Der Klang der Erinnerung

von Anna Smaill 
2,8 Sterne bei20 Bewertungen
Der Klang der Erinnerung
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Positiv (5):
elafischs avatar

Ein Buch wie ein Musikstück. Es beginnt langsam und leise, wird dann flotter um dann in einem lauten Finale zu enden.

Kritisch (6):
Vivi300s avatar

Es ist sehr speziell und trifft dabei wohl nicht jeden Geschmack

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Inhaltsangabe zu "Der Klang der Erinnerung"

Nach dem Ende eines brutalen Bürgerkriegs ist London geteilt: Es gibt Slums und eine »Stadt der Eliten«. Durch tägliche Klangspiele wird den Bewohnern die Erinnerung daran, wie es einmal war, genommen. Die Vögel haben aufgehört zu singen und jeder neue Tag fühlt sich an wie der vorherige. Ein junger Mann namens Simon kommt in die Stadt und findet eine neue »Familie« – eine Bande, die hier im Untergrund lebt. Nach und nach gelingt es Simon, seine Erinnerungen wachzurufen, und Lucien, der blinde Anführer der Bande, spürt bald die Gefahr, die von Simons Vergangenheit ausgeht. Es beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit, um Gegenwart und Vergangenheit, um Leben und Tod.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783038800064
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Arctis Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Tiffi20001s avatar
    Tiffi20001vor 8 Monaten
    Klang der Erinnerung: gute Idee, die nicht überzeugend und sprachlich kompliziert umgesetzt wurde

    Klappentext:

    Schon lange haben die Vögel London verlassen, nachdem die Stadt durch einen Umsturz verwüstet wurde. Seit die Ordnung an der Macht ist und von früh bis spät ein gigantisches Instrument erklingen lässt, das jegliche Erinnerung zerstört. Die ganze Stadt ist Musik und jeder Tag ist wie der vorherige. Nur Simon wacht immer wieder mit der vagen Erinnerung auf, dass er einen wichtigen Auftrag hat...

    Buchgestaltung:

    Das Cover zeigt neben dem Titel „Der Klang der Erinnerung“ das Foto der Stadtansicht Londons und ist überwiegend in dunklen Tönen gehalten worden.
    Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut, ich mag die Farben, die zwar dunkel sind, dennoch aber durch die helleren blauen und roten Akzente auffällig sind und neugierig auf das Buch machen, da sie stimmungsvoll sind. Das Foto gefällt mir ebenfalls sehr gut, da ich den Stil hier gelungen finde und man so auch einen Einblick in das Buch erhält.
    Der Titel sticht durch seine weiße Farbe sehr stark hervor, was ich gelungen finde. Er wirkt zunächst sehr mysteriös und weckt hierdurch Interesse an der Geschichte.
    Der Klappentext leider nicht ganz so gut gewählt, da er zwar ein spannendes Buch beschreibt und so neugierig auf die Handlung macht, er aber meiner Meinung nach zu hohe Erwartungen an das Buch weckt.
    Insgesamt gesehen eine gelungene Buchgestaltung, die es auf jeden Fall schafft, zum Lesen zu animieren.

    Eigene Meinung:

    Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da mir die Buchgestaltung sehr gefallen hat und auch der Klappentext neugierig gemacht hat. Leider konnte mich das Buch aber nicht überzeugen.
    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leider nicht wirklich gelungen, ich fand zwar die Idee, das Buch mit einem Zitat beginnen zu lassen, sehr schön, jedoch konnte mich die Handlung nicht wirklich in ihren Bann ziehen. Leider kam bei mir kein wirklicher Lesefluss auf, vor allem, da für mich die Handlung auch zu langsam erzählt wurde und es sehr lange keine wirkliche Entwicklung gab. Ich finde zwar die Grundgeschichte nach wie vor sehr spannend und vielversprechend, leider hat mich aber die Umsetzung nicht überzeugen können. Das Ende hat zwar schon zum Buch gepasst, aber wirklich begeistern konnte es mich ehrlich gesagt auch nicht.
    Die Figuren des Buches waren vom Prinzip her interessant angelegt. Leider konnte ich mich aber nicht wirklich in sie hineinversetzen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen, was vielleicht auch an der Grundidee der Geschichte mit den fehlenden Erinnerungen gelegen haben mag. Ich hätte mir insgesamt mehr Emotionen und Nähe zu den Charakteren gewünscht, sodass man auch mehr mit der Geschichte hätte mitfühlen können und sie einen gefesselt hätte.
    Die Sprache konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen und war für mich teilweise sehr schwierig zu lesen, weshalb sie wahrscheinlich auch ein Hauptgrund ist, weshalb mir das Buch leider nicht sehr gut gefallen hat. Zum Teil hat die Sprache für mich auch einfach keinen Sinn ergeben, da dort einige Wörter verwendet werden, die ich nicht kannte, da sie aus der Welt der Musik stammen und für mich in dem verwendeten Kontexten nicht sinnvoll waren und ich sie deshalb als sehr störend empfand. Hier hätte ich mir eine andere Gestaltung gewünscht, die auch Nicht-Musikern verständlich gewesen wäre und dass zumindest eine Erklärung am Ende mit den verschiedenen Wörtern (wie z.B. lento) zu finden gewesen wäre. Insgesamt waren mir persönlich die Sätze teilweise auch zu kurz, da dadurch bei mir ein sehr abgehackter Eindruck entstanden ist.

    Fazit:

    Eine sehr gelungene Grundidee, die aber meiner Ansicht nach nicht gut umgesetzt wurde. Die Handlung hat es nicht geschafft mich zu fesseln und in die Figuren konnte mich nicht wirklich hineinversetzen. Die Sprache war mich z.T. nicht verständlich und ich hätte mir eine Gestaltung ohne so viele Musik-Fachbegriffe gewünscht, sodass ich das Buch insgesamt leider nicht empfehlen kann.

    Autor:

    Anna Smaill wurde 1979 in Auckland geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft sowie Kreatives Schreiben und verbrachte einige Jahre in Tokio und London, wo sie auch promovierte und als Dozentin arbeitete. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter an der Südküste Wellingtons. »Der Klang der Erinnerung«, ihr erster Roman, wurde mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet.

    Allgemeine Infos:

    Titel: Der Klang der Erinnerung
    Autor: Anna Smaill
    Verlag: Arctis Verlag
    Seitenzahl: 352
    Preis: 22,00 EUR
    ISBN: 978-3038800064

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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein großartiger Plot, der durch den ziemlich schwierigen Schreibstil und fehlender Spannung leider ziemlich verliert. Trotzdem interessant...
    Musik ist Macht

    Fantasy ist ja nicht gerade MEIN Genre, aber wenn es um Musik geht, greife ich auch gerne genrefremden Büchern. Man sollte ja auch hin und wieder seinen Horizont erweitern ;) Bei dieser Geschichte macht man das sicherlich, denn alleine der Schreibstil der Autorin ist eine kleine Herausforderung! Deswegen empfehle ich jeden, der sich für "Der Klang der Stille" interessiert zuerst in die Leseprobe reinzulesen.

    Der Klappentext hat mich fasziniert, denn es geht um Musik und um Erinnerungen. Letztere wurden den Einwohnern der Stadt seit dem großen Bruch genommen. Simon lebt auf dem Land und kommt nach den Tod seiner Eltern nach London - einem London, das wir so nicht kennen. Er soll nach einer Melodie, die ihm seine Mutter zugeflüstert hat, suchen. Auch ein Name wird genannt und die Rabengilde. Simons Mutter war eine der wenigen Menschen, die sich auch nach dem großen Bruch erinnern kann. Sie hat die Gabe die Erinnungen anderen Menschen festzuhalten und zu verwahren. Kaum jemand aus der Rabengilde ist noch übrig, denn beim großen Bruch wurder der Klang zur Waffe. Viele Menschen starben, einige wurden blind und taub und übrig blieben nur mehr die, deren Herzen und Gehör rein waren, und die auf eine neue Harmonie warteten. Die Einwohner der Stadt haben seitdem nur mehr die Erinnerung eines Tages.
    Auch Bücher oder Schriften, sogenannte Chiffren, gehören der Vergangenheit an Deshalb helfen sich die Menschen mit Melodien, um gegenseitig zu kommunizieren oder wieder nach Hause zu finden. Jeder geht anders mit dem Gedächtnisverlust um. Einige verlassen sich auf ihr Körpergedächtnis, viele verwenden Gegenstände, aber alle verlassen sich auf die Musik und jeder von ihnen spielt ein Instrument. Musik ist Macht.

