Wächter und Wölfe - Das Ende des Friedens

von Anna Stephens 
3,9 Sterne bei27 Bewertungen
Wächter und Wölfe - Das Ende des Friedens
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Positiv (20):
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Intensive, düstere und blutige Geschichte eines Kampfes von Menschen und Göttern, die mit ausgereiften Charakteren aufwartet...

Kritisch (2):
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Starke Plot-Idee mit sehr schwacher Umsetzung (sollte ich mich nicht geirrt haben, lasse mich gerne korrigieren).

Alle 27 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wächter und Wölfe - Das Ende des Friedens"

Krieg wird kommen, Verrat wird lähmen, Tod wird herrschen …
Dom ist ein Seher, doch seine Gabe ist mehr Fluch als Segen, denn seine Visionen sind ungenau und körperlich auszehrend. Da begegnet er der geflohenen Sklavin Rillirin. Sie warnt ihn und sein Volk vor einer Invasion der Barbaren. Aber kaum jemand glaubt ihr. Da ereilt Dom eine Vision von erschreckender Klarheit. Er muss Rillirin vertrauen und den Klan der Wächter und Wölfe auf den Krieg vorbereiten, sonst wird nicht nur er sterben, sondern sein ganzes Volk.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734161308
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:15.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Svanvithes avatar
    Svanvithevor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Intensive, düstere und blutige Geschichte eines Kampfes von Menschen und Göttern, die mit ausgereiften Charakteren aufwartet...
    Das Ende des Friedens

    „Es ist fast tausend Jahre her, seit der Schleier herabgelassen wurde… Jetzt wird er schwächer. Die Roten Götter werden mächtiger, und das Licht nimmt ab. Blut wallt auf.“

    In der Welt von Gilgoras herrscht seit fast tausend Jahren ein brüchiger Waffenstillstand zwischen dem Volk des fruchtbaren Rilpors und den Mirak in den unwirtlichen Bergregionen. Es sind hingegen nicht nur die Menschen, die sich gegenüberstehen, sondern auch unterschiedliche Götter: Während die Rilporer Anhänger der Götter des Lichts sind, huldigen die Mirak den Roten Göttern. Und Letztere sind es, die nach jahrelanger Verbannung nach Rilpor drängen, auf einem Weg aus Blut und Chaos. Denn nur wenn Blut fließt, können sie wieder zurück in ein physischen Dasein kehren und Wesen aus Fleisch werden.

    Unter Führung von Lanta, die von ihrem Volk wegen ihrer Nähe zu den Göttern Gesegnete nennen, begeben sich die Mirak sich auf den Weg, ihre Verbannung zu beenden.

    Die Aussichten sind denkbar günstig. Zwar hat die Sklavin Rillirin in ihrer Verzweiflung den König der Mirak getötet und ist danach geflohen. Doch Corvus, der neue König, beweist, wozu er er nach seiner Machtergreifung fähig ist.

    Außerdem ist das Reich Rilpor geschwächt. Denn König Ratoth, einst angesehener Herrscher, vergräbt sich nach dem gewaltsamen Tod seiner Ehefrau in seiner Trauer und verfällt vor den Augen seiner Söhne Janis und Rivil zunehmend dem Wahnsinn.

    Doch damit nicht genug. Während die Mirak sich sammeln und immer stärker werden und zudem Verräter in den eigenen Reihen agieren, sind die Rilporer völlig ahnungslos in Bezug auf die drohende Gefahr. Lediglich der Seher Dom erhält von den Göttern in Visionen einen nebulösen Blick in die Zukunft. Der Calestar ist es auch, der die Bedeutung von Rillirin, die Aufnahme bei den Beschützern der Grenze von Rilpor, den Wächtern und Wölfen gefunden hat und von einigen misstrauisch beäugt wird, erkennt. Allerdings kämpft Dom mit eigenen Dämonen...

    Anna Stephens „Wächter und Wölfe. Das Ende des Friedens“ ist blutrünstig, brutal, düster und beginnt mit einer Opferung, einer versuchten Vergewaltigung und einem Mord. Eine zartbesaitete Seele mit schwachen Nerven mag sich dem möglicherweise nicht aussetzen.

    Auch danach macht es die Autorin dem Leser zunächst nicht leicht, dem Geschehen zu folgen. Zwar ist dank der im Innenteil des Buches befindlichen Karten eine ausgezeichnete Orientierung möglich, und zudem beschränken sich die Handlungsorte auf Rilpor und das Gilgoras-Gebirge, wodurch die Welt ausschnitthaft klein und (noch) ohne Bezug zu den umgebenden Ländern und Völkern dargestellt wird. Zudem sind die einzelnen Kapitel in der Regel kurz und überschaubar. Doch wechseln von Anfang ständig die Protagonisten und folglich auch die Perspektiven. Und so scheint der Überblick verloren zu gehen.

    Ist allerdings diese erste Hürde überwunden, bleibt eine pure Begeisterung, in das spannungsvolle und wendungsreiche Geschehen einzutauchen. Denn Anna Stephens offeriert in ihrem durchaus ambitioniert zu nennenden Debüt eine komplexe und funktionierende, wenngleich noch nicht in Gänze und epischer Breite ausgearbeitete Welt, die hauptsächlich von (Macht)Kämpfen geprägt ist. Kein neues Szenarium, und doch bringt die Autorin mit ihrem Konstrukt der miteinander rivalisierenden Götter, die sich in die Belange der sterblichen Menschen einmischen und diese zu lenken versuchen, einen interessanten Aspekt in ihr fantasievolles Handlungsgeflecht.

