Anna Quindlen Ein Jahr auf dem Land

(45)

Lovelybooks Bewertung

  • 47 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 2 Leser
  • 22 Rezensionen
(7)
(15)
(13)
(5)
(5)

Inhaltsangabe zu „Ein Jahr auf dem Land“ von Anna Quindlen

Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann geschieden, für den erwachsenen Sohn längst entbehrlich, und als Künstlerin hat sie ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses, doch nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen vermietet sie ihr luxuriöses New Yorker Apartment und zieht für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt. Der unfreiwillige Landaufenthalt wird kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca nicht nur die langersehnte neue Inspiration, sondern auch eine unverhoffte Liebe und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten ...

Am besten im Winter lesen. Ein schönes Buch, mit liebenswerten Menschen :) Während des Lesens gewann ich es zunehmend lieber.

— Cappukeks

Langweilig!

— nici_12

Nicht schlecht, konnte mich aber nicht richtig packen. Irgendwie sehr gleichförmig beschrieben ohne Höhen und Tiefen.

— Damarel

Interessante Geschichte, leider mit sehr vielen Zeitsprüngen, die mich sehr irritiert haben...

— Kamima

Etwas öde Geschichte, gut geschrieben, aber leider mit Längen!

— sommerlese

Wunderschönes Buch mit einer Geschichte, die sich zwar langsam entwickelt, aber umso stärker berührt. Eine Ode an das Leben. Ich liebe es!

— Mary-and-Jocasta

Stöbern in Romane

Die Herzen der Männer

Ein sehr guter Roman, der verschiedene Männertypen in den Fokus rückt ohne dabei aufdringlich zu sein.

MrsAmy

Als die Träume in den Himmel stiegen

Atemberaubend erzählt! Hat mich mit Gänsehaut Lachen und einer ganzen Menge Tränen 100% überzeugt!

Alina97

Kleine große Schritte

Mittelmäßiger Schreibstil, aber dafür wird ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen! Das Lesen wert!

Buecherimherz

Mr. Widows Katzenverleih

Schön schräg und liebenswert, ich denke jeder von uns hätte gern einen Mr.Widow und einen Katzenverleih!

drmellnick

Das Leuchten der Erinnerung

Spannender Reisebericht mit Hindernissen

Diana182

Underground Railroad

An sich ist die Idee nicht schlecht und das Thema sehr wichtig, allerdings hat mich die Umsetzung kaum berührt.

MilaW

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Jahr auf dem Land

    Ein Jahr auf dem Land

    nici_12

    13. August 2017 um 18:41

    Die Story Rebecca Winter ist Fotografin und mit sechzig für den Bradley-Preis nominiert. Damit steht eins fest: Sie ist Schnee von gestern. Kurzerhand mietet sie sich ein kleines Häuschen auf dem Land an und vermietet ihr New Yorker Apartment. Dies tut sie weniger, weil sie sich alt und nicht gebraucht fühlt, als viel mehr, dass sie sich das New Yorker Leben einfach nicht mehr leisten kann. Mit den Zusatzausgaben für deas Pflegeheim ihrer Mutter kann sie es sich schlichtweg nicht mehr leisten, dort wohnen zu bleiben. In dem neuen Zuhause warten zwar neue Fotomotive auf Rebecca, aber auch Waschbären, die es sich auf ihrem Dachboden gemütlich machen. Dadurch lernt sie immerhin den netten Dachdecker Jim kennen. Und dann ist da noch die Teestubeninhaberin Sarah, die zwar viel plappert, aber nett zu sein scheint. Nach einem Anstandsbesuch bei ihrer Mutter im Pflegeheim (die sie eh nicht wiedererkennt) und einer Stippvisite bei ihrem Vater, entscheidet sie sich, den beiden erst einmal nichts von ihrem Umzug aufs Land zu erzählen. Er ist ja eh nur übergangsweise und wenn sie das nötige Geld hat, will sie auf jeden Fall nach New York zurück. Bei ihren verschiedenen Streif- und Spaziergängen durch die nahegelegenen Wälder findet sie immer wieder Holzkreuze, die aber kurz darauf wieder verschwunden sind. Wer stellt sie auf bzw.  wer entfernt  sie wieder? Und warum?   Abbruch auf Seite 104.   Meine Meinung Was für ein langweiliges Buch :-( Leider gefiel es mir ganz und gar nicht. Selbst nach über 100 Seiten konnte mich die Geschichte nicht mitreißen. Die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich teils mehr verwirrend als hilfreich. Und dann sind da für mich ganz unnötige Kapitel dazwischen, die meiner Meinung nach überhaupt nichts für die Story tun („Der Hund kommt – und geht auch wieder“). Vielleicht ist das Buch zu tiefgründig für mich und ich versteh es nur nicht, kann auch sein. Wie auch immer kann ich dem Buch keine Leseempfehlung geben. Ich fand es einfach langweilig und wenn mich das Buch nach 100 Seiten immer noch nicht gepackt hat, dann bezweifle ich, dass es das noch tun kann.

    Mehr
  • Seltsam passiv...

