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Favole

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Auf der Suche nach verborgenen Schätzen nehmen wir uns nun den Klassiker "Das siebte Kreuz" von Anna Seghers vor. Bei vielen war dies ja Schullektüre, bei mir jedoch nicht. Da ich aber vermute, dass es nicht gerade leichte Kost ist, freue ich mich, dass hier mit euch in dieser Leserunde zu lesen. 

Natürlich darf jeder gern mitlesen, der Interesse daran hat!

Autor: Anna Seghers
Buch: Das siebte Kreuz

Queenelyza

vor 4 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Hallo, ich bin gerne dabei! Bei mir war das Buch auch keine Schullektüre, insofern bin ich sehr gespannt, was uns erwartet.

Lese-Krissi

vor 4 Jahren

Oh gut :-)! Leserunde wurde erstellt. Also, ich werde dann wohl erst nächstes Wochenende mit dem Buch starten... Ich denke, früher schaffe ich das nicht...

Ich freue mich schon auf die Leserunde. Ich muss das Buch ja mal lesen, da die Autorin hier geboren wurde ;-).

Einen schönen Abend!

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Lese-Krissi

vor 4 Jahren

Plauderecke

Favole schreibt:
@parden & Lese-Krissi: Tut mir leid, dass ich das jetzt erst gemacht hab. Ich hoffe, ihr habt euch nicht zu sehr drüber geärgert. Auf jeden Fall danke für die super Kennzeichnung Eurer Abschnitte.

Kein Problem ;-). Geärgert habe ich mich nicht, habe mir gedacht, dass du es vielleicht noch nicht gelesen hattest.

Favole

vor 4 Jahren

Plauderecke
@Lese-Krissi

Nee, deswegen hab ich mich der Leserunde so gern angeschlossen, damit ich es endlich mal lese. Hab mich selbst über mich bisl geärgert. Hatte wirklich nachgeschaut, nicht nur 1x und hab irgendwie nur sechs Kapitel gefunden. Und jetzt, siehe da, ich hab auch sieben. Frag mich echt, wo sich dieses letzte Kapitel beim Durchsuchen versteckt hat... ;o)

Favole

vor 4 Jahren

Viertes Kapitel
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Die vielen Charaktäre haben mir grad in diesem Kapitel auch zu schaffen gemacht. Weiß man denn, wer die beiden Burschen waren, die Georg in der Kantine erkannt haben?
Als Georg bei Paul ist, hatte ich ja nach den ersten Worten wirklich Bedenken, ob er da heil rauskommt. Paul und Liesl scheinen sich ja mit der Situation und allem arrangiert zu haben und haben für sich auch Gutes darin gefunden. Dass Paul Georg dann doch helfen will, hat mich schon ein wenig überrascht. Aber letztlich geht es bei Georg ja schon die ganze Zeit ein bisschen so. Er hatte schon wirklich viel Glück. Anders kann man das wohl einfach nicht sagen. Aber das steht wohl auch ein bisschen für diese Zeit. Irgendwie konnte es jeden jederzeit treffen (siehe Heinrich) und andererseits konnte man auch einfach nur Glück haben, obwohl man dagegen gearbeitet hat. Hoffentlich passiert der alten Schneiderin nichts, obwohl sie sie ja scheinbar ziehen lassen, weil sie nichts weiter zu wissen scheint. Dass sie Georg nicht verraten hat und scheinbar auch nicht verraten wollte, obwohl sie ja doch irgendwie von der ganzen Sache überrascht war...
Die Szene mit Elli und Franz fand ich seltsam. Aus diesem Treffen bin ich nicht schlau geworden. Sie haben ja nun nicht wirklich was besprochen. Bei Elli hab ich wirklich das Gefühl, dass sie Georg treffen will, egal mit welchen Konsequenzen.
Dass Füllgrabe sich gestellt hat, hat sicher schon mit ein wenig Wahnsinn zu tun. So viel Hoffnung kann er doch gar nicht gehabt haben, dass ihm dadurch nichts weiter passiert als zurück ins Lager zu kommen. Und dann verrät er Georg auch noch.
Und Aldinger? Füllgrabe vermutet ja nur, dass der tot sein könnte. Von daher gehe ich mal davon aus, dass der auch noch auf der Flucht ist.

Alles in allem weiter spannend, aber auch anstrengend und bedrückend. Ich hoffe aber, dass ich jetzt so weiter vorankomme, damit ich bald abschließen kann. Irgendwie bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher, dass Georg lebend davon kommt. Er kommt zwar nicht ins Lager zurück, aber wer sagt denn, dass er nicht durch einen dummen Zufall, wie es für jetzt schon so viele Gute gab, doch umkommt. Deswegen versuche ich auch, was ich sonst nie bei einem Buch mache, micht nicht in Georg hineinzuversetzen. Das Ganze ist doch wirklich heftig.