    Im Verlauf der Ereignisse gelingt es, den vertraut werdenden Figuren zu folgen und ihre Wesen zu ergründen. Hier liegt die Stärke der Autorin.

    Ihre Protagonisten präsentieren sich als faszinierende bunte Mischung, die sich in keine Schablonen passen lassen. Es dauert eine Weile, bis die Fronten, wer auf welcher Seite steht, geklärt sind. Nachdem diese Frage nicht mehr im Raum steht, treten beide Gruppen mit ausgereiften Charakteren beidseitigen Geschlechts auf und erweisen sich einander in der Wahl der Mittel als durchaus ebenbürtig.

    Dabei wachsen einem einige schnell ans Herz. Zum Beispiel Rillirin, die ehemalige Sklavin, zunächst zurückhaltend und fragil, jedoch mit einem starken Entwicklungspotential. Crys Tailorson, der unbestreitbar ein talentierter Soldat, aber ebenso ein Filou mit losem Mundwerk ist, gern dem Glücksspiel frönt und immer wieder degradiert wird. Calestar Dom, der als Seher unerwünschte Botschaften von den Roten Göttern erhält, und unfreiwillig mit ihnen in Verbindung tritt. Andere wie die Gesegnete Lanta wiederum – zwar de facto als Böse angelegt – sind aber in ihrer Handlungsweise so ihrem Glauben verhaftet, dass diese aus deren Sicht nachvollziehbar erscheint.

    Aber natürlich würde die die Geschichte nicht funktionieren, wenn sie nur grauslich und unappetitlich (wobei zugegebenermaßen schon ein paar diesbezügliche Szenen vorhanden sind, die im Gedächtnis bleiben) wäre und die handelnden Personen tumb und entsetzlich wären. Vielmehr stecken neben Verrat, Misstrauen, Verschwörung, Intrigen und politische Machenschaften, Verzweiflung und Tod auch Loyalität und ehrenvolles Verhalten, Vertrauen, Zuversicht, Freundschaft, Liebe und Zuneigung darin. Anna Stephens gönnt einigen ihrer Helden durchaus auch wenige, aber trotzdem schöne Momente, unerwartet, überraschend und zum Teil abseits der gängigen Muster.

    Dies ist „Das Ende des Friedens“. Es ist intensiv und grausam zugleich. Und Anna Stephens beschert dem Leser einen fiesen Cliffhanger, so dass die Wartezeit bis zum zweiten Band der als Trilogie angelegen Reihe äußerst lang erscheint. Doch „Das Erwachen der Roten Götter“ kann nicht aufgehalten werden. Im Februar 2019 ist es soweit.

    4,5 Sterne

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Unterhaltsam
    Hat mir gut gefallen

    Das Buch hatte ich nun schon eine Weile zu Hause, aber irgendwie habe ich es immer vor mir hergeschoben, denn ich hatte nie so richtig Zeit dafür. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass ich mich wahnsinnig auf die Fortsetzung freue.

    Der Einstieg ist mir nicht so leicht gefallen, denn die Handlung wird aus wechselnder Perspektive der verschiedenen Hauptprotagonisten erzählt und so musste ich gerade zu Beginn sehr aufpassen, dass ich nichts verpasse. Wir haben da beispielsweise Rillirin, die eine Sklavin ist und nun auf der Flucht ist, denn sie hat was unerlaubtes getan. Schon alleine ihr Erzählstrang fand ich ganz spannend, denn ich habe regelrecht mitgefiebert, ob sie es alleine schaffen wird oder nicht.

    Allerdings sind ja dann auch noch die Erzählungen von Dom oder auch von Chrys. Auch diese Abschnitte empfand ich als sehr gelungen. Generell merkt man aber während der ganzen Geschichte, dass die Autorin den Krieg in den Vordergrund gepackt hat, was ich jetzt recht interessant fand, denn man kann als Leser nur dezent erahnen in welche Richtung es gehen wird.

    Das Setting fand ich gelungen. Die Landschaft wird sehr schön beschrieben, allerdings hatte ich bei so manchen Dingen das Gefühl, dass ich im Mittelalter gelandet bin, was für mich aber in Ordnung geht. Ich würde auch manche Sitten der Bewohner als eher altertümlich beschreiben, es gibt nämlich einige Szenen, in welchen gefoltert wird oder ähnliches.

    Die Charaktere würde ich allesamt als gelungen bezeichnen. Es gab jetzt hier keinen, den ich als oberflächlich bezeichnen würde, denn jeder hat einen interessanten Hintergrund verpasste bekommen, welcher sich im Laufe des Lesens offenbart. Liebling habe ich jetzt allerdings keinen, was sich aber in der Fortsetzung ja noch ergeben könnte.

    Die Schreibweise war sehr flüssig und locker, sodass man der Handlung in dem Buch sehr gut folgen konnte, obwohl es ja doch so einige Personen und auch Ortswechsel gibt. Die Autorin schreibt sehr detailreich, was mir gefallen hat, denn so kann man sich um einiges besser in die Handlung einfühlen. Das Buch hat mich auch gefesselt, obwohl es manche Passagen gab, die etwas ruhiger waren.

