Anna Stothard Museum der Erinnerung

(32)

Lovelybooks Bewertung

  • 30 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 29 Rezensionen
(13)
(11)
(8)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Museum der Erinnerung“ von Anna Stothard

Cathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht.

All das Zerbrechen – Berührender Roman über verzehrende Schuldgefühle

— Nisnis
Nisnis

Interessanter Roman für alle die eine Liebe zu Gegenständen als Erinnerungshilfe haben.

— Nil
Nil

MUSEUM DER ERINNERUNG ist ein leises Buch über Flucht mit schwerem Gepäck. Bewegend, traurig und dennoch alles in allem einfach schön!

— Fascination
Fascination

Ein stimmungsvoller, tiefgründiger Roman über die Abgründe menschlicher Beziehungen, der trotz Schwächen beeindruckt.

— MissTalchen
MissTalchen

spannende Geschichte, wunderbare Szenerie

— Gwendolina
Gwendolina

3,5 Sterne!

— Isaopera
Isaopera

Mit manchen Erinnerungen muss man abschliessen, damit man frei für die Zukunft ist.

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

Schönes Buch mit leichten Schwächen

— Briggs
Briggs

Spannend und unterhaltsam, aber für mich ohne bleibenden Eindruck.

— miro76
miro76

Eine sehr berührende Geschichte über Schuld,Hass und Sühne !

— Equida
Equida

Stöbern in Romane

Denunziation

Ein sehr mutiges, sehr wichtiges Buch! Unbedingt lesen!!

hannipalanni

Die Fliederinsel

der Einband ist verwirrend...

MeinFreizeitGlueck

Der Dichter der Familie

Melancholisch, aber nicht ohne Hoffnung für den Protagonisten. Ein Buch, das mich anrührte.

Bibliomarie

Glücksbringer auf Samtpfoten

Eine sehr berührende und schön geschriebene Geschichte über eine Katze, die ihr Glück in einem Cafe sucht :-)

LadyOfTheBooks

Sommerkind

Was ein tragischer Unfall im Leben zwei Jugendliche anstellen kann

MoniqueH

Was man von hier aus sehen kann

So wunderschön und traurig, dass es einen einfach mitnimmt und umhaut. ♥

Buchperlenblog

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Erinnerungen verändern jedes Leben

    Museum der Erinnerung
    19angelika63

    19angelika63

    24. July 2017 um 16:23

    KlappentextAm heißesten Tag des Jahres glüht Berlin in der Sonne, und im Museum für Naturkunde laufen die Vorbereitungen für die große Gala zum 200. Geburtstag des Hauses.Cathy, eine junge Britin und Konservatorin im Museum, soll an diesem Abend für ihre Forschung ausgezeichnet werden. Doch Cathy ist mit den Gedanken ganz woanders, nachdem sie am Morgen auf ihrem Schreibtisch ein Paket ohne Absender gefunden hat. Sein Inhalt: eine in Bernstein eingeschlossene Raubwanze.Vier Jahre ist es her, dass Cathy ein solches Paket bekam. Vier Jahre, in denen sie auf der Flucht vor dem Absender zweimal den Kontinent gewechselt hat. Hier in Berlin, an der Seite von Tom, hatte sie sich sicher gefühlt und ein fast normales Leben geführt. Doch nun katapultiert das kleine braune Päckchen sie zurück in eine Vergangenheit, deren Bruchstücke sie sorgfältig verwahrt hält.Eine atemlose Jagd durch die verlassenen Korridore des Museums beginnt, bei der Cathy um ihre kindliche Unschuld und um ihre große Liebe kämpft.„Die Vergangenheit ist nicht beständig. Der Vorgang des Erinnerns verändert uns, und jedes Leben kann innerhalb eines Tages neu geschrieben werden.“ (Seite 9)Die Geschichte um Cathy spielt an einem einzigen Tag im Naturkundemuseum in Berlin. Es ist der Tag der 200 Jahrfeier und Cathy soll an diesem Tag geehrt werden. Doch ein kleines Päckchen wirft sie vollkommen aus der Bahn. Der Inhalt eine in Bernstein eingeschlossene Raubwanze. Cathy weiß sofort von wem dieses Paket ist … Daniel. Eine Erinnerung, die sie vergessen für immer möchte . Cathy ist mit Tom nach Berlin gekommen um ein neues Leben zu beginnen. Tom ahnt nichts von ihrer Vergangenheit und das ist gut so. Aber mit dem Päckchen taucht ein ungutes Gefühl in Cathy auf. Hat Daniel sie gefunden? „Vermeintlich unbelebte Dinge haben mehr Macht, als die meisten Menschen zugeben wollen. Sie können einen verzehren oder einen befreien. Sie können einen für den Rest des Lebens herabziehen oder, wenn man es zulässt, einem die Bürde des Erinnerns abnehmen.“ (Seite 49)Schon am Anfang der Geschichte habe ich ein ungutes Gefühl. Mir scheint, etwas Bedrohlich kommt auf mich als Leserin zu. Ich kann es nicht in Worte fassen, es ist eine Ahnung … Stothard schafft diese Atmosphäre mit „dahingeworfenen“ Worten und Andeutungen. Da sind Cathys Verletzungen und Narben die mich Schlimmes vermuten lassen, dann taucht Daniel das erste Mal auf und er ist mir unheimlich, streckenweise habe ich Angst. Es hat den Anschein als wäre Daniel das Böse und Cathy das Liebe. Doch im Verlauf der Geschichte/ Erinnerung müssen sich beide ihrem Dämon der Vergangenheit stellen, um endlich ein freies Leben führen zu können.Stothard hätte keine passendere Kulisse für ihren Roman wählen können. So wie die fossilen Tiere im Nuturkundemuseum Berlin ihre Geheimnisse in sich tragen, so trägt Cathy ihr Geheimnis in sich. Die Geheimnisse, die Umgebung, der Staub, das Vergessene und Wiederhervorgeholte … ich kann es förmlich riechen und spüren. Stothards Charaktere sind glaubhaft und spürbar … in jeder einzelnen Zeile … „Daniel glaubte nicht, dass Fehler einfach so passierten: er glaubte, dass sie in einem wuchsen und sich verdichteten, um dann irgendwann zutage zu treten.“ (Seite 103)Kurz gesagt: Spannendes Buch! Gewalt in einer Beziehung, Stalking, Vergebung und Liebe sind die zentralen Themen. Vorsicht Suchtgefahr!!!

