Anna Pfeffer Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte

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Inhaltsangabe zu „Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte“ von Anna Pfeffer

Verklickt und zugemailt!Flo hat viele schlagfertige Antworten parat, doch leider immer erst, wenn es zu spät ist. Ob in der Schule oder im Streit mit Moritz von nebenan: Im entscheidenden Moment fehlen ihr die Worte. Zum Glück sind ihre BFFs, Anouk und Julia, da ganz anders. Julia liebt das Drama und Anouk lieben alle. Anscheinend auch Ben, Flos Schwarm, denn Anouk hat ihn geküsst! Auf einer Kummerkastenwebsite schreibt Flo sich ihren Ärger von der Seele. Eine gepfefferte Mail über Verräter-Anouk, Moritz und die doofe Deutschlehrerin. Natürlich wird sie das nie abschicken. Doch ein falscher Klick – und die Mail ist raus. Plötzlich steht sie im Netz und ein Shitstorm bricht los. Der einzige Lichtblick ist, dass Ben Flo auf einmal beachtet …

Ein wunderschönes Kinderbuch, das uns viel Freude bereitet hat. Unbedingt lesen!!!!

— Marion2505
Marion2505

Das Thema Mobbing in einer kindgerechten und leicht verdaulichen Geschichte verpackt

— pantaubooks
pantaubooks

Eine Geschichte die zeigt wie schnell Mobbing entstehen kann. Ein schwieriges Thema gut umgesetzt.

— StMoonlight
StMoonlight

Anna Pfeffer steht für Geschichten mit Humor, Charme, cleveren Ideen und vor allem guter Unterhaltung. Immer wieder gerne!

— DisasterRecovery
DisasterRecovery

Ein schwieriges Thema sehr gut und stellenweise sehr witzig in eine sehr niedliche Geschichte verpackt.

— steinchen80
steinchen80

Wenn aus einer "Spielerei" ernst wird und plötzlich alles aus dem Ruder läuft. Wer ist Opfer, wer Täter? Absolut realistisch dargestellt.

— ChrischiD
ChrischiD

Das sensible Thema Mobbing sehr gut dargestellt und zeigt einem wieder mal wie schnell und einfach sich diese Bewegung entwickeln kann!

— Amada07
Amada07

Es ist ein wirklich süßes Buch, sehr humorvoll aber auch mit ernstem Hintergrund.

— bibliophilehermine
bibliophilehermine

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  • Herrlich spaßig und trotzdem passend ...

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    SharonBaker

    SharonBaker

    30. June 2017 um 18:55

    Flo hasst es vor der Klasse zu sprechen, denn sie verliert immer ihre Worte, von Schlagfertigkeit träumt sie nur und das Einzige was mit Sicherheit funktioniert, ist die Veränderung ihrer Gesichtsfarbe. Gott sei Dank stehen ihre beiden Freundinnen Julia und Anouk parat, aber als Flo erfährt, das Anouk ihren Schwarm geküsst hat, ist sie total enttäuscht. Als dann auch noch Julia sich von Anouk betrogen fühlt, schreiben beide aus Ärger und Quatsch einer Kummerkastenwebseite einen Brief in Anouks Namen, mit dem wissen diese nie abzuschicken. Aber dann passiert es doch, ein falscher Klick und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Bevor Floh reagieren kann, erntet sie einen gewaltigen Shitstorm und steht dann ganz allein da. Wie wird sie damit umgehen? Kann es ein Leben danach geben? Und warum schaut Schwarm Ben sie jetzt an? Was Neues von Anna Pfeffer und was diese beiden Autorinnen schreiben, muss man sich einfach genauer ansehen. Finde ich zumindest. Nun gut, hier handelt es sich um ein Buch für die noch Jüngeren, aber hey, das Thema Mobbing ist wichtiger denn je und ich mag die witzige Art der beiden, so musste ich das einfach lesen. Und soll ich euch was sagen, psssst, es lohnt sich. Flo und ich haben direkt was gemeinsam, ich habe es auch gehasst vor der Klasse zu sprechen, der absolute Horroralbtraum schlecht hin. Heimlich jemanden aus der Schule anhimmeln, konnte ich auch gut, ansprechen, um Gotteswillen. Kurz um, Flo war mir sofort sehr nah und sympathisch und ich war wieder 13. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass ich meine Schulzeit nicht unbedingt gut in Erinnerung habe. Was für eine Katastrophe wäre das noch gewesen, wenn wir da schon Handys gehabt hätten. Darüber möchte ich gar nicht nachdenken und ja, ich bin schon in einem etwas älteren Semester. Aber Flo‘s Schulalltag hat sofort wieder Bilder und Ängste in mir aktiviert und ich muss gestehen, über vieles konnte ich diesmal lachen, weil ich damals genauso war.Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt alias Anna Pfeffer haben einfach einen genialen Schreibstil, locker, flockig, witzig und so schön quirlig hauchen sie ihren Geschichten leben ein und es ist immer eine wahre Freude sie zu entdecken. Dabei schaffen sie es hier, einen guten Spagat hinzubekommen, denn zwischen ernstem Thema, doch noch herzlich lachen zu dürfen. Besonders gut hat mir gefallen, wie sie den Weg zum Mobbing hin beschrieben haben, wie schnell so etwas geht, wie unüberlegt man handelt und wie dumm manchmal der Übermut sein kann. Dass aus einer Nichtigkeit eine ganz große Sache werden kann und wie sich aus einer privaten Fehde, ein Albtraum entspinnen kann. Auf einmal ist man auf dem Präsentierteller der ganzen Schule und jeder erlaubt sich ein Urteil. Es zeigt, diese beiden Frauen sind ganz nah am Zeitzeiger und können die Belange und Gefühle von Jugendlichen klasse reflektieren.Natürlich gibt es auch andere Bücher, die dieses Thema behandeln und mit anderem Ende, aber da ist die Leserschaft auch meistens nach etwas Größerem. Ich glaube, das ist hier mein kleines Manko, nein, eigentlich finde ich es gut, das sich aus solch einem Drama nicht immer noch, was Schlimmeres verwandeln muss, sondern man daraus auch gestärkt hervor geht. Aber ich wäre, glaube ich, nicht so schnell im Verzeihmodus. Das ging mir zu hopp la hopp und zu meiner Schulzeit hätte das nicht geklappt, da gab es vielleicht aber auch zu viele Zicken. Freundinnen können sich nämlich so einiges antun, oh Gott bin ich froh, dass dieses Cybermobbing an mir vorbei gegangen ist, mir haben schon die „normalen“ Gehässigkeiten gereicht. Eine wirklich tolle Geschichte über Freundschaft, Missverständnisse, und wie man sie nicht austragen sollte, wie immer mit Witz zum Aufheitern und einer Prise Nachdenklichkeit. Leute redet lieber miteinander und tragt es nicht virtuell aus, ein ganz klares Statement.

