Annabel Pitcher Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims

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Inhaltsangabe zu „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“ von Annabel Pitcher

Wenn eine Familie durch Trauer zerstört wird, kann nur der Mut und die Ehrlichkeit eines zehnjährigen Jungen sie wieder zusammenbringen Seit der zehnjährige Jamie das Spider-Man-T-Shirt von seiner Mutter in der Post gefunden hat, wartet er darauf, dass sie ihn besucht und ihn darin bewundert, wie sie es versprochen hat. Aber das war wohl eine Lüge. Genau wie das, was jeder nach dem Tod seiner Schwester Rose beteuert hat, nämlich dass alles wieder gut werden würde. Stattdessen ist seine Mutter ausgezogen, und sein Vater verzweifelt an seiner Trauer. Dabei will Jamie doch nur, dass sie wieder zueinanderfinden, dafür würde er alles tun.

Bin kaum voran gekommen weil ich nur weinen musste. Sehr emotional.

— Claudia_Späth
Claudia_Späth

Trauriges Thema, das aus Sicht eines Kindes sehr bewegend dargestellt wird.

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Schön geschrieben - wichtiges Thema!

— Sumsi1990
Sumsi1990

Sehr berührendes Buch über Trauerbewältigung, Verlust, Hoffnung ...

— lenisvea
lenisvea

An einigen Stellen schwer zu ertragen, aber im Gesamten eine wunderschöne, traurige, berührende Geschichte.

— SitataTirulala
SitataTirulala

Eine bewegende Geschichte über den Tod aus kindlicher Sicht

— kinga
kinga

Schonungslos ehrlich. Traurig und witzig zu gleich.

— Buecherfee82
Buecherfee82

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  • Rezension "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims"

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Mona90

    Mona90

    09. August 2016 um 11:29

    Die Geschichte: Dieses Buch habe vor einigen Monate spontan gekauft, weil es für nur 1 Euro zu kaufen gab und schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste stand. Recht schnell habe ich es dann auch weggelesen und das eigentlich nur, weil ich ein dünnes Büchlein für zwischendurch brauchte. Alles bei diesem Buch fand also wirklich spontan statt und es hat mir mal wieder gezeigt, dass gerade diese ungeplanten Dinge einen begeistern können. Diese Geschichte hat es getan, denn sie hat sich sofort in mein Herz geschlichen und rückblickend muss ich sagen, dass es keinesfalls einfach nur ein Buch für zwischendurch war. Es war so viel mehr als das, denn auch wenn es nur knapp 200 Seiten hatte, besaß es wesentlich mehr Inhalt als manch anderes Buch mit einer höheren Seitenzahl. Es geht um den kleinen Jamie, der mit seinen gerade mal 10 Jahren schon sehr viel durchmachen musste. Vor knapp 5 Jahren ist seine ältere Schwester Rose bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Die verfällt in eine Trauer und das bekommt auch der kleine Junge zu spüren. Seine Mutter verlässt die Familie und so zieht er mit seinem Vater und Rose' Zwillingsschwester um. Doch auch in der neuen Wohnung kann sein Vater scheinbar nicht loslassen, denn seine tote Schwester - deren Asche sich in einer Urne befindet - erhält einen Ehrenplatz auf dem Kaminsims. Wer jedoch denkt, dass das genug Leid für einen 10-Jährigen Jungen ist, der täuscht sich. Denn auch in der neuen Schule wird Jamie gehänselt und nur seine große Schwester und eine Schulkameradin geben ihm Halt. Es geht sehr viel um die Trauerbewältigung, ums Loslassen, um Freundschaft, aber auch um Vorurteile und Rassismus. Es war wirklich interessant, die Welt aus der Sicht dieses Jungen zu sehen, denn er geht so unvoreingenommen an die Dinge heran wie es oft nur Kinder tun. Doch gleichzeitig wird hier auch gezeigt wie grausam Kinder untereinander seien können und wie wichtig in solchen Situationen der Zusammenhalt ist. Wie ihr seht, könnte ich noch viel mehr über dieses Buch erzählen, aber ich möchte euch natürlich nicht alles vorwegnehmen. Wer aber Lust auf eine tiefgründige Geschichte hat, dem kann ich dieses Buch nur von Herzen empfehlen.Fazit: Wow, so ein dünnes Buch und so viel Inhalt. Das zeigt mal wieder, dass man auch mit wenig Seiten viel vermitteln kann und dass die Sprache wirklich eine große Rolle dabei spielt. Für mich war es ein Highlight letzten Monat. Ich glaube, jetzt werde ich öfter mal spontan nach Büchern greifen, die ich vielleicht in diesem Moment gar nicht so auf dem Schirm habe.

