Anna Woltz

 4,4 Sterne bei 145 Bewertungen
Autor*in von Hundert Stunden Nacht, Für immer Alaska und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Anna Woltz wurde 1981 in London geboren und wuchs in Den Haag auf. Sie studierte Geschichte in Leiden und arbeitet seither als Autorin und Journalistin. In den Niederlanden und Deutschland sind ihre Bücher bereits vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Luchs des Monats, dem silbernen und goldenen Griffel.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Nächte im Tunnel (ISBN: 9783551322258)

Nächte im Tunnel

 (16)
Erscheint am 24.05.2024 als Taschenbuch bei Carlsen.
Cover des Buches Skip und der Kaninchendieb (ISBN: 9783551558503)

Skip und der Kaninchendieb

 (1)
Neu erschienen am 26.02.2024 als Gebundenes Buch bei Carlsen.

Alle Bücher von Anna Woltz

Cover des Buches Hundert Stunden Nacht (ISBN: 9783551318039)

Hundert Stunden Nacht

 (45)
Erschienen am 22.03.2019
Cover des Buches Für immer Alaska (ISBN: 9783551319005)

Für immer Alaska

 (33)
Erschienen am 02.07.2020
Cover des Buches Nächte im Tunnel (ISBN: 9783551322258)

Nächte im Tunnel

 (16)
Erscheint am 24.05.2024
Cover des Buches Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess (ISBN: 9783551317117)

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

 (9)
Erschienen am 25.07.2018
Cover des Buches Kükensommer (ISBN: 9783423718615)

Kükensommer

 (8)
Erschienen am 19.06.2020
Cover des Buches Haifischzähne (ISBN: 9783551555151)

Haifischzähne

 (4)
Erschienen am 01.10.2020
Cover des Buches Haifischzähne (ISBN: 9783551320520)

Haifischzähne

 (2)
Erschienen am 29.06.2022

Neue Rezensionen zu Anna Woltz

Cover des Buches Skip und der Kaninchendieb (ISBN: 9783551558503)
CorniHolmess avatar

Rezension zu "Skip und der Kaninchendieb" von Anna Woltz

Ein wunderbarer Kinderkrimi. Spannend, witzig, überraschend.
CorniHolmesvor 17 Tagen

Skip ist acht Jahre alt und hat einen Kopf wie ein Skippy-Ball. Also, von innen, nicht von außen. Seine Gedanken sind oft das reinste Chaos und hüpfen wild herum – wie ein Skippy-Ball eben. Was Skip auch hat: Zwei tolle beste Freunde, die Bennie und Olena heißen, und ein Kaninchen namens Schnuffi, das seinen Kopf nicht mehr so herumhopsen lässt, wenn es warm und still auf seinem Schoß sitzt. Normalerweise ist Schnuffi bei den Treffen der Kinder in ihrem Baumhaus immer dabei, doch eines Tages ist sein Kaninchenstall leer. Die Tür steht sperrangelweit offen und keine Spur vom Langohr. Die drei machen sich sofort auf die Suche und entdecken kurz darauf einen merkwürdigen kleinen Gegenstand, den Benni schnell als „Pippi-Wecker“ identifiziert. Ob er etwas mit Schnuffis Verschwinden zu tun hat? Ist er vielleicht ein wichtiges Indiz? Wie echte Detektive tüfteln die Freunde einen Plan aus und legen mit dem Ermitteln los. Sie befragen den Verkäufer in der Tierhandlung und treffen dabei auf ein seltsames Mädchen mit Augenklappe, die wie eine Piratin aussieht. Und sie verhält sich äußerst verdächtig, schließlich hat sie gerade einen Kaninchenstall gekauft. Ob es Skip, Bennie und Olena wohl gelingen wird, den Fall aufzuklären?

Die Bücher von der Anna Woltz lese ich immer unheimlich gerne. Mich hat bisher noch kein Werk aus ihrer Feder enttäuscht – und das hier vorliegende schmale Büchlein bildet da natürlich keine Ausnahme.

