Anna Stothard

 3.7 Sterne bei 133 Bewertungen
Autorin von Pink Hotel, Museum der Erinnerung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anna Stothard

Anna Stothard wurde 1983 in London geboren und wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach ihrem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, an dem sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Mit „Pink Hotel“ veröffentlichte sie 2013 ihren Debütroman in deutscher Sprache. Anna Stothard lebt heute in London und Berlin.

Alle Bücher von Anna Stothard

Pink Hotel

Pink Hotel

 (70)
Erschienen am 01.09.2012
Museum der Erinnerung

Museum der Erinnerung

 (37)
Erschienen am 26.04.2017
Die Kunst, Schluss zu machen

Die Kunst, Schluss zu machen

 (20)
Erschienen am 28.01.2015
Isabel & Rocco

Isabel & Rocco

 (5)
Erschienen am 24.09.2014
The Pink Hotel

The Pink Hotel

 (1)
Erschienen am 08.02.2012
The Museum of Cathy

The Museum of Cathy

 (0)
Erschienen am 15.10.2016
The Art of Leaving

The Art of Leaving

 (0)
Erschienen am 01.03.2013

Neue Rezensionen zu Anna Stothard

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blaues-herzblatts avatar

Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

Lieblingsbuch 2018
blaues-herzblattvor 9 Monaten

Sie ist 17 Jahre alt, als sie den Anruf bekommt. Ihre Mutter Lily hatte auf einem Highway einen tödlichen Motoradunfall. Sie hat sie mit 3 Jahren verlassen. Trotzdem macht sie sich auf den Weg nach Amerika, folgt Lilys Spuren und ihrer Totenwache. Daraus entwickelt sich eine vielschichtige Story, die mich beim Lesen immer wieder überrascht hat.

Das Buch lebt durch die Protagonistin, durch ihre Macken, ihre Erinnerungen und Einordnungen in die Welt. Man trifft auf einen Menschen von dem man mehr wissen will, den es zu ergründen gilt, während man gleichzeitig beobachtet wie dieser Mensch selbst etwas oder jemanden zu finden hofft.

Bereits der erste Satz weckte in mir Erwartungen an den Sprachgebrauch im Buch. Enttäuschung blieb glücklicherweise aus. Die Autorin verwebt auf jeder einzelnen Seite Worte, Bilder und neue Ideen so geschickt miteinander, dass es ein reines Lustspiel für den Sprachverliebten ist.

Mit der Geschichte rund um eine Gleichaltrige konnte ich mich gut identifizieren. Ihre Rolle schreckt ab, macht neugierig, lässt mit Tempo umblättern. Sie ist nicht alltäglich und das hat mir beim Miterleben großen Spaß bereitet.

Die Geschichte an sich hätte vermutlich nicht einmal spektakulär sein müssen, da ich noch völlig abgelenkt vom schönen Sprachstil war. Doch sie war es.                      

Zu Beginn springt der Leser in ein Wirrwarr von Informationen, in der Mitte plätschert es so vor sich hin, um gegen Ende was die Handlung anging nochmal so richtig an Fahrt zu gewinnen. Ich bin selten überrascht vom Plot einer Geschichte, aber hier war ich es. Am Ende hinterließ dieser einen feuchtfröhlichen Gemütszustand bei mir.

Beiweilen erinnerten mich einige Abschweifungen und die Art und Weise des ausartenden Erzählens an John Green, nur besser! Aber pscht, das muss ja kein John Green-Fan hören…

Obwohl das Buch nie den Schritt hin zu aggressivem Tiefgang macht, kommen Gedanken und Fragenfetzen auf, die zum ein oder anderen Nachsinnen oder Reflektieren anregen. Besonders die Lebendigkeit eines Lebens stand für mich im erkennbaren Vordergrund.

Zusammengerafft wird wohl klar, wie mich dieses Buch abgeholt und mitgenommen hat. Ich kann es nur jedem der jung und verwirrt ist empfehlen, aber natürlich auch jedem „young at heart“-gebliebenem.

