Annabel Pitcher Schweigen ist Goldfisch

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Inhaltsangabe zu „Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher

Reden ist Silber, Schweigen ist … auch keine Lösung. Denn Worte können zwar unendlich verletzen – aber sie können auch unendlich glücklich machen.

'Mein Name ist Tess Turner – dachte ich jedenfalls bis vor kurzem.

Und ja, ich habe eine Stimme, aber sie gehört nicht wirklich mir. Ich habe Dinge gesagt, um dazuzugehören, um meinen Eltern zu gefallen, um allen zu gefallen. Ich habe so getan, als wäre ich jemand, der ich gar nicht bin. Ich habe gelogen.

Dabei ist mir übrigens nie in den Sinn gekommen, dass alle anderen auch lügen könnten.

Die Lügen sind aber eigentlich gar nicht das Problem. Was wirklich weh tut, ist die Wahrheit: Sechshundertsiebzehn wahre Worte, die meine ganze Welt auf den Kopf stellen.

Und weil Worte so gefährlich sind – die gelogenen und die wahren –, habe ich beschlossen, sie nicht mehr zu benutzen.

Ich bin Pluto. Schweigend. Unerreichbar. Milliarden Meilen von allem entfernt, was ich zu kennen glaubte.'

Tess hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Als sie eines Nachts am Computer ihres Vaters die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt – nämlich dass er eben nicht ihr Vater ist – weiß sie auch, warum das so ist. Sie ist Pluto, aber ihre Eltern wollten einen Mars. Oder wenigstens eine Venus.

Was soll Tess dazu noch sagen? Ihr fehlen die Worte. Und so schweigt sie. Schweigend sucht sie ihren richtigen Vater. Schweigend unterhält sie sich mit ihrem Plastikgoldfisch, Mister Goldfisch. Schweigend verliert sie ihre beste Freundin und findet einen neuen Seelenverwandten. Und sie gewinnt die allerwichtigste Erkenntnis überhaupt: nämlich, dass Schweigen Macht verleiht – aber Reden noch viel mehr.

Ein großartiges literarisches Jugendbuch mit einer ganz eigenen Atmosphäre und einer wundervollen Erzählerin, die mit ihren klaren und poetischen Worten mitten ins Herz jeder Leserin trifft.

Der neue Roman der Autorin von ›Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims‹ und ›Ketchuprote Wolken‹.

Ich hatte mir persönlich irgendwie mehr erwartet. Das Buch hat meiner Meinung nach unnötige Längen auf die man verzichten hätte können...

— Zyprim

Nach dem die Bücher Katchuprote Wolken und Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims, ist das Buch "Schweigen der Goldfisch" sehr enttäuschend.

— vijdan

Konnte mich letztendlich nicht ganz überzeugen.

— Vucha

Tolle Geschichte mit einer besonderen Protagonistin. Wunderbar geschrieben. Etwas hat mir gefehlt, aber absolute Empfehlung!

— LeonoraVonToffiefee

Die Hauptfigur kommt mir mit 15 Jahren in dieser Geschichte zu alt vor um stimmig rüberzukommen und das in mehr als einer Hinsicht.

— Betsy

Schweigen ist eine Reaktion von Trotz oder Wut? Lasst euch überraschen. Tess Turner begibt sich auf eine einzigartige Suche und schweigt.

— MelE

Ein emotionaler Trip, der den Leser von der ersten Seite an mitnimmt

— MaxSanders

Ein authentisches und herzerwärmendes Buch, ohne Kitsch. Sehr gelungenes Jugendbuch, was mit nur ganz wenigen Klischees auskommt.

— VanaVanille

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Absolut witzig, absolut unterhaltsam, absolut fantastisch!

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interessante Handlung, die mich nicht ganz fesseln konnte

Bookjulie97

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leider ein absoluter flop. unsympathische protagonistin, lose klischees und ein furchtbarer schreibstil.

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  • Kauft ein FISCHER-Buch in eurer Lieblingsbuchhandlung

    Marina_Nordbreze

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  • Potenzial nicht ausgeschöpft

    Schweigen ist Goldfisch

    Vucha

    06. September 2016 um 17:47

    Zum Inhalt: Tess Turner ist eine Außenseiterin. Sie hat ein geringes Selbstwertgefühl und sagt von sich selbst sie sei dick und hässlich. Dann passiert etwas, womit sie nicht gerechnet hätte: Tess entdeckt auf dem Computer ihres Vaters einen Text, in dem er offenbart nicht ihr leiblicher Vater zu sein. Für Tess bricht eine Welt zusammen und sie beschließt, auf ihre Weise darauf zu reagieren: Sie beginnt zu schweigen und macht sich auf die Suche nach ihrem richtigen Vater. Doch ihr Schweigen zieht weitere Probleme nach sich: Tess wird in der Schule zum Gespött sämtlicher Mitschüler, sie verliert ihre beste Freundin und auch ihr eigentliches Problem wird nicht gelöst. Meine Meinung: Dieses Buch war ein absoluter "Titelkauf" und meine Erwartungen dementsprechend hoch. Allerdings konnte das Buch dem nur teilweise gerecht werden. Tess' Leben ändert sich auf einen Schlag, als sie den Text ihres Vaters Jack sieht, in der er schreibt, dass er nicht ihr leiblicher Vater ist und sie am Anfang gar nicht lieben konnte. "Es ist schrecklich, wie viel sich innerhalb von so wenigen Tagen verändert hat. Vor einer Woche war ich noch ein gewöhnliches Mädchen, mit Eltern, die ich liebte, mit einem Zuhause, in das ich gehörte, und mit einer Freundin, in die ich vernarrt war. Aber ich blühte unter falschen Vorzeichen, und es war nur eine Frage der Zeit, bis alles in sich zusammenbrach." (S.163) Fortan schweigt Tess und redet nur noch mit ihrem imaginären Freund Mr. Goldfisch. Mr. Goldfisch ist eine Plastiktaschenlampe und die Gespräche, die Tess mit ihm führt, sind teilweise sehr amüsant zu lesen, wurden mir aber zuweilen auch einfach ein wenig zu viel. ' "Du weißt schon, wie ich es meine, Tess. Du bist nicht verrückt. Im Ernst." "Sagt der sprechende Fisch, den nur ich hören kann." '(S.225) Schnell kommen in der Schule Gerüchte aus, aus welchen Gründen Tess zu schweigen begonnen hat. Ihre Mitschüler sind manchmal richtig gemein zu ihr und es kommt so weit, dass ihre beste Freundin Isabel sich von ihr abwendet. Mehr als einmal habe ich darauf gewartet, dass Tess ihr Schweigen bricht, um diese fiesen Gemeinheiten nicht länger über sich ergehen zu lassen oder himmelschreiende Ungerechtigkeiten aufzudecken. Tess ist auch mehrmals nah dran, doch selbst als Isabel vor der gesamten Schulgemeinschaft gedemütigt wird, sagt sie nichts. "Wörter knallten fester und fester gegen meine Stille und hätten sie beinahe zum Bersten gebracht." (S. 224) Auch Tess' Suche nach ihrem leiblichen Vater war mit zeitweise etwas zu unrealistisch. Tess sich an Haar- und Augenfarbe fest und ihr Wunschdenken bestimmt ihr Handeln. Für den weiteren Verlauf der Geschichte ist dieses Verhalten wohl zwingend notwendig, dennoch hätte ich Tess manchmal am liebsten die Augen geöffnet und sie aufgefordert, nicht so naïv zu sein. Besser gefallen hat mir hingegen wieder der Schluss, da dort deutlich wird, dass das Schweigen keine wirkliche Lösung ist und es meist besser ist, Probleme zu bereden und gemeinsam aus der Welt zu schaffen. Alles in allem eine recht angenehme Lektüre mit einer Story, deren Potential nicht wirklich ausgeschöpft wird.

