Der Schattengarten

von Anna Romer 
3,9 Sterne bei45 Bewertungen
Der Schattengarten
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Positiv (31):
Eisfuchss avatar

Ließ sich sehr schön lesen. Interessante Charaktere.

Kritisch (4):

hat mir nicht gefallen!

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Inhaltsangabe zu "Der Schattengarten"

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442486847
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:22.01.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.02.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    VanCavor 12 Tagen
    Der Schatten Garten

    Der Klappentext war vielversprechend und ich hab direkt angefangen zu lesen. Anfangs kam Neugierde auf und ich wollte der ganzen Geschichte auf den Grund gehen. Je weiter ich kam, desto größer wurde die Enttäuschung. Stellenweise fand ich es sehr langatmig und dadurch einfach nicht mehr spannend. Mich hat es gestört, dass einige Vorkommnisse Fragen offen gelassen haben. Letztendlich kann ich nur sagen, dass ich von diesem Buch mehr erwartet hatte.

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    elisalorenzs avatar
    elisalorenzvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Moral von der Geschicht': Verurteile einen Menschen nie, bevor du nicht die ganze Geschichte über ihn weißt. ;)
    Verurteile einen Menschen nie, bevor du nicht die ganze Geschichte über ihn weißt. ;)

    Mein erstes Buch der Autorin war ‚Am dunklen Fluss‘, daher wollte ich unbedingt auch noch ihre anderen Werke lesen. 

    Worum geht’s?

    5 Jahre lebte Lucy mit ihrem Verlobten in London. Nach Melbourne wollte sie eigentlich, nach ihrem überstürzten und fluchtartigen Umzug nach London, so schnell nicht wieder zurück. Doch ein Brief ihres Großvaters machte sie neugierig. Sie hatte nie ein inniges Verhältnis mit ihm, aber die Neugier siegte. Als sie in Melbourne ankam, holte sie schnell die Vergangenheit wieder ein… Ihr Großvater stirbt, noch bevor sie in Erfahrung bringen kann, was er für sie hat und was es denn zu erklären gibt. Ihr Vater stürzte einen Tag nach ihrer Ankunft und nun muss Lucy allein nach den Hinterlassenschaften ihres Großvaters sehen. Sie muss sich den Geschehnissen ihres überstürzten Abschieds stellen und kommt dem Geheimnis ihres Großvaters immer näher…

    Meine Meinung

    Wir werden von Anna Romer in 4 verschiedene Zeitzonen geleitet…mich hat es am Anfang ein wenig verwirrt, doch, wenn man weiß wie alle zusammenpassen, dann stört dies auch nicht mehr. Man konnte der Geschichte trotz der vielen Ebenen wunderbar folgen. Schon der Anfang – eine Tote. Man vermutet ganz genau zu wissen, wer diese Person ist. Aber so kann man sich täuschen! 

    Von der Hauptprotagonistin war ich ganz angetan. Auch wenn ihr Handeln manchmal ein wenig, naja, ihr selbst das Leben schwerer machten, so konnte man sich im Laufe der Story immer mehr in sie hineinversetzen. Genauso wie Edwin. Am Anfang gibt man den anderen Recht, er wäre ein seltsamer, alter knausriger Mann. Aber wie sagt man so schön? – Wenn du die Geschichte hinter einem Menschen nicht kennst, so verurteile ihn nie zu schnell…

    Anna Romer hat eine ganz tolle Geschichte erschaffen, bei der man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Eine ganz klare Lesempfehlung!

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    Ziskas avatar
    Ziskavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Charaktere, die alle mit einem Bein in der Vergangenheit stecken und dereinst versuchen damit umzugehen. Spannend. Abendlektüre geeignet
    Kurzum

    Charaktere, die alle mit einem Bein tief in der Vergangenheit stecken und dereinst versuchen damit umzugehen. Geschehnisse, die zum Nachdenken anregen und verschiedene tiefgreifende Thematiken ansprechen. Man erkennt sofort die Handschrift der Autorin. Spannend, wenig Romantik und als Abendlektüre geeignet.