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  • Bewegendes Buch aus Sicht eines Kindes

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    25. June 2016 um 10:53

    Der zehnjährige Jamie ist mit seinem Vater und seine 15-jährigen Schwester Jas aus London weggezogen, als die Mutter, die in einer Trauergruppe einen anderen Mann kennengelernt hat, die Familie verlassen hat. Vor fünf Jahren wurde Jas' Zwillingsschwester Rose bei einem islamistischen Anschlag getötet. Niemand in der Familie hat den Verlust der Tochter bzw. Schwester verarbeitet, weshalb ihre Überreste in einer Urne im Wohnzimmer auf dem Kaminsims gehütet werden. Der Vater tröstet sich mit Alkohol und ist nach dem Umzug kaum mehr in der Lage, seine Kinder zu versorgen. Schwester Jas vermisst ihre Zwillingsschwester, fühlte sich nach deren Tod aber zunehmend von ihren Eltern vernachlässigt und beginnt zu rebellieren. Jamie kann die Trauer in der Familie nicht verstehen, da er sich kaum an seine Schwester Rose erinnern kann und nie um sie geweint hat. In der neuen Schule, in der Jamie der Außenseiter ist, der Tag für Tag dasselbe Spider-Man-T-Shirt trägt, dass er von seiner Mutter zum Geburtstag bekommen hat, lernt er Sunya kennen. Sie ist die einzige, die ihn gegen seine Mitschüler verteidigt und keinen Streich gegen diese und die Lehrerin Mrs. Farmer auslässt. Sunya ist aber Muslima und Jamie weiß, dass sein Vater durchdrehen würde, wenn er von seiner Freundschaft zu ihr wüsste. Für ihn sind alle Muslime pauschal Terroristen.Jamie wünscht sich so sehr, dass alles wieder ist wie früher, dass sein Vater aufhört zu trinken und vor allem, dass seine Mutter wieder zurückkommt. Nach einem traurigen Weihnachtsfest, das Jas und Jamie ohne Eltern feierten, beschließt Jamie, sie und seine Schwester bei einer Talentshow zu bewerben, um die Familie durch einen Auftritt im Fernsehen wieder zusammenzuführen. Der Roman ist aus der Sicht eines 10-jährigen Jungen geschrieben, der die traurige Situation, in der er lebt, auf eine kindlich ehrliche Art beschreibt. Im Gegensatz zu den Erwachsenen und seiner fünf Jahre älteren Schwester geht er mit dem Verlust und der Trauer um die Schwester viel nüchterner um. Er vermisst Rose schlichtweg nicht, was er aber nicht aussprechen darf. Stattdessen vermisst er eine "normale" Familie. Mutter und Vater, die sich beide um die Kinder kümmern, sich nicht streiten und einer geregelten Arbeit nachgehen sowie eine Schwester, die genügend isst. "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" behandelt ein tragisches Thema, ist aber durch die Schilderungen des Jungen keinesfalls deprimierend, sondern stellenweise richtig lustig zu lesen. Annabel Pitcher ist ein sehr bewegendes Buch über den Verlust eines Familienmitglieds und dessen Folgen gelungen. Es ist ein Buch über Trauerbewältigung und den Zusammenbruch einer Familie, aber auch über Freundschaft un den Mut zur Vergebung und für einen Neuanfang. Traurig, aber herzerfrischend schön!   

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  • Ich bin begeistert!

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Sumsi1990

    Sumsi1990

    10. May 2016 um 16:36

    So ich werde mich jetzt einmal kurz halten :)Also dieser Roman war wirklich gut; er beschäftigt sich mit dem Problem des Trauerns und trotzdem funktionieren müssen. Durch den Verlust seiner Schwester wird der kleine Protagonist sehr vernachlässigt und sein ganzes Leben ändert sich.Ich finde das ist ein sehr wichtiges Thema, das auf alle Fälle angesprochen werden sollte. Natürlich weiß man auch selber nicht, wie man sich in dieser Situation verhalten würde und will es sich eigentlich auch gar nicht überlegen, doch bin ich der festen Überzeugung, dass in dieser Geschichte sehr viel Wirklichkeit steckt.Was mir noch unglaublich gut gefallen hat, war der Schreibstil. Eigentlich erfährt man die Geschichte nur aus der Sicht des kleinen Jungen und ich finde, so ein Sonderfall des Romans hat durchaus etwas für sich.Meine Meinung zu dem Buch ist folgende:Mir hat die Geschichte gut gefallen (auch wenn sie wirklich traurig ist), der Schreibstil war interessant und nicht störend, und das Buch hat mich neugierig gemacht und gefesselt.Also was will man mehr von einem Buch erwarten :)Von mir gibts *****

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  • Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    08. January 2016 um 18:52

    Wie kann eine Schwester auf dem Kaminsims leben? Was macht sie dort, wie ist sie da hingekommen? Eine Urne mit Asche – das ist das einzige, was von Jamies Schwester Rose übrig geblieben ist. Die Bombe der Terroristen hat vor fünf Jahren nicht nur Roses Körper sondern auch die gesamte Familie zerrissen. Jamies Mutter erträgt die Trauer nicht eund verlässt die Familie. Sein Vater ertrinkt in Trauer und Alkohol. Und Jasmine, Roses Zwillingsschwester beschließt, nichts mehr zu essen. Auch ein Umzug aufs Land ändert nichts an der verkorksten Familiensituation. Der Vater trinkt, die Mutter lebt weit weg mit einem anderen Mann zusammen, Jasmine isst nicht, und Jamie bleibt auch in der neuen Schule ein Außenseiter. Und die Urne mit Roses Asche steht auf dem Kaminsims. Dann lernt Jamie in der Schule Sunya kennen – ein muslimisches Mädchen. Wie kann er sich mit ihr anfreunden, wenn doch Muslime für den Tod seiner Schwester verantwortlich waren? Weiterlesen

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  • Es wird nicht einfach alles wieder gut...