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  • Schweigen ist Goldfisch

    Schweigen ist Goldfisch

    Kleine8310

    23. August 2016 um 00:34

    "Schweigen ist Goldfisch" ist ein Jugendbuch der Autorin Annabel Pitcher. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Tess. Tess hat sich schon immer ein bisschen fehl am Platz gefühlt, sie hatte oft das Gefühl zwar dabei zu sein, aber nie wirklich dazuzugehören. Eines Nachts erfährt sie am Computer ihres Vaters eine Wahrheit mit der sie nie gerechnet hatte, nämlich, dass ihr Vater überhaupt nicht ihr wahrer Vater ist. Diese Tatsache raubt Tess die Worte und so lebt sie ihr Leben in Zukunft schweigend. Der einzige mit dem sie spricht ist "Mr. Goldfisch" ihr Plastikgoldfisch.  So macht sich Tess schweigend auf die Suche nach ihrem richtigen Vater und sie erträgt schweigend den Bruch mit ihrer besten Freundin. Sogar einen neuen Seelenverwandten lernt sie ohne Worte kennen. Nach einer Weile merkt Tess, dass das Schweigen ihr auch Macht verleiht, aber sie merkt auch, dass Reden viel wichtiger und effektiver ist ...   Bei dieser Geschichte hat mich sogleich der interessante Klappentext neugierig gemacht. Ich finde, dass die Thematik sehr großes Potenzial hat und ich war gespannt, wie die Autorin das in der Handlung umsetzen würde. Der Schreibstil von Annabel Pitcher hat mir gut gefallen. Die Autorin schreibt flüssig und jugendgerecht. Das Buch lässt sich problemlos lesen. Die Charaktere hat Frau Pitcher sehr schön ausgearbeitet und ich fand das Zusammenspiel zwischen ihnen gelungen, denn auch die Nebencharaktere haben ihren eigenen Reiz.   Dieses Jugendbuch ist in Ich - Form aus Sicht der Protagonistin Tess geschrieben, was ich als passend empfunden habe. So erfährt der Leser/die Leserin quasi aus erster Hand wie Tess sich fühlt und was die Ereignisse in ihrem Leben mit ihr machen. Das hat mir gut gefallen. Zwischenzeitlich war die Handlung der Geschichte leider etwas schleppend und mir persönlich wurde es ein bisschen zu zäh.    Vom Hauptthema des Buches hatte ich mir ein bisschen mehr versprochen, denn das Schweigen wurde zwar erwähnt, aber ich hatte mir diesbezüglich mehr Tiefgang gewünscht, auch bei der Unterscheidung zwischen Schweigen und Reden und was jeweiliges in Tess auslöst. Die Themen die Jugendliche interessieren hat die Autorin gut rübergebracht, allerdings kam für mich keine wirkliche Spannung auf, was ich sehr schade fand!   Positiv:  * lockerer, jugendgerechter Schreibstil * interessantes Grundthema   Negativ:  * das Thema Schweigen hatte mir zu wenig Tiefgang * einige Passagen in der Geschichte waren mir zu zäh, sodass keine wirkliche     Spannung aufkam   "Schweigen ist Goldfisch" ist eine nette Geschichte, die mit einer interessanten Thematik und viel Potenzial punktet, wobei letzteres, meiner Meinung nach, leider häufig nicht richtig genutzt wurde!

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  • LL rezensiert

    Schweigen ist Goldfisch

    lenasbuecherwelt

    21. July 2016 um 09:38

    „Schweigen ist Goldfisch“ hatte ich schon auf meine Merkliste gesetzt, als vor einiger Zeit die Vorschauen der Fischer Verlage herauskamen, da mich die Thematik der Geschichte wirklich angesprochen hat. Tess findet heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr leiblicher Vater ist und fängt daraufhin voller Enttäuschung an zu schweigen. Denn kein Wort der Welt könnte ausdrücken, was sie fühlt. Doch ob das Schweigen wirklich der Schlüssel sein kann? Die Geschichte spricht einige bedeutende Themen an, von Mobbing, Freundschaft, dem Erwachsenwerden bis hin zur Macht der Sprache. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass man sich auf ein oder zwei Themen konzentriert hätte, denn in „Schweigen ist Goldfisch“ wurden die meisten Probleme nur angeschnitten, sodass ich mir eine tiefere Bearbeitung gewünscht hätte. Tess ist ein komplizierter Charakter, der mit seinem Facettenreichtum besonders anfangs dafür sorgte, dass ich die Geschichte weiterlesen wollte, doch ich muss auch sagen, dass Tess sehr schwierig einzuschätzen ist. So erzählt sie aus der Ich-Perspektive manchmal in wahrlich poetischer Sprache von ihren Gedanken und Gefühlen – und kurz darauf lassen ihre nicht nachvollziehbaren Handlungen sie wieder wie ein kleines Kind erscheinen. Die große Schrift und der flüssige Schreibstil ließen mich trotz manch einer zähen Passage durch das Buch rutschen und so hatte ich es schnell ausgelesen.