    "Ein Wanderarbeiter singt das Hin-und-Zurück seiner Tagesreise, die Kadenz seines Liedes endet an unserem Dorfplatz. […] Kaum jemand wagt sich weiter als eine Tagesreise von zu Hause und den dort verwahrten Erinnerungen fort. Schließlich könnte man die Melodie für den Rückweg vergessen."
    - Seite 12

    Simon ist unser Hauptprotagonist, der kaum in London angekommen, sich dem Pakt der Five Rover anschließt. Lucien ist ihr Anführer, der sich schnell mit Simon anfreundet, denn er erkennt, dass dieser Junge vom Land anders ist. Simon ist ebenso wie seine Mutter ein Hüter der Erinnerungen, was er selbst jedoch noch nicht erkennt. Gemeinsam gehen die Beiden in den Widerstand und haben das Ziel das Carillon, das sich in unter der Erde der inneren Stadt befindet, zu zerstören und den Menschen wieder die Erinnerung zu geben.

    Die Grundidee ist wirklich originell! Eine Welt ohne Sprache und voll mit Musik und Klängen. Eine Klangkakaphonie statt einer Überpräsenz der Medien, die uns in der heutigen Welt begleitet. Auch der Verlust der Erinnerung durch einen besonderen Klang, ist eine gänzlich neue Idee. Bekannt war für mich die übliche Elite, die wir in jeder Dystopie finden, die sich von den gewöhnlichen Menschen abhebt und in Wohlstand lebt. Diese finden wir auch hier...
    Doch der eigene Schreibstil macht es dem Leser schwer in die Geschichte zu finden. Auch die Charaktere wirkten für mich sehr blass. Ich konnte sie nicht richtig fassen und spürte keinerlei Emotionen bei ihren Weg ins Innere der Stadt, der eigentlich eine Art Widerstandsbewegung sein soll.
    Erst ab der Hälfte wurde für mich die Geschichte immer verständlicher. Man gewöhnt sich mehr und mehr an den Schreibstil. Irgendwie hatte ich das Gefühl, umso mehr Erinnerungen Simon findet, umso klarer lässt sich der Roman lesen. Trotzdem kam keine richtige Spannung auf, die mich absolut an das Buch fesseln konnte.

    Schreibstil:
    Anna Smaill erzählt sehr bildhaft und poetisch. Der Schreibstil ist, neben der guten Grundidee, das Außergewöhnliche an dieser Geschichte, Die Autorin benutzt für ihren Roman die Sprache der Musik. So finden wir viele Fachwörter der Musiktheorie wie lento (langsam), tacet (schweigen, Pause), subito (schnell). Diese werden in die Sätze miteingebracht, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Genauso wie die Schreibweise von Mettall, Leerlinge und Pollizzei. Warum hier Doppelkonsanten verwendet wurden, hat sich mir leider bis zum Ende der Geschichte nicht erschlossen. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Simon.

    Fazit :
    Ein großartiger Plot, der durch den ziemlich schwierigen Schreibstil und fehlender Spannung leider ziemlich verliert. Deswegen konnte mich die Umsetzung nicht gänzlich überzeugen. Trotzdem fand ich meinen Ausflug in ein für mich eher selten gelesenes Genre interessant.
    Wer sich für den Roman interessiert, sollte auf jeden Fall zuerst die Leseprobe lesen.

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    elafischs avatar
    elafischvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch wie ein Musikstück. Es beginnt langsam und leise, wird dann flotter um dann in einem lauten Finale zu enden.
    Musik, die Erinnerungen stiehlt

    Und noch ein Buch des Arctis Verlags, welches sich in die Reihe der besonderen Büche einreiht. Der Start war nicht ganz einfach, aber Durchhalten lohnt!

    Inhalt:
    Simon lebt in einer Welt, in der jeden Tag das Klingen ertönt und die Menschen einem Großteil ihrer Erinnerungen beraubt. Er ist auf dem Weg nach London, mit einem Auftrag seiner Mutter. Doch dort angekommen vergisst er diesem bald. Er lebt mit anderen Jugendlichen von einem Tag auf den anderen, immer der gleiche Ablauf, ohne Erinnerung was einmal war. Nur Lucien ist irgendwie anders. Kann er Simon helfen sich wieder zu erinnern?

