Anna Weidenholzer Weshalb die Herren Seesterne tragen

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(1)
(0)
(4)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Weshalb die Herren Seesterne tragen“ von Anna Weidenholzer

Longlist Deutscher Buchpreis 2016. Karl, ein pensionierter Lehrer, macht sich eines Tages auf, herauszufinden, was das Glück sei. Einen nur leicht veränderten Fragebogen im Gepäck, mithilfe dessen das ›Bruttonationalglück‹ in Bhutan ermittelt wird, lässt sich der Glücksforscher in einem schneelosen Skiort nieder, dessen Bewohner er nun in unbekanntem Auftrag nach ihrer Lebenszufriedenheit befragen will. Das Hotel Post, in dem Karl als einziger Gast unterkommt, wird bewirtschaftet von einer namenlosen Frau und ihrer Hündin Annemarie. Von hier aus beginnt er seine Forschungen, unterbrochen von konfliktgeladenen Telefongesprächen mit seiner Frau Margit. Bald erhält seine Reise Züge einer Flucht, und der Fragende wird unmerklich zum Objekt der Befragung anderer.

Eine schöne Sprache, aber leider ohne gute Geschichte. Ich befürchte, nächste Woche habe ich die Einzelheiten schon wieder vergessen.

— Xirxe

Literarisches Experiment, etwas sperrig zu lesen, obwohl durchaus stellenweise Dynamik entsteht

— Karin_Kehrer

Abseits vom Mainstream wird hier so großartig mit Sprache und Erzählebenen gearbeitet, dass ich mir viel mehr von solchen Büchern wünsche.

— Contresse

Einmal Quälen in der deutschen Provinz - durchaus gute Idee, die beim Lesen jedoch zum Krampf wird.

— miss_mesmerized

Endloser stream of consciousness, ohne Tiefe, ohne Kanten, ohne Halt, mit einer Message, die keine ist, in einem Stil, der keiner ist.

— Archer

Stöbern in Romane

Der Gentleman

Herrlich witzig und urkomisch!

Kristall86

Tage ohne Hunger

Ein beeindruckendes Buch, das unter die Haut geht.

leserattebremen

Alles, was ich nicht erinnere

abgebrochen

Prinzenmama05

Der verbotene Liebesbrief

spannend, verwirrend und dabei sehr gefühlvoll - pures Lesvergnügen

Petra1984

Die Lichter von Paris

Meine Empfehlung für die kommende graue Jahreszeit. Idealer Lesestoff!

DarkReader

Babylon

Interessant, aber doch verworren. Zu viel Abschweifungen und zu wenig schlüssig für meinen Geschmack.

miro76

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein toller Titel macht noch lange kein gutes Buch

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    Xirxe

    25. May 2017 um 13:43

    Der Titel dieses schmalen Büchleins fiel mir gleich ins Auge: Ja weshalb tragen denn die Herren Seesterne? Wenn es dazu noch auf der Longlist des Deutschen Buchpreises steht, dann muss sich die Lektüre doch lohnen, oder ;-) ?Um es kurz zu machen: eher nicht. Die Hauptfigur ist Karl, ein pensionierter Lehrer, der im Gegensatz zu seiner Ehefrau Margit nicht so recht etwas mit sich anzufangen weiß. Er möchte die Welt verstehen, die Menschen, "... woher diese Unzufriedenheit kommt, diese Angst, die manche in die falsche Richtung treibt." Auf der Grundlage des Fragebogens zum bhutanischen Bruttonationalglück will er seine eigene Befragung starten und fährt los, ohne Margit zu informieren. In einem kleinen Dorf quartiert er sich in einem Gasthof ein und versucht, sein Projekt umzusetzen. Doch es geht nur stockend voran...Der Aufbau der Geschichte ist anders als meine Zusammenfassung es hier vermutlich suggeriert. Es wird konsequent Alles aus Karls Sicht berichtet und zwar nicht chronologisch, sondern mit Sprüngen in diverse Vergangenheiten. Zu Beginn ist Karl bereits wieder auf der Rückreise, auf der er sich das Geschehene nochmals durch den Kopf gehen lässt. Dabei springt er in seinen Erinnerungen auch in Zeiten davor, sodass man Margit und ihren Sohn Helmut kennenlernt (ohne ihnen im Buch als realistische Figuren zu begegnen), seine Nachbarn daheim, aber auch eine Jugendliebe.Eine richtige Geschichte ist es eher nicht, denn der Aufenthalt im Dorf plätschert so dahin und die weiteren Erinnerungen sind eher Stückwerk. Auf mich wirkte es wie die Darstellung eines furchtsamen Mannes, der versucht zu erfahren, wie man glücklich, besser: zufrieden leben kann. Denn auch wenn er seine Frau Margit offensichtlich liebt, machte er auf mich während der ganzen Lektüre weder einen glücklichen noch zufriedenen Eindruck. Zwar ist es deutlich, dass sie die Dominante in der Ehe ist, es wird aber nie explizit dargestellt und Karl scheint nicht darunter zu leiden (oder wenn, dann nur still und leise). Vielmehr hatte ich das Gefühl, als hätte er stets Angst, seine Frau zu verärgern oder zu verlieren, ohne dass es dafür einen konkreten Hinweis gibt.Die Autorin versteht es durchaus, eine Atmosphäre aufzubauen und schöne Sätze zu schreiben ("Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die so gut ist, dass keine Hoffnungen auf ein Leben nach dem Tod aufgespart werden müssen."), doch sie alleine machen ein Buch noch nicht lesenswert. Es fehlt einfach eine Geschichte, ein Ansatz, an dem sich die eigene Phantasie entlanghangeln könnte. Karl, sein Umfeld und auch sein Projekt bleiben derart farblos, dass ich vermute, dass ich Alles beim nächsten Buch schon wieder vergessen haben werde.Und weshalb tragen die Herren nun Seesterne? Hm, tja, ich befürchte, ich weiß es schon nicht mehr so genau. War auch nicht so wichtig.

