Vier Tage in Kabul

von Anna Tell 
4,2 Sterne bei82 Bewertungen
Vier Tage in Kabul
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Positiv (65):
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Ein spannender Thriller, bis zum Ende kann man rätseln und mitfiebern.

Kritisch (2):
W

Thriller mit wenig Thriller!

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Inhaltsangabe zu "Vier Tage in Kabul"

Zwei schwedische Diplomaten werden vermisst – vermutlich wurden sie entführt. Ein Einsatz für Amanda Lund, die Unterhändlerin.
Die schwedische Kriminalkommissarin Amanda Lund ist für ein Jahr in Afghanistan stationiert, sie bildet lokale Sicherheitskräfte aus. Gerade erst hat die 35-Jährige einen Angriff der Taliban überlebt, da erhält sie einen neuen heiklen Auftrag: In Kabul ist ein schwedisches Diplomatenpaar verschwunden. Die Botschaft geht von einer Entführung aus. Amanda ist Verhandlungsspezialistin, sie soll in dem Fall vermitteln. Jede Stunde zählt.
In Stockholm bei der Reichskriminalpolizei koordiniert Bill Ekman Amandas Einsatz. Die Sache muss unter Verschluss bleiben, nur ein kleiner Kreis ist eingeweiht. Gleichzeitig untersucht Bill den Mord an einem jungen Mann. Ein Regierungsmitarbeiter, wie sich herausstellt.
Obwohl Tausende Kilometer voneinander entfernt, verdichten sich die Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen. Die Spuren führen in höchste Kreise.
Der packende Thriller einer Insiderin: Autorin Anna Tell ist Kriminalkommissarin und Unterhändlerin.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499273841
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    kleincaro89vor 2 Tagen
    Ein heikles Thema

    Anna Tell erzählt die Geschichte von Amanda, einer Schwedin, die in Afghanistan stationiert ist. In der Regel bildet sie die dortigen Streitkräfte aus, doch ihr neuer Auftrag befasst sich mit dem heiklen Thema der Befreiung zweier in Afghanistan entführten schwedischen Diplomaten. Schnell merkt sie, dass mehr hinter allen ersten Vermutungen steckt und dass der Schein trügt. Parallel zu Amanda ist ihr Chef Bill in Schweden im Einsatz, um einen Mord aufzuklären. Nicht lange muss er forschen, um eine Verbindung zu Amandas Fall in Afghanistan aufzudecken. 

    Anna Tell hat Erfahrung auf dem Gebiet des Auslandseinsatzes. Authentisch schafft sie es, dem Leser ein Bild von der Lage und den Zuständen vor Ort zu vermitteln. Mit dem starken und eigensinnigen Charakter der Amanda zeigt sie, dass auch Frauen eine Chance im Militär und auch in fremden Ländern haben. 

    Doch gerade dieser Charakter bindet den Leser an das Buch, kann sich der Leser dadurch umso mehr in die Geschichte hineinfühlen. Es hat Spaß gemacht, neben Amanda zu stehen, ihre Sichtweise zu verfolgen und zusammen mit ihr und Bill zu Lösung der Fälle zu kommen.

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    S
    striesenervor 6 Tagen
    Einsatz in Afghanistan

    Amanda Lund, eine schwedische Kriminalkommissarin, bildet in Afghanistan einheimische Sicherheitskräfte aus. Als zwei Mitglieder der schwedischen Botschaft in Kabul verschwinden, reist sie in die afghanische Hauptstadt und beginnt ihre Ermittlungen. Ihr Vorgesetzter Bill Ekman untersucht derweil in Stockholm den Mord an einem Regierungsmitarbeiter. Hängen die beiden Fälle 
    zusammen ?

    Das große Plus des Romans von Anna Tell ist die Authentizität der Geschichte. Hier kommt der Autorin ihre Polizei- und Militärerfahrung sicher zugute. Insbesondere die Handlung in Afghanistan ist (soweit ich das als Laie beurteilen kann) sehr realistisch dargestellt. Das Buch ist zudem spannend und das Ende schlüssig. der Debütroman der Autorin hat mich gut und kurzweilig unterhalten. Daher von mir 4 Punkte.
           

