Anna Shakotko

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Rezension zu "Moi belye notschi: Russisch A1 (Compact Sprachwelten)" von Anna Shakotko

Unterhaltsame Lektüre zum Lernen
bansheevor einem Jahr

Eine russische Lektüre, mit der man auch auf Anfängerniveau gut lernen und seine Sprachkenntnisse erweitern kann, ist gar nicht so leicht zu finden. Doch mit „Moi belye notschi“ bietet der Circon Verlag hier eine Möglichkeit genau dies zu tun!

In dem Buch sind vier spannende und unterhaltsame Kurzgeschichten enthalten, die von russischen Muttersprachlern verfasst wurden. Dadurch wirken die Texte inhaltlich und sprachlich authentisch. Sie entspringen der russischen Lebenswelt und durch kleine (deutsche) Infokästen werden dem Leser ein paar zusätzliche Sachinformationen geliefert, die einem die russische Kultur näherbringen.

Eine kurze deutsche Einleitung und Vorstellung der Hauptcharaktere erleichtern den Zugang zur jeweiligen Geschichte. Bei der Lektüre fand ich es sehr hilfreich, dass die Vokabelangaben direkt auf der Seite zu finden sind, da so lästiges Nachschlagen unbekannter Wörter vermieden wird. Will man dennoch die Vokabeln systematisch üben und wiederholen, ist das alphabetische Glossar am Ende des Buches praktisch. Doch noch besser gelingt dieses mit dem phase6-Vokabeltraning, das passend zur Lektüre online genutzt werden kann. Das ist eine tolles und sinnvolles Zusatzangebot!

Die Übungen zu den Texten sind sehr abwechslungsreich, sodass bei deren Bearbeitung keine Langeweile aufkommt, und trainieren Wortschatz, Grammatik und Textverständnis. Allerdings sind sie den Geschichten nicht nachgestellt, sondern in den Text integriert, was ich dann gut finde, wenn dabei auch die Handlung weitergeführt wird. Wenn dies aber nicht der Fall ist, hätte es mir etwas besser gefallen, die Übungen hinter die Geschichte zu setzen, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Da es zu allen Übungen wie auch zum zusammenfassenden Abschlusstest Lösungen im Buch gibt, ist „Moi belye notschi“ gut für das Selbststudium geeignet. Allerdings sollte man schon etwas Russisch können, wenn man zu diesem Band greift, da es keine Grammatikerklärungen gibt (bis auf ein paar sprachliche Infokästen am Rande der Texte) und auch schon ein gewisser Wortschatz vorausgesetzt wird. Es reicht aber, wenn man als Lerner auf dem Niveau A1 liegt, da die Texte und Übungen, wie es der Titel verspricht, in der Tat auf diesem Schwierigkeitsgrad angesiedelt werden können. Dennoch ist die Lektüre nicht zu leicht und sie stellt eine angemessene Herausforderung dar, um seine Sprachkompetenz zu erweitern.

Das Layout gefällt mir auch gut, da es übersichtlich ist und die Schriftgröße angemessen und nicht zu klein ist. Als kleine Verbesserung hätte ich mir nur ein paar Bilder oder andere Illustrationen gewünscht, um die Lektüre noch ansprechender und interessanter zu machen. Außerdem wäre es gerade für Anfänger sicher hilfreich, wenn auch eine Übersetzung der russischen Texte mit im Buch enthalten wäre, um eventuelle Verständnisprobleme schnell klären zu können. In dieser Beziehung kann man auch überlegen, wie man in Zukunft eine (digitale?) Möglichkeit geben könnte, um unbekannte Vokabeln, die nicht schon angegeben sind, leicht und schnell nachzuschlagen. Generell lassen sich die meisten unbekannten Wörter in den Geschichten gut herleiten, aber ab und zu möchte man vielleicht doch noch mal etwas nachschauen und gerade beim Russischen ist es wegen des kyrillischen Alphabets schwierig, ein Wort im Online-Wörterbuch einzutippen (und eine dickes Wörterbuch hat man ja nicht immer dabei…).

Zusammenfassend finde ich „Moi belye notschi“ eine gelungene Sammlung von Kurzgeschichten, um auf unterhaltsame Weise seine Russischkenntnisse zu verbessern oder zu erweitern. Die Lektüre ist authentisch, aber nicht zu schwierig, sodass keine Frustration beim Lernen aufkommt. Im Gegenteil: ich finde, die Texte motivieren gerade Anfänger auf dem Niveau A1 zum Weiterlernen, da sie beim Lesen und beim Bearbeiten der Aufgaben merken, was sie schon alles können und ihr Interesse für die russische Sprache und Kultur gefördert wird.

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