Hundert Stunden Nacht

von Anna Woltz 
4,3 Sterne bei36 Bewertungen
Hundert Stunden Nacht
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furchtloss avatar

Viele ernsthafte Themen werden angeschnitten, aber eben leider nicht tiefgründig behandelt.

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Die Geschichte spiegelt sich in gelungenen Bildern im Kopf wieder... Zieht einen förmlich in den Bann - Nur zu Empfehlen!

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Inhaltsangabe zu "Hundert Stunden Nacht"

Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Zum Glück lernt sie Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen finden sie eine Bleibe in SoHo. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783646927894
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:256 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:24.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Boozeanvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichte spiegelt sich in gelungenen Bildern im Kopf wieder... Zieht einen förmlich in den Bann - Nur zu Empfehlen!
    Rezension für Hundert Stunden Nacht

    Anna Woltz

    Hundert Stunden Nacht

    _________________________________________________________

    Inhalt:

     

    Emilia hält es einfach nicht mehr aus. Ihr Vater war Schuldirektor und hatte eine Affähre mit dem schlimmsten Mädchen der Schule, und ihre Mutter, eine sehr erfolgreiche Künstlerin, liegt in ihrem Atelier auf dem Boden - was tun? Natürlich wegziehen. Wohin - natürlich nach New York! Also buchte Emilia einen Flug, und eine Ferienwohnung. Mit Paps Kreditkarte.  Angekommen, merkt Emilia dass ihr vermeindliches Hotel die Wohnung eines Jungen ist und genau zu diesem Zeitpunkt der Orkan Sandy direkt auf New York zusteuert.

     

    Gemeinsam mit ihren neu gefundenen Freunden "kämpft" Emilia sich durch die dunkle Zeit.


    _________________________________________________________

    Fazit:

     

    Das Buch bindet einen in seinen eigenen Bann. Freundschaft wird geschlossen, und ums überleben gekämpft. So was sind 100 Stunden Nacht. Die atemberaubende Schreibweise verleiht dem Buch Humor, wie auch trauer. Einfach nur zu Empfehlen!

     

     

    ACHTUNG:
    Buch kann leicht perverse Wörter beinhalten!


    _________________________________________________________

    Boozean Bewertung:

    🌟🌟🌟🌟🌟

    _________________________________________________________


    Hier auch auf Boozean´s Website zu finden: https://boozean.jimdo.com/b%C3%BCcher/hundert-stunden-nacht/


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    lex-bookss avatar
    lex-booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kein Fehlgriff, aber auch kein Muss. Nette Geschichte mit kleinen Botschaften, die auf mich etwas unausgegoren wirkte.
    Nichts Halbes, nichts Ganzes

    Die Geschichte an sich ist nett – drei Teenager und ein 9jähriges Mädchen bilden – während Sturm Sandy über New York hinweg fegt - eine Zweckgemeinschaft, kommen sich näher, erzählen sich ihre Familiengeschichten. Alle sind in irgendeiner Form familiär vorbelastet, gewinnen im Laufe der Story aber eine andere Perspektive auf ihre Probleme. Eine Extremsituation, die heilsam wirkt und zusammenschweißt. Sehr dezent gibt es auch eine altersgemäße Romanze.

    Die Handlung ist dabei relativ unspektakulär und das Buch eher von der ruhigen Sorte, anders als der Klappentext vermuten lässt. Erst zur Hälfte kommt der angekündigte Sturm und ist auch schnell wieder vorbei. Von einer echten Notlage kann keine Rede sein, da suggeriert die Inhaltsangabe leider etwas anderes.

    Im Mittelpunkt steht die 14jährige Emilia, die nach einem Fehltritt ihres Vaters auf der Flucht vor dem medialen Shitstorm ist. Während Emilias Gefühle hier weitestgehend nachvollziehbar waren, hatte ich leider grundsätzliche Probleme mit der Logik der Geschichte. Die Autorin sagt selbst, dass sie zu Beginn eines Jugendbuches immer erst versucht, die langweiligen Erwachsenen loszuwerden. Nur wirkt dies hier etwas bemüht. Ein 14jähriges holländisches Mädchen haut einfach so mal eben alleine nach New York ab? Wirklich? Hat keine Probleme am Flughafen? Hat zudem eine Bakterienphobie, begibt sich aber in eine der größten Städte der Welt?

