Anna Stothard Pink Hotel

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Inhaltsangabe zu „Pink Hotel“ von Anna Stothard

Das aufregende Debüt einer jungen und ausdrucksstarken Stimme aus England: Sommer, Sonne, Kalifornien – sie ist 17, als sie vom Tod ihrer Mutter erfährt, die sie nie gekannt hat. Mit einer Handvoll Briefe und Fotos macht sie sich auf die Suche nach dem Menschen, der ihre Mutter gewesen ist – und findet Unglaubliches sowie ihre erste Liebe.

Die Handlung war mir zu locker gewebt, die Protagonisten zu oberflächlich. Vermutlich ist genau das aber Absicht, denn es passt zueinander.

— Lissy
Lissy

Gorgeous! Das Buch versetzt einen in die Mittagshitze LAs, und zeigt Facetten dieser Stadt, die eine Reise dorthin wert sind!

— LisaSummer
LisaSummer

nicht mein Fall, zum Ende hin jedoch sehr überraschend

— Zauberzeichen
Zauberzeichen

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  • Auf der Suche nach der eigenen Identität

    Pink Hotel
    Maerchenbuch

    Maerchenbuch

    24. July 2017 um 21:16

    Die junge Frau ist 17 Jahre alt, als sie erfährt, dass ihre leibliche Mutter Lily, die vor 14 Jahren die Familie verlassen hat und nach Los Angeles abgehauen ist, bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Obwohl Lily ihr Baby 3 Jahre nach der Geburt einfach zurückgelassen hat, klaut das Mädchen nun die Kreditkarte ihres Vaters und macht sich spontan von London auf den Weg nach Kalifornien. In Amerika angekommen, landet sie im „Pink Hotel“, einem schäbigen Hotel in Venice Beach, welches einst ihrer verstorbenen Mutter gehörte. Als sie dort eintrifft, findet gerade die Trauerfeier für ihre Mutter statt, ein skurriles Treiben mit vielen Gästen, die offenbar alle durch Alkohol und Drogen weggetreten sind. Sie schleicht sich in das Schlafzimmer ihrer Mutter und findet unter dem Bett einen roten Koffer, den sie rasch mit Kleidung, Fotos, billigem Schmuck und Zigaretten füllt und als Andenken an Lily mitnimmt. Die junge Frau beschließt in einem nahegelegenen Hostel unterzukommen, doch am Weg dorthin lernt sie auf der Strandpromenade einen Mann namens David kennen, den sie Minuten zuvor bereits im Pink Hotel gesehen hat und sie erhofft sich von ihm Details über Lilys Leben zu erfahren. Als sie schließlich in dem Koffer alte Liebesbriefe entdeckt, folgt sie den spärlichen Hinweisen und spürt nach und nach Lilys Ehemänner auf, um so der Vergangenheit ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Außerdem fängt sie an Lilys Kleider zu tragen und schlüpft immer mehr in die Identität der toten Mutter. Sie trifft auf August, Lilys zweiten Ehemann, der eine Bar namens „The Dragon“ führt und sie lernt Richard kennen, Lilys dritten Ehemann, der den roten Koffer unbedingt zurückhaben möchte und die junge Frau verfolgt und bedroht. David begleitet die 17Jährige während ihrer Identitätsfindung und nimmt schließlich eine immer wichtigere Rolle im Verlauf der Geschichte ein. „Pink Hotel“ konnte mich bereits nach den erste paar Seiten richtig begeistern und mir war sofort klar, dass mich das Buch schnell in seinen Bann ziehen würde. Der besondere Schreibstil der Autorin, die einzigartige Atmosphäre und die interessanten und skurrilen Charaktere, ergaben eine wunderbare Mischung für diesen anspruchsvollen und tiefgründigen Roman. Wir begleiten die Protagonistin bei ihrer Reise und können miterleben, wie sie während ihrer Recherche, Stück für Stück zu sich selbst findet. Ihr Wunsch „endlich anzukommen“, war für mich zu jeder Zeit spürbar und so wunderte es mich auch nicht, dass das Mädchen während der gesamten Geschichte namenlos blieb. Aufgewachsen bei ihrem Vater, war die 17Jährige oft einsam, aufmüpfig und flog zuletzt sogar von der Schule. Obwohl mir die unterschiedlichen Charaktere nicht gerade sympathisch waren, wurden sie sehr interessant und authentisch beschrieben. Zwischen den Zeilen konnte man einige Informationen über Lilys ausgelassenes Leben entdecken und schnell war klar, dass ihr lockerer und furchtloser Lebensstil in ihrer Tochter weiterleben würde. Neben den Einblicken in Lilys Vergangenheit, hat mir vor allem die Atmosphäre LA’s fernab der schillernden und glamourösen Kulisse Hollywoods besonders gut gefallen. Man taucht in eine faszinierende Szenerie aus amerikanischer Großstadt, Smog, Hitze und Drogen ein und die Autorin schafft es gekonnt, eine aufregende und melancholische Stimmung enstehen zu lassen. Auch das Ende der Geschichte konnte mich noch einmal richtig begeistern, denn der Ausgang des Buches war für mich überraschend und absolut nicht vorhersehbar. Eine große Leseempfehlung!

