Transit

von Anna Seghers 
3,4 Sterne bei68 Bewertungen
Transit
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Positiv (37):
alascas avatar

Roman über die grausam verkehrte Welt der Flüchtlinge. Hintergründiger als es sich liest. Weltliteratur mit Gegenwartsbezug!

Kritisch (15):
ElkeKs avatar

Das ist mir einfach zu ermüdend, die ewig langen Absätze und wenige Dialoge! Nicht so ganz mein Ding!

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Inhaltsangabe zu "Transit"

Menschen auf der Flucht.

Marseille im Sommer 1940: Am Rande Europas versammeln sich die von den Nazis Verfolgten und Bedrohten. Sie hetzen nach Visa, Bescheinigungen und Stempeln, um nach Übersee ins rettende Exil zu entkommen. Im Chaos der Stadt, in den Cafés, auf dem Gang von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege – und für kurze Zeit sind fremde Leben durch Hoffnungen, Träume und Leidenschaften miteinander verbunden.

»Ein zeitaktueller Roman.« Hanjo Kesting, NDR

»›Transit‹ gehört zu den Büchern, die in mein Leben eingreifen, an denen mein Leben weiterschreibt, so dass ich sie alle paar Jahre zur Hand nehmen muss, um zu sehen, was inzwischen mit mir und mit ihnen passiert ist.« Christa Wolf

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746635019
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:309 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:25.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.10.2013 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    juergen_schmidts avatar
    juergen_schmidtvor 3 Jahren
    Zeitlos gut

    Zeitlos gut und ewig aktuell ist dieser frühe Roman von Anna Seghers, Tochter eines Kunst- und Antiquitätenhändlers. Die südfranzösische Hafenstadt Marseille ist im Kriegsjahr 1940 eine brodelnde Metropole voll von verzweifelten Menschen, die auf gefälschte Papiere und Möglichkeiten zur Flucht warten. Die Stimmung rund um die Canebière wird von der Autorin (1900-1983) authentisch und sehr bildhaft eingefangen. Die berührende Flüchtlingsgeschichte wurde zu einem großen Stück Weltliteratur. Noch beeindruckender als "Das siebte Kreuz"!

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    GersBeas avatar
    GersBeavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zermürbende bedrückende Geschichte eines vor den Nazis Flüchtenden in Marseille 1940/41
    Zermürbende Geschichte über Flüchtlinge in Marseille 1940

    Meine Rezension bezieht sich auf eine im August 1966 bei rororo erschienen Taschenbuchausgabe.

    Text „Zu diesem Buch“:

    Marseille 1940 – Welthafen im noch unbesetzten [Süd]Frankreich, letzte Hoffung der Versprengten, Gehetzten, Verfolgten ganz Europas. Tausende kämpfen verzweifelt um Schiffspassagen, Visa, Transits. Alle haben nur einen Wunsch: fort von dieser bedrohten Küste.

    Aufreibend, hektisch, unheimlich ist der Kampf mit gespenstisch stupiden Behörden, fieberhaft ersehnt sind die Chancen des Entkommens: Jeder hat nur die rettenden Schiffe im Auge, Schiffe, die vielleicht nie auslaufen.

    Nur wenige Menschen widerstehen der Flucht-Panik, unter ihnen ein [junger Mann], der mit den Papieren eines Toten lebt. Als er zufällig der Witwe dieses Mannes begegnet, verhilft er ihr zur Flucht. ER selber bleibt freiwillig zurück – mit wenigen einzelnen, die, wie auch der Berichterstatter, in dem bedrängten Winkel des alten Europas für eine neue, bessere Welt arbeiten wollen.

    Dieses Buch gehört zum Besten, das zwischen 1933 und 1945 in deutscher Sprache geschrieben wurde.

    Anna Seghers wurde am 19. November 1900 in Mainz geboren. Ihr Vater war ein wohlhabender Antiquitätenhändler und Kunstliebhaber. Nach dem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Sinologie promovierte sie 1922 mit der Arbeit „Jude und Judentum im Werk Rembrandts“. 1929 trat sie der Kommunistischen Partei bei. 1933 emigrierte sie nach Frankreich, 1941 nach Mexiko. Seit 1947 lebt sie in Ost-Berlin …

    Rezension:

    Anna Seghers Sprache ist literarisch, gut zu lesen, ihre Geschichte vielfach verwoben. Obwohl das Buch nur 186 Seiten hat – allerdings sehr eng bedruckt in kleiner Schrift – habe ich sehr lange zum Lesen gebraucht. Hatte ich das Buch aus der Hand gelegt, fiel es mir sehr schwer mich zum Weiterlesen aufzuraffen. Ich vermute, dass die Passivität und Trägheit des Ich-Erzählers der Grund ist.