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  • Flo und der verhängnisvolle Klick

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    Marion2505

    Marion2505

    29. June 2017 um 17:03

    Inhalt: Flo geht in die 8. Klasse eines Gymnasiums und leidet unter "Flolitis" (Definition laut Buch: Sprachlosigkeit, begleitet von Herzrasen, trockenem Mund und rotem Kopf, der einfach nur bescheuert aussieht). Das bedeutet, dass sie viele schlagfertige Antworten im Kopf hat, aber leider immer erst viel zu spät, wenn die peinliche Situation schon längst vorüber ist. Zum Glück sind ihre besten Freundinnen Julia und Anouk da ganz anders. Julia steht gerne im Mittelpunkt und ist eine absolute Drama-Queen. Anouk hingegen ist hübsch, schlau und unglaublich beliebt. Doch dann passiert etwas Unglaubliches: Anouk hat Ben geküsst, den Flo doch schon so lange anhimmelt! Flo ist entsetzt und schreibt sich ihren Frust auf einer Kummerkastenwebseite von der Seele. Nachdem sie sich ausführlich über die Verräterin Anouk, die doofe Deutschlehrerin und andere Ärgernisse ausgelassen hat, fühlt sie sich befreit. Natürlich will sie die Mail auf keinen Fall abschicken. Doch wie das so ist im Leben: Sie macht einen falschen Klick und die Mail ist raus. Natürlich wird sie relativ schnell entdeckt und auf Flo kommt einiges zu. Plötzlich will niemand mehr etwas mit ihr zu tun haben, bis auf Ben. Denn dieser beginnt plötzlich, sich für Flo zu interessieren ...Zuerst zum Cover: Das Cover hat mir sofort gefallen. Ich mag die Schrift, die Farben und die Maus, die sich scheinbar die Augen zuhält. Das alles passt ganz wunderbar zum Inhalt des Buches und zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht.Unsere Meinung: Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Schreibstil haben mich oft lächeln oder laut auflachen lassen. Vor allem mein 11-jähriger Sohn, der gerade die 5. Klasse eines Gymnasiums besucht, war unheimlich glücklich, endlich ein Buch gefunden zu haben, das in "seiner Sprache" geschrieben ist. Er hing mir förmlich an den Lippen und hat die Geschichte gebannt verfolgt, auch wenn Liebe, Eifersucht und erste Küsse gerade eigentlich nicht so sein Thema sind. Wie gesagt, der Schreibstil ist locker-flockig und leicht zu lesen. Er katapultierte mich sofort wieder in meine eigene Schulzeit zurück und ich fühlte mich direkt wieder wohl in den Zeiten der ersten Lieben, Eifersüchteleien und Probleme von Teenagern. Die Charaktere sind alle genial dargestellt und sehr vielfältig. Egal, ob es die gehasste Deutschlehrerin ist, deren Klamottengeschmack einfach unterirdisch ist, der Mathelehrer, in den alle verliebt sind, anstrengende Eltern, unbeliebte Klassenkameraden, die einem auf die Nerven gehen, wenn man sie nur sieht, all das kennt man ja nun wirklich von früher. Und es macht Spaß, noch einmal dort zu sein. Ich denke auch, dass jeder von uns einmal einen Anfall von Flolitis hatte und daher konnte ich mit Flo wunderbar mitleiden. Ich habe sie sowieso sofort in mein Herz geschlossen und hätte sie gerne des Öfteren einfach in die Arme genommen und getröstet. Auch ihre Gespräche mit Mr. Minion, ihrem Goldfisch, waren einfach großartig. Der Verlauf des Buches ist super und konnte mich gegen Ende nochmal richtig überraschen. Auch die Gedankenanstöße, die in diesem Buch vermittelt werden, haben mir sehr gut gefallen. Denn oft ist nun wirklich nicht alles, wie es so scheint. Und manche Dinge erscheinen auch bei Weitem nicht mehr so tragisch, wenn man mal darüber gesprochen hat. Meine Söhne und ich hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß mit Flo und haben jede gelesene Seite genossen. Es ist ein sehr lustiges Buch, das aber auch wirklich ernste Themen wie Mobbing, Probleme, die mit den sozialen Netzwerken einhergehen, und Freundschaft beinhaltet. Dies ist für meine Begriffe sehr verständlich und kindgerecht geschehen. Ich als erwachsene Leserin habe mich aber keine Sekunde gelangweilt. Ganz im Gegenteil: Ich war gerne mal wieder für kurze Zeit zurück in der Schule, mit allem, was dazu gehört :-)Unser Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Mobbing und das Heranwachsen. Ich habe sie sehr gerne gelesen und möchte sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer gerne einmal wieder an seine Schulzeit erinnert werden möchte, oder, besser noch, gerade selbst drin steckt, ist hier absolut richtig.Übrigens: Anna Pfeffer ist ein Pseudonym, hinter dem die beiden Autorinnen Ulrike Mayrhofen und Carmen Schmidt stecken, die seit ihrer gemeinsamen Schulzeit befreundet sind und auch schon damals Geschichten entworfen haben. Es gibt noch ein Buch von ihnen, das ich unbedingt bald lesen möchte: "Für dich soll's tausend Tode regnen". Ich bin sehr gespannt, ob auch dieses Buch mich so begeistern wird, bin da aber ziemlich zuversichtlich :-)

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  • Das Thema Mobbing in einer kindgerechten und leicht verdaulichen Geschichte verpackt