    Mehr
    • 2
  • All das Zerbrechen – Berührender Roman über verzehrende Schuldgefühle

    Museum der Erinnerung
    Nisnis

    Nisnis

    16. July 2017 um 16:19

    Zum 20. Jahrestag des Naturkundemuseums, soll die junge Konservatorin Cathy für ihre Forschungsarbeit über Falter ausgezeichnet werden. Das freudige Ereignis rückt jedoch plötzlich in den Schatten, da sie am Morgen ein Päckchen von ihrem Ex-Freund Daniel erhält, deren Inhalt für sie eine Drohung darstellt. Cathy war vor vier Jahren vor ihm geflüchtet. In LA hatte sie sich dann in Tom verliebt, mit dem sie aus beruflichen Gründen nach Deutschland gegangen ist und an dessen Seite sie sich stets sicher gefühlt hat.Einzelne Erinnerungsstücke ihrer Vergangenheit, von der sie Tom jedoch nie erzählt hat, verwahrt sie in Form einer Sammlung im Museum auf. Kurz vor ihrer Auszeichnung auf der Museums-Gala taucht Daniel plötzlich im Museum auf und verlangt von ihr, ihm ihre Sammlung mit den besonderen Erinnerungsstücken zu zeigen. In seiner Gegenwart fühlt sich Cathy plötzlich wieder klein und bedürftig. Sie wird zurück katapultiert, in ein Leben und in einen Sommer, in dem sie zehn Jahre alt war. In diesem Sommer verlor sie ihren besten Freund Jack.Die Autorin:Anna Stothard, geboren 1983 in London, wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach dem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, wo sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Anna Stothard lebt zurzeit in London.Reflektionen:Anna Stothard schreibt in einer bildhaften, wunderschönen Sprache und sie zaubert mit ihrem detailreichen Ausdruck ein sehr intensives Bild vom britischen Strand Lee-Over-Sands und dem besonderen Sommer, den die zehnjährige Cathy mit ihrem kleinen Freund Jack verbracht hat.Der kleine Jack, schüchtern, labil und zart, wächst mental an Cathys Seite. Er gewinnt an Selbstvertrauen und Stärke und er teilt ihre Sammelleidenschaft, alles am Strand aufzuheben und wie einen Schatz zu behüten. Muscheln, Haifischzähne, Treibholz, all das bewundern diese beiden Kinder und sie verbringen einen unbeschwerten schönen Sommer, bis er dramatisch zu Ende geht.So anmutig wie Anna Stothard ihre Geschichte erzählt, kann man das Meer rauschen hören, man schmeckt das Salz des Meeres und man fühlt plötzlich kleine Sandkörner.Ein paar Jahre später geht Cathy eine Beziehung mit Daniel ein, doch es ist nicht Liebe, was die zwei verbindet. Cathy wird klein gehalten, geschlagen und erniedrigt. Cathy wehrt sich nicht, denn sie glaubt, dass sie dieses Leben so verdient hat. Diese Gewalt deutet die Autorin stellenweise nur an und doch sträuben sich einem die Nackenhaare.Die Spannung wird durch geschickte Perspektivwechsel erzeugt. In der Gegenwart erlebt man Cathy kurz im Alltag mit ihrem Freund Tom und dann als sie im Museum auf die Auszeichnung wartet und Daniel plötzlich auftaucht. Während sie ihre Erinnerungsstücke betrachtet, wechselt die Perspektive in die Vergangenheit ihrer Kindheit und zu ihrer eskalierenden Beziehung mit Daniel. Diese Perspektivwechsel fesseln zwar, aber die Neugierde nimmt immer weiter ab, da die Handlung nur sehr schleppend und nur mit wenigen Highlight bereichernd weiterentwickelt wird. Anna Stothard liefert einfach zu wenig Inhalt. Dadurch regt sie zwar die eigene Fantasie des Lesers an, aber auch rückblickend, ist das einfach zu dünn, um ein überzeugendes und vollumfängliches Leseerlebnis zu schaffen.Die Zeichnungen der Charaktere sind ebenso dünnhäutig. Wohl aber rückt die Emotionalität der Figuren in den Vordergrund und das macht vieles wett. Einzig die Figur der unnahbaren und stillen Cathy ist intensiv dargestellt.Das Museum der Erinnerung ist ein geheimnisvoll wirkender Roman über verzehrende Schuldgefühle und auch Liebe, aber emotional Zerbrochenes und Unausgesprochenes dominieren diesen Roman. Das Ende ist nicht vorhersehbar und es überrascht, aber genau so hatte ich es mir gewünscht.Fazit und Bewertung:Museum der Erinnerung ist ein berührender Roman, der in einem anmutigen Stil und in einer schönen Sprache geschrieben ist. In dieser emotional intensiven Story überwiegen das emotional Zerbrochene, das Unausgesprochene und verzehrende Schuldgefühle. Inhaltlich ist die Handlung etwas dünn weiterentwickelt worden, insgesamt jedoch noch ein angenehmes Leseerlebnis.4 Sterne©nisnis-buecherliebe

