Anna Romer Am dunklen Fluss

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Inhaltsangabe zu „Am dunklen Fluss“ von Anna Romer

Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis …

Starker Familienroman im australischen Outback! Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen zu absoluter Spannung!

— Treat2402
Treat2402

Etwas langatmig und das Ende war nicht sehr überraschend.

— Nicci_Boox
Nicci_Boox

Richtig guter Showdown!!!

— Caillean79
Caillean79

Ein wahrer Pageturner!

— Das_Blumen_Kind
Das_Blumen_Kind

Eine interessante Geschichtem mit doch einigen Längen, die vorallem durch bildhafte Landschaftsbeschreibungenen und Charaktere punktet.

— tinstamp
tinstamp

Familiengeheimnisse, wie sie in vielen Romanen schon erfunden wurden

— Mira20
Mira20

Großartig! Ich liebe dieses Buch!

— Shaushka
Shaushka

Kommt für mich nicht an das Debüt der Autorin heran, dennoch eine interessante Familiengeschichte:

— lenisvea
lenisvea

Leider bin wirklich enttäuscht von dem Buch. Mir fehlte hier wirklich die Spannung und es war wie Das Rosenholzzimer, nur schlechter. :-(

— eulenmatz
eulenmatz

Netter Roman, aber für meinen Geschmack zu ruhig erzählt!

— Unzertrennlich
Unzertrennlich

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Aufgrund des Schreibstil und der komplexen Geschichten Angolas nicht mein Buch.

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    Am dunklen Fluss
    sinaslesewelt

    sinaslesewelt

    04. September 2017 um 09:12

    Leider hat es mir nicht so gut gefallen. Den Schreibstil fand ich stellenweise etwas Mau und besonders bei den Dialogen hatte ich oft das Gefühl, Teil einer billigen Soap zu sein. Wie es bei solchen Büchern üblich ist, gibt es zwei verschiedene Zeitebenen, von der mir die Vergangenheit wesentlich besser gefallen hat. Generell finde ich die Umsetzung nicht sonderlich gut gelungen. Die Verbindung zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist mir etwas zu lasch gewesen weshalb ich nicht das Gefühl hatte eine zusammenhängende Geschichte zu lesen, sondern eher zwei unabhängige Geschichten. Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überraschen, da ich viele Dinge vorweg schon erahnen konnte. Außer die finale Auflösung. Die konnte mich überraschen - leider aber eher im negativen Sinne🤔 Ich kann es leider nicht empfehlen.

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  • Gelungener Mix aus Familien- und Spannungsroman

    Am dunklen Fluss
    Caillean79

    Caillean79

    06. August 2017 um 11:39

    Seit langem mal wieder habe ich einen Roman gelesen, der im weit entfernten Australien spielt. Da ich den Kontinent selbst schon besucht habe, ist es immer ein bisschen so, als könne man mit der Lektüre die Erlebnisse zurückholen. Es ist eine sehr spannende Geschichte, die Anna Romer hier erzählt und sie spannt den Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Am Anfang hat man den Eindruck, dass die historische Geschichte um Brenna und ihre Vernunftehe mit einem tasmanischen Geschäftsmann nichts zu tun hat mit der Geschichte um Ruby und ihre verlorene Schwester Jamie. Doch natürlich gibt es eine Verbindung, die im Laufe des Buches offenbar wird. Oftmals ist ja bei solch „zweigeteilten“ Büchern der historische Part der interessantere und die Teile aus der Gegenwart dienen nur dazu, der Haupthandlung einen Rahmen zu geben. Diesmal empfand ich es aber umgekehrt und war am meisten von der „aktuellen“ Geschichte fasziniert. Nicht zuletzt, weil sie eigentlich ein Krimi ist und es darum geht, wie Rubys Schwester als Teenager zu Tode kam. Ruby war dabei, aber aufgrund der traumatischen Erlebnisse ist das gesamte Jahr der Geschehnisse aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert. Ganz langsam tastet sie sich bei einem Besuch auf Lyrebird Hill, (dem Anwesen, wo sie ihre Kindheit verbracht hat) wieder heran und die Erinnerungen kehren Stück für Stück wieder… Zwar konnte mich das Ende nicht überraschen, da ich die Auflösung aus irgendeinem Grund schon geahnt habe, aber es war sehr spannend geschrieben, so dass man wirklich dranbleiben und Seite um Seite mehr erfahren wollte. Für Freude von Familiengeschichten sehr zu empfehlen, aber auch Krimifreunde könnten durchaus ihre Freude an dem Buch haben!