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Die eher dunklere Gestaltung passt sehr gut zur Handlung.

     

    Zur Autorin:

    Anna Stephens hat einen Abschluss in Literaturwissenschaft der Open University und arbeitet heute in der PR-Abteilung einer großen internationalen Kanzlei. Sie hat einen schwarzen Gürtel in Karate, und ihrer Ansicht nach ist es eine große Hilfe, zu wissen, wie es ist, einen Schlag ins Gesicht zu bekommen, wenn man Kampfszenen schreibt. Sie lebt mit ihrem Mann in Birmingham.

    Quelle:  Verlag

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Toller Auftakt. Spannende Geschichte und ein tolles Setting. Freue mich schon auf weitere Geschichten dieser Reihe. Klare Kauf – und Leseemepfehlung

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    Brixias avatar
    Brixiavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Bildgewaltig, spannend und irreführend! Ein fulminanter Auftakt der Wächter und Wölfe Reihe.
    Bildgewaltiger Reihenauftakt

    Mir gefallen ja vor allem bildgewaltige Fantasy Welten und detailreiche Erzählungen über Schlachten und neuen Völkern. Helden und ihre Widersacher die den Guten immer das Leben schwer machen. Ein hin und her zwischen Gut und Böse ist genau das was ich mir unter einer guten Geschichte im Genre Fantasy vorstelle. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen an dieses Buch hoch angesetzt. Nichtsdestotrotz konnte mich diese bildgewaltige Geschichte fesseln und mitfiebern lassen.

    Die Autorin hat bereits zum Beginn einen wirklich leichten Schreibstil, der sich gut und flüssig lesen lässt. Denn die Geschichte beginnt mittendrin und entwickelt sich nach und nach mit den Figuren zusammen die alle sehr liebevoll und realistisch gestaltet worden sind. Die Geschichte besticht außerdem durch abwechslungsreiche und interessante Dialoge die genauso spannend und bildgewaltig sind wie der Rest der Geschichte.

    Dabei ist die Geschichte schnell zusammengefasst; Rillirin ist eine Sklaven der Mirak die den roten und blutigen Göttern huldigen und dafür aus ihrem Fruchtbaren Land hinauf auf die kahlen Berge verbannt worden sind. Dafür das sie selbst aus dem Tal kommt und den falschen Göttern huldigt ist sie in den Augen der anderen nichts Wert. Sie will diesem Wahnsinn entkommen zu ihrem Heimatort fliehen und wartet nur darauf dass der ihr so verhasste König einen Fehler macht. Während Rillirin um ihr Leben rennt, ist auf der anderen Seite des Berges bereits jemand auf der Suche nach ihr. Denn sie ist die Botin, die Dom dem Seher gesandt wird. Noch weiß er seine Aufgabe nicht in das Geschehen einzubinden aber seine Götter werden ihm den richtigen Pfad weisen um die Dunkelheit hinter dem Schleier einzusperren. Und hinterher wird er es sein, der über Sieg und Niederlage entscheidet.
    Währenddessen spinnen die Verräter im Schloss des Königs ihre Netze. Verrat wird der Beginn des Krieges sein und nur eine Handvoll Helden wagen es, sich dem Bösen entgegen zu stellen. Unter ihnen der Soldat Crys der seit Jahren im Dienst für die Krone steht. Er wird auch der Gauner genannt, so sind Diebstahl und Kartenspiel seine Spezialität bis der Prinz ihn für seine Leibwache einteilt – und das dunkle Spiel beginnt.

    Mit Rillirin steigt der Leser mitten ins Geschehen ein, die Mirak planen mit ihren roten Göttern Krieg über das Land zu bringen. Doch Rillirin interessiert dies nicht sie musste seit ihrer Kindheit viel Leid erfahren und hat sich in sich zurückgezogen. Bereits zu beginn konnte ich sie als Figur sehr gut verstehen und habe mit ihr gelitten. Sie ist sehr sympathisch und nie auf sich selbst bedacht auch später im Fortlauf der Geschichte merkt man das sie das Herz am richtigen Fleck trägt.
    Dom stand ich seit dem Beginn der Geschichte eher skeptisch gegenüber. Er war mir nicht sonderlich geheuer was mich während der nächsten Seiten immer wieder bestätigte. Er stieß die Menschen um sich herum, seine Freunde und Familie, ständig vor den Kopf. So tat er nichts um den Wölfen zu helfen, etwas was ich nicht verstehen konnte – man konnte einfach nicht einschätzen auf wessen Seite er stand.
    Bei Crys hingegen hatte ich einen sympathischen Helden, der sich seiner Aufgabe und seiner wichtigen Rolle erst später bewusst wird. Er gefiel mir von allen Figuren wirklich am besten, seine Sicht der Ereignisse habe ich wirklich gern gelesen.

    Das Buch baut sich in mehrere Kapitel auf, in der durch die Überschrift deutlich gemacht wird aus welcher Sicht die Geschichte erzählt wird. So erfährt man von Corvus dem König der Mirak als auch über Crys und Rillirin verschiedene Sichtwinkel aller Ereignisse. Dabei springt man meist von Ort zu Ort um alle Handlungen verstehen zu können. Mein Ansicht nach gibt es der Geschichte eine gute Tiefe und baut die Spannung nach und nach auf.

