Hier im Volk der kalten Herzen

von Anna Seghers 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Hier im Volk der kalten Herzen
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Inhaltsangabe zu "Hier im Volk der kalten Herzen"

Anna Seghers' Briefe in Erstausgabe

Ein Dokument besonderer Art: In diesen sehr persönlichen Briefen sind all die Probleme einer Emigrantin nach der Rückkehr in ihr zerstörtes Land präsent. Anna Seghers fiel es schwer, wieder in Deutschland heimisch zu werden. Getrennt von der Familie, ohne die Freunde, die umgekommen sind oder nun in anderen Ländern leben, leidet sie unter Fremdheit und Kälte, klagt über die Verwahrlosung der Menschen, wünscht sich, wieder einmal lustig zu sein und zu träumen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746651729
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:281 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:01.07.2000

Rezensionen und Bewertungen

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    Thailas avatar
    Thailavor 8 Jahren
    Rezension zu "Hier im Volk der kalten Herzen" von Anna Seghers

    Der Band versammelt Briefe von und an Anna Segers aus dem Jahr 1947. Es ist das Jahr, in dem Seghers aus dem mexikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrt. Anfangs entsetzt, zunehmend resigniert, erfährt sie nicht nur die äußere Zerstörung des Landes, sondern auch die emotionale und intellektuelle Zerrüttung seiner Bewohnern. Immer wieder zieht sich die Klage über die Stumpfsinnigkeit der Deutschen, deren vollkommener Mangel an Empathie und Verantwortungsbewusstsein durch die Briefe. Auch sonst ist es kein leichtes Jahr für Anna Seghers. Ihre Kinder sind in Paris, ihr Mann noch in Mexiko. Ihre Familie sieht sie Aufgrund von Visumsschwierigkeiten sehr selten. Trotzdem stürzt sie sich voller Eifer in die Aufgabe, das besiegte Land moralisch und intellektuel neu aufzubauen. Hoffnung hat sie ihn die Jugend, der sie alle Aufmerksamkeit schenkt. Und so zeugt diese Briefsammlung von Verzweiflung und tiefer Trauer (immer wieder erfährt Seghers von dem Tod von Freunden und Verwandten), aber auch von Hoffnung und einem scheinbar unerschöplichem Elan.
    Leider fand ich die Auswahl der Briefe nicht ganz so gelungen. Der Briefwechsel mit der Familie von Anna Segers steht nicht zur Verfügung - die Gründe werden von der Herausgeberin nicht genannt. So hat man das Gefühl, dass das Buch mit eher belanglosen Briefen von Verehrern und Bittstellern gefühlt wurde. Auch ein Briefwechsel mit den Berliner Gaswerken hätte nicht unbedingt sein müssen. So kämpft man sich ein bißchen durch dieses Buch zu der handvoll wirklich interssanten Briefe. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, einen längeren Zeitraum zu wählen und davor uninteressante Briefe wegzulassen. Man muss sich also einige Mühe machen, um einen Einblick in das innere Leben von Anna Segehrs zu erlangen.
    Vervollständig wird das Buch durch sehr hilfreiche Kommentare zu den einzelnen Briefen und einem Nachwort der Herausgeberin.

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    DasLeseschafs avatar
    DasLeseschafvor 3 Jahren
    la_bouquineurs avatar
    la_bouquineurvor 7 Jahren

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