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  • Leserunde zu "Museum der Erinnerung" von Anna Stothard

    Museum der Erinnerung
    aba

    aba

    Manchmal können Erinnerungen gefährlich werden... Die Britin Cathy arbeitet in einem Museum, in dem sie ihre eigene Vergangenheit in einem Kabinett sorgfältig verwahrt hält. Eines Tages findet sie auf ihrem Schreibtisch ein mysteriöses Päckchen, dessen Inhalt ihre Existenz zu zerstören droht.Mit "Museum der Erinnerung" hat Anna Stothard einen feinen und hochspannenden Roman geschrieben, der an einem außergewöhnlichen Ort spielt: dem Museum für Naturkunde in Berlin. Bewerbt euch für diese besondere Leserunde, lasst euch von Cathy das Museum zeigen und vielleicht kommt ihr auch hinter ihr gut gehütetes Geheimnis...Zum InhaltCathy ist neun, als sie Jack kennenlernt. Sie verbringen einen unbeschwerten Sommer an der englischen Küste miteinander. Cathy ist einundzwanzig, als sie aus ihrem Zuhause und vor einem Mann flieht, der Rache mit Liebe verwechselt. Cathy ist fast dreißig, als dieser Mann sie findet und ihre sorgsam aufbewahrten Erinnerungen für immer zu zerstören droht.Zur AutorinAnna Stothard, geboren 1983 in London, wuchs in Washington, Peking und New York auf. Nach dem Abschluss in Englischer Literatur in Oxford bekam sie ein Stipendium des American Film Institute in Los Angeles, wo sie zwei Jahre Drehbuch studierte. Anna Stothard lebt zurzeit in London.Möchtet ihr mehr über den Inhalt des Päckchens erfahren? Was versteckt Cathy in diesem Kabinett im Museum?Wenn ihr neugierig geworden seid, solltet ihr euch für eins der 25 Exemplare von "Museum der Erinnerung", die wir zusammen mit Diogenes verlosen.Möchtet ihr euch über diesen besonderen Roman im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann antwortet auf die Bewerbungsfrage über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bis zum 23.04., um Testleser zu werden:Cathy findet ein mysteriöses Päckchen auf ihrem Schreibtisch.Und das passiert euch auch! Mit welchem Inhalt kann euch das Päckchen einen richtigen Schrecken einjagen?Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! * Bitte beachtet vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 1014
    aba

    aba

    10. May 2017 um 14:59
    Talitha schreibt Es ist ein wirklich faszinierendes Buch und ich hoffe, dass man noch mehr von der Autorin zu lesen bekommt in Zukunft. :-) Vielen Dank auch an aba für die wiederum tolle Betreuung der Leserunde.

    Ich habe zu danken! Von anna Stothard sind auch bei Diogenes folgende Bücher erschienen (siehe Anhang). Alle Bestseller in England geworden.

  • Auf jedenfall lesenswert!

    Pink Hotel
    hello_marlie

    hello_marlie

    05. April 2017 um 20:42

    Schon lange hat mich die Geschichte der jungen Frau (im gesamten Roman bleibt die Hauptprotagonistin namenlos) interessiert, die durch die Nachricht vom Tod ihrer Mutter einen spontanen Alleingang ins verrückte und brütend heiße Kalifornien unternimmt.Jetzt endlich habe ich es mal gelesen und ich kann sagen, ich bin nicht enttäuscht, aber eventuell habe ich mir mehr erhofft. Vielleicht weil mein Interesse und meine Erwartungen durch das lange Rausschieben des Lesen irgendwie immer höher wurden.Trotzdem habe ich die verrückte, draufgängerische Hauptprotagonistin irgendwie lieb gewonnen. Man leidet mit ihr und fragt sich, was sie empfinden muss, während sie sich auf die Spuren ihrer jung verstorbenen Mutter begibt, die sich kurz nach ihrer Geburt einfach aus dem Staub gemacht hatte um ein ganz anderes Leben zu führen, scheinbar ohne einen weiteren Gedanken an ihr Kind zu verschwenden. Die Stationen, die sie dabei besucht, sind vor allem schräg, runtergekommen und bestimmt nicht ungefährlich und die Menschen, die sie trifft, unterscheiden sich kaum davon. Ein Los Angeles, da sich mal von einer ganz anderen Seite zeigt, wie es sich sonst gern präsentiert und dadurch auch viel authentischer wirkt.

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  • Pink Hotel oder der rote Koffer

    Pink Hotel
    Marapaya

    Marapaya

    14. July 2014 um 22:50

    Nach wenigen Tagen war Pink Hotel ausgelesen, ich ließ es gedanklich ein bisschen liegen und merkte doch schnell, wie sich Ideen für die Rezension in meinem Kopf sammelten und keinen Raum für den Beginn eines neuen Buches ließen. Nun sitze ich, will beginnen und stelle fest, dass mir der Name der Protagonistin vollkommen entfallen ist. Dass Buch ist nicht zur Hand und die Zweifel werden immer stärker, ob ihr Name überhaupt jemals genannt wird. Wie soll ich nun von ihr erzählen, wenn ich sie namentlich nicht ansprechen kann? Mir hat sie alles direkt erzählt, während sie im Buch alle anderen meistens belügt, kenne ich die Wahrheit und ihre Überlegungen dahinter. Sympathisch ist mir die kleine Lügnerin allemal. Sie ist klug, verletzlich, unsicher, draufgängerisch und manchmal absurd mutig. Vielleicht weil es mit 18 Jahren Lebenserfahrung ganz natürlich so ist oder die familiäre Situation dazu beigetragen hat. Gerade mal 14 Jahre ist sie jünger als ihre Mutter Lily, mit drei Jahren hat sie die Mutter das letzte Mal gesehen und nun ist Lily in Los Angeles verstorben, mit 32 Jahren auf dem Motorrad tödlich verunglückt. L. A. präsentiert sich schräg und vor allem heruntergekommen. In einem in pinker Farbe angestrichenen Hotel am Strand findet Lilys Totenwache statt, die mehr einem Happening oder 24-Stunden-Rave gleicht, ihre Tochter schleicht sich ein und erbeutet im Affekt einen roten Koffer, hastig befüllt mit Kleidungsstücken aus Lilys Kleiderschrank und unerwarteten Schätzen aus ihrem Leben – maschinegeschriebene Liebesbriefe ohne Unterschrift, Hochzeitsurkunden, Arbeitszeugnisse, private Fotos und Bilder aus Lilys Zeit als Model. Dieser rote Koffer wird schließlich der rote Faden des Romans. Lily ist für ihre Tochter eine Unbekannte und so macht sich diese auf die Spur, hangelt sich anhand der Fundstücke aus dem Koffer an Lilys Lebensweg entlang, trägt die Kleidung der Mutter und sucht die Menschen aus ihrer Vergangenheit auf, um ihr im Nachhinein doch noch ein wenig nah zu kommen. An einen verliert sie schließlich selbst ihr Herz, immer im Hinterkopf den Gedanken, er könnte vielleicht auch der Verfasser der Liebesbriefe sein und ihre Mutter einst geliebt haben. Auch die Sache mit dem Koffer soll ein Nachspiel für sie haben, plötzlich wird sie selbst zur Gesuchten, verfolgt von zwielichtigen Gestalten, die das geklaute Eigentum zurückfordern. Und zu Hause in England erwartet sie ihr Vater samt seiner wütenden Freundin zurück, mit deren Kreditkarte sie die Flugtickets bezahlte. Anna Stothards Erzählstil nimmt mich von der ersten Zeile an für sich ein, ebenso wie ihre namenlose Ich-Erzählerin*. Frisch, ungekünstelt und ein bisschen ungehobelt, ja schnodderig begegnet mir die Geschichte. Schwierige Lebensläufe, unglückliche Lebensumstände, enttäuschte Lebensträume, kleine Lichtblicke gepaart mit schmerzhaften Wahrheiten und inmitten all dessen meine namenlose Freundin auf der Suche nach sich selbst. *Tatsächlich findet sich im gesamten Roman keine namentliche Nennung oder Anrede der Hauptfigur.