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    pantaubooks

    pantaubooks

    01. June 2017 um 21:48

    Weil ich von Für dich soll’s tausend Tode regnen begeistert war, musste ich mir das neue Buch von Anna Pfeffer natürlich sofort zulegen. Besonders neugierig war ich darauf, wie die Thematik der Ausgrenzung, die im Klappentext schon angedeutet wird, für die Zielgruppe junger Teenies ab 11 Jahren in einer Geschichte umgesetzt wird. Flo ist in ihrer Klasse eher unscheinbar. Sie ist nicht so beliebt wie die schöne Anouk und auch nicht so eine Drama-Queen wie Julia. Flo hält sich lieber im Hintergrund und hasst es vor all ihren Mitschülern und Mitschülerinnen zu sprechen, denn dann schlägt die Flolitis zu und sie bekommt keinen Ton mehr heraus. Das ist für die Spötteleien der Jungs natürlich ein gefundenes Fressen und genau hier, ist die Mobbing-Thematik der Geschichte bereits im Kleinen angelegt. FLOLITIS, die [floli:tis] Spontane Sprachlosigkeit, begleitet von Herzrasen, trockenem Mund und rotem Kopf, der einfach nur bescheuert aussieht. (S.5) Flos Unbehagen und ihre Angst vor ihrem eigenen Versagen stehen ihr im Weg und bringen sie immer wieder in peinliche Situationen. Als Protagonistin macht sie ihr Verhalten sehr menschlich, sodass man entweder unmittelbar Mitleid für sie empfindet, oder man den blöden Jungs, die sie aufziehen, am liebsten ordentlich die Meinung sagen würde. Obwohl man als Leser Flos Gefühle hautnah miterlebt, merkt man gut, dass das Buch für Leser und Leserinnen ab 11 Jahren ausgelegt ist und dementsprechend die Beschreibungen ihrer Gefühlswelt nicht wahnsinnig komplex sind. Mein Körper atmet ein und aus, und ich wünschte, ich könnte mich einfach wegbeamen, wegdenken oder weglöschen, wie etwas, das an die Tafel geschrieben wurde. (S.8) Was anfänglich als Scherz gemeint ist, wird bald zum bitteren Ernst: Flo verschickt versehentlich eine Rache-Email und ist plötzlich nicht mehr nur die Zielscheibe für lustige Kommentare, sondern wird regelrecht von ihren Klassenkameradinnen und -kameraden verachtet und ausgestoßen. Der Auslöser von Flos fataler Situation, ist durchaus authentisch und nachvollziehbar. Wie schnell könnte eine hastig getippte und falsch verschickte Kurznachricht auf dem Smartphone eine Katastrophe auslösen? Die Geschichte von Flo und ihrer verrutschten Maus zeigt, dass solche Fehler durchaus passieren. Gleichzeitig ist es den Autorinnen aber wichtig zu zeigen, dass der einzige Ausweg darin besteht, seine Fehler zuzugeben. Ich merke, wie mein Puls in die Höhe schießt, und alle tuscheln und mit dem Finger auf mich zeigen, und zum ersten Mal in meinem Leben ist die Flolitis nicht das Furchtbarste was mir passiert. (S.133) Dadurch, dass Kinder hier schon früh auf die fatalen Auswirkungen von Mobbing aufmerksam gemacht werden, soll Vorbeugung schon in der Schule gelingen. Es wird nicht nur deutlich, wie schlimm die Situation für das Mobbingopfer ist, denn Flos Tage und Wochen sind furchtbar einsam, sondern auch was die Täter, in dem Fall Flos Mitschülerinnen und Mitschüler dazu veranlasst, so mit ihr, einer ehemaligen Freundin, umzuspringen. Dass sich selbst Flos beste Freundinnen von ihr abwenden, fand ich ziemlich schlimm, aber durchaus realistisch. Man muss zu diesem Buch jedoch dazu sagen, dass die Thematik Mobbing, nicht so drastisch und offensichtlich angesprochen wird, wie das in Jugendbüchern durchaus der Fall wäre. Flos Geschichte ist zwar aus ihrer Sichtweise durchaus ernst und ihre Einsamkeit hat mich auch berührt, trotzdem war schnell klar, dass sich alle Missverständnisse, sobald sie klargestellt sind, in Luft auflösen und Flo wieder zur Klassengemeinschaft dazugehören würde. Die Autorinnen hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer punkten neben einer guten Geschichte mit einem angenehmen und leichten Schreibstil und mit einer humorvollen Sprache, die mir auch in Für dich soll’s tausend Tode regnen schon so gut gefallen haben. Fazit & Bewertung Flo oder der Tag an dem die Maus verrutschte ist eine Geschichte, die das schwierige Thema Mobbing in eine kindgerechte und leicht verdauliche Geschichte verpackt, die auch ihre witzigen Stellen hat. Eine Geschichte, die das Alter der Zielgruppe berücksichtigt, somit nicht konfliktüberladen ist und gleichzeitig durchweg ansprechend und authentisch erzählt, wie schnell Ausgrenzung im Schulalltag von Teenagern vorkommen kann.

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  • Wie ein falscher Klick Leben verändert

