Anna Quindlen

 3.5 Sterne bei 110 Bewertungen
Autorin von Ein Jahr auf dem Land, Unsere Tage im Haus am Fluss und weiteren Büchern.
Autorenbild von Anna Quindlen (© Maria Krovatin / Quelle: Random House)

Lebenslauf von Anna Quindlen

Preisgekrönte Kolumnistin: Die 1952 in Philadelphia geborene Schriftstellerin begann ihre bemerkenswerte Karriere als Journalistin bei der „New York Post“. Nach ihrem Abschluss am College begann sie dort ihre Arbeit als Kolumnistin und wurde 1992 für ihre Kolumne „Public and Private“ mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet. 1995 wandte sie sich vom Journalismus ab, um sich voll und ganz dem Schreiben von Büchern hinzugeben.

Seitdem hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Kinder- und Selbsthilfebücher. Einige ihrer Bücher wurden erfolgreich verfilmt und für TV-Serien adaptiert.

Heute lebt Quindlen mit ihrem Mann und den drei Kindern in New York.

Alle Bücher von Anna Quindlen

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Buchformat:
Cover des Buches Ein Jahr auf dem Land9783421046666

Ein Jahr auf dem Land

 (53)
Erschienen am 02.03.2015
Cover des Buches Unsere Tage im Haus am Fluss9783328103578

Unsere Tage im Haus am Fluss

 (11)
Erschienen am 09.09.2019
Cover des Buches Der Platz im Leben9783328106456

Der Platz im Leben

 (9)
Erscheint am 11.01.2021
Cover des Buches Die Seele des Ganzen9783442720736

Die Seele des Ganzen

 (8)
Erschienen am 01.02.1997
Cover des Buches Mein Leben mit Beau9783442203376

Mein Leben mit Beau

 (8)
Erschienen am 18.10.2008
Cover des Buches Kein Blick zurück9783442750245

Kein Blick zurück

 (5)
Erschienen am 01.07.2002
Cover des Buches Des Lebens Fülle9783442750993

Des Lebens Fülle

 (3)
Erschienen am 18.02.2003

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Rezension zu "Der Platz im Leben" von Anna Quindlen

Scharfsichtige und warmherzige Unterhaltung
krimielsevor 4 Monaten

Der Roman „Ein Platz im Leben“ der Amerikanerin Anne Quindlen ist ein Plädoyer dafür, sich aufzuraffen und sich immer wieder neu zu erfinden, es ist ein Familienroman, ein virtuoser Gesellschaftsroman mit scharfem Blick auf eine zerbröselnde liberale Gemeinschaft und eine gelungene Hommage an die Stadt New York, das alles auf sprachlich hohem Niveau und sehr gut übersetzt von Tanja Handels.


Von Anfang an nimmt das Buch den Leser gefangen, auch wenn nicht allzu viel passiert und sich vieles in einer Sackgasse der Stadt New York innerhalb einer ziemlich abgeschotteten Gemeinschaft abspielt. Aber genau darin liegt wohl der große Reiz der Geschichte, die von Nora Nolan und ihrem Ehemann Charlie erzählt, von ihren Nachbarn und Bekannten, die alle mehr oder weniger glücklich im Wohlstand in New Yorks Upper East Side in stilvollen Stadthäusern leben. Nora Nolan glaubt glücklich zu sein mit ihrer Ehe, mit den fast erwachsenen Zwillingen und ihrem Job im Museum of Jewelry. Alles scheint perfekt, angefangen von ihren Kindern, die an hervorragenden Colleges untergebracht sind bis hin zu ihrem Traumhaus, das herrschaftlich-stilvolles Ambiente für Nachbarschaftsfeste bietet. Alle halten sich für unglaublich liberal, zahlen sie doch ihren südamerikanischen Hausangestellten einen extra Weihnachtsbonus und behandeln den puertoricanischen Handwerker der Straße, Ricky, scheinbar wie einen Gleichgestellten. Doch die Gemeinschaft, in der sie sich mit ihrer Familie bewegt, bröckelt, so wie ihre Ehe und so wie auch der altherrschaftliche Stadtteil, und ein überraschend brutales Ereignis in der Nachbarschaft spaltet die Bewohner in Lager. Nora muss erkennen, dass die Krise des liberalen Amerika auch ihre ruhige Sackgasse erreicht hat, dass eben nicht überall gleiches Recht für alle gilt sondern große gesellschaftliche Abschottung zwischen Reich und Arm herrscht, die sie mitgetragen hat. Nora, in mittleren Jahren, sucht ihren Platz neu, und das nicht nur innerhalb der Nachbarschaft, sondern auch für ihr Eheleben und für ihren Job.