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  • Ein "Pink Hotel" in Venice Beach

    Pink Hotel
    freakyricky

    freakyricky

    02. July 2014 um 12:10

    Sie ist siebzehn und gerade von der Schule geflogen, als zu Hause in London ihr Telefon klingelt: Ihre Mutter Lily ist tot. Lily, die sie nie kennengelernt hat, von der sie nur ein einziges Foto besitzt. 20 Stunden und eine geklaute Kreditkarte später steht das Mädchen im Schlafzimmer ihrer Mutter im Pink Hotel in Venice Beach, Kalifornien. Unter dem Bett entdeckt sie einen roten Koffer, sie wirft ein paar der herumliegenden Sachen ihrer Mutter (Klamotten, Schuhe, ein Päckchen Zigaretten) in diesen und schleicht sich unerkannt aus dem Hotelzimmer. Als sie den Koffer wieder öffnet findet sie mehr als sie sich je erhofft hatte: Eine Spur in das aufregende Leben ihrer schönen Mutter und zu den Männern, die sie geliebt haben. Aus drei Tagen L.A. werden Monate - und aus einer Reise in die Vergangenheit der Beginn eines neuen Lebens. Romandebüt einer sehr talentierten jungen Schriftstellerin - wie ich finde! Mir hats sehr gut gefallen!

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  • nicht mein Fall......

    Pink Hotel
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    03. August 2013 um 08:41

    Kurzbeschreibung Das aufregende Debüt einer jungen und ausdrucksstarken Stimme aus England: Sommer, Sonne, Kalifornien - sie ist 17, als sie vom Tod ihrer Mutter erfährt, die sie nie gekannt hat. Mit einer Handvoll Briefe und Fotos macht sie sich auf die Suche nach dem Menschen, der ihre Mutter gewesen ist und findet Unglaubliches sowie ihre erste Liebe. Meinung Ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten, in dieses Buch hinein zu kommen. Mir schien die gesamte Atmosphäre sehr bedrückend und trist. Im Laufe der Geschichte wurde es aber etwas besser. Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich einfach, sie zaubert mit den Wörtern, man muß aber auch mittendrin zwischen den Zeilen lesen können. Pink Hotel ist nicht eine typische Lieberomanlektüre. Eher eine entwickelnde Liebesgeschichte, mit vielen Problemen und hürden. Trotzdem verstand die Autorin, alles sehr emotional und lebensecht darzustallen. Sie wurde in der Ich-Perspektive aus Sicht von, ich nenne sie mal Namenlos, (man erfährt den Namen im Buch nicht), erzählt. Die Protagonisten selbst kommen für meinen Geschmack ziemlich unsympathisch rüber, sie entwickeln sich zwar im Laufe der Zeit etwas ins positive, ich wurde aber leider nicht mit ihnen warm. Melancholisch und sehr träge ziehen sich die doch nur 355 Seiten dahin, und es kam bei mir leider überhaupt keine positive Energie rüber. Es ist sehr anspruchsvoll zu lesen und man muß sehr viel nach- und mitdenken, da es manchmal sehr verwirrend erzählt wird. Die Zusammenhänge um das Mädchen und das Leben ihrer verstorbenen Mutter scheinen sehr irreführend, am Ende klärt sich aber doch alles auf, auch wenn für die 17 jährige nicht alles so läuft, wie sie es sich wahrscheinlich vorgestellt hat. Es wird auf jedenfall am Ende sehr emotional und traurig. Mein Fall ist „Pink Hotel“ also nicht so, man konnte es einigermaßen gut lesen, aber nochmal käme für mich nicht in Frage. Die Grundidee fand ich trotzdem ziemlich gut, leider gefiel mir diese Umsetzung aber nicht. Für mich war es auch unbegreiflich, wie „Namenlos“ auf der Reise um mehr über ihre Mutter zu erfahren, mit jedem x-Beliebigen ins Bett steigt. Komisch. Mußte das sein? Zum Glück hat aber jeder einen anderen Geschmack und wer weiß, andere Leser werden dieses Buch wahrscheinlich lieben. Cover Das Cover ist schlicht und einfach. Ein pinker Sonnenschirm weist auf den Titel des Buches hin. Ich hätte lieber ein Hotel oder so auf dem Einband gehabt. Die Kapitel wurden ziemlich kurz gehalten, was bei mir sehr positiv ankam. Fazit „Pink Hotel“ war jetzt nicht wirklich so nach meinem Geschmack. Es war mir zu öde und trist. Für Leser welche solche Geschichten mögen, bestimmt empfehlenswert. Es erhält von mir 2 von 5 Sternen.