    Ein Jahr auf dem Land

    Damarel

    25. June 2017 um 18:02

    Rebecca Winter zieht aufs Land. Allerding nicht, weil sie (wie so viele Romanheldinnen) einen Neuanfang braucht, sondern aus sehr viel pragmatischeren Gründen. Früher eine gefeierte Fotografin und Künstlerin, ist heute weder von ihrem einstigen Ruhm noch vom Geld viel übrig. Die Flucht aufs Land dient schlicht der Kostenreduzierung, um den Heimplatz für ihre demente Mutter, die Finanzspritzen für den Sohn und das eigene Leben finanzieren zu können. Doch ausgerechnet in einem kleinen Kaff in Neuengland findet die 60jährige Rebecca wieder neue Inspiration. Und nicht nur, was das Fotografieren angeht…   „Ein Jahr auf dem Land“ ist kein schlechtes Buch. Allerdings ist es auch keines, das mich besonders mitgerissen hat. Vielleicht lag es daran, dass ich durch den Klappentext den Eindruck hatte, es würde um eine Art Chick-Lit 40+ gehen. Eine geschiedene Frau, die nachdem der Sohn aus dem Haus ist und ihr Ruhm verblasst, einen Neuanfang sucht. Allerdings stand da nichts davon, dass die Heldin 60 ist und bereits seit über 20 Jahren geschieden. Was nochmal ein anderes Licht auf die Geschichte wirft. Geschrieben ist die Geschichte sehr flüssig, bildhaft, klar und ohne Schnörkel, ohne Kitsch. Auch die Handlung kommt erholsam undramatisch daher. Es geht um alltägliche aber doch interessante Themen wie Partnerschaften, Beziehungen (berufliche und private), finanzielle Probleme, Eltern und wie sie ihre Kinder prägen. Diese Punkte sind auch allesamt interessant aufgearbeitet und die Autorin hat so einiges dazu zu sagen. Es gab so einige Zitate, die mich entweder zum Schmunzeln oder zum Nachdenken gebracht haben. Es wird schon mehr als eine gute Aussage über Menschen und ihr Miteinander getroffen. Da die Geschichte an sich nicht besonders dramatisch und obendrein sehr ruhig erzählt ist, steht und fällt viel mit den Charakteren und ihrem Innenleben. Aber da die Figuren selbst nie wirklich tief in ihre eigene Gefühlswelt involviert zu sein scheinen, kam bei mir als Leser auch keine Spannung, kein Mitfiebern auf. Besonders spiegelte sich das in der Hauptfigur wieder, die auf mich seltsam gleichgültig wirkte. Es hätte durchaus Ansätze für mehr Spannung gegeben, wie zB als Rebecca auf ihren Spaziergängen immer wieder auf seltsame Arrangements mit Kreuzen stößt, die sie fotografiert. Natürlich fragt man sich genau wie Rebecca, woher die Kreuze kommen, was sie zu bedeuten haben. Doch eher am Rande und so wie Rebecca sich zwar wundert, aber nicht mal im Ansatz versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat, kam auch bei mir keine wirkliche Spannung auf, was dahintersteckt. Auch versucht sie keinen Anschluss in ihrer neuen Heimat zu finden, ist eher genervt, wenn jemand auf sie zugeht, wird selbst nie wirklich aktiv und auch bei ihrer Passion, dem Fotografieren, kommt eben keine Leidenschaft rüber. Ja, sie beginnt neue Fotoreihen, aber eher aus Zufall, wenn sie gerade mal über etwas Interessantes stolpert, nicht weil sie nach neuer Inspiration sucht oder ähnliches. Seltsam auch, dass sie kaum ihre finanziellen Verpflichtungen bestreiten kann, aber sich nicht aktiv einen Job sucht. Ja, sie hat später einen Job, aber auch nur, weil ihr den jemand angeboten hat. Ja, ihre Bilder verkaufen sich später wieder, aber auch nur, weil sie eher zufällig ihre alte Agentin feuert. Es scheint immer nur alles um Rebecca herum zu passieren, während ihr alles egal ist und sie es nimmt, wie es kommt, ohne ihr Leben aktiv zu gestalten. Und so wirkt auch das Buch auf mich seltsam gleichgültig, wenig mitreißend. Durchschnittliche 3 Sterne für ein durchschnittliches Buch, das mich weder besonders geärgert, noch besonders begeistert hat.

    Mehr
  • Trampolin oder gute Geschichte?