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    minoris avatar
    minorivor 6 Tagen
    Sehr gut!

    Die schwedische Polizistin und Unterhändlerin Amanda Lund bildet Sicherheitskräfte in Afghanistan aus, zwei Diplomaten werden vermisst. Wahrscheinlich wurden die beiden entführt. Amanda soll sie finden, lebend und zurückholen, auch lebend. Wird ihr das gelingen? Und was haben die Ereignisse in Afghanistan mit dem Mord in einem Stockholmer Park zutun?
    Die Autorin Anna Tell webt in dem Thriller ein undurchsichtiges Netz, führt den Leser auf falsche Fährten und schreibt einfach meisterlich. Da die Autorin selbst Polizistin und Unterhändlerin ist, scheint sie zu wissen, was sie schreibt – und der Leser erhält einen durchdachten Spannungsbogen und authentische Handlungen.
    Sehr gut hat mir auch gefallen, dass eine Frau in Afghanistan stark ist und ideenreich ihre Mission verfolgt. Auch dass exzessive Gewaltszenen nicht beschrieben werden, ist mir positiv aufgefallen.
    Die Protagonisten sind gut gezeichnet, auch mit der nötigen Tiefe ausgestattet. Und vor allem sehr realistisch und sympathisch. Die privaten Sequenzen sind angenehm kurz und sehr kurzweilig.
    „Vier Tage in Kabul“ hat mir gut gefallen, und somit gibt es eine klare Leseempfehlung.

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    L
    Lealein1906vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Es hätte manchmal noch einen Tick gruseliger sein können.
    Schwedischer Krimi in Afghanistan

    Ich mag viele schwedische Krimis, vor allem weil ich auch das Land an sich mag, aber dass das nun mit Afghanistan verknüpft wird, hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es hätte manchmal noch einen Tick gruseliger sein können, deswegen gebe ich vier Sterne.
    Amanda bildet in Afghanistan Sicherheitskräfte aus, als aber dann ein schwedisches Beamtenpaar verschwindet, muss sie sich darauf konzentrieren. Zeitgleich wird ihr Vorgesetzter Bill in Schweden durch die Regierung mitreingezogen, alles top secret darüber darf selbst Amanda kaum etwas wissen, obwohl sie die Arbeit macht. Und da taucht auch noch ein Toter auf, der womöglich etwas mit der Sache zu tun hat.
    Spannend ist das Buch wirklich von Anfang an, auch wenn ich mir noch den ein oder anderen Gänsehautmoment gewünscht hätte.
    Die Perspektiven wechseln oft, sodass es nie langweilig wird. Am Schreibstil gibt es nun wirklich nichts auszusetzen.
    Nachdem man das Buch gelesen hat, kann man kaum glauben, dass es tatsächlich nur vier Tage gewesen sind, die beschrieben wurden. Es ist so viel passiert, sodass ich selbst das Ebook dazu verschlungen habe, obwohl es mir da meist viel schwerer fällt dranzubleiben. Dafür gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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    Botte05s avatar
    Botte05vor 9 Tagen
    Kurzmeinung: „Vier Tage in Kabul“ ist ein solider Thriller. Anna Tell gelingt es, mich an das Buch zu fesseln. Mehr muss ein Thriller nicht können...
    Wettlauf, nicht nur gegen die Zeit

    Amanda Lund, Kriminalkommissarin und Unterhändlerin der schwedischen Polizei, bildet derzeit Sicherheitskräfte in Afghanistan aus. Zwei schwedische Diplomaten werden vermisst, sie wurden mutmaßlich entführt, so dass Lund von ihrem derzeitigen Einsatz abgezogen und nach Kabul beordert wird, um zwischen den Parteien zu vermitteln.