Feinsinnig, mitfühlend, sprachlich virtuos und voller kluger Wärme nimmt die preisgekrönte Autorin den Leser mit, läßt an Noras Träumen und Wünschen teilhaben und erzeugt durch viele kleine Episoden Spannung beim Lesen. Man liebt die Protagonistin, die sich voller Mut aufrafft und den Gegebenheiten ins Auge sieht, einen völlig neuen Weg geht und das letzten Endes leichten Herzens und mit der nötigen Weisheit. 

Die Entwicklung der zusammengewürfelten Gemeinschaft wird sehr genau ausgeleuchtet, Scheinheiligkeiten haben keinen Platz mehr, und ohne viel Pathos mit scharfem Fokus verfolgt der Leser den Zusammenbruch dort, wo es eigentlich auch vor dem Schlüsselereignis kein Füreinander gab.


Sprachlich großartig geschrieben ist das Buch für mich höchst unterhaltsam, hellsichtig und mit einem äußerst glaubwürdigen Ende verhaltener Hoffnung. Was will man mehr?


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Rezension zu "Der Platz im Leben" von Anna Quindlen

Raus aus der Sackgasse!
ulrikerabevor 5 Monaten

Eine kleine Sackgasse in einem besseren Viertel von New York City, dort leben Nora und Charlie Nolan schon seit vielen Jahren. Ihre Zwillinge sind dort groß geworden. Mit den Nachbarn haben sie regen Kontakt. Es ist eine gute Gegend für gehobene, gutverdienende, bildungsaffine Leute.  So scheint es und es könnte besser wohl nicht sein. Bis ein außergewöhnlicher Akt der Gewalt, das Gefüge in der Gasse völlig auseinander reißt.

Es sind Stadtneurotiker der nächsten Generation, die Anna Quindlen in ihrem Roman „Der Platz im Leben“ beschreibt. Nicht die intellektuellen Träumer im Aufbruch, sondern die die festgefahrenen, wohlstandssaturierten Langweiler und Spießer. Erst ein Anstoß von außen lässt die Fassade der Gemeinschaft, aber auch die persönlichen Bindung zwischen Nora und Charlie bröckeln. Anna Quindlen spielt mit Bildern, das Feststecken in der Sackgasse, der Unrat, der nach einem Gebrechen aus dem aufgebrochenen Asphalt quillt, Nora, die ein Puppenheim verlässt. Der eine Anstoß, der von außen kommt, veranlasst Nora ihre Ehe, ihre Berufswahl, ihr ganzes Leben überdenken. 

Die Geschichte, die zunächst sehr zäh und mit Klischees vollbeladen vor sich hin dümpelt, bietet nicht viel von Interesse. Belangloses Jammern auf sehr hohem Niveau über Parkplätze (!) beherrscht den Anfang. Gelegentlich geheimnisvolle Notizen eines unsichtbaren Grundstückseigentümers, sollen vielleicht gespanntes Interesse wecken. Die Auflösung dazu ist im Übrigen genauso trivial, wie die zu den rätselhaft platzierten Hundekotsäckchen. Diese Sorgen möchte wohl jeder gerne haben. Zeitweise fühlte ich mich wie in einer urbanen Wisteria Lane. Der „Vorfall“ der die schöne Welt zum Kippen bringt, bringt auch die Geschichte mehr in Fahrt. Ab da ging es mir mit dem Buch besser. Aber von der anfänglichen Schlafkrankheit habe ich mich bis zum Schluss nicht ganz erholt. Schade, denn ich hatte mir mehr von diesem Roman versprochen.

