Anna Weidenholzer Der Winter tut den Fischen gut

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Inhaltsangabe zu „Der Winter tut den Fischen gut“ von Anna Weidenholzer

Was haben Miranda July, Markus Werner und Wilhelm Genazino gemeinsam? Lesen Sie dieses Buch und Sie wissen es.Maria hat Zeit. So sitzt sie tagsüber oft auf einer Bank am Platz vor der Kirche, beobachtet das Treiben dort, ein Kommen und Gehen, Leute, die Ziele haben und wenig Zeit. Die arbeitslose Textilfachverkäuferin kennt sich mit Stoffen aus, weiß, was zueinander passt, was Schwächen kaschiert und Vorzüge betont. In ihrem Fall ist das schwieriger: Welcher Vorzug macht ihr Alter vergessen für einen Markt, der sie nicht braucht? Alt ist sie nicht, aber ihr Leben läuft trotzdem rückwärts, an seinen Möglichkeiten, Träumen und Unfällen vorbei: Otto, den sie im Gemüsefach vergisst, Walter, den Elvis-Imitator von der traurigen Gestalt, der sie zur Witwe macht, Eduard, der mit einer anderen aus der Stadt zurückkehrt, ihre kleinere Schwester, die sosehr Mutter ist, dass sie Maria wie ein Kind behandelt. In solchen Geschichten um solche Menschen, liebenswert in ihrer skurrilen Versponnenheit, entwirft Anna Weidenholzer ein Bild von einer Frau am Rande der Gesellschaft. Und das ist immer noch mitten im Leben.

Unglaublich berührend! Sehr empfehlenswert!!

— Mitschreiberin

Ein künstlich gehyptes Buch mit großen stilistischen Schwächen, das trotz großem Recherche-Aufwand klischeehaft bleibt.

— Laura07

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Gut geschrieben, regt zum Nachdenken an, berührt mich persönlich aber nicht genug.

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    Der Winter tut den Fischen gut

    Mitschreiberin

    12. September 2014 um 16:03

    Anna Weidenholzers Roman „Der Winter tut den Fischen gut“ ist eine der berührendsten Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es ist die Geschichte von Maria, Ende 40, verwitwet und arbeitslos. Sie hat als Textilverkäuferin gearbeitet, bis ihr aus Rationalisierungsgründen gekündigt wurde. Am Rande klingt an, dass Maria schwere Rückenprobleme hat und der Leser ahnt, dass diese der wahre Grund für die Kündigung sein müssen. Maria erzählt einem Mann, der nicht näher bestimmt wird, ihre Geschichten. Das Besondere ist: Sie wird von ihrem Ende her erzählt. Es gibt für Maria in der Arbeitslosigkeit keine Zukunft mehr, nur noch eine Vergangenheit. Eine traurige und bedrückende Erkenntnis, die durch das gesamte Buch mitschwingt, ohne dass es ein permanentes Lamentieren wäre. Man spürt die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit Marias mit jedem ihrer Worte. Weidenholzer schafft dies durch eine unaufgeregte, hinnehmende Sprache, die den Charakter von Maria widerspiegelt. Maria resigniert, sie versucht nicht gegen ihr Schicksal, gegen die Kündigung, die demütigenden Termine beim Arbeitsamt und die unangebrachten Kommentare ihrer Familie anzukämpfen. Sie beschwert sich nicht, leidet im Stillen. Maria ist niemand, der die Arbeitslosigkeit genießt. Sie will wieder arbeiten, will niemandem zur Last fallen. Doch sie scheitert daran, sich nicht mitteilen zu können, nicht extrovertiert genug, nicht schnell genug zu sein. „Der Winter tut den Fischen gut“ macht nachdenklich. In einer Zeit, in der alles immer perfekt sein, alles immer funktionieren muss, verschwinden die Probleme der Einzelnen oft aus dem Blickfeld. Weidenholzer macht die Sorgen und Nöte der Arbeitslosigkeit anhand einer individuellen Geschichte erfahrbar. Berührt und erschüttert klappt man das Buch zu und möchte es wegen seiner schönen Sprache doch sofort wieder von vorne beginnen.

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  • Der Winter tut den Fischen gut

    Der Winter tut den Fischen gut

    Leseratte87

    21. June 2013 um 10:06

    Maria Beerenberger ist 48, gelernte Textilverkäuferin und arbeitslos. Lange Zeit hat sie in der Boutique Willert gearbeitet, bis sie aufgrund sinkenden  Umsatzes gekündigt wurde. Die Witwe ist am Anfang zuversichtlich, schnell einen neuen Arbeitsplatz finden zu können. Doch nach und nach verliert sie ihre Hoffnung, zieht sich immer mehr aus dem Leben zurück und wird zur Beobachterin. Anna Weidenholzer hat ein sprachlich sehr ausdrucksstarkes Debüt verfasst. In den kleinen Kapiteln lässt sie die Protagonistin ihr Leben Revue passieren. Als Leser begleitet man sie von ihrem 48. Lebensjahr zurück bis zu ihrem 17., als sie den zehn Jahre älteren Walter kennen lernt, der später ihr Mann wird. Maria agiert immer sehr eigen, macht sich zu allem ihre eigenen Gedanken und gerade das macht sie so sympathisch. Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert!