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  • Lyrebird Hall

    Am dunklen Fluss
    tinstamp

    tinstamp

    04. July 2017 um 18:26

    In diesem historischen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, reisen wir nach Australien und Tasmanien. Wir begleiten zwei junge Frauen, Ruby im Jahr 2013 und Brenna im Jahr 1898, deren Schicksale miteinander verwoben zu sein scheint...Ruby's ältere Schwester Jamie stürzte vor 18 Jahren auf der elterlichen Farm nahe des Flusses Muluerindie in den Tod. Bis heute hat Ruby den Tod ihrer Schwester nicht verwunden und gibt sich selbst die Schuld für das Unglück. Allerdings kann sie sich nicht an den Vorfall erinnern und leidet an Gedächtnislücken. Ihr Freund Rob und ihre Mutter drängen sie die Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch Ruby verspürt immer mehr das Gefühl sich der vergangenheit zu stellen. Als sie bei der Vernissage ihrer Mutter eine ehemalige Nachbarin trifft, die andeutet, dass der Unfall von damals Mord sein könnte, bricht sie kurze Zeit später in die alte Heimat nach Lyrebird Hall auf. Als sie ankommt, muss sie jedoch erfahren, dass diese nur wenige Stunden zuvor bei einem Unfall verstorben ist. Die Enttäuschung ist groß. Peter, ein Nachbar, kommt ihr allerdings bekannt vor und gemeinsam versuchen sie Rubys Erinnerungen zu wecken....Lyrebird Hall ist auch der Mittelpunkt rund um die Geschichte von Brenna. Gemeinsam mit ihrem Vater, Tante Ida und ihrem Ziehbruder Owen lebt sie auf einer Farm, nicht weit enfernt von einer Aborgiones-Ansiedlung. Sowohl Brenna, als auch ihr Vater sind Freunde der Ureinwohner und Brenna wächst mit einigen Geheimnissen rund um Traumpfade und Pflanzenheilmittel auf. Vorallem aber zeichnet sie diese Pflänzchen in ihr Buch. Als ihr Vater sich immer mehr verschuldet, kann Lyrebird Hall nur eine Heirat mit Carsten Whitby, einem Freund ihres Vaters, die Farm retten. Nach der Eheschließung reist Brenna mit ihrem Ehemann an die Nordküste Tasmaniens nach Brayer House, wo sie endlich einen Erben zur Welt bringen soll. Mit Adele, Carstens Schwester freundet sich Brenna schnell an und auch die Hausangestellten, Mrs. Quinn und Lucien Fells, sind ihr wohlgesonnen. Ihr Ehemann neigt jedoch zu Gewalt und bald wird Brennas Leben zur Hölle....Die Geschichte dieser beiden starken Frauen wird kapitelweise erzählt. Der Autorin gelingt es durch einen kleinen Cliffhanger am Kapitelende die Spannung aufrecht und den Leser an der Stange zu halten.Allerdings hatte ich ab der Hälfte das Gefühl die Richtung, die Anna Romer einschlagen möchte, zu erkennen und tippte auch richtig. So fehlte es mir dann doch ein bisschen an Dramatik und fand einige Handlungen vorhersehbar. Deswegen schlichen sich einige Längen ein, die mich ab und zu verführten, die Seiten etwas zu überfliegen.Zum Ende hin werden beide Geschichten jedoch richtig spannend und warten mit einem Showdown auf, der noch einige Überraschungen bereit hält. Normaler Weise fügen sich bei Romanen auf zwei Zeitebenen die beiden Frauenschicksale aus der Gegenwart und der Vergangenheit zu einem Ganzen zusammen, was hier jedoch nicht der Fall ist. Eines haben aber Brenna und Ruby gemeinsam: Die Liebe zu Lyrebird Hill.Sehr gefallen haben mir die großartigen Landschaftsbeschreibungen, und die Pflanzenwelt, die Brenna mit ihrem Stift und Zeichenblock festhält, sowie die interssant erzählte Geschichte der Aborigines.Schreibstil:Charaktere und Landschaft sind von der Autorin absolut gelungen beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und detailliert, der Plot gelungen. Die schwelenden Konflikte zwischen den Aborigines und den Siedlern wird sehr lebendig erzählt. Etwas gekürzt hätte mir der Roman allerdings besser gefallen, da er doch zu Längen neigte.Fazit:Eine interessante Geschichte, die vorallem mit den bildhaften Landschaftsbeschreibungen und Charakteren punktet. Wegen einiger Längen und für mich doch vorhersehbaren Handlungen muss ich allerdings Sterne abziehen und vergebe gute 3 1/2 Sterne für "Am dunklen Fluss".