    Meinung:
    Bisher haben alle Bücher des Arctis Verlags, die ich gelesen habe, das Prädikat “Besonderes Buch, der anderen Art” auf jeden Fall verdient. Da macht auch “Der Klang der Erinnerungen” keine Ausnahme.
    Der Einstieg in das Buch fiel mir zwar nicht leicht, da die Sprache und der Schreibstil ungewohnt und schwierig zu lesen waren. Aber das legte sich mit der Zeit. Inzwischen bin ich überzeugt, dass es ein Stilmittel der Autorin war, um den Leser die Welt, in der die Geschichte spielt, selbst spüren zu lassen.
    Je stärker sich Simons Gedanken ordnen und er Erinnerungen wiederentdeckt, umso leichter liest sich dann auch das Buch und es kommt immer mehr Spannung auf.
    Gut gefallen hat mir auch der Aufbau des Romans, der selbst an ein Musikstück erinnert. Er beginnt langsam und leise, um sich dann zu einem flotteren Mittelteil zu steigern und schließlich rasant und mit einem lauten Finale zu enden.
    Allerdings war mir das Ende fast etwas überhastet, hier hätte ich mir ein wenig mehr Entwicklung gewünscht, damit die Handlungen aller Charaktere nachvollziehbar gewesen wären.
    Und auch wenn mir das offene Ende gut gefällt, welches sehr gut zum Buch passt, so hätte ich mir dennoch ein paar Hintergrundinformationen zur Ordnung und dem Klingen gewünscht. Hier wird der Leser meines Erachtens mit zu viel offenen Fragen zurückgelassen.
    Alles in allem war dieses Buch ein faszinierendes und interessantes Leseerlebnis.

    Fazit:
    Ein Buch mit einer tollen Idee und faszinierender Sprache.
    Für Fans anspruchsvoller, fantastischer Dystopien auf jeden Fall empfehlenswert.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor einem Jahr
    Klang der Erinnerung

    Simon verliert seine Eltern und findet auf den Weg nach London eine „neue“ Familie. Es ist eine Bande aus dem Untergrund. Die Stadt ist in zwei Teile gespalten einmal die Slums wo auch Simon rein geraten ist und dann der Teil mit der Elite. Durch verschiedene Klangspiele werden die Leute immer wieder darauf aufmerksam gemacht wie es einmal war, auch Simon wird von diesen Klängen angeregt nachzudenken. Es gab eigentlich ein anderer Grund warum er unterwegs nach London war, zusammen mit dem blinden Anführer Lucien versucht Simon die Bewohner aufzuwecken und für ihre Gerechtigkeit zu kämpfen.

    Sagen wir mal so, dass Buch ist sicherlich nicht schnell und einfach zu lesen. Es ist sehr melancholisch angehaucht. Die Idee der Geschichte war gut bzw. ist gut, aber Sie nimmt einen nicht so mit wie man es sich gewünscht hätte. Es geht viel um Musik um verschiedene Töne und ihre Klänge. Dazu sollte man auch fit sein, denn hier werden viele spezifische Ausdrücke verwendet.

    Trotzdem finde ich das Buch eigentlich sehr schön geschrieben und auch formuliert, aber es ist meiner Meinung nach für einen anspruchsvollen Leser, der sich mehr mit der Literatur auseinander setzt.

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor einem Jahr
    Die Macht der Erinnerung

    Der Roman „Der Klang der Erinnerung“ von Anna Smaill ist 2017 als deutsche Übersetzung im Arctis Verlag, einem Imprint der Atrium Verlag AG erschienen. Die englische Originalausgabe ist bereits 2015 unter dem Titel „The Chimes“ erschienen.

    Vom Cover und vom Klappentext der Geschichte war ich mehr als überzeugt, habe aber auf Grund des sehr eigenen Schreibstils der Autorin, nur schwer ins Buch gefunden und konnte auch bis zu den letzten Seiten leider nicht ganz warm werden, mit der Geschichte, die eigentlich so vielversprechend klang. Als ich mich durch die Vielzahl der musikalischen Fachbegriffe gekämpft hatte und endlich mitten im Geschehen war, wurde die Handlung leider auf Grund einer mysteriösen Prophezeiung unglaubwürdig und somit nicht greifbar.