    Ein Jahr auf dem Land

    Kamima

    09. June 2017 um 12:18

    Bereits 2014 erschien dieser Roman in den USA und das Werk der amerikanischen Schriftstellerin war damals sehr erfolgreich. Umso neugieriger war ich daher, als im Februar 2017 der Penguin Verlag diese Geschichte rund um die erfolgreiche Fotografin Rebecca Winter auf den deutschen Markt brachte.Viel Lob hat diese Geschichte zwischenzeitlich bekommen... aber bei mir ist die Begeisterung ausgeblieben – warum?Nun, die Geschichte ist interessant, das gebe ich offen zu: Rebecca Winter lebt nach Scheidung, Auszug des erwachsenen Sohnes und einer erfolgreichen Karriere, die langsam bergab geht, mittlerweile am Rande der Armut. Sie kann kaum noch die Heimkosten ihrer Mutter noch eine Unterstützung für ihren Sohn zahlen und beschließt, ihre Wohnung in New York zu vermieten und sich selbst eine „Auszeit“ auf dem Land zu geben – mit Waschbären, Streunerhund, wilden Vögeln, Bettwanzen... und netten Bewohnern wie z.B. Dachdecker Jim Bates, Clown „Tad“ Theodore Brinks und die Cafebesitzerin Sarah Ashby.Auch sprachlich schafft es die Autorin, lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Nicht blumig, sondern klar erzählt sie die Geschichte... aber leider so konfus durch div. Zeitwechsel, dass ich oftmals Schwierigkeiten oder auch keine Lust mehr hatte, dem Ganzen zu folgen.Ohne erkennbare Unterscheidung springt sie von der Gegenwart im nächsten Satz in die Vergangenheit – mal in die Kindheit, mal in die berufliche Vergangenheit, mal in die geschiedene Ehe... das mag ja vielleicht zu dem verwirrten Kopfkino von Rebecca Winter passen, erfordert aber von dem Leser all sein Konzentration ab... und hat mich irgendwann dazu veranlaßt, manche Passagen nur noch zu überfliegen, um den Anschluss der eigentlichen Geschichte nicht zu verpassen.Ein Wohlfühlbuch ist etwas anderes für mich... und da ich Romane gerne als Entspannung und „Kopf freiräumen“ lese, hat der Roman leider eher das Gegenteil erreicht und mich daher nicht begeistern können...

    Mehr
  • Leider überhaupt nicht mein Geschmack

    Ein Jahr auf dem Land

    sommerlese

    30. May 2017 um 15:29

    Anna Quindlen schrieb 2014 ihren Roman "Ein Jahr auf dem Land", 2017 erscheint das Buch im Penguin Verlag auf dem deutschen Buchmarkt.Rebecca Winter ist 60, von ihrem Mann geschieden, der erwachsene Sohn braucht sie nicht mehr, und als Künstlerin ist sie nicht mehr gefragt. Als Fotografin konnte sie lange Zeit von ihren Erfolgen leben, das ist langsam vorbei. Sie hat Geldsorgen und vermietet hr luxuriöses New Yorker Apartment, um fern der Stadt auf dem Land zu leben. Findet sie hier berufliche Inspiration und ihr persönliches Glück? "Hoffnung ist ein seltsames Ding. Ganz anders als die Liebe, Angst oder Hass. H. ist ein Gefühl, von dem man erst merkt, dass es da war, nachdem man es verloren hat." Zitat Seite 215Rezension enthält Spoiler! Was war das denn? Meine anfängliche Begeisterung ebbte immer mehr dahin. Viele nichtssagende Szenen machten das Buch langweilig und Rebecca habe ich irgendwie nicht näher kennengelernt. Mit einigen vergnüglichen Erlebnissen zeigt die Autorin anfangs Rebeccas Leben in ihrem einfachen Häuschen, es nistet sich ein Waschbär auf ihrem Dachboden ein, sie kennt den Dachdecker Jim Bates, der eine Lebendfalle aufstellt, das Tier fängt, Rebecca fotografiert das posierliche Tierchen und statt es irgendwo auszusetzen, erschießt Jim es. Für Rebeccas Leben erweist sich dieser Ortswechsel als positiv, sie findet viele neue Fotomotive und lebt gern auf dem Land. Aber interessiert sie sich wirklich für die Natur oder die Menschen hier? Ich hatte leider nicht das Gefühl. Auch ihre Fotografien kommen mir wie eine einfache Knipserei vor, kaum vorstellbar, dass jemand damit große Erfolge erzielen kann. Das Leben auf dem Land wird anschaulich beschrieben, allerdings auch in einer sehr umständlichen und ausschweifenden Art und Weise. Anna Quindlen erzählt in einer schönen und treffenden Sprache, ihre Botschaft soll wohl ermutigen und den Neuanfang und das Glück für ältere Menschen hervorheben. Mich hat Rebecca aber eher nicht erreicht. Ich konnte keine Beziehung zu ihr aufbauen und nur von Quindlens Sprache allein, kann ein Roman nicht leben. Er braucht Tiefe, sowie Charaktere, die den Leser mitnehmen und den Funken überspringen lassen. Das hat hier bei mir leider nicht geklappt.   Ermutigend und hoffnungsvoll, so würde ich dieses Buch positiv nennen. Doch richtig ergriffen hat es mich nicht. Müssen denn immer Beziehungen die Leben retten? Ich hatte erwartet, hier mehr über die Fotografie zu lesen.

    Mehr
    • 2
  • Für einen Neuanfang ist es nie zu spät!