    Mehr
  • Schuldgefühle in den Schrank gepackt

    Museum der Erinnerung
    coffee2go

    coffee2go

    17. June 2017 um 13:58

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Cathy und ihr Verlobter Tom arbeiten beide im Museum für Naturkunde in Berlin. Eigentlich sollte heute Cathys großer Tag sein: Das Museum feiert seinen 200. Geburtstag und Cathy soll für ihr Engagement geehrt werden. Doch genau an diesem Tag wird Cathy von ihrer Vergangenheit eingeholt. Daniel, mit dem sie vor 10 Jahren zusammen war, wurde aus dem Gefängnis entlassen und kommt ihr heute besonders nahe.   Meine Meinung zum Buch: Mich hat vor allem Cathys Museum der Erinnerungen, mit all ihren Gegenständen, die sie über die Jahre hinweg gesammelt hat, sehr beeindruckt. Interessant fand ich, dass Cathy nicht nur Dinge aufbewahrt, die sie an glückliche Momente erinnern, sondern mindestens genauso viele, die negativ behaftet sind. Auch die Art und Weise, wie sie mit ihren Erinnerungen umgeht ist außergewöhnlich – Mal werden sie sorgfältig verpackt in einem Schrank aufbewahrt und dann wiederum holt sie einzelne Gegenstände, wie den kleinen Soldaten von Jake heraus und schafft es somit, ihre Kindheit lebhaft zu werden. Auch wenn ich gewisse Situationen und Handlungen von Cathy nicht ganz nachvollziehen konnte und selbst wahrscheinlich anders reagiert hätte, hat mir Cathy als Charakter sehr gut gefallen. Vor allem am Schluss, als sie sich nach vielen Jahren mit Daniel ausgesöhnt und das Kapitel abgeschlossen hat. Natürlich wird sie die dramatischen Ereignisse von Jake, die sie für immer mit Daniel verbinden werden, nicht komplett wegpacken und vergessen können, aber zumindest haben Cathy und Daniel nun scheinbar einen Weg gefunden, sich nicht gegenseitig die Schuld hin- und herzuschieben. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen und man hat auch nicht das Gefühl, dass das gesamte Buch eigentlich über einen einzigen Tag handelt, da sehr viele Rückblicke passieren und die Ereignisse aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden. Auch über das Museum für Naturkunde schreibt sie wirklich bildhaft, sodass ich mir dieses gut vorstellen kann, obwohl ich selbst noch nicht dort war.   Mein Fazit: „Museum der Erinnerungen“ ist auf alle Fälle ein Buch, das man auch nach dem Lesen nicht sofort vergisst, sondern auch noch im Nachhinein wirkt und das wirklich Lust darauf macht, das Museum für Naturkunde in Berlin zu besuchen.

    Mehr
  • Gut geschrieben, unspannende Geschichte

    Museum der Erinnerung
    Nil

    Nil

    16. June 2017 um 13:19

    Das ‚Museum der Erinnerung‘ hat mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück gelassen hat. Einerseits ist es sprachlich fein und überwältigend ausgestaltet, andererseits ist die Geschichte ohne Spannung in die Länge gezogen. Anna Stothard hat den Roman ‚Museum der Erinnerung‘, welches im Original den besseren Titel ‚Cathy’s museum‘ (=Cathys Museum) hat, geschrieben. Es ist die Geschichte einer jungen Engländerin, die in Berlin im Naturkundemuseum arbeitet und dort durch ein Paket an ihre Vergangenheit erinnert wird. Damit kommt die Geschichte ins Rollen. Der Verlag schürt mit dem Bild auf dem Cover, sowie mit dem Klappentext andere Erwartungen an den Roman als der Text hergibt. Es geht weniger um Berlin, und ja, es spielt im Naturkundemuseum und es wird viel beschrieben, aber zentral aus meiner Sicht ist es nicht. Es hätte genauso gut in Paris, Rom oder in sonst einer großen Stadt spielen können. Denn die Protagonistin wird viel in ihre Vergangenheit zurück katapultiert in dieser Geschichte. Eine Aufarbeitung mit einem Befreiungsschlag. Im Grunde genommen ist der Roman eine Konfrontation Cathys mit ihrer eigenen Erinnerung und ihrer Vergangenheit. Zum Teil aus meiner persönlichen Perspektive etwas langatmig und nicht spannend genug geschrieben. Aber dennoch fand ich den Roman gut, denn sprachlich ist die Autorin eine Meisterin. Sie schafft es den Leser in eine Gefühlswelt zu ziehen in der man sich selbst fast fühlt wie die Protagonistin und andere Charaktere, die exzellent ausgestaltet sind. Es gibt viele Sätze, die man sich als Zitat merken möchte, es gibt viele sehr kurze, aber prägnante Absätze. Und ich denke, dass mich dieser Gegensatz aus eher mäßiger Geschichte und wahnsinnig gutem Schreibstil ratlos macht. Fazit: … Ich kann es weder empfehlen noch möchte ich Leser von diesem Werk fernhalten. Ich werde bei Gelegenheit ein anderes Werk der Autorin lesen und schauen, ob mir das dann besser gefällt.

    Mehr
  • Leserunde zu "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard

    Museum der Erinnerung
    aba

    aba

    Manchmal können Erinnerungen gefährlich werden... Die Britin Cathy arbeitet in einem Museum, in dem sie ihre eigene Vergangenheit in einem Kabinett sorgfältig verwahrt hält. Eines Tages findet sie auf ihrem Schreibtisch ein mysteriöses Päckchen, dessen Inhalt ihre Existenz zu zerstören droht.Mit "Museum der Erinnerung" hat Anna Stothard einen feinen und hochspannenden Roman geschrieben, der an einem außergewöhnlichen Ort spielt: dem Museum für Naturkunde in Berlin. Bewerbt euch für diese besondere Leserunde, lasst euch von Cathy das Museum zeigen und vielleicht kommt ihr auch hinter ihr gut gehütetes Geheimnis...Zum InhaltCathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht.Zur AutorinAnna Stothard, geboren 1983 in London, wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach dem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, wo sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Anna Stothard lebt zurzeit in London.Möchtet ihr mehr über den Inhalt des Päckchens erfahren? Was versteckt Cathy in diesem Kabinett im Museum?Wenn ihr neugierig geworden seid, solltet ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Museum der Erinnerung", die wir zusammen mit Diogenes verlosen.Möchtet ihr euch über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann antwortet auf die Bewerbungsfrage über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bis zum 23.04., um Testleser zu werden:Cathy findet ein mysteriöses Päckchen auf ihrem Schreibtisch.Und das passiert euch auch! Mit welchem Inhalt kann euch das Päckchen einen richtigen Schrecken einjagen?Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

    Mehr
    • 1014
    aba

    aba

    16. June 2017 um 08:48
    skurril schreibt Einerseits berührt es mich auch, dass er seiner Freundin zur Hilfe kommen möchte. Andererseits habe ich seinen Anlass, zur Hilfe zu eilen, nicht ganz verstanden. Für mich war die Situation nicht ...