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  • Pink .

    Pink Hotel
    Piinquin_x3

    Piinquin_x3

    21. June 2013 um 17:30

    Ich bin hin und her gerissen. Einerseits hat mich das Buch nicht angesprochen, andererseits, da wollte ich es nicht weglegen. Die Geschichte hatte mich doch gefesselt, auf ihre eigene Art und Weise. Und ich habe vor das Buch wieder zu lesen, damit es besser in meiner Erinnerung bleibt (:
    Aber ich glaube, der Schluss .. der hatte mir nicht ganz gepasst, weil ich ihn mir anders ausgemalt hatte ...

  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    Linahoney

    Linahoney

    24. January 2013 um 12:44

    Die 17-jährige Protagonistin des Buches ist ohne ihre Mutter Lilli, bei ihrem Vater in London aufwachsen. Als Sie von dem Tod ihrer, für Sie doch sehr fremden, Mutter erfährt, beschließt Sie einfach nach Los Angeles zu deren Trauerfeier zu fliegen. Auf dieser Trauerfeier im Pink Hotel, dass ihrer Mutter gehört hatte, schleicht Sie sich heimlich in ihr Schlafzimmer, holt unter deren Bett einen roten Koffer und bepackt ihn kurzerhand mit lauter Kleidungsstücken, Accessoires und anderen persönlichen Dingen die einmal ihrer mutter gehört hatten. Nur der Ex-Mann von Lilli, der zu diesem Zeitpunkt total betrunken ist, bekommt mit das jemand für Ihn völlig fremdes, sich einfach mit dem Koffer wegschleicht. Doch wegen seiner Betrunkenheit kann er Ihr nicht schnell genug hinterherlaufen. Nun da Sie schon den Koffer hat, der Ihrer Mutter gehörte und die Dinge, die sich darin befinden will Sie mehr über Lilli erfahren und folgt anhand von Fotos und Briefen, der Spur, der Vergangenheit ihrer Mutter durch L.A..... Mein Fazit: "Pink Hotel" verspricht auf seinem Klapptext viel zu viel, kann aber nicht unbedingt viel davon halten. Die Protagonistin erlebt Ihre ganze Geschichte ziemlich emotionslos. Ohne jetzt zu viel zu verraten, aber Sie ist ganz allein in L.A., Sie ist 17, ihre Mutter ist gestorben und Sie muss sich komplett alleine durchschlagen, aber Sie zeigt nie so etwas wie Angst oder Trauer. nicht einmal als Sie ihr Baby verliert. Die Autorin behandelt das Thema vielleicht in 5 Zeilen und dann verschwindet Sie aus dem Krankenhaus und ist schon wieder ganz woanders. Was mich aber am meiste gestört bzw. verwirrt hat, ist dass Sie mit 2 Männern schläft, die Sie anhand von Fotos und Briefen ihrer Mutter aufgesucht hat und mit denen vorher Ihre Mutter zusammen war, auch wenn man später erfährt das David (einer von den besagten Männern), nie mit Lilli geschlafen hat. ich konnte weder besonders viel Sympathie für die Hauptcharaktere oder auch für einen von den anderen Protagonisten empfinden. Wahrscheinlich weil ich die Handlungen nie nachvollziehen konnte. und wie schon gesagt hält dieser Roman nicht besonders viel von menschlichen Gefühlen, die beschrieben werden könnten. Was ich gut an dem Buch fand: Das Ende, für mich nicht vorhersehbar und irgendwie doch noch so, dass ich mich mit dem Buch versöhnen könnte. Es war einfach angemessen bei einer doch so tragischen Geschichte. Man kann diesen Roman aber ziemlich schnell durchlesen, da es nicht sehr anspruchsvoll geschrieben wurde. Meine Bewertung: Weiterempfehlen würde ich es nicht, vielleicht für einen Heißen Sommertag, wo man so sehr mit dem Wetter und schwitzen beschäftigt ist, dass man über einiges hinweg sehen kann oder auch weil die Geschichte im sonnigen und heißen L.A. spielt. Es kann auch ein wenig Kalifornisches Fernweh wecken (war zumindest bei mir so), weil es in München eiskalt ist.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 03:47

    Pink Hotel ist ein poetisches, kraftstrotzendes, beinahe restlos überzeugendes Buch einer Autorin, die schreibt, als hätte sie fünfzig Jahre lang nichts anderes getan und dabei keine dreißig Lenze zählt. Ich wünsche mir noch zahllose und gleichsam überzeugende Bücher von ihr, so dass ich der Liste meiner Lieblingsautorinnen und –autoren einen weiteren Namen hinzufügen kann. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2012/09/review-pink-hotel-buch/