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DasBuecherregals avatar

Rezension zu "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard

Absolut anders als erwartet- hervorragend!
DasBuecherregalvor einem Jahr


Handlung

Cathy hat ihre Kindheit am Meer verbracht, zwischen Schlamm, Schimmel und ihrem Vater, der Alkoholiker ist. Ihre Mutter verließ sie als sie elf waren und Cathys einzige Freunde wurden der gleichaltrige Jack und sein älterer Bruder Daniel. Bei einem tragischen Unfall kam Jack ums Leben und Cathy und Daniel wurden irgendwann ein Paar. Doch diese Beziehung baute auf Gewalt, Angst und Schuldgefühlen auf und so ist Cathy froh, Tom kennen zu lernen, der zwar ihre Vergangenheit nicht kennt, sie jedoch bedinungslos liebt. In Berlin versuchen die beiden sich ein Leben aufzubauen und es scheint zu funktionieren. Trotz all der Erinnerungen, die sie an das alte Leben hat, scheint sie damit abgeschlossen zu haben, denn nicht einmal Tom kennt ihre Sammlung. Seit vier Jahren hat Cathy nichts mehr von Daniel gehört und alles scheint in Ordnung zu sein. Bis er ihr eines Tages wieder ein Paket schickt. Kann sie es schaffen, dem Mann die Stirn zu bieten, der sie jahrelang unterdrückt und gebrochen hat?

Meine Meinung

Da ich mir das Buch nicht selber ausgesucht habe, sondern es im Goodiebag der LitBlogConvention diesen Sommer war, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Ich versuchte möglichst neutral an das Buch heranzugehen, da es mein erstes aus diesem Verlag und von dieser Autorin war. Ich hätte viel mehr Liebe erwartet und irgendetwas… anderes aber nicht das.
Wenngleich Liebe vorkommen und Sex ganz offen thematisiert wird, hat dieses Buch nichts anzügliches. Die Liebe zu Tom von Cathy wird stets von ihrer Vergangenheit überschattet und durch die Kindheitserinnerungen von ihr wird ein sehr unperfektes Bild gezeichnet. Sie hatte und hat ihre Macken, benimmt sich nicht immer gut und ist so gar nicht der typische weibliche Protagonist und das hat mir sehr gut gefallen!
Cathy ist mal etwas völlig neues und somit sehr erfrischend zu lesen. Der Roman bietet nicht nur eine Handlung mit stetign steigender Spannung, sondern auch Wissen, Hilfe und einen tollen Schreibstil.
Immer wieder werden biologische Informationen eingebaut, die aber nicht belehrend wirken, sondern so natürlich in das Leben der Museumskonservatorin integriert, dass man das Gefühl bekommt, man gehöre irgendwie zu der Beziehung von Tom und Cathy dazu. Gerade die Ecken und Kanten an den Charakteren, ihre Schwächen haben mir sehr gefallen, da sie so viel menschlicher sind, als all die Superhelden, die sonst so momentan unsere Bücherregale erobern. (Die ich zwar auch mag, aber manchmal lese ich eben gerne etwas über authentische, „echte“ Menschen.)

Mein Fazit:

Museum der Erinnerung ist ein fantastischer Roman, der sich toll lesen lässt, mit einer ganz neuen Art von Beziehungsdynamik aufwarten kann und dem Leser genau das Gefühl von Nähe oder Distanz und Fremdheit zu den Charakteren vermittelt, die diese wohl selbst empfinden.

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Maerchenbuchs avatar

Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

Auf der Suche nach der eigenen Identität
Maerchenbuchvor einem Jahr

Die junge Frau ist 17 Jahre alt, als sie erfährt, dass ihre leibliche Mutter Lily, die vor 14 Jahren die Familie verlassen hat und nach Los Angeles abgehauen ist, bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Obwohl Lily ihr Baby 3 Jahre nach der Geburt einfach zurückgelassen hat, klaut das Mädchen nun die Kreditkarte ihres Vaters und macht sich spontan von London auf den Weg nach Kalifornien.
In Amerika angekommen, landet sie im „Pink Hotel“, einem schäbigen Hotel in Venice Beach, welches einst ihrer verstorbenen Mutter gehörte.
Als sie dort eintrifft, findet gerade die Trauerfeier für ihre Mutter statt, ein skurriles Treiben mit vielen Gästen, die offenbar alle durch Alkohol und Drogen weggetreten sind.
Sie schleicht sich in das Schlafzimmer ihrer Mutter und findet unter dem Bett einen roten Koffer, den sie rasch mit Kleidung, Fotos, billigem Schmuck und Zigaretten füllt und als Andenken an Lily mitnimmt.
Die junge Frau beschließt in einem nahegelegenen Hostel unterzukommen, doch am Weg dorthin lernt sie auf der Strandpromenade einen Mann namens David kennen, den sie Minuten zuvor bereits im Pink Hotel gesehen hat und sie erhofft sich von ihm Details über Lilys Leben zu erfahren.
Als sie schließlich in dem Koffer alte Liebesbriefe entdeckt, folgt sie den spärlichen Hinweisen und spürt nach und nach Lilys Ehemänner auf, um so der Vergangenheit ihrer Mutter auf die Spur zu kommen.
Außerdem fängt sie an Lilys Kleider zu tragen und schlüpft immer mehr in die Identität der toten Mutter.
Sie trifft auf August, Lilys zweiten Ehemann, der eine Bar namens „The Dragon“ führt und sie lernt Richard kennen, Lilys dritten Ehemann, der den roten Koffer unbedingt zurückhaben möchte und die junge Frau verfolgt und bedroht. David begleitet die 17Jährige während ihrer Identitätsfindung und nimmt schließlich eine immer wichtigere Rolle im Verlauf der Geschichte ein.