    Doch, schon. Für zwei 10-Jährige auf jeden Fall! Sie sind überfordert in solchen Situationen und nur Erwachsene wissen, wie man reagieren soll. Und da ist genau das Problem und daran liegt die ...

  • Von Liebe, Sehnsucht und Schuldgefühlen

    Museum der Erinnerung
    Fascination

    Fascination

    12. June 2017 um 17:26

    Seit nunmehr vier Jahren lebt Cathy zusammen mit ihrem Verlobten, Tom, in einer Zweizimmerwohnung in Neukölln. Beide arbeiten im Berliner Museum für Naturkunde. Sie genießen das Leben, einander und alles scheint gut. Bis zu jenem Morgen, als Cathy ein Paket mit einer kleinen Besonderheit erhält: Ein Kissing Beetle, eine in Bernstein eingeschlossene Raubwanze. Obwohl weder Absender noch Anschreiben zu finden sind, ahnt die junge Frau, wem sie die Sendung zu verdanken hat. Ihre Vergangenheit hat die Gegenwart eingeholt und wirft Schatten auf die Zukunft! Tom ahnt von alledem nichts. Auch nicht von Cathys Museum der Erinnerung, bestehend aus über zweihundert Gegenständen, die sie in guten wie in schlechten Zeiten gesammelt und insgeheim aufbewahrt hat. Ihre Narben und Makel kann sie hingegen nicht vor seinen Augen verbergen, allerdings allerlei Ausreden für sie erfinden. Die wahre Geschichte ihres Lebens steht unter Verschluss. Nach Daniel hat sich Cathy neu erfunden. Sie hatte ihn verraten und dachte, sie sei frei. Doch sechs Jahre nachdem sie ihn in einer Nacht- und Nebelaktion verlassen hat, ist er wieder da. Nur einen Steinwurf entfernt … Der Einstieg ins MUSEUM DER ERINNERUNG fällt dank ANNA STOTHARDs Schreibstil ausgesprochen leicht. Sie erzählt ruhig und besonnen, dafür umso tiefsinniger von Liebe, Sehnsüchten und Schuldgefühlen. Nach einem kurzen Ausblick auf die Zukunft, begleiten wir Cathy in der Gegenwart, erleben sie durch Rückblicke und Erinnerungen aber auch immer wieder in Kindheit und Jugend. Kann man sich als Außenstehender zuerst kein rechtes Bild machen, ihr verschlossenes Wesen kaum verstehen, bröckelt mit fortlaufender Handlung mehr und mehr ihrer mühsam errichteten Fassade. In ihrer Vergangenheit gibt es schöne, aber eben auch viele schmerzvolle Momente. Beispielsweise hat sich ihre Mutter schon früh von der Familie abgewandt, der Vater war alkoholkrank und die Freundschaft zu Jack nahm ein abruptes Ende. Jener Jack hat sie mit Daniel verbunden. Und auch er hat Jacks Verlust nicht überwunden. Das karge Leben in Lee-Over-Sands nahm dennoch seinen Lauf. Seite an Seite, bis Cathy die Reißleine zog. Der Schaden, den Daniel angerichtet hatte, war schließlich nicht mehr tragbar. Zu schwer wog auch die seelische Last. Wider Erwarten steht allerdings nicht die häusliche Gewalt im Mittelpunkt des Geschehens, auch wenn sie schlussendlich zur Trennung führte. So werden auch diese Momente aus Cathys Leben recht unaufgeregt widergegeben. Und Daniel zeigt retrospektiv Verletzlichkeit, wo man sie nicht vermutet hat. Tom steht währenddessen mehr oder weniger abseits des Geschehens, ist aber eine sehr wichtige Person in Cathys Leben. Er hat einen gänzlich anderen familiären Hintergrund, war stets umsorgt und geliebt worden. Ein Glückskind, wie er, hat ungeheuer viel Selbstvertrauen. Natürlich möchte er wissen, was Cathy vor ihm verbirgt, selbstverständlich möchte er sie besser kennenlernen. Dennoch wahrt er Zurückhaltung und liebt Cathy bedingungslos, ganz genau so, wie sie nun einmal ist. Tom ist ihr Fels in der Brandung, ihr Anker im Leben. Ein Mann, wie man ihn Cathy nach all ihren Erlebnissen nur wünschen kann … MUSEUM DER ERINNERUNG erscheint als Paperback bei Diogenes. Das verlagstypische, minimalistische Covermotiv passt hervorragend zu den leisen Tönen des Romans. Rückseite und Innenklappen halten Informationen zu Inhalt und Autorin bereit. Fazit: MUSEUM DER ERINNERUNG ist ein leises Buch über Flucht mit schwerem Gepäck. ANNA STOTHARD erzählt eine melancholische Geschichte um Verdrängung sowie tiefe Emotionen und verleiht ihr dennoch zum Abschluss einen Funken Hoffnung im Zauber des Augenblicks. Bewegend, traurig und dennoch alles in allem einfach schön!