Hinter dem bunten Cover verbirgt sich ein ebenso farbenfrohes Erstleseabenteuer, das in gewohnter Anna-Woltz-Manier daherkommt: Humorvoll, mitreißend, einfühlsam und lebensnah und mit viel Herz und einzigartigen Charakteren.

Verpackt in einer aufregenden Krimigeschichte erzählt die niederländische Autorin in ihrem neuen Kinderroman von einem verschwundenen Kaninchen und geheimnisvollen Piratenmädchen, von einer abenteuerlichen Spurensuche, vielen Rätseln und wild herumhüpfenden Gedanken. Die Geschichte ist durchgehend aus der Sicht von Skip geschrieben und da er uns Leser*innen gleich zu Beginn direkt anspricht und in seinen Kopf hineinschauen lässt, kann man sich spielend leicht in ihn und die Handlung hineinversetzen. Kinder werden sich dank der kindlichen Erzählstimme sehr gut mit Skip und seinen Freunden identifizieren können und ihre Ermittlungsarbeiten mit diebischer Freude mitverfolgen.

Langeweile kommt auf den 96 Seiten garantiert nicht auf, hier wird sogar der größte Lesemuffel am Ball bleiben. Die Handlung lässt einen ordentlich mitfiebern und miträtseln und bringt einen öfters auch zum Lachen. Und die Auflösung am Ende werden sicherlich auch so manche Erwachsene nicht kommen sehen. Gleichzeitig führt uns die Geschichte aber auch vor Augen, was Freundschaft ausmacht und dass man sich für seine Schwächen nicht zu schämen braucht. So macht Benni nachts noch manchmal ins Bett, aber Skip und Olena finden das gar nicht schlimm – jeder pinkelt schließlich – sie akzeptieren einander, so wie sie sind.

Die vielen farbigen, witzigen Illustrationen von Saskia Gaymann ergänzen die Erzählung perfekt und steigern das Lesevergnügen. Sie veranschaulichen zum Beispiel gekonnt Skips sprunghafte Gedanken oder erklären die Funktion des Pippi-Weckers. Sehr cool ist auch die Seite, die wie ein Notizbuch aussieht und eine Liste mit den detektivischen Beobachtungen und Ergebnissen unseres Trio enthält. Das Buch ist wirklich toll aufgemacht und da sich oft nur wenig Text auf den Seiten befindet, hat man es im Nu durchgeschmökert.

Fazit:
„Skip und der Kaninchendieb“ ist eine spannende, lustige und warmherzige Detektiv- und Freundschaftsgeschichte mit jeder Menge Mitratespaß und Schmunzelgarantie. Authentisch aus Kindersicht erzählt und liebevoll illustriert. Ein wunderbarer Kinderkrimi ab 7 Jahren, der fesselt, überrascht und einfach gute Laune macht. Ich kann das Buch nur empfehlen, ich finde es ganz zauberhaft. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen! 

Cover des Buches Nächte im Tunnel (ISBN: 9783551584748)
R

Rezension zu "Nächte im Tunnel" von Anna Woltz

Unexploded Bomb als Roman
riraraffivor einem Monat

Auf den ersten Blick erinnert das Cover vom Zeichenstil her an ein Anime. In den Haaren sind aber keine Spangen, wie ich zunächst dachte, es handelt sich um Flugzeuge.

Die 14-Jährige Ella lebt während des Zweiten Weltkrieges in London und flüchtet jede Nacht mit ihrer Familie in den U-Bahn-Tunnel, so wie viele andere Menschen auch, denn nachts ist Fliegeralarm und die Stadt wird bombardiert. Ella hat sich schon vorher in ihrem Leben gefangen gefühlt, seitdem sie an Polio erkrankt war, ist eines ihrer Beine gelähmt und auch psychisch hat sie sich noch nicht von der “Eisernen Lunge" erholt.