    Die Charaktertiefe ist - gerade in Anbetracht der Thematik - leider auch nicht überragend, die Protagonisten empfand ich als eher spröde, sie blieben mir ehrlicherweise alle etwas fremd. Am sympathischsten fand ich die neunjährige Abby, die ihr Herz auf der Zunge trägt und damit den ein oder anderen Stein ins Rollen bringt. Darüber hinaus ist der Ton der Kinder/Jugendlichen jedoch nicht durchgehend stimmig. Sowohl die neunjährige Abby, als auch die 14jährige Emilia und Nerd Seth erschienen mir teilweise viel zu reif. Störend fand ich auch die mitunter deftige Ausdrucksweise. (*f.....).

    Manche Gespräche gestalteten sich recht interessant, hier schwingen intelligente, kleine Lebensweisheiten mit. Leider versanden diese in wiederkehrenden Streifzügen durch die Stadt, mal auf der Suche nach einer Dusche, mal nach WLAN oder auf dem Weg in ein Restaurant.

    Auch das Ende kam mir etwas zu simpel vor. Zwar werden nicht alle Probleme gelöst, aber die Sicht darauf veränderte sich für mich nicht ganz nachvollziehbar. Es wirkte, als wolle die Autorin mit einem positiven Gefühl abschließen, hätte dabei aber nicht mehr ausreichend Seiten zur Verfügung, um alles mit angemessener Ruhe zu bewerkstelligen. Zudem wird noch einmal deutlich, dass es den Figuren insgesamt an Tiefe und der Handlung an bedeutsamen Dialogen fehlt.

    Der Schreibstil hat mir eigentlich am besten gefallen – er ist einfach, klar und präzise, sehr gut lesbar. 

    Fazit: Schöner, präziser Schreibstil trifft auf leicht unausgegorene Ansätze von Coming-of-Age, vermischt mit etwas Abenteuer. Irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Für Zwischendurch ganz nett, aber man hätte mehr draus machen können.

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    LieLus avatar
    LieLuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: An einigen Stellen war das Buch ein wenig vorhersehbar, allerdings trotzdem nicht oberflächlich.
    Hundert Stunden Nacht (Anna Woltz)

    Erschienen:
    3. März 2017
    Seitenzahl: 256
    Verlag: Carlsen Verlag
    Hardcover: 15,99 €
    ISBN: 9783551583482

    Die Autorin

    Anna Woltz wurde 1981 in London geboren und wuchs in Den Haag auf. Sie studierte Geschichte in Leiden und arbeitet seither als Autorin und Journalistin. Nach den erfolgreichen Kinderbüchern ›Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess‹ und ›Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte‹ legt sie mit ›Hundert Stunden Nacht‹ ihr erstes Jugendbuch auf Deutsch vor.

    Hundert Stunden Nacht

    Emilia hält es zuhause nicht mehr aus. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Da macht ihr Vater schon so etwas und dann macht sich auch noch das gesamte Netz darüber lustig. Das erträgt das junge Mädchen einfach nicht mehr. Kurzerhand schnappt sie sich die Kreditkarte ihres Vaters und bucht einen Flug nach New York. „One Way“, versteht sich. Sie will einfach nur weg. Leider entpuppt sich das Apartment, welches sie über das Internet gemietet hat, als Flop, welches gar nicht existiert. Zu allem Überfluss kündigt sich dann auch noch der Wirbelsturm Sandy an, der Amerika in Angst und Schrecken versetzt. Als sie dann jedoch Setz, den verrückten Jim und Abby kennenlernt, scheint sich ihr Schicksal wieder zu wenden. Doch der Sturm hat die Stadt schnell im Griff und Emilia kann keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern herstellen…

    Fazit

    Ein wirklich ansprechendes Cover und einen toll formulierten Klappentext, was will das Leserherz mehr? Meines braucht zunächst nicht viel, weshalb mir das Buch schnell in die Hände fiel. Ich wurde nicht enttäuscht, denn schon auf den ersten Seiten passierte unheimlich viel. Schnell lernt man Emilia näher kennen und auch ein bisschen lieben. Sie scheint ein einsames Mädchen zu sein, welches von den Mitteilungen der Sozialen Netzwerke ziemlich frustriert ist. Auch ihre Eltern scheinen nicht wirklich mit ihr zu sprechen. Daher tat sie mir ziemlich leid. Ich fand ihre Idee nach New York zu reisen, richtig toll. Allerdings nicht allein, so wie die 14-jährige Emilia es letztlich tut.

    Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm locker und leicht. Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein und konnte der Handlung sehr gut folgen. Schon nach den ersten Seiten war ich mittendrin und litt förmlich mit Emilia mit. Allein in New York angekommen, stellt sich das Appartment auch noch als Fehler heraus, damit steht sie auf der Straße und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Doch dann hilft ihr das Schicksal. Auch, wenn der Sturm Sandra immer näher zu kommen scheint. Die Seiten schienen nur so dahin zu fliegen und mich zu fesseln. Auch die unterschiedlichen Charaktere fand ich sehr gut, auch wenn ich den ein oder anderen erst ein wenig kennenlernen musste, um ihn lieben zu lernen. Der Erzählstil war ein wenig kindlich, allerdings dem Alter der Protagonistin angemessen, würde ich sagen.

    Alles in allem ein interessantes Buch, welches mir von der Geschichte her sehr gut gefallen hat und mich überzeugen konnte. An einigen Stellen war das Buch ein wenig vorhersehbar, allerdings trotzdem nicht oberflächlich.

    https://immer-mit-buch.blogspot.de/2017/09/rezension-hundert-stunden-nacht-ein.html

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    germanbookishblogs avatar
    germanbookishblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: So ein gutes Buch!
    Einer meiner Carlsen-Lieblinge!

    Emilia hat kein Bock mehr. Sie wird in ihrer alten Schule bis aufs letzte gemobbt, nur weil ihr Vater, der Schuldirektor ihrer Schule, mit einer Schülerin geschrieben und sich mit ihr getroffen hat. Als das rauskam, war ganz Holland schockiert. Im Internet wurden Hassparolen gegen ihn und seine Familie publiziert. Und somit auch gegen Emilua. Damit muss Schluss sein. Sie haut nach New York ab, um dem ganzen Trubel zu entkommen. Sie ist zwar erst vierzehn, kann aber gut auf sich allein aufpassen. Blöd nur, dass die gemietete Wohnung gar nicht existiert. Noch blöder ist, dass Orkan Sandy auf dem Weg und somit ganz New York in Aufruhr ist. Ob der gutaussehende Jim oder der schüchterne Seth und seine aufgedrehte Schwester Abby ihr helfen können?
    Mir hat das Buch extrem gut gefallen. Anna Woltz hat hier ein wahres Meisterwerk erschaffen. Die Kulisse kann nicht besser gewählt sein. New York wird hier so wunderbar schön beschrieben, gleichzeitig wird hier aber auch die fatale Veränderung nach Sandy super zur Schau gestellt - ich dachte, ich wäre mittendrin. Die Handlung ist durchweg spannend, humorvoll, an manchen Stellen dramatisch und geheimnisvoll. Man möchte glatt das Buch nicht aus den Händens legen.Der Geschichtsverlauf ist auch mega. Unglück über Unglück kommen in Emilias Leben auf, trotzdem hält sie ihnen Stand. Eine wahrhaft starke Protagonistin. So sind auch die anderen Charaktere gewählt. Seth und Jim buhlen um Emilias Herz - der eine auffällig, der andere eher versteckt. Die kleine Schwester Abby ist für mich dennoch der wahre Held im Buch. Ich finde Abby ist ein so großartige vielschichtiger Charakter, obwohl sie erst neun ist, verhält sie sich in manchen Situationen erwachsener als die anderen. Sie ist an manchen Stellen zwar ein wenig aufdränglich und hyperaktiv, doch dies schmeichelt ihtem Charakter einfach nur positiv. 
    Alles in allem ein mega gutes Buch, was ich jedem nur empfehlen kann. Das wird bestimmt nicht mein letztes Buch von Anna Woltz sein...

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    Damariss avatar
    Damarisvor einem Jahr
    Wunderbar-charmant und sogar etwas skurril. Lesen!