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    meisterlampes avatar
    meisterlampevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz interessantem Wechsel zwischen Vergangenheit und Jetzt teilweise etwas zäh - als Urlaubslektüre aber völlig in Ordnung.
    Der Schattengarten

    Klappentext:
    Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ...

    Meine Meinung:
    Das Buch berichtet in zwei Zeitabschnitten: in den 1930er Jahren und im Jahre 1993, dieser Mix aus alt und neu gefällt mir gut. London, wo Lucy zu Beginn der Geschichte lebt, wird nur am Rande erwähnt, ansonsten ist Australien Hauptschauplatz. Zwar werden australische Städte und Orte genannt, aber anhand der Beschreibung habe ich mich nicht unbedingt in Australien gesehen, es hätte auch jedes andere Land sein können.
    Im Laufe der Handlung lernt man die einzelnen Personen besser kennen, die Meinungen, die man sich vielleicht am Anfang gebildet hat, verändern sich und später stellt sich jede/r in einem ganz anderen Licht dar.
    Die Geschichte ist ganz nett erzählt, hat mich aber nicht so gefesselt, wie ich es mir anhand der Kurzbeschreibung erhofft hatte. Es war eine angenehme Urlaubslektüre, die sich zum Ende hin doch ziemlich zog, obwohl man da eigentlich Spannung erwartet hat. Merkwürdig ist jedoch, dass meist Frauen die Schicksalsopfer sind (bis auf 2 Ausnahmen)...
    Das Cover ist recht schön gestaltet, ein Ferienhäuschen an den rauhen Klippen, Möwen im Wind - vom Titel her hätte man ein düsteres Titelbild erwartet. Vermutlich sind hier einfach die Schatten der Vergangenheit gemeint ...
    "Der Schattengarten" bekommt von mir 3 gute Sterne, weil mir einfach das gewisse Etwas gefehlt hat.

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    M
    Murmel_2016vor 4 Monaten
    Düster, sehr spannend und geheimnisvoll

    Spannend, geheimnisvoll und düster. So würde ich die Geschichte beschreiben. Sie erzählt in verschiedenen Zeitebenen, was mich leicht verwirren lies bis ich richtig rein kam. Es ist also keine Geschichte, die man mal kurz zwischendurch lesen kann. Ich denke es ist schwierig immer wieder auf die Schnelle reinzukommen. Spannung von Anfang an und bleibt auch konsequent erhalten bis zum Ende. Durch unerwartete Wendungen packt es einen immer wieder auf Neue und man beginnt sich die offenen Fragen selbst zu beantworten. Was allerdings nicht leicht ist, da die Geschichte nicht vorhersehbar ist. Jedoch bekommt man alle Antworten bis zum Ende und mit diesem bin ich auch sehr zufrieden. Die Autorin hat einen leichten, flüssigen und detaillierten Schreibstil. Welcher einen durch die Seiten fliegen lässt, aber ab und an etwas zu intensiv beschrieben wird. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten reinversetzten, da die Vergangenheit aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und die Gegenwart aus Lucys Sicht. Das hilft etwas hinter die Mauern zu schauen. Es handelt sich um dunkle Familiengeheimnisse über mehrere Generationen hinweg. Das Cover wirkt so wie die Geschichte ist. Düster! Auch wenn mich das Buch etwas traurig stimmte, durch die ganzen Geheimnisse, kann ich es euch wärmstens empfehlen. Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine interessante Familiengeschichte mit sympathischer Protagonistin und einer Thematik, die zum Nachdenken anregt.
    Spannend, atmosphärisch und emotional!


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    Roma84s avatar
    Roma84vor 5 Monaten
    Spannend wie gewohnt

    Auch die Handlung dieses Buches von Anna Romer erstrickt sich wieder über mehrere Zeitebenen.