    Fazit
    Die Autorin konnte vor allem mit einem guten Schreibstil und einer bildgewaltigen Geschichte bei mir punkten. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren und riss nicht ab. Ich bin wirklich sehr froh dieses Buch gelesen zu haben und freue mich bereits auf den zweiten Teil der im Februar 2019 herauskommen wird.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 4 Monaten
    Gar nicht mal so schlecht

    Am Hof von Mirak lebt und arbeitet die Sklavin Rillirin, aber Rillirin macht einen schweren Fehler und soll aufgrund dessen sterben. Wie durch einen Zufall gelingt ihr tatsächlich die Flucht, auf ihrem Weg begegnet Sie Dom. Er hat die Gabe des Sehens bzw. das was er sieht ist nicht immer relevant. Natürlich weiß Dom zu diesem Zeitpunkt noch nicht welches Verbrechen Sie begannen hat, bloß dass Sie von den Soldaten des Hofes gejagt wird. Aber Rillirin hat auch noch ein gut gehütetes Geheimnis und wenn das in die falschen Hände gerät könnte es Krieg bedeuten. Auch der Krieger Cry hat was herausgefunden, ob die beiden das gleiche Geheimnis bewahren...

    Furchtbar viele Charaktere, teilweise schwierig einzusortieren. Sehr viele Kriegs- und Kampfszenen, aber die Story dahinter war gar nicht mal schlecht.

    Normalerweise bin ich kein Fan von solchen Büchern, aber da dieses Buch ich nun mehrfach als Empfehlung gelesen habe, dachte ich warum eigentlich nicht. Ja, es ist nicht einfach in das Buch einzusteigen, man braucht schon einige Seiten aber dann finde ich es wirklich gut.

    Mir persönlich hätte es gefallen, wenn man statt den Kampfszenen einfach mehr Geschichte reingebracht hätte, vielleicht wäre das ganze dann doch noch interessanter geworden. So würde ich der Geschichte an sich gute 4 von 5 Sternen geben.

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    BuecherMondes avatar
    BuecherMondevor 5 Monaten
    Nach anfänglichen Schwächen sehr gut

    Das Klappentext hat mich sehr angesprochen und neugierig gemacht. Leider hatte ich starke Startschwierigkeiten mit dem Buch. Zunächst habe ich überhaupt nicht in das Buch rein gefunden, weil die Geschichte aus sehr vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird und bei den verschiedenen Personen passieren auch jeweils verschiedene Dinge, die für den Verlauf aber am Ende wichtig sind.

    Als ich alle Personen gut einordnen konnte und mich die Vielschichtigkeit nicht mehr so verwirrt hat, war für mich die Geschichte ziemlich zäh. Es ist erstmal nichts spannendes passiert und ich habe an diesem Punkt auch überlegt abzubrechen.

    Ich habe circa bis Seite 200 mit dem Buch und dem ganzen Geschehnissen kämpfen müssen, aber dann ging es für mich erst richtig los und ich hatte das Gefühl, die Autorin musste sich erstmal warm reden. Für mich gab es hier einen riesigen Wendepunkt was meine Leselaune betrifft. Ich habe an den Seiten geklebt und diese in kürzester Zeit gelesen. Es war unglaublich spannend und ereignisreich. Vor allem aber wurde die Geschichte jetzt mit einem schnellerem Tempo erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.

    Die Autorin hat die Umgebungen gut dargestellt und bildlich vorgeführt. Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich, was mir sehr gut gefallen hat. Auch wenn man viele Personen kennenlernt und ich daher am Anfang orientierungslos war, so konnte ich am Ende alle sehr gut kennenlernen, voneinander unterscheiden, einordnen und auch einschätzen.

    Mit vielen Ereignissen hat mich die Autorin absolut geschockt und überrascht. Es geht in dem Buch wesentlich brutaler zu, als ich es zunächst vermutet habe. Ich habe beim Lesen festgestellt, dass das Buch eigentlich eine Geschichte ist, die ich sonst niemals gelesen hätte, da ich sonst einen großen Bogen um etwas brutalere Bücher mache und eher Fantasy mit Liebesgeschichten lese, aber ich bin so froh zu diesem Buch gegriffen zu haben und ich werde hoffentlich noch mehr solcher Bücher lesen.

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er hat sich flüssig und schnell lesen lassen und hat vor meinem Auge einen Film erzeugt. Wie ich aber zuvor schon gesagt habe, War mir der Angang zu langatmig und zu langsam erzählt. Nachdem sie das Erzähltempo gesteigert hat, war ich absolut begeistert von ihrem Stil.

    Fazit:
    Ein Auftakt, der es mir zunächst nicht ganz einfach gemacht hat, aber am Ende hat sich das anfängliche Kämpfen mit dem Buch absolut gelohnt und ich wurde dazu motiviert mehr solcher Geschichten zu lesen. In diesem Buch habt ihr tolle, einzigartige Charaktere, die ihr vielseitig kennenlernen könnt und ihr habt eine Geschichte, bei der ihr viel Spannung und Überraschungen habt.

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    goldenbookworlds avatar
    goldenbookworldvor 5 Monaten
    Review

    Ich danke dem Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares


    Die kalten Farben und der Farbverlauf machen das Cover mystisch. Im Zusammenklang mit dem Titel, sagt das Cover einem schon, dass es auf jedenfall kriegerisch wird und nicht unbedingt eine Lovestory ist. Sonst ist es ziemlich einfach gestaltet und hat ganz Schlicht in der Mitte den Titel der Reihe. Besonders gut gefällt mir der Wolf oben am Rand. Er macht das Cover nochmal zu etwas Besonderem.

    Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wo ich bei der Geschichte anfangen soll. Um euch mal in meine Position zu versetzen: Begeisterung – Verzweiflung. Zwei Wörter, die nicht wirklich zusammen passen. Ich fange einfach mal mit Begeisterung an. Das Buch hat rund 500 Seiten, sieht schön aus, klingt spannend, was will man mehr?! Natürlich möchte ich ein Buch in der Hand halten, das mich mitnimmt in eine neue Welt mit neuen Protagonisten und neuen Problemen. Aber es muss auch die Umsetzung stimmen und genau dort fängt es an zu hängen. Die Idee hat mir gut gefallen und mit einigen Charaktären bin ich auch sofort warm geworden. Was die Autorin dann mit der Umsetzung gemacht hat, ist mein Problem. Ich habe keine Probleme mit Perspektivenwechseln – wirklich, aber es wurde nach jedem Kapitel die Person gewechselt und es waren nicht nur drei. Durchgezählt habe ich nicht, aber schätzen würde ich es auf zehn Personen und das ist einfach zu krass. Zwischenzeitig hat es mich dann gar nicht mehr gestört und promt wurde die Sicht zu einer Person verändert, die noch nie oder einfach zu selten vorkam. Und genau diesen Punkt habe ich dann Verzweiflung getauft. Es war einfach irgendwann zu viel und ich musste mich wirklich manchmal durch das Buch quälen.

    Die Handlungen waren sehr spannend und auch unvorhersehbar. Von daher gibt es dort nichts zu meckern. Teilweise hatte ich dort aber auch das Gefühl, dass manchmal zu viel auf einmal passiert.

    Also war der einzige kritische Punkt, dass Anna Stephens einfach zu viel Perspektivenwechsel hatte.

    Das Ende des Friedens ist der erste Teil der Wächter und Wölfe Reihe von Anna Stephens. Die komplette Welt, die sie sich ausgedacht hat, sticht nicht aus der Menge heraus, ist aber auch nicht schlecht. Das schlechteste an diesem Buch ist, meiner Meinung nach, die vielen Perspektivenwechsel, die das Buch irgendwie zerstört haben.

    Von mir gibt es drei von fünf Teetassen. Die Perspektiven haben eine der Tassen ausgetrunken und auch die Geschehnisse, die einen teilweise überflutet haben, haben eine weitere Tasse ausgetrunken.

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    BettinaR87s avatar
    BettinaR87vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Starke Plot-Idee mit sehr schwacher Umsetzung (sollte ich mich nicht geirrt haben, lasse mich gerne korrigieren).
    Blutgötter gegen Gottheiten des Lichts

    Rillirin entstammt den Westlanden und wurde als Sklavin der Mirak in den Norden verschleppt. Dort fristet sie eine brutale Existenz, der sie sich nach 9 Jahren permanenten Leidens nur durch eine überraschende Flucht entziehen kann. Doch im Westen angekommen, ist deswegen noch lange nichts gut: Sie trifft auf Dom, einen Calestar, der von den Göttern der Westlanden immer wieder Visionen erhält - gleichzeitig aber auch von den Blutgöttern, denen im brutalen Norden gehuldigt werden.

    Er und Rillirin sind nur zwei von vielen Werkzeugen in einer Schlacht der Götter, die ihr Territorium und damit sozusagen ihr Herrschaftsgebiet erweitern wollen. Ihre eigenen Entscheidungen werden es sein, wovon die Zukunft der sonnigen Westlande abhängt - nur wissen sie das leider nicht und schliddern nur halb sehenden Auges in die Vollkatastrophe ...

    Die Kritik

    Vom Prinzip her könnte man die Inhaltsangabe noch deutlich komplexer machen - denn die Grenze des Westens zum Norden wird durch Wächter (quasi vom König gestellte Soldaten) und Wölfen (zivile Milizen) geschützt. Dom gehört zu den Wölfen und Rillirins Ankunft bei ihnen sorgt zunächst für viel Trubel und einige Tote. Die Blutgötter des Nordens existieren anscheinend wirklich, denn eine davon mischt sich bei Dom sehr stark ein, wohingegen die Göttin des Westens (Die Tänzerin) bisher keinen Mucks von sich gibt und ihre Gläubigen sozusagen erst einmal leiden lässt.

    Ein wenig leiden die meisten Leser auf den ersten Seiten leider auch: Auf knapp 40 Seiten werden ganze 5 Charaktere vorgestellt, die aus unterschiedlichen geografischen Ecken stammen, kaum bis gar nichts miteinander zu tun haben. Das ist ein Informationsbatzen, der nicht zu unterschätzen ist, weil man als Leser die einzelnen Mitspieler erst einmal für sich vor dem inneren Auge entstehen lassen und sie auf dem Spielbrett sozusagen einsortieren muss. Kurz gesagt: Einfach ist der Einstieg in diese neue Welt nicht.

    Dass die Kapitel sehr kurz sind, zieht sich durch das gesamte Buch. Perspektivenwechsel kann immer sehr interessant sein und sogar hilfreich, weil die Handlung bisweilen gleichzeitig vonstatten geht, räumlich aber sehr weit getrennt ist. Bei "Wächter und Wölfe" geht es allerdings ein bisschen zu weit. Das Gefühl der Zerrissenheit, des sich nicht auf Charaktere einschießen könnens, daher mangelnde Sympathie für Hauptpersonen sind nur einige der Konsequenzen daraus.