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Rezension zu "Der Platz im Leben" von Anna Quindlen

Gepflegte Langeweile...
pardenvor 6 Monaten

GEPFLEGTE LANGEWEILE...


Bis zu jenem Tag, an dem ein brutaler Vorfall die Nachbarschaft erschütterte, glaubte Nora, dass sie glücklicher kaum sein könnte: Sie ist seit gut 25 Jahren mit Charlie zusammen, die Zwillinge sind auf hervorragenden Colleges, sie liebt ihre Arbeit im Museum of Jewelry, und mit einem stilvollen Haus in New Yorks bemittelter Upper West Side hat sich ihr sehnlichster Wunsch erfüllt. Doch plötzlich hat das friedliche Miteinander in ihrer Straße ein Ende. Jeder ist gezwungen, Stellung zu beziehen – Gräben tun sich auf, zwischen Nachbarn, Freunden, Familien und auch in Noras Ehe, und sie muss sich fragen, wo ihr Platz im Leben wirklich ist. 


Nora und ihr Mann Charlie leben bereits seit Jahren in einer Sackgasse eines gehobenen New Yorker Viertels. Die Nachbarschaft ist eine eingeschworene Gemeinschaft mit traditionellen Festen und Zusammenkünften. Als es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall kommt, gerät alles zunehmend aus den Fugen.


Ricky, der hispanische Handwerker, der für die gesamte Nachbarschaft arbeitet, wird von einem der Nachbarn brutal mit einem Golfschläger zusammengeschlagen. Fortan kursieren zwei verschiedene Versionen des Geschehens, und die Anwohner der Straße teilen sich in unterschiedliche Lager auf, je nachdem, welcher Version sie Glauben schenken mögen. Ein feiner Riss zieht sich durch die Nachbarschaft und wird täglich größer - und macht auch vor der Ehe von Nora und Charlie nicht Halt...


Wer hier (wie ich) ein feinsinniges Kammerspiel erwartet oder gar ein spannendes Psychodrama, wird wohl eher enttäuscht. Stattdesssen entspinnt sich hier die langatmig erzählte Geschichte einer Ehe, die durch einen äußeren Auslöser zu zerbrechen droht. Rückblenden in die Vergangenheit gehören ebenso dazu wie Reflektionen über das Hier und Jetzt, Entscheidungen werden in Frage gestellt und bereits vorhandene Gräben anscheinend zunehmend unüberbrückbar.


Eine gut situierte New Yorker Familie, deren Mitglieder sich auseinander entwickeln, zu unterschiedlich in ihren Lebensentwürfen und -planungen. Bewusste Entscheidungen werden dabei nur wenige getroffen, vieles geschieht einfach und muss dann hinsichtlich der Folgen näher betrachtet werden. Den einzigen Knall gibt es auf dem Parkplatz, auf dem Ricky brutal zusammengeschlagen wird. Alles andere ist - gepflegte Langeweile. Zumindest in meinen Augen...


Stets habe ich darauf gewartet, dass etwas Spektakuläres geschieht, auf Streitigkeiten gelauert, doch gab es davon nur wenige. Eine unspektakuläre und lahme Handlung - dies war der Eindruck, der sich mir ständig wieder aufdrängte - meist schon nach wenigen Seiten.Entsprechend lange habe ich an diesem Roman gelesen, dabei stets auch darauf lauernd, womöglich eine versteckte Botschaft zu entdecken. Doch gefunden habe ich nichts...


Eine zähe Handlung mit für mich unnahbaren Charakteren - hier gab es nichts, was mich zu dem Roman hinzog. Ob in China nun ein Sack Reis umfällt oder ich diesen Roman lese hinterlässt bei mir weitesgehend denselben Effekt: uninteressant...


Schade - diesen Roman hätte ich gerne mehr gemocht...




© Parden  



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Anna Quindlen wurde am 08. Juli 1952 in Philadelphia (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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