    Mehr
  • Die ewige Suche nach dem Glück

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    Karin_Kehrer

    30. December 2016 um 10:35

    Der pensionierte Lehrer Karl Hellmann macht sich spontan auf den Weg, die Frage nach dem Lebensglück zu erforschen. Dazu bedient er sich adaptierten Fragebögen, in denen das „Bruttonationalglück“ des Königreichs Bhutan ermittelt wurde. Er quartiert sich in einem Schiort ohne Schnee ein, in einem Hotel, dessen einziger Gast er ist. Von hier aus beginnt er seine Forschungen. Doch bald laufen die Befragungen aus dem Ruder. Das Buch von Anna Weidenholzer stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und das hat mich neugierig gemacht, obwohl ich normalerweise anspruchsvollerer Literatur gegenüber skeptisch bin. Diese Skepsis hat mir auch diesmal wieder recht gegeben.Die Thematik – Erforschung des Glücks – ist ja nun nicht unbedingt neu und wurde schon unter allen möglichen und unmöglichen Gesichtspunkten behandelt, wobei die esoterische Komponente oft eine Rolle spielt.Das ist hier nicht der Fall. Karl Hellmann ist knochentrockener Realist, allerdings ein sehr unsicherer. So ist es kein Wunder, dass der Frager bald selbst zum Befragten und das ohnehin vage Konzept, das er sich zurechtgelegt hat, immer wieder umgestoßen wird. Die Befragungen führen am Ende zu nichts. Er hätte seine Frau Margit gebraucht, um eine Linie in sein Vorhaben zu bringen, aber die hat er ja Hals über Kopf verlassen. Die 190 Seiten sind zudem sperrig zu lesen. Unvermutete Zeitsprünge, Wechsel von dritter Person zu Ich-Erzähler, direkte Reden, die nicht als solche gekennzeichnet sind, zum Teil auch nur fragmentarisch. Dazwischen immer wieder kurze Abschnitte, aus dem Zusammenhang gerissen, die für mich überhaupt keinen Sinn ergaben, erschweren die Lektüre.Bei manchen Dialogen kam allerdings schon eine eigene Dynamik zustande und es entstehen durchaus eindringliche Bilder von Menschen in ihrem Alltag.Das Ende hat mich leider mit einem großen Fragezeichen zurückgelassen.