    Parallel wird in einem Park in Stockholm ein ermordeter Regierungsmitarbeiter aufgefunden. Amandas Koordinator Bill Ekman ermittelt in diesem Fall.

     

    Je tiefer die jeweiligen Ermittlungen greifen, umso undurchsichtiger scheinen die Hintergründe zu sein und auch die Ausmaße der Entführung einerseits, des Mordes andererseits werden unübersichtlich und lassen eine Beteiligung aus höheren Kreisen vermuten. Auch ein Zusammenhang beider Ereignisse lässt sich nicht verleugnen. Amanda tritt in einen Wettstreit gegen die Zeit und einen unsichtbaren, mächtigen Gegner, da ihr oberstes Ziel die Befreiung der lebenden Geiseln darstellt. Was in einer politisch brisanten Atmosphäre Afghanistans und als Frau Flexibilität und Ideenreichtum erfordert.

     

    Anna Tell schmeißt den Leser unmittelbar in eine Kampfhandlung mitten in Afghanistan und setzt die Messlatte für Spannung in diesem Thriller somit direkt sehr hoch an. „Vier Tage in Kabul“ habe ich in drei Lese-Abschnitten durchgelesen. Das Buch hat mich die ganze Zeit gut unterhalten. Der Plot wurde m. E. gut mit Leben gefüllt und auch die Protagonisten habe ich gerne begleitet und kennengelernt. Die Kampfhandlungen kommen ohne überbordende Gewalt aus und die Autorin verfolgt konsequent die Storyline. Ich erfahre auch Privates über die Darsteller, was jedoch angenehm kurz und angemessen stattfindet. Die Hochspannung der Eingangssequenz hat sich jedoch im Laufe des Weiterlesens für mich nicht in dieser Weise wiederholt, was mein Lesevergnügen keinesfalls geschmälert hat.

     

    „Vier Tage in Kabul“ ist für mich ein solider Thriller. Anna Tell gelingt es, mich an das Buch zu fesseln. Mehr muss ein Thriller für mich nicht „können“…



    Anna Tell, Vier Tage in Kabul, broschiert, Thriller, rowohlt Polaris Verlag, 14,99 €, 368 Seiten, Erscheinungstermin 21.08.2018 

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    Summerdances avatar
    Summerdancevor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Zwar mehr Krimi als Thriller, dennoch ein überzeugendes Debüt
    Gelungen

    Der Debütroman von Anna Tell konnte mich überzeugend, auch wenn für Teil 2 noch Luft nach oben ist. 

    Hauptdarsteller sind die Unterhändlerin Amanda, die in Afghanistan stationiert ist und ihr Vorgesetzter Bill, der in Stockholm die Sondereinheit leitet. Amanda wird nach Kabul gerufen, wo zwei Diplomaten verschwunden sind. Schnell findet sie eine Verbindung nach Schweden, die in politische Kreise führt. So ermittelt Amanda vor Ort und Bill geht den Spuren in Schweden nach. Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus der Sicht von Amanda und Bill, beide Charaktere im übrigen sehr sympatisch und interessant. 

    Sowohl Story als auch Erzählstil konnten mich überzeugen. Das Buch ist sehr einfach zu lesen, die Autorin schreibt flüssig. Man sollte jedoch nicht mit der Erwartungen einen Politthriller á la Follett oder Schätzing zu lesen an das Buch herangehen. Obwohl es einige Überraschungen gab, fehlten für mich die Wendungen und Komplexität, die aus einem Krimi einen Thriller machen. Für mich war das kein Problem, ich lese beide Genres gerne.

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    Sigismunds avatar
    Sigismundvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Ungewöhnlich, spannend, interessant!
    Ungewöhnlich, spannend, interessant!