    Ein Jahr auf dem Land

    zauberblume

    12. March 2017 um 09:40

    "Ein Jahr auf dem Land" ist der erste Roman den ich von der amerikanischen Bestsellerautorin gelesen habe. Und ich muss sagen, das mich die Geschichte beeindruckt hat. Die 60jährige Starfotografin Rebecca Winter steht am Wendepunkt ihres Lebens. Sie entschließt sich New York für ein Jahr den Rücken zu kehren. Sie vermietet ihr schickes Apppartment und mietet sich ein altes Haus auf dem Land. Für ihren Mann ist sie längst entbehrlich und ihr Sohn Ben lebt sein eigenes Leben. Doch für die Städterin ist es hier auf dem Land nicht einfach. Hier wimmelt es von wilden Tieren und die kauzigen Bewohner des Dorfes sind gewöhnungsbedürftig. Und außerdem entpuppt sich das gemietete Haus als kleine Bruchbude. Rebecca muss sich vielen neuen Herausforderungen stellen. Doch das Landleben tut ihr gut uns sie bekommt neue Inspirationen und eine unverhoffte Liebe .....Das Buch hat mich von Anfang an begeistert. Den Schreibstil der Autorin finde ich klasse. Ich konnte mir alles so gut bildlich vorstellen. Da ist Rebeccas schickes Appartment, das sie untervermietet hat. Und dann das kleine Häuschen auf dem Land. Und die atemberaubende Natur ringsumher. Ich habe mit Rebecca abenteuerliche Streifzüge durch die Umgebung unternommen. Bewundert habe ich an Rebecca, dass sie sich nicht unterkriegen ließ, obwohl es ihr beruflich auch nicht so gut gin. Sie kümmert sich rührend um ihre Eltern, obwohl diese Situation auch nicht einfach ist. Und man hat bemerkt, dass die im Laufe der Geschichte eine Wandlung durchgemacht hat. Ich finde, man merkt was Glück wirklich ausmacht, denn oft sind es ja nur Kleinigkeiten. Und dann ist da der Dachdecker Jim. Ein ganz besonderer Protagonist, der es im Leben auch nicht immer leicht hat. Man spürt diese Magie zwischen den beiden, doch ob ihre Liebe eine Chance hat? Für mich ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mir äußerst unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Das tolle Cover passt ja auch wunderbar zur Geschichte. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne.

    Mehr
  • Die Geschichte von Fahrrad und Fisch

    Ein Jahr auf dem Land

    Mary-and-Jocasta

    15. February 2017 um 17:31

    „Rebecca lächelte, und er sah sie an, sein ganzes Herz in den Augen, und sie musste wegschauen.“ Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann ist sie geschieden, für ihren erwachsenen Sohn nicht mehr unentbehrlich, und als Künstlerin hat sie längst ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin sorglos von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses. Aber nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen beschließt sie, ihr New Yorker Apartment zu vermieten und für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt zu ziehen. Der unfreiwillige Landaufenthalt ist kein Spaziergang im Central Park - und doch beschert er Rebecca eine unverhoffte Liebe, neue Inspiration und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten ... Obwohl dieser Roman das komplette Gegenteil meines Beuteschemas ist, habe ich zugegriffen. Warum? Das kann ich bis heute nicht sagen, aber es hat sich gelohnt. Die Geschichte ist wahnsinnig tiefgründig und emotional, aber nicht auf diese laute, aufrüttelnde Art und Weise, sondern vielmehr still und beruhigend. Besonders die letzten hundert Seiten waren so schön, dass ich manche Stellen einfach zweimal lesen musste, weil ich nicht genug bekam. Aber von vorn: Obwohl die ganze Idee mit der inspirationslosen Künstlerin, die aufs Land zieht, um sich neu zu entdecken, sicherlich nichts Unbekanntes ist, hatte das Ganze doch etwas. Rebecca Winter als Protagonistin erschien mir so viel jünger als 60 und einige Sorgen und Probleme, mit denen sie sich beschäftigt, sind auch mir nicht unbekannt. Es ist erstaunlich, dass sich die Fragen, die man an das Leben hat, nicht viel ändern, je älter man wird. Auch Jim, der zwar 20 Jahre jünger war als Rebecca, hat da keine Ausnahme gemacht. Er blieb bis fast zum Ende recht undurchsichtig, doch seine Ecken und Kanten lernte man, genau wie Rebecca, schnell kennen und lieben, sodass man am Ende das Gefühl hatte, ein Teil ihres Lebens zu sein. Und dass dieses Leben nicht rundum perfekt war, steht außer Frage... Weiterlesen?