    Mehr
  • Amüsant, originell und sperrig

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    sursulapitschi

    21. September 2016 um 07:40

    Karl Hellmann ist frisch pensioniert und in so einer Situation befällt manch einen schon mal eine Lebenskrise. Er sucht nach neuen Herausforderungen und beschließt, in einem willkürlichen Ort, die Bevölkerung zu befragen, um herauszufinden, was Menschen glücklich macht. Den Fragebogen für seine Glücksforschung hat er basierend auf dem buthanischen Formular zur Ermittlung des Bruttonationalglücks entwickelt, gemeinsam mit Margit, seiner Frau, die er dann einfach allein lässt, um seine Forschungsreise zu beginnen. Karl hat ein schlechtes Gewissen, aber auch eine Mission.„ Ja, ich weiß, ja, das ist, aber wir hatten in nächster Zeit ohnehin nichts geplant. Ja, tatsächlich, dieses Vorhaben, von dem ich vor drei Tagen, Margit? Ja. Ich weiß. Aber mir genügt es nicht, einen Kurs zu besuchen, das hat nichts mit der Pensionierung zu tun. Margit? Ja, es hätte besser kommuniziert werden müssen. Ich weiß, du bist kein Mädchen mehr. Nein, das bin ich nicht, das könnte das größte – ja. Ja, ich weiß.“Dieses Buch macht es dem Leser nicht leicht, auch wenn man anhand des Klappentextes eher Heiteres vermutet. Die Handlung springt zeitlich hin und her. Mal ist Karl auf der Rückreise, von Sorgen zerfressen, was Margit wohl sagen mag. Und dann ist er wieder in diesem schneelosen Skiort ohne Gäste, oder er erinnert sich an Begebenheiten aus seinem Leben, führt innere Monologe, hadert mit sich und seinem Leben. Zwischendurch telefoniert er mit Margit, wenn sie denn mal ans Telefon geht. Gelegentlich liest man auch nahezu Kryptisches. Das Fehlen jeglicher Kennzeichnung für wörtliche Rede ist originell und kurios, erschwert aber sehr das Verständnis. An dieser Stelle hätte ich mir ein wenig Gnade mit dem Leser gewünscht, der ohnehin schon viel zu Knabbern hat.Die Grundstimmung ist melancholisch, die Wirtin des Hotels mürrisch, Karl sehr grüblerisch, aber die Autorin zeigt überall einen grandiosen Humor, der das Lesen dieses eher sperrigen Textes dann doch wieder vergnüglich macht.„Also, sagt M3: Kommst du zur Welt, hast du zwei Möglichkeiten: hier oder anderswo. Anderswo wäre gut für dich, kommst du hier zur Welt, hast du zwei Möglichkeiten: reiche Eltern oder nicht. Reiche Eltern wären gut für dich, bei armen Eltern hast du zwei Möglichkeiten: Du kommst zu einer Volksschullehrerin, die dich trotzdem fördert, oder nicht. Fördern wäre gut für dich, ist es nicht so, hast du zwei Möglichkeiten: Prammer oder Eder, Mechaniker oder Dachdecker, zumindest war das vor fünfzehn Jahren so. Prammer wäre gut für dich, bei Eder hast du zwei Möglichkeiten: gehen oder bleiben. Gehen wäre gut für dich, bleibst du, hast du zwei Möglichkeiten: durchhalten oder durchdrehen. Durchhalten wäre gut für dich, drehst du durch, hast du zwei Möglichkeiten: vollkommen oder die Eltern klären es.“Ich bin ein wenig hin-und hergerissen, wie ich das bewerten soll. Anna Weidenholzer ist ganz sicher eine Meisterin ihrer Zunft. Ich hätte auch toleriert, dass ich mich hier und dort durch den Text beißen musste, weil an anderer Stelle genial komische Passagen das Durchhaltevermögen belohnen. Nur hätte ich mir dann doch eine fulminante Überraschung für den Schluss gewünscht, oder dass diese Reise Karl wenigstens zu bahnbrechenden Erkenntnissen verhilft. Möglichkeiten gäbe es da viele, aber das bleibt offen. So begleitet man eben einen Pensionär in seiner Sinnkrise. Er hat einiges gelernt, aber wird es sein Leben verändern? „Weshalb die Herren Seesterne tragen“ ist ein originelles Buch. Es fordert den Leser, packt ihn aber nicht und die Botschaft ist entweder zu gut versteckt oder zu mager, um zu treffen.