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    walli007

    walli007

    24. December 2012 um 10:00

    Nach so vielen Jahren Nun ist Lily tot und ihre 17jährige Tochter hätte es fast nicht einmal erfahren, weil ihr Vater die Nachricht nicht übermitteln wollte. Doch beim zweiten Anruf ist die junge Frau selbst am Telefon und sie macht sich sofort auf den Weg nach Los Angeles. Zur Beerdigung kommt sie zu spät, aber zu der ausufernden Totenfeier schafft sie es. Wer war überhaupt ihre Mutter? Lily, die erst 14 war als sie Mutter wurde. Die 17 war als sie ihre Tochter verließ, die jetzt 17 ist. Lilys Tochter begibt sich auf die Spuren ihrer Mutter und erlebt dabei einen Sommer des Erwachsenwerdens. Wie im Flug verging die Zeit der Lektüre. Eine Tochter, die keine sein durfte. Selbst der Vater scheint sich zwar zu kümmern, aber mehr nicht. Die Großeltern, die dem Kind hätten Halt geben können, sterben leider früh. Und so beißt sich das Mädchen durch, als Kind prügelt sie sich durchs Leben. Als Jugendliche verlässt sie sich mehr auf ihre Intelligenz. Der Tod der Mutter reißt alte Wunden auf, weckt aber auch die Neugier auf die unbekannte Mutter und so folgt sie deren Spuren, deren Leben. Eine Leitschnur ist dabei der Koffer, den sie während der Totenfeier mitgehen lässt. Nein, geklaut ist das nicht, schließlich hätte ihre Mutter bestimmt gewollt, dass die Tochter etwas von ihr bekommt. Nach und nach erfährt sie ihre Mutter, die wohl keine ideale Mutter gewesen wäre. Dennoch kommt eine gewisse Nähe auf, nicht nur zu der unbekannten Lily, sondern auch Menschen aus deren Umfeld. Ein sehr ansprechender Roman über eine Jugendliche, die es alles andere als leicht hat. Die jedoch nicht zerbricht, sondern vieles zu ertragen vermag, auch wenn das Leben einige Überraschungen bringt, auf die sie hätte verzichten können. Eine britisch - amerikanische Geschichte, die viel Sympathie weckt.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    19angelika63

    19angelika63

    12. December 2012 um 06:47

    Klappentext Sie ist siebzehn und gerade von der Schule geflogen, als zu Hause in London das Telefon klingelt: Ihre Mutter Lily ist tot. Lily, von der sie seit ihrer Kindheit nichts mehr gehört hat. Zwanzig Stunden und eine geklaute Kreditkarte später steht das Mädchen im Schlafzimmer ihrer Mutter, im oberen Stock des Pink Hotels in Venice Beach, Kalifornien. Unten verebben die Ausläufer der exzessiven Party, die Lilys Totenwache gewesen war. Das Mädchen beschließt, ein paar Sachen mitgehen zu lassen, nichts wertvolles, nur ein paar Kleider, Schuhe, ein Päckchen Zigaretten. Sie wirft alles in einen alten roten Koffer, den sie unter dem Bett gefunden, und schleicht sich unerkannt aus dem Hotelzimmer. Doch was sie im Koffer noch findet, ist mehr, als sie zu hoffen wagte: eine Spur in das aufregende Leben ihrer Mutter und zu den Männern, die sie geliebt haben. Aus den geplanten drei Tagen L.A. werden Wochen und Monate – und aus einer Reise in die Vergangenheit der Beginn eines neuen Lebens und einer großen Liebe. Das Buch ist in Ich-Form geschrieben und der Leser erfährt im ganzen Buch nicht, wie die Protagonistin heißt. Abe es passt zur Geschichte und zum Buch. Denn durch die „Namenlosigkeit“, spürt man diesen Selbstzweifel und die Suche der Protagonistin nach ihrem „Ich“, ihren Wurzeln. Lilys Tochter erfährt durch Zufall, dass ihre Mutter einen tödlichen Motorradunfall hatte. In Kalifornien, wo ihre Mutter lebte. Lily hat ihr Kind mit 14 bekommen. Drei Jahre später bricht sie aus dieser Ehe aus und haut ab. In die große weite Welt und lässt ihre Tochter beim Vater. Lilys Tochter hört bis zum Tag der Todesnachricht nichts mehr von ihr. Sofort macht sie sich auf den Weg um etwas aus dem Leben ihrer Mutter zu erfahren. Aber es wird auch eine Reise ihres Lebens. Eine Reise des Suchens, des Findens und der Erkenntnis. Es ist ein sehr eigener Roman, der irgendwie unter die Haut geht, aber auch traurig macht. Da ist ein junges Mädchen, das ohne Mutter aufwächst. Erst nach dem Tod muss sie erfahren was für ein Leben ihre Mutter führte. Ein Buch, das aufzeigt, wie sich Menschen fühlen müssen, die nur eine Hälfte ihrer Wurzeln kennen.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    29. September 2012 um 11:32