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  • Am dunklen Fluss

    Am dunklen Fluss
    lenisvea

    lenisvea

    22. May 2017 um 15:15

    € 9,99 [D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48626-7 NEU Erschienen: 20.03.2017 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Am-dunklen-Fluss/Anna-Romer/Goldmann-TB/e515721.rhd Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis … Meine Meinung: Ich habe vor einiger Zeit das vorherige Buch der Autorin gelesen, Das Rosenholzzimmer, welches mir sehr gut gefallen hatte. Daher war für mich klar, dass ich das neue Werk der Autorin bald lesen möchte. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken überlassen. Der Einstieg in das Buch ist mir wieder gut gelungen, der Schreibstil hat mir auch wieder gut gefallen, es war flüssig zu lesen. Die Geschichte an sich fand ich sehr interessant, aber meiner Meinung nach hatte es doch einige Längen. Zum Ende hin wurde es allerdings dann doch spannend, da gab es für mich noch einige überraschende Wendungen. Ich muss aber sagen, dass ich nach Das Rosenholzzimmer etwas mehr Erwartungen an dieses Buch hatte, die nicht so ganz erfüllt wurden. Am fremden Fluss kommt für mich nicht an Das Rosenholzzimmer heran. Alles in allem war dies eine interessante Familiengeschichte mit überraschenden Wendungen, die mir Spass gemacht hat, zu lesen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin, welches Anfang nächsten Jahres erscheinen soll. Ich gebe diesem Buch 4 Sterne.

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  • Leider etwas enttäuschend