    Mehr
  • Beruf und Liebe

    Ein Jahr auf dem Land

    Bellastella

    25. August 2016 um 11:06

    Das Buch hat mir am Anfang sehr gefallen. Rebecca, eine ältere Frau, geschieden, ist gezwungen, in eine billige Hütte aufs Land zu ziehen, um irgendwie finanziell über die Runden  zu kommen. Sympathisch: Sie hat selber so wenig, meint aber immer noch, ihren fast erwachsenen Sohn unterhalten zu müssen und hat trotzdem keinen Groll gegen dessen vermögenden Vater. Sie vermisst ihre luxuriöse Wohnung, das Essen und die intellektuellen Freunde in New York. Sie sorgt sich um ihre alten Eltern, zu denen sie aber keinen so rechten Zugang (mehr) hat. Mit der Zeit gewöhnt sie sich an das Landleben, findet dort neue, ganz andere Freunde, entdeckt ihre Sympathie für Tiere und findet sogar neue Motive für ihre Arbeit als Fotografin. Alle diese kleineren Ereignisse sind in einzelnen kürzeren Kapiteln  beschrieben. Ich finde die Sprache sehr schön: einfach und anschaulich. Jedes einzelne Kapitel könnte in einem Erzählband auch für sich stehen. Schließlich der Hit: Rebecca findet ihre große Liebe. Irgendwie müßte das nicht sein, denke ich. Kann eine Frau denn nur glücklich sein, wenn sie einen Mann „abkriegt“? Und das allerletzte Kapitel macht irgendwie das ganze Buch kaputt, macht es beinahe zu einen billigen Kitschroman: Alle Freunde und Verwandten finden ebenfalls ihre große Liebe... Am schlimmsten: Der unausstehliche Mann einer Freundin wird von einem Baum erschlagen, wie praktisch, und die Freundin findet gleich einen viel netteren neuen Mann.

    Mehr
  • Neues Leben - neue Liebe

    Ein Jahr auf dem Land

    Federfee

    22. July 2016 um 14:37

    Die Künstlerin (Fotografin) Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: sie ist 60, geschieden, am Ende ihrer Karriere und in finanziellen Schwierigkeiten. Sie unterstützt ihren Sohn, zahlt das Pflegeheim für die Mutter und die Miete für die Wohnung des Vaters mit Pflegerin. Um das weiter tun zu können, vermietet die eingefleischte New Yorkerin ihr luxuriöses Apartment und zieht in ein heruntergekommenes Häuschen in einem einsamen Dörfchen.Wie sie ihr Leben dort meistert, neue Inspiration und sogar eine neue Liebe findet, erzählt Anna Quindlen in unterhaltsamer und beschaulicher Weise.Das Ende fand ich ein wenig komprimiert und gerafft, aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Und über ein Happy End hat sich sicher noch niemand beschwert, oder?Ein bemerkenswerter Satz aus dem Buch:"Man macht ein Foto, und dann schaut man es sich an,  und es ist einfach nicht das Gleiche. Irgendwie geht unterwegs immer was verloren." (S. 50)

    Mehr
  • warmherzig, tröstlich und schön geschrieben

    Ein Jahr auf dem Land

    AutorinMonaFrick

    29. February 2016 um 18:17

    Ein warmherziger Liebesroman, tröstlich und unterhaltsam, und anspruchsvoll geschrieben. Ich habe die Protagonisten gern durch die ein bis zwei Jahre begleitet. Eines der besten Kapitel fand ich, als der Hund eingeführt wird, und wie dessen Rolle sich immer weiter ausdehnt. Klar, am Schluss kam vielleicht ein wenig zu viel Happy, Happyend, aber trotzdem finde ich das Buch empfehlenswert. Und der Gedanke ist durchaus tröstlich, dass man in jedem Alter nochmal neu anfangen und die Liebe finden kann ...

    Mehr
  • Warmherziger Roman über einen Neuanfang

    Ein Jahr auf dem Land

    Corsicana

    12. February 2016 um 13:37

    Letztes Jahr war ich im Rahmen der litcologne bei einer Lesung mit Anna Quindlen. Mir hatte vor Jahren ihr Roman "Lebenslinien" sehr gut gefallen. Und die Lesung zu diesem neuen Buch war auch sehr interessant. Und nun habe ich das neue Buch endlich gelesen. Und es war richtig schön, das Lesen. Das Buch erzählt die Geschichte von Rebecca Winter, einer berühmten Fotografin, deren Ruhm jedoch im Alter von 60 Jahren spürbar nachlässt. Deshalb zieht sie für ein Jahr aufs Land, Sie vermietet ihre Luxuswohnung in New York und mietet ein kleines einfaches Haus, um ihre finanzielle Lage zu verbessern. Und dieses Jahr auf dem Land bringt einen unerwarteten Neuanfang, sowohl in beruflicher als auch in persönlicher Hinsicht. Anna Quindlen erzählt eine schöne, hoffnungsvolle Geschichte mit viel Warmherzigkeit, sehr guter Figuren-Zeichnung und in einer schönen und pointierten Sprache. Dabei entlarvt sie so manches Klischee über den Clash zwischen Stadt- und Landbewohnern und über Kunst und Kunstexperten - bleibt dabei jedoch bei einem liebevollen, verständnisvollen Blick auf die Protagonisten - auch wenn diese  durchaus ihre schwierigen Seiten haben. Und obwohl das Leben sowohl in der Stadt als auch auf dem Land keine Idylle ist. Fazit: Ein sehr gut gelungener Unterhaltungsroman, der nicht seicht ist - sondern sehr viel Tiefgang hat - und witzig und gut geschrieben ist. 

