Anna Romer Der Schattengarten

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Inhaltsangabe zu „Der Schattengarten“ von Anna Romer

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ...

Nach langatmigen Start konnte die Geschichte doch noch bewegen und fesseln

— SillyT

Super Charaktere, wunderschöne Beschreibungen und super Setting <3

— Yunika

Leider konnte mich die Geschichte nicht richtig mitreißen

— leserattebremen

düstere Geschichte mit jeder Menge Gänsehautmomenten...

— nicigirl85

Eine düstere Familiengeschichte. Geheimnisse, die noch nach über 60 Jahren das Leben verändern. 3,5 Sterne

— TraumTante

Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi

— Kamima

düstere Stimmung in unterschiedlichen Zeitebenen, die Detailtiefe leider an den falschen Stellen ansetzt

— Gudrun67

Eine fesselnde Familiengeschichte mit geheimnisvoller Atmosphäre!

— Fanti2412

Dieses Buch fängt leider sehr langsam an, bekommt aber an Fährt .Kurzweilig und gut

— JulianaJuli

Verzwickte Story & gut erzählt!

— Erdhaftig

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Eine so wunderbare und ganz besondere Geschichte, die ich unglaublich gerne gelesen habe. Absolute Leseempfehlung!

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    Der Schattengarten

    SillyT

    12. April 2018 um 17:27

    Nachdem Lucy Briar einst ihre Heimat beinahe fluchtartig verließ, kehrt sie nun aus London zurück nach Melbourne, um ihren Vater zu besuchen. Doch kaum in der alten Heimat, überschlagen sich die Ereignisse, ihr Vater bricht sich bei einem Unfall die Hüfte, ihr Großvater verstirbt und hinterlässt ihnen das alte Anwesen Bitterwood Park. Um ihrem Vater einen Gefallen zu tun, bricht Lucy auf nach Bitterwood, um ein Familienalbum zu suchen. Dabei begleitet sie Magnus, der Mann, der schon immer ihre heimliche Liebe war, doch damals war er verheiratet und eigentlich auch viel zu alt für sie. Gemeinsam entdecken sie, dass das Familienalbum verbrannt wurde, doch alte Negative scheinen noch zu existieren. Je mehr Lucy in der Vergangenheit gräbt, desto mehr stösst sie auf Familiengeheimnisse und sie beginnt zu forschen, was damals wirklich auf Bitterwood geschah.Meine MeinungSchon dieses hübsche, leicht düster wirkende Cover weckte meine Aufmerksamkeit und da ich Geschichten rund um Familien und deren Geheimnisse liebe, wollte ich auch dieses Buch lesen. Nach Das Rosenholzzimmer und Am dunklen Fluss ist mit Der Schattengarten bereits das dritte Buch der Autorin auf Deutsch erschienen. Für mich war es zwar das erste Buch aus ihrer Feder, aber da die beiden anderen Romane bereits in meinem Regal stehen, war es mit Sicherheit nicht mein Letztes. Anna Romer hat einen sehr klaren und flüssigen Schreibstil, mit dem sie nicht nur detaillierte Bilder erschafft, sondern auch die dazu passende Atmosphäre. Allerdings fiel mir der Einstieg in diesen Roman nicht leicht, da es mir zu Beginn einfach viel zu langatmig war, durch die vielen, langen Beschreibungen, die leider nur wenig Tempo in die Handlung brachten. Doch ab dem Moment, als die Suche nach dem Vergangenen beginnt, konnte die Autorin mich absolut fesseln und das Buch wurde nur so verschlungen. Es wird düster, es wird spannend und auch tragisch, denn Anna Romer hat hier geschickt ein dunkles Geheimnis mit eingewoben, das mich neugierig machte, aber durchaus auch berührte, denn allein am Verhalten der Charaktere der Gegenwart wurde klar, dass da so einiges noch im Verborgenen ruhte.Erzählt wird die Geschichte zum großen Teil auf zwei Zeitebenen, zum einen geht es in die Vergangenheit von Lucys Großvater Edwin in die Jahre rund um 1930. Wobei es auch immer wieder kürzere Einblendungen gibt, die den Leser noch weiter in die Vergangenheit führen. Das war zwar ein wenig verwirrend, doch dank der Zeitangabe über den Kapiteln wusste man zumindest, wo man sich befand. Die zweite Zeitebene spielt in der Gegenwart im Jahr 1993, aber auch hier gibt es immer mal wieder Sprünge in die Kindheitstage Lucys. Da all diese unterschiedlichen Zeiten doch irgendwo miteinander verknüpft sind, sind die Begebenheiten durchweg wichtig für die Entwicklung der Handlung, aber auch der Charaktere. Dazu gehören auch noch kleinere Geschichten, die Lucys Vater, ein Kinderbuchautor, verfasst hat und die von Lucy illustriert werden. Denn auch diese kleinen Geschichten gehören mit zu der Auflösung der Ereignisse, bzw. geben einen Einblick auf die Psyche der Charaktere, denn auch sie geben Vergangenes wieder.Während Lucys Part in der Ich-Form erzählt wird, gibt ein personeller Erzähler die Geschehnisse aus vergangenen Tagen wieder. So kann man sich sehr gut in die Protagonistin Lucy versetzen, aber auch mit einer gewissen Distanz die vergangenen Ereignisse beobachten. Bei diesen habe ich doch lange im Dunklen getappt, was nun wirklich geschehen ist und ich wurde auf jeden Fall überrascht.Lucy ist eine Protagonistin, bei der ich ein wenig Zeit benötigte, um mich wirklich auf sie einlassen zu können. Doch je mehr ich über sie erfuhr, desto sympathischer wurde sie mir und desto mehr konnte ich mich in ihre Handlungen hineindenken. Letzten Endes war sie ein schlüssiger und durchdachter Charakter. Aber auch Edwin, bei dem ich lange Zeit nicht wusste, wie ich ihn wirklich einschätzen sollte und dem ich gegenüber sehr distanziert blieb, wurde jemand, mit dem ich mitfühlen konnte, denn die tragischen Schicksalsschläge, die ihn und seine erste Frau Clarice ereilten, waren wirklich sehr bewegend.Neben diesen beiden Charakteren gibt es eine ganze Menge Nebencharaktere, alle facettenreich und durchdacht und mit der gewissen Wirkung auf die Handlung, die diese zum guten Schluss klar und logisch auflösten.Mein FazitNach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, wurde ich dann doch positiv überrascht und absolut gefesselt. Je mehr ich erfuhr, desto mehr geriet ich in den Sog der Erzählung. Anna Romer beschreibt detailliert mit einer lebendigen und atmosphärischen Sprache und ich fühlte mich mitten in die Handlung versetzt. Die Geschichte war tragisch, ja schon dramatisch und ließ mich doch bewegt zurück. Mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin. Wer Geschichten um längst vergangene Familiengeheimnisse mag, sollte hier einfach mal hineinschnuppern.