    Mehr
  • Irgendwie nur mittelmäßig

    Museum der Erinnerung
    skurril

    skurril

    08. June 2017 um 07:25

    Cathy ist zehn, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihr Leben zu zerstören droht.In Anna Stithards Roman "Museum der Erinnerung" geht es um Cathy, die gemeinsam mit ihrem Verlobten Tom in Berlin lebt und dort im Naturkundemuseum arbeitet. Zur Feier des 200. Geburtstages des Museums findet dort eine große Gala statt, auf der Cathy ein Preis verliehen werden soll. Am Morgen der großen Gala bekommt Cathy jedoch unerwartet ein Päckchen zugeschickt, in dem sich ein Käfer in einem Bernstein befindet. Cathy kann es kaum glauben, denn obwohl sie regelmäßig Funde von Naturkundeintressierten zugesandt bekommt, die für das Museum präpariert werden, weiß sie ganz genau, dass dieses Päckchen von Daniel stammt, ihrem letzten Freund vor Tom und Jacks Bruder. Cathy war vor Jahren vor Daniel geflohen, der sie in ihrer Beziehung mehr als nur schlecht behandelt hatte, weswegen sie ihn auch angezeigt hat. Was aus Daniel geworden ist, weiß Cathy nicht, doch sie weiß, dass er ihr über die Jahre immer wieder Päckchen mit verschiedensten Dingen hat zukommen lassen. Damit hat er ihr gezeigt, dass er genau weiß, wo sie sich aufhält. Und schließlich handelt es sich um Cathys Erinnerungsstücke, die sie auf ihrer Flucht zurücklassen musste. Cathy hat seit sie denken kann Dinge gesammelt, die für sie eine besondere Bedeutung haben. So auch Jacks Soldaten, den sie neben einigen anderen Dingen jedoch über Umwege (Los Angeles) mit nach Berlin nehmen konnte. Tom weiß von ihrem "Museum der Erinnerungen", das sie unter ihrem Schreibtisch im Museum aufbewahrt, nichts. Genauso wenig weiß er von Daniel oder Jack. Bis heute. Denn Daniel spürt Cathy auf und sie kann sich ihm, sei es aus Angst oder vermeintlicher Gefühle für ihn, nicht entziehen, weshalb Tom schließlich die Wahrheit erfahren muss. Ungeachtet dessen, dass er sie deshalb möglicherweise nicht mehr lieben kann.Mir hat Anna Stothards Roman sehr gut gefallen und bis zum Schluss war für mich einigermaßen offen, was genau passieren würde. Allerdings muss ich sagen, dass die Spannungskurve für mich hätte stärker sein können und vieles war auch recht vorhersehbar. Zwar fand ich Cathy an sich sympathisch, insbesondere vor dem Hintergrund ihrer nicht leichten Lebensgeschichte (alkoholkranker Vater, von der Mutter verlassen), allerdings erschienen mir einige ihrer Verhaltensweisen nicht nachvollziehbar, auch wenn ebendiese häufig in Beziehungen wie der zwischen Cathy und Daniel nicht nachvollziehbar sind. Aber auch die Beziehung zu Tom war für mich irgendwie ziemlich oberflächlich. Der Roman lässt sich, trotz der Zeitsprünge, die für eine spannende Geschichte nötig sind, meiner Meinung nach gut lesen, man findet gut in die Geschichte und erfährt nach und nach mehr über Cathy, Daniel, Jack und Tom. Dennoch leierte die Geschichte teilweise irgendwie so dahin. Ich kann es gar nicht genau beschreiben. Die Thematik ist jedenfalls keine leichte Kost und regt ziemlich zum Nachdenken an. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und bedanke mich dafür herzlich.

    Mehr
  • Beeindruckend intensiv

    Museum der Erinnerung
    MissTalchen

    MissTalchen

    07. June 2017 um 18:00

    Nachdem Jack gestorben war, schienen all ihre Gefühle in so unlogischer Form katalogisiert worden zu sein, dass man sie nicht zu einem vollständigen Bild zusammensetzen konnte. Alles war fließend, umgestülpt.Meinem ersten Buch aus dem Diogenes-Verlag habe ich jetzt schon länger entgegen gefiebert. Als ich dann die Leserunde zu diesem Buch entdeckte, zögerte ich nicht lange und wurde nicht enttäuscht.Zur Story: In Berlin scheint die ruhelose und verschlossene Cathy mit Tom endlich angekommen zu sein und brilliert in ihrer Arbeit am Naturkundemuseum. Doch an dem Abend, an dem sie für eben diese Arbeit ausgezeichnet werden soll, holt sie ihre verstörende Vergangenheit in Form eines Mannes ein, der Abhängigkeit nicht mehr von Liebe unterscheiden kann. Meine Meinung: Ich habe mich mit der Bewertung eines Buches selten so schwer getan, wie mit diesem.Wir erleben die Handlung aus drei verschiedenen Perspektiven, die alle einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse offenbaren. Dabei sind aber alle Figuren relativ extrem in ihrem Verhalten und bleiben so zum Leser auf Distanz. Das war einerseits teilweise frustrierend, wenn man versuchte das Verhalten von z.B. Tom oder Cathy nachzuvollziehen, machte aber andererseits auch mit die besondere Stimmung des Buches aus.Die Bezüge zu Berlin und das Flair des Naturkundemuseums taten dazu ihr Übriges. Auch der Schreibstil trug seinen Teil dazu bei. Er hat etwas von einem Puzzle: Während der gegenwärtige Rahmen schnell gesteckt ist, wird die Vergangenheit erst nach und nach durch Erinnerungen und Rückblenden aufgedeckt. Dabei ist leider nicht immer klar, welche Erinnerung an welche Stelle gehört. Trotz Cathys Schwäche für Erinnerungsstücke werden die Erinnerungen unstrukturiert und manchmal auch zusammenhangslos in die Geschichte eingewoben. Das hat mir insbesondere den Einstieg leider unnötig erschwert und mich auch im weiteren Verlauf nicht selten verwirrt. Ein Handlungsstrang hat mich besonders vor ein Rätsel gestellt, war doch seine Funktion bis zum Ende vollkommen unklar und erscheint im Nachhinein überflüssig.Dennoch schafft es die Autorin mit einer Tiefgründigkeit und Intensität die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen darzustellen, dass es den Leser sehr nachdenklich stimmt und noch lange in mir nachhallte.In Zukunft werde ich definitiv auch zu anderen Büchern aus dem Verlag greifen. Mein Fazit: Ein stimmungsvoller, tiefgründiger Roman über die Abgründe menschlicher Beziehungen, der trotz Schwächen beeindruckt.