    Mehr
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

    Mehr
    • 1702
  • Ein Jahr auf dem Land

    Ein Jahr auf dem Land

    cLooch

    12. December 2015 um 14:27

    Ein Jahr auf dem Land erschienen am 2. März 2015 im DVA Verlag Anna Quindlen ist erfolgreiche Autorin. Ihre Romane und Sachbücher finden sich auf den amerikanischen und internationalen Bestsellerlisten.  „Ein Jahr auf dem Land“ ist ihr jüngster Roman, der erneut die Leser überzeugen konnte. Inhalt Rebecca war eine Fotografin mit einer beeindruckenden Karriere. Ihre Stillleben ermöglichten ihr ein unbeschwertes Leben. Sie hat einen Sohn und ist geschieden. Aber im Alter von 60 ist ihre Ehe gescheitert und auch die glanzvollen Zeiten ihrer Karriere sind vorbei. Um ihre Ausgaben zu minimieren, zieht es Rebecca auf das Land. Ein kleines, spartanisch eingerichtetes Haus soll für ein Jahr ihr neues zu Hause sein. Stadt-Land-Romane sind 2015 der große Trend. So hat sich auch dieser Roman den Themen Neuanfang und „Auszeit aus dem Leben“ gewidmet. Die Hauptfigur Rebecca ist eine sympathische Frau, die sich mit ihrem neuen Leben auseinandersetzen muss. Dennoch ist es für sie sehr schwer sich in ihrem neuen Umfeld und Leben einzufinden. Ohne den Menschen in ihrem Umfeld wirkt Rebecca hilflos und verwöhnt. In ihrem Häuschen im Wald fühlt sie sich isoliert und kann dank glücklicher Zufälle auch die Umgebung näher kennenlernen, in der sie sich niedergelassen hat. In anderen Lektüren mit vergleichbarer Thematik hat sich innerhalb der Geschichte viel getan. In „Ein Jahr auf dem Land“ fehlt der entscheidende Teil, die Weiterentwicklung der Hauptperson. Rebecca tut sehr wenig, um sich dem Umfeld anzupassen und sich neu zu erfinden. Sie hält an ihren Gewohnheiten fest, interessiert sich nicht an den kleinen Ort, in dem sie ein Neues zu Hause gefunden hat. Die Nebencharaktere sind ein kleiner Lichtblick in diesem Roman, obwohl auch hier der Tiefgang fehlt. Die Beziehungen untereinander wirken oberflächlich und gezwungen. Auch nach meinem zweiten Anlauf das Buch zu lesen, bin ich am Ende enttäuscht. Die Idee die Geschichte einer Fotografin darzustellen, hat mir sehr gut gefallen, dennoch ist die Umsetzung der Autorin nicht gelungen. Mir fehlen gewisse Details aus der Materie der Fotografie. Definitiv nicht die beste Leistung von Anna Quindlen.