    Mehr
    • 4
  • Deutscher Buchpreis – Die Longlist: Fragerunde mit Anna Weidenholzer zu "Weshalb die Herren Seesterne tragen"

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    TanjaMaFi

    Fragerunde mit Anna Weidenholzer zu "Weshalb die Herren Seesterne tragen" Auch in diesem Jahr habt ihr wieder die Möglichkeit, Autoren der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 Fragen zu ihren Werken zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Welches Buch ist euer Favorit? Hier könnt ihr abstimmen!Zu unserer großen Freude ist auch Anna Weidenholzer bei unserer Fragerunden-Aktion zum Deutschen Buchpreis dabei. Ihr nominierter Roman "Weshalb die Herren Seesterne tragen" hinterfragt eindringlich was Glück ist und bringt dabei zu Tage, was tief in uns verborgen liegt – unsere Zweifel, Ängste und unser Unglück.Mehr zum InhaltKarl, ein pensionierter Lehrer, macht sich eines Tages auf, herauszufinden, was das Glück sei. Einen nur leicht veränderten Fragebogen im Gepäck, mithilfe dessen das ›Bruttonationalglück‹ in Bhutan ermittelt wird, lässt sich der Glücksforscher in einem schneelosen Skiort nieder, dessen Bewohner er nun in unbekanntem Auftrag nach ihrer Lebenszufriedenheit befragen will. Das Hotel Post, in dem Karl als einziger Gast unterkommt, wird bewirtschaftet von einer namenlosen Frau und ihrer Hündin Annemarie. Von hier aus beginnt er seine Forschungen, unterbrochen von konfliktgeladenen Telefongesprächen mit seiner Frau Margit. Bald erhält seine Reise Züge einer Flucht, und der Fragende wird unmerklich zum Objekt der Befragung anderer.Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Mehr zur AutorinAnna Weidenholzer, geboren in Linz im Jahr 1984, studierte in Wien und Breslau "Vergleichende Literaturwissenschaft" und lebt auch in Wien seit 2002. Neben dem Studium arbeitete sie im Regionalressort einer Tageszeitung, danach als Journalistin für die Oberösterreichischen Nachrichten und ist seit 2010 freischaffende Schriftstellerin. Seit 2009 veröffentliche Weidenholzer bereits in Literaturzeitschriften und Anthologien, worauf 2010 der Erzählband "Der Platz des Hundes" folgte. Mit ihrem ersten Roman "Der Winter tut den Fischen gut" war sie für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Auch ihr zweiter Roman "Weshalb die Herren Seesterne tragen" wurde für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert.Zusammen mit dem Verlag Matthes und Seitz verlosen wir unter allen Fragestellern 2 Exemplare von "Weshalb die Herren Seesterne tragen". Außerdem haben alle, die an den Fragerunden teilnehmen, die Chance auf ein großes Buchpaket mit allen Titeln, die auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stehen!Anna Weidenholzer wird am Montag, 12.09.2016 zwischen 15 und 19 Uhr eure Fragen beantworten. Bitte beachtet, dass wir die Fragerunde dementsprechend schließen werden.Ich bin gespannt auf eure Fragen und wünsche euch viel Spaß!Bitte beachtet auch unsere Richtlinien: http://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/