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  • Was belastet Edwins Gewissen?

    Der Schattengarten

    Lerchie

    03. April 2018 um 17:26

    Bitterwood 1931. Ein Mann trug ein weibliches Wesen in sein Eishaus…Melbourne 1993.Lucy Briar war auf Wunsch ihres Großvaters gekommen. Er wollte ihr etwas Wichtiges geben…Doch dann verstarb der Großvater überraschend, und Lucys Vater war überraschenderweise der Alleinerbe…Hier traf Lucy auch die Person wieder, derentwegen sie außer Landes und nach London gezogen war…Jetzt war Lucy verlobt, und doch nicht ganz sicher…Lucy sollte für ihren Vater in Bitterwood etwas suchen… Gleichzeitig hoffte sie das zu finden, was ihr Großvater ihr versprochen hatte… Und Morgan bot sich an, ihr zu helfen…Obwohl sie abgelehnt hatte, war Morgan gekommen und sie versuchten, das Haus zu entrümpeln…Dann gibt es noch einen Handlungsstrang in der Vergangenheit: Ein Mädchen überlebt ein Schiffsunglück…Es kommt in eine gute Familie, doch sie möchte wissen, ob ihr Vater noch lebt, der vor Jahren nach Australien gegangen war… Wen hat der Mann in das Eishaus getragen? Und warum? Was wollte Lucys Großvater ihr geben? Warum war es überraschend, dass Lucys Vater der Alleinerbe war? Wer war diese Person, wegen der Lucy weggegangen war? Warum war sie sich wegen ihrer Verlobung unsicher? Was sollte Lucy für ihren Vater suchen? Und würde sie das Gesuchte finden? Würde sie auch das Versprochene finden? Warum wollte Morgan ihr helfen? Und wieso war er trotzdem gekommen? Wer war das Mädchen, das das Schiffsunglück überlebte? Würde diese Familie ihr helfen ihren Vater zu finden? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.Meine MeinungDas Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist das zweite Buch von Anna Romer, das ich gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin ist nicht zu beanstanden, denn er ist unkompliziert was heißt, dass es keine Fragen nach Sinn oder Zweck von Worten oder gar ganzen Sätzen gab. In der Geschichte war ich – trotz mehrerer Handlungsstränge – schnell drinnen. Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lucy, die vor Jahren von einem Mann, der sehr viel älter war als sie, abgewiesen worden war. In Edwin, der die Verlobte seines Bruders liebte. In Orah, die verzweifelt versuchte, ihre Mutter vor dem Ertrinken zu retten. In Clarice, die Orah in ihre Familie aufnahm, und sie nicht wieder hergeben wollte. Das Buch hatte zwar durchaus auch kleine Längen, aber er war trotzdem von Anfang an spannend. Und meine Vermutung, die irgendwann hatte, hatte sich nicht bestätigt. Erst ganz am Ende wusste ich erfuhr ich die Lösung. Und das ist gut so. Es hat mir sehr gut gefallen, mich gut unterhalten und bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und vier von fünf Sternen, bzw. acht von zehn Punkten.

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  • Tolle Geschichte

    Der Schattengarten

    Yunika

    03. April 2018 um 10:31

    In das Cover habe ich mich vom ersten Moment an verliebt. Es ist stimmig und harmonisch. Gleichzeitig ist es für das Genre typisch, grenzt sich aber dadurch ab, dass es etwas düsterer ist. Das passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Da mich der Rosenholzgarten begeistert hatte, war für mich klar, dass ich dieses Buch auch lesen musste. Deswegen war ich sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht. Anna Romer hat eine authentische Geschichte geschrieben, die einem genug Raum zum rätseln lässt, ohne vorhersehbar zu sein. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, schlüssig und wird rund abgearbeitet. Jedes Detail wird bis zum Ende hin aufgeklärt. Sprachlich war das Buch einfach klasse. Anna Romer hat einen leichten, detailreichen Schreibstil, in dem man sehr gut versinken kann. Er zieht sich nicht und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Gerade bei Büchern aus diesem Genre habe ich oft das Gefühl, auf der Stelle zu treten, doch bei der Geschichte war es nicht so. Erzählt wird die Geschichte in der Gegenwart aus Lucys Sicht. Die Vergangenheit dagegen wird durch einen allwissenden Erzähler erzählt, wodurch sich beides klar abtrennt und man selbst nach längeren Pausen sich sofort zurecht findet. Gleichzeitig fand ich die Passagen aus Lucys Sicht angenehmer zu lesen – was bei an der Perspektive lag und mir die Ich-Perspektive einfach lieber ist. Die Charaktere sind vielschichtig und tiefgehend charakterisiert. Sie handeln so, wie es ihrem Charakter entspricht und für mich logisch. Man schließt sie sofort ins Herz und freut sich auf die gemeinsamen Lesestunden mir ihnen. Sie haben Ecken und Kanten, was ihnen ihren eigenen Charme gibt. Alles in allem eine tolle, authentische Geschichte, die man einfach mögen muss. Sie bietet tolle Charaktere, wunderschöne Beschreibungen und ein spannendes Rätsel. Man lernt ein wenig von Australien kennen und kann sich sehr gut fallen lassen.

