Anna Vovsova Josef und Li

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Inhaltsangabe zu „Josef und Li“ von Anna Vovsova

Freundschaft, Fremdsein und ein großes Abenteuer in Prag
Aus dem Land der Geschichtenerzähler kommt ein Sommerroman über das Anderssein und den Zauber wahrer Freundschaft. Für Li ist es nicht leicht, in Prag Fuß zu fassen. Sie ist erst vor kurzem mit ihrer Familie von Vietnam in die tschechische Hauptstadt gezogen. Eines Tages steht plötzlich Josef in der Teestube ihrer Eltern. Er ist auf der Flucht vor den Tigerkrallen, einem Rachebündnis aus seinen ehemals besten Freunden und der zickigen Helena, dem Mädchen, das er verschmäht hat. Li hilft Josef – der Beginn einer einzigartigen Freundschaft.
Anders als für die schüchterne Li, die in Prag noch keine Freunde gefunden hat, ist für den elfjährigen Josef Klicka die Welt in Ordnung. Mit seinen Eltern und seiner nervigen älteren Schwester Vendula lebt er in einem Hochhaus, die Schule hat er im Griff und jede freie Minute streunt er mit seinen drei besten Freunden Schischa, Machal und Hnizdil durch die Gassen der Goldenen Stadt. Alles ändert sich, als Helena nach den Ferien mit ganz neuen Rundungen und verführerischem Augenaufschlag in die Klasse zurückkehrt. Zuerst glaubt Josef sich am Ziel seiner Träume, als Helena einwilligt, seine Freundin zu sein. Bis er merkt, dass das selbstsüchtige Mädchen ihn nur ausnutzt, und sich wieder von ihr trennt. Um sich zu rächen, zieht Helena Josefs Freunde auf ihre Seite und gründet den Bund der Tigerkrallen. Auf der Flucht vor dieser Bande trifft Josef erstmals Li, die Tochter der neuen vietnamesischen Nachbarn. Li ist ganz anders als alle Mädchen, die er bisher kannte. Während Josef Li Prag zeigt, taucht er selbst in eine exotische, fremde Welt ein. Und lernt erstmals wahre Freundschaft kennen. Da schlagen die Tigerkrallen erneut zu – diesmal gegen Li ...

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  • Rezension zu "Josef und Li" von Anna Vovsová

    Josef und Li

    Binzis-Buecher

    01. May 2012 um 17:56

    Als ich das Cover im Internet entdeckt habe, wusste ich sofort, dass ich das Buch gern lesen möchte. Die beiden Kinder, die abgebildet sind, Prag im Hintergrund – eine perfekte, sehr ansprechende Aufmachung, wie ich finde. Sofort als ich anfing zu lesen, hab ich mich in den Schreibstil der Autorin verliebt. Sie erzählte die Geschichte sehr lebendig und passend für ein Kinderbuch. Ich hätte mir gewünscht, dass die Charaktere noch mehr ausgearbeitet worden wären, aber na ja, man kann ja nun mal nicht alles haben. Mein Fazit: Ein wirklich gutes Kinderbuch, das ich ab 10 Jahren empfehle!

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  • Rezension zu "Josef und Li" von Anna Vovsová