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  • Gute Idee, aber: dröge Umsetzung, schwierige Protagonistin, endlose, nervige Monologe

    Schweigen ist Goldfisch

    InaVainohullu

    20. July 2016 um 13:28

    Ja, die Geschichte um Tess klang wirklich vielversprechend, das Cover fand ich genial gewählt, denn nach dem Klappentext wird eigentlich schon recht klar, das Tess mit ihrer Aktion gegen den Strom schwimmt und sich anders verhält als die anderen.Also an und für sich ein guter Anfang, sollte man meinen. Doch recht schnell wurde mir beim Lesen leider klar, das dieses Buch und ich nicht zueinanderfinden. Das lag zum einen an der Tatsache, das mich die Handlung so überhaupt nicht mitreißen konnte, zum anderen lag es ganz klar an Tess.Sie ist 15 Jahre alt, hält sich optisch selbst für einen ziemlichen Troll und hat eigentlich keine Freunde. Sie ist, wie sie selbst von sich sagt: Pluto. Milliarden Meilen entfernt von allen anderen Planeten. Doch sie hat sich arrangiert, irgendwie. Doch dann ist da dieser eine kleine Moment, in dem der PC ihres Vaters aus dem Standbymodus erwacht und ihr enthüllt, das er gar nicht ihr Vater ist. Und plötzlich ist alles anders. Tess hüllt sich in Schweigen und der Einzige zu dem sie jetzt noch spricht ist Mr. Goldfisch, eine Taschenlampe in Fischform.Es gab zwei Gründe, warum mich dieses Buch zunächst echt angesprochen hat:1. Ich teile Tess' Schicksal in Bezug auf ihren Vater und die späte Erkenntnis das er nicht ihr Vater ist. Und 2. Ich hatte mir in Bezug auf das Schweigen eine Geschichte in der Art von Hannah Harringtons "Speechless" erwartet. Erster Punkt erfüllt sich, letzterer leider nicht.  Denn die Story ist wirklich komplett anders. Tess macht sich, nachdem sie das Geheimnis ihrer Eltern erfahren hat, nun auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater. Sie weiß, woher auch immer, das sie aus einer Samenspendebank kommen muss, doch da kriegt sie keine Auskunft, also beginnt sie damit, beinahe jeden Mann mit sich selbst zu vergleichen. Während sie dies tut, geht sie nicht nur oft gehörig zu weit, stößt ihre einzige und beste Freundin vor den Kopf, benimmt sich trotzig und für 15 absolut albern, sondern sie unterhält sich ausschließlich nur noch mit Mr. Goldfisch, einer Taschenlampe. Ich habe mich bis zur Hälfte wirklich schon nur gequält und habe das Buch dann erst einmal zur Seite gelegt, weil es mich fast in eine Flaute manövriert hätte. Dann hab ich einen neuen Versuch gestartet, vielleicht doch noch Gefallen an der ganzen Story zu finden....und noch einen....und noch einen, bevor ich endgültig aufgegeben habe. Weder konnte ich mich mit dem drögen Schreibstil noch mit Tess anfreunden. Sie ging mir mit ihrem Verhalten einfach total auf die Nerven, weil sie sich benimmt wie ein kleines Kind, dem man einen Lolli verwehrt. Klar, einerseits habe ich sie total gut verstanden, denn die Entdeckung die sie macht, haut sie völlig von den Socken. Ich kann von sowas ein Lied singen, ich weiß wie das ist. Und da hatte ich echt Mitleid mit ihr, aber ihr Verhalten danach war einfach daneben und ihre ewigen Goldfischmonologe fand ich anstrengend.Die Handlung zieht sich zudem wirklich sehr zäh dahin und irgendwann wars für mich selbst einfach besser zu resignieren und abzubrechen. Sehr schade, denn die Idee war durchaus gut und hat mich ja im Vorfeld auch angesprochen, aber in der Umsetzung wars leider nix.

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  • Stellenweise recht schwach