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    StMoonlight

    StMoonlight

    12. May 2017 um 15:31

    ~ Cover ~ Das Titelbild sieht mit seinen blau-weißen Streifen recht maritim aus. Mit dieser Optik führt es jedoch ebenso in die Irre, wie das Bild der sich putzenden Maus. Das Tierchen passt zwar hervorragend zum Titel, doch geht es in der Geschichte nicht um sie, sondern um eine Computermaus. Hier wäre daher ein anderes Motiv passender gewesen. ~ Geschichte ~ Flo ist 13 Jahre alt und hat viel Spaß mit ihren besten Freundinnen Julia und Anouk. Zusammen haben die Drei vor allen Dingen ein Thema: Jungs. Während die schlagfertige Julia immer wieder passende Kommentare von sich gibt und Anouck sowieso einfach nur perfekt ist, leidet Flo an „Flolitis“. Sie bekommt ständig einen roten Kopf, sei es nun, weil sie vor der Klasse sprechen muss oder weil ihr irgendwas total Peinliches passiert. Noch schlimmer als der rote Kopf, ist jedoch ihre nicht vorhandene Schlagfertigkeit. Kommentare auf blöde Sprüche fallen dem Teeni erst dann ein, wenn es längst zu spät ist. Als dann eines Tages herauskommt das Anouk ausgerechnet ihren Schwarm geküsst hat, auf den sie schon seit der fünften Klasse steht, fällt Flo auf einmal jede Menge ein. Ihren ganzen Frust lässt sie in einer E-Mail aus. Unterstützt wird sie dabei von Julia. So gut es auch tut, endlich alles rauszulassen, abschicken wollen die Mädchen die E-Mail nicht. Doch dann steht da auf einmal: „Vielen Dank. Deine E-Mail wurde gesendet.“ Nicht nur der Schock ist groß, sondern auch das was Flo nun in den nächsten Wochen durchmachen muss. ~ Schreibstil ~ Mir gefällt der flüssige Schreibstil, besonders da Flo immer wieder witzige Anmerkungen macht, bei denen man einfach schmunzeln MUSS. Allerdings sollte sich der Leser bewusst sein, dass die Geschichte direkt von Flo erzählt wird. Wer also mit Büchern in der „Ich-Perspektive“ nichts anfangen kann, für den ist es wohl eher nichts. Doch ein wenig auffällig sind die Fußnoten, die sich oft auf schwierige Wörter (aus dem Text) beziehen. Da diese Begriffe von dem Mädchen selbst erklärt werden, hätten das einfach mit in den Text fließen können. ~ Empfohlenes Lesealter ab 11 Jahren ~ Die Protagonistin in 13 Jahre alt und durchläuft ziemlich viele Gefühlsstufen, von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Hier können sich junge Leser(innen) wohl wunderbar in Flo hineinversetzen, was die Spannung erhält. Der Altersempfehlung kann ich daher zustimmen. ~°~ Fazit ~°~ Dadurch dass die Geschichte direkt von Flo selbst erzählt wird, wirkt sie authentisch. Insbesondere was die Gefühle angeht. So erinnern sich nicht mehr viele daran, wie sehr sie gelitten haben, als der Schwarm eine andere geküsst hat. Flo leidet mit allem was ein Teeniherz auszuhalten hat: Freude, Liebe und jeder Menge Herzschmerz. Ein schönes Buch, das sehr gefühlslastig ist ohne dabei kitschig zu sein. Eine Geschichte die zeigt, dass es immer einen Weg gibt und alles was heute wie der Weltuntergang scheint, morgen schon Schnee von gestern ist. Und vor allen Dingen eine Geschichte die zeigt wie schnell Mobbing entstehen kann. Ein schwieriges Thema gut umgesetzt.

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  • Flo, die Maus und Mobbing

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    DisasterRecovery

    DisasterRecovery

    08. May 2017 um 09:58

    Flo hat ein Problem. Sie leidet unter Flolitis und das äußert sich so: Wenn sie vor der Klasse steht und/ oder einen blöden Spruch ihrer Mitmenschen ertragen muss, reagiert sie mit sofortiger Sprachlosigkeit und rotem Kopf.Das ist eben das Problem mit der Schlagfertigkeit. Die ist nämlich nur dann wirksam, wenn einem direkt eine passende Erwiderung einfällt und nicht erst im Nachhinein.Ich konnte mich von Beginn an sehr gut in Flo hineinversetzen. Ich erinnere mich nämlich noch ziemlich genau daran wie es ist, 13 zu sein.Das Autorinnengespann schildert den Alltag rund um Flo sehr amüsant. Ich habe mich köstlich amüsiert. Flo ist nämlich durchaus sehr einfallsreich. Durch eine dumme Aktion schwenkt die witzige Stimmung in eine sehr ernste um. Flo erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, ein Opfer von Mobbing zu werden. Ganz unschuldig ist sie daran nicht und man kann es wohl als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass sie gerade genau dieses Them im Unterricht haben.Nachdem Flo durch ihre ganz persönliche Hölle geht, scheint sich nach einer gewissen Zeit langsam aber sicher eine Besserung einzustellen.Nach "Für dich soll's tausend Tode regnen", ist die Geschichte über Flo ein weiteres kleines Meisterwerk von Anna Pfeffer. Dieses Mal mit etwas weniger Sarkasmus und trotzdem gewohnt bissigen Stellen, ist der Schreibstil auch hier besonders hervorzuheben.Mobbing ist ein sehr wichtiges Thema und trotzdem stand für mich eher ein anderer wichtiger Aspekt im Vordergrund. Als Kinder streitet man sich beinahe regelmäßig und hochdramatisch, nur um sich bei nächster Gelegenheit doch wieder zu vertragen. Als Erwachsene nehmen wir alles so furchtbar ernst und unsere Urteile sind schnell endgültig. Das gibt mir zu denken.Fazit:Anna Pfeffer steht für Geschichten mit Humor, Charme, cleveren Ideen und vor allem guter Unterhaltung. Immer wieder gerne!

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  • Ein Klick, der alles verändert