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  • Schwache Hauptfigur, gute Story

    Der Schattengarten

    leserattebremen

    28. March 2018 um 14:51

    Vor Jahren ist Lucy aus Melbourne, ihrer Heimatstadt, geflohen, weil sie von ihrer großen Liebe abgewiesen wurde. In London hat sie sich ein neues Leben aufgebaut und ist inzwischen verlobt. Doch ein Brief ihres Großvaters holt sie zurück. Er müsse ihr etwas zeigen, was alles erklären würde. Etwa auch den Tod ihrer Mutter, den Lucy nie verwinden konnte? Sie kommt zurück, doch bevor sie mit ihrem Großvater sprechen kann, verstirbt er. Lucy muss sich jetzt selbst auf die Suche nach den Hintergründen ihrer Familiengeschichte machen. „Der Schattengarten“ von Anna Romer ist eine schöne Familiengeschichte, die mich jedoch einfach nicht richtig packen konnte. Lucy ist zwar die Hauptfigur und die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt, dennoch war sie für mich die ganze Zeit nicht richtig greifbar. Die Rückblenden, die die Autorin immer wieder einschiebt, haben mir weitaus besser gefallen als die aktuelleren Stellen. Auch wenn die Story in der Vergangenheit spannend beschrieben wurde, fehlte mir ein wenig der rote Faden, mehrere Elemente liefen hier für mich durcheinander. Einmal der Tod von Lucys Mutter, der in den 70ern passierte, dann aber auch das Verschwinden ihrer Großmutter in den 30ern und das plötzliche Auftauchen eines Mädchens, ebenfalls in den 30er Jahren. Hier hätte ich mir eine straffere und klarere Struktur gewünscht, die deutlich zu einer Auflösung geführt hätte. So waren mir alle Elemente der Erzählung zu wenig miteinander verbunden.Leider konnte mich „Der Schattengarten“ von Anna Romer nicht richtig überzeugen, besonders die Hauptfigur war mir einfach zu unscharf. Die Story an sich hätte mit einer klareren Struktur sehr spannend sein können, so tröpfelt mir die Handlung einfach etwas zu sehr dahin. Kein schlechtes Buch, aber in dem Genre gibt es weitaus besseres zu lesen. 

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  • Wenn dein Schicksal ein düsteres Geheimnis ist...

    Der Schattengarten

    nicigirl85

    18. March 2018 um 13:37

    Als Fan von Familiensagen mit dunklen Rätseln stieß ich auf diesen Roman. Bisherige Buchbewertungen haben mich anfänglich zurückschrecken lassen, doch meine Neugierde war größer und wurde letztendlich mehr als nur belohnt. In der Geschichte geht es um Lucy, die nach Melbourne zu ihrer Familie zurückkehrt. Sie braucht Abstand zu ihrem Partner und da kommt die Bitte ihres Großvaters gerade Recht. In Bitterwood Park beginnt sie zu stöbern und stößt dabei auf etwas Unsägliches, was ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern wird... Anna Romer entführt uns durch diesen Roman gleich in mehrere Zeiten, denn es bleibt nicht bei zwei Zeitebenen die nebeneinander herlaufen und diese springen auch mal vor und zurück. Da kann es bereits August 1930 sein und hundert Seiten später ist man dann wieder im Mai 1930. Als Leser sollte man also stets aufmerksam sein und das mochte ich hier durchaus gern. Wir werden  in die 30er Jahre entführt, machen einen kurzen Ausflug ans Ende der 70er, um die Haupthandlung im Jahr 1993 erleben zu dürfen. Die dargestellten Figuren sind so facettenreich beschrieben, dass man sich jeden Einzelnen sehr gut vorstellen kann. Mein Herz schlug vor allem für Clarice und Edwin. Gerade Edwin sein Schicksal hat mich lange berührt. Als Leserin hatte ich fast die ganze Geschichte über negative Gefühle zu ihm und am Ende kommt alles anders als gedacht. Clarice hingegen ist fast ein Mysterium, denn die Schicksalsschläge die sie alle durchstehen musste, die würden auch für zehn Menschen reichen. Auch Lucy ihr Leben, die in großen Teilen des Buches als Ich- Erzählerin fungiert, hat mich nicht mehr kaltgelassen. Ihre düsteren Albträume erschienen mir unerklärlich, aber dann kommt ja irgendwann doch die Wahrheit ans Licht. Die Autorin verwöhnt den Leser mit einer sehr bildhaften Sprache, was mir persönlich sehr gut gefiel, da es die eigene Fantasie nur noch mehr anregt. Teilweise habe ich abends mit dem Lesen des Buches begonnen und konnte einfach nicht mehr aufhören, so fesselnd schreibt Frau Romer. Zudem fand ich die eingestreuten, neu erdachten Märchen sehr schön. Der Roman besticht vor allem durch Düsternis, immer schwingt irgendwie ein schlechtes Gefühl über allem mit. Als Leser kann man zwar sehr schnell Vermutungen anstellen, was da passiert sein könnte, doch sind Indizien nur zaghaft gestreut und solche können bekanntlich auch in die falsche Richtung führen. Die Auflösungen am Ende der Geschichte waren alle schlüssig und nachvollziehbar. Für mich blieben keine offenen Fragen zurück. Fazit: Ein Roman, der mich so sehr in seinen Bann gezogen hat, dass ich alles um mich herum vergessen habe. Das muss man erstmal schaffen. Absolute Leseempfehlung!