    Im Jahre 1993 lernt der Leser die junge Lucy kennen, die nach vielen Jahren in London eher unfreiwillig wieder in ihre alte Heimat in Australien zurückkehrt. Sie hat einen Brief ihres Großvaters erhalten, der viele Rätsel aufwirft. Lucys Familie ist leider nur noch sehr klein. Lucys Mutter kam vor 16 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben und ihr ist nur noch ihr Vater Ron geblieben. Doch dieser ist seit vielen Jahren mit seinem eigenen Vater zerstritten. Kaum in Australien angekommen, holt Lucy sofort ihre Vergangenheit wieder ein und es kommen nicht nur alte Erinnerungen wieder auf, sondern auch alte Schuldgefühle. Nachdem auch ihr Großvater plötzlich verstirbt, kehrt sie in dessen Haus zurück um dort im Auftrag ihres Vaters nach einem für ihn wichtigen Fotoalbum zu suchen und dabei stößt sie auf seltsame Dinge und kommt einem sehr lange gehüteten Geheimnis langsam auf die Spur.

    Parallel dazu wird die Geschichte von Edwin und Clarice sowie ihrer Pflegetochter Orah aus den Jahren 1930/1931 erzählt und diese Geschichte ist der Ursprung allen Übels. Viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen, Irrtümer, falsches Pflichtgefühl, etc. führen zu einem Fehler nach dem Anderen und bald ist eine Wiedergutmachung nicht mehr möglich.

    Zwischendrin wird die Geschichte auch immer kurz aus einigen anderen Perspektiven erzählt und bringen dem Leser das ganze Ausmaß und die Tragweite dieser vielen Fehler und die schicksalhaften Erstreckung über Jahrzehnte nahe.

    Der Anfang des Buches war wie immer bei den Büchern von Anna Romer: das gewohnte heillose Durcheinander. Aber Seite für Seite, Kapitel für Kapitel ordnet sich alles langsam und die Zusammenhänge beginnen sich zu erschließen. Aber nicht nur das, der Leser beginnt auch immer mehr selbst zu überlegen und zu kombinieren. Denn die Bücher von Anna Romer sind keine sachten Frauenromane, sondern in allen verbirgt sich ein wirklich düsteres Geheimnis.

    Auch in diesem Buch wurde wie immer eine kaum auszuhaltende Spannung aufgebaut: was ist damals passiert? Was befindet sich im Eishaus? Ist es wirklich eine Leiche? Wenn ja, wer ist es? Und wie kam es dazu?

    Es gibt viele Autoren, die diese Art von Roman schreiben: Ein Geheimnis aus der Vergangenheit, dass sich bis in die Gegenwart erstreckt. Aber ich kenne kaum einen anderen Autor dieses Genres, der den Spannungsbogen durch die Erzählung über mehrere Zeitepochen sie geschickt und spannend schafft, wie Anna Romer.

    Wie man meinen Worten sicher bereits entnehmen konnte, bin ich ein großer Fan von dieser  Autorin. Und auch dieses Buch hat mich wieder vollends überzeugt und aus diesem Grund gibt es wieder 5 von 5 Punkten!

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    TigerBaabys avatar
    TigerBaabyvor 6 Monaten
    GEHEIMNISVOLL, GEFÜHLVOLL ABER EIN WENIG VERWIRREND

    ~ KLAPPENTEXT ~

    Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat holt, sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Bei ihren Nachforschungen entdeckt Lucy ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen …

    ~ AUTORIN ~

    Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitete als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Bereits ihr erster Roman >>Das Rosenholzzimmer<< lebte von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zu einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt.

    ~ MEINUNG/ FAZIT ~

    Anna Romer schreibt in einem angenehmen Schreibstil, eine Geschichte um ein Jahre langes Geheimnis. Die Geschichte spielt in mehreren Zeitebenen (1930/1931,1977 und 1993). Ich mag Geschichten die zu unterschiedlichen Zeiten spielen, aber hier muss ich leider sagen, war es mir ein wenig zu viel des guten. Es hat mich teilweise gut verwirrt und ich habe dadurch anfangs nicht wirklich ins Geschehen rein gefunden, was mich schon ein wenig enttäuscht hat. Ein gutes Beispiel war hier der Prolog, diesen konnte ich bis ziemlich weit am Ende des Buches nicht wirklich der Geschichte zuordnen und so ging es mir mit anderen kleineren Handlungen auch weiterhin.