    Nichts desto trotz hat das Buch auch positive Seiten und regt die LeserInnen mit Sicherheit zum Nachdenken an. Eine Ordnung, die alle Gedanken und Erinnerungen ausschaltet und die Menschen so gefügig macht, erinnert sehr an die Zeit des Nationalsozialismus. Und auch der Hauptcharakter, Simon, der die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt, verwandelt sich bis zum Ende der Geschichte enorm und es ist schön, seine Verwandlung mitzuverfolgen, nach und nach gelingt es ihm auch seine Erinnerungen zurückzurufen.

    Ein anspruchsvolles Buch für Menschen, die sich von musikalischen Fachbegriffen nicht abschrecken lassen und auch „andere“ Geschichten schätzen.

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    Kadys avatar
    Kadyvor einem Jahr
    Musik 🎶

    Inhalt: Schon lange haben die Vögel London verlassen, nachdem die Stadt durch einen Umsturz verwüstet wurde. Seit die Ordnung an der Macht ist und von früh bis spät ein gigantisches Instrument erklingen lässt, das jede Erinnerung zerstört. Die ganze Stadt ist Musik und jeder Tag ist wie der vorherige. Nur Simon wacht immer wieder mit dem Gefühl auf, dass er einen wichtigen Auftrag hat...


    Meine Meinung: Eine schöne Geschichte, in der Musik Macht ist und die mich durch ihren etwas anderen Stil überzeugen konnte.
    Die Charaktere: Simon ist als Hauptperson nicht immer spannend, aber es ist interessant zu beobachten, wie er sich im Laufe der Geschichte verändert.
    Lucien, ein weiterer Charakter, ist schon interessanter, doch leider tauchen einige wirklich tolle, sehr interessante Personen erst am Ende oder nur am Rande auf. Das finde ich schade, denn man hätte durch ihre Eigenheiten mehr Interesse der Leser gewinnen können.
    Die Geschichte/der Schreibstil: Die außergewöhnliche Geschichte wird in einem ebenso außergewöhnlichen Stil erzählt. Manchmal scheint das ganze etwas planlos, desorientiert. Aber das machte die Geschichte für mich zu etwas besonderem, denn ich fand es für die Situationen passend. Am Ende gibt es eine Entwicklung, die ich gar nicht leiden konnte, was dem Buch leider wieder Minuspunkte einbrachte... Schade, denn das wäre einfach nicht nötig gewesen...
    Außerdem werden viele musikalische Fachbegriffe wie "piano" oder "presto" genutzt. Das gefiel mir persönlich super, wobei es irritieren kann, wenn man die Begriffe nicht kennt. Ich mochte es, weil es den musikalischen Aspekt, dass Musik wirklich alles ist, verdeutlichte.
    Das Cover: Es ist echt schön 😍. Ich mag das Cover, weil es die Atmosphäre, die ich im futuristischen London einfangen konnte, sehr schön wiederspiegelt. Genauso wie das Klingen des Instruments. Total schöne Gestaltung!


    Mein Fazit: Wenn man Musik und außergewöhnliche Geschichten mag und einem die Fachbegriffe nix ausmachen, sollte man zuschlagen! Ein total schönes Buch! 

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    Archers avatar
    Archervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kein Buch für Prinzessinnen. Es ist hart, bitter, Kopfschmerzen verursachend und es endet nicht wirklich happy. Denken muss man auch selbst.
    Munins Rückkehr

    Jeden Morgen erschüttert ein gewaltiger Klang das Land, eine Musik, die jede Erinnerung gnadenlos auslöscht. Körpererinnerung bleibt, aber ansonsten leben die Menschen eigentlich nur von Tag zu Tag. Sie stehen auf, machen, was sie immer machen und denken auch kaum an die Zukunft, denn ohne Vergangenheit, wer bräuchte da schon eine Zukunft? Die Ordnung hat dieses System eingeführt, die Ordnung schafft Musik und bestimmt das Leben der Menschen. Ihre ersten Opfer waren die Vögel, jetzt leiden nur noch Menschen darunter - doch das wissen sie nicht. Wer sollte sich auch erinnern? Simon ist einer von denen, die Erinnerungen festhalten können, doch auch das begreift er erst, als er zu einem Paktläufer von Lucien wird. Lucien wird nicht nur seine Erinnerungen wecken, sondern auch Gefühle, die er nie kannte, und gemeinsam werden sie sich auf die Suche nach etwas machen, um die Ordnung aufhalten zu können.