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    ChrischiD

    ChrischiD

    07. May 2017 um 18:25

    Flo hasst es, öffentlich vor der Klasse zu sprechen, auch auf kleine Seitenhiebe ihrer Mitschüler hat sie erst Antworten parat, wenn der Moment bereits vorbei ist. Wohingegen sie sich bei ihren besten Freundinnen Anouk und Julia wohl fühlt und so sein kann wie sie ist. Doch plötzlich wird alles ganz anders. Anouk hat die unausgesprochene Regel gebrochen, niemals etwas mit dem Schwarm der besten Freundin anzufangen. Flo ist mehr als nur sauer und maßlos enttäuscht. Gemeinsam mit Julia verfasst sie einen regelrechten Hetzbrief, in dem sie alles aufschreibt, was sie seit Jahren bedrückt. Dieser sollte natürlich niemals an die Öffentlichkeit gelangen, doch ein falscher Klick und die Sachen stehen im Netz. Während alle gegen sie sind, kann Flo sich wenigstens noch auf Julia verlassen … Oder? Es gab und gibt immer Menschen, die sich schwer damit tun vor anderen etwas vorzutragen. Ebenso gab und gibt es immer diejenigen, die sich darüber lustig machen. Schade, dass sich dieses Bild trotz sämtlicher Aufklärung bis heute nicht geändert hat, es sogar noch schlimmer geworden ist. Kein Wunder also, dass ein großes Thema, schon bevor die Maus verrutscht, das (Cyber)Mobbing ist. Es ist gut und wichtig, dass an der Schule darüber gesprochen und konkret darauf aufmerksam gemacht wird. Ob sich wirklich etwas ändern lässt sei dahingestellt, nichtsdestotrotz müssen solche und ähnliche Thematiken in den Köpfen der Menschen (egal welcher Generation) manifestiert werden. Sicherlich ist der Verlauf des Geschehens weitestgehend vorhersehbar, kaum dass sich mit einem unbedachten Klick alles verändert. Dennoch verfolgt man das Geschehen rund um Flo gebannt und mit einem Blick, der nicht nur das Offensichtliche erfasst. Immer wieder stellt man sich als Leser die Frage, wie man selbst reagieren und auf welcher Seite man stehen würde. Welches Verhalten der Protagonisten prangert man an, welche Verbesserungsvorschläge hätte man für sie? Das Thema bietet ein breites Spektrum an (Selbst)Reflexion. Neben all der Ernsthaftigkeit darf man dennoch den Humor nicht vergessen, welcher ebenfalls zugrunde liegt. Freundschaften sind nicht immer leicht und müssen überdies gepflegt werden, Freude und Leid liegen nahe beieinander. Wenn man sich aber vollends auf den anderen verlassen kann, sind sie umso kostbarer, man steht vieles zusammen durch und ganz wichtig: Man lacht sämtliche Sorgen einfach weg. Bis man jedoch soweit ist, müssen ebenfalls Hürden überwunden werden, vor allem diejenige, dass man lernen muss, miteinander zu reden. Denn dann ist und wird alles viel einfacher... Ein wundervolles Jugendbuch, das nicht nur der eigentlichen Zielgruppe Spaß machen und zum Nachdenken anregen wird.

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  • Zauberhafter Mädchenroman, erste Liebe inbegriffen

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    Pharo72

    Pharo72

    13. April 2017 um 12:07

    Flo leidet unter der von ihr so bezeichneten Flolitis, einer Art Black-out, der sie immer überkommt, wenn sie vor der Klasse sprechen soll bzw. eine schlagfertige Antwort auf einen fiesen Kommentar gefragt ist. Zum Glück sind da ihre Freundinnen Anouk und Julia. Als sie aber erfährt, dass Anouk Ben geküsst haben soll, für den sie schon seit Jahren heimlich schwärmt, wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Flo schreibt sich ihren Frust auf einer Kummerkastenseite von der Seele. Unbeabsichtigt landet die entsprechende Mail im Netz, wird alsbald in der Schule verbreitet und ein Shitstorm bricht erst über Anouk, in deren Namen die Nachricht verfasst war, und schließlich über Flo selbst herein. Das einzig Positive daran – Ben schenkt ihr plötzlich Aufmerksamkeit und will sie sogar im Team der Schülerzeitung.Meine Meinung:Das zweite Jugendbuch von Anna Pfeffer, zwei Autorinnen, die auch unter Rose Snow sehr schöne Liebes- und Fantasyromane schreiben, war für mich ebenso ein Muss wie ihre erste Veröffentlichung im Genre - „Für dich soll’s tausend Tode regnen“. Die Zielgruppe sind hier eindeutig weibliche Teenager ab ca. 12 Jahre. So dreht sich im Roman auch hauptsächlich alles um den Schulalltag, die Sorgen und Nöte der jungen Mädchen, Freundschaften und natürlich die erste Liebe.Auch wenn ich schon ein wenig älter bin, habe ich mich sofort in der Zeit zurückkatapultiert gefühlt. Eine Zeit, in der der große Schwarm zwischen Popstar und Klassenkameraden, Nachbarjungs oder Typen aus der Oberstufe beinahe wöchentlich wechselt. Wenn das Herz wild pocht, weil ER ihr einen Blick schenkt. Den Autorinnen gelingt es wunderbar, sich in die schüchterne Flo hineinzudenken, der im entscheidenden Augenblick stets die Worte fehlen. Besonders die in Klammern gehaltenen gedanklichen Kommentare sind oft zum Brüllen komisch.Es werden aber auch ernste Themen angesprochen wie Umweltschutz und vor allem Cybermobbing, wobei Letzteres sogar noch ein weniger heftiger kritisiert hätte werden können. Denn was die Betroffenen hier teilweise erleben, könnte bei weniger standfesten Personen viel schlimmere Auswirkungen haben.Alles in allem ist das Buch aber ein Plädoyer an die Freundschaft, um die es sich immer zu kämpfen lohnt. Man begleitet die Mädchen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und verzeiht alle Fehler, die sie dabei begehen. Das Ende ist hochromantisch und verleitete selbst mich als Ü40-Leserin zu einem Seufzer. Für Teenager eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • Eine Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    Buchraettin

    Buchraettin

    31. March 2017 um 07:46

    Erzählt wird aus Sicht von Flo, sie geht noch zur Schule. Sie ist eher schüchtern und  verliebt in Ben.  Doch dann küsst ihre Freundin ihren Schwarm.  Zusammen mit ihrer anderen Freundin Julia finden sie eine Seite im Internet  in dem man über seine Sorgen schreiben kann. Hier schreiben sie sich den Frust über ihre Freundin von der Seele- in deren Namen. Was sie dabei auch preisgeben sind auch anvertraute Geheimnisse.  Eine falsche Bewegung und schon ist die Nachricht abgeschickt und der Brief wird veröffentlicht. Mir hat an diesem Buch gefallen, dass ich mich in die Figuren sehr gut hineinversetzen konnte. Ich denke, dass die Geschichte der Zielgruppe Jugendlichen sehr gut gefallen kann. Es sind Themen, wie erste Liebe, erster Kuss, Freundschaft, Schwärmerei, Ansehen in der Klasse, der Schule. Was auch ein Thema in der Geschichte ist Mobbing. Die beiden Freundinnen schreiben über ihre Freundin, beschreiben Geheimnisse, die sie ihnen anvertraut hat, schreiben Dinge, die nicht nett sind und das alles in ihrem Namen, ohne ihr Wissen.  Und dann kommen auch noch die Reaktionen auf diese Veröffentlichung. Es ist ein Buch, das auch zum Nachdenken anregt. Wie gehe ich mit anderen um. Welche Infos gebe ich im Internet preis. Wie gehe ich damit um, wenn mich jemand mobbt. Es geht um Schuld- aber auch um schuldig werden. Im Verlauf der Geschichte wird beschrieben, wie Flo darauf reagiert. Die Reaktionen der Mitschüler, der Freundin. Es ist sehr gut zu lesen, es hat auch mich als erwachsener Leser gefesselt. Ich mochte an dem Stil der Geschichte noch ihre Gedanken, die auch immer wieder auftauchen. Sie ist eher schüchtern und denkt sich dann schlagkräftige Dialoge aus. Das liest sich sehr gut und lockert die Geschichte auch auf. Ein Buch mit einer Geschichte, die nicht nur humorvoll ist, sondern die auch Tiefe hat und zum Nachdenken, gerade über das eigene Verhalten besonders auch im Internet anregt und die auch ein ernstes Thema wie Mobbing beinhaltet.