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    Den Sommer finde ich ein bisschen zu hell. Und zu fröhlich. Wenn die Blumen im Wind tanzen und die Vögel singen, kommt mir das immer vor als ob die Natur eine Riesenparty feiert. Den Herbst finde ich besser. Da ist alles trübe, und ich fühle mich nicht so ausgeschlossen von all dem Spaß um mich herum. Jamie war fünf, als seine ältere Schwester Rose bei einem terroristischen Anschlag ums Leben kam. Inzwischen ist er zehn und während er sich kaum noch an Rose erinnert, lebt sein Vater so sehr in der Vergangenheit, dass er bei jeder Geburtstagsfeier ein Stück Kuchen neben Roses Urne auf dem Kaminsims stellt. Jamies Mutter hat die Familie vor kurzem für einen Mann aus ihrer Trauergruppe verlassen, sein Vater ist Alkoholiker und trauert noch immer so sehr um seine tote Tochter, dass er darüber völlig vergisst, dass er noch zwei lebende Kinder hat. Jamie und Jas kümmern sich also um sich selbst und umeinander, wo ihr Vater es nicht kann. Als Jamie Sunya, ein muslimisches Mädchen, in der neuen Schule kennen lernt, hat er gleich die Stimme seines Vaters im Ohr: Muslime haben deine Schwester getötet! Doch schon bald wiegt die Freundschaft zu Sunya mehr als die Worte seines Vaters - und stellt alles auf den Kopf. Verlust und Trauer sind Themen, die fast jeder von uns auf die ein oder andere Art schon einmal kennen gelernt hat. Und jeder geht damit anders um. Die einen brechen völlig zusammen, andere funktionieren einfach weiter, weil ihnen das Halt gibt. Einig sind wir uns aber wohl darüber, dass es kein Patentrezept gibt, wie man mit Trauer umgehen soll. Und genau deshalb hat mich dieses Buch so gereizt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Jamie, eines zehnjährigen Jungen, der gerade mit seinem Vater und seiner älteren Schwester Jasmine aus London in eine Kleinstadt gezogen ist. Eigentlich soll es ein Neuanfang sein und doch geht alles genauso weiter wie zuvor in London, nur mittlerweile ohne ihre Mutter, die die Familie kürzlich verlassen hat. Der Vater trinkt und ergeht sich in Erinnerungen an Rose, während Jasmine sich um Jamie und sich selbst kümmert - und um ihren betrunkenen Vater, wenn der mal wieder in seinem eigenen Erbrochenen liegt. Das ganze erzeugt eine zutiefst bedrückende Atmosphäre, die auch dadurch nicht besser wird, dass Jamie es wirklich nicht leicht als der Neue in der Schule hat. Erst seine Freundschaft zu Sunya lockert das ganze endlich ein bisschen auf und macht es liebenswert. Wie bei einem zehnjährigen Erzähler zu erwarten, gibt es keine hochgradig reflektierten Überlegungen zu den Dingen, die geschehen. Jamie begreift, dass etwas Schlimmes mit Rose passiert ist, aber er versteht das Aufhebens auch Jahre danach nicht, weil er sich selbst fast nicht mehr an seine Schwester erinnern kann. Er bekommt zum Geburtstag ein Spiderman Shirt von seiner Mutter per Post zugeschickt und schwört sich es so lange zu tragen, bis sie ihn darin gesehen hat, um sie stolz zu machen. Er versucht einen Streit mit Sunya mit einem Schokoriegel zu befrieden. Jamie ist einfach ein hochgradig liebenswerter Protagonist, auch wenn man ihn manchmal an den Schultern nehmen und in die richtige Richtung schubsen möchte. Trotz all der Schwierigkeiten in seiner Familie ist er nicht völlig in sich gekehrt und verschüchtert, sondern trägt es irgendwie. Es ist das einzige was er kennt. Es ist einfach schön mitzuerleben, welche charakterliche Entwicklung Jamie auf diesen nur 220 Seiten durchmacht, wie er erwachsener wird und durch Sunya lernt, dass nicht alles Gold wert ist, was Erwachsene sagen, erst recht nicht im Hinblick auf generalisierte Vorurteile. Gleichzeitig verliert seine Familie nie an Bedeutung für ihn, obwohl seine Mutter ihn verlassen hat und obwohl sein Vater seit fünf Jahren eine Urne voller Asche mehr zu lieben scheint als ihn. Annabel Pitcher holt dann gerade zum Ende mit einer emotionalen Keule aus - und hat mich damit richtig getroffen. Das Ende bewegt, berührt und lässt einen einfach weinen, wenn man sich darauf einlassen kann. Eine nicht ganz einfache, aber wunderschön erzählte Geschichte über Verlust, Trauer, Freundschaft, Vorurteile und wieder gefundenen Familienzusammenhalt. Davon gibt es einfach rundum verdiente fünf Blümchen von mir! ---------- Rezension: http://licentiapoeticae.blogspot.de/2015/06/br-annabel-pitcher-meine-schwester-lebt.html