    Am dunklen Fluss
    eulenmatz

    eulenmatz

    02. May 2017 um 11:56

    INHALT: Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis … MEINUNG: Das Buch war schon für 2016 angekündigt worden und ich habe mich sehr darauf gefreut, da mir der Debüt-Roman von Anna Romer, Das Rosenholzzimmer, sehr gut gefallen hat. Eigentlich entsprechend die Geschichten nicht meinem klassischen Beuteschema, aber Anna Romer hat mich überzeugt. Am dunklen Fluss hat mich leider aber schnell ernüchtert. Zunächst musste ich schnell feststellen, dass das Konzept der beiden Romane sehr ähnlich ist. Es gibt zwei junge Frauen in der Gegenwart und in der Vergangenheit, ein Anwesen in der Wildnis von Australien und ein paar dunkle Geheimnisse. Grundsätzlich ist es genau das, was an ihrem Debüt-Roman mochte, aber ich bin kein Freund davon, wenn diese Elemente einfach ausgetauscht werden durch andere Namen. Der Unterschied zwischen den beiden Romanen ist allerdings, dass Vergangenheit und Gegenwart nicht wirklich miteinander verbunden waren, auch wenn Ruby und Brenna miteinander verbunden sind, nicht nur über das Anwesen Lyrebird Hill. Natürlich gibt es Geheimnisse in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Leider werden die aber erst ganz zum Schluss aufgeklärt. Das führt mich leider gleich zum zweiten Kritikpunkt. Mir fehlte es auf den knapp 500 Seiten einfach an Spannung. Bis zur Hälfte des Romans passiert nicht sonderlich viel, was der Aufklärungen der Geheimnisse dient, sondern man liest die Geschichte zweier besagter Frauen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Trotz fehlender Spannung kam ich gut voran. Anna Romers gelingt es wunderbar die Umgebung Australiens zu beschreiben, sodass man sich direkt mitten in der Landschaft befindet und diese auch mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Das hat mir wieder gut gefallen. Es gelingt ihr auch gut die Vergangenheit glaubwürdig und authentisch darzustellen. Brenna ist eine tapfere, starke, junge Frau, die ich wirklich sehr mochte und deren Geschichte ich auch interessanter fand als die von Ruby. Ruby tat mir vor allem leid, dass sie noch immer noch sehr unter dem Tod der Schwester zu leiden hat, an den sie sich aber leider nicht erinnert. Die Aufklärung des Todes von Rubys Schwester Jamie und Brennas Geschichte sind völlig voneinander losgelöst, was mich irgendwie irritiert hat. In der Regel fließen die Schicksale aus der Vergangenheit und Gegenwart irgendwann zusammen in solchen Romanen. Das ist hier nicht der Fall. Ruby versucht sich an den wirkliche Geschehnisse von Jamies Tod zu erinnern und Brennas Geschichte läuft so nebenbei. Im Verlauf des Romans stößt Ruby auf Brennas Geschichte, aber das wird eher beiläufig abgehandelt, was ich sehr schade fand. Als ganz zum Schluss die Bombe platzt, was mit Jamie wirklich geschehen ist, war ich dennoch überrascht, denn ich hatte keine Ahnung. Leider versöhnte es mich aber dennoch nicht mit dem Roman. Natürlich gibt es auch wieder eine kleine Liebesgeschichte, die mir allerdings nicht gefallen hat, weil sie so gewollt gewirkt hat und sich auch relativ schnell entwickelt hat. Hätte man meiner Meinung nach auch weg lassen können. FAZIT: Trotz toller Atmosphäre im australischen Outback war ich leider wirklich enttäuscht von dem Roman, da er mich vom Aufbau her sehr an Das Rosenholzzimmer erinnert hat und mir leider auch die Spannung gefehlt hat. Für einen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, fehlte es mir hier auch an einer originellen Verknüpfung. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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  • Ruby und Brenna ...