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  • sehr süßes Buch über das Leben als Teenager

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    MarcyBookNerd

    MarcyBookNerd

    29. March 2017 um 14:13

    Da mir das erste Buch (Für dich solls tausend Tode regnen) des Autorenduos schon sehr gut gefallen hat, wollte ich auch dieses Buch lesen. Ich bin sehr froh, dass ich das andere Buch schon kannte, sonst hätte ich diese Geschichte wahrscheinlich verpasst.Der Schreibstil war wie gewohnt sehr locker und flüssig. Das Buch ließ sich wirklich superschnell lesen, sodass ich es innerhalb von einem Tag durchgelesen habe. Auch die Protagonistin war mir wieder sehr sympathisch mit ihrer Art. Flo ist eine schüchterne Achtklässlerin, die dennoch innerlich sehr schlagfertig ist. Sie hat die für ihr Alter typischen Sorgen um erste Liebe und Schulstress. In der Geschichte erfährt man aber, wie schnell sich diese Dinge entwickeln und ernst werden können. Trotz dem humorvollen Schreibstil wird das Thema Mobbing ernst und verständlich eingebaut und man wird mit hineingezogen und erlebt mit Flo, wie sich Mobbing anfühlen kann. Das Buch gibt auch älteren wie mir noch manches mit auf den Weg und man wird in seine eigene Schulzeit zurückversetzt, in der wir doch alle mal den ein oder anderen Spruch abbekommen haben.Ich finde es sehr gut, wie hier auch das Thema Internet mit eingebunden wird, da Cybermobbing inzwischen auch ein sehr großes Thema ist. Außerdem wird auch darauf eingegangen, dass Opfer auch gleichzeitig Täter und andersrum sein können, und das nicht immer gut zu unterscheiden ist. Und es wird auch gezeigt, dass man in einem Konflikt mehr miteinander reden sollte, anstatt alles zu glauben, was rumerzählt wird. So eine Aussprache kann in den meisten Fällen doch viele Probleme lösen. Die Liebesgeschichte in diesem Buch finde ich auch sehr süß und gelungen dargestellt. Auch hier wurde noch einmal etwas in die Tiefe gegangen und es wird nochmals gezeigt, dass man nicht vorschnell über jemanden urteilen sollte.Insgesamt ist Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte eine süße und humorvolle Geschichte über das Teenagerleben mit Problemen wie Mobbing und erster Liebe, die man dennoch sehr schnell zwischendurch lesen kann. Von mir bekommt dieses Buch daher 4/5 Punkte.

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  • Ein wundervolles Buch über das Leben als Teenager