    Inhalt: Sie ist 17, als sie durch einen Telefonanruf erfährt, dass ihre Mutter Lily bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Ihre Mutter, die sie vor 14 Jahren verlassen und von der sie seitdem nichts mehr gehört hat. So macht sie sich spontan auf den Weg nach Los Angeles. Als sie im Pink Hotel, dem Zuhause ihrer Mutter ankommt, ist Lily´s Totenwache, eine Party welche von Alkohol und Drogen dominiert wird, noch im vollen Gange. Sie schleicht sich heimlich in Lilys private Räume und verspürt immer deutlicher den Wunsch, ihre Mutter doch noch kennen zu lernen. So packt sie einige von Lilys Habseligkeiten, (ein paar Kleider, billigen Schmuck und Zigaretten) in einen unterm Bett liegenden roten Koffer und verschwindet damit. Als sie sich den Koffer später etwas genauer ansieht, findet sie alte Briefe und Fotos aus Lilys Leben. Diese Erinnerungen geben ihr die Möglichkeit mehr von ihrer Mutter zu erfahren. So folgt sich nach und nach den Hinweisen und kommt dabei nicht nur Lily, sondern auch sich selbst Stück für Stück näher und stößt dabei völlig unerwartet auf ein Geheimnis und die große Liebe. Meinung: "Pink Hotel" erzählt eine Geschichte aus dem Leben. Aus einem Leben im dunklen Schatten des glamourösen Los Angeles. Ein schwieriges Leben mit komplizierten Familienverhältnissen, Drogen, Alkohol und sonstigen Problemen, aber in dem man auch zu sich selbst und zur Liebe finden kann. Die Charaktere sind mir zwar nicht unbedingt sympathisch, aber dennoch authentisch und tiefgründig dargestellt. So erfährt man vieles von der namenlosen 17-jährigen Hauptprotagonistin. Sie hatte kein leichtes Leben, war ein ungewolltes Kind, welches ihre Mutter als 14-jährige bekommen hat. Nachdem die Mutter die Familie verlassen hat, kann sie weder zu ihrem Vater, noch zu sonstigen Familienangehörigen ein gutes oder liebevolles Verhältnis aufbauen. Sie hat Probleme sich selbst wahrzunehmen und bevorzugt deshalb Schmerzen. Als sie nach L.A. kommt und sich dort auf die Suche nach den Spuren ihrer Mutter macht, ist sie mutig, doch auch etwas naiv. Jedoch findet sie im Verlauf der Handlung mehr zu sich selbst. Sie entwickelt sich von einem unscheinbaren, von anderen kaum wahrgenommenen Wesen zu einer Frau, die weiß was sie will und dafür auch kämpft und verzeiht. Auch David ist zumindest ein interessanter Charakter. Er war früher ein berühmter Fotograf und Lily ein Model, das er fotografiert hat. Die Frage, was ihn sonst noch mit Lily verbindet ist im ganzen Buch unterschwellig vorhanden und wird erst gegen Ende der Geschichte beantwortet. Ich hätte gerne noch etwas mehr über ihn erfahren. Die Autorin schreibt sehr wortgewandt, wodurch der Schreibstil teilweise durchaus positiv hervorsticht. Auch der Aufbau der Geschichte wirkt durch die kurzen Erzählungen aus der Vergangenheit gut nachvollziehbar. Doch leider konnte mich der Roman trotz allem nicht in seinen Bann ziehen. Für mich plätschert die Geschichte so dahin, ohne dass sie mich gefangen nehmen kann oder dass sich ausreichend Spannung aufbaut. Trotz der authentischen Charaktere fehlt mir der Bezug zu ihnen. Teilweise sind mir die sehr ausführlichen und detailreichen Beschreibungen von Nebensächlichkeiten oder Alltagssituationen etwas zu langatmig. Die Liebesgeschichte selbst ist einfach beschrieben. Sie ist nicht romantisch oder gar kitschig, eher unterschwellig präsent. Sie entwickelt sich ungeahnt aus einer Affäre zwischen zwei ziemlich verschiedenen Menschen und ist mir persönlich etwas zu unscheinbar um „Pink Hotel“ als einen Liebesroman zu sehen. Das Ende konnte mich durchaus noch einmal positiv überraschen und bringt die Geschichte zu einem passenden Schluss. Fazit: Auch wenn ich persönlich dem Buch leider eher wenig abgewinnen kann, sehe ich doch seine positiven Seiten und das Talent der Autorin. Ich denke, dass es für Menschen, die eher nüchterne und lebenswirkliche Erzählungen bevorzugen durchaus lesenswert und etwas Besonderes ist. Doch mich konnte es nicht in seinen Bann ziehen, weshalb ich nicht mehr als 2 von 5 Buchherzen vergeben kann.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    03. September 2012 um 21:37

    Sie ist siebzehn und gerade von der Schule geflogen, als zu Hause in London das Telefon klingelt. Die Nachricht: Ihr Mutte Lily ist tot. Lily, von der sie seit ihrer frühesten Kindheit nichts mehr gehört hat und trotzdem den Wunsch verspürt sie auf irgendeine Art kennenzulernen. Zwanzig Stunden und eine geklaute Kreditkarte später ist sie in Venice Beach, Kalifornien. Im obersten Stock des Pink Hotels, im Schlafzimmer ihrer verstorbenen Mutter. Das Mädchen beschließt, ein paar Sachen mitgehen zu lassen. Nichts großartiges, ein paar Kleider, Schmuck und Zigaretten. Sie verstaut alles in einem alten roten Koffer und macht sich auf den Weg. Doch später muss sie feststellen, dass sie noch mehr in dem roten Koffer findet, als sie je gedacht hätte. Eine Spur in das aufregende Leben ihrer Mutter und zu den Männern, die sie geliebt haben. Aus den geplanten drei Tagen in L.A. werden Wochen und aus einer Reise in die Vergangenheit auch der Beginn eines neuen Lebens und einer großen Liebe. "Ein berührender Liebesroman - unter der Sonne Kaliforniens und im glitzernden Nachtleben von L.A." steht auf dem Klappentext zu lesen. Und in der Tat ist "Pink Hotel" ein wunderschönes, ausdrucksstarkes Buch einer Debütautorin aus England. Die Protagonistin, die in diesem Buch keinen Namen trägt, erfährt per Telefon vom Tod ihrer Mutter in L.A. Sie kannte ihre Mutter eigentlich nur aus Erzählungen, da sie bereits in frühester Kindheit von ihr verlassen wurde und alleine mit dem Vater in England aufwuchs. Ganz spontan packt sie die Koffer und fliegt, weil sie sich verabschieden will und weil sie wissen will mit welchen Menschen ihre Mutter zuletzt gelebt hat. Auf der Totenwache klaut sie ein paar Klamotten, Schuhe und die Zigaretten ihrer Mutter und lernt David kennen, einen jungen Mann der sie sofort fasziniert und von dem sie sich angezogen fühlt. Die beiden beginnen so was wie eine Affäre, bis sie sich am Ende sogar verlieben. Doch David verbirgt auch ein Geheimnis und dann ist er plötzlich verschwunden... Dieses Buch erzählt nicht nur von der Liebe, sondern auch von loslassen und verzeihen können. Obwohl der Leser nicht mal den Namen der Protagonistin kennt, lernt man sie Stück für Stück immer besser kennen und fühlt sich in sie hinein. Die Schreibweise der Autorin tut hier ihr übriges, weil Stothard die Kunst des Schreibens beherrscht. In der Ich-Perspektive verfasst, liest es sich flüssig und klar und von Beginn kann man der Handlung folgen und macht sich Gedanken um David und das Mädchen. Die Charaktere sind anschaulich und tiefgründig dargestellt, besonders David und das Mädchen haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen. Der Vater des Mädchens wiederum zeigt ganz deutlich die Abneigung gegen die Mutter und die Tatsache, dass das Mädchen mehr aus der Vergangenheit wissen will. Das Ende hat mich überrascht, birgt es doch ein Geheimnis das ich so nie vermutet hätte. Dennoch ist es passend zur Handlung gewählt. Dieses Buch hat mir deshalb auch gut gefallen und ist für Leser der Gegenwartsliteratur durchaus zu empfehlen. Fazit: Eine neue Stimme aus England die es durchaus verdient beachtet zu werden. Anna Stothard legt mit ihrem Debütroman "Pink Hotel" ein ausdruckstarkes Werk vor, das für Leser der Gegenwartsliteratur sehr empfehlenswert ist.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    cosima73

