Anna Seghers Sonderbare Begegnungen

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Inhaltsangabe zu „Sonderbare Begegnungen“ von Anna Seghers

113 S. N.-A. (Quelle:'Flexibler Einband/01.08.1997')

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  • Rezension zu "Sonderbare Begegnungen" von Anna Seghers

    Sonderbare Begegnungen

    Ferrante

    09. September 2007 um 19:39

    Bei meinem letzten Besuch in Wien schaute ich natürlich auch wieder bei der Buchlandung vorbei, und dieses Taschenbuch vom Aufbau Verlag (nur 1994 aufgelegt) um einen Euro machte mich neugierig. Ich hatte bis dato nichts von Seghers gelesen, kannte nur den Namen vage aus den Buchhandlungen und hielt sie für eine Autorin volkstümlicher Bauernromane a la "Und ewig singen die Wälder". Wohl eine ziemliche Fehleinschätzung, und dieses Taschenbuch hat mich wirklich überrascht und neugierig auf ihr weiteres Werk gemacht. "Sonderbare Begegnungen" wurde ursprünglich 1973 veröffentlicht und enthält die Erzählungen "Sagen von Unirdischen", "Der Treffpunkt" und "Die Reisebegegnung". Bei der ersten Erzählung, die die Erlebnisse von außerirdischen Raumfahrern auf dem mittelalterlichen Planeten Erde schildert, irritierte mich zuerst der bewusst extrem schlichte Ton. Absicht oder einfach nur ein Mangel an Können? fragte ich mich z.B. bei der Stelle "Durch die kaum bemerkbare Tür in der Rückwand trat eine hagere Frau ein. Sie stellte ein paar dampfende Schüssel auf den Tisch. Sie war die Frau des Meisters. Sie war sehr knochig" (S. 22). Oder Vorgabe vom DDR-Regime, z.B. "einfache Arbeiter brauchen einfache Sprache"? Jedenfalls fand ich auch die Aussage der Geschichte noch ein bisschen naiv-schullesebuchhaft. Aber schon bei der zweiten Erzählung, die realistisch den Schrecken von Hitlers Machtergreifung aus der Sicht der jugendlichen Gegenbewegung schildert, hatte ich mich an ihren Stil gewöhnt, der eigentlich auch lobenswert unprätentiös - auch inhaltlich - ist. So hören die Erzählungen nicht mit irgendwelchen wuchtig-gedrechselten Schlusssätzen auf, sondern scheinen einfach auszuklingen. Und die dritte Erzählung schließlich, die ein fiktives Treffen von Hoffmann, Kafka und Gogol schildert, war etwas anspruchsvoller geschrieben, überzeugte mich aber besonders durch ihre tiefgründigen Kommentare zum Schreiben und dem Selbstverständnis eines Schriftstellers, für die Seghers auch offensichtlich auf ein breites Wissen um die dargestellten Autoren zurückgriff. Wahrscheinlich gibt es diese Erzählungen auch in anderen Sammelbänden, wenn einem dieses Taschenbuch aber irgendwo billig in die Hände fällt - zugreifen!

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