    Mehr
  • Eine schöne Idee, aber für mich nicht optimal umgesetzt

    Ein Jahr auf dem Land

    Svenjas_BookChallenges

    11. July 2015 um 18:16

    Mit dem Anfang der Geschichte habe ich mich doch recht schwer getan, was vor allem am Erzähl- und Schreibstil lag. Der Roman ließ sich zwar von Beginn an recht flüssig lesen, was mich aber gestört hat, waren die übermäßig vielen Rück- und Ausblicke und die inflationäre Verwendung der Phrase "Aber das kam später". Es muss zwar nicht alles immer chronologisch erzählt werden, aber bei Ein Jahr auf dem Land hatte ich teilweise das Gefühl, ein ziemliches Durcheinander vor mir zu haben und habe manchmal erst nach ein paar Seiten gemerkt, dass ich momentan nicht in der Gegenwart, sondern in der Zukunft oder Vergangenheit bin. Auch mit der Protagonistin Rebecca hatte ich so meine Probleme, denn sie war für mich irgendwie nicht wirklich greifbar, was nicht nur daran liegt, dass sie mit 60 verhältnismäßig alt ist. Nach meinem Empfinden habe ich nicht wirklich viel über sie und vor allem ihr Innenleben erfahren, sondern nur Oberflächlichkeiten und dass sie nach einem halbwegs luxuriösen Leben nun ständig rechnen muss und knapp bei Kasse ist. Generell betrachtet Quindlen ihre Charaktere aus einer gewissen Distanz, was einfach nicht meinen Geschmack trifft, weil ich so das Gefühl habe, sie lediglich von Weitem zu beobachten und nicht wirklich an ihrem Leben teilzuhaben. Originell, wobei jedoch etwas holprig, sind die verschiedenen Kapitel des Romans gegliedert. Teilweise geben sie kurze Zeitungsartikel wieder oder beschäftigen sich nicht mit der Protagonistin Rebecca, sondern auch mit anderen Figuren, zum Beispiel ihrem Sohn Ben oder dem Dachdecker Jim Bates. Das ist durchaus interessant, stört aber für mich auch den Lesefluss und lässt den Text stellenweise inkohärent wirken, da mir ab und zu die Zusammenhänge und Übergänge fehlen. Auch habe ich angesichts des Titel etwas anderes vom Landleben erwartet. Rebecca zieht für ein Jahr aus New York weg und in eine Kleinstadt, die auf mich nicht besonders ländlich wirkt. Das kann aber daran liegen, dass ich selbst auf dem Land und in einem ziemlich kleinen Dorf aufgewachsen bin. Wenn man aus einer Millionenstadt wie New York kommt, erscheint vermutlich Leipzig mit seinen um die 500.000 Einwohnern schon beinahe ländlich :D Ich jedenfalls hatte irgendwie detailliertere Landschaftsbeschreibungen, Kühe, Apfelkuchen im Herbst und generell eine andere Idylle erwartet. Für die Protagonistin ist jedoch die Kleinstadt schon eine derartige Veränderung, dass sie ihr Leben von grundauf umkrempelt und nun auch Wert auf andere Dinge legt. Diese Veränderung hat mir schon sehr gut gefallen, denn sie zeigt, wie sehr unsere Umgebung uns beeinflusst und dass es sich manchmal lohnt, seinen Horizont zu erweitern und neue Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Diese neuen Eindrücke inspirieren Rebecca nicht nur in Bezug auf ihre Arbeit als Fotografin, sondern geben ihr auch den Mut, sich auf eine neue Liebe einzulassen, die sie in dem deutlich jüngeren Dachdecker Jim findet. Das ist durchaus romantisch, auch wenn die Beziehung zwischen den beiden mir auch nicht besonders glaubwürdig und irgendwie eher zweckmäßig erschien. Das Ende von Ein Jahr auf dem Land ist dann ein typisches Happy End. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich sagen, dass Rebecca endlich ihre Bestimmung findet und auch die anderen Personen glücklich ihrer Wege gehen. Ein schöner Abschluss des Romans, der mich dann doch noch berührt hat, obwohl mir die Geschichte insgesamt ziemlich distanziert und gewöhnlich erschien. Ein Jahr auf dem Land von Anna Quindlen transportiert eine schöne Botschaft, nämlich, dass es sich auch mit fortschreitendem Alter noch lohnt, aus seinem gewohnten Trott auszubrechen und sich für Neues zu öffnen. Die Grundidee hat mir wirklich gut gefallen, nur die Umsetzung traf leider nicht ganz meinen Geschmack. Zu den Personen konnte ich keinen wirklich Bezug herstellen und auch hatte ich von Anfang an einfach eine völlig andere Vorstellung von einem Roman, der Ein Jahr auf dem Land heißt. Auch der Schreibstil ist eher gewöhnungsbedürftig, die vielen Rück- und Ausblicke haben den Lesefluss gestört und die kurzen, auch auf andere Personen Bezug nehmenden Kapitel wirkten manchmal deplatziert und überflüssig. Dennoch möchte ich mich beim DVA Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, denn die wirklich schöne Botschaft und das Ende der Geschichte haben mich wirklich erreicht.