    "Honderd uur nacht" lautet der sympathisch-niederländische Originaltitel von "Hundert Stunden Nacht", dem aktuellen Buch von Anna Woltz. Darin geht es um Emilia, ein Mädchen aus Holland, ein Familiendrama und New York. Und wäre New York alleine nicht schon genug Leseanreiz für mich (Ich liebe NY!), machte die Beschreibung das Buch zu einem Lesemuss. Es hat sich gelohnt, die Geschichte ist toll! Schon mit den ersten Seiten war das Buch bei mir auf Highlight-Kurs.

    Die Geschichte startet mit Emilias Aufbruch nach New York. Schnell musste es gehen, denn sie möchte Holland so schnell wie möglich verlassen. Trotz des übereilten Aufbruchs ist Emilia gut vorbereitet, sie hat alles, wirklich alles, was sie benötigt ausgedruckt und die Kreditkarte von ihrem Vater eingesteckt. Dazu hat sie sich eine Geschichte für die Einreise am Zoll überlegt und, das Wichtigste, noch auf die Schnelle ein bezahlbares Appartement gefunden - im Voraus bezahlt natürlich.
    Emilia ist ein ganz einzigartiges Mädchen (ebenso ihre Familie), ich habe sie direkt ins Herz geschlossen. Sie ist organisiert und offen, hat aber mit einer Angststörung zu kämpfen. Doch sie ist auch tief verletzt und verstört, kombiniert mit sehr viel Wut. Etwas ist zu Hause passiert, etwas, das für sie so ungeheuerlich ist, dass sie aus dem Land flieht. Emilia gibt kleine Hinweise, dass es dabei konkret um ihrer Familie, ihren Vater, geht. Was genau vorgefallen ist, erfährt man erst später.

    In New York gibt es zwar das gebuchte Appartement nicht, dafür lernt Emilia Seth und Abby kennen, Geschwister, die ein paar Tage alleine zu Hause sind. Ebenso Jim, der ziemlich verrückt und abgerissen ist. Mehr oder weniger unfreiwillig müssen die vier sich zusammenraufen, denn New York steht ein schlimmer Orkan bevor.
    Die komplette Handlung, die Erlebnisse der Gruppe, sind so originell, humorvoll und einmalig, dass ich vom Buch völlig hingerissen war. Die Geschichte ist charmant, aber deutlich, und Emilias Hintergrundgeschichte ist nicht einfach zu bewerten. Einzig gegen Ende nützt Emilia die Differenzen mit ihren Eltern, um ihren Kopf durchzusetzen, was ich etwas überzogen fand. Geschmälert hat das das Leseerlebnis zum Glück nicht. Der Schluss ist nämlich einfach goldrichtig.

    Das Fazit
    Anna Woltz hat mit "Hundert Stunden Nacht" ein Jugendbuch geschrieben, das für immer in meinem Regal bleiben wird. Es ist ein Buch mit einzigartigen Charakteren, die alle etwas aus ihren Erlebnissen mitnehmen und die es wert sind, im Gedächtnis zu bleiben. Die Geschichte hat etwas ganz Zauberhaftes und Charmantes, ist lustig und nachdenklich zugleich (und manchmal fast ein bisschen skurril). Dazu kommt ein fantastisches New-York-Flair mit der außergewöhnlichen Situation eines dramatischen Sturms. Es passt einfach. Lesen!

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    chochi_rains avatar
    chochi_rainvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wundervolle Geschichte über das Erwachsen werden mit einer Prise Katastrophe und einem großen Teil Sarkasmus.
    Hundert Stunden Nacht: Hurricane Sandy trift auf Fänger im Roggen


    Hundert Stunden Nacht ist allem voran eine Geschichte über das Erwachsen werden. Woltz fragt was passiert, wenn man Eltern plötzlich nicht mehr nur als „Eltern“ wahrnimmt, sondern auch als Menschen. Sie thematisiert die Auswirkungen von Twitter und Co auf unsere Kommunikation und wie schnell aus Gerüchten „Tatsachen“ werden können, wenn sie nur oft genug wiederholt werden.