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    • 2
  • Ein Jugendbuch

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Alira

    Alira

    26. March 2015 um 12:34

    Der 10jährige Jamie wächst nicht gerade in behüteten Verhältnissen auf. Sein Vater trinkt, seine Mutter ist abgehauen, und in der Schule wird er gemobbt. Einzig seine ältere Schwester und sein Kater geben ihm verlässlichen Halt. In dem Buch geht es um Trauerbewältigung, um Rassismus und um die Einsicht, dass “die Note Befriedigend” in allen Lebenslagen “ganz okay” ist. Durch Rezensionen bin ich “irrtümlich” auf das Buch gestoßen, weil ich nirgends den Hinweis gelesen habe, dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt. Meine Kritik aus Erwachsenensicht ist lediglich, dass es in der Praxis die in diesem Buch beschriebene Geschwisterliebe nicht gibt. Alles andere halte ich für möglich, und das ist schlimm genug ...

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  • Nicht so wirklich mein Buch

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    HarIequin

    HarIequin

    Seit Jamies Schwester Rose vor 5 Jahren getötet wurde, ist in der Familie nichts mehr wie es war. Die Mutter verlässt sie, sein Vater ertränkt seinen Kummer im Alkohol. Einzig seine Schwester Jas kümmert sich noch um ihn, kann die Eltern aber nicht ersetzen. Als Jamie in seiner neuen Schule das Mädchen Sunya kennenlernt verändert sich alles. Und dann hat Jamie endlich eine Idee, wie alles wieder gut werden wird. Das relativ dünne Buch lässt sich auch durch die einfach gehaltene Sprache schnell durchlesen. Wirklich etwas davon im Sinn geblieben ist mir aber leider nicht - aus den Augen, aus dem Sinn. Gerade bei dem traurigen Thema hätte ich eigentlich gedacht, dass es mich noch Stunden danach beschäftigt, aber dem war nicht so. Es gab zwar tiefsinnige und traurige Ansätze, die für mich aber durch Oberflächlichkeit und triviale Sachen verdrängt wurden. So war bei mir auch das Hauptgefühl nicht Mitleid oder Kummer, sondern meistens nur Wut auf den Vater. Jamie ist mit seiner naiven und optimistischen Art ein süßer Hauptcharakter. Jemand, den man gerne in den Arm nehmen und trösten würde. Die Geschwisterbeziehung zwischen ihm und Jas hat mir persönlich am besten gefallen. Die Sache mit seiner Familie drumherum eher weniger. Manches fand ich unrealistisch und unlogisch, teilweise schon fast überzogen. Gerade das Ende hat mich unzufrieden zurückgelassen, weil es mir so unfertig vorkam. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, aber so reicht es nur für 3 Sterne. Nett zu lesen, aber wirklich ergriffen hat es mich leider nicht.

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    • 3
  • Rezension | Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims - Annabel Pitcher

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Bröselchen

    Bröselchen

    06. March 2015 um 19:44

    Wie der Titel ‚Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims’ schon vermuten lässt, geht es um ein verstorbenes Mädchen. Genauer gesagt um  Rose, die Zwillingsschwester von Jasmine und des zehnjährigen Bruders Jamie, die bei einem Terroranschlag durch Muslime ums Leben kam. Seitdem ist das Verhältnis der Familie zerrüttet; die Mutter hat durch die Selbsthilfegruppe einen neuen Lebenspartner gefunden und der Vater trinkt um seine Trauer vergessen zu können – vergisst dabei jedoch auch die Erziehung der beiden verbliebenen Kinder. Jamie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass die Familie wieder zueinander findet und trägt täglich das Spider-Man-T-Shirt, das er von seiner Mutter erhalten hat. Denn er ist der felsenfesten Überzeugung, dass sie ihn besucht. Als er sich dann in der Schule mit Sunya anfreundet, nimmt sein Leben eine ganz andere Richtung.   Annabel Pitcher hat ein Gespür dafür sensible Themen anzupacken, denn mit Jamie und seinem ehrlichen kindlichen Wesen, vermittelt sie einerseits die Tragik an der Sache, verbreitet durch die fast nüchterne Art des Jungen aber auch eine lustige Stimmung. Aus den Augen eines Kindes wirken schlimme Dinge sachlicher und so ist es teilweise sehr charmant zu lesen, dass Jamie der Verlust seiner Schwester kaum tangiert. Was im ersten Moment schockierend ist – „Immerhin war es seine Schwester?!“ – leuchtet schnell ein, denn er kann sich kaum an Rose erinnern. Wie also kann er sie dann vermissen? Obwohl seine Sichtweise oft verständlich und nachvollziehbar ist, tat mir seine fast nüchterne Erzählweise auf Dauer doch im Herzen weh. Und nicht nur mir, sondern auch seinem weiterhin trauernden und angespannten Vater, der seit dem Vorfall einen grundlegenden Hass auf Muslime hat. Das zerschlagene Familienverhältnis ist schlimm und da Jamie sich stets wünscht, dass alles wie früher ist, hängt mit seiner Freundschaft zu Sunya zwischen zwei wackligen Stühlen.   Bis knapp zum Schluss war das Buch für mich auch nichts Besonderes, hält es gen Ende glücklicherweise für den Leser, wie auch für Jamie, eine emotionale Überraschung bereit, die die Tragweite eines Trauerprozesses deutlich macht. Leider hat mich das Gesamtpaket nicht ganz so bewegt, wie ich es mir erwartet habe, dennoch ist ‚Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims’ ein ehrliches und lesenswertes Buch.