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  • Rezension zu "Der Winter tut den Fischen gut" von Anna Weidenholzer

    Der Winter tut den Fischen gut

    Sarlascht

    13. February 2013 um 12:43

    Inhalt: Maria Berrenberger ist 48, Textilverkäuferin, verwitwet und arbeitslos. Jahrelang bestand ihr Alltag daraus, zur Arbeit zu gehen, spät abends nach Hause zu kommen und es sich dort auf dem Sofa, mit ihrem Mann Walter, gemütlich zu machen. Diese Welt gibt es nun nicht mehr, alles scheint zerbrochen. Sie beginnt zu Vereinsamen, geht nicht zu den Terminen vom Arbeitsamt, wehrt den Kontakt mit ihren ehemaligen Arbeitskollegen ab und auch Besuche bei der Familie unterlässt sie. Sie und Walter hatten niemals Kinder, der Freundeskreis beschränkt – so bleibt sie alleine mit ihren trüben Gedanken und dem Gefühl, versagt zu haben, nicht mehr brauchbar für die Welt zu sein. . Meine Meinung: Laut inneren Klappentext hatte ich mir eigentlich ein Buch erwartet, was darauf zielt, verschiedenste Menschen in ihrem Leben zu beobachten. Ihre oft seltsam wirkenden Verhaltensweisen näher zu beleuchten, während man bei der Geschichte stiller Beobachter spielt. So ist es aber nicht, ganz und gar nicht, beobachtet wird, wenn man es überhaupt so nennen will, nur Maria. Hat jetzt meine Erwartungshaltung nicht erfüllt, fand ich ein wenig schade, weil ich mir einfach Geschichten in einer Geschichte erhofft hatte, aber es heißt nicht, dass mir die Umsetzung nicht trotzdem gefallen hat. . Du sagst: Was schaust du immer in den Himmel, Maria, dort siehst du nichts. Ich sage: Ich sehe die Wolken, ich sehe die Sonne, dann und wann ein Flugzeug, dann und wann ein Vogel, das genügt. Du drehst dich nicht um, ich bleibe zwei Schritte hinter dir. Dort, wo wir stehen, wird der Schnee stärker platt gedrückt als dort, wo wir nur darüber gehen. Der Schnee deckt alles zu, auch deine Spuren, sie werden verschwinden. Tanz mit mir Tango, sage ich, tanz mit mir. Warum flüsterst du, fragst du. Ich habe meine Stimme verloren, ich weiß nicht, wo sie ist. (Seite 91) . Maria ist einen schon nach wenigen Seiten sympathisch, sie hat etwas an sich, was einen nicht mehr loslässt. Die Verzweiflung darüber, dass sie keine Arbeit mehr findet, sie ist beinahe greifbar. Das Geschriebene ist authentisch, ihre Verhaltensweisen lassen sich nachvollziehen, die Angst vor dem Arbeitsamt, welches sie einfach noch irgendwo hineinquetschen möchte, um sie loszuwerden. Das Gefühl, jeden und allen nur lästig zu sein, an seinen eigenen Wert zu zweifeln, weil einen die Umwelt eben genau dies zeigt – man ist überflüssig, unsichtbar. . Neben der Arbeitssituation ist es aber auch die Einsamkeit, die das Buch prägt. Mit ihrem Mann Walter hatte sie nie Kinder, dachte aber, mit ihm alt werden zu können. Man richtete sich gemeinsam im Leben ein, brauchte keine anderen Menschen, hatte doch einander, doch dann wird ein Teil des Paares weggerissen und man bleibt alleine zurück. Sieht, wie sehr man sich einigelte, weil man dachte, nicht mehr Menschen zu brauchen, außer dem Lebenspartner. Maria hat Bekannte, aber nach dem Jobverlust, wird sie von diesen meist bedrängt, behandelt wie eine Ausgestoßene, weil man nicht mehr in die Gesellschaft passt, wenn man nicht arbeitet und so distanziert sie sich von ihnen, weil Vorwürfe das Letzte sind, was sie noch braucht, wo sie sich selbst schon gedanklich fertig macht. . Es gibt Tage, an denen man sich wünscht, es wäre jemand hier, der einem über den Kopf streicht. Egal wie schmutzig die Hände sind, Hauptsache, sie sind groß. (Seite 127) . Jetzt wäre es das perfekte Buch, nur leider gefällt es mir überhaupt nicht, dass das Buch rückwärts läuft. Man marschiert durch das Buch, bis man in Marias Kindheit angelangt. Ok, ist der Stil, kann man sich damit anfreunden, aber es geht zum Schluss einfach viel zu schnell. Über die Hälfte des Buches befindet man sich in der Gegenwart, dann gleitet man ein wenig in die Vergangenheit ab und am Ende, zack, landet man in der Kindheit. Ging mir persönlich viel zu schnell und außerdem wollte ich doch so gerne wissen, wie Maria ihr Leben in der Gegenwart meistert. Ich sag’s direkt heraus: fand das Ende einfach richtig schlecht. Leider, weil ich ansonsten das Buch liebte. . Fazit: Zentrale Themen des Buches sind Arbeitslosigkeit und Einsamkeit, wie sie das Leben eines Menschen prägen, welche Auswirkungen sie haben. Eine eindringliche und beklemmende Beschreibung, die leider in einem schwachen Ende gipfelt.