    Die Figuren dagegen waren mir eigentlich alle recht sympathisch. Man konnte sich in jede hineinversetzen und ihre Handlungen waren voll und ganz nachzuvollziehen, auch wenn alle Geheimnisse sich hier um den lieben Edwin gedreht haben und man immer daran gedacht hat, was er wohl an Last mit sich herumtragen musste.

    Zum Ende hin hat sich für mich auch alles zusammenfügen lassen, sodass ich dann auch alles verstand, aber leider war das Buch da schon fast zu Ende. Dennoch fand ich die Geschichte im kompletten Umfang sehr geheimnisvoll und gefühlvoll, was heißen soll, dass es keineswegs langweilig ist.

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    lenisveas avatar
    lenisveavor 6 Monaten
    Der Schattengarten

    Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: € 9,99 [D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48684-7 NEU Erschienen: 22.01.2018 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Schattengarten/Anna-Romer/Goldmann-TB/e525025.rhd Zum Inhalt: Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ... Zur Autorin: Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Bereits ihr erster Roman »Das Rosenholzzimmer« lebte von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zur einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt. Meine Meinung: Ich habe ja vor längerer Zeit den Debütroman der Autorin Das Rosenholzzimmer gelesen und dies war damals eines meiner Jahreshighlights. Auch das letzte Buch der Autorin hatte mir recht gut gefallen, so dass ich sehr gespannt auf den neuen Roman war. Daher habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung. Der Einstieg in die Geschichte ist mir auf Anhieb sehr gut gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, so dass ich trotz der 512 Seiten recht schnell durch die Familiengeschichte gekommen bin. Es geht hier um Lucy, die nach Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Ihr Großvater ist vor kurzem gestorben und ihr Vater liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Dieser bittet sie um einen Gefallen. Sie soll sich zum alten schon fast verfallenem Familienanwesen begeben und dort für ihren Vater nach einem alten Fotoalbum suchen. Als sie sich dort aufhält, kommt die Vergangenheit, die sie lange verdrängt hat, wieder hoch und sie ist sozusagen gezwungen, ihre eigene Kindheit mit deren Schatten aufzuarbeiten. Mir hat diese Aufarbeitung mit der Erzählweise der Autorin sehr gut gefallen und konnte mich von Beginn an fesseln. Ich habe auch in das Hörbuch rein gehört, auch auch dieses hat mir sehr gut gefallen. Mein Fazit: Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mir hat dieser Roman wieder sehr gut gefallen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin, da sie mich mit ihrer Erzählweise sehr begeistern kann. Von mir bekommt das Buch daher sehr gute 4,5 Sterne.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nach langatmigen Start konnte die Geschichte doch noch bewegen und fesseln
    Düstere Geheimnisse