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  • Ein wahrer Buchschatz

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    MelE

    MelE

    19. June 2014 um 09:46

    VORSICHT! SPOILER vorhanden! "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" ist ein Buch, was mich ganz oft wütend gemacht hat, denn ich konnte nicht nachvollziehen, das man den Tod einer Tochter dadurch verarbeitet abzuhauen oder sich dauerhaft zu besaufen um dem Schmerz zu entkommen, dabei die beiden Kinder vergessend, die überlebt haben. Trauer ist etwas ganz fürchterliches und ein Stück weit nachvollziehbar. Für Jamie unseren Protagonisten dieses einzigartigen Romans fehlt es an echter Zuwendung und Zuneigung. Das Spider - Man - T- Shirt was er geschenkt bekommt trägt er dauerhaft ohne es auszuziehen oder zu waschen, denn er erwartet sehnsüchtig die Rückkehr seiner Mutter, die ihm dieses Versprechen gegeben hat. Es tat regelrecht weh, den Schmerz Jamies zu verfolgen und ich hätte seine Eltern über so viel Lieblosigkeit am liebsten geschüttelt. Auch wenn das Buch "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" mitunter wirklich sehr traurig auf mich wirkte, hat es viele witzige Stellen, die das Herz dann wieder um einiges leichter machen. Ein großer Pluspunkt ist hierbei Sunya eine Muslimin, die Jamie, einem Außenseiter in seiner neuen Schule fast wie ein Schutzschild wird. Doch Halt: Was sagt uns das 4. Gebot in der Bibel? Du sollst Vater und Mutter ehren? Wie kann ein Zehnjähriger seine Eltern ehren, wenn er sich mit einer Muslimin anfreundet, wo doch ein Terroranschlag seine Schwester Rose durch eine Bombe zerfetzt hat? Ist es richtig diese Tatsache zu verheimlichen, wo der Vater doch regelmäßig auf diese Glaubensgruppierung schimpft? Jamie ist in meinen Augen ein echter Superheld, der sich durchschlägt trotz aller Enttäuschung durch Menschen in seiner Umgebung. Für mich ein Buch mit echtem Tiefgang aus der Sicht eines Kindes erzählt, welches einfach nur geliebt und umsorgt werden will. Gemeinsam mit seiner Schwester Jas macht er sich auf um an einem Talentwettbewerb teilzunehmen und sein größter Wunsch dabei ist, das seine Mutter ihn tanzen sieht und vor allem das Spider - Man - T- Shirt bemerkt, das er seit Wochen Tag und Nacht getragen hat. Ein T-Shirt was vor Dreck starrt und hier und da auch schon löchrig ist. Ob seine Mutter es bemerken wird, wie wichtig ihm ihr Geschenk ist?  Ein wertvolles Buch über Freundschaft, Geschwisterliebe und einem Neuanfang, obwohl dieser sich leider für meine Erwartungen etwas zu lange hinzog. Es ist ein Buch des Verlustes und des Loslassens. Wunderschön erzählt und dabei dennoch sehr schmerzhaft. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, denn dieses Buch ist es einfach wert gelesen zu werden. Eine Schwester die auf dem Kaminsims lebt kann schließlich nicht jeder vorweisen, oder?

