Mir gefallen die Erzählungen sehr, weil sie nicht nach Schema X und Klischees von Kiosk-Liebesromanen gestrickt sind, sondern originell und überraschend, ernst bis heiter und sehr heiter, die Verschiedenheit der Menschen sind besonders liebevoll gezeichnet, ausserdem sind sie nicht so lang ausgewalzt wie Romane, keine ausufernden Beschreibungen von Gelände und Wetter etc.
Sehr hübsch finde ich die Illustrationen. Von mir aus könnten noch viel mehr davon im Buch enthalten sein.
Ich habe auch den ersten Band der gleichen Autorin gelesen und mich genau so amüsiert.
Wer es noch genauer wissen will, hier die Themen zu den einzelnen Erzählungen aus Band 2:
„Lückenbüsser“: Junge Leute verlieben sich in jemand, der/die wiederum jemand anderes liebt. Zwei davon wollen sich die Zeit bis zur Eroberung des/der Auserwählten mit einer Lückenbüsser-Freundschaft vertreiben.
„Ich bin gut für dich“: Es finden sich zwei im Internet, die eigentlich Musik-Kollegen suchen. Nach den Fotos sind sie hingerissen voneinander und treffen sich. Aber da passiert nicht das was im bekannten Film „E-mail für dich“, sondern etwas völlig anderes und unerwartetes, zunächst unerklärliches. Der Ausgang ist nicht absehbar.
„Nachbarschaft“: Es geht nicht um Nachbarschafts-Streit, sondern im Gegenteil, die Nachbarn helfen sich geradezu grenzenlos aus, hauptsächlich einer jungen Mutter, deren Gatte dem Sauberkeitsfimmel und der Bazillenphobie ausgeliefert ist. Mutige Strategien, welche Komödien-Klischees zerfetzen!