    Ich vergebe trotzdem 4 Sterne, weil das Buch mich sehr berührt und erschüttert hat, gerade angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa.

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    PaulTemples avatar
    PaulTemplevor 7 Jahren
    Rezension zu "Transit" von Anna Seghers

    Frankreich 1940: Verfolgt von den einmarschierenden Soldaten der deutschen Wehrmacht, flüchten viele Menschen gen Marsaille, getrieben von der Hoffnung, ein rettendes Schiff Richtung Amerika zu erreichen. Es mutet schon fast kafkaesk an, welche Anforderungen und Nachweise ein reisewilliger Flüchtling aufbringen muss.. Der Leser fühlt sich so mittendrin in einem Getümmel aus Chaos, Hoffnung, Enttäuschung, Angst und - ja - auch Liebe.

    Empfehlenswert!

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 7 Jahren
    Rezension zu "Transit" von Anna Seghers

    Heinrich Böll schreibt, dass dieser Roman zum schönsten wurde, den Anna Seghers geschrieben hat. Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich nur diesen einen gelesen habe. Aber Böll wird schon wissen, was er sagt.
    Klappentext: "1940. Im unbesetzten Teil Frankreichs ist Marseille ein Tor zur Freiheit. Tausende treffen hier ein auf der Flucht vor den deutschen Faschisten, Verfolgte aus allen Ländern Europas. Sie hetzen nach Visa, Stempeln, Bescheinigungen, ohne die sie den Kontinent nicht verlassen können. Auf der Jagd von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege. Für kurze Zeit sind fremde Leben durch Hoffnungen, Leidenschaften, Wünsche miteinander verbunden. Erinnerungen sind eingebrannt, für den Erzähler die an eine schmerzliche Liebe zu jener Frau, welche die Spuren ihres toten Mannes sucht."
    Diese Stimmung wird von der Autorin in ihrem Schreibstil exellent widergespiegelt. Diese bleierne quälende Wartezeit, die Unruhe, die sich mit Resignation abwechselt. Ein großartiges Buch, das gelesen werden muss.

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    G
    Gertvor 8 Jahren
    Rezension zu "Werkausgabe / Transit" von Silvia Schlenstedt

    Dieses Buch ist vor dem eigenen Erleben der Authorin während des Exils in Frankreich vor der Ausreise nach Mexiko geschrieben, hat also autobiographischen Charakter.
    Zunächst ist dieses Buch ein sehr gute Beschreibung der Verhältnisse in Frankreich nach dem deutschen Einmarsch. Der Erzähler ist Saarländer. Seine Vergangenheit wird immer sdehr bruchstückhaft klar, dafür ist sein Leben auf der Flucht vor der Verfolgung durch die Nazis sehr eindrucksvoll geschildert. Man kann es sich eigentlich gar nicht vorstellen. Es treten unheimlich viele Personen auf, die Situtation in Paris und Marseille ist chaotisch. Der Erzähler nimmt die Identität eines Toten an, ist dieser aber wirklich tot ? Alles, was geschieht, auch vor dem Hintergrund eines Exils und der hierfür notwendigen permits von wem auch immer, ist irgendwie irreal, surrealistisch und das Verhältnis der Personen zueinander ist zum Teil verlogen.
    Anna Seghers Schreibstil ist nicht femin - romantisch sondern nüchtern und detailiert. Ich verlor sehr oft den Faden in dem chaotischen Handlungsstrang. Aber diese Chaotik entspricht dem Zeitzustand. Das Ganze erinnert - natürlich - an Humphrey Bogard und Casablanca,der Plot erinnert sehr daran.

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    erdbeerliebe.s avatar
    erdbeerliebe.vor 9 Jahren
    Rezension zu "Transit" von Anna Seghers

    Ich habe selten so ein langweiliges Buch gelesen - okey, es war eine Schullektüre, aber dennoch - ein Buch das als Leitmotiv die Langweile eines Reisenden wählt, als Schulbuch auszuwählen zeugt nicht von Geschick.

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Das ist mir einfach zu ermüdend, die ewig langen Absätze und wenige Dialoge! Nicht so ganz mein Ding!
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    alascas avatar
    alascavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Roman über die grausam verkehrte Welt der Flüchtlinge. Hintergründiger als es sich liest. Weltliteratur mit Gegenwartsbezug!
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    C
    coffeegirl
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    Narda

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