    16. August 2013 um 17:29

    ""Meine lieben Kinder", sagt die Stimme und erfüllte den ganzen Raum, schien von überall und nirgendwo zu kommen, durchdrang jede Pore meines Körpers. Ich wäre gern aufgesprungen, hätte geschrien, seine Stimme rausgeschüttelt, erbrochen, aber ich blieb ruhig und friedlich sitzen. "Ihr tut dies für Alemania. Ihr tut dies für eure Zukunft, die euer Kinder und der Kinder eurer Kinder. Gleich und gleich funktioniert. Ungleich tötet. Wenn wir nicht getrennt wären, wären wir alle jetzt tot. Ihr wisst in eurem kleinen Herzen, dass ich recht habe. Deswegen gibt es die Selektion. Seid ehrlich. Oder versucht ruhig zu lügen. Ich werde es rausfinden. Wollt ihr mich enttäuschen?"" S.14 Mit acht Jahren wird Mika - so wie alle Kinder in diesem Alter - zur SELEKTION gebracht. An diesem Tag entscheidet sich, ob sie in Zukunft zu den Harmonie-, Risiko-, Ehrgeiz- oder Machtmenschen gehören werden. Jede Gruppeneinstufung lebt unter sich, verhält sich gleich und ihre Charaktereigenschaft wird durch bestimmte Getränke gefördert. Mika hat am Tag der Selektion gelogen. Um nicht von ihren Eltern getrennt zu werden, das Schicksal das jedem Kind mit einer anderen Charaktereinstufung bevorsteht, betrog Sie bei der Einstufung.  ""Wer bestimmt, was unsere Aufgabe ist, Jo? Warum darf ich das nicht selbst entscheiden?" Melanie sieht sich unbehaglich um. "Hast du Angst, dass uns jemand hört, Mel?" frage ich, zu meinem Erstaunen ziemlich scharf. "Ja", sagt sie schlicht. "Ich verstehe dich nicht, Mika", zögert Joana. "Wir haben doch Menschen, die über so was nachdenken. Es ist doch alles geregelt. Es ist wichtig, das wir das Richtige tun. Es ist für die Zukunft unserer Kinder und ..." "Der Kinder unserer Kinder?", frage ich sie verächtlich. Luna wiehert unruhig und scharrt mit den Hufen im Gras. "Glaubt ihr ihnen jedes Wort? Dürfen wir keine Träume haben? Keine Träume, die aus uns kommen, aus unserer Seele? Dürfen wir nicht selbst unseren Weg suchen, auch wenn wir dabei auf Hindernisse treffen, auch wenn wir manchmal stehen bleiben, oder rückwärts gehen, oder hinfallen? Ist es nicht unsere Entscheidung? Das hier ist nicht mal ein Weg ... Das ist ein Fließband, ein kollektives Fließband, bis in den Tod."" S.30 Doch das bleibt nicht ohne Folgen. Und eines Tages sitzt Aaron auf ihrer Mauer. Ein Risikojunge. Er erkennt, dass Sie kein gewöhnlicher Harmoniemensch ist. Aaron entführt Mika, um eine Rebellion in Gang zu setzen. Dafür plant er aus jedem Bezirk der Selektion einen Menschen für seinen Plan einzuspannen. Doch ist die Mission nicht von vorne rein zum Scheitern bestimmt? "Schmetterling aus Staub" ist das dritte Buch der jungen Autorin Anna Palm. Die spannende Grundidee sowie der lockere Schreibstil haben mich das Buch in einem Rutsch durchlesen lesen. Die Geschichte wird aus Mikas Sicht geschrieben, aber auch die anderen Charaktere des Buches sind so genau gezeichnet, dass sie Leben eingehaucht bekommen. "Natürlich" hat sich auch in dieser Geschichte eine Liebesbeziehung hinein geschummelt. Anfangs war ich davon genervt. Gehört das jetzt wirklich immer zu einer guten Story? Doch die Entwicklung der Figuren und das Handeln dieser, hat es zu etwas schönem werden lassen. Mein anfänglicher Arger hat sich also schnell gelegt. Mehr als einmal standen mir Tränen der Rührung in den Augen. Anna Palm versteht es Emotionen zu wecken und zu bewegen!

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