    Am dunklen Fluss
    Unzertrennlich

    Unzertrennlich

    23. April 2017 um 18:00

    Schreibstil "Am dunklen Fluss" war mein erstes Buch von Anna Romer. "Das Rosenholzzimmer" von ihr steht schon länger auf meiner Wunschliste, auch wenn ich dazu eher gemischte Meinungen gehört habe. Das neue Buch von Anna Romer hat mich daher ein wenig mehr gereizt, vor allem aber auch, da es schon fast wie ein Thriller klang. Ich dachte, im Fokus steht hier die Geschichte einer Frau, die nach und nach herausfindet, was mit ihrer Schwester passiert ist. Im Grunde ist "Am dunklen Fluss" aber eher eine "Familiengeheimnis"- Geschichte, der etwas anderen Art. Zum Schreibtil muss ich leider sagen, dass ich sehr große Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Auch wenn Anna Romer eigentlich einen angenehm flüssigen Schreibstil hat, so muss ich doch sagen, dass er mir teilweise zu ruhig und geradlinig war. Mein Kopfkino hat eigentlich erst im letzten Drittel eingesetzt und leider gab es einige Momente, wo ich mir selbst die Frage gestellt habe, ob ich das Buch überhaupt noch weiterlesen möchte. Für mich hätte die Geschichte an einigen Stellen flotter erzählt werden müssen, ich habe mich selten animiert gefühlt, weiterzulesen ... Charaktere - Ruby - Ruby hat viele Jahre geglaubt, bei dem Tod ihrer Schwester hätte es sich um einen Unfall gehalten, doch plötzlich gibt es Andeutungen, dass damals viel mehr dahintersteckt haben muss. Sie reist nach Lyrebird Hall, um dort nach Antworten zu suchen und nach und nach kommt sie der Wahrheit auf die Spur und "löst" nebenbei noch ein altes Familiengeheimnis ... Puhh, Rubys Geschichte fängt mit einem kleinen Beziehungsdrama an und wir lernen erst einmal eine recht charakterschwache Ruby kennen, die recht viel wegsteckt und mit sich machen lässt. Diese Ruby entwickelt sich im Lauf der Geschichte allerdings noch, konnte bei mir beim Lesen aber keinerlei Gefühl der Nähe erzeugen. Bei ihr hatte ich dauernd eine Barriere, es war, als würde ich die ganze Suche mit all den Rückblicken nur aus der Ferne beobachten! - Brenna - Der Erzählstrang aus dem Jahr 1898 behandelt die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich nur glücklich sein möchte, aber in eine Ehe gerät, die ihr ganzes Leben verändern soll ... Mehr kann ich an dieser Stelle erst einmal von der Story nicht verraten, aber Brenna war eine der wenigen Personen in "Am dunklen Fluss", die mich zum mitfiebern animieren konnten. Ihre Geschichte ist sehr tragisch und ich muss sagen, dass die Autorin in der Sicht der Vergangenheit viel mehr Herzblut in das gesamte Geschehen gepackt hat. Allerdings konnte mich auch hier der Schreibstil nicht direkt fesseln ...  Meine Meinung "Am dunklen Fluss" von Anna Romer war mal wieder so ein Buch, mit dem ich von Anfang an so meine Probleme hatte. Im Vorfeld habe ich nach einer spannenden Geschichte gerechnet, die sich auf die Geschichte von Ruby und ihrer Schwester konzentriert. In Wahrheit erzählt dieses Buch aber drei Geschichten: Die von der verloren Ruby in der Gegenwart, die von ihr als Kind in dem Jahr, als ihre Schwester starb und die Geschichte eines Mädchens/einer Frau namens Brenna aus dem Jahr 1898. Diesen Vergangenheitsstrang fand ich am Stärksten, auch wenn es mir hier schlicht und ergreifend an Spannung gefehlt hat. Das ganze Buch ist sehr ruhig und deswegen fiel es mir oft sehr schwer, am Ball zu bleiben. Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, nur an der Oberfläche zu schwimmen und das Geschehen nur aus der Ferne zu beobachten. Mittlerweile weiß ich, dass dies meistens ein schlechtes Zeichen bei Büchern ist, aber dennoch habe ich versucht, noch durchzuhalten. Die Geschichte rund um Brenna beginnt in Australien, was ich sehr interessant fand. Es gibt Einblicke in die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, doch aus diesem Umfeld wird Brenna schnell gerissen, als sie gezwungenermaßen einen Mann heiraten muss. Lange Zeit habe ich mich gefragt, wie dieser Handlungsstrang in das Gesamtbild hineinpasst, muss aber sagen, dass ich am Ende etwas enttäuscht war, dass es nur wenige Parallelen zur Gegenwart gab. Leider hatte dies für mich den fahlen Beigeschmack, dass die eigentliche Geschichte irgendwie gestreckt werden muss. Schade ist auch hier, dass der Vergangenheitsstrang, der nur wenig mit Rubys Geschichte zu tun, nur einen minimalen Einfluss auf das Geschehen nimmt. Zwar gibt es ein kleines Geheimnis, das auch etwas überraschend konnte, aber es fehlte mir der "Wow-Effekt". Das Ende ist aber definitiv der stärkere Teil in diesem Buch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Autorin etwas Tempo gewinnt. Leider aber fehlt es der Geschichte schlicht und ergreifend an Elan und die Aufdeckung der "Geheimnisse" konnten bei mir nicht die erwünschte Wirkung erzielen. Schade, ich denke aber, dass mir der Schreibstil dieser Autorin einfach nicht liegt! Fazit "Am dunklen Fluss" ist ein sehr ruhiger Roman, der mich leider nicht mit auf die Reise nach Australien nehmen konnte. Die Geschichte hat einige interessante Wendungen, war mir im Gesamtbild aber zu vorhersehbar und die Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren mir zu schwach ausgearbeitet! Echt schade! Von mir würde es 2,5 geben, ich runde aber auf 3 auf!