    Schweigen ist Goldfisch

    Caterina

    19. July 2016 um 17:30

    Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Vor einigen Monaten entdeckte ich die Autorin neu für mich und ich war schnell von ihrem Schreibstil angetan. Das war auch der Grund, der mich dazu brachte, ihren neuen Roman zu lesen. Recht unscheinbar ist dieses Cover gestaltet und mir wäre es vielleicht nicht so ins Auge gesprungen. Aber der Titel klang für mich im Gegensatz zum Cover sehr vielversprechend, ebenso die Grundidee, von der ich schnell angetan war.Einstieg: Die Autorin beginnt augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und der Leser wird mit der 15-Jährigen Protagonistin Tess bekannt gemacht. Schnell verliebte ich mich in den angenehmen Schreibstil der Autorin. Das Buch beginnt mit viel Wirbel und mir wurde die Situation, in der sich Tess befindet vor Augen geführt. Allerdings hatte ich gleich zu Beginn meine Problemchen mit der Protagonistin, so dass der Einstieg für mich recht holprig begann.Charaktere: Immer wieder erwischte ich mich dabei, wie ich ratlos und grübelnd da saß und nicht so ganz schlau aus Tess wurde. Auf der einen Seite konnte ich ihren Drang nach einem richtigen Dad verstehen, aber nicht immer nachvollziehen. Manchmal zeigte sie eine sehr naive Seite, die mir das Vorankommen gelegentlich erschwerte. Besonders unglaubwürdig wurde sie dann, als Tess mit einer Taschenlampe in Form eines Goldfisches spricht und sonst in Schweigen versinkt. Für mich blieb sie ein recht blasser Charakter, da konnte der personale Ich-Erzähler nicht so viel herumreißen. Leider konnte ich mich nur stellenweise in sie hineinversetzen.Handlung: Von der Grundidee war ich sehr schnell begeistert und ich wollte mich gemeinsam mit Tess auf die Suche nach ihrem richtigen Vater machen. Neben der Suche nach ihrem leiblichen Vater, entwickelt sich schnell die Suche nach sich selbst. Annabel Pitcher verband diese beiden Stränge gut miteinander. Hin und wieder konnte sie mich sehr gut mit ihrer Grundidee begeistern, nur der Funke sprang nie gänzlich über.Schreibstil: Passagenweise gefiel mir der Schreibstil von Annabel Pitcher ausgesprochen gut, so dass ich recht schnell mit dem Lesen voran kam. Auf der anderen Seite gab es jedoch auch Phasen, die sehr schleppend vorangingen. Durch ihre angenehme Erzählweise verstand ich nach und nach immer besser, was im Köpfchen der Protagonistin vor sich geht, auch wenn der Sympathiefunke nie wirklich übersprang. Mein Urteil Die Grundidee gefiel mir schon nach wenigen Minuten, noch bevor ich zum eigentlichen Buch griff. Leider hatte ich gleich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen. Tess machte es mir nicht gerade leicht. Oft hatte ich Probleme ihre Taten und Gedanken nachzuvollziehen und es machte sich eine Naivität breit, die mir das Voranschreiten erschwerte. Die Handlung war stellenweise etwas dünn, so dass ich einfach nicht weiterlesen wollte. Annabel Pitcher hätte viel mehr aus dieser spannenden Grundidee machen können. Für mich war es nur ein mittelmäßiges Leseerlerbnis. Schade. Ich vergebe 3 von 5 Welten.

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  • Tess auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater und zu sich selbst

    Schweigen ist Goldfisch

    Girdie

    24. June 2016 um 22:06

    Tess ist 15, als eines Tages plötzlich ihre Welt stillsteht. Im Arbeitszimmer ihres Vaters Jack liest sie durch Zufall einen Post von ihm, aus dem hervorgeht, dass er nicht ihr leiblicher Vater ist. Vielleicht hat sie es schon aufgrund ihres eigenen Äußeren geahnt, doch jetzt sieht sie es bestätigt. Nach dem ersten Schock beginnt bei ihr die Aufarbeitungsphase dieser Tatsache. Als sie kurze Zeit später wieder einmal von Jack gerügt wird, beschließt sie zu schweigen und spricht von diesem Moment an nicht mehr. Nicht mehr mit ihren Eltern, nicht mehr mit ihrer besten Freundin und auch nicht mehr mit ihren Lehrern. Doch kann ihr Schweigen ihr dabei helfen, ihren leiblichen Vater zu finden?„Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher ist ein Roman über eine Phase im Leben, die jeder von uns durchläuft, in der die Ablösung von den Eltern erfolgt und die Findung zu sich selbst. Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht der Protagonistin geschrieben und so nimmt der Leser auf direkte Weise Anteil an der Gefühlswelt von Tess in den Momenten, in denen sie gemobbt wird. Er bekommt Einblick in die Probleme, die Tess aufgrund ihres kräftigen Körperbaus mit Hang zum Übergewicht hat. Außerdem ist sie groß, so dass sie insgesamt auf andere maskulin wirkt und mit entsprechenden Bemerkungen verspottet wird. Mit inneren Werten kann man in ihrer Altersgruppe weniger punkten. Doch Tess ist hilfsbereit und eine treue Freundin, allerdings zieht sie auch Grenzen. Als sie nun erfährt, dass Jack nicht ihr leiblicher Vater ist, fällt für sie ein Puzzlestein an seinen Platz. In einer ersten Reaktion denkt Tess daran, ihr Zuhause zu verlassen und in der Stadt ihr Glück zu suchen. Sie ist sich ihres jugendlichen Alters aber bewusst, zögert und findet nicht den richtigen Zeitpunkt für den Absprung. Der Leser ist erleichtert, doch Tess findet einen anderen Mechanismus um den Kummer ihrer Seele zu verschließen und daher verstummt sie. Ich habe mich gefragt, wie es überhaupt so weit kommen konnte, wieso die Eltern der Protagonistin ihr nicht die Wahrheit gesagt haben oder warum Tess nicht nach ihrer Erkenntnis zu ihren Eltern geht, um sie damit zu konfrontieren. Meine Fragen wurden im Laufe des Romans weitestgehend beantwortet, wobei mir die Rolle der Mutter nur unzureichend dargestellt war. Der Vater von Tess ist Schauspieler, aber ohne Beschäftigung in diesem Bereich. Er hat auch keinen qualifizierten Schulabschluss und jobbt jetzt nebenher, immer noch auf eine große Karriere hoffend. Ihm bleibt genug Zeit, sich um Tess zu kümmern, die aber lieber alleine klar kommen möchte. Seine eigenen Wünsche in Bezug auf Freunde und schulischen Erfolg überträgt der Vater auf Tess und setzt ihr entsprechende Verhaltensregeln. Natürlich rebelliert Tess dagegen. Von ihren Altersgenossen werden die Regeln ihrer Eltern wahrgenommen und dadurch sinkt sie noch weiter in deren Ansehen, statt in der Gunst zu steigen wie Jack hofft. Auf ihre manchmal hilflose Art und Weise wurde mir Tess im Laufe der Geschichte sympathisch. Nach außen hin verstummt sie zwar, doch ihr Gedankenkarussell dreht sich dadurch nur umso schneller. So sucht sie sich etwas mit dem sie sich, wenn auch nur auf erdachte Weise austauschen kann. Ihre Wahl fällt durch Zufall auf eine kleine Taschenlampe in Form eines Fischs. Hier ergibt sich der Bezug zum Titel des Buchs. In der inneren Auseinandersetzung mit diesem Gegenstand begegnet der Leser einem feinfühligen, intelligenten Mädchen, das nach Vertrauen und Wahrheit sucht und erkennen muss, dass Schweigen nicht für alle Probleme eine Lösung bietet und auch Nachteile und Konsequenzen mit sich bringt.„Schweigen ist Goldfisch“ ist ein Buch über Elternliebe, Treue, Freundschaft, Selbstfindung, aber auch geprägt von großen Erwartungen, Enttäuschungen und Mobbing. Die Idee, sich im Alter von Tess einen Gegenstand als Ansprechpartner zu wählen ist sicher nicht neu, aber der kleine Fisch in Form einer Taschenlampe amüsant und geduldig. Gerne empfehle ich dieses Buch an Jugendliche ab 14 Jahren weiter.