    Teilweise verhalten sich die Charaktere aus eher unlogisch [sollte sich hier ein Verständnisfehler meinerseits eingeschlichen haben, tut mir das sehr leid, doch so habe ich Rillirin und Dom verstanden]: Die Wölfe wissen durch Dom, dass Rillirin eine wichtige Botschaft für sie hat. Als sie aber schweigt, könnte DOm ihr die Information mittels seiner Gabe entreißen. Er weigert sich aber, dadurch sterben viele Wölfe und ihre Familien - das schlechte Gewissen ist aber nur eingeschränkt vorhanden. Dafür aber seine Wut auf Rillirin, die er darauf von sich stößt und im Prinzip komplett verjagt. Im nächsten Kapitel aber sind die beiden unterwegs auf einer Reise und das Zerwürfnis wird in der Form nicht mehr thematisiert. Außer: Immer wieder wird ihr vorgeworfen, dass wegen ihr die Wölfe gestorben sind. Plötzlich kommt die Aussage "Mach dir keinen Kopf, wir woussten, dass die Mirak kommen und haben uns dazu entschieden, zu kämpfen." Im Anschluss ertönt der gleiche Vorwurf, wie zuvor. Noch dazu Rillirin: Dass die Wölfe ihr nicht nullkommanichts vertrauen können, muss ihr doch klar sein. Stattdessen kauert sie sich zusammen, beobachtet ihre Retter und rückt mit der wichtigen Information nicht heraus.

    Absolut positiv finde ich dagegegen die Entwicklung rund um Rivil, den zweiten Prinz und damit irgendwann Thronanwärter des Westens. Er wird detailliert porträtiert und entpuppt sich als ein ganz anderer Schmetterling, als er letztendlich seinen Kokon verlässt und erwachsen wird. Damit hätte ich in der Form nicht gerechnet - beim Lesen hat es mich regelrecht erzürnt - was widerrum beweist, wie gut der Autorin dieser Part gelungen ist.

    Fazit trotz allem: Super geniale Plot-Idee (Götter kämpfen durch Menschen um ihr Territorium!), die aber deutliche Schwächen aufweist und daher leider keine Leseempfehlung erhält.

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    lunau-fantasys avatar
    lunau-fantasyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Leider auf Dauer langweilig
    Wächer udn Wölfe

    Ich muss sagen, das Cover finde ich wirklich toll. Es hat mich gleich auf den ersten Blick angesprochen, weil hier endlich mal keine Menschen drauf abgebildet sind. Die neblige Landschaft macht Lust auf mehr und ist interessant gestaltet, das oben platzierte Wolfswappen verspricht eine spannende Story und die dunklen, kalten Farben tragen ebenfalls dazu bei. Der Titel macht neugierig und so freute ich mich umso mehr, als ich die Gelegenheit bekam das Buch lesen zu dürfen.

    Meine Anfängliche Freude wurde während des Lesens gedämpft. Der Klappentext spricht von Dom und Rillirin. Von Barbaren und Visionen. Tatsächlich wechselt das Buch dauernd zwischen unglaublich vielen Personen und der Sinn hat sich für mich nicht ganz erschlossen. Denn die Geschichte ist interessant und spannend, oder wäre es, wenn man nicht andauernd rausgerissen werden würde.
    Die Zeitspanne des Buches streckt sich über 5 Monate eines Jahres, was etwas verwirrend ist, weil je nach Ort des Geschehens eine andere Überschrift über den Kapiteln stehen. Es handelt sich aber um zeitgleiches Geschehen.
    Rillirin, Corvus, Crys, Dom, Durdil, Die Gesegnete, Galtas, Tara, Make, Gilda. Dies sind die Personen zwischen denen gewechselt wird. Jedes Kapitel wird zwar stets in der dritten Person geschrieben, jedoch immer mit dem Fokus auf der im Titel genannten Person. Dabei wechseln die Orte hin und her. Oft sind die Kapitel nur 3 bis 6 Seiten lang, wodurch es zu vielen Wechseln kommt und in den Kapiteln selbst tauchen ebenfalls viele Namen und Personen auf.
    Im ersten Moment klingt es interessant, ich fand es aber ziemlich anstrengend zu lesen. Immer wenn man einer Person gerade näher gekommen ist, war man schon wieder bei einer anderen. Hatte eine andere Handlung, folgte anderen Gedanken und musste warten. Ich konnte keinen Bezug zu den Personen herstellen, konnte mich mit ihnen nicht richtig auseinandersetzen, um sie zu verstehen und ihrem Handeln zu folgen. Viel zu oft folgte ich wirren Taten, die meisten davon kämpferisch. Fast hatte ich das Gefühl, dass 70% des Buches eine einzige Schlacht sind. Klingt auf den ersten Moment nach viel Spannung, war aber nach hinten weg einfach nur noch langweilig. Das letzte drittel des Buches ist eine einzige Schlacht, stets von verschiedenen Standpunkten gesehen. Immer geht es darum, wer wem das Messer in die Schulter, das Rückrad, den Schädel oder Bauch gerammt hat. Wie viele Tote und wie viele Unschuldige herumliegen und wie viel gerannt wird. Die Schlacht verliert ihre Spannung und ich sehnte das Ende des Buches schmerzhaft herbei, hatte genug von Schlägereien. Man könnte nun sagen, dass dies das Ziel ist. Das man so mit den Figuren mitfiebert, weil auch diese genug von Krieg haben könnten. Ich aber habe mich gelangweilt. Und vor allem vermisste ich Rillirin und Dom. Denn irgendwie ging es um sie, der Klappentext versprach ihre Geschichte und konnte sie mir nicht erfüllen. Ich wollte mehr von den beiden und ein wenig über Crys, weil er mich faszinierte. Von den anderen hätten mir Momente gereicht, die über Dom, Rillirin und Crys erzählt werden. Es war zu viel, es war zu gleich.
    Die Handlung hat zwar einen roten Faden, an dem sie sich aber im Schneckentempo entlangzieht. Das Zeit vergeht erfuhr ich nur durch die Zwischenüberschriften der Kapitel.
    Mir fehlte das gewisse Etwas, die Freude am Lesen und das, wo die Geschichte so viel Potenzial enthält. Geschildert wird jedoch lediglich eine Schlacht mit Personen, die mich nicht berührten. Sie bekamen nicht die nötige Zeit dazu und das ist schade.
    Der Cliffhanger ist nichts besonderes, zeigt lediglich, dass es einen zweiten Band geben wird.