    Mehr
  • Über den Umgang mit Schuld und Erinnerungen

    Museum der Erinnerung
    Larischen

    Larischen

    04. June 2017 um 18:00

    Das Naturkundemuseum feiert sein 200jähriges Bestehen und im Rahmen dieser Gala soll die junge Konservatorin Cathy ausgezeichnet werden. Doch mit ihren Gedanken ist Cathy nicht bei dieser Ehrung, denn erst am Morgen des großen Tages hat sie ein unheimliches Paket erhalten, dass ein Erinnerungsstück für ihr ganz privates Museum erhält. Vier Jahre ist es her, dass sie das letzte Stück für ihre Sammlung erhalten hat und nun bringt sie das kleine Fundstück völlig aus der Fassung. Denn gemeinsam mit ihrem Freund Tom hat sie sich sicher gefühlt in Berlin - weit weg von ihrer Heimat und den schrecklichen Erinnerungen, die sie allerdings immer sorgfältig verwahrt hat.Doch nun wird Cathy von ihrer Vergangenheit eingeholt und auch persönlichen mit ihren Schrecken konfrontiert.Anna Stothard beschreibt in "Museum der Erinnerung" einen Roman über Schuld und den Umgang mit Erinnerungen.Leider hat mir persönlich das Buch nicht besonders zugesagt. Die Autorin erzählt zwar an sich der angenehm, doch der Aufbau des Buches hat mir nicht gefallen, da Stothard immer wieder unangekündigt zwischen den Zeiten springt. Bruchstückhaft erfährt der Leser immer mehr über Cathys Vergangenheit und welche Dramen sie miterleben musste. Durch die vielen (und teilweise auch sehr schnellen) Wechsel habe ich oft verpasst, dass wir jetzt wieder wo völlig anders sind und war während des Lesens so verwirrt, dass ich wieder zurückblättern musste. Darüber hinaus blieben mit die Protagonisten des Buches über die gesamte Zeit fremd. Ich fand die Geschichte an sich zwar durchaus dramatisch, aber ich habe nicht wirklich mitgefühlt.Tatsächlich habe ich mich nach dem Lesen im Rahmen der Leserunde noch viel mehr über das Geschehene aufgeregt. Beim Lesen selbst habe ich das alles noch hingenommen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte sehr oberflächlich erzählt, so habe ich als Leserin nicht wirklich mit gefiebert.Noch dazu ist Cathy auch keine besonders sympathische Protagonistin, sodass man auch über diese Ebene keine Beziehung zu ihr aufbaut.Die Idee mit dem Museum der Erinnerung finde ich total spannend und auch die im Buch aufgeworfene Schuldfrage ist grundsätzlich ein total interessantes Thema, allerdings hätte ich mir ohne die Leserunde keinerlei weitere Gedanken dazu gemacht. Das Buch regt einen einfach nicht selbst zu denken an. Man wird als Leser - ganz passend zu Cathy - ein wenig lethargisch und akzeptiert was passiert.Ein weiterer Negativpunkt ist, dass es im Buch einen - meiner Meinung nach - völlig überflüssigen Handlungsteil gibt. Der hat wirklich rein gar nichts mit der Hauptstory zu tun und bringt uns überhaupt nicht weiter. Darüber habe ich mich wirklich geärgert.Positiv anzumerken ist allerdings wirklich die Idee der Geschichte und an sich ist die Autorin auch keine schlechte Erzählerin. Insgesamt konnte mich das Buch aber einfach nicht packen.Ich empfehle zukünftigen Lesern auf jeden Fall, sich mit anderen über das Buch auszutauschen, denn dann kann man wohl noch am meisten aus der Lektüre ziehen.

    Mehr
  • wenn die Vergangenheit einen nicht loslässt....

    Museum der Erinnerung
    Gwendolina

    Gwendolina

    02. June 2017 um 23:17

    Im Naturkundemuseum Berlin findet eine Gala statt, auf der Cathy, die dort arbeitet, für ihre wissenschaftliche Arbeit geehrt werden soll. Am selben Tag wird sie von einem Paket überrascht, das ihr ihr Exfreund Daniel geschickt hat. Jahre hat sie kein solches Paket mehr bekommen. Auch in diesem befindet sich ein weiteres Stück für ihr ganz eigenes Museum, das Museum der Erinnerung. Während sie sich voller Freude auf die Gala vorbereiten sollte, verliert sie sich in ihrer Vergangenheit und gewährt uns nach und nach Einblick in ihre Geschichte, die sie über ein paar Jahrzehnte mit sich selbst ausgemacht hat. Nicht einmal die Flucht aus Lee-Over-Sands über LA nach Berlin hat ihr Frieden gebracht, denn soweit sie sich von Ihrer Heimat entfernt hat, so nah hat sie ihr Museum der Erinnerung bei sich behalten.„Wir können so tun, als ob wir uns davon befreit hätten, wer wir früher waren, und uns einreden, es hätte keinen Einfluss mehr auf uns, doch unsere Vergangenheit lauert immer irgendwo.“ Zitat aus Museum der ErinnerungMir hat Anna Stothards Buch „Museum der Erinnerung“ gut gefallen. Sie ist eine sehr gute Erzählerin. Der Aufbau des Buches erscheint auf den ersten Blick etwas chaotisch durch die Zeit- und Perspektivenwechsel, aber für mich persönlich hat gerade das den Reiz des Buches ausgemacht und die Geschichte lebendiger gemacht. Der Plot ist sehr spannend und aus meiner Sicht um einiges tiefer als man Anfangs denkt. Das zentrale Thema des Romans ist – Schuld. Die Charaktere Cathy und Daniel fand ich faszinierend und sehr gut skizziert. Beide haben mich völlig in Ihren Bann gezogen auf unterschiedliche Art und Weise mit ihren Ecken und Kanten. Lediglich mit Cathys Verlobten Tom konnte ich über den ganzen Handlungsverlauf überhaupt nichts anfangen. Aber das ist meine persönliche Sicht, andere Leser fanden gerade die Beziehung Cathy und Tom befriedigend, da sie einen sehr harten Kontrast zu Cathys Vergangenheit bildet. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Beschreibung der Schauplätze. Auch hier hat die Autorin die Stimmung immer sehr gut eingefangen, so dass ich mich fast nach LA, Berlin und Lee-Over-Sands versetzt gefühlt habe… gerade letzteres hatte einen ganz besonders morbiden düsteren Zauber. Was für mich leider einen fahlen Beigeschmack hat, ist das Ende… Wenn Anna Stothard knapp 10 Seiten früher geendet hätte, wäre es für mich perfekt gewesen. Sehr Schade. Last but not least habe ich mich für 4 Sterne entschieden, weil ich die Geschichte rund um Cathys Vergangenheit wirklich spannend fand und die Schauplätze jeder für sich einen besonderen Reiz hatte, insbesondere auch das Naturkundemuseum… ich habe es auf meine Liste für meinen nächsten Berlinbesuch gesetzt.