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  • Rezension zu "Schweigen ist Goldfisch" von Annabel Pitcher

    Schweigen ist Goldfisch

    kathrineverdeen

    18. June 2016 um 10:26

    Es gibt Bücher, die so außergewöhnliche und bewegende Geschichten in sich beherbergen, dass sie viele ihrer Leser nicht loslassen. Wenn mich jemand nach einem guten Buch fragt, empfehle ich immer genau diese Geschichten und dabei fällt mir stets eine Autorin ein: Annabel Pitcher. Diese junge Autorin hat mich bisher immer mit ihren Werken begeistern können und ich habe mich buchstäblich in ihren außergewöhnlich schönen Schreibstil, mit dem sie ihre bewegenden Themen beschreibt, und in ihre literarischen Figuren verliebt. Bei „Schweigen ist Goldfisch“, ihrem neuen Roman für etwas jüngere Leser, erging es mir jedoch etwas anders.Gesprochene oder niedergeschriebene Worte können so verletzend sein, dass man, wenn man sie hört oder liest, keine Erklärung dafür findet, um zu beschreiben was eben diese Worte, tief in unserem Innersten ausgelöst haben. Meist bleibt dann eben nur ein Ausweg: Man zieht sich zurück. Auch Tess, der fünfzehnjährigen literarischen Hauptfigur aus „Schweigen ist Goldfisch“, fehlen die Worte, nachdem sie durch eine zufällige Begebenheit, auf eine sehr unglückliche Weise erfahren hat, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Seitdem schweigt Tess. Doch in ihr tobt ein lauter und erbitterter Kampf, denn ihre bislang heile Welt liegt in Trümmern und sie weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann. Sie sehnt sich nach Antworten, ist aber nicht fähig mit jemandem darüber zu sprechen.„Die anderen können sie vielleicht nicht hören, aber da sind Wörter, Tausende von Wörtern, sie wirbeln unter der Oberfläche wie Flocken in einer Schneekugel und werfen sich lautlos gegen das Glas. Und ich werde es nicht zerschmettern. Für niemanden.“ Seite 202Die etwas pummelige Außenseiterin Tess, die sich gerne als große, dunkle und lauernde Gewitterwolke am Horizont sieht, führt uns durch die Geschichte und berichtet teilweise in einer sehr poetischen Sprache, von einem großen Einschnitt in ihrem Leben und von den Folgen. Tess erzählt aber auch von einer wichtigen Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und von kleineren Problemen, mit denen sie in ihrem Schulalltag zu kämpfen hat. Sie ist eine sehr interessante literarische Figur, an der ich mir während des Lesens, buchstäblich die Zähne ausgebissen habe. Ihre Charaktereigenschaften sind sehr facettenreich, wirken zum größten Teil aber sehr konträr zueinander. Sprachlich täuscht sie über ihr eigentliches Alter hinweg und ihre manchmal etwas kindlichen Taten haben auf mich sehr unpassend und nicht stimmig gewirkt. Ohne jegliche Hintergrundinformationen macht sich dieses sprachlich hochbegabte und intelligente Mädchen auf den Weg, um ihren Vater zu suchen. Sie sucht jedoch nicht gezielt, sondern wahllos in der Masse von Menschen nach äußern Erkennungsmerkmalen. Jeder Mann, der braune Augen hat, wird näher von Tess begutachtet. Etwas befremdlich habe ich auch ihre inneren Dialoge mit ihrer Taschenlampe - die die Form eines Goldfisches hat-, empfunden. Sie schweigt, nimmt schweigend in Kauf, dass ihre Familie und Freunde dadurch verletzt werden, und plaudert derweil mit einem Goldfisch, der aus seinem Maul leuchtet.Annabel Pitcher hat für ihr neues Buch bewegende und wichtige Themen gewählt, die viele Leser ansprechen werden: Erwachsenwerden, die Suche nach dem eigenen Ich und nach seinen Wurzeln, Freundschaft, Liebe und Mobbing. Vielleicht hat die Autorin sich bei dieser Vielzahl der Themen etwas übernommen. Ihren thematisch etwas sprunghaften Roman hätte ein klarerer definierter Schwerpunkt gut getan, denn die gut dargestellte, problematische Vater – Tochter – Beziehung, wird immer wieder von anderen weniger gewichtigeren Themen verdrängt.„Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher ist ein Roman, den ich mit hohen Erwartungen begonnen habe und etwas enttäuscht wurde. Nachdem ich das Buch beendet hatte, ließ es mich Zwiegespalten zurück. Denn zum einen konnten mich die Grundidee und der Schreibstil der Autorin in vielen Kapiteln sehr begeistern. Jedoch wirkten viele Passagen zu konstruiert und die Taten der literarischen Hauptfigur Tess waren teilweise nicht nachzuvollziehen.www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • tolle Grundidee, für mich teilweise nicht nachvollziehbar…