    Aber es geht auch um Emila, Abby, Seth und Jim, vier Jugendliche, die in der Not zu Freunden werden, und die durch das plötzliche Wegbrechen des medialen Dauerrauschens, dazu gezwungen werden sich mit sich selbst und ihrer jeweiligen Zukunft auseinanderzusetzen. Beginnend bei der Einsicht, dass die Kindheit bald vorbei ist und der „Ernst des Lebens“ auf jeden Wartet.


    Ergänzt wird die Erzählung zusätzlich mit einem fast schon schwarzen Humor und einer großen Menge spitzer Bemerkungen, die dafür sorgen, dass man immer wieder während des Lesens laut loslachen muss.


    Komplette Rezension auf Chochi in Wonderland lesen

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor einem Jahr
    Hundert Stunden Nacht

    Inhalt:

    Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Zum Glück lernt sie Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen finden sie eine Bleibe in SoHo. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist sehr ruhig, angenehm, leicht und fließend, schnell und einfach zu lesen.

    Obwohl sowohl Handlung als auch Erzählstil sehr ruhig und gediegen sind, konnte mich die Geschichte einnehmen. Eine Geschichte über Freundschaft, das Erwachsenwerden, Freiheit. Aber auch Themen wie Mobbing, die geringe Hemmschwelle im Internet und die Folgen für die Betroffenen, wenn ein Shitstorm losgetreten wird. Außerdem kommen die Ängste, die Panik und die Zwänge der Protagonistin hinzu. Alles eingerahmt von einem Wirbelsturm, der zusätzliche Probleme mit sich bringt. Eine tiefgreifende Geschichte über Jugendliche, die sich zusammenraufen, plötzlich über das Leben und die Zukunft nachdenken, die Änderungen anstreben und die wieder Perspektiven haben.

    Das Ende war mir allerdings zu abrupt. Ich hatte das Gefühl, dass noch etwas Wichtiges fehlt, die Handlung noch nicht abgeschlossen ist, da sie einfach aufhört. Gerne hätte ich noch einen Blick in die Zukunft geworfen.

    Das Setting hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe New York! Diese ansonsten so pulsierende Stadt konnte ich mir sehr gut während und nach dem Sturm vorstellen, tot und ruhig. Die Atmosphäre wurde wunderbar wiedergegeben.

    Als Mutter einer 12-jährigen Tochter und eines 10-jährigen Sohnes musste ich allerdings zwischendrin den Kopf schütteln. 2 minderjährige Kinder (9 und 15) alleine während eines Sturms in NY, ein 17-jähriger, schwer verletzter, alleine und eine 14-jährige, die alleine von Holland in die Metropole flüchtet. Erschreckend wie einfach das alles erscheint.

    Die Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet. Besonders Abby ist mir unheimlich ans Herz gewachsen. Ein aufgewecktes Mädchen, das mich mit ihren Fragen und Erklärungen des Öfteren zum Schmunzeln gebracht hat.

    Emilia ist eine sehr besondere Protagonistin. Sie flüchtet nach NY um den Anschuldigen, Drohungen im Internet und ihren Eltern zu entfliehen. Dabei leidet sie unter Ängsten, Zwängen und Neurosen, hautsächlich war die Hygiene betrifft. Während eines Sturms ohne Strom und Wasser ist das natürlich sehr schwierig. Sie war teilweise mit ihrem Verhalten etwas nervig, aber durchaus authentisch.

    Eine interessante Geschichte mit vielseitigen Charakteren, die mich gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat.

    Fazit:

    Eine ruhige, tiefgründige Geschichte mit vielseitigen Charakteren. Leseempfehlung!

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    buecherschluckers avatar
    buecherschluckervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes und tiefgründiges Buch zum Träumen! Ich wollte nicht, dass es endet - niemals.
    Zum Träumen..