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  • Schonungslos ehrlich

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Buecherfee82

    Buecherfee82

    25. February 2014 um 14:20

    Inhalt: Jamie ist ein zehnjähriger Junge, der nur einen großen Wunsch hat: Er möchte, dass seine Mama wieder nach Hause kommt. Mit seiner großen Schwester Jas und seinem Vater lebt er in einem Haus mit einem schönen Garten. Seit dem Tod von Jas Zwillingsschwester Rose ist nichts mehr wie es war. Sein Vater geht nicht arbeiten, er trinkt viel Alkohol und eines Tages ist dann die Mutter ausgezogen. Jamie vermisst seine Mutter und versucht alles, damit sie wieder zu ihnen zieht. Als er dann an seinem Geburtstag ein Spider-Man-T-Shirt von seiner Mutter in der Post hat, ist er sich ganz sicher, dass sie bald nach Hause kommt und er möchte ihr so gerne zeigen, wie gut ihm das Shirt steht. Meine Meinung: Ich konnte mir am Anfang nicht wirklich vorstellen, was mich in diesem Buch erwartet. Natürlich war mir klar, dass es sich um eine Urne auf dem Kaminsims handelt, aber ich habe mich doch gefragt wie es das Leben von Jamie beeinflusst. Das Buch ist aus Jamie´s Sicht geschrieben. Wie er alles sieht, wie er alles erlebt und wie er sich dabei fühlt. Rose ist schon länger tot und Jamie war noch ziemlich klein, als alles passierte. Er hat keine wirklichen Erinnerungen an sie und so versteht er auch nicht, wieso seine Eltern immer noch so darunter leiden. Er versteht auch nicht, dass die Mutter die Familie verlässt. Erwachsene, oder vielleicht auch schon Jugendliche verstehen, dass dieser Schmerz oft Wunden und eine Leere hinterlässt, aber kein Junge, der noch nicht einmal zehn Jahre alt ist. Auch der Vater kommt mit der Situation nicht klar, ist nicht für die Kinder da, vergräbt sich in seiner eigenen Trauer und vernachlässigt alles. Jas, die mit ihren fünfzehn Jahren die große Schwester ist, wird zum Familienoberhaupt. Sie kümmert sich um Jamie und um ihren Vater und scheint an der ganzen Situation zu zerbrechen. Beide Kinder leiden. Jes wegen Rose und ihren Eltern und Jamie weil er das Gefühl hat seine Eltern verloren zu haben. Ziemlich oft habe ich den Vater verflucht... wie kann er nur? Die armen Kinder! Das Buch wirkt durch Jamies Sicht schonungslos ehrlich und vor allem offen und neugierig. Oftmals passt das Sprichwort: Kindermund tut Wahrheit kund. Mir hat es sehr gut gefallen. Es hat nur sehr wenige Seiten, war also sehr schnell zuende gelesen und trotzdem war es ein Thema, das mich sehr bewegt hat. Doch auch neben den ganzen vielen traurigen Themen gab es Stellen die mir gezeigt haben, dass nicht alles was schlecht, oder negativ erscheint auch so negativ ist. Die Familie lernt miteinander umzugehen, sich zu respektieren und so zu leben wie sie sind: nicht perfekt. Eine absolute Leseempfehlung! Fazit: Ein ernstes und trauriges Thema von einem Zehnjähriger mit so einer witzigen und schonungslosen Ehrlichkeit erzählt, dass man oft nicht weiss, ob man lachen oder weinen soll.

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  • Warum ist dieses Buch noch kein Bestseller?

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    books-in-my-world

    books-in-my-world

    30. January 2014 um 20:02

    Worum geht´s? Seit der zehnjährige Jamie das Spider-Man-T-Shirt von seiner Mutter in der Post gefunden hat, wartet er darauf, dass sie ihn besucht und ihn darin bewundert, wie sie es versprochen hat. Aber das war wohl eine Lüge. Genau wie das, was jeder nach dem Tod seiner Schwester Rose beteuert hat, nämlich dass alles wieder gut werden würde. Stattdessen ist seine Mutter ausgezogen, und sein Vater verzweifelt an seiner Trauer. Dabei will Jamie doch nur, dass sie wieder zueinanderfinden, dafür würde er alles tun ... Zu Cover und Titel: Endlich mal wieder ein englisches Buch, dessen Titel im Deutschen nicht verschandelt wurde. Der englische Titel "My Sister lives on the Mantelpiece" wurde 1:1 übernommen und das ist auch gut so, da kein anderer Titel passender wäre. Das Cover zeigt den 10-jährigen Protagonisten Jamie, dessen Markenzeichen seine roten Haare sind. Der Junge hat genau den richtigen Ausdruck im Gesicht: nicht fröhlich, nicht traurig, sondern meines Erachtens fordernd. Ich mag das Cover sehr und es bekommt definitiv einen Ehrenplatz in meinem Regal. Mein Eindruck:  Ich habe mich ja ehrlich gesagt ein bisschen vor diesem Buch gefürchtet, weil ich nicht einschätzen konnte, in welche Richtung die Geschichte geht und wie traurig sie werden wird. Doch ich kann Entwarnung geben: die Autorin schafft es genau die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit, Witz und Trauer zu halten. Es gibt wirklich traurige Passagen, aber eben auch genauso viele witzige, bedingt dadurch, dass die Geschichte aus der Sicht eines 10-Jährigen erzählt wird. Es werden viele verschiedene Themen in diesem Roman verarbeitet, von denen ich nur einige nennen möchte, um nicht zu viel zu verraten: Scheidung, Tod, Mobbing in der Schule und Rassismus. All diese Themen pakt die Autorin sensibel an und schafft es trotzdem noch, dem Roman eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Ihren Protagonisten Jamie zeichnet Annabel Pitcher absolut authentisch und liebenswert- einerseits mit typisch kindlichen Gedanken eines 10-Jährigen, dann aber auch wieder mit so tiefen Gedanken die für eine Jungen seines Alters eher untypisch sind.   "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" ist ein Roman über Liebe, Freundschaft, Trauer und Loslassen, der den Leser tief berührt mit einem zufriedenen Gefühl zurücklässt.

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  • Absolute Leseempfehlung!