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  • Dunkle Familiengeheimnisse

    Am dunklen Fluss
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    23. April 2017 um 14:33

    "Ich war wie ein Haus - meine Türen sperrten die Nacht aus, meine Fenster waren verriegelt, um Wind und Regen abzuwehren. Doch die ganze Zeit geisterte durch seine Räume und Gänge das, wovor ich mich am meisten fürchtete." (S. 50)New South Wales, Australien: Vor 18 Jahren stürzte Rubys ältere Schwester Jamie auf der elterlichen Farm nahe des Flusses Muluerindie in den Tod. Ein traumatisches Ereignis, welches die 30jährige Buchhändlerin bis heute nicht verarbeitet hat, fehlen ihr doch die Erinnerungen an den genauen Hergang. Als Ruby nun das erste Mal seit damals wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, lüften sich langsam die Schleier der Vergangenheit und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Tageslicht."Am dunklen Fluss" stammt aus der Feder von Anna Romer. Mit ihrem Debüt "Das Rosenholzzimmer" hat mich die australische Autorin richtig begeistert und so war ich schon gespannt auf ihren nächsten Roman. Zwar kann dieser nicht ganz mit dem Erstling mithalten, sorgt aber dennoch für unterhaltsame Lesestunden.Über mehrere Zeitebenen hinweg entspinnt sich hier eine faszinierende Geschichte zweier sympathischer und starker Frauen, deren bewegende Schicksale jeweils eng mit Lyrebird Hill verknüpft sind. Einerseits Ruby Cardel im Jahr 2013, die noch immer mit dem Verlust ihrer Schwester Jamie und ihren verborgenen Erinnerungen kämpft und jetzt auch noch vor einer gescheiterten Ehe steht, und andererseits die 19jährige Farmerstochter Brenna Whitby im Jahr 1898, welche eine folgenreiche Entscheidung trifft. Nach und nach enthüllen sich dunkle Familiengeheimnisse und sowohl Ruby als auch Brenna geraten in tödliche Gefahr. Was ist wirklich auf Lyrebird Hill passiert?Das alles spielt in New South Wales und Tasmanien. Sehr anschaulich beschreibt Anna Romer hier die australische Landschaft mit all ihrer exotischen Flora und Fauna; ein paar geschichtliche Hintergründe zu den Ureinwohnern fließen mit ein und man fühlt sich direkt auf den 5. Kontinent versetzt. Dazu tragen auch der sehr angenehme Schreibstil und die bildreiche Sprache bei. Ruby und Brenna fungieren jeweils als Ich-Erzählerinnen und lassen den Leser damit direkt an den Geschehnissen teilhaben. Auch die teils nahtlosen Übergänge zu Rubys Erinnerungen sind gut gelungen.Allerdings wird meines Erachtens durch den Prolog von 1898 schon zu viel verraten, was die Spannung doch etwas schmälert und zu zwischenzeitlichen Längen führt. Bei den Liebesgeschichten blickt man ebenfalls schnell durch, einige Entwicklungen fand ich recht unglaubwürdig und manche Figuren zu übertrieben dargestellt. Doch auf den letzten ca. 100 Seiten kommt die Geschichte dann immer mehr in Fahrt und die Autorin punktet mit überraschenden Wendungen, die ich so nie vorhergesehen hätte. Ein gelungener, sehr dramatischer und packender Showdown in der Vergangenheit und Gegenwart.Insgesamt kann ich daher "Am dunklen Fluss" trotz der kleinen Schwächen empfehlen. Dunkle Familiengeheimnisse, Liebe, Dramatik, exotische Schauplätze und ein wenig Historie - wer auf diese Zutaten steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. 4 Sterne von mir.