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    Bookilicious

    Bookilicious

    25. March 2017 um 13:31

    *Inhalt*"Flo hat viele schlagfertige Antworten parat, doch leider immer erst, wenn es zu spät ist. Ob in der Schule oder im Streit mit Moritz von nebenan: Im entscheidenden Moment fehlen ihr die Worte. Zum Glück sind ihre BFFs, Anouk und Julia, da ganz anders. Julia liebt das Drama und Anouk lieben alle. Anscheinend auch Ben, Flos Schwarm, denn Anouk hat ihn geküsst! Auf einer Kummerkastenwebsite schreibt Flo sich ihren Ärger von der Seele. Eine gepfefferte Mail über Verräter-Anouk, Moritz und die doofe Deutschlehrerin. Natürlich wird sie das nie abschicken. Doch ein falscher Klick – und die Mail ist raus. Plötzlich steht sie im Netz und ein Shitstorm bricht los. Der einzige Lichtblick ist, dass Ben Flo auf einmal beachtet …" (Quelle: Amazon)  *Infos zum Buch*Seitenzahl:  256 SeitenVerlag: cbj VerlagISBN: 978-3570174067Preis:  12,99 (gebundene Ausgabe) / 9,99 € (E-Book)*Infos zur Autorin*" Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und am 12. September erscheint unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj. Das Buch heißt „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ und ist eine Teenie-Liebesgeschichte mit einer erfrischend negativen Heldin, die uns besonders ans Herz gewachsen ist.Wenn ihr benachrichtigt werden wollt, sobald unser nächstes Buch erscheint, meldet euch gerne für unseren Newsletter an: www.rosesnow.de/newsletter." (Quelle: Amazon)*Erster Satz des Buches*">Florentine, lass uns hören, was Du vorbereitet hast<, spricht mir unsere Deutschlehrerin Frau Michael mit der Vogelnestfrisur gut zu."*Fazit*-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Ich mag die Bücher von Anna Pfeffer / Rose Snow wahnsinnig gerne, weswegen ich mir auch dieses Buch unbedingt zu Gemüte führen wollte. -> Cover: Auch wenn das Cover nur wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat (denn es geht hier nicht um eine Maus), passt es dennoch, wie die Faust aufs Auge. Die kleine Maus, die sich scheinbar beschämt die Pfote über die Augen legt, kennt scheinbar schon den Inhalt der Geschichte, denn wie die Inhaltsangabe schon verrät, ist eine kleine Maus der Auslöser für eine größere Katastrophe.-> Story: Auch wenn ich schon seit einigen (vielen) Jahren nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe eines Kinder- und Jugendbuches gehöre, so bewege ich mich dennoch sehr gerne in diesem Genre - was nicht zuletzt daran liegt, dass ich nach beenden des Buches häufig einfach froh bin, dass diese Phase meines Lebens schon hinter mir liegt - denn als Teenie hat man es nicht leicht. So ergeht es auch Florentine - Flo - , denn sie muss erkennen, dass Dinge, die häufig nur mit einem Spaß beginnen, ganz schnell bitterer Ernst werden kann. In Flo's Fall handelt es sich hierbei um einen eilig verfassten Spott-Brief über ihre Freundin Anouk, den sie gemeinsam mit ihrer Freundin Julia ausversehen verschickt. Dieser löst den reinsten Shitstorm aus, als dieser von der zuständigen Internetseite ausgewählt und gepostet wird - und dann auch noch herauskommt, wer dafür verantwortlich war! Als ob das nicht das schlimmste gewesen wäre, zieht sich Freundin Julia auch noch geschickt aus der Affäre und Flo steht ziemlich alleine da... das einzig positive an der ganzen Sache ist wohl, Flo's Schwarm Ben sie endlich beachtet - doch zu welchem Preis? Flo kann einem eigentlich nur leid tun, denn auch wenn sie ziemlich wütend auf ihre Freundin Anouk ist, war dieser spöttische Brief eigentlich nicht ganz so ernst gemeint, wie er den Eindruck macht, wird sie nicht nur gemieden, sondern regelrecht gemobbt. Ihr Entsetzen und ihre hilflose Wut über das Verhalten ihrer Mitschüler kann ich auch Jahre nach meiner Schulzeit unwahrscheinlich gut nachvollziehen und man muss leider sagen, dass es immer noch genauso ist, wie vor einigen Jahren: Kinder können grausam sein und Teenager sind nicht weniger schlimm. Auch wenn Flo's und auch Julias Verhalten nicht gerade von besonders viel Reife zeigt, so ist es dennoch unfair, sie (Flo) derart an den Pranger zu stellen, während sie sich selbst (Julia) so geschickt aus der Affäre zieht.Die beiden Autorinnen hinter Anna Pfeffer schaffen es mit diesem Roman wieder einmal, den Leser zu entführen, dieses Mal in die Welt eines 13-jährigen Mädchens. Dabei verpassen sie uns jede Menge Gefühl - unsere eigenen, wie auch die der Protagonisten, denn diese sind so greifbar, dass man einfach nur noch die Hand ausstrecken muss, um sie zu spüren. Das Thema Mobbing, wie auch Cybermobbing sind allseits präsent und in diesem Buch wird das Thema einerseits gefühlvoll angegangen, beschreibt andererseits aber in allen Details, wie grausam Mobbing-Opfer behandelt werden und welche extremen Gefühlslagen diese durchleben müssen. -> Schreibstil: Der Schreibstil ist wie gewohnt wahnsinnig angenehm und es macht Spaß, dieses Buch zu lesen. Durch die verwendete Sprache ist es wunderbar für die jüngere Zielgruppe ausgerichtet und ist daher für ein Lesealter (ab 11 Jahren) absolut geeignet.  -> Charaktere: Die Charaktere sind so, wie man es sich von Mädchen in der Pubertät erwartet: kompliziert und unreif, aber dennoch so sympathisch, dass man zumindest Flo unbedingt ins Herz schließen muss. Gerade ihr Verhältnis zu ihrem Goldfisch macht sie unsagbar sympathisch und auch ihre schüchterne Art machen sie total liebenswürdig. Ihre Flolitis, die sie immer bekommt, wenn sie im Mittelpunkt steht (rote Wangen, kein Wort herausbekommen) kommt mir irgendwie sehr bekannt vor, auch wenn ich sie im Laufe der Jahre bei mir Persönlich etwas eindämmen konnte. :-D-> Gesamt: Insgesamt bekommt man mit "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" ein solides Kinder- und Jugendbuch, dass ein wichtiges Thema mit großem Respekt behandelt, von 13-jährigen erzählt, die noch viel lernen müssen und einer Hauptprotagonistin, die im Grunde doch weiß, wie sie sich geben muss, um "gehört" zu werden. Wertung: 5 von 5 Sterne!

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  • Süße Story mit recht ernster Thematik

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    bibliophilehermine

    bibliophilehermine

    23. March 2017 um 00:22

    Es ist ein wirklich süßes Buch, sehr humorvoll aber auch mit ernstem Hintergrund.Beim lesen wurde ich immer wieder in meine Schulzeit zurück versetzt. Ich meine wir kennen das doch alle oder? Mal ist man Täter, mal das Opfer von blöden Sprüchen. Das ist nichts neues. Nur war zu meiner Zeit - Gott das hört sich an als wäre ich im Alter von Gandalf - das Internet noch nicht so präsent und Gerüchte oder Shitstorms breiteten sich nicht so schnell aus. Was hier wirklich gut verpackt wurde ist die Frage: Wann ist man Täter , wann ist man Opfer von Mobbing. Und wie schnell können sich die Rollen tauschen. Ist der Täter nicht auch nur ein Opfer und das Opfer ein Täter? Diese Geschichte zeigt einfach mal wieder auf, dass man einfach alle Facetten kennen sollte bevor man urteilt. Und das auf wunderbar leichte, lockere und lustige Art. Die Figuren, besonders Flo, sind lebendig und greifbar. Flo ist so liebenswert und ich hätte sie am liebsten oftmals einfach nur in den Arm genommen. Ich mochte an ihr besonders, dass sie so ehrlich ist in ihren Gedanken, das sie Gefühle zulässt, wie Eifersucht und Neid, die in dem Alter ja auch völlig normal sind. Ich konnte mich mit ihr identifizieren. Nur litt ich nie an Flolotis, sondern hatte schon immer ne zu große Kotterschnauze. Der Schreibstil ist leicht und innerhalb weniger Stunden habe ich das Buch eingesogen, für mich hatte die Geschichte genau die richtige Länge. Es ist zwar recht dünn, aber alles andere wäre einfach zu viel gewesen und es hätten sich Längen ergeben. Es war genau richtig. Kurz und Knackig. Das Autorenduo Anna Pfeffer, dass sich aus Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt zusammen setzt, hat wieder einmal einen Jugendroman erschaffen, der mit Leichtigkeit, Charme, Ernsthaftigkeit, Humor und der ein oder anderen Überraschung besticht. Absolute Leseempfehlung.