    Ein erstaunlicher und wirklich packender Politkrimi ist der schwedischen Autorin Anna Tell mit ihrem Romandebüt „Vier Tage in Kabul“ gelungen, der im August bei Rowohlt als erster Band der Reihe „Die Unterhändlerin“ erschien. Die Handlung mag ja fiktiv sein, aber sie wirkt ungemein real. Anna Tell weiß ja auch, worüber sie schreibt: Als hauptberufliche Politologin und Kriminalkommissarin war sie selbst 20 Jahre lang als Polizei- und Militärberaterin sowie Unterhändlerin im In- und Ausland im Einsatz.
    Um einen solchen Einsatz als ISAF-Ausbilderin und Unterhändlerin bei der militärisch ausgerüsteten Polizei Afghanistans geht es in Anna Tells Krimidebüt: Zwei schwedische Diplomaten wurden in Kabul entführt, eine Lösegeldforderung liegt vor. Verhandlungsspezialistin Amanda Lund, gerade in Afghanistan zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte stationiert, erhält aus Stockholm den Auftrag, in diesem Fall mit den Entführern zu verhandeln und die Geiseln frei zu bekommen. Wegen des heiklen politischen Verhältnisses zwischen Schweden und Afghanistan darf dieser Fall nicht öffentlich werden. Bei der Stockholmer Reichskriminalpolizei leitet Bill Ekman diesen Einsatz, der gleichzeitig den Mord an einem jungen Diplomaten untersucht, der erst kürzlich aus Kabul zurückkam. Hinweise deuten auf einen Zusammenhang beider Fälle. Das schwedische Außenministerium ist in höchster Aufregung, da der Staatsbesuch des afghanischen Präsidenten kurz bevorsteht, weshalb sich der Staatssekretär in die Ermittlungsarbeit einmischt.
    Wer in „Vier Tage in Kabul“ einen aktionsreichen Kriegsroman mit einer „schießwütigen“ Superheldin à la Lara Croft erwartet, liegt falsch: Amanda Lund gibt auf knapp 390 Seiten keinen einzigen Schuss ab! Autorin Anna Tell kennt die Gefahr solcher Einsätze in Kriegsgebieten, aber auch die Nüchternheit ihres Berufes, eingebunden in hierarchische Abhängigkeiten. Ihr Roman ist vielleicht deshalb recht realistisch und in der Sprache auffallend nüchtern. Ihre Figuren sind keineswegs Superhelden, sondern normale Menschen mit ganz normalen Problemen: Amanda spürt während ihres Einsatzes die ersten Anzeigen einer Schwangerschaft, geschwängert von einem verheirateten Mann. Ihr Chef Bill Ekman gefährdet seine Ehe, da er, wie seine Frau es ihm vorwirft, mit seinem Beruf verheiratet ist. Der schwedische Botschafter in Kabul muss seine Homosexualität verheimlichen.
    „Vier Tage in Kabul“ ist sicher kein literarisches Meisterwerk, das einen Buchpreis verdient hätte, aber im besten Sinn gute und spannende Unterhaltung, dazu noch interessant, ist doch Afghanistan nicht gerade ein typischer Schauplatz für europäische Thriller. Wir lernen – zumindest ansatzweise – dieses Land in seiner desaströsen politischen Zerrissenheit kennen, wir begegnen dem täglichen Terror auf der Straße. Europäer halten sich bevorzugt in sicheren Häusern und Hotels auf, fahren in gepanzerten Limousinen – wie auch der schwedische Botschafter, der bald in einem dieser Hotels ermordet wird.
    Natürlich gelingt es der kampferprobten Polizistin Amanda Lund am vierten Tag, die beiden Geiseln lebend zu befreien. Dies zu schreiben, ist kein Geheimnisverrat. Auch die Identität des Mörders ist keine Überraschung. Doch beides zu wissen oder zu vermuten macht den Krimi nicht weniger spannend. Denn im Kern geht es um andere Themen: Da ist der Gegensatz zwischen der modernen und gleichberechtigten schwedischen Frau und den afghanischen Polizisten, deren Kommandanten sie Befehle erteilen darf. Oder die politisch gewollte Zusammenarbeit zwischen afghanischen und schwedischen Einheiten, die von afghanischer Seite auch gern sabotiert wird. Oder die Widersprüche zwischen aufklärender Polizeiarbeit und der politisch begründeten Verschleierungstaktik von Regierungsstellen. „Man muss der Gerechtigkeit zu ihrem Recht verhelfen“, lässt sich die Unterhändlerin und Polizistin Amanda Lund allerdings in ihrer Arbeit nicht ablenken. Schon jetzt dürfen wir uns auf ein zweites Abenteuer mit der schwedischen Unterhändlerin freuen: „Fünf Nächte im Kosovo“ ist für März 2019 angekündigt.

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    Neuneuneugierigs avatar
    Neuneuneugierigvor 13 Tagen
    Sehr realistisch

    ... zumindest erschien es mir sehr realistisch. Ja, es wird ja auch als solches beworben, doch hat das ja nicht immer etwas zu bedeuten. 

    Man gelangt schnell in den Lesefluss, es packt einen und man will verstehen, wie das Ganze zusammenhängt. Auch wenn der gute Botschafter einem das Glauben manchmal schwer macht, passt alles am Ende viel zu gut, um sich noch groß zu wundern. Es vergeht kam eine Minute in der nichts passiert. Die Charaktere werden ohne sich groß damit aufzuhalten, gezeichnet. 
    Am Ende hatte ich weniger das Gefühl ein Buch verschlungen zu haben, anstatt einen Bericht oder Film darüber gesehen zu haben.

    Von mir gibt es eine glatte Weiterempfehlung und über einen Folgeband würde ich mich, genau wie über eine Verfilmung sehr freuen!  

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Dieser Thriller von Anna Tell ist gewagt, brisant und könnte nicht aktueller sein. Wer ist hier Freund und wer genau der Feind?
    Freund oder Feind?

    Amanda Lund gehört zu einem schwedischen Ermittlerteam und agiert bei Geiselnahmen als Verhandlungsführerin. Derzeit ist sie in Kabul, Afghanistan stationiert und bildet dort einheimische Truppen aus. Mehr als einmal gerät sie unter feindlichen Beschuss.

    Als zwei Mitarbeiter der schwedischen Botschaft entführt werden, wird Amanda mit den Ermittlungen vor Ort beauftragt. Das erste Treffen mit dem dortigen Botschafter Sven läuft nicht gerade wie geplant. Der aalglatte Botschafter verschweigt etwas und die Uhr tickt.

    In Stockholm wird kurz vor Morgengrauen eine Leiche eines jungen Mannes gefunden. Der Fall landet dank eines unfähigen Polizisten auf dem Schreibtisch von Bill, Amandas Einsatzleiter. Dieser entdeckt sogleich, dass der Tote frisch aus Kabul zurück ist.

    Was hat der tote Diplomat in Stockholm mit den vermissten Mitarbeitern der Botschaft in Afghanistan zu tun? Amanda greift vor Ort vor und hält ein brisantes Fax in den Händen, was so einiges erklärt. Jetzt kann die Jagd endlich beginnen, doch weder in Afghanistan, noch in Stockholm spielen alle Beteiligten mit offenen Karten.

    Für die Politik steht zu viel auf dem Spiel um den Ermittlern im In- und Ausland freie Hand zu geben, doch Afghanistan ist weit weg und Amanda hat bereits Fahrt aufgenommen.

    Dieser Thriller von Anna Tell ist gewagt, brisant und könnte nicht aktueller sein. Die Ermittlungen in einem Land, welches seit Jahren unter den Kriegswirren, der Religion, dem florierenden Drogenhandel und der Armut leidet, stellen alle Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe: Wer ist Freund und wer ist hier eigentlich der Feind?

    In Amanda Lund sehen wir eine moderne schwedische Frau. Gut ausgebildet in einer Männerwelt nähert sie sich konsequent ihrem Ziel und legt somit ein wenig Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan.

    Der Wiederaufbau und die Stabilisierung dieses Landes können also nur gelingen, in dem alle Einsatzkräfte gemeinsam dazu beitragen und einzelne politische Interessen für lange Zeit erstmal in den Hintergrund treten.