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  • Am dunklen Fluss

    Am dunklen Fluss
    Kleine8310

    Kleine8310

    16. April 2017 um 02:09

    "Am dunklen Fluss" ist der neue Roman der Autorin Anna Romer. Lange hatte ich auf ein neues Buch der Autorin gewartet, da mir ihr Debüt "Das Rosenholzzimmer" sehr gut gefallen hatte und ich gespannt auf ihre neuen Geschichten bin.   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Ruby Cardell. Ruby leidet immer noch unter dem Verlust ihrer Schwester Jamie. Als Ruby gerade zwölf Jahre alt war stürzte Jamie in der Nähe der elterlichen Farm in den Tod. Dieses Ereignis führte bei Ruby zu einer Amnesie, bei der sie die Erinnerung an das darauffolgende Jahr komplett verlor. Doch als sich ihr, eines Tages, die unverhoffte Möglichkeit bietet nach Lyrebird Hill, die Farm ihrer Kindheit, zurückzukehren wagt Ruby den Schritt und hofft dabei, vielleicht auch auf ihre so lange verschütteten Erinnerungen zu stoßen ...   In einem zweiten Erzählstrang, um 1900, lernt man die junge Brenna kennen, die um das Land ihres Vaters zu retten in die Ehe mit einem wohlhabenden Mann einwilligt. Schweren Herzens verlässt Brenna Lyrebird Hill, nichtsahnend, dass die Sehnsucht nach ihrer Familie und ihrer Heimat noch das geringste ihrer Probleme bleiben sollte ... Der Einstieg in diesen Roman ist mir sehr gut gelungen. Ich mag den Schreibstil von Anna Romer sehr gerne, denn ich liebe die bildhaften Beschreibungen, die mir ein tolles Kopfkino bescherten wirklich total!   Ich wollte beim Lesen gar nicht aus Lyrebird Hill weg und habe das Buch äußerst selten zur Seite gelegt, was ja das beste Zeichen überhaupt ist. Dazu beigetragen haben auch die beiden verschiedenen Erzählstränge, die mich jeder auf seine Weise begeistern konnten. Die Kapitel sind etwas länger gehalten und am Ende wollte ich immer direkt wissen wie es weitergeht, da jeder Erzählstrang auf seine Weise spannend war!    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich komplett überzeugt. Die Autorin hat facettenreiche Protagonisten geschaffen und besonders der Part in der Vergangenheit hat mich absolut gefesselt. Aber auch die Nebencharaktere haben mir wirklich gut gefallen, da sie sehr gut ins Setting passten und auch nicht zu blass geblieben sind.    Den Spannungsbogen hat Anna Romer sehr gut gehalten und ich habe die Geschehnisse gespannt mitverfolgt. Manches hatte ich zwar geahnt, aber aus irgendeinem Grund hat sich das in diesem Fall gar nicht so negativ für mich angefühlt. Ein großes Plus waren für mich auch die Emotionen, die wirklich die ganze Geschichte hindurch spürbar waren, ohne zu überzogen zu wirken. Das war klasse! Positiv:  * schöner, bildhafter Schreibstil * toll gehaltener Spannungsbogen * super ausgearbeitete Charaktere * Emotionen, die berühren, ohne kitschig zu werden   Negativ:  * manche Entwicklungen habe ich erahnt, aber das hat mich in diesem Fall gar nicht     doll gestört   Mit "Am dunklen Fluss" hat mich Anna Romer berührt und gefesselt! Ich hatte sehr schöne Lesestunden mit dieser Geschichte und ihren tollen Charakteren!

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