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  • Der Schattengarten

    Der Schattengarten

    -sabine-

    08. March 2018 um 08:01

    Es ist mein zweites Buch der Autorin und mit „Das Rosenholzzimmer“ hat sie begeistern können, so dass ich sehr neugierig war auf diese Geschichte. Und auch diesmal war ich gepackt, auch wenn es nicht immer leicht war, bei den vielen verschiedenen Erzähl- und Zeitsträngen den Überblick zu bewahren.Die Geschichte ist sehr komplex. Im Jahr 1993 reist Lucy zurück in ihre Heimat nach Australien, weil sie geheimnisvolle Post von ihrem Großvater erhalten hat. Und kaum in Melbourne angekommen überschlagen sich die Dinge: Lucy macht sich auf Wunsch ihres Vaters auf die Suche nach einem alten Fotoalbum und stößt so auf immer neue Geheimnisse. Was ist mit ihrer Mutter passiert, was mit ihrem Großvater? Warum gibt es solche verbissene Streitereien in ihrer Familie? Immer tiefer gräbt sie sich zurück in die Vergangenheit und kommt nach und nach allem auf die Spur – aber auch sie selbst muss sich einigen Ängsten und Wahrheiten stellen, die auch ihr eigenes Leben beeinflussen werden.Mich hat die Autorin gleich von Anfang an packen können, auch wenn ich die verschiedenen Erzählstränge zunächst sehr verwirrend fand. Es ist kein Buch, das man mal nebenbei liest oder das man nach wenigen Seiten beiseitelegt und dann auch sofort wieder zurückfindet – es braucht Aufmerksamkeit, die verschiedenen Charaktere und die verschiedenen Zeiten auseinanderzuhalten. Neben dem Erzählstrang in der Gegenwart gibt es noch welche in den Jahren 1917, 1931 und 1977. Zwar ist den Abschnitten immer vorangestellt, in welchem Jahr man sich befindet, trotzdem ist die Familiengeschichte an manchen Stellen verzwickt und verwirrend. Erst nach und nach entwirren sich die Fäden und laufen am Ende dann zu einem für mich schlüssigen, wenn auch tragischen Ende zusammen. Ich habe beim Lesen richtig mitgefiebert und selber gerätselt, wie die Dinge zusammenhängen – auf die tatsächliche Auflösung bin ich aber nicht gekommen. Mir hat die Charakterzeichnung gut gefallen – es gibt viele verschiedene Figuren und auch wenn vordergründig Lucy im Mittelpunkt steht, die in Ich-Form die Geschehnisse der Gegenwart erzählt, ist doch eigentlich ihr Großvater der wirkliche Protagonist. Seine Figur fand ich sehr interessant und es hat sich gelohnt, ihn näher kennenzulernen und hinter seine Fassade zu schauen. Lucy ist mir gleich sympathisch gewesen, auch wenn sie vor sich selber davonrennt und ich sie gerne manches Mal geschüttelt hätte. Ich mochte aber ihre Beharrlichkeit und ihre Verbundenheit zu Land und Familie. Sie macht eine interessante Entwicklung durch, und so deckt sie nicht nur ein Familiengeheimnis auf, sondern entdeckt auch einige neue Seiten an sich selber.Der Schreibstil ist angenehm und an vielen Stellen sehr eindringlich. So entsteht eine fast durchweg düstere Atmosphäre und das in allen Handlungssträngen. Mich hat das nicht weiter gestört, denn ich fand es spannend – nur im Mittelteil gab es mal die eine oder andere langatmige Stelle, in denen sich die Autorin in Beschreibungen, die die Geschichte nicht wirklich voranbringt, verliert. Leider auch hat sie bei mir kein „australisches“ Feeling erzeugen können – die Geschichte hätte auch an vielen anderen Orten der Welt spielen können, wäre nicht immer mal wieder die Stadt Melbourne gefallen.Trotzdem hat mich diese Geschichte gut unterhalten und ich hatte spannende Lesestunden. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.Mein FazitEin verzwickte Familiengeschichte die man mit Aufmerksamkeit lesen sollte, um sich auf den vier Zeitebenen nicht zu verlieren – dafür ist die Geschichte spannend und mitreißend und voller Atmosphäre. Auch die Charaktere konnten mich begeistern, und es hat Spaß gemacht, sie näher kennenzulernen und nach und nach ihre Geheimnisse zu entdecken. Mich hat dieses Familiengeheimnis gut unterhalten, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

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  • Interessant, aber da geht mehr