    Ich hoffe doch sehr auf einen weiteren Teil des Ermittlerteams Amanda & Bill und freue mich jetzt schon auf atemlose Spannung.

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    Kristall86s avatar
    Kristall86vor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Thriller pur! Der Hammer!
    Mit Amanda Lund in Kabul

    Klappentext: Die schwedische Kriminalkommissarin Amanda Lund ist für ein Jahr in Afghanistan stationiert, sie bildet lokale Sicherheitskräfte aus. Gerade erst hat die 35-Jährige einen Angriff der Taliban überlebt, da erhält sie einen neuen heiklen Auftrag: In Kabul ist ein schwedisches Diplomatenpaar verschwunden. Die Botschaft geht von einer Entführung aus. Amanda ist Verhandlungsspezialistin, sie soll in dem Fall vermitteln. Jede Stunde zählt. In Stockholm bei der Reichskriminalpolizei koordiniert Bill Ekman Amandas Einsatz. Die Sache muss unter Verschluss bleiben, nur ein kleiner Kreis ist eingeweiht. Gleichzeitig untersucht Bill den Mord an einem jungen Mann. Ein Regierungsmitarbeiter, wie sich herausstellt. Obwohl Tausende Kilometer voneinander entfernt, verdichten sich die Hinweise, dass beide Fälle zusammenhängen. Die Spuren führen in höchste Kreise. Anna Tell ist hier ein kleines Meisterwerk gelungen. Mit ihrer Protagonistin Amanda Lund ist man sofort auf einer Wellenlänge. Die Geschichte geht so spannend los, das man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Wir begleiten Lund auf ihren Wegen in Afghanistan. Dieser Blick ist gerade in der jetzigen Zeit sehr aktuell und erschreckend zugleich. Wir blicken in ihre Gedanken und in ihre Psyche. Der Fall den es zu lösen gilt wird zum absoluten Run und man fiebert nicht nur mit, man hat das Gefühl man ist mittendrin und muss Amanda helfen. Die Landschaftsbeschreibungen Kabuls lassen einen umso mehr abtauchen und entführen den Leser in eine andere Welt. In eine andere Welt. Der Schreibstil an sich wirkt rund und stark. Die Worte die Tell wählt, sind wohlgewählt und wohlgeformt klar. Hier gibt es keinen Schnickschnack und keine dummen Phrasen.Dieser Thriller ist ein kleiner Juwel und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung!

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    Debütautorin Anna Tell hat genug Hintergrundwissen, um bessere Kriminalromane zu schreiben als die meisten. Und das Talent, perfekt zu dosieren: genaue Beschreibungen, elegant eingefügte Details zum Privatleben der Hauptfiguren und keine unnötigen Übertreibungen.

    Ein unglaublich faszinierender Spannungsroman! Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

    Wow, was für ein Buch! Ich war von Anfang an schweißgebadet und mein Puls raste. Hut – oder vielmehr Polizeimütze – ab für Debütautorin Anna Tell, die weiß, wie man eine spannende Story erzählt. Ein zusätzliches Lob für richtig gute Dialoge!

    Tell hat ein gutes Gespür für das Milieu und Dialoge. Dabei sorgen eben jenes Milieu, die neue Perspektive und die Figuren für frischen Wind.

    Glaubwürdig und spannend. Ein in vielerlei Hinsicht interessanter und auch provokanter Roman, ein Debüt, das Gutes verheißt, besonders im Hinblick auf die beiden Fortsetzungen, die folgen sollen.

    Ein vielversprechendes Krimi-Debüt!

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Hellena92s avatar
    Hellena92vor 2 Monaten
    Es spannend klingt!
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    soetoms avatar
    soetomvor 2 Monaten
    Hab ne Leseprobe gelesen und die hat Lust auf mehr gemacht!
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    unfabulouss avatar
    unfabulousvor 2 Monaten
    Klingt nach einem spannenden und politischen Thriller!
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