    Schweigen ist Goldfisch

    Normal-ist-langweilig

    16. June 2016 um 14:05

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich den Titel schon toll fand. Ich wollte wissen, aus welchem Grund Tess aufhört zu sprechen und was danach passiert. Ich wollte erfahren, warum Tess das, was sie herausfindet,  nicht einfach anspricht und aus der Welt schafft! Und ich glaube, das war das größte Problem zwischen „dem Buch und mir“! Zu Beginn fand ich Tess sehr sympathisch, sie tat mir teilweise auch sehr leid. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass Tess in irgendeiner Weise beeinträchtigt ist. Manchmal wirkte sie autistisch, manchmal fehlten ihr einfach nur soziale Kompetenzen. Das machte sie zu einer interessanten und trotzdem sehr sympathischen Person. Als sie dann aber diese 617 wahre Worte entdeckt und sie das Reden einstellt, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Eigentlich habe ich weder Tess verstanden noch die Eltern. Tess spricht das Problem nicht an, versucht es anderweitig zu lösen und wird dabei immer einsamer und trauriger. Von ihrem Nichtreden ganz zu schweigen. Von ihren Eltern hätte ich mehr erwartet, mehr Einfühlsamkeit, mehr Ideen, woran es liegen könnte! Die Idee mit dem Fisch fand ich klasse, richtig genial und konnte mir die Gespräche bildlich vorstellen! Diese Szenen konnten mich begeistern. Der Titel ist dahingehend auch richtig gut gewählt! Insgesamt aber zog sich das Buch sehr in die Länge. Trotz einer sehr großen Schrift sind 464 Seiten trotzdem eine Menge und richtig viel passiert eigentlich nicht. Ich fand es stellenweise wirklich langatmig und musste dann natürlich immer denken: „Sprich doch einfach mit deinen Eltern!“ Vielleicht ist das zu leicht gesagt für so ein junges Mädchen, das schon vorher eine Außenseiterrolle inne hatte! Ich weiß es nicht und kann es mir auch nicht vorstellen! Das Ende war gut und konnte mich von der Aussage her zufriedenstellen. Ich hätte mir insgesamt noch mehr Überraschungen oder Wendungen gewünscht. Sicherlich ist das hier ein Buch, das Anreize zum Nachdenken und Diskutieren gibt. Mir persönlich war es jedoch nicht mitreißend und eingängig genug! Tess gelang es leider nicht, mich zum Mitfühlen und -fiebern zu animieren! (3 / 5) @books-and-cats.de

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  • Die Kraft von Worten

    Schweigen ist Goldfisch

    ForeverAngel

    13. June 2016 um 11:31

    Als Tess die Wahrheit über ihre Herkunft herausfindet, ist sie sprachlos und beschließt zu schweigen. Denn Wahrheiten können nur weh tun, wenn sie ausgesprochen und gehört werden. Sie ist es leid sich in der Umgebung anderer Menschen zu verstellen und so zu tun, als sei alles in Ordnung. Sie ist es leid, jemand anderes zu sein. Tess zieht sich in ihre eigene Welt zurück, ihr Plastikgoldfisch wird zu ihrem neuen besten Freund.  Annabel Pitcher hat einen wunderschönen, poetischen Schreibstil, der perfekt zu Tess' außergewöhnlichen Persönlichkeit passt. Allerdings hatte ich mit dieser Persönlichkeit manches Mal meine Schwierigkeiten. Tess wirkt sehr naiv und manche ihrer Reaktionen scheinen mir übertrieben. Vor allem die Abneigung, die sie ihrem Ziehvater gegenüber plötzlich entwickelt. Sie ist besessen davon, ihren leiblichen Vater zu finden. Die Person, die sie großgezogen hat, hat plötzlich keinen Platz mehr in ihrem Herzen. Schweigen ist Goldfisch behandelt viele für ein Jugenbuch wichtige und schwere Themen. Es geht um Familienbande, Mobbing, Identitätsfindung, und den Mut zur Sprache. Es geht um die Konsequenzen ausgsprochener und verschwiegener Wahrheiten. Tess hat es nicht einfach, denn sie ist nicht die Tochter, die ihre Eltern sich gewünscht hätten. Immer wieder erfahren wird, wie ihre Eltern versuchen, sie in eine Schublade zu pressen, in die sie nicht hineinpasst. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn ihre Eltern ihr die Wahrheit gesagt hätten anstatt dass Tess sie in einem Blogpost ihres Vaters lesen musste.  Schweigen ist Goldfisch ist ein besonderes Buch. Duch seine Protagonistin und seine Sprache. Unter den jugendlichen Lesern wird es sicher nicht jedem gefallen, aber mich hat es berührt.    (c) Books and Biscuit

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  • Ist Schweigen wirklich die Lösung?