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  • Rezension zu "Der Winter tut den Fischen gut" von Anna Weidenholzer

    Der Winter tut den Fischen gut

    Hasewue

    06. December 2012 um 15:08

    Maria sitzt jeden Tag auf der Bank vor der Kirche und beobachtet das Treiben, das Kommen und Gehen der Leute, die Ziele haben und wenig Zeit. Maria ist mit 48 Jahren arbeitslos geworden. Die ehemalige Textilfachverkäuferin kennt sich mit Stoffen aus, weiß was zueinander passt, Stärken betont und Schwächen verbirgt, in ihrem Fall ist das aber schwieriger. Rückwärts läuft das Leben an Maria vorbei, genau wie auch Anna Weidenholzers Geschichte in „Der Winter tut den Fischen gut“ rückwärts erzählt wird. Marias Geschichte beginnt mit Kapitel 56 und der Leser bekommt von Kapitel zu Kapitel einen immer größeren Einblick in ihre Vergangenheit. Man erfährt warum Maria arbeitslos wurde, was mit ihrem Mann Walter geschah, der als Elvis-Imitator tätig war und wie Marias Kindheit war. Dabei wird aber nicht ins Detail gegangen. Vieles wird nur angedeutet und das hat mich auch öfters gestört. So wird vermeintlich belangloses ausführlich geschildert wohingegen wichtige Punkte zu Marias Leben, ihrem Schicksal und Werdegang nicht genau erläutert werden. Maria ist für mich eine Figur, die sehr distanziert wirkt. Ich konnte für sie trotz ihres Schicksals kein Mitleid empfinden, denn sie kam mir oft sehr naiv, einfältig und verloren vor. Es kam nie wirklich herüber, dass sie etwas ändern wolle, so schicksalsergeben und passiv wird sie in der Handlung dargestellt. Den Schreibstil fand ich zunächst auch eher gewöhnungsbedürftig. Durch das Rückwärtserzählen verlangt die Geschichte schon eine große Aufmerksamkeit von Seiten des Lesers und durch detaillierte Beschreibungen von belanglosen Kleinigkeiten ging diese Aufmerksamkeit auch schon das ein oder andere Mal abhanden. Dennoch erzählt Weidenholzer sehr anschaulich und teils poetisch und diese Verlorenheit, die man manchmal spürte, passte auch gut zur Geschichte. Es ist zudem ein Buch, das Zeit erfordert und nicht zum “einfach weglesen” geeignet ist, da es durchaus zum Nachdenken anregt. Die Thematik an sich fand ich auch gut und die Umsetzung der rückwärtserzählten Geschichte ebenfalls. Trotzdem hat mir etwas gefehlt, so dass mich die Geschichte nicht wirklich berührt hat. Zu Maria fand ich keinen Zugang, mir fehlte der nötige Tiefgang, der die Geschichte zu etwas besonderem gemacht hätte und die bloßen Andeutungen von einschneidenden Geschehnissen war einfach zu wenig. Die Sprache war aber sehr schön und schenkte der Geschichte doch auch etwas Einfühlsames. 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Der Winter tut den Fischen gut" von Anna Weidenholzer