    cosima73

    31. August 2012 um 12:59

    "Sie war siebzehn, als sie verschwand, drei jahre nach meiner Geburt. [...] Als ich von ihrem Tod erfuhr, kam sie mir das erste Mal halbwegs real vor." Eine junge Frau erfährt mit 17 Jahren, dass ihre Mutter Lily, die vor 14 Jahren abgehauen ist, gestorben ist. Aufgewachsen beim Vater, der sich kaum um sie gekümmert hat, suchte sie Zuflucht im Schmerz und in Prügeleien, welche ihr berechenbarer vorkamen als Gefühle, welche sie nie wirklich kennen lernte. Das eigene Leben steckt in einer Sackgasse, nachdem sie von der Schule geflogen ist. Mit der geklauten Kreditkarte macht sich die junge Frau auf den Weg nach Los Angeles und will da mehr über ihre Mutter erfahren. Im pinken Hotel ihrer Mutter stösst sie auf deren Totenwache, eine Party mit Menschen, welche durch Alkohol und Drogen mehr oder weniger weggetreten sind. Um ein Andenken an ihre Mutter zu haben, klaut sie deren roten Koffer und verlässt die Totenwache, wird dabei allerdings gesehen und später deswegen verfolgt. Eine Reise in die eigene Vergangenheit beginnt. Die junge Frau sucht die Menschen auf, welche ihre Mutter gekannt haben und kommt ihr so durch die Erzählungen näher. Und jedes Mosaiksteinchen hin zum Bild der Mutter bringt sie auch näher zu sich selber. Auf ihrer Suche nach der Mutter und sich selber trifft sie auch auf die Liebe. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie ein Gefühl wie dieses. Doch noch immer traut sie ihm nicht, braucht den Schmerz, sucht ihn. "Ich liebte ihn. Meine Haut sehnte sich danach, dass er mir weh tat, doch ich bat ihn nicht darum. Mir war zwar bewusst, dass ich beim war, ihn küsste, ihn berührte, doch manchmal wollte ich für unsere Verbindung und für meine physische Existenz stärkere Beweise haben. Ich existierte mehr, wenn er mich berührte. Doch ich war auf Schmerzen aus. Ich wollte den beweis, den Schmerz, die rauschhafte Gewissheit haben, mit einem anderen Menschen verbunden zu sein." Eines Tages ist der Mann, den sie liebt, weg und ihre Suche nach der Mutter geht weiter. Die Antworten, welche sie auf ihre Fragen kriegt, bringen eine schreckliche Wahrheit ans Licht. "Ich glaube, es ist wirklich sehr schwierig, sich mit der Wahrheit auszukennen. Die Wahrheit zu sagen, ist genauso schwierig wie sie in einem anderen Menschen zu erkennen." Die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selber. Über einige Unstimmigkeiten und sprachliche Fehler schaut man gerne hinweg. Man findet sich im Sog dieser Suche der Tochter, welche die nie gekannte Mutter kennen lernen will, um so auch mehr über sich zu erfahren. Man sieht auf diesem Weg, wie zwei völlig unterschiedliche Wesen immer ähnlicher werden. Die junge Frau, die durch die ganze Geschichte hindurch namenlos bleibt, entwickelt sich von einem unscheinbaren Wesen, das von andern übersehen und nicht wahrgenommen wird, hin zu einer Frau, die ihren Weg für sich findet. Als Leser kann man teilhaben an ihrem reichen und nachdenklichen Innenleben, sieht ihre Kreativität, ihre Intelligenz aber auch ihre Sensibilität, Verletzlichkeit und Verletztheit. Manchmal möchte man sie in den Arm nehmen und beschützen, manchmal bangt man um sie. Eine Figur, die mit viel Liebe gezeichnet ist und die einem ans Herz wächst, auch wenn sie nicht immer nachvollziehbar handelt. Vielleicht auch gerade darum. Fazit: Ein Buch, das einen in eine kaputte Welt voller Schmerz, Drogen und Sumpf entführt, dabei aber nie moralisierend, abstossend oder platt wirkt. Die Geschichte packt einen und lässt einen nicht mehr los. Absolut lesenswert.