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    05. September 2013 um 23:21

    Nach langer Zeit hat mich wieder ein Buch zu Tränen gerührt: Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims von Annabell Pitcher. Die Familie des zehnjährigen Jamie ist nach einer schrecklichen Tragödie zerbrochen: Seine ältere Schwester Rose kam bei einem terroristischen Anschlag ums Leben. Das ist nun fünf Jahre her und Jamie erinnert sich kaum mehr an Rose und empfindet keine Trauer für sie. Seine Mutter hat die Familie verlassen und lebt mit einem anderen Mann zusammen. Jamie, sein Vater und Roses Zwillingsschwester Jasmine sind von London in den Lake District gezogen, um ein neues Leben zu beginnen. Doch davon sind sie weit entfernt. Sein Vater ist in Selbstmitleid und Trauer versunken und trinkt. Er hasst alle Muslime und kümmert sich nicht mehr um seine Kinder. Roses Überreste stehen in einer Urne auf dem Kaminsims, ihre Abwesenheit hängt wie ein drückender Schatten über der Wohnung. Der Vater stellt ihr sogar Kuchen am Geburtstag auf dem Kaminsims. Währenddessen versucht Jamie, ein normales Leben zu führen und Vater und Mutter wieder zusammenzubringen. Ein offenes Ohr und eine Freundin findet er in seiner Klassenkameradin Sunya, einer Muslimin….. Was mich an diesem Buch so berührt hat, sind Jamies Gedanken und seine Versuche, ein bisschen Normalität zu erhalten, während sein Vater nur noch an Rose denkt und so tut, als wäre die Urne am Leben und seine lebenden Kinder vernachlässigt. Die Mutter kommt sogar noch schlechter weg, denn sie reagiert nicht auf die Briefe ihrer Kinder. In der Hoffnung, dass sie zu Besuch kommt, trägt Jamie monatelang ein Spider-Man-Shirt, welches er von seiner Mutter zum Geburtstag bekommen hat, doch letztendlich wird er von ihr sehr enttäuscht. Trotz aller Bedrückung endet das Buch hoffnungsvoll. Auf relativ wenig Seiten schafft Annabell Pitcher es, den Leser mit ihrer Geschichte mitzureißen und die Gedanken eines Zehnjährigen realistisch wiederzugeben. Leseempfehlung!!

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  • Ein ergreifendes Buch

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    safido

    safido

    12. July 2013 um 17:35

    Zum Inhalt: Seit seine Schwester Rose vor fünf Jahren starb, ist in Jamies Familie nichts mehr so, wie es mal war. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater gibt sich nur noch dem Alkohol hin und seine andere Schwester Jas hat das Essen quasi komplett eingestellt und sich äußerlich total verändert, weil sie nicht mehr so aussehen will, wie ihre verstorbene Zwillingsschwester. Aber zum Glück gibt es da ja noch Sunya, Jamies Klassenkameradin, und das Spider-Man T-Shirt, das ihm seine Mutter zum Geburtstag geschickt hat… Meine Meinung: Als erstes sprang mir natürlich der außergewöhnliche Titel und auch das wunderschöne Cover ins Auge. Bislang dachte ich immer, dass das abgebildete Kind die verstorbene Rose wäre. Aber nein, es ist Jamie. 10 Jahre jung und “Superheld” dieser ergreifenden Geschichte… "Wenn wir nicht am Trafalgar Square gewesen wären oder es dort keine Tauben gegeben hätte, oder wenn Rose nicht so wild, sondern artiger gewesen wäre, dann würde sie noch leben, und ich hätte eine glückliche Familie." (Seite 47) Aus der Sicht eines zehnjährigen schildert Annabel Pitcher den Zerfall einer einst intakten Familie. Als Leser dieses Buches hält man quasi Jamies Tagebuch in den Händen. Aus seiner Sicht, mit seinen Worten beschrieben, wirkt vieles im ersten Moment gar nicht so tragisch, wie es eigentlich in Wirklichkeit ist. Aber da ich ja nun mal erwachsen bin, habe ich die Dinge in diesem Buch völlig anders wahrgenommen als Jamie. Die Mutter hat die Familie verlassen, der Vater ist dem Alkohol verfallen und schenkt der Urne auf dem Kaminsims mehr Aufmerksamkeit als seinen beiden noch lebenden Kindern. Das zumindest haben die Eltern noch gemeinsam, wenn sie auch sonst nichts mehr vereint: sie vernachlässigen Jamie und Jas. "Oma sagt Die Menschen wollen immer das haben, was sie nicht bekommen können, und ich glaube, sie hat recht. Dad möchte, dass Rose noch lebt und Jas wieder zehn ist. Ich habe zwar das richtige Alter, aber das falsche Geschlecht, Jas hat das richtige Geschlecht, aber das falsche Alter, und Rose hat das richtige Alter und das richtige Geschlecht, aber sie ist tot. Manche Menschen können nie zufrieden sein, ist ein anderer Spruch von Oma." (Seite 127) Völlig auf sich allein gestellt, versuchen die beiden das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dabei übernimmt Jas mit ihren gerade mal 15 Jahren die Mutter- und Vaterrolle, obwohl auch sie ihr Päckchen zu tragen hat. So oft wollte ich mich am liebsten nach England beamen, in der Küche Tee kochen, elterliche Pflichten übernehmen, Jamie und auch Jas in meine Arme schließen, Trost spenden, die beiden zum Lachen bringen… Viele Höhepunkte bietet die Geschichte nicht, es gibt keine überraschenden Wendungen. All das braucht dieses Buch aber auch nicht. Und genau genommen zeichnet genau das dieses Buch aus. Dadurch wirkt es echt und beschert einem beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen. "Sunyas Mum mag mich nicht, und Dad mag Sunya nicht. Aber die beiden müssen ja nicht immer recht haben, nur weil sie erwachsen sind." (Seite 217) Es ist eins dieser Bücher, bei dem ich zig tausend Wörter schreiben könnte, aber auf der anderen Seite genau weiß, das weniger manchmal mehr ist. Ein kleines Buch mit einer großen Botschaft. Man muss sich aber Zeit für dieses Buch nehmen. Ansonsten könnte man diese Botschaft leicht überlesen. BOOKWIVES