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    Maxi2011s avatar
    Maxi2011vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Auftakt zu einem neuen Fantasy Epos!
    Toller Auftakt zu einem neuen Fantasy Epos!

    Wächter und Wölfe – Das Ende des Friedens von Anna Stephens

     

    Ein Buch was mich wieder mit Cover und Klappentext zum Lesen überreden konnte, denn ich mag es gerne Düster. Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse und dem blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

     

    Drei Personen, die sich nicht kennen, deren Schicksal sie zusammenführt. Die Sklavin Rillirin, der Seher Dom und der Krieger Crys. Dom, durch seine Seherkraft gewarnt, findet Rillirin mitten in der Flucht vor ihren Häschern. Doch die Rettung bringt auch den Tod von vielen mit sich. Sie hat den König von Mirak getötet und der neue König ist ihr auf den Fersen, weil sie Informationen bei sich hat. Kriegsinformationen die alles verändern können. An anderer Stelle zur gleichen Zeit deckt auch der Krieger Crys etwas Grauenvolles auf. Der Prinz von Rilporin hat Hochverrat begangen und will die Herrschaft über Rilporin an sich reißen. Wer scheint wohl sein Verbündeter zu sein? Crys versucht mit aller Macht den Verrat vom Prinzen aufzudecken. Ein Wettlauf gegen den Tod beginnt.

     

    Ich war zum Anfang mit den vielen Szenenwechsel, den vielen neuen Namen und auch mit dem Schreibstil von Anna Stephens etwas überfordert. Hier wäre ein Glossar recht hilfreich gewesen, evtl. könnte man das im nächsten Band noch einbauen. Aber nachdem ich mich etwas eingelesen habe, wurde es einfacher.

    Die Welt der Wächter, Wölfe und denen die der dunklen Dame dienen, ist sehr komplex und nicht wirklich als Zwischendurch-Lektüre zu empfehlen. Auch der Schreibstil und die Redeart in der Geschichte könnte nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich empfand es dadurch als sehr realistisch. Es wurde vulgär gesprochen, Brutale Handlungen wurden nicht blumig beschrieben, sondern genauso wie sie waren: Blutig, brutal, schockierend.

     

    „Der Hammer blitzte im trüben Licht auf, und Lanta schmetterte Janis den Nagel durch den Hoden in den Enddarm. Janis` Schrei ließ die Blutgefäße in seinen Augen platzen und die Stimmbänder zerreißen. Er sog Luft in die Lunge, als ein zweiter Schlag den Nagel seitlich durch seinen Verdauungstrakt in das Holz trieb. Der dritte Hieb verwandelte seine Hoden zu Brei …“

     

    Die Geschichte fand ich sehr spannend und hat mich wirklich ans Buch gefesselt. Ich habe so mitgelitten, mitgefiebert, mir kamen die Tränen und ich wurde auch von Wut ergriffen. Das Buch hat mir eine emotionale Achterbahn beschert, die bestimmt nicht jeder mag. Mir hat die Story sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

     

    Fazit:

    Krieg, Intrigen, Folter, religiöser Fanatismus, Gemetzel und dazwischen noch kleine Romanzen erwarten einen bei diesem Buch. Wer das alles nicht mag, sollte bitte die Finger von lassen. Ansonsten kann ich dieses High Fantasy Epos wirklich weiter empfehlen.

     

    Lg eure Tanya

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    Annabels avatar
    Annabelvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: High Fantasy, wie ich ihn noch nie gelesen habe. Gory, modern, spannend und voller interessanter Charaktere.
    High Fantasy, wie ich ihn noch nie gelesen habe

    FIGUREN: 
    Wie so oft, wenn ich High Fantasy rezensiere, habe ich mir wieder nur ein Paar der auftretenden Charaktere herausgepickt, da sie mir am wichtigsten erscheinen.