    Das war mal mit Sicherheit kein Wohlfühlbuch, weshalb es auch von den Rezensenten ziemlich abgewatscht wird. Jemand, der bereit ist, selbständig zu denken, sollte sich von den schlechten Bewertungen nicht abhalten lassen. Ja, für Musikkenner ist es zumindest anfangs Kopfschmerzen verursachend (ein Grund, warum ich wirklich ewig gebraucht habe, um das Buch weiterlesen zu können); man hat aufgrund der bildhaften Beschreibungen das Gefühl, permanent einer gewaltigen Klangkakophonie ausgesetzt zu sein. Doch das Buch geht noch tiefer, denn es verlangt danach, begriffen zu werden, und Begreifen entsteht durch Nachdenken und eventuell durch Kundigmachen. Wie funktioniert das mit der gewaltigen Musik und den Raben/Vögeln, die verschwunden sind? Wie können Schallwellen tatsächlich Erinnerungen löschen? Welche Gemeinsamkeiten hat die Ordnung mit den Nazis? Und wie zufrieden oder dankbar sind Leute, wenn sie keine Erinnerungen haben - also auch nicht über alles Mögliche nachdenken müssen? Abzug bekommt das Buch bei mir nicht, weil ich sonst nur Prinzessinnenbücher lese und somit nicht verstehe, was es mir sagen will, sondern weil zwischendurch eine Prophezeiung auftaucht, die recht unnötig ist und das Ganze zu einer Sache von "Auserwählten" macht. Ansonsten ist das Buch so anders, dass ich es wirklich nicht reinen Gewissens an alle empfehlen kann.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Berg und Talfahrt

    Dieses Mal tue ich mir mit der "Rezension" wieder schwer, denn das Cover und der Klappentext hatten mich so neugierig gemacht, aber leider entsprach es nicht ganz meinen Erwartungen.

    Der Schreibstil der Autorin ist anders, wirklich anders. Es ist nicht ganz so leicht zu lesen, denn es als Leser wird man mit einer musikalischen Sprache wie piano, lento und so weiter konfrontiert. Am Anfang kommt man nur schwer in die Geschichte rein, denn es gibt sehr viel Verwirrendes, da die Autorin jede Handlung und Umgebung mit musikalischen Stil umspielt.
    Zum Beispiel, wenn Simon durch die Gassen geht, hört er jeden Menschen, Wasser, Schritt usw als Klang. In der ganzen Umgebung wird nur mit Klang gesprochen.

    Die Charaktere sind auch sehr unterschiedlich, was ja eigentlich gut für ein Buch ist, nur mich persönlich verwirrte es dann dennoch, dass statt Simon dann auf einmal Lucien in den Mittelpunkt kam. Erzählt wird in der ICH-Perspektive, nämlich aus der Sicht von Simon, was mir aber auch nicht leicht fiel, obwohl die ICH-Perspektiven sonst liebe.

    Es gibt jedoch auch Handlungen die mich überrascht haben. Ich kam mir vor wie in einer Berg und Talfahrt.

    Die Idee war gut, aber leider für mich persönlich nicht ganz nachvollziehbar und verwirrend, auch wenn es im zweiten Teil etwas spannender war.


    "Gute Idee, aber sehr verwirrend. Musikalische Sprache, alles sieht und hört man nur in der Sprache der Musik oder besser gesagt alles hat einen Klang. Das ganze Buch besteht nur aus Klang. Positiv jedoch ist, dass der Roman originell ist, aber bestimmt nicht für jeden Leser etwas. Eher für Literaturfreunde, die mit Musikbegriffen umgehen können und den Klang des Buches verstehen. Ich konnte es teilweise leider nicht. Leseempfehlung: Okay"

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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das war leider nicht meins
    Leider absolut nicht meine Geschichte