    Schweigen ist Goldfisch

    Betsy

    09. June 2016 um 15:01

    Die Geschichte handelt von der 15jährigen Tess, die eines Tages auf grausame Weise herausfindet, dass ihr Vater Jack gar nicht ihr biologischer Vater ist. Derart geschockt beginnt sie zu schweigen, nachdem sie sich jahrelang verstellt hat, um eine gute Tochter zu sein und ihre Eltern nicht zu enttäuschen. Doch mit dem Schweigen ist es nicht so einfach, denn es verletzt nicht nur andere sondern auch sie selbst, bis das Stillschweigen sogar anderen Macht über Tess gibt. Einzig ihre Goldfischtaschenlampe wird ihr treuer Begleiter in dieser Zeit.Tess, pummelig und nicht gerade Kontakfreudig, ist einerseits ein intelligentes Mädchen, vorallem in Mathmatik, dennoch kommt sie einem mit ihrem Verhalten viel jünger vor. Mir fiel es schwer mich in ihre Lage zu versetzen oder auch in die ihrer Schulkollegen, da diese leider stellenweise viel kindischer wirken als sie mit 15 Jahren eigentlich sein sollten. Klar gibt es Grausamkeiten zwischen Schülern in jedem Alter, aber teilweise las es sich hier wirklich als wären alle noch in den Anfängen der Pubertät gefangen. Wären die Akteure hier etwas jünger angesiedelt gewesen wie zB 13 Jahre, dann hätte ich mich wohl eher in diese Geschichte reinfühlen können, aber hier fehlte mir leider das Verständnis.Besonders anstrengend empfand ich die Unterhaltungen von Tess und der in ihrer Phantasie lebendig gewordenen Taschenlampe Mr. Goldfisch, die so gar nicht mein Fall waren und mich eher gestört haben. Genauso gewöhnungsbedürftig fand ich auch ihre Art ihren echten Vater ausfindig zu machen (zB er muss natürlich braune Augen haben, weil sie auch braune hat, während ihre Mutter blaue hat) und welche Ausweitung das ganze annimmt.Tess ist hier auch bei weitem keine gänzlich sympathische Figur für mich, da sie in Kauf nimmt auch andere mit ihrem Schweigen zu verletzen und in ihrer Wut auf Jack sich derart auf ihren leiblichen Vater fixiert, dass es schon merkwürdige Anwandlungen nachsichzieht, was einfach schon zuviel des Guten ist. Trotzdem tat sie mir aber in so mancher Situation wirklich leid, wie zB in dem Moment als sie die bittere Wahrheit über ihre Herkunft erfährt oder als sie zum Spielball der anderen wird.Alles in allem war es vom Inhalt her eine sehr gute Idee, auch wenn die Umsetzung leider etwas zu überstrapaziert wurde. Man sieht anhand von Tess sehr gut, wie sehr man versucht die anderen zufrieden zustellen und wie man sich irgendwie selbst verliert. Genauso gut wird hier aber auch geschildert wie das Schweigen andere und auch sich selbst verletzten kann und welche Macht es besitzt.Angemerkt sei hier aber auch die lesefreundliche Schriftgröße und die relativ kurzen Leseabschnitte, was es für ein Jugendbuch ideal macht. Es findet ein passables, wenn auch nicht überwältigendes Ende. Besonders die Verwandlung von Tess nicht leiblichem Vater Jack geschieht hier quasi über Nacht und auch die anderen Figuren bleiben einem bis zum Schluß teilweise etwas rätselhaft in ihrem Verhalten.Fazit: Ein Buch, das von der Idee her wirklich gut ist, aber in der Umsetztung leider nicht ganz überzeugen konnte. Einerseits lag das vorallem an Tess Verhalten und ihrer Naivität sowie Fantasterei, als auch an den anderen Figuren, denen mehr Tiefe gut getan hätte. Das Ende kommt dafür schnell und relativ einfach, auch wenn einiges etwas offen für mich blieb. Alles in allem eine interessante Idee mit einer nachdenklich machenden Botschaft über das Schweigen, aber leider fehlte es hier an wirklich glaubhaften Charakteren für mich.

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  • Schweigen verleiht Macht - Reden noch viel mehr

    Schweigen ist Goldfisch

    MelE

    04. June 2016 um 08:44

    "Schweigen ist Goldfisch" erzählt die Geschichte des Schweigens, welches eine ganz eigene Macht entwickelt und irgendwann die Erkenntnis mit sich bringt, Wahrheiten nur dann präsentieren zu können, wenn man Schweigen bricht. Mir ist bewusst, das Tess aus einer großen Verzweiflung und Wut, Trost im Schweigen sucht. Sie verliert von einem Moment zum anderen ihre Sicherheit und da sie nicht weiß, inwieweit sie sich zur Wehr setzen kann, verliert sie ihre Stimme. Es ist eine bewusste Entscheidung und aus psychologischer Sicht absolut nachvollziehbar. Jeder Mensch trifft seine eigenen Entscheidungen und Tess fühlt sich einfach überfordert und reagiert angemessen. Im Klappentext steht ganz direkt, das der Auslöser ist, dass Tess am Computer einen Text findet, den ihr Vater geschrieben hat und offenbart, dass er nicht Tess Vater ist. Für Tess ein echter Schock und nun fehlen ihr plötzlich die Worte. Nur mit ihrem Plastikgoldfisch teilt sie ihre Gedanken, was ich ehrlich gesagt oft als absolut albern empfand, was aber dennoch auch aufzeigt, dass inneres und äußeres Schweigen Menschen zur Einsamkeit verdammen würde. Das Einsamkeit vorprogrammiert ist, wird schnell deutlich, denn Tess verliert nun auch ihre beste Freundin und wird Opfer von gewaltigen Mobbingaktionen. Menschen können untereinander sehr, sehr fies sein und manchmal nutzen sie auch aus, das wir schweigen und uns nicht wehren können oder wollen. Tess ist letztendlich ein ganz normaler Teenager, der sich mit vielen Problemen herumschlägt, die dem empfohlenen Lesealter ab 14 Jahren nicht unbekannt sein wird. Auf mich wirkte es oft zu konstruiert und ich wurde leider nicht warm mit Tess und ihren großen und kleinen Problemen. Auch wenn die Vater - Tochter - Problematik sehr gut dargestellt wird, verliert sich dieses rasch und anderes dringt in den Vordergrund. Mobbing, Freundschaft und Verlieben sind Themen, die leider zu oberflächlich abgehandelt werden. Mich konnten sie nicht wirklich berühren. Was berührt ist die Tatsache, dass Worte tief verletzen, egal welcher Natur sie entspringen. Die Macht der Worte wurde für mich erneut deutlich. Wie soll Tess Vater die Worte zurücknehmen können, auch wenn sie nur geschrieben sind? Für mich war das Lesen von "Schweigen ist Goldfisch" angenehm, aber durch die Oberflächlichkeit die sich mitunter breit macht, kann ich leider nicht mehr als eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Mir hat echter Tiefgang gefehlt, denn Tess Problem hätte das Potential gehabt, mehr aus der Story herauszuholen. Was bleibt ist ein Goldfisch der seinen Glanz verliert und für mich schnell in Vergessenheit gerät.

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  • Weniger wäre vielleicht mehr gewesen.