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  • Im Flo-Flow! Tolles, humorvolles Mädchenbuch.

    Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte
    lex-books

    lex-books

    22. March 2017 um 08:59

    "Flo oder der Tag, an dem die Maus verrutschte" von Anna Pfeffer zog blind bei mir ein, ohne dass ich die geringste Ahnung gehabt hätte, wovon das Buch überhaupt handelt. Vermutlich hätte ich es auch gelesen, wenn es sich um ein Telefonbuch oder die Bauanleitung für ein Küchenregal gehandelt hätte. Denn das Autorinnenduo Ulrike Mayrhofer und Carmen Schmidt, die hinter dem Pseudonym stehen, haben bei mir im vergangenen Jahr mit ihrer schwarzhumorigen Teenagerromanze „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ jede Menge Lachflashs ausgelöst, so dass ich mir absolut sicher war, hier keinen Fehlgriff zu tätigen. Die Frage ist nun aber: Schaffen Anna Pfeffer so eine Glanznummer ein zweites Mal? Kann ihr neues Buch mithalten? Ich sage mal: Ja… aaaaaber… mit Verspätung. Da gab es am Anfang eine kleine Durststrecke, die für mich erst nach etwa 100 Seiten ein erfreuliches Ende fand. Flo und ihre Maus haben mich ernsthaft auf die Folter gespannt. Da fehlte (Achtung Wortspiel!) etwas Salz. Schließlich aber packte mich der Flo-Flow.   Das Buch handelt übrigens weder von Flöhen, noch von Mäusen. Ein kleiner Fisch kommt darin vor, aber eher am Rande. Es ist wohl nahezu unmöglich vom Titel auf den Inhalt zu schließen. Denn der geht so: Flo, 13 Jahre jung, ist total schüchtern. Schlagfertige Antworten hat sie immer erst mit reichlich Verspätung parat und wenn sie vor der Klasse steht, bekommt sie keinen Ton heraus. Ganz anders sind da ihre beiden besten Freundinnen: Julia ist um keine Antwort verlegen und Anouk ist nicht nur klug, sondern auch wunderschön. Obwohl die drei total unterschiedlich sind, halten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Bis zu dem Tag, an dem Anouk Ben küsst, Flos großen Schwarm. Das macht Flo so wütend, dass sie sich nicht nur ihren Frust über Anouk, sondern auch gleich den über ihre Mitschüler in einem bitterbösen Brief vom Herzen schreibt, den sie dann leider – kurz mit der Maus verrutscht - an Dr. Zomp, einen öffentlichen Online-Kummerkasten, abschickt. Der Shitstorm, der daraufhin losbricht, verlangt Flo einiges ab. Aber ganz unverdient ist er nicht… So ist das also mit der Maus. Gar keine Tiergeschichte, sondern eher eine Mobbinggeschichte, die anfangs niedlich und witzig vor sich hin plätschert. Schulalltag, Gespräche über Jungs und Kennenlernen der Charaktere. Erzählerin Flo plaudert locker-flockig, aber scheinbar ziellos drauf los, so dass ich – in meiner klappentextlosen Ahnungslosigkeit – nicht recht eine Richtung ausmachen konnte. Die wird erst erkennbar, als Flo den Brief abschickt, der dann plötzlich in der Schule bekannt wird. Damit bekommt die Sache buchstäblich Pfeffer (Wortspiel!) und man leidet ehrlich mit. Das alles ist so richtig schön unangenehm. Beim bloßen Lesen habe ich mich zusammen mit Flo in Grund und Boden geschämt. Wie kommt sie aus der Sache wieder raus? Kann man so einen heftigen Fehltritt überhaupt wieder gut machen? Das sind die Fragen, mit denen man Flo durch eine Geschichte begleitet, die sich trotz der ernsten Thematik lange nicht so ernst liest, wie sie sich in der Realität darstellt. Anna Pfeffer bleiben beim lässigen Erzählton, das ist ihre Stärke. Sie schaffen es aber an einigen Stellen ein wirklich unbehagliches Gefühl zu erzeugen und – trotz Netz und doppeltem Boden – beim Leser Mitgefühl für alle Betroffenen zu wecken. Wobei sich Flo größtenteils wacker durch die Handlung schlägt. Realistisch ist das nicht immer, aber schön zu lesen. Denn – sollte man je in einer ähnlichen Situation sein – genau SO möchte man auch aus der Nummer wieder rauskommen. Gestärkt, mit erhobenem Kopf und deutlich klüger. Das Mädchenbild von Anna Pfeffer gefällt mir generell sehr gut. Ein bisschen (altersgemäß) unsicher, gleichzeitig ganz schön frech und stark. Anfangs kam es mir zunächst so vor, als würde sich ab und zu der rote Faden verwickeln, weil hier mehrere Themen zeitgleich auf’s Tablett geworfen werden. Da wäre einmal Flo und ihre sogenannte „Flolitis“, ihre kleinen rhetorischen Blackouts, wenn jemand sie blöd anmacht und sie nicht weiß, wie sie reagieren soll. Dann ist da die Sache mit dem Mobbing und schließlich – wir befinden uns hier natürlich in einer Geschichte für jüngere Leserinnen (!) – geht es viel um Streitereien unter Freundinnen und Schwärmereien für Jungs. Nach und nach laufen die verschiedenen Schauplätze gut zusammen. Bis dahin trösten der aufgeweckte, trockene Humor und liebenswerte, teilweise schrullige Figuren (Flos Mutter!) über kleine Schwächen hinweg. Am Ende gibt es noch einen Klacks zuckersüßer Schlagsahne obendrauf und eine handvoll bunter Streusel! Message: Es lebe die Freundschaft! Mit einem fetten Grinsen und einem langgezogenen Teenieseufzen (von dem ich nicht weiß, wo es herkam) habe ich das Buch zugeklappt. Bitterböses Thema, zuckersüß erzählt. Für Mädchen ab 11 Jahren ein toller, humorvoller Mutmachschmöker, der den Ton der jungen Generation trifft und für den auch ich mich nicht zu alt fühlte.

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