Anna Seghers Hier im Volk der kalten Herzen

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Inhaltsangabe zu „Hier im Volk der kalten Herzen“ von Anna Seghers

Anna Seghers' Briefe in Erstausgabe Ein Dokument besonderer Art: In diesen sehr persönlichen Briefen sind all die Probleme einer Emigrantin nach der Rückkehr in ihr zerstörtes Land präsent. Anna Seghers fiel es schwer, wieder in Deutschland heimisch zu werden. Getrennt von der Familie, ohne die Freunde, die umgekommen sind oder nun in anderen Ländern leben, leidet sie unter Fremdheit und Kälte, klagt über die Verwahrlosung der Menschen, wünscht sich, wieder einmal lustig zu sein und zu träumen.

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  • Rezension zu "Hier im Volk der kalten Herzen" von Anna Seghers

    Hier im Volk der kalten Herzen
    Thaila

    Thaila

    25. June 2010 um 18:22

    Der Band versammelt Briefe von und an Anna Segers aus dem Jahr 1947. Es ist das Jahr, in dem Seghers aus dem mexikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrt. Anfangs entsetzt, zunehmend resigniert, erfährt sie nicht nur die äußere Zerstörung des Landes, sondern auch die emotionale und intellektuelle Zerrüttung seiner Bewohnern. Immer wieder zieht sich die Klage über die Stumpfsinnigkeit der Deutschen, deren vollkommener Mangel an Empathie und Verantwortungsbewusstsein durch die Briefe. Auch sonst ist es kein leichtes Jahr für Anna Seghers. Ihre Kinder sind in Paris, ihr Mann noch in Mexiko. Ihre Familie sieht sie Aufgrund von Visumsschwierigkeiten sehr selten. Trotzdem stürzt sie sich voller Eifer in die Aufgabe, das besiegte Land moralisch und intellektuel neu aufzubauen. Hoffnung hat sie ihn die Jugend, der sie alle Aufmerksamkeit schenkt. Und so zeugt diese Briefsammlung von Verzweiflung und tiefer Trauer (immer wieder erfährt Seghers von dem Tod von Freunden und Verwandten), aber auch von Hoffnung und einem scheinbar unerschöplichem Elan. Leider fand ich die Auswahl der Briefe nicht ganz so gelungen. Der Briefwechsel mit der Familie von Anna Segers steht nicht zur Verfügung - die Gründe werden von der Herausgeberin nicht genannt. So hat man das Gefühl, dass das Buch mit eher belanglosen Briefen von Verehrern und Bittstellern gefühlt wurde. Auch ein Briefwechsel mit den Berliner Gaswerken hätte nicht unbedingt sein müssen. So kämpft man sich ein bißchen durch dieses Buch zu der handvoll wirklich interssanten Briefe. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, einen längeren Zeitraum zu wählen und davor uninteressante Briefe wegzulassen. Man muss sich also einige Mühe machen, um einen Einblick in das innere Leben von Anna Segehrs zu erlangen. Vervollständig wird das Buch durch sehr hilfreiche Kommentare zu den einzelnen Briefen und einem Nachwort der Herausgeberin.

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