    Nach einem Bürgerkrieg ist London zweigeteilt, die Armen in den Slums, die Reichen in ihrem eigenem Bereich der Elite. Ein ständiges Klangspiel nimmt den Menschen die Erinnerungen, mancher trägt sie in Form von Gegenständen mit sich, um überhaupt noch an etwas zu denken. Doch eigentlich soll dies niemand mehr machen. Vögel gibt es nicht mehr, genau so wenig wie Bücher, die Menschen halten Worte für Chiffren, sie denken in musikalischen Begriffen, nicht mehr in Worten. Simon ist auf dem Land groß geworden, doch auch hier herrscht Not. Als seine Mutter nach einer Krankheit verstirbt, geht er ihrem Rat folgend in die Stadt. Dort soll er eine Frau suchen, die in der Lage sein soll, ihm zu helfen. Doch die Frau behauptet nichts davon zu wissen. Simon schließt sich einer Gang von Straßenkindern an, deren Anführer Lucien voller Geheimnisse scheint.


    Meine Meinung:


    Dieses Buch besticht durch seine Optik auf ganzer Linie und auch der Klappentext klang spannend und vielversprechend. Doch ich muss zugeben, dass ich mit diesem Buch leider große Probleme hatte. Anna Smaill macht dem Namen des Buches alle Ehre, denn sie beschreibt Empfindungen und Ereignisse oft mit musikalischen Begriffen, die mir als Laie aber leider so gar nichts sagten. Hier musste ich nicht nur einmal Google befragen, um halbwegs zu verstehen, was sie mir sagen wollte. Auch ihr Schreibstil machte es mir nicht einfach, zwar hat man beim Lesen den Eindruck, einen bestimmten Klang zu hören, beinahe einer Melodie zu folgen, doch genau dies machte es mir schwer, dem Inhalt zu folgen und das Lesen gestaltete sich zäh und langatmig.

    Auch fühlte es sich über weite Strecken einfach so an, als würde nichts passieren. Allein bis ich wusste, wer der Protagonist ist, vergingen ca. 60 Seiten. Zwar bleibt sie dadurch absolut ihrer Grundidee, nämlich der Anonymität treu, konnte mich aber nicht fesseln.

    Die Welt, die die Autorin erschafft, wirkt karg, trostlos und leer. Zwar gab es hier durchaus Momente, in denen ich mir vorstellen konnte, wie alles aussah, aber trotzdem blieb mir die Welt zu farblos. Ich mag es einfach, wenn Bilder im Kopf entstehen, aber dies gelang mir hier leider nicht.

    Die Geschichte wird durch einen personellen Erzähler wiedergegeben, der die Perspektive des Protagonisten schildert. Aber auch dieser schaffte es nicht, mir die Geschichte oder die Charaktere näher zu bringen. Ich hatte einfach den Eindruck immer auf Abstand und Distanz zu bleiben. So richtig vorstellbar wurde mir das Ganze nicht und leider muss ich auch zugeben, dass ich immer wieder Probleme hatte, der Geschichte zu folgen. Immer wieder musste ich nachschlagen, worum es hier geht, weil ich beim Lesen völlig gedanklich abdriftete.

    Wie mit der gesamten Geschichte hatte ich auch mit den Charakteren Schwierigkeiten. Zwa ist das irgendwo schon gelungen, dieses Gefühl ohne Erinnerung einzufangen und doch wurde ich mit dem Protagonisten Simon nicht warm. Mir fehlte das Mitfiebern und Hineinversetzen, ich beobachte einen für mich blassen Umriss einer Gestalt, deren Handlungen mir fremd erschien. Neben Simon spielt Lucien eine wichtige ROlle, dieser war tatsächlich nach und nach greifbarer und je mehr sich zwischen den Beiden eine Freundschaft entwickelte, wurde es etwas nachvollziehbarer. Aber halt auch das nicht permanent und einer Linie folgend.


    Mein Fazit:


    Eine Geschichte, die in den Grundzügen toll klingt, deren Umsetzung aber wohl nicht jeden Geschmack trifft. Ich kann mir gut vorstellen, dass es manch einem gefällt, diese melodische Sprache zu "lauschen". Mir aber war dies zu zäh und anstrengend und ich konnte mich nicht in die Geschichte versetzen. Oftmals hatte ich den Eindruck, dass ein guter Ansatz kommt, der aber dann im Sande verlief. Wer Interesse an der Geschichte hat, dem rate ich zu einer Leseprobe, ob es etwas für ihn ist, denn Schreibstil und Umsetzung sind schon sehr speziell.