    Inhalt:
    Emilia ist 14 Jahre und einfach nur wütend - auf ihre Eltern, auf ihre Mitschüler, auf ihr Leben. Zuhause erträgt sie es nicht mehr und haut ab - nach New York, mit der Kreditkarte ihres Vaters, mit der sie auch den Flug gebucht hat und schafft es sogar über den amerikanischen Zoll. Eigentlich hat sie in New York ein super gemütliches Apartment für die nächsten zwei Wochen gebucht, tja, nur leider existiert dieses gar nicht. 
    Als sie klingelt, machen ihr nur die Geschwister Seth (15 Jahre) und Abby (9 Jahre) auf, kein symphytischer Vermieter, wie es auf Webseite stand. Als sich jedoch der Wirbelsturm "Sandy" ankündigt, bleiben Seth und Abby nichts anderes übrig, als Emilia aufzunehmen. Aus Mitleid nehmen sie dann noch den verrückten Jim (17 Jahre) zu sich, der überhaupt nicht auf sich alleine aufpassen kann.
    Dann: Sturm. Stromausfall. Kälte.
    Sie müssen immer näher zusammenrücken - Das passt Emilia, mit ihrer Zwangsneurose so überhaupt nicht, aber sie muss, ob sie will oder nicht...



    Meine Meinung:
    m Grunde genommen ist die eigentliche Story total unrealistisch. Ich meine: ein 14 Jähriges Mädchen klaut die Kreditkarte seines Vaters und bucht damit auch noch ein Flug nach New York - schafft es in Amerika dann sogar über den Zoll - ich glaube nicht, dass das in der Realität klappen würde. Dann überlebt sie auch noch ohne Probleme mit anderen Jugendlichen ein lebensgefährlichen Wirbelsturm..
    Das ist aber auch der einzige Aspekt, der mich an der Geschichte gestört hat, also, dass die Personen so jung sind. Während ich gelesen habe, habe ich mir automatisch Personen vorgestellt, die Älter wie 14 Jahre aussehen - aber ich denke, diese Vorstellung ist jedem selbst überlassen und wie schon gesagt - das ist das einzige, was mich an dem Buch gestört hat. Man muss das einfach mal ausblenden und sich wagen, zu Träumen!

    Schon nach dem ersten Absatz war ich total verliebt in das Buch. Man ist super in den Schreibstil reingekommen und konnte jedem Wort super folgen. Das Buch hat einen regelrecht dazu aufgefordert, sich einfach fallen und in die Geschichte gleiten zu lassen - wie, als wär man auf einer Luftmatratze in einem See: Man genießt und lässt sich einfach durch das Wasser gleiten, ohne schwere Last oder Gedanken. Und so ging es mir bei dem Buch auch. Es war wie ein kleiner Zufluchtsort vor dem Alltag und dem Stress. 
    Mit jeder Seite hat man sich immer mehr wie ein Teil der Geschichte gefühlt - man hat einfach dazugehört. 

    Es ist zwar nicht viel Spannendes passiert, aber das war auch nicht meine Erwartung, denn es ist kein Actionroman oder Thriller - es ist ein Buch zum Loslassen und Träumen, wie es der Klappentext auch schon verraten hat. Es musste gar nichts Spannendes passieren, das Buch wollte ich trotzdem nicht mehr aus der Hand legen. Es war von der ersten Seite an total interessant und dieser Zustand von Neugier hat auch niemals aufgehört. Die Geschichte hat dich einfach gefesselt und nicht wieder losgelassen. Und daran merkt man, dass die Story eigentlich perfekt ist. 


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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Lesevergnügen über das Erwachsenwerden mit vielschichtigen Figuren
    Tolles Lesevergnügen über das Erwachsenwerden mit vielschichtigen Figuren

    Klappentext

    „Emilia hat sich die Kreditkarte ihres Vaters geschnappt und einen Flug nach New York gebucht. Sie will einfach nur weg. Aber das Apartment, das sie übers Internet gemietet hat, gibt es gar nicht und zu allem Überfluss kündigt sich Wirbelsturm Sandy an. Zum Glück lernt sie Seth, Abby und den ziemlich verrückten Jim kennen. Zusammen finden sie eine Bleibe in SoHo. Inzwischen hat der Sturm die Stadt fest im Griff: das Haus beginnt zu wackeln, dann fällt der Strom aus. Die vier müssen immer enger zusammenrücken, ob sie wollen oder nicht.“

     

    Gestaltung

    Mit seiner Kombination aus hellgelb, hell- und dunkelblau finde ich das Cover sehr cool. Mir gefällt vor allem das Motiv, denn die Brücke und die Gebäude sehen sehr nach New York aus und wirken vor dem mit Spiralen versehenen Himmel richtig toll. Die kleinen, hellen Kreise sehen dabei aus wie Sterne am Nachthimmel, wodurch eine angenehm beruhigende Atmosphäre beim Betrachten des Covers entsteht. Auch dass der Titel eine Kombination aus gelb und hellblau ist gefällt mir richtig gut. Ich finde, das Cover sticht sehr aus der Masse hervor und zieht den Blick nahezu magisch an!