    Der Schattengarten

    LeseBlick

    06. March 2018 um 08:25

    InhaltsangabeNach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen...Meine Meinung„Der Schattengarten“ ist für mich der zweite Roman der Autorin Anna Romer.Vor ein paar Jahren konnte sie mich mit ihrem Debut „Das Rosenholzzimmer“ total begeistern. Demnach war ich sehr gespannt auf diesen Roman.Gleich auf den ersten 100 Seiten zeigt die Autorin durch mehrere Erzähl- und Zeitstränge auf, dass es im Buch nicht nur um die Protagonistin Lucy Briar gehen wird. Im Jahr 1931 starten wir in die Geschichte und begegnen Edwin Briar, Lucys Großvater, welcher uns auf den ersten Seiten vor das große Geheimnis dieses Buches stellt.Lucy selbst kehrt im Jahr 1993 nach Melbourne zurück. In London zurückbleiben tut ihr Verlobter. Man könnte sagen, dass Lucy kalte Füße bekommt und sich in ihre Heimat flüchtet, um nachzudenken. Allerdings wartet hier eine ganz andere Gefühlsangelegenheit auf sie. Mit Lucy erfahren wir ein wenig mehr über das unheimlich schlechte Verhältnis zwischen ihrem Vater und ihrem Großvater Edwin. Als Leser wird schnell klar, dass dieses Zerwürfnis für die geheimnisumwobene Story ebenso von großer Bedeutung ist.Im dritten Zeitstrang geht es um die kleine Orah, welche nach einem Sturm schiffbrüchig wird, aber als einzige überlebt. Sie wollte eigentlich mit ihrer Mutter von Schottland nach Australien überreisen, um sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen, welcher dem Goldrausch verfallen war. Als Orah von zwei einheimischen Kindern aus dem Wasser gerettet wird, nimmt ihr Leben eine ganz andere Wendung.Hinsichtlich der Charaktere und der verschiedenen Zeitebenen sollte man beim Lesen schon eine gewisse Aufmerksamkeit haben. Ich habe dieses Buch als keines empfunden, welches man mal für 10 Seiten zur Hand nehmen sollte. Ich vermute, dass man dann immer sehr schwer wieder in die Geschichte zurückfindet.Ich musste vor allem im ersten Drittel sehr konzentriert lesen, um der Geschichte zu folgen.Wie im Klappentext beschrieben, macht sich Lucy im Verlauf der Geschichte auf die Suche nach der Lösung des großen Familiengeheimnisses. Allerdings wird sie meiner Meinung nach sehr in den Vordergrund gestellt. Die eigentliche Hauptperson war für mich tatsächlich Edwin Briar. Mit ihm nahmen die Geheimnisse im Jahr 1917 seinen Anfang und mit seinem Tod im Mai 1993, nahm er diese mit ins Grab.Die Handlungsstränge in der Vergangenheit nahmen für mich einen deutlich größeren Part ein, als die Gegenwart um Lucy und ihrer Entscheidungsfindung, was sie sich vom Leben verspricht.Für mich war die Geschichte schon sehr kompakt, dass ich die Liebesgeschichte um Lucy und ihrer eigenen Vergangenheit gar nicht unbedingt gebraucht hätte.Sie nahm aber auch keinen allzu großen Teil ein, um der Geschichte zu schaden.Das Buch an sich bringt neben einigen Geheimnissen, auch einige Wendungen mit sich, welche sehr überraschend kamen und einen immer wieder an die Geschichte binden konnten.____________________________________________________________Im Vergleich zu „Das Rosenholzzimmer“ konnte mich die Autorin mit den Beschreibungen zum Land Australien und allgemein zur Umgebung, welche in der Geschichte doch schon eine Rolle spielt, nicht abholen. Ihr Debut war wie Urlaub für mich. Hier geht das australische Flair leider vollkommen an mir vorbei. Wäre das Wort Melbourne nicht gefallen, hätte ich den Beschreibungen gar nicht unbedingt Australien zugeordnet.Des Weiteren konnte mich dieses Mal auch das Cover und der Titel zum Buch nicht begeistern. Um dem Titelbild einen Wiedererkennungswert zuordnen zu können, fehlte es mir hier einfach an bildhaften Beschreibungen. Wieso die Titelwahl auf „Der Schattengarten“ fiel, ist mir leider nicht klar. Das Wort ist mir nicht einmal in der Geschichte bewusst begegnet.Nicht nur Lucys Gefühlswelt, auch ein, zwei Charaktere oder Zeitebenen, welche noch neben den drei oben beschriebenen Zeitebenen spielten, hätte ich ebenso nicht gebraucht, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.Mein FazitIn manchen Romanen vermisst man diese gewissen Details, die eine Geschichte erst richtig rund machen. Anna Romer machte mir die Geschichte um ihren dritten Roman leider zu groß. Sie war zu ausschweifend, so dass man zu viele Einblicke bzw. Blickwinkel auf die eigentliche Thematik hatte. Dennoch war es spannend den Verlauf zu verfolgen und letztendlich das große Geheimnis zu erfahren.Leider kann dieser Roman nicht an ihr Debut anknüpfen.Umso gespannter bin ich auf ihren zweiten Roman „Der dunkle Fluss“, welchen ich im April mit ein paar anderen Romer-Fans lesen werde.

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  • zu dunkel und düster, und dennoch reichlich Potenzial in der Geschichte, welches nicht genutzt wurde

    Der Schattengarten

    jenny_wen

    28. February 2018 um 16:51

    Albträume plagen Lucy schon immer. Mal werden sie schlimmer, mal verschwinden sie für eine Weile und doch sind sie immer präsent. Was hat es mit diesen Träumen auf sich? Der Klappentext dieses Buches hat mich aufmerken lassen. Auch das Cover des Buches ist so interessant gestaltet, dass man eine tolle Geschichte dahinter vermutet.  Die Stimmung auf dem Cover wird düster dargestellt. Dunkle Wolken am Horizont. So kann man eigentlich auch das Buch beschreiben, sehr düster.  Eine sehr bedrückende Stimmung, die sich auch auf das Lesen auswirkt, zumindest bei mir. Ich war manchesmal froh, wenn ich das Buch zur Seite legen konnte. Es stimmte mich einfach traurig und da brauchte ich das eine oder andere Mal durchaus eine kleine Ablenkung. An manchen Stellen zog sich auch die Geschichte ein wenig in die Länge. Die Autorin, die hier eigentlich eine echt tolle Geschichte erschaffen hat, hat an manchen Stellen zuviel Wert auf Beschreibungen gelegt, die eigentlich für das Buch nicht wirklich relevant waren. Ich hätte es mir gewünscht, wenn sie den Personen mehr Tiefe gegeben hätte. Doch so wirkten Lucy, Ron und viele andere Charaktere sehr oberflächlich. Es ist sehr schade, dass ich das schreibe, denn die Autorin hat sich definitiv schon sehr viel Mühe mit dem Buch gegeben, doch leider den Schwerpunkt auf zuviele unwichtige Dinge gelegt. Mein Fazit: Das Buch hat toll angefangen, der Schreibstil der Autorin ist klasse, leicht lesbar und gut verständlich. Und auch wenn die Geschichte ein sehr hohes Potenzial aufweist, so wurde dieses leider nicht genutzt. 3 Sterne vergebe ich für Anna Romers "Der Schattengarten". Vielen Dank an das Bloggerportal, sowie dem Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat mich nicht in meiner Entscheidung beeinflusst! Weitere Bücher der Autorin: Das Rosenholzzimmer, Am dunklen Fluss

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  • Tolle Geschichte über ein lang gehütetes Familiengeheimnis

