Neuer Beitrag

maryloux

vor 1 Monat

(0)

Vollst. Rezi


Inhalt:
Emi ist ein ganz normales Mädchen. Als ihr Vater eine neue Freundin findet, zieht er mit ihr und ihrem Bruder nach Hamburg um dort ein neues Leben als Familie anzufangen. Aber Emi möchte das nicht, sie würde viel lieber ihr altes Leben behalten, dass gut war, wie es war. Stattdessen hat sie eine neue Mutter, einen Bruder der sie vergöttert und einen nervigen Klassenkameraden namens Erik. Gleich an ihrem ersten Schultag legt sie sich mit ihm an. Erst geht es nur darum, wer auf dem einen besagten Platz in der letzten Reihe sitzen darf, aber als die zwei im Chemie-Unterricht Partner werden müssen, explodiert die Situation (wortwörtlich) dann vollkommen. Die zwei werden dazu verdonnert an ihren freien Samstagen zusammen Graffiti zu schrubben. Eine absolute Katastrophe natürlich, also macht Emi einen Deal mit ihm. Sie stellen sich gegenseitig die schlimmsten Aufgaben, die sie sich nur vorstellen können. Der erste der aufgibt, übernimmt die Stunden des jeweils anderen mit. Aber irgendwann, geht ihnen auf, dass die beiden gar nicht so verschieden sind…

Charaktere:
Die Hauptperson in der Geschichte ist Emi, welche ich vom ersten Satz den sie gesagt hat, einfach total lieb gewonnen habe! Sie ist das Gegenteil von, süß, was sie extrem süß macht. Ergibt das Sinn? Ich mag ihre Art total gerne, dass sie so eine Kämpferin ist und ein klein wenig stur. Dass es ihr egal ist, was andere Leute von ihr denken und irgendwie auch nicht. Und natürlich ihre Angewohnheit sich Tode für alle möglichen Leute auszudenken, die ihr auf den Geist gehen. Sie ist eine so lustige Person und eine Leseratte noch dazu. Ich habe sie im Laufe der Geschichte einfach extrem liebgewonnen und kann mir keine bessere Protagonistin vorstellen!
Unser männlicher Protagonist ist Erik und er ist der lieben Emi so ähnlich, dass es fast schon verblüffend ist. Ich liebe seine Eigenschaft, dass er hartnäckig ist, aber auch mal nachgeben kann. Außerdem war er extrem süß und lustig. Erik ist ein bisschen so wie ein kleiner Badboy in meinem Alter, jemand, den ich mir wirklich gerne selbst als Freund wünschen würde. Er ist einfach ein richtig gutes Gegenstück zu Emi!
Die zwei finde ich zusammen echt toll und sie erzählen die Geschichte wirklich gut. Ich bin entzückt.

Cover und Titel:
Das Cover ist ein Blickfänger. Nicht unbedingt, weil es sehr schön ist, sondern einfach, weil es so anders aussieht. Es ist dunkel und schlicht gehalten, ohne viel Schnickschnack oder Glitzer. Ich finde es passt perfekt zu der ganzen Geschichte und ich könnte mir kein besseres Cover vorstellen.
Der Titel passt, wie man so schön sagt, wie die Faust aufs Auge. Er symbolisiert, dass Emi sich gerne überlegt, wie die Personen ihr gegenüber sterben werden und warum. Er drückt einfach perfekt diese ganze Atmosphäre aus, die in dem Buch eine Rolle spielt. Ich bin begeistert!

Schreibstil:
Für dich soll’s tausend Tode regnen wir aus der Sicht von Emi in der Ich-Perspektive geschrieben. Das ist meine Lieblingsperspektive, was ja schon einmal gut ist, aber ich muss sagen, dass mich dieser Schreibstil noch so viel mehr überzeugt hat, weil man (bzw. ich) wirklich wie Emi gefühlt hat! Ich bin total begeistert. Ich habe gelacht und auch ein bisschen geweint, einfach weil die Geschichte so rührend war. Total schön, meiner Meinung nach.

Idee und Umsetzung:
Eine Geschichte wie diese habe ich noch nie gelesen. Gleich auf der ersten Seite war meine Neugierde total geweckt, da das Buch in Hamburg spielt und ich ja in Hamburg wohne. Als ich es laß, befand ich mich allerdings in einem anderen Land und so hat mir die Geschichte ein bisschen Heimat näher gebracht. Was mich wirklich überzeugt hat war, dass die Protagonisten in meinem Alter sind, also 15 Jahre alt und dass sie nicht älter und weiser rüberkamen, sondern einfach so, wie sie wirklich sind. Die Geschichte war einfach aus dem Leben gegriffen und hätte jedem anderen von uns genauso wiederfahren können. Es war nicht so, dass sich die zwei trafen und da von Anfang an dieses gewisse Fünkchen war, das hat sich rst entwickelt und ich finde, es wurde super gut beschrieben wie, genau es passiert ist. Vor dem schreiben der Rezension habe ich das Buch noch einmal aufgeschlagen irgendwo in der Mitte, einfach um mich zu erinnern, wie es noch einmal war. Durch Zufall fand ich die Szene wieder, wo gerade eines dieser Fünkchen entstand und ich war sofort wieder drin in der Geschichte. Das hat mich glücklich gemacht.


Fazit:
Die Geschichte von Emi und Erik ist so wundervoll. Die Protagonisten sind in meinem Alter, was es einfach extrem real hat erscheinen lassen. Ich war unglaublich gefesselt von all diesen Gefühlen, die die zwei Autorinnen in dem Buch verdeutlicht haben. Für dich soll’s tausend Tode regnen ist ein Must-Read für alle, die sich gerne in Geschichten fallen lassen und total benommen sind, wenn sie wieder auftauchen. Für mich bekommt das Buch verdiente 5 von 5 Herzen.

Autor: Anna Pfeffer
Buch: Für dich soll's tausend Tode regnen
Neuer Beitrag