    Mehr
  • Ein Jahr auf dem Land

    Ein Jahr auf dem Land

    fraeulein_lovingbooks

    09. July 2015 um 20:10

    Inhalt Rebecca Winter steht an einem Wendepunkt: Von ihrem Mann ist sie geschieden, für ihren erwachsenen Sohn nicht mehr unentbehrlich, und als Künstlerin hat sie längst ihren Zenit überschritten. Jahrelang lebte die berühmte Fotografin sorglos von den üppigen Einkünften eines Schnappschusses. Aber nun ist der Geldstrom versiegt. Notgedrungen beschließt sie, ihr New Yorker Apartment zu vermieten und für ein Jahr in ein kleines Haus fernab der Stadt zu ziehen. Der unfreiwillige Landaufenthalt ist kein Spaziergang im Central Park – und doch beschert er Rebecca eine unverhoffte Liebe, neue Inspiration und den Mut, unbekannte Wege zu beschreiten … In »Ein Jahr auf dem Land« zeigt sich Anna Quindlen auf der Höhe ihrer Kunst. Schon ihre früheren Romane überzeugten durch Wärme und Intellekt, doch dieser – so die New York Times – »glänzt darüber hinaus noch mit Humor und Prägnanz«. Ein klug unterhaltender Roman, ein Plädoyer dafür, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich immer wieder neu zu erfinden. (Quelle: Bloggerportal)Meine Meinung Zuerst möchte ich mich bei dem Bloggerportal (insbesondere Sonja Grau) für das Rezensionsexemplar bedanken :) Als ich “Ein Jahr auf dem Land” das erste Mal gesehen habe, ist mir sofort dieses wunderschöne Cover aufgefallen und als ich den Klappentext gelesen habe, war es klar – das Buch möchte ich lesen und habe mich riesig gefreut, als es vor ein paar Tagen bei mir einzog. Rebecca gibt immer wieder Geschichten von früher wieder, zum Beispiel  wie es zu ihrer Küchentischserie kam und wie sich die Eifersucht ihres Mannes über ihren beruflichen Erfolg entwickelte – bis es schließlich zur Trennung kam. Außerdem erwähnt sie ihre Auslandssemester in Rom und Florenz – hier hätte ich mir mehr Informationen zu gewünscht. Anna Quindlen schmückt in ihrem Buch zu viele unwichtige Passagen zu sehr aus und hält andere viel zu kurz, was ich persönlich sehr schade fand. Die Geschichte um “Hund” fand ich sehr rührend und gut gelungen – mit Abstand eine der besten des Buches. Außerdem beschreibt Rebecca ihre Beziehung zu ihren jüdischen Eltern, die Mutter lebt im Altersheim und der Vater lebt mit der Haushaltshilfe, der Polin Sonya, zusammen in einer Wohnung in der Nähe des Altersheimes. Hier stellt sich die Fotografin immer wieder die Frage, ob sie im Alter auch so abbauen und so unpersönlich von den Pflegekräften behandelt wird. Auch ihr Sohn Ben (mit seiner jeweiligen Freundin) finden ihren Platz in der Geschichte und man merkt, wie wichtig er ihr ist. Auf dem Land lernt sie schließlich die qurlige Sarah und den Clown Tad kennen, mit denen sie sich anfreundet. Durch den Waschbären in ihrem Haus lernt sie den Dachdecker Jim kennen und zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine Beziehung – mit Startschwierigkeiten. Während dieser ganzen Zeit knipst sie das eine und andere Foto von ihrem “Hund” oder von den diversen Kreuzen, die sich in ihrem Umfeld befinden und wird dadurch am Ende wieder berühmt. Trotz der Verlockungen der Großstadt bleibt sie in ihrem alten Haus – mit Jim und Jack (“Hund”). Alles in allem habe ich mir dieses Buch vollkommen anders vorgestellt und wurde vielleicht auch deshalb nicht warm mit der Geschichte. Es ist interessant und informativ zu lesen, jedoch durch die Zeitsprünge sehr undurchsichtig und verwirrend. Auch der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen und es war ab und an eine Qual weiterzulesen, manchmal wollte ich es einfach nur aus der Hand legen und nie weiterlesen, trotzdem habe ich mich zusammengerissen und es beendet.Schönstes Zitat charmantes Haus bedeutet “viel zu klein, mit schlechten Rohren”

    Mehr
  • Beschauliches Landleben und neue Chance

    Ein Jahr auf dem Land

    Buchrebellin

    17. May 2015 um 21:02

    Ich wollte schon lange einmal ein Buch von Anna Quindlen lesen, gehört doch die Verfilmung von “Die Seele des Ganzen ” (Familiensache) mit Meryl Streep zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Meine Erwartungen waren also dementsprechend hoch und vielleicht hatte es das Buch deswegen ein bisschen schwer bei mir. Mich ließ Rebecca und ihr Leben leider die meiste Zeit über kalt und das hat nichts damit zu tun, dass der Roman eher ruhig gehalten ist. Vielmehr lag es daran, das weder Figuren noch Handlung irgendetwas in mir ausgelöst haben. Quindlens Sprache und der leider nur spärlich zu entdeckende Humor sind zwar durchaus positiv hervorzuheben, sind aber einfach nicht genug, um mich zu fesseln. Rebecca ist zwar Anfang 60, trotzdem glaube ich nicht, dass der imense Altersunterschied zwischen Protagonistin und Leserin das Problem ist. Mir fällt es normalerweise nicht schwer mich in viel jüngere oder viel ältere Figuren hineinzuversetzen, aber Rebecca blieb für mich einfach über weite Strecken ein Rätsel. Ihre Handlungen und Gefühle sind manchmal nicht schlüssig. Mich lässt das ein bisschen ratlos zurück, denn eigentlich ist die Quintessenz des Romans durchaus löblich und universell. Jeder hat – egal welchen Alters – die Möglichkeit auf eine zweite Chance im Leben. Jeder kann sich von seiner Vergangenheit und alten Wunden lösen, um eine neue Richtung einzuschlagen. Nur hätte ich mir das ein bisschen spannender und fesselnder gewünscht. So bleibt “Ein Jahr auf dem Land” eine nette Geschichte, die auf etwas mehr als 300 Seiten nie die Handbremse loslässt. Besonders die erste Hälfte des Romans hat diverse Längen, weil leider auch die als Nebenfiguren fungierenden Bewohner der ländlichen Kleinstadt nur gängige Klischees bedienen. Und dann hat man sich von der wohligen Kleinstadtatmosphäre einlullen lassen, als Quindlen plötzlich im Schweinsgalopp viele Geschehnisse aneinanderreiht. Sprich, an einigen Stellen fehlt der Pepp, an anderen die nötige Ruhe und Eindringlichkeit. Die Mischung stimmt einfach nicht. Zwischendurch blitzt natürlich dann doch das Können der Autorin durch. Einigen Sätzen wohnt eine wunderbare Emotionalität inne und es glingt ihr hervorragend das Leben und die Menschen auf dem Land zu skizzieren. Hervorheben möchte ich im Übrigen das wirklich wunderschöne Cover, welches mich in der Verlagsvorschau sofort angesprochen hat.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks