Mit „Tote Dichter schreiben nicht“ schickt Annabelle Raven mit ihrem zweiten Band der Reihe „Stralsund ermittelt“ das ungewöhnliche Team Weingold erneut auf Verbrecherjagd. Im Mittelpunkt stehen wieder Nele, Fanny und Hektor, drei sehr unterschiedliche Charaktere, die mit ihren Eigenheiten und ihrem Zusammenspiel für viel Unterhaltung sorgen. Besonders Nele war mir dabei ausgesprochen sympathisch.
Obwohl immer wieder Bezüge zum ersten Band hergestellt werden, lässt sich dieser Krimi auch problemlos unabhängig lesen. Ich selbst bin mit dem zweiten Teil in die Reihe eingestiegen und hatte keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Wer den ersten Band kennt, wird allerdings sicherlich einige bekannte Figuren und Zusammenhänge wiedererkennen, was den Lesespaß zusätzlich erhöhen dürfte.
Die Geschichte verbindet einen spannenden Mordfall mit den privaten Geschichten der drei Ermittler. Gefühle und Gedanken der Figuren werden nachvollziehbar dargestellt, sodass man sie gut kennenlernen kann. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und leicht zu lesen. Der Krimi ist unterhaltsam und mit einer guten Portion Humor erzählt.
Zum Ende nimmt die Spannung deutlich zu, als sich nach und nach alle Fäden zusammenfügen. Besonders gelungen fand ich, dass ich den Täter bis zum Schluss nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die Auflösung konnte mich tatsächlich überraschen.
Insgesamt ist „Tote Dichter schreiben nicht“ ein unterhaltsamer Ostseekrimi mit sympathischen Figuren, einer stimmigen Mischung aus Humor und Spannung sowie einem interessanten Fall. ein angenehmer Krimi für entspannte Lesestunden, den ich gerne gelesen habe.