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  • Rezension zu "Pink Hotel" von Anna Stothard

    Pink Hotel
    Aygen

    Aygen

    28. August 2012 um 07:56

    Inhalt: Ein 17 jähriges Mädchen reist mit der geklauten Kreditkarte ihres Vaters von London nach Los Angeles, nachdem sie erfährt, dass ihr leibliche Mutter Lily bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Sie hatte nie Kontakt zu ihrer Mutter, weiß nichts über sie und möchte nach ihrem Tod endlich erfahren, wer sie war und wie sie gelebt hat. Ob jemand wusste, dass sie eine Tochter hatte und ob sie Hinweise findet, warum sie zurückgelassen wurde. In L.A. angekommen, begeht sie zum ersten Mal den letzten Wohnort von Lily. Ein heruntergekommenes Hotel namens "Pink Hotel" in Venice Beach, Kalifornien. Sie steht in ihrem Schlafzimmer, im Schlafzimmer einer für sie fremden Frau. Betrachtet Bilder, Kleider, Schmuck. Sie findet unter dem Bett einen roten Koffer, den sie mit ein paar Kleidern, dem Schmuck, Kosmetik und Zigaretten befüllt und kurzerhand mitnimmt. Zu diesem Zeitpunkt, weiß Sie noch nicht, dass dieser Koffer in einer Seitentasche alte Fotos und Liebesbriefe beinhaltet, welche ihr helfen werden, ihre Mutter endlich kennenzulernen. Auf dem Weg zu ihrem Hostel ruht sie sich ein wenig an der Strandpromenade aus und trifft auf einen großen, betrunkenen Mann, den sie Minuten vorher bereits im Hotel beobachtet hat. Sie ahnt noch nicht, das es nicht die letzte Begegnung mit diesem Fremden names David sein wird. Neugier ist die erste Stufe zur Hölle Seite 231 Handlung/Charaktere: Die Protagonistin ein 17 jähriges Mädchen ist anfänglich noch unbekannt und namenlos. Dies widerrum ist passend, denn das Mädchen weiß nicht wirklich wohin sie gehört und ist auf der Reise zu sich selbst, indem sie versucht herauszufinden ob sie vielleicht wie ihre Mutter ist. Sie glaubt sogar unsichtbar zu sein für ihre Umwelt und erklärt dies anhand von Vorfällen in ihrer Vergangenheit. Der Wunsch wahrgenommen zu werden wird fortlaufend immer deutlicher. Auch der Aufbau der Geschichte ermöglicht dem Leser einen schnellen Einstieg in die Handlung und wird durch immer wieder kurze Erzählungen aus der Vergangenheit der Protagonistin und den Briefen, die einst ihre Mutter von ihrem letzten Mann erhielt, verständlich gemacht. Der Sprachstil der Autorin ist passend zur anfänglichen Verwirrtheit der Protagonistin gewählt. Die Darstellung ihres Charakters ist nicht nur jugendlich wild sondern auch für ihr Alter melancholisch, reif und sogar wenn man ihren Lebenslauf betrachtet, durchtrieben und berechnend. Anna Stothard lässt den Leser an der Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin so wortgewand teilnehmen, wie man selten gelesen hat. Ihre Wortwahl, die Umschreibung einfacher Dinge und Situationen sind so präzise als würde man selber diese Gedanken führen. Ich schlief nicht gern mit jemand anderem im selben Bett, schon gar nicht in dessen Armen. Allein der Gedanke daran, bei so viel Nähe einzuschlafen, ließ mich so bewusst auf meinen Atem achten, dass Einatmen ähnlich kompliziert wurde, wie einen Schlagzeugrhythmus zu halten. Seite 85 Eine ganz wichtige Rolle neben der Protagonistin nimmt der Fremde David im Verlauf der Geschichte ein. Sein handeln, seine Lebensart alles passt zusammen. Anna Stothard schafft nicht nur die Suche eines Mädchen nach ihrer Identität sondern lässt sie auch ihre erste Liebe erleben. Von Anfang bis Ende ist man mitten in dieser Liebesgeschichte, die sich neben der Reise in die Vergangenheit der Mutter entwickelt. Zeitweise kindlich naiv und doch phasenweise prickelnd erotisch und etwas verrucht. Die Entwicklung dieses Romans überrascht einen zum Ende hin sehr. Denn obwohl man stets an der Seite der Protagonistin diese Reise erlebt, ist bis zum letzten Viertel der Ausgang nicht vorhersehbar. Meine persönliche Meinung: Pink Hotel von Anna Stothard hat mich mehr als positiv überrascht. Ich hatte im Magazin des Diogenes Verlag ein Interview mit der jungen Autorin gelesen, wo sie auch den Hintergrund ihrer Idee für diesen Roman beschreibt. Obwohl ich von dem Interview begeistert war, konnte ich mir nicht vorstellen, das ihr Schreibstil und der Aufbau der Geschichte wirklich so herausragend sein würden. Im Nachhinein kann ich sagen, es ist ein wunderbares Buch, das Ausschnitte über Anna Stothards eigenes Leben in L.A. wiedergibt. Über ein L.A., dass wir so nicht kennen. Weit weg vom schillernden Hollywood. Ihre Schreibweise hat mir sehr gefallen. Detailgetreue Umgebungsbeschreibungen und auch wie sie teilweise Alltagssituationen und Bilder, die wir selber oft im Kopf haben, in Worte fassen kann, hat mich fasziniert. Viele Absätze im Buch, die das Gefühlsleben der Protagonistin beschreiben, habe ich mehrmals gelesen um sie mir einzuprägen, weil ich von ihrer Wortwahl und der ausführlichen Beschreibung begeistert war. Es ist noch zu sagen, dass es kein Buch ist, das man einfach und locker lesen kann. Es ist tiefgründig, an manchen Stellen melancholisch und trotz einiger Passagen, die durchaus lustig sind bleibt der ernsthafte und emotionale Hintergrund der Geschichte stehts erhalten. Ein Roman über das Suchen und Finden der eigenen Persönlichkeit auf einer Reise durch ein fremdes Land mit dem Wunsch nach endlich "Ankommen" zu dürfen.

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