    Der Winter tut den Fischen gut

    ina_kzeptabel

    06. November 2012 um 20:22

    Die Story: Maria Beerenberger ist "über 48", verwitwet und nun auch noch arbeitslos. Seit Jahren hat sie nichts anderes getan als jeden Tag zur Arbeit zu gehen und sich abends mit ihrem Mann Walter auf das Sofa zu setzen. Doch nun ist alles anders. Maria zieht sich immer weiter zurück. Sie geht weder zu den Terminen beim Arbeitsamt, noch zu ihrer Schwester. Kinder hat sie mit ihrem Mann nie gehabt, so dass sie nun allein in der Wohnung (Anmerkung: in Österreich) lebt. Auch ihre alten Arbeitskollegen können sie nicht mehr aus dem Loch herausholen - alles erscheint sinnlos und befremdlich... Der Stil: Dieses Buch hat mich direkt am Anfang schon überrascht. Man liest die Geschichte rund um Marie rückwärts. Das Buch hat 54 Kapitel und mit diesem fängt es auch, wobei ein Er-Erzähler über Marias vergangenes Leben berichtet. Spoiler Man reist dabei durch die verschiedenen Abschnitte, angefangen beim Ende. Man erfährt mehr über Marias Werdegang nach der Entlassung im Modegeschäft und wie sie beim Arbeitsamt behandelt wird. Man erlebt wie die Freundschaften zu ihren Kolleginnen immer weiter zerfallen, ebenso die Nähe zu ihren Nachbarn. Selbst zu ihrer Schwester pflegt Maria keinen Kontakt mehr. Das Ende des Buches beginnt eigentlich in der Kindheit von Maria und erklärt wie sie so geworden ist. Denn Marias Charakter ist sehr eigen. Anna Weidenholzer muss meiner Meinung nach eine sehr gute Fantasie haben oder hat selbst solche Erfahrungen gemacht (ob nun persönlich oder im Umfeld kann ich nicht sagen). Und so eigen Maria ist, so eigen ist auch der Schreibstil. Keine direkten Dialoge, dafür jede Menge Selbstgespräche. Mir fiel das Lesen dadurch sehr schwer und ich musste einige Passagen mehrfach lesen um den Inhalt wirklich zu verstehen. Doch leider bin ich mir hier immer noch nicht sicher. Die Satzlänge und Satzstellung sind einfach zu lang und zu wirr. Positiv dagegen finde ich die Einteilung der Kapitel. Die Länge variiert dabei von wenigen Zeilen bis hin zu mehreren Seiten. Dennoch immer passend. Mein Fazit: Auch wenn ich das Thema menschlicher Verfall, bzw. die Konsequenzen einer lebenslangen Abhängig von Beruf und Ehepartner sehr interessant finde - überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Ich bin einfach nicht mit dem Schreibstil zurecht gekommen. Zudem konnte ich keinerlei Sympathie zu Maria aufbauen - und das trotz der vielen (gemeinen) Schicksalsschläge... Somit kann ich mich leider nicht zu einer Leseempfehlung durchringen. Am besten man schaut sich die Leseprobe (siehe unten) an und entscheidet selbst.

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  • Rezension zu "Der Winter tut den Fischen gut" von Anna Weidenholzer

    Der Winter tut den Fischen gut

    Heane

    04. November 2012 um 17:03

    Maria ist 48, Verkäuferin, Witwe und arbeitslos. Die Welt um sie herum entgleitet ihr zunehmend mit jedem Tag, den sie zuhause verbringt, an jedem Tag, an dem sie wieder keine Arbeit findet, wieder keinen Anschluss findet, wieder – versagt. Sie hatte doch alles, aber hatte sie alles was sie sich wünschte? Hat Maria nicht doch auch, wie wir vielleicht alle, vertagt, auf später verschoben, Kompromisse geschlossen, sich abgefunden, akzeptiert um am Ende herauszufinden…. Die Protagonistin Maria, erlebt ihr Leben rückwärts, die LeserInnen begleiten sie auf zermürbenden Gängen zum Arbeitsamt, zählen mit ihr die Minuten und lassen Stunde um Stunde mit ihr gemeinsam vorüberziehen. Maria ist eine Frau, die in den letzten Kriegsjahren jung gewesen ist und den Wiederaufbau mitgetragen hat, verzichtet hat um ihren Beitrag zu leisten, von dem sie glaubte er würde ihr mehrfach vergolten werden. Aber die Welt hat sich weiter entwickelt und Maria erkennt langsam, dass sie sich an ihr vorbei entwickelt hat. Die Welt dreht sich schneller und schneller, nur sie selbst bleibt gefangen in ihren Denkmustern in angelernter Kleinkariertheit und als sie beginnt über den Tellerrand zu blicken, scheint es bereits zu spät. Der rückwärts gerichtete Schreibstil verstört auf den ersten Blick, aber er animiert die LeserInnen zum konzentrierten Lesen, zum Innehalten und Nachdenken, damit die Ereignisse langsam ins rechte Bild gerückt werden können und das erwähnte Bild sich zu einem großen Ganzen zusammen setzen. Ein seltsamer Roman, der die LeserInnen verstört, berührt, ins Dunkel stößt, ihnen einen Spiegel vorhält und es doch vermag uns mit unserem Leben zu versöhnen.

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