     

    Meine Meinung

    Was für ein schönes Buch! Das habe ich gedacht, als ich „Hundert Stunden Nacht“ beendet hatte. Es ist das erste deutsche Jugendbuch der Autorin Anna Woltz, die bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht hat. In dem Buch geht es um die 14jährige Emilia, die mit der Kreditkarte ihres Vaters Reißaus nimmt und direkt in der Stadt, die nie schläft, – New York – flieht. Dort versucht sie vor ihrer chaotischen Situation zu Hause zu fliehen, jedoch stürzt sie im Big Apple auch nur von einer Katastrophe in die nächste. Wie gut, dass sie Seth, Abby und Jim kennen lernt, denn zusätzlich zu alldem Chaos naht auch noch Orkan Sandy…

     

    „Hundert Stunden Nacht“ ist meiner Meinung nach wundervoll erzählt. Autorin Anna Woltz erzählt aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Emilia. Dabei verwendet sie kurze, prägnante Sätze, durch die sich das Buch rasend schnell lesen lässt und die beim Lesen wie Pfeile sind, die stets ihr Ziel treffen. Jede Beschreibung ist präzise gewählt und so werden Emilias Situation und ihre Gefühle für den Leser griffig dargestellt. Auch das Setting in New York war super und dass die Autorin den Orkan Sandy aufgegriffen hat fand ich auch klasse, denn dies ist mir bisher auch noch nicht in einem Buch begegnet.

     

    Emilia hat mir als Figur sehr gut gefallen, denn ich konnte mit ihr mitfühlen und mich gut in sie hineinversetzen. Sie ist einsam und enttäuscht und möchte diesen Emotionen entfliehen, was für den Leser absolut nachvollziehbar ist und was sie einfach sympathisch macht. Sie sucht die Freiheit und berührte mich mit ihren Sehnsüchten und Wünschen sehr. Zudem hat sie zusätzlich ein Päckchen bzw. eine für manche Menschen seltsame Eigenart zu tragen (über die ich aus Spoilergründen nichts genaueres verraten möchte), durch die sie für mich eine sehr vielschichtige Figur wurde.

     

    Allerdings hat sie mich diesbezüglich auch dazu gebracht, meine Augenbrauen erstaunt in die Höhe zu ziehen, denn Emilia hat bei ihrer Flucht ihre „Eigenart“ nicht bedacht und nicht eingeplant. Ohne zu viel zu verraten, ist es schwer, dies genauer zu erklären, aber ihr „Päckchen“ ist etwas, das jeder Mensch, der auch unter so etwas leidet, garantiert berücksichtigt hätte bei der Planung der Flucht nach New York. Emilia hat dies jedoch nicht getan, was ich nicht so glaubwürdig und unrealistisch fand und was mich deshalb auch etwas gestört hat.

     

    Aber auch die anderen Charaktere sind von Vielfalt gekennzeichnet. Auch Seth, Abby und Jim haben ihre Päckchen zu tragen und im Verlauf der Handlung setzen sich alle Figuren damit auseinander. So fand ich es einerseits super, dass die Figuren trotz ihrer Unterschiede eine Verbindung und Freundschaft zueinander aufgebaut haben. Andererseits hat es mir auch richtig gut gefallen, dass die Protagonisten sich mit ihren Problemen befassen und sie nicht einfach wie dunkle Wolken über ihnen hängen bleiben.

     

    So ist „Hundert Stunden Nacht“ eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freiheit und auch über Freundschaft. Diese Themen werden in dem Buch, das mit Eintreffen des Orkans Sandy immer mehr Tiefe gewinnt, toll miteinander verbunden. Durch den Orkan sind die vier jungen Menschen ohne Erwachsene komplett auf sich allein gestellt und dabei wachsen sie an ihren Aufgaben. Sie befassen sich mit ihren alltäglichen Problemen, die ich durchaus realistisch fand und wachsen fest zusammen.