    Mehr
  • Museum der Erinnerung

    Museum der Erinnerung
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    28. May 2017 um 23:50

    Cathy arbeitet im Berliner Museum als Konservatorin. Heute Abend wird mit einem grossen Fest der Geburtstag des Museums gefeiert. In diesem Rahmen soll sie einen Preis für ihre Verdienste erhalten. Als sie am Morgen sich an ihren Schreibtisch setzt, liegt dort ein kleines braunes Päckchen. Darin ist eine Raubwanze in einem Bernstein gefasst. Es liegt weder einen Brief dabei, noch ist einen Absender angegeben. Doch wird ihr sofort klar, wer diese Botschaft geschickt hat. Daniel hat ihr immer wieder solche Geschenke geschickt. Eigentlich müsste er noch im Gefängnis sitzen. In ihrer Schublade hat Cathy alle ihre Erinnerungsstücke an ihre Kindheit und Daniels Geschenke aufbewahrt. In Rückblenden erfährt man, was Cathy mit Daniel verbindet und welche Bedeutung die Erinnerungsstücke haben. Daniel zieht drei Häuser von ihrem Elternhaus entfernt ein, als Cathy zehn ist. Daniels kleiner Bruder Jack ist oft zu Besuch und wird einen Sommer lang Cathys Spielgefährte. Dann ist Jack tot. Später begegnen sich Daniel und Cathy wieder und gehen eine Beziehung ein, die nur aus Schuld und Sühne besteht. Er versprügelt sie und sie glaubt, es zu verdienen. Am Abend des Festes steht plötzlich Daniel vor ihr. Cathy nimmt Daniel mit in ihr Büro und zeigt ihm ihre Erinnerungstücke. Wie wird Daniel auf so eine geballte Ladung an Emotionen und Erinnerungen reagieren?Die erste Hälfte des Buches ist ziemlich verwirrend. Ohne Vorwarnung wechselt sie von Cathys Kindheit, über die Gegenwart im Museum zu ihrer Beziehung mit ihrem Lebensgefährte Tom. Man braucht einen Moment bis man den Durchblick hat. Später sind die Wechsel nicht mehr so häufig. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich leicht. Die Schriftstellerin liebt das Spiel mit den Metaphern. Ich mag das sehr - ich selber vergleiche auch sehr gerne. Obwohl der Spannungsbogen in der zweiten Hälfte immer grösser wird, konnte mich das Buch nicht packen oder berühren. Es gab einzelne Szenen, die ich mochte. Ich musste mich sehr bemühen, nicht querzulesen. Das ist für mich immer ein Indikator, dass mich das Buch nicht sonderlich interessiert. 

    Mehr
  • Spannende Ansätze, 3,5 Sterne

    Museum der Erinnerung
    Isaopera

    Isaopera

    28. May 2017 um 22:22

    Häusliche Gewalt ist leider häufig ein Tabu-Thema, obwohl viele Frauen (und auch Männer!) darunter leiden. In dieser Geschichte lernen wir Cathy kennen, deren gewalttätiger Ex-Freund lange von der Bildfläche verschwunden war, sie nun aber wieder kontaktiert. Dies gefährdet nicht nur ihr neues Leben mit Tom, dem sie nichts von ihrer Vergangenheit berichtet hat, sondern auch ihre Sicherheit....Ein "Museum der Erinnerung" ist ein Konstrukt, das Cathy in ihrem Kopf baut. Sie sammelt einzelne Gegenstände und macht an ihnen Erinnerungen fest, fühlt sich ihnen durch die Nähe zu den Gegenständen verbunden. Diesen Gedanken fand ich interessant, auch wenn ich persönlich nicht auf diese Art an Erinnerungen festhalte.Die Geschichte ist spannend aufgemacht, auch wenn es sich nicht um einen Krimi handelt. Am Anfang benötigte ich etwas Eingewöhnungszeit und eigentlich nimmt der Prolog - wie man im Verlauf der Geschichte merkt - bereits recht viel hinweg. Die Erzählperspektive wechselt die ganze Zeit zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was teilweise für mich etwas stark episodisch war. Die Aspekte der Vergangenheit sind zwar interessant und für die Geschichte wichtig, dennoch verliert es sich manchmal ein wenig in Details und ich hatte das Gefühl, dafür nicht genug über die Beziehung von Daniel und Cathy zu wissen. Im Endeffekt haben mir vielleicht ein paar Seiten gefehlt, da die Geschichte doch recht kurz ist. Gerade über Tom hätte ich gerne mehr erfahren.Ich mag den Schreibstil der Autorin und finde die Geschichte wirklich gelungen. Meine Begeisterung konnte jedoch nicht konstant über die ganze Zeit gehalten werden, daher wäre ich bei soliden 3,5 Sternen :)

    Mehr
  • Museum im Museum

    Museum der Erinnerung
    Briggs

    Briggs

    26. May 2017 um 12:33

    Für eine Weile taucht der Leser ein in die Geschichte einer jungen Frau, die offensichtlich Schlimmes erlebt hat und – so kommt es mir vor – ihre Erinnerungen katalogisiert hat, um damit leben zu können. Zahlreiche Rückblenden in Cathys Kindheit und in den Beginn ihrer aktuellen Liebesgeschichte sowie einige Wechsel in der Erzählperspektive machen zu Beginn das Eintauchen in das Buch schwer.Der Autorin gelingt es aber dennoch, durch geschickte Cliffhanger und auch dadurch, dass man die Hauptperson nie so ganz zu fassen bekommt und sie doch verstehen möchte, die Neugier hochzuhalten. Sehr gut gemacht: Die Fülle, die Ansammlung der Dinge um die Hauptprotagonistin herum, die Detailverliebtheit, das spezielle Wissen. Niemals versponnen, niemals arrogant, immer authentisch. Auch wie die Gefühle beschrieben werden, sprachlich sehr eindringlich, verstörend, und dabei immer mit ein bisschen Abstand von demjenigen. Je weiter man Cathy folgt, desto besser versteht man, löst das Puzzle auf, fiebert man nach einem Ende für eine ungute Lebenssituation. Im Fazit ist das Buch sehr lesenswert.Einige Schwachpunkte (die ersten Kapitel sind nicht nur so chaotisch geschrieben, dass man kaum verstehen kann, was jetzt und was früher war; auch einige sprachlich/ logische Fehler sind dort störend und tauchen zum Ende des Buchs seltener auf) müssen überlesen werden.Wer trotzdem dran bleibt, hat mit diesem Roman eine gute Lesezeit vor sich.