Favole

vor 4 Jahren

Fünftes Kapitel
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Georg ist weiter auf der Flucht, aber findet erstmals ein wenig mehr Ruhe bei Röder. Mir ist wirklich ein wenig Angst und bange, dass Röder oder seiner Familie etwas passieren könnte...
Interessant auch, wie oft immer noch die Perspektive wechselt und man so viele verschiedene Leute hat. Ob die Fäden am Ende alle zusammenlaufen oder getrennt bleiben? Ersteres ist ja eher üblich für einen Roman, aber hier könnte ich mir eher letzteres vorstellen.

Dass Aldinger stirbt, nachdem er ein letztes mal sein Dorf gesehen hat und dann von seiner Familie in allen Ehren bestattet werden kann, fand ich anrührend und irgendwie "schön". Dass er eben nicht das Schicksal seiner Kameraden erleiden muss, die noch lebend in Westhofen angekommen sind.

Immer noch sehr bedrückend das Ganze. Wird wohl auch nicht anders werden. Aber jetzt habe ich doch ein ganz winzig kleines bisschen Hoffnung für Georg. Vielleicht klappt es ja mit dem Sauer doch noch irgendwie. Der hat sich ja nur gefürchtet aufzufliegen und würde eigentlich helfen wollen.

Favole

vor 4 Jahren

Sechstes Kapitel
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Jetzt wird die Geschichte immer dichter. Die Perspektiven wechseln immer noch sehr häufig. Und so langsam denke ich, dass das bei manchen der letzte Abschnitt schon sein könnte. Kapitel 7 ist ja auch gar nicht mehr so lange.
Das Buch beginnt ja auch ohne lange Einführung oder Erläuterung zu den einzelnen figuren. So wird es vielleicht auch ohne große Ausblicke aufhören und manches offen lassen. Mal sehen.

Für Georg sieht es ja ganz hoffnungsvoll aus, finde ich. Trügerisch? Hoffe wirklich, dass er irgendwie fliehen kann.

Wallau wird nun doch ermordert. Irgendwie hab ich ja drauf gewartet, dass die restlichen 4, die wieder in Westhofen und noch am Leben sind, nun auch "drauf gehen".

Jetzt will ich aber wissen, wie es zu Ende geht.

Favole

vor 4 Jahren

Siebentes Kapitel
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Geschafft. Endlich.
Das Ende war dann doch hoffnungsvoller als erwartet. Georg konnte entkommen. Franz hat vielleicht eine Frau gefunden. Elli findet vielleicht in dem Schulz endlich jemanden, der so ist, wie sie sich Georg erhofft hatte. Und er scheint ja auch ein guter Kerl zu sein.
Bedrückend ist natürlich schon, dass Georg vielleicht niemanden mehr wieder sieht. Klar, wir wissen, dass das Kriegsende nicht mehr weit weg war (soll doch 44 spielen, oder hab ich das falsch im Kopf) oder zumindest dass der Krieg enden wird, aber zu dieser Zeit konnte doch keiner ahnen, wie das ausgehen wird und wann.
Die Bedrückung, die Ängste der ganzen Helfer sind ebenfalls nur zu sehr nachvollziehbar. Ich bin froh, dass scheinbar alle mit heiler Haut davongekommen sind.
Aber letztlich ist das Ende doch sehr offen. Man kann nicht sagen, ob es nicht schon einen Monat später alles anders ist.
Zillich und Fahrenberg haben ja auch ihre Ängste und Gedanken. Das wird am Ende deutlicher, finde ich. Letzten Endes waren wohl viele Soldaten auch nur Menschen. Dass leider viele auch ihre Macht und MÖglichkeiten in dieser Zeit genutzt haben, um andere zu quälen steht allerdings auch außer Frage. Und das ist ja kein Aspekt des dritten Reichs. Das gab und gibt es immer, vor allem in Kriegszeiten/gebieten.

Das Buch war wahrlich keine einfache Kost, auch sprachlich nicht. Ich habe sicherlich nicht sehr genau gelesen und manchmal auch ein bisschen quer, weil ich es sonst wohl nicht geschafft hätte. Aber ich bin froh, dass ich es doch irgendwie gelesen habe. Es ist ein beeindruckendes Buch. Nicht nur über einen Flüchtling und das REgime, sondern vor allem auch über die normalen Leute, die mit der Situation leben müssen, damit umgehen müssen, ob sie nun mitmachen, dagegen arbeiten oder einfach nur versuchen, ihr Leben zu leben und durchzukommen. Das fand ich auch eigentlich am beeindruckendesten. Im Nachwort, was meine Ausgabe enthielt, ist auch von "Heimatroman" die Rede, was ich irgendwie auch ganz passend finde.
Kein schönes Buch, aber sehr eindrücklich.

Favole

vor 4 Jahren

Rezension

Vermutlich liest es eh keiner mehr, aber der der Vollständigkeit halber mal noch meine Rezi:

http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Seghers/Das-siebte-Kreuz-142642700-w/rezension/1048453221/

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