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    raveneyes avatar
    raveneyevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Musik, dass aber leider kein Lesegenuss war
    Musik

    Die Welt ist durchdrungen von Musik und Erinnerungen sind flüchtig wier Rauch. In dieser Welt versucht Simon seinen Weg zu finden.

    Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet und einfach schön anzusehen.

    Erzählt wird die Geschichte durch den Ich-Erzähler Simon, der in versucht sich in London durchzuschlagen. Was gar nicht so einfach ist, wenn einem immer wieder Erinnerungen fehlen und man sich neu darauf besinne muss, was man eigentlich vor hatte.

    Die Idee hinter dem Buch gefällt mir sehr gut und ist mal was Anderes, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.
    Die Sprache ist sehr bildhaft und von Musik durchdrungen, sprich es gibt viele Bezüge auf die Musik, oder Begriffe aus der Musik stehen für bestimmte Dinge in der richtigen Welt, die sich dem Leser aber erst nach und nach erschließen, wenn man kein musikalisches Grundwissen hat. Was ich nicht besitze und somit mit Begriffen wie tacet oder lento erstmal nichts anzufange wusste.
    Auch die ein oder andere Wortschreibung gibt zunächst Rätsel auf, bis man merkt, dass dies so gewollt ist.
    Der Schreibstil an sich lässt sich flüssig lesen, aber die Geschichte plätschert nur so dahin und konnte mich manchmal nur schwer zum weiterlesen animieren. Was auch an den Charakteren liegt, die ich nicht wirklich fassen konnte. Sie bleiben eher auf Distanz, als den Leser mit ihren Eigenschaften und -arten für sich einzunehmen.

    Somit hat dieses Buch zwar eine schöne Grundidee, konnte mich  aber durch die langsame, eher monotone Erzählweise, leider nicht überzeugen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Stadt der Eliten

    Herzlich willkommen zu einer neuen Debüt-Leserunde. Diesmal stellen wir euch den Titel "Der Klang der Erinnerung" von Anna Smaill aus dem aktuellen Herbstprogramm des Arctis Verlags vor. Willst du auch dem Klang lauschen? Dann bewerbe dich direkt für eines der 20 Rezensionsexemplare.

    Nach dem Ende eines brutalen Bürgerkriegs ist London geteilt: Es gibt Slums und eine »Stadt der Eliten«. Durch tägliche Klangspiele wird den Bewohnern die Erinnerung daran, wie es einmal war, genommen. Die Vögel haben aufgehört zu singen und jeder neue Tag fühlt sich an wie der vorherige. Ein junger Mann namens Simon kommt in die Stadt und findet eine neue »Familie« – eine Bande, die hier im Untergrund lebt. Nach und nach gelingt es Simon, seine Erinnerungen wachzurufen, und Lucien, der blinde Anführer der Bande, spürt bald die Gefahr, die von Simons Vergangenheit ausgeht. Es beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und Freiheit, um Gegenwart und Vergangenheit, um Leben und Tod.

    Anna Smaill, 1979 in Auckland geboren, lernte schon sehr früh Geige zu spielen und studierte später Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben. In London promovierte sie und arbeitete als Dozentin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter an der Südküste Wellingtons. »Der Klang der Erinnerung« ist ihr erster Roman.

    Wir suchen 20 Leser, die bei spannenden Romanen nicht "Nein" sagen können und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. 

    Bewerbungsaufgabe: Welches Lied löst bei dir eine schöne Erinnerung aus?

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    Pressestimmen

    »Den Klang der Erinnerung beeindruckend zu nennen, ist – ich wage es zu sagen – eine Untertreibung. Es ist der vielleicht einzigartigste Debütroman des Jahrzehnts.«
    Tor.com

    »Ein atmosphärischer Roman von unglaublich intensiver Vorstellungskraft.«
    Daily Mail

    »Bezaubernd, poetisch und fesselnd – diese Geschichte ist mit Herz und Seele erzählt.«
    Kirkus Reviews

    »Sehr klug orchestriert.«
    The Guardian

    »Ein wahrlich origineller Roman, der so spannend wie ein gut erzählter, packender Thriller ist (…). Die Autorin hat eine glaubwürdige, überzeugende und lebendige Welt erschaffen.«
    Clare Morrall

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