    Als Ersten hätten wir da Dom. Er ist der Calestar seines Volkes, was bedeutet, dass er immer wieder  relativ unkontrollierbare Anfälle hat, in denen  er die Zukunft oder wichtige Ereignisse sieht, die gerade woanders stattfinden. Am schlimmsten sind diese Visionen jedoch, wenn er Rillirin berührt. Diese landet eher zufällig in seiner Obhut, denn eigentlich ist sie eine Sklavin der Mirak, den Feinden der Wächter und der Wölfe. Dafür, dass Rillirin ungefähr in meinem Alter sein müsste, verhält sie sich nicht wirklich so. Sie wirkt mit ihrer Tollpatschigkeit und ihrer Angst noch sehr kindlich und immer fehl am Platz, entwickelt sich jedoch mit dem Verlauf der Geschichte immer weiter zu einer Figur, von der ich gern gelesen habe. Darüber bin ich auch sehr froh, denn anfangs hat sie mich eher gestört und schien absolut nichts Besonderes zu sein.

    Die dritte Figur, die ich euch vorstellen will, ist Crys. Es gibt zwar noch andere relativ wichtige Charaktere, doch er ist mir besonders ans Herz gewachsen und trägt auch nicht gerade wenig zu den Geschehnissen bei. Crys ist die Wache der beiden Prinzen von Rilpor und auch, wenn man ihn zu Beginn als einen Spieler und Trinker kennenlernt, entpuppt er sich schnell zu einer sehr fähigen Person. Mit seiner leicht abgedroschenen Art, konnte ich einfach nicht anders, als ihn zu mögen. Zumal er am Ende des Buches etwas tut, das ich quietschend und breit grinsend verfolgt habe.

    SCHREIBSTIL: 
    Die derbe Art der Figuren aber auch der rohe Schreibstil der Autorin sorgen nicht nur für sehr realistisch geschriebenes Gemetzel sondern hin und wieder sogar für den einen oder anderen Lacher. 

    Zuerst hatte ich ja etwas gestutzt, als der Wechsel zwischen rund zehn Charakteren scheinbar gar nicht mehr aufhören wollte. Hinzu kommt, dass jedes Kapitel nur einige Seiten lag ist und man damit gar nicht wirklich lange nur bei einer Person bleibt.- Und doch hat das Ganze irgendwie funktioniert. Vielleicht liegt es daran, dass man trotzdem bestimmte Gruppen von Figuren hat und sich immer in deren Umkreis befindet, aber je weiter ich in der Geschichte vorankam, desto weniger fielen mir die Wechsel tatsächlich wirklich bewusst auf. Die Autorin hat sich auch mit überflüssigen Details sehr zurückgehalten. Der Fokus des Ganzen lag nicht auf Nichtigkeiten sondern auf dem Vorankommen der Story.

    INHALT: 
    In „Wächter und Wölfe“ habe ich als Leserin (ganz grob genommen) zwei Seiten kennengelernt: Die Mirak, welche sich zu Beginn im Westen von Rilpor noch zusammenrotten und die Seite der Wächter und der Wölfe, welche zwar verschiedene Gruppen sind, aber immerhin ähnliche Interessen verfolgen und die Mirak als gemeinsamen Feind haben.

    Die Geschichte beginnt bei den Mirak, bei welchen Rillirin als Sklavin lebt und dort einer blutigen Opferung beiwohnen muss, die so offenbar regelmäßig stattfindet (und von denen noch einige kommen werden). Von dort flieht sie jedoch Hals über Kopf, nachdem sie ihren Herren ermordet hat. Es dauert nicht besonders lange, bis sie auf Dom trifft, der sie bei sich aufnimmt und sich für ihre Rettung sogar mit seinen eigenen Leuten, den Wölfen, anlegt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, wie viele Probleme und Offenbarungen für ihn Rillirin mit sich zieht. 

    Nicht nur unter den Mirak, sondern in so ziemlich allen Gruppen und Gemeinschaften und sogar im Königshaus kommt es immer wieder zu Reibereien und  der große Knall, der alle ins Unglück stürzen könnte, lässt somit nicht lange auf sich warten. 

    Die Worte „Krieg wird kommen, Verrat wird lähmen, Tod wird herrschen.“ auf dem Klappentext treffen den Nagel auf den Kopf, denn genau diese Dinge treten ein. Die Story beginnt düster und dunkelt sich immer weiter ab, während ich das Gefühl hatte, dass das trotzdem erst der Anfang ist. Es kocht in allen Ecken und die Menschen fallen tot um wie die Fliegen.- Sei es durch Kämpfe, Opferungen oder Folterungen, die zum Schlechtwerden genau beschrieben sind. 

    Wie bereits erwähnt wechselt mit jedem Kapitel auch die Sicht, aus der die Geschehnisse gerade beschrieben werden, doch gibt es im Großen und Ganzen trotzdem wenige abzweigende Handlungen. Alle Figuren bewegen sich auf ein und demselben Roten Faden, während dessen genauer Verlauf jedoch völlig in den Sternen steht. Sobald ich glaube, ich würde wissen, was nun kommen würde, wendete sich das Blatt drastisch und alles geriet wieder so durcheinander, dass ich mir meine Ideen neu zusammenlegen musste.- Die Spannung kommt also auch nicht zu kurz, sondern bleibt sogar permanent.

    Bemerkenswert finde ich an diesem Buch, wie real Anna Stephens die Götter von Rilpor erscheinen lässt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie immer mehr mit der irdischen Welt verschmelzen und sogar zum Greifen nahe scheinen.

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