Serving Love von Annabeth Albert ist eine warmherzige, emotionale und gleichzeitig wunderbar prickelnde Romance, die mich vom ersten Kapitel an in die Welt von Rainbow Cove gezogen hat. Die Autorin versteht es einfach, Kleinstadtatmosphäre, queere Vibes und zwei hinreißend komplizierte Protagonisten so miteinander zu verweben, dass man sich sofort zu Hause fühlt.
Im Mittelpunkt stehen zwei Männer, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten – und gerade deshalb perfekt füreinander sind. Zwischen Missverständnissen, alten Verletzungen und beruflichen Herausforderungen knistert es gewaltig. Die Chemie zwischen ihnen ist spürbar, bevor sie es überhaupt selbst merken, und genau diese langsame Annäherung macht einen großen Teil des Charmes aus. Annabeth Albert lässt den Figuren Raum für Zweifel, Stolz, Mut, Verletzlichkeit – und dieses echte, manchmal unbequeme Wachsen, das eine Liebesgeschichte unvergleichlich macht.
Besonders gelungen finde ich, wie feinfühlig die Autorin Themen wie Selbstakzeptanz, Loyalität und familiäre Erwartungen einfließen lässt, ohne die Geschichte zu überfrachten. Die Konflikte wirken nie konstruiert, sondern entwickeln sich natürlich aus der Vergangenheit der Figuren. Dadurch bleibt die Handlung durchgehend spannend, ohne dramatisch überzogen zu sein.
Rainbow Cove selbst ist fast wie ein eigener Charakter – warm, bunt, offen, mit liebevollen Nebenfiguren, die der Geschichte Tiefe und Leichtigkeit geben. Freundschaften, gefundene Familie und gegenseitige Unterstützung sind zentrale Elemente, die das Buch zu einem echten Wohlfühl-Erlebnis machen.
Auch die romantischen und spicy Szenen sind hervorragend dosiert: sinnlich, intensiv, aber nie plump. Sie fügen sich perfekt in den emotionalen Bogen ein und zeigen, wie sehr sich die Beziehung der beiden entwickelt und vertieft.
Der Schreibstil von Annabeth Albert ist flüssig, herzlich und mitten ins Herz treffend. Man liest ein Kapitel und möchte sofort das nächste anschließen, einfach weil die Figurendynamik so authentisch ist und man unbedingt wissen will, wie sich alles weiterentwickelt.
Serving Love ist ein wunderschöner Auftakt der Rainbow-Cove-Reihe und absolut empfehlenswert für alle, die LGBTQ+-Romance lieben, Kleinstadtgeschichten mögen und Lust auf eine Mischung aus Gefühl, Funkenflug und wohltuender Wärme haben. Ein echter Wohlfühlroman mit Tiefgang und viel Liebe.