    Der Schattengarten

    Nalik

    24. February 2018 um 19:13

    Der Schattengarten von Anna Romer war mein erstes Buch von ihr aber definitiv nicht mein Letztes.Zum Inhalt:Lucy kehrt nach Jahren aus London nach Australien zurück, da ihr Großvater Edwin ihr etwas anvertrauen möchte. Sie kommt jedoch zu spät. Ihr Großvater ist bereits verstorben. Sie macht sich auf die Suche nach Hinweisen in Bitterwood Park, dem Haus ihres Großvaters und kommt einem Familienereignis auf die Spur, dass keiner kannte.Romer schreibt ihre Geschichte in verschiedenen Zeiten. So werden wir von der Entstehung des Geheimnisses ab dem Jahre 1929 über die fast Enthüllung 1977 bis hin zur Suche von Lucy im Jahre 1993 auf eine Zeitreise mitgenommen. Da die Abschnitte gut gegliedert und durch Zeitangaben differenziert werden kommt man nicht durcheinander und erlebt die komplette Geschichte vom Anfang bis zum bitteren Ende. Romer hat einen ausdrucksstarken Schreibstil, der einen sehr gut in die Gefühlswelt der Protagonisten Einblick gewährt. Einziger Kritikpunkt den ich anzubringen habe ist, dass es manchmal mir doch etwas zu ausschweifend dargestellt war.Dennoch bin ich rundum zufrieden mit dem Bich, das ein Familiengeheimnis durch zwei Sichtweisen aufdeckt. Mich hätte es gefreut wenn die Geschichte zwischen Morgan und Lucy noch ein wenig mehr mit eingeflossen wäre, die Liebe kam mir doch ein wenig zu kurz.

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  • Der Schattengarten

    Der Schattengarten

    Fanti2412

    17. February 2018 um 16:24

    Zum Inhalt: Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen ... (Kurzbeschreibung gem. Goldmann Verlag)  Leseprobe Die Autorin: Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Bereits ihr erster Roman »Das Rosenholzzimmer« lebte von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zur einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt. (Quelle: Goldmann Verlag) Meine Meinung: Anna Romer erzählt die Geschichte von Lucy und ihrer Familie auf mehreren Zeitebenen. Der Handlungsstrang der Gegenwart spielt im Jahr 1993, als Lucy nach einigen Jahren in London zurückkehrt nach Melbourne. Sie hatte einen rätselhaften Brief ihres Großvaters Edwin erhalten. Von dem Gespräch mit ihrem Großvater erhofft sie sich Aufklärung über etliche Ungereimtheiten, die sie seit Jahren quälen. Ein weiterer Handlungsstrang spielt in den Jahren 1930/1931, als Lucys Großeltern Edwin und Clarice auf dem Familienanwesen Bitterwood Park ein Gästehaus betreiben und das Pflegekind Orah bei sich aufnehmen. Dazu gibt es noch kurze Rückblicke ins Jahr 1977, als Lucys Mutter ums Leben kam. Das hört sich verwirrender an als es ist, denn die Kapitel sind entsprechend überschrieben, so dass die Wechsel bzw. Zeitsprünge gut erkennbar sind. Leider kommt Lucys Rückkehr in die Heimat zu spät, denn ihr Großvater Edwin starb, kurz nachdem er den Brief an Lucy schickte. Als Lucys Vater Ron, Edwins Sohn, einen Unfall hat, bittet er Lucy, sich um die Haushaltsauflösung in Bitterwood Park zu kümmern und dabei besonders nach einem alten Fotoalbum der Familie zu suchen. Lucy fährt also nach Bitterwood und muss sich nicht nur der Vergangenheit ihrer Familie stellen sondern auch ihrer eigenen, die sie vor einigen Jahren von Australien nach London vertrieb. Anna Romer erzählt die Geschichte der Familie Briar sehr fesselnd und schon mit dem Prolog, der von einem mysteriösen Todesfall berichtet, hat sie mich gepackt. Die Wechsel zwischen den Zeitebenen und Handlungssträngen sind geschickt gesetzt und enthüllen nur ganz allmählich ein dunkles Familiengeheimnis. Dabei wechseln auf der Vergangenheitsebene auch noch öfter die Sichtweisen, was für zusätzliche Spannung sorgt. In der Gegenwart erleben wir Lucy als Ich-Erzählerin und bekommen tiefe Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Das hat mir gut gefallen, da es viel Nähe zu Lucy bringt und der Figur Tiefe gibt. Denn für Lucy geht es nicht nur um die Aufarbeitung der Vergangenheit und die Lösung des Familiengeheimnisses sondern auch um ihre persönlichen Konflikte und ihre Zukunft. Anna Romers Schreibstil ist bildhaft, ausdrucksvoll und detailreich. Manches wurde mir jedoch zu detailliert erzählt, was ab und zu für kleine Längen sorgt. Auch die Lösung von Lucys persönlichen Konflikten kam mir am Ende etwas zu kurz. Aber das lange gehütete Familiengeheimnis wird vollständig aufgeklärt und insoweit bleiben keine Fragen offen. Gut gefallen haben mir auch die Märchen, die Lucys Vater auf der Basis existierender alter Märchen umschreibt und die von Lucy illustriert werden. Eines wird stückweise in die Geschichte eingestreut und trägt auch zu Lösung mancher Geheimnisse bei. "Der Schattengarten" ist eine fesselnde Zeitreise durch die Geschichte der Familie Briar mit einer geheimnisvollen und manchmal auch etwas düsteren Atmosphäre. Die Figuren, besonders Lucy, sind facettenreich und lebendig gezeichnet und mir hat es Freude gemacht, sie durch die Geschichte zu begleiten. Die Kulisse von Bitterwood Park an der australischen Küste bildet einen schönen Schauplatz, den die Autorin gut für ihre Geschichte nutzt. Insgesamt bietet die Geschichte fesselnde und gute Unterhaltung und kann mit einem komplexen, weitreichenden Familiengeheimnis punkten! Fazit: 4 von 5 Sternen © Fanti2412

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  • Ein düsteres Familiengeheimnis