    Mehr
  • absolut lesenswert

    Museum der Erinnerung
    Simi159

    Simi159

    23. May 2017 um 21:36

    Man kann vor seiner Vergangenheit nicht fliehen ist man doch  immer auch ein Teil von ihr, wird durch sie geformt und manchmal auch eingeholt….. So geht es auch Cathy. Sie arbeitet im Naturhistorischen Museum in Berlin. Anläßlich der 200 Jahrfeier soll sie einen Preis für ihre Forschungsarbeiten bekommen. Sie scheint richtig angekommen zu sein, im Leben, mit ihrem Freund Tom, den sie in den USA kennen und lieben gelernt hat. Er ist mit ihr nach Berlin gekommen obwohl er von Cathy, ihrer Vergangenheit fast nichts weiß…. Und die Vergangenheit holt Cathy jetzt in Form eines schmucklosen kleinen Päckchens ein…  von Daniel, dem Mann aus ihrem alten Leben…kann sie sich dem stellen? Fazit: Wow, die Autorin, Anna Stothard, hat ein besonderes Händchen für Figuren und ein besonderes Talent, deren Gefühlswelt genau zu beschreiben…. Cathy, die einen harten steinigen Weg hinter  sich hat, jetzt ihr Glück gefunden zu haben scheint und die dabei doch nie so ganz die Vergangenheit losgelassen hat und sie in Form von kleinen Andenken in einem persönlichen Museum aufbewahrt.  Tom, ihr Freund, der ein bisschen naiv und unwissend ist, und doch Cathy aus tiefstem Herzen zu lieben scheint. Und Daniel, dessen Leben durch einen Schicksalsschlag mit dem von Cathy verbunden ist…. Diese drei Personen eingebettet in ein normales  wie gleichzeitig faszinierendes Setting….das Naturhistorische Museum in Berlin, mit all seinen kleinen wie großen Exponaten…. Als Leser scheint man die Luft, den Staub und all die Geheimnisse dieser Räume riechen und spüren zu können, egal ob man schon mal dort gewesen ist oder nicht. Denn die Autorin erfasst neben den räumlichen Gegebenheiten auch kleinste Schwingungen und Stimmungen.   In kurzen Rückblenden erfährt man, welchen weg Cathy gegangen ist und wie ihr Leben mit Daniel verknüpft ist. Mehr und mehr versteht man, warum sie jetzt so ist, und warum sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Die Charakter sind lebensnah und authentisch.  Wechselnde Erzählpersspektiven verleihen der Geschichte Spannung, Tiefe und beschreiben die Charaktere umfassend. Eine schöne, ans Herz gehende und bewegende Geschichte, absolut lesenswert. Von mir gibt es 5 STERNE.

    Mehr
  • Rezension zu "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard

    Museum der Erinnerung
    aba

    aba

    18. May 2017 um 18:45

    Cathys MuseumEine Engländerin hat einen Roman geschrieben, den ich als außergewöhnlichen Berlin-Roman bezeichnen würde, und den ich bestimmt sehr lange in Erinnerung behalten werde."Museum der Erinnerung " heißt dieses Buch, bei dem ich eine strake Sehnsucht nach Berlin gespürt habe. Als Kulisse für ihre Geschichte hat Anna Stothard das Berliner Museum für Naturkunde gewählt. Aus meiner Sicht eine geniale Entscheidung, denn diese monumentale Einrichtung bietet die perfekte Bühne für die dramatische Handlung in diesem Roman. Nicht nur die Dimensionen des Gebäudes sondern die Art von Exponaten, die darin ausgestellt werden und die Beschaffenheit der Räumlichkeiten – einer klassischen naturkundlichen Sammlung – bilden die perfekte Szenerie für eine spannende Entwicklung.Einen ganzen Tag verbringt der Leser an Cathys Seite, Anna Stothards Heldin. An diesem einzigen Tag sieht sie sich gezwungen, ihrem Leben Revue passieren zu lassen und wichtige Entscheidungen zu treffen, was in ihrem Fall mit gewissen Gefahren verbunden ist. Cathy besitzt innerhalb des Museums für Naturkunde ihr kleines privates Museum. In einem geheimen Schrank bewahrt sie ihre ganze Existenz auf. Vertretend für jedes wichtige Ereignis – freudig oder schmerzhaft – steht ein Erinnerungsstück. Cathy scheint, auf diese Weise ihre Vergangenheit im Griff zu haben. Bis zu diesem einem Tag. Was für eine Bedeutung dieser Schrank und dessen Inhalt für Cathy hat, erfährt man mittels Rückblicke, die nicht nur nach und nach Information liefern, sondern auch die Spannung erhöhen.Ausgerechnet eine Londonerin hat einen besonderen Berlin-Roman geschrieben, den ich nicht so schnell vergessen werde. Ich hatte beim Lesen große Sehnsucht nach Berlin und nach dem Museum, von dem ich immer ein großer Fan gewesen bin, und das immer eine große Faszination auf mich ausgeübt hat, mit der großartigen Sammlung und zum Teil geheimnisvollen Ausstellungsräumen. Gerade deswegen finde ich, dass Anna Stothard mit ihrer Entscheidung, diese Einrichtung als Handlungsort zu wählen, eine hervorragende Wahl getroffen hat. "Museum der Erinnerung" ist die ideale Lektüre für Berlin- und Museen-Liebhaber. Eine spannende und originelle Geschichte bekommt man natürlich auch dazu. Es lohnt sich!

    Mehr
  • weitere