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  • Welche Bücher haben euch so berührt, dass ihr weinen musstet? (Suche Tipps !)

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hi ihr Lieben, ich möchte nächste Woche ein paar Bücher shoppen und könnte noch Empfehlungen brauchen. Ich suche Bücher, die wirklich berühren, aber dabei nicht zuuuu kitschig, aber dennoch leicht zu lesen sind. Ein Beispiel, das in die richtige Richtung geht, wäre "Ein ganzes halbes Jahr" - es ist schön, bewegend, nicht zu flach und hat auch Humor. Wichtig wäre mir noch, dass die Figuren im Buch nicht zu alt sind - ich habe gemerkt, dass ich mich mit diesen immer nicht so wirklich identifizieren bzw. reinfühlen kann, wenn sie älter als 35 sind, da sie in der Regel in einer Lebensphase sind, die von meiner ziemlich abweicht ;-) Ich danke euch schon mal und bin gespannt auf eure Empfehlungen!

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  • Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims von Annabel Pitcher.

    Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    31. March 2013 um 01:47

    Jamie ist zehn Jahre alt und vor kurzem mit seiner Schwester Jasmine und seinem Dad ins Lake District gezogen. Früher lebten sie in London, doch das war eine ganz andere Zeit. Damals waren Mum und Rose, Jas Zwillingsschwester, nämlich noch da. Doch dann wurde Rose von einer Bombe zerrissen und Mum ist mit dem Typ aus der Trauergruppe durchgebrannt. Und jetzt, fünf Jahre danach, steht das Leben von Jamie immer noch auf dem Kopf, denn Rose, die steht in einer Urne auf dem Kaminsims… Die Idee hinter diesem Roman ist schon einmal interessant. Nachdem ich den Klappentext las, stellte ich mir alle möglichen wundersamen roten Fäden vor aus denen die Geschichte dahinter wohl möglich gesponnen war. Doch so ganz konnte der Roman nicht an meine Erwartungen heran reichen. Nicht etwa, weil diese zu hoch waren – ich habe aus meinen Fehlern gelernt – sondern weil ich schon zu oft ähnliche Geschichten gelesen habe, nur besser. Aus der Sicht eines Schuljungen geschrieben, ist dieses Buch eigentlich etwas besonderes. Jamie ist gescheit aber eben immer noch ein Kind, der Stil des Buchs ist entsprechend. Doch während zum Beispiel Emma Donaghues Raum durch die Perspektive des Kindes gewinnt, hatte ich hier leider nicht das Gefühl, dass dem so wäre. Ich war an dieser Stelle ein wenig enttäuscht. Denn die Geschichte ist zwar herzallerliebst, aber es fehlt ihr das gewisse etwas, welches den Leser auch nach der Lektüre noch begeistert und beschäftigt. Die Handlung wirkte vor allem ab der Mitte, nachdem das Pulver der Prämisse verschossen war, so als hätte die Autorin lediglich Ereignisse aneinander gereiht, von denen sie annahm, dass sie die Charaktere beleben würden. Doch nimmt sie ihnen damit den Raum. Denn die Plotidee ging der Entwicklung der Charaktere voraus und das führt dazu, dass man sich von diesen entfremdet, sie in meinen Augen sogar eine Nuance farbloser werden. Schweren Herzens, denn oft ist das Buch und besonders die Freundschaft zwischen Jamie und der Muslimin Sunya sehr süß, möchte ich an dieser Stelle auf einen weiteren Roman aufmerksam machen, der meiner Meinung nach mit einer ähnlichen Thematik besser umgegangen ist, The Earth hums in B Flat von Mari Strachan, und dem geneigten Leser dazu raten diesen dem hier besprochenen vorzuziehen. Denn Annabel Pitcher hat viel versucht, doch nur wenig erreicht und mich persönlich damit nicht begeistern können. Ich war mit dem Roman nicht so wirklich zufrieden, dafür habe ich schon zu viele bessere Beispiele gelesen.

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