„Pink Hotel“ konnte mich bereits nach den erste paar Seiten richtig begeistern und mir war sofort klar, dass mich das Buch schnell in seinen Bann ziehen würde. Der besondere Schreibstil der Autorin, die einzigartige Atmosphäre und die interessanten und skurrilen Charaktere, ergaben eine wunderbare Mischung für diesen anspruchsvollen und tiefgründigen Roman.
Wir begleiten die Protagonistin bei ihrer Reise und können miterleben, wie sie während ihrer Recherche, Stück für Stück zu sich selbst findet. Ihr Wunsch „endlich anzukommen“, war für mich zu jeder Zeit spürbar und so wunderte es mich auch nicht, dass das Mädchen während der gesamten Geschichte namenlos blieb. Aufgewachsen bei ihrem Vater, war die 17Jährige oft einsam, aufmüpfig und flog zuletzt sogar von der Schule.
Obwohl mir die unterschiedlichen Charaktere nicht gerade sympathisch waren, wurden sie sehr interessant und authentisch beschrieben. Zwischen den Zeilen konnte man einige Informationen über Lilys ausgelassenes Leben entdecken und schnell war klar, dass ihr lockerer und furchtloser Lebensstil in ihrer Tochter weiterleben würde.

Neben den Einblicken in Lilys Vergangenheit, hat mir vor allem die Atmosphäre LA’s fernab der schillernden und glamourösen Kulisse Hollywoods besonders gut gefallen. Man taucht in eine faszinierende Szenerie aus amerikanischer Großstadt, Smog, Hitze und Drogen ein und die Autorin schafft es gekonnt, eine aufregende und melancholische Stimmung enstehen zu lassen.
Auch das Ende der Geschichte konnte mich noch einmal richtig begeistern, denn der Ausgang des Buches war für mich überraschend und absolut nicht vorhersehbar.
Eine große Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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abas avatar

Manchmal können Erinnerungen gefährlich werden...

Die Britin Cathy arbeitet in einem Museum, in dem sie ihre eigene Vergangenheit in einem Kabinett sorgfältig verwahrt hält. Eines Tages findet sie auf ihrem Schreibtisch ein mysteriöses Päckchen, dessen Inhalt ihre Existenz zu zerstören droht.
Mit "Museum der Erinnerung" hat Anna Stothard einen feinen und hochspannenden Roman geschrieben, der an einem außergewöhnlichen Ort spielt: dem Museum für Naturkunde in Berlin.
Bewerbt euch für diese besondere Leserunde, lasst euch von Cathy das Museum zeigen und vielleicht kommt ihr auch hinter ihr gut gehütetes Geheimnis...

Zum Inhalt
Cathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht.

Zur Autorin
Anna Stothard, geboren 1983 in London, wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach dem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, wo sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Anna Stothard lebt zurzeit in London.

Möchtet ihr mehr über den Inhalt des Päckchens erfahren? Was versteckt Cathy in diesem Kabinett im Museum?
Wenn ihr neugierig geworden seid, solltet ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Museum der Erinnerung", die wir zusammen mit Diogenes verlosen.
Möchtet ihr euch über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann antwortet auf die Bewerbungsfrage über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bis zum 23.04., um Testleser zu werden:

Cathy findet ein mysteriöses Päckchen auf ihrem Schreibtisch.
Und das passiert euch auch! Mit welchem Inhalt kann euch das Päckchen einen richtigen Schrecken einjagen?


Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Anna Stothard im Netz:

Community-Statistik

in 202 Bibliotheken

auf 26 Wunschlisten

von 8 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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