     

    Fazit

    „Hundert Stunden Nacht“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden, Freiheit und Freundschaft, welche sich aufgrund des fesselnden Schreibstils und der kurzen, prägnanten Sätze innerhalb weniger Stunden lesen lässt. Die Figuren sind sehr vielfältig und interessant und vor allem Protagonistin Emilia war mir sympathisch, auch wenn es eine Kleinigkeit gab, die mich gestört hat. Gerade das Auftreten des Orkans Sandy hat für mich das Buch sehr spannend werden lassen, denn dadurch gewinnt die Geschichte noch einiges an Tiefgang hinzu.

    Gute 4 von 5 Sternen!

    Reihen-Infos

    Einzelband

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    SelectionBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch zum Nachdenken für Teenager
    Ein Buch zum Nachdenken für Teenager

    Anna Woltz erzählt in „Hundert Stunden Nacht“ die Geschichte der vierzehnjährigen Emilia, die aus ihrer Heimat, den Niederlanden, in die USA flieht. Sie versucht so den bösen Stimmen aus dem Internet zu entfliehen, die drohen, sie aufgrund eines unverzeihlichen Vergehen von ihrem Vater umzubringen. Ganz allein kommt das Mädchen in der riesigen Metropole New York an und muss sich dort zurechtfinden, allein mit der entwendeten Kreditkarte ihres Vaters.

    Schnell wird Emilia klar, dass es nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. Ihr Apartment, welches sie im Internet gefunden hatte, gibt es nicht und sie steht vor der Tür eines wildfremden Jungen namens Seth. Ohne Unterkunft sieht sie ihrer ersten Nacht in der Stadt entgegen. Auf den Straßen New Yorks lernt sie den verletzten Jim kennen. Ebenfalls ein Teenager, der von Zuhause ausgerissen ist. Aufgrund seiner Verletzung fühlt sich Emilia für ihn verantwortlich und folgt ihm in sein Apartment. Am nächsten Morgen zieht sie auf der Suche nach Essen los und begegnet Seth wieder, der sich plötzlich um sie sorgt. Seth und seine Schwester Abby entscheiden, Emilia bei sich aufzunehmen. Nicht ohne Grund, denn schon in wenigen Stunden zieht ein schweres Unwetter über New York auf. Auch Jim, welcher dringend Medikamente und eine ärztliche Behandlung braucht, findet bei ihnen Unterschlupf. Durch den Sturm und den damit einhergegangenen Stromausfall, der weite Teile von New York umfasst, stehen die vier Teenager einer großen Herausforderung gegenüber. Sie müssen ohne Strom und ohne Handyempfang auskommen. Ein riesiger Schock. Im Laufe der Zeit wachsen die Vier stärker zusammen und stellen sich ihren Ängsten. Sie lernen Zusammenhalt und stützen sich gegenseitig. Dieses Jugendbuch zeigt dem Leser, wie abhängig wir heutzutage von Strom und Social Media sind. Anna Woltz wählt als Protagonisten ausschließlich Jugendliche aus. Jedoch, entgegen meiner Erwartungen, trägt die Autorin so die Problematiken der modernen Welt dennoch gut an den Leser heran. Die Protagonisten haben jeder für sich eine Hintergrundgeschichte, die im Laufe der Handlung ihren Charakter erklärt und ihr Verhalten begründet. Anna Woltz thematisiert auch das Cybermobbing-Problem. Durch die im Internet herrschende Anonymität gehen viele Menschen über ihre Grenzen hinaus und stoßen Drohungen und Beleidigungen aus, die im wirklichen Leben nicht fallen würden. Die Autorin beschäftigt sich auch mit vielen weiteren Problemen, die das Leben in der heutigen Zeit mit sich bringt. Allgegenwärtig sind Geldprobleme und psychische Krankheiten.

    Insgesamt ist Anna Woltzs Schreibstil authentisch und passt gut zu der Hauptprotagonistin Emilia. Der Fokus des Buches liegt auf Freundschaft, Vetrauen und dem Umgang mit typischen Problemen der heutigen Gesellschaft. Aufgrund der Wahl der Protagonisten und des sehr jugendlichen Schreibstils würde ich das Buch eher Teenagern ans Herz legen.

    [Gastrezension von Alina auf Selection Books]

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