    Mehr
    • 114
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

    Mehr
    • 2951
  • Anna Weidenholzer - Weshalb die Herren Seesterne tragen

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    miss_mesmerized

    04. September 2016 um 05:58

    Karl Hellmann begibt sich auf Forschungsreise. Mit seiner Frau Margit hat er das Setting der Untersuchung genauestens studiert: ein Fragebogen, den man im fernen Bhutan verwendet, um das „Bruttonationalglück“ verwendet, wurde leicht modifiziert und in qualifizierten Gesprächen sollen nun Deutsche – systematisch durch willkürliches Aufblättern des Telefonbuchs ausgewählt – befragt werden. In einem namenlosen Ort lässt Karl sich im Hotel Post nieder, wo zunächst außer ihm keine Gäste logieren und er sich auch von dem herabgekommenen Zimmer nicht abschrecken lässt. Die Wirtin wird seine Probandin F1, doch schon gleich das erste Interview läuft aus den Rudern und Karl ahnt, dass das Unterfangen schwieriger werden könnte als gedacht. Anna Weidenholzers Roman steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016, was für mich Anreiz zum Lesen des Romans war. Die Grundzüge des Plots finde ich auch durchaus attraktiv: die Suche nach dem Glück, bzw. dem, was den durchschnittlichen Menschen glücklich macht, das Auffinden der Bewohner eines x-beliebigen Ortes in ihrem Alltag. Doch leider kann mich der Roman an keiner Stelle wirklich packen. Dies mag zum einen an der Erzählperspektive liegen, die Autorin hat sich für einen Stream of Consciousness rein aus der Perspektive des Protagonisten Karls entschieden. Hat eine solche Figur ausgesprochen unsympathische Züge – hier: Arroganz, Dummheit, gleichzeitig Abhängigkeit von einer abwesenden Person, Naivität und fehlende Zielgerichtetheit – wird das Lesen immer etwas quälend und eintönig. Es fehlen die Facetten und Nuancen, weil ungefiltert nur eine einzige Sicht auf die Dinge geschildert wird. Dies gelingt der Autorin, Karl als Figur ist in sich glaubwürdig und konsistent, nur leider schwer zu ertragen.Das Setting hätte Begegnungen mit unterschiedlichen anderen Figuren ermöglicht, die ihrerseits interessante Ansichten hätten hervorbringen und so ein buntes und vielschichtiges Bild entstehen lassen können. Durchaus stimmig im Kontext der Figur Karl gelingt es ihm nicht, diese Personen zu finden und zu einem Interview zu motivieren, so dass die verbleidenden wiederum inhaltlich für mich nicht interessant werden.Analytisch betrachtet passt hier sehr viel und kann man den Roman durchaus als gelungen bezeichnen, aber er kann nicht unterhalten und macht schlichtweg keine Freude. Leider steht er hier in einer guten deutschen Tradition, dass mit Preisen (bzw. Nominierungen) geehrte Romane nicht nur sperrig, sondern quälend beim Lesen sind. Blicke ich auf die Longlist des Man Booker Prize 2016, habe ich dort literarisch ausgereifte Bücher gefunden, bei denen jede Seite auch ein Genuss zu lesen ist. Es muss nicht malträtieren, um gut zu sein.

    Mehr
    • 3
  • Deutscher Buchpreis 2016: Fragerunden mit den Autoren der Longlist

    TanjaMaFi

    Seit dem 23. August steht die Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 fest! Die Jury hat aus allen Einsendungen 20 Bücher ausgewählt, die in ihren Augen die begehrte Auszeichnung verdient hätten. Welche 20 Titel es auf die Longlist geschafft haben, seht ihr hier in der kompletten Liste! Vielleicht erinnert ihr euch noch an unsere Aktionen zum Deutschen Buchpreis aus den letzten Jahren? 2016 möchten wir euch auch wieder etwas besonderes zu diesem Anlass bieten: Ihr habt in den ersten Septemberwochen die Möglichkeit, einigen der Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen! Hier die Termine und Autoren, die euch eure Fragen beantworten: Montag, 05. September 2016Peter Stamm – "Weit über das Land"Hier geht es zur Fragerunde Mittwoch, 07. September 2016Philipp Winkler – "Hool"Hier geht es zur Fragerunde Montag, 12. September 2016Anna Weidenholzer – "Weshalb die Herren Seesterne tragen"Hier geht es zur Fragerunde Mittwoch, 14. September 2016Michelle Steinbeck – "Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch"Hier geht es zur Fragerunde Freitag, 16. September 2016Hans Platzgumer – "Am Rand"Hier geht es zur Fragerunde Sonntag, 18. September 2016Dagmar Leupold – "Die Witwen"Hier geht es zur Fragerunde Sobald die Fragerunden starten, findet ihr hier die entsprechenden Links. Ihr könnt den Autoren dann an dem Tag eure Fragen stellen. Bitte achtet darauf, dass ihr die Fragen in die Fragerunde postet und nicht hier in das Thema. Die Autoren werden dann auch dort alle Fragen beantworten. Da manche Autoren nicht den ganzen Tag für Fragen zur Verfügung stehen, solltet ihr euch die Beschreibung der Fragerunden noch einmal durchlesen. Wir werden in den Fragerunden auch eins bis drei Exemplare des jeweiligen Buchs verlosen. Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, postet eure Frage bitte, indem ihr den blauen “Jetzt bewerben” Button nutzt. Unter allen Teilnehmern verlosen wir außerdem ein großes Buchpaket mit allen 20 Titeln, die auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 stehen: Philipp Winkler – "Hool" Gerhard Falkner – "Apollokalypse" Bodo Kirchhoff – "Widerfahrnis" Dagmar Leupold – "Die Witwen" Eva Schmidt – "Ein langes Jahr" Michael Kumpfmüller – "Die Erziehung des Mannes" Katja Lange-Müller – "Drehtür" Joachim Meyerhoff – "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" Michelle Steinbeck – "Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch" Hans Platzgumer – "Am Rand" Akos Doma – "Der Weg der Wünsche" André Kubiczek – "Skizze eines Sommers" Thomas Melle – "Die Welt im Rücken" Arnold Stadler – "Rauschzeit" Thomas von Steinaecker – "Die Verteidigung des Paradieses" Ernst-Wilhelm Händler – "München" Reinhard Kaiser-Mühlecker – "Fremde Seele, dunkler Wald" Peter Stamm – "Weit über das Land" Sibylle Lewitscharoff – "Das Pfingstwunder" Anna Weidenholzer – "Weshalb die Herren Seesterne tragen" Zwar könnt ihr den Autoren hier im Thema keine Fragen stellen, dafür aber miteinander wunderbar diskutieren! Habt ihr schon eines oder sogar mehrere der Bücher gelesen? Kennt ihr andere Bücher der nominierten Autoren? Welches ist euer Favorit für den Buchpreis? Wie findet ihr die Fragerunden hier auf LovelyBooks? Nun ist auch die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 heraus! Philipp Winkler – "Hool", Bodo Kirchhoff – "Widerfahrnis", André Kubiczek – "Skizze eines Sommers", Thomas Melle – "Die Welt im Rücken", Reinhard Kaiser-Mühlecker – "Fremde Seele, dunkler Wald", Eva Schmidt – "Ein langes Jahr" Wer ist euer Favorit? Hier könnt ihr darüber abstimmen! Wenn ihr auf euren Buchblogs über den Buchpreis oder unsere Fragerunden mit den Autoren berichtet, freuen wir uns über eure Links! Ich wünsche euch viel Spaß bei den Fragerunden und bin gespannt auf eure Meinungen!