    Schweigen ist Goldfisch

    KatesLeselounge

    31. May 2016 um 18:06

    Als mir „Schweigen ist Goldfisch“ das erste Mal über den Weg gelaufen ist, hat mich der doch etwas strange Buchtitel neugierig gemacht. Auch die Kurzbeschreibung klang nach einer interessanten Geschichte. Während des Lesens bin ich allerdings immer wieder in meiner Meinung geschwankt. Mal war es sehr unterhaltsam und ging mir nahe. Dann wiederum war es zu strange, sodass ich keinen Bezug zu der Geschichte finden konnte. Tess ist ein außergewöhnliches Mädchen, dass nicht so richtig dazu gehört, aber ihre Umwelt glauben lassen will, dass alles absolut in Ordnung ist. Tess war für mich nicht immer wirklich greifbar. Besonders ihr Reden mit der Goldfischtaschenlampe war teilweise doch befremdlich. Auch ihre Gedankengänge waren mir zu sprunghaft. Im Großen und Ganzen war sie allerdings doch eine Sympathieträgerin, die durch ihre unkonventionelle Art und Weise gefiel. Annabel Pitcher hat einen ungewöhnlichen Schreibstil. Zudem behandelt sie in „Schweigen ist Goldfisch“ mehrere wichtige Themen, wie zB. Mobbing, Selbstfindung und dem Mut zum Reden. Der größte Punkt ist sicherlich der Umgang mit dem Wissen, dass der Vater plötzlich nicht mehr der leibliche Vater ist. Alles wirklich bedeutende Themen, allerdings glaube ich, dass es dem Buch gut getan hätte, wenn die Autorin sich an „weniger ist mehr“ gehalten hätte. So hatte man das Gefühl, dass vieles nur oberflächlich geblieben ist und ich hätte mir an manchen Stellen mehr Tiefgang gewünscht. So lässt mich „Schweigen ist Goldfisch“ mit gemischten Gefühlen zurück. Teils mochte ich den außergewöhnlichen Schreibstil von Frau Pitcher, teils konnte es mich leider weniger überzeugen. Es war ein Auf und Ab der Gefühle beim Lesen. Die Geschichte um Tess ist nicht schlecht und sicherlich lesenswert. Aber es ist definitiv auch kein Muss oder ein Highlight.Fazit„Schweigen ist Goldfisch“ von Annabel Pitcher lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Teils mochte ich den außergewöhnlichen Schreibstil der Autorin, teils war mir die Geschichte um Tess doch zu strange. Das Buch ist sicherlich nicht schlecht und doch auch durchaus lesenswert, aber sicherlich auch kein Muss. 

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  • Ein emotionaler Trip, der den Leser von der ersten Seite an mitnimmt.

    Schweigen ist Goldfisch

    MaxSanders

    29. May 2016 um 11:35

    Für Fans von John Green und Estelle Laure (also mich :)Schweigen ist Goldfisch ist eine Geschichte, die zeigt, dass man manchmal nicht das findet, was man sucht...Uns begegnet mit, Tess eine einnehmende, weil so schonungslos (und) ehrliche Protagonistin, die mir von Beginn an sympathisch war. In diesem dritten Roman der Autorin (von Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims und Ketchuprote Wolken) geht es um eine dramatische Entdeckung, die zeitlich vor dem Handlungsbeginn liegt und eine Erkenntnis, die sich Tess langsam offenbart.Dieses Buch ist eine fesselnde Mischung aus spannender und berührender Story und frischem, lebensnahem Schreibstil.Die Kombination von Komik und (Selbst-) Ironie der Protagonistin sowie traurigen Ereignissen, macht Schweigen ist Goldfisch zu einem emotionalen Trip, der den Leser von der ersten Seite an mitnimmt.

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  • Ich bin zwiegespalten

    Schweigen ist Goldfisch

    CocuriRuby

    25. May 2016 um 20:58

    Es wird sehr schnell klar, wie besonders die Protagonistin ist. Sie lebt in ihrer eigenen kleinen Welt, das ist aber am sich sympathisch. Allerdings ist sie auch extrem naiv. Sehr viel spielt sich tatsächlich in ihrem Kopf ab oder in ihrer Vorstellung. So spielt sie ständig das „Was wäre Wenn“-Spiel im Kopf durch. Das war auf Dauer etwas anstrengend. Aber so kommt auch viel Kreativität hinzu, was ich wieder interessant fand. Ich fand das Element des Schweigens richtig toll. Zu sehen, was das in ihr und um sie herum bewirkt. Ich liebe die Momente wo sie in eine schweigende (aktive) Beobachterrolle schlüpft. Wenn sie, wie sie es sagt, Pluto wird und beobachtet wie die anderen auf ihr Schweigen reagieren oder wie die anderen interagieren. Das war wirklich großartig. Es gab aber leider auch viele schwierige Momente. Dass es sie aus der Bahn wirft, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist, ist verständlich, aber wie sie darauf reagiert, fand ich nicht unbedingt nachvollziehbar – schließlich hat er sie mit großgezogen und dann benutzt sie plötzlich so Ausdrücke wie: „er ist der Feind“, das fand ich übertrieben. Sie ist extrem auf das Vater-Thema geprägt. Ohne aber wirklich aktiv zu werden – wenn sie in eine halbherzige und alles andere als durchdachte Aktivität schlüpft. Diese Momente sind extrem zahlreich und leider auch sehr anstrengend. Ich konnte viele Handlungen der Protagonistin nur sehr schwer bis gar nicht nachvollziehen. Interessanter Weise ging es der Protagonistin selbst aber wohl ähnlich, denn durch Mr. Goldfisch (eine imaginäre Figur im Buch) wurde die Situation oft sehr richtig und deutlich reflektiert  - das fand ich wieder richtig gut. Im Prinzip werden in dem Buch viele Themen besprochen: Familie, Freundschaft, Mobbing, Zugehörigkeit. Aber von der Handlung her, passiert eigentlich nicht viel – die Protagonistin braucht auch so einiges an Zeit, um zu wachsen. Eigentlich fast bis zu Letzt und das Resümee kam mir fast ein wenig zu kurz. Der vierte Teil des Buches (Buch ist in vier Teile geteilt) hat mir mit Abstand am besten gefallen. Weil dort es hauptsächlich um die Diskrepanz geht zwischen „das richtige tun“ und dem was „einfach“ ist. Was ich aber neben der Protagonistin am schlimmsten finde ist, dass die Geschichte extrem konstruiert ist. Da fliest nichts, sondern dies und das musste eben folgen, um dies und jenes zu bewirken und oh Zufall genau in dem Moment passiert dies und das.   Fazit Ich bin bei dem Buch recht zwiegespalten. Ich fand die Reflektion durch Mr. Goldfisch klasse, die Ebenen die dadurch geschaffen werden. Ich fand es toll, dass die Protagonistin mal anders war und auch die Aussage des Buches. Die Protagonistin selbst und die Konstruiertheit der Geschichte, fand ich aber schrecklich.

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