    Der Schattengarten

    Maerchenfee

    15. February 2018 um 17:43

    Inhalt:Lucy hat mit ihrem Verlobten Adam die letzten 5 Jahre in London gelebt. Nun möchte sie sich etwas erholen und kehrt in ihre Heimat Melbourne zurück. Mit dabei hat sie einen Brief ihres Großvaters, mit der Bitte ihn zu besuchen, da er etwas für sie hat. Doch dazu kommt es nicht, weil ihr Großvater vorher stirbt.Lucys Vater erleidet einen Unfall und bittet sie, sich um den Nachlaß, seines Vaters zu kümmern und nach einem bestimmten Fotoalbum zu suchen. Zum Erbe gehört auch das halb verfallene Anwesen in Bitterwood Park.Bei ihren Nachforschungen jedoch stößt Lucy auf ein schreckliches Geheimnis.....Meine Meinung:Von Anna Romer kenne ich bereits "Das Rosenholzzimmer" welches ich mit großer Begeisterung gelesen habe. In diesem Buch herrschte eine ganz besondere Atmosphäre, welche ich mir auch von "Der Schattengarten" erhofft habe.Und ich wurde auch nicht enttäuscht.In dieser Geschichte herrscht zwar eine unheimlich düstere Atmosphäre und wir haben sogar vier Zeitspannen. Was ich normalerweise nicht so gerne mag, weil man da schnell durcheinander kommt und es oftmals den Lesefluß stört.Doch das hat mir hier überhaupt nichts ausgemacht, Anna Romers Geschichte hat eine richtige Sogwirkung und durch die sehr spannende Geschichte kann man auch den verschiedenen Zeitebenen mühelos folgen.Die Hauptprotagonistin Lucy mochte ich sehr gerne, sie wirkt zwar manchmal etwas wankelmütig und macht sich selbst das Leben schwer. Aber ich konnte ihr Handeln nachvollziehen, sie hat in der Vergangenheit schlimmes erlebt und leidet noch heute unter Albträumen.Anna Romer schreibt sehr bildhaft, so hatte ich richtig Gänsehaut, immer wenn Lucy das Eishaus betrat.Ich war schon vom Prolog an in der Geschichte drin. Hier gibt es gleich eine Tote und im Verlauf der Geschichte glaubt man zu wissen, um wen es sich handelt. Doch die Autorin versteht es geschickt, den Leser in die irre zu führen und die Geschichte nimmt oftmals unerwartete Wendungen."Der Schattengarten" hat es auf meine Jahresbestenliste geschafft und ich freue mich sehr von Anna Romer in Kürze "Am dunklen Fluss" zu lesen.Das Buch hat ein wunderschönes Cover, welches die Stimmung in der Geschichte sehr gut rüberbringt.

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  • Ein dunkles Familiengeheimnis

    Der Schattengarten

    zauberblume

    13. February 2018 um 12:51

    "Der Schattengarten" ist für mich der erste Roman, den ich von der Autorin Anna Romer gelesen habe. Diese aufregende Geschichte führt uns von London nach Melbourne und hier tauchen wir in ein dunkles Familiengeheimnis ein.Lucy Briar hat die letzten 5 Jahre in London verbracht. Hier hoffte sie mit ihrem Verlobten glücklich zu werden. Doch es zieht sie wieder in die Heimat nach Melbourne. Hier möchte sie sich einige Wochen erholen, doch dann hat ihr Vater einen Unfall und plötzlich holt Lucy die Vergangenheit wieder ein. Sie soll in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen ihrer Familie, nach einem alten Fotoalbum suchen. Doch bei ihren Nachforschungen stößt Lucy auf ein schreckliches Geheimnis. Und auch sie muss sich endlich den Dämonen der Vergangenheit stellen......Wahnsinn! Ich habe dieses Buch mit einem weinenden Auge geschlossen und habe jetzt noch dieses Gänsehautfeeling, das mich schon während des Lesens des öftern erfasst hat. Der Schreibstil der Autorin ist einfach genial. Sie verbindet mehrer Zeitebenen miteinander und so befindet man sich während des Lesens in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart. Im Mittelpunkt dieser packenden Geschichte steht Lucy. Sie wird oft von Albträumen geplagt und verfolgt. Sie hat mit ihrer Vergangenheit, dem frühen Tod ihrer Mutter und einer unerfüllten Liebe zu kämpfen.  Und als sie nun in Bitterwood Park, das zuletzt von ihrem verstorenen Großvater bewohnt wurde, auf alte Bilder stößt, taucht sie in die Vergangenheit ein. Ein unglaubliche Geschichte kommt ans Tageslicht und dieses beginnt schon im Jahr 1917 als hier vor der Küste ein Schiff gesunken ist. Die Charaktere sind so wunderbar beschrieben, ich kann mir jede einzelne Person, die in der Geschichte vorkommt bildlich vorstellen. Und mein Kopfkino bekommt bei diesem fesselnden Buch einiges zu tun. Ich leiste Lucy beim Stöbern des alten Hauses Gesellschaft und bin über manche Entdeckung genauso entsetzt und überrascht wie sie. Doch für Lucy klärt sich vieles und vielleicht kann sie endlich Frieden mit der Vergangenheit schließen.Das auf mich etwas melancholisch wirkende Cover passt einfach wunderbar zu diesem spannenden und unterhaltsamen Pageturner. Für mich ein absolutes Leseghighlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Auch jetzt lässt mich diese unglaubliche Geschichte einfach nicht mehr los. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

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    • 2
  • Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi

    Der Schattengarten

    Kamima

    08. February 2018 um 09:24

    Auch in ihrem neusten Roman nimmt uns Anna Romer wieder mit in eine spannende Familiengeschichte, in der über Generationen hinweg dunkle Geheimnisse das Leben der Menschen bestimmen. Mittelpunkt ist Bitterwood Park, ein altes, ehemals wunderschönes und besonderes Anwesen, welches im Laufe der Jahre immer mehr verfällt, weil es ein tragisches Geheimnis in sich trägt, welches sich im Eishaus befindet. Die Autorin bringt uns nun in mehreren Zeitebenen – sie lässt die verschiedenen Generationengeschichten parallel verlaufen und nimmt als Verbindung die junge Lucy aus der Gegenwart, welche einen Brief von ihrem Großvater Edwin mit der Bitte erhalten hat, ihn zu besuchen. Zu dem Besuch kommt es nicht mehr, da der Großvater verstirbt. Als Motivator bekommen wir Einblick in das Leben von Lucys Vater Ron, der seine Vergangenheit mit Hilfe von Neufassungen alter Märchen zu verarbeiten versucht. Und als Recherchenhilfe stellt die Autorin ihrer Protagonistin Lucy noch ihre alte Liebe Morgan zur Seite – die Geschichte ist gewoben... nun ist es an den Lesern, diese Seite für Seite zu entwirren. Geschickt wandert Anna Romer mit spannenden Episoden und einer angenehm lesbaren, bildlichen Sprache... „Winterliches Morgenlicht strömte durch die Erkerfenster. Ohne die zerschlissenen Vorhänge war es im Wohnzimmer angenehm hell. Der Holzboden glänzte wie dunkler Honig und knarrte unter meinen Schritten, als ich zum Telefon ging...“ (Seite 293, 1. Absatz) … von einer Zeitebene zur anderen, wechselt von der Geschichte Edwins zu der von Lucy und man ist schnell versucht zu sagen „Ich hab`s! Ich weiß, wie die Geschichte ausgeht und was damals passiert ist!“ - aber mitnichten ;) Immer wieder werden wir LeserInnen auf`s Glatteis geführt und dann wieder mit scheinbar unerheblichen Details, die einen erst einmal rätseln lassen, warum sie so explizit ausgeführt werden, auf eine neue Fährte geschickt. Ja, geschickt geschrieben ist dieser Roman und es lohnt sich, bis zum fulminanten Ende durchzuhalten! Denn alles hat seinen Sinn ;) Ich muss wirklich sagen, dass mich dieses Buch gepackt hat und ich es zwischendurch kaum weglegen konnte. Nein, es ist kein Roman zum Überfliegen, sondern man darf sich ruhig Zeit nehmen, um vollend in die Familiengeschichte der Briars bzw. des Bitterwood Parks einzutauchen. Ich habe mich mitleben sehen in dem Liebeskummer des Großvaters und der Tatsache, dass Freud & Leid so nah beisammen liegen. Ich habe mich irreführen lassen durch das kalte Eishaus mit seinen seidenen Kokons und dunklen Nischen, verbunden mit geheimnisvollen und doch sehr menschlichen Beweggründen, die sich am Ende alle erklären... Für mich ist dieser Roman eine Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi. „Der Schattengarten“ gehört für mich zu den besten Roman zum Jahresbeginn und daher gibt es von mir eine begeisterte Leseempfehlung!

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  • düstere Stimmung in unterschiedlichen Zeitebenen, die Detailtiefe leider an den falschen Stellen ans

    Der Schattengarten

    Gudrun67

    05. February 2018 um 15:04

    Das Cover mit seinen düsteren Farben und der wunderschönen Landschaft mit den Seevögeln und dem schönen Haus passt gelungen zur Stimmung des Buches. Bereits beim Anblick wird klar, dass es hier um düstere Geheimnisse gehen wird und man hofft, dass es sich lohnt, diese zu erkunden. Und genau hier bin ich hin- und hergerissen, denn einerseits bietet das Buch unterschiedliche Zeitebenen, die Geschichten spannend und hochinformativ erzählen können. Aber, da hatte ich ab und an so meine Probleme, denn ich konnte zwar der Erzählung folgen, da die Kapitel die Zeiten immer vorgestellt haben und dies auch flüssig verbunden war, jedoch hat sich der Kontext häufig auf eher unwichtige Details manifestiert. So habe ich einerseits für Dinge, die die Spannung weiter hochgehalten hätten, Detailtiefe vermisst und andererseits wurde für Nebensächlichkeiten, wie irgendwelche Straßenverläufe, zu viel Gewicht darauf gelegt. Das hat sich stellenweise so hingezogen, dass es wirklich sehr langatmig und ich versucht war, das Buch nicht mehr weiterzulesen. Die Charaktere und die örtlichen Begebenheiten wurden gut in Szene gesetzt und ich konnte mir ein ausreichendes Bild davon machen. Aufgrund dessen habe ich auch bis zum Ende hin durchgehalten, aber, vollauf überzeugen konnte mich das Buch einfach nicht. Mein Fazit: düstere Stimmung in unterschiedlichen Zeitebenen, die Detailtiefe leider an den falschen Stellen ansetzt

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  • Düstere Familiengeschichte

    Der Schattengarten

    Binsche

    31. January 2018 um 10:19

    Klappentext:Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen Meine Meinung:Das Cover, das eine leicht düstere Stimmung verbreitet, hat mich neugierig auf das Buch werden lassen. Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Da ist einmal Lucy die im Jahr 1993 aus London nach Australien zurückkehrt, weil ihr Grossvater Edwin ihr etwas dringend erzählen will und  Edwins Geschichte in den 1930 Jahren. Leider kommt Lucy zu spät. Ihr Grossvater Edwin verstirbt, kurz nachdem er sie um den Besuch gebeten hat und nun hat Lucy die Aufgabe, den Haushalt von Bitterwood Park aufzulösen. Dabei stösst Lucy auf ein altes Familiengeheimnis .Besonders eindrucksvoll ist der Blick in Lucys Gefühlswelt, ihre Zerrissenheit um das Wissen, das da etwas ist, von dem sie aber nicht versteht was es sein könnte und was es mit ihrer Familie zu tun hat.Der Schreibstil von Anna Romer ist flüssig und fesselnd was das Buch zu einem richtigen Pageturner werden lässt.Gut gefallen hat mir auch das abgeänderte Märchen,das Lucys Vater Ron geschrieben hat und das stückchenweise zu lesen war, irgendwie hat es auch ein wenig mit dem Geheimnis der Familie zu tun.Bitterwood Park im australischem Winter ist sehr bildhaft beschrieben mit seinem riesigen Obstgarten, dem alten Haus, das früher eine Pension war und dem Eishaus,das für die ein oder andere Gänsehaut sorgt. Fazit:Ein Roman um ein düsteres Familiengeheimnis, spannend und aufregend, bei dem mir nur die Liebe etwas zu kurz gekommen ist.

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