    Mehr
    • 91
  • Fatale Kombination aus Langeweile und Ungeduld

    Weshalb die Herren Seesterne tragen

    Archer

    01. September 2016 um 00:01

    Die Worte des Titels habe ich direkt aus dem Buch geklaut, irgendwo direkt vom Beginn, denn es drückte schon dort so perfekt aus, was ich beim Lesen empfand. Langeweile ob des endlos langweiligem Strom hohler aneinander gereihter Worte, die mal mehr, mal weniger Sinn ergeben, Hauptsache, es ist einzigartig, ist anders geschrieben als andere, weniger literarisch anspruchsvolle Bücher. Oh, ich wünschte, dieses Buch hätte irgendeinen Anspruch an den Leser außer dem, die Augen offen zu halten, sich durchzukämpfen durch eine Geschichte, die keine ist, durch einen Schreibstil, der keiner ist, durch eine suggerierte Bedeutung, die keine ist. Es sei denn, den Leser deprimieren zu wollen, ihm sagen zu wollen, das Leben ist langweilig, ist deprimierend, ist bedeutungslos - lasst die, die ihr das Buch aufschlagt, alle Hoffnungen fahren. Es geht so in die Tiefe. Die Wirtschaftslage ist schlecht, die Umwelt geht vor die Hunde, und die Hunde, die hier Annemarie heißen, sind fett und ausgesetzt worden. Frauen sind einsam und verlassen, Männer machen ihr eigenes Ding, und wer wissen will, warum die Herren Seesterne tragen, muss sich in eine Tankstelle begeben, die keine mehr ist. Es gibt kein Anfang und kein Ende, das Glück ist ein Fragebogen aus Bhutan, das - nur falls sich an dieses Buch jemand verirrt, der nicht aus der Welt der Hochintellektuellen stammt - kein Gas, sondern ein Königreich in Südasien ist. Anführungszeichen werden völlig überbewertet, das ist was für Anfänger oder Containergucker oder all diese Leute, die gute Unterhaltung erwarten, und falls jemand denkt, diese Rezension sei verwirrend, dem empfehle ich aus tiefsten Herzen dieses Buch, diesen Kessel aus Worten, zusammengerührt und geschüttelt und Schluss. Zusatz: Ich habe schon überlegt, dem Buch sogar zwei Punkte zu geben, denn es hat mich zum Nachdenken angeregt. Erstens: Ich habe keinen Plan, wie meine Urgroßeltern heißen. Zweitens: Ich habe den Deutschen Buchpreis gegoogelt. Es ist ein vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels geschaffener Preis. Einer der Partner davon ist die Deutsche Bank Stiftung. Als ich las, dass die Deutsche Bank Stiftung etwas sei, das ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolge, hat mich das immerhin zum Lachen gebracht.

    Mehr
    • 4
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks