Annabell Howard

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Gestatten Kandinsky

Gestatten Kandinsky

 (1)
Erschienen am 01.09.2015

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Rezension zu "Gestatten Kandinsky" von Annabell Howard

Kandinskys Leben und Werk, anschaulich und verständlich dargestellt
Tsubamevor einem Jahr


Zufällig bin ich beim Stöbern auf diese 8oseitige Biographie aus dem Verlag parthasberlin gestoßen und fand sie sehr interessant und ansprechend illustriert.


"Gestatten Kandinsky" heißt das Buch und stellt in kurzen Texten die einzelnen Phasen im Leben des Mannes vor, der als Begründer der "abstrakten Kunst" gilt.
In Moskau geboren, schlug Kandinsky zunächst eine juristische Laufbahn ein, bevor ihn der Anblick eines Bildes von Monet so sehr beeindruckte, dass er beschloss, sein Leben radikal zu ändern. Er zog nach München und schrieb sich an einer privaten Malschule ein.
Hier lernte er auch Gabriele Münter kennen, die für 15 Jahre seine Geliebte und Weggefährtin wurde.


Kandinsky hatte eine besondere Begabung. Als Synästhet konnte er Musik als Farbe wahrnehmen und hatte ein lebhaftes Gedächtnis, weil längst vergangene Erlebnisse mit einer Farbe verbunden waren.
Ab 1910 tragen Kandinskys Gemälde dann auch Titel wie "Impression", "Improvisation" oder "Komposition" und stellen Erlebnisse und Empfindungen aus seinem Innenleben dar.
Einige dieser Bilder kann man sich im Buch ansehen. So hat er auch die erste Begegnung mit seiner letzten Ehefrau, der 30 Jahre jüngeren Nina, bildlich festgehalten. Er telefonierte mit ihr und verliebte sich in sie. Das daraus resultierende Bild trägt den Titel "An die unbekannte Stimme".


Zu den künstlerischen Stationen Kandinskys gehörte neben München, Murnau, dem "Blauen Reiter" und dem "Bauhaus" auch Paris, wo er auf der Flucht vor den Nazis seine letzten Lebensjahre verbrachte. Insgesamt hatte der Künstler, der gerne im Anzug malte, drei Staatsangehörigkeiten: die russische, die deutsche und schließlich auch die französische.


Für eine erste Begegnung mit Kandinsky ist diese Biographie meiner Meinung nach ganz wunderbar geeignet. Natürlich kann man auf 80 Seiten nicht in die Tiefe gehen, aber beim nächsten Gang ins Museum werde ich abstrakte Kunst ganz sicherlich mit neuen Augen betrachten.

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