    Josef und Li

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. May 2011 um 18:51

    Bei diesem Buch handelt es sich einwandfrei um ein Kinderbuch, und was für eines… nämlich ein unbedingt empfehlenswertes! Josef, die Hauptfigur, ist elf Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Prag. Er hat drei beste Freunde und die neu erblühte Helena, welche alle vier anhimmeln. Als sich Helena mit Josef verlobt, kündigen im seine drei Freunde jedoch die Freundschaft auf und als er sich dann aus Verzweiflung von Helena entlobt, hat Josef auf einmal keine Freunde mehr. Doch dann wird die miefige, feuchte Wohnung im Erdgeschoss vermietet, denn Li zieht mit ihrer Familie von Vietnam nach Prag, um dort die „lustige Teh Cann“ zu eröffnen. Josef ist voller Neugier für das fremdartige Mädchen und es bahnt sich eine Freundschaft an, die gleich am Anfang auf die Zerreißprobe gestellt wird, denn Helena und Josefs ehemalige Freunde haben sich zu den „Tigerkrallen“ zusammen geschlossen und drangsalieren ihn und Li nun wo sie können. Obwohl Josef dafür jetzt gar keine Zeit hat, denn seit neusten wohnt Marta, die Freundin seiner Mutter, bei ihnen in der Wohnung und die will sich seinen Vater schnappen, was Josef und Li natürlich dringend vereiteln müssen… Du siehst es passiert viel in diesem 300 Seiten langen Buch. Es wird nie langweilig und manchmal schwirrt einem der Kopf vor lauter Verschwörungen und Abenteuer, die Josef und Li bestehen müssen. Es macht sehr viel Spaß dieses Buch zu lesen und man schließt die Figuren schnell ins Herz. Denn sie sind alle wunderschön facettenreich beschrieben und selbst die fiese Helena hat doch irgendwie was menschliches an sich, so dass man ihr am Ende gar nicht böse sein kann. Diese differenzierte Sichtweise kannte ich bisher aus Kinderbüchern gar nicht, es wird gerne in gut und böse Charaktere getrennt, aber dieses Buch ist da anders, irgendwie lebensecht. Ich kann mir gut vorstellen, wie das Buch als Serie verfilmt wurde, denn auch die Geschichte hat kleinere Episoden, in denen die Hauptfiguren dringende Aufgaben lösen. Es gibt allerdings auch einen roten Faden, der durch das ganze Buch führt und am Ende werden all die Probleme, die im Verlauf der Geschichte behandelt wurden gelöst. Trotzdem ist am Ende nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, was mich in einem Kinderbuch sehr beeindruckt hat. Die Kapitel sind ziemlich lang, 30 Seiten und mehr, und beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass sich dieses Buch perfekt zum Vorlesen eignen würde. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass man kein Kind oder Elternteil sein muss, um dieses Buch zu lesen und zu genießen. Denn für ein Kinderbuch hat es verhältnismäßig viel Anspruch und erinnert mich irgendwie an Astrid Lindgren. Josef ist quasi der tschechische Michel, der ständig irgendetwas anstellt und seine große Schwester ärgert, sie aber eigentlich auch lieb hat und sich mit ihr verbündet, wenn es darum geht Marta zu vertreiben und die Mama und den Papa wieder zu versöhnen. Was mich im Zuge dessen auch sehr begeistert hat, ist dass die Erwachsenen Figuren im Buch ebenfalls eine Lebenswirklichkeit haben, die sich nicht ausschließlich um die Kinder dreht. Es wird zwar nicht näher benannt, dass Vater und Marta eine Affäre haben, da das Buch aus Sicht eines elf-jährigen Jungen erzählt wird, aber man kann es zwischen den Zeilen lesen. So hat das Buch eine weitere interessante Ebene, die dem Vorleser genauso unterhält, wie den Zuhörer die Abenteuer von Josef, Li und den Tigerkrallen. Ein paar Schwächen hat jedoch auch dieses Buch, denn wie schon in meinem ersten Eindruck erwähnt ist die Übersetzung aus dem Tschechischen etwas holperig. Die Sätze sind oft sehr verschlungen und kompliziert und oft hatte ich das Gefühl, dass der Sinn in der Übersetzung verloren ging. Auch der versteckte, etwas schelmische, Humor der Autorin geht im Sprach-Wirr-Warr oft unter, was ich persönlich sehr schade finde. Die Namen von Personen, Stadtteilen und Straßen wurden nicht übersetzt und das stört beim Lesen enorm. Denn es gibt lediglich ein Aussprache-Verzeichnis am Ende des Buches. Man vergisst während des Lesens aber immer wieder, was die verschiedenen Akzente, etc. bedeuten und dann muss man wieder mühsam zurück blättern, um die Aussprache nachzuschlagen. Ich bin des Tschechischen nicht mächtig und so war ich Mitte des Buches so genervt, dass ich einfach alle Namen so gelesen hab wie sie im Text standen. Das tat der Geschichte keinen Abbruch, auch wenn aus Frau Klitschka auf einmal Frau Klicka wurde. Trotz dieses kleinen Mankos ist dieses Buch sehr lesenswert für jung und alt. Der Schauplatz der Geschichte macht sie doppelt interessant und die Qualität des Geschriebenen, macht diesen Roman absolut kaufens-, lesens- und liebenswert.

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