    Nachdem Lucy Briar einst ihre Heimat beinahe fluchtartig verließ, kehrt sie nun aus London zurück nach Melbourne, um ihren Vater zu besuchen. Doch kaum in der alten Heimat, überschlagen sich die Ereignisse, ihr Vater bricht sich bei einem Unfall die Hüfte, ihr Großvater verstirbt und hinterlässt ihnen das alte Anwesen Bitterwood Park. Um ihrem Vater einen Gefallen zu tun, bricht Lucy auf nach Bitterwood, um ein Familienalbum zu suchen. Dabei begleitet sie Magnus, der Mann, der schon immer ihre heimliche Liebe war, doch damals war er verheiratet und eigentlich auch viel zu alt für sie. Gemeinsam entdecken sie, dass das Familienalbum verbrannt wurde, doch alte Negative scheinen noch zu existieren. Je mehr Lucy in der Vergangenheit gräbt, desto mehr stösst sie auf Familiengeheimnisse und sie beginnt zu forschen, was damals wirklich auf Bitterwood geschah.
    Meine Meinung
    Schon dieses hübsche, leicht düster wirkende Cover weckte meine Aufmerksamkeit und da ich Geschichten rund um Familien und deren Geheimnisse liebe, wollte ich auch dieses Buch lesen. Nach Das Rosenholzzimmer und Am dunklen Fluss ist mit Der Schattengarten bereits das dritte Buch der Autorin auf Deutsch erschienen. Für mich war es zwar das erste Buch aus ihrer Feder, aber da die beiden anderen Romane bereits in meinem Regal stehen, war es mit Sicherheit nicht mein Letztes. Anna Romer hat einen sehr klaren und flüssigen Schreibstil, mit dem sie nicht nur detaillierte Bilder erschafft, sondern auch die dazu passende Atmosphäre. Allerdings fiel mir der Einstieg in diesen Roman nicht leicht, da es mir zu Beginn einfach viel zu langatmig war, durch die vielen, langen Beschreibungen, die leider nur wenig Tempo in die Handlung brachten. Doch ab dem Moment, als die Suche nach dem Vergangenen beginnt, konnte die Autorin mich absolut fesseln und das Buch wurde nur so verschlungen. Es wird düster, es wird spannend und auch tragisch, denn Anna Romer hat hier geschickt ein dunkles Geheimnis mit eingewoben, das mich neugierig machte, aber durchaus auch berührte, denn allein am Verhalten der Charaktere der Gegenwart wurde klar, dass da so einiges noch im Verborgenen ruhte.
    Erzählt wird die Geschichte zum großen Teil auf zwei Zeitebenen, zum einen geht es in die Vergangenheit von Lucys Großvater Edwin in die Jahre rund um 1930. Wobei es auch immer wieder kürzere Einblendungen gibt, die den Leser noch weiter in die Vergangenheit führen. Das war zwar ein wenig verwirrend, doch dank der Zeitangabe über den Kapiteln wusste man zumindest, wo man sich befand. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart im Jahr 1993, aber auch hier gibt es immer mal wieder Sprünge in die Kindheitstage Lucys. Da all diese unterschiedlichen Zeiten doch irgendwo miteinander verknüpft sind, sind die Begebenheiten durchweg wichtig für die Entwicklung der Handlung, aber auch der Charaktere. Dazu gehören auch noch kleinere Geschichten, die Lucys Vater, ein Kinderbuchautor, verfasst hat und die von Lucy illustriert werden. Denn auch diese kleinen Geschichten gehören mit zu der Auflösung der Ereignisse, bzw. geben einen Einblick auf die Psyche der Charaktere, denn auch sie geben Vergangenes wieder.
    Während Lucys Part in der Ich-Form erzählt wird, gibt ein personeller Erzähler die Geschehnisse aus vergangenen Tagen wieder. So kann man sich sehr gut in die Protagonistin Lucy versetzen, aber auch mit einer gewissen Distanz die vergangenen Ereignisse beobachten. Bei diesen habe ich doch lange im Dunklen getappt, was nun wirklich geschehen ist und ich wurde auf jeden Fall überrascht.
    Lucy ist eine Protagonistin, bei der ich ein wenig Zeit benötigte, um mich wirklich auf sie einlassen zu können. Doch je mehr ich über sie erfuhr, desto sympathischer wurde sie mir und desto mehr konnte ich mich in ihre Handlungen hineindenken. Letzten Endes war sie ein schlüssiger und durchdachter Charakter. Aber auch Edwin, bei dem ich lange Zeit nicht wusste, wie ich ihn wirklich einschätzen sollte und dem ich gegenüber sehr distanziert blieb, wurde jemand, mit dem ich mitfühlen konnte, denn die tragischen Schicksalsschläge, die ihn und seine erste Frau Clarice ereilten, waren wirklich sehr bewegend.
    Neben diesen beiden Charakteren gibt es eine ganze Menge Nebencharaktere, alle facettenreich und durchdacht und mit der gewissen Wirkung auf die Handlung, die diese zum guten Schluss klar und logisch auflösten.
    Mein Fazit
    Nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, wurde ich dann doch positiv überrascht und absolut gefesselt. Je mehr ich erfuhr, desto mehr geriet ich in den Sog der Erzählung. Anna Romer beschreibt detailliert mit einer lebendigen und atmosphärischen Sprache und ich fühlte mich mitten in die Handlung versetzt. Die Geschichte war tragisch, ja schon dramatisch und ließ mich doch bewegt zurück. Mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin. Wer Geschichten um längst vergangene Familiengeheimnisse mag, sollte hier einfach mal hineinschnuppern.

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