Als sie eines Tages die 15-Jährige Quinn kennenlernt, die vor ihrem wohlbehüteten Leben auf dem Land flüchtet, um “das wahre Leben” kennenzulernen, fängt auch Ella an zu leben, soweit es irgendwie unter den Umständen geht. Gleichzeitig tritt Jay, ein 16-jähriger Gauner, in ihr Leben und vervollständigt das Bild einer Jugend, die im Schatten des Krieges ihren Platz sucht.


Von Anfang an ist klar: Der Tod wird einen aus ihrem Kreis ereilen - Ella, Quinn, Jay oder Ellas kleinen Bruder. Bis zuletzt bleibt diese Ungewissheit, wen der Tod treffen wird, sie lauert in der Geschichte wie eine UBX, eine unexploded bomb, die in den Straßen lauert. Ein Ausdruck, den die Londoner Einwohner zu dieser Zeit wie selbstverständlich verwenden und somit auch Ella. Die Stelle selbst wurde kurz vorher  angekündigt und hat mich in Atem gehalten, zusätzlich war sie natürlich äußerst emotional.


Das Leben in ständiger Angst, nachts eingepfercht zwischen Fremden in einer U-Bahn-Station, ist kaum vorstellbar. Doch gerade die jugendliche Perspektive macht die Erzählung so eindringlich: Jugendliche, die machtlos dem Krieg beiwohnen, der von anderen geführt wird, unfähig, ihr eigenes Leben zu beginnen.


Ella als Ich-Erzählerin ist toll gewählt, sie wäre im echten Leben bestimmt wirklich eine tolle Schriftstellerin.
Die Autorin schafft es, ein düsteres und scheinbar hoffnungsloses Szenario mit jugendlichem Leben und starken Figuren zu füllen, die jede*n Leser*in auf ihre eigene Art berühren und beeindrucken.



Cover des Buches Nächte im Tunnel (ISBN: 9783551584748)
Ramgardias avatar

Rezension zu "Nächte im Tunnel" von Anna Woltz

Ängste und Hoffnung
Ramgardiavor 5 Monaten

Dieses Buch wurde mehrfach ausgezeichnet und ich kann nur sagen, zu Recht! Ein Buch, das zutiefst berührt und bewegt.

Die vierzehnjährige Ella lebt mit ihrer Familie in London, die Mutter hilft anderen Menschen, die alles durch die Luftangriffe der Deutschen Armee verloren haben. Der Vater räumt während und nach den Angriffen auf. Ella und ihr kleiner Bruder Robbie müssen jeden Tag an der U-Bahn-Station anstehen, um dort einen Platz für die Nacht zu sichern. Jay, der sich alleine durchschlafen muss, „verkauft“ gute Platz in einem Tunnel, dort ist es nicht so laut und eng, wie auf dem Bahnsteig. Erst als die fünfzehnjährige Quinn auftaucht, die vom Landsitz ihrer Familie geflohen ist, um Verletzen zu helfen, können die vier gemeinsam ihre Nächte im Tunnel verbringen. Sie erfahren einiges von den anderen und geraten einige Male aneinander. 

Das Buch beginnt damit, dass einer der Vier sterben wird und dieses Wissen belastet das Lesen, alle vier wachsen uns Lesenden ans Herz und der Gedanke, dass eine(r) dieser Kinder die Tage, in denen das Buch spielt, nicht überleben wird, macht von Anfang an traurig. Aber trotzdem ist es auch ein Buch das Hoffnung gibt, denn alle stehen am Anfang ihres Lebens und wir erfahren ihre Wünsche und Träume, die hoffentlich wahr werden.

Gerade in diesen Zeiten, in denen wir die Menschen in Kiew ebenfalls in den U-Bahnhöfen sitzen sehen, ist uns die Situation der Menschen in London während des 2. Weltkriegs näher. 

Ein Buch, dass uns aufwühlt und hoffen lässt.

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