Annalena McAfee

 3.6 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Zeilenkrieg, Zurück nach Fascaray und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annalena McAfee

Literatur und Journalismus vereint: Annalena McAfee wird 1952 in London geboren. Nach einem Studium an der University of Essex beginnt sie eine Berufslaufbahn als Kritikerin für Theater und Kunst beim London Evening Standard. Im Lauf ihrer Karriere ist die Journalistin zudem für die Financial Times und den Guardian tätig. Daneben veröffentlicht sie eine Anthologie von Autorenprofile sowie sehr erfolgreich mehrere Kinderbücher und Romane. Beispielsweise gewinnt ihr Buch „Mein Papi, nu meiner!“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. Besonders bekannt ist auch ihr Roman „The Spoiler“, der 2012 in der deutschen Übersetzung „Zeilenkrieg“ erscheint und von zwei völlig verschiedenen Journalistinnen erzählt.

Alle Bücher von Annalena McAfee

Zeilenkrieg

Zeilenkrieg

 (7)
Erschienen am 27.08.2014
Zurück nach Fascaray

Zurück nach Fascaray

 (2)
Erschienen am 29.08.2018
The Spoiler

The Spoiler

 (0)
Erschienen am 10.04.2012

Neue Rezensionen zu Annalena McAfee

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Rezension zu "Zurück nach Fascaray" von Annalena McAfee

Ein grandioses Werk und ein *MUSS* für jeden Schottlandfan!
Angie*vor 2 Monaten


REZENSION

Inhalt/Klappentext:
Nach einer schmerzhaften Trennung zieht Mhairi McPhail mit ihrer Tochter von New York nach Fascaray. Auf der abgelegenen schottischen Insel, von der ihre Familie stammt, erwartet sie ein neues Leben – und ein Forschungs­auftrag über den exzentrischen Grigor McWatt, der zu einer Art Natio­naldichter geworden ist. Eine Identitäts- und Spurensuche vor grandioser Landschaft, in der Mhairi über McWatt – und sich selbst – Überraschendes erfährt.

Mehr zum Inhalt
Fascaray – eine abgelegene schottische Insel, deren Natur grandios und deren Einwohner rauhbeinig, humorvoll und liebenswert sind. Annalena McAfees fiktive Insel verkörpert alles, was Schottland ausmacht: seine dramatische Landschaft und ebenso dramatische Geschichte, seine Eigenständigkeit und Eigenwilligkeit. Hier strandet, nachdem ihre langjährige Beziehung in New York Schiffbruch erlitten hat, die Literaturwissenschaftlerin Mhairi McPhail. Nicht nur liegen ihre eigenen Wurzeln in Fascaray, sie schreibt an einer Biographie über den Inseldichter Grigor McWatt, einen Exzentriker, Eigenbrötler und stolzen schottischen Patrioten, der mit dem Text zum Song ›Zurück nach Fascaray‹ weltberühmt geworden ist. Doch während Mhairi und ihre neunjährige Tochter Agnes sich an die Rhythmen des Insellebens gewöhnen, stößt sie bei ihren Nachforschungen auf immer widersprüchlichere Informationen zum »Barden von Fascaray« – und auf ein Geheimnis, das mit einer großen, tragischen Liebe verquickt ist.

Autorin: Annalena McAfee

Annalena McAfee wurde in London als Tochter einer Schottin und eines irischen Vaters aus Glasgow geboren. Sie war Kunst- und Literaturredakteurin bei der ›Financial Times‹ und gründete die Kunst- und Literaturbeilage des ›Guardian‹ und die ›Saturday Review‹, die sie sechs Jahre lang herausgab. ›Zurück nach Fascaray‹ ist nach ›Zeilenkrieg‹ ihr zweiter Roman. McAfee lebt mit ihrem Mann Ian McEwan in der Nähe von London.

Meine Meinung zum Buch:

Das wunderschöne Cover mit dem türkisfarbenen Strand , im typischen Diogenes-Layout gehalten,  hatte mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich hatte nach kurzer Zeit ca. 980 Seiten in  der Hand. Trotzdem war das Format handlich, gut zu lesen, da die Seiten hauchdünn bedruckt waren. 
Nach der Verlagsinfo freute ich mich nun auf die aufregende Zeit auf dieser schottischen Insel. Doch wo lag sie?? Ich fand sie nicht in der realen Welt und auch der exzentrische Autor Grigor McWatt war für mich unauffindbar. Nach vielen Seiten ungestörten Lesegenusses und des Verfolgens der Ausführungen der beiden Hauptprotagonistinnen Mhairi und ihrer Tochter Agnes kam mir ein leiser Verdacht, der mir fast unglaublich erschien. Ich recherchierte - und tatsächlich bewahrheiteten sich meine Gedanken .  Die Insel und der Inselbarde waren eine rein fiktive Erfindung der exzellenten Autorin Annalena McAffe.  Aber das Schottland, welches sie in ihrem intelligent und interessant aufgezogenen Buch vorstellte, war sehr real. Ich schwelgte in herrlichen Landschaftsbeschreibungen, Kochrezepten der schottischen Küche, schottischer Geschichte und Literatur, Pflanzen- und Tierlisten, Berichten über Fauna, Flora, Wetter und schottischen menschlichen Originalen, sowie über Auflistungen von schottischen Ausdrücken , die mich fast verführt hätten, diese Sprache zu erlernen. All das fand sich im sogenannten McWatt-Kompendium, einer Art Tagebuch des fiktiven Gelehrten. 

Die Beziehung von Mhairie zur Tochter Agnes und dem  vielleicht wahren Grund ihres Forschungsaufenthaltes auf der Insel kamen auch nicht zu kurz. Kann die Liebe zur Heimat  tatsächlich so gross sein, dass Mhairie tatsächlich dort für einige Zeit mit der Tochter leben mochte, oder war es eine Flucht aus unglücklichen Lebensumständen?

Ich habe immer wieder gestaunt über die Beharrlichkeit und Überzeugungskraft der Autorin diese fiktiven Ausführungen so verständlich und realistisch zum Leser zu transportieren. Es hat sich gelohnt, diese vielen Seiten zu geniessen und ich werde das Buch sicher öfter in die Hand nehmen um etwas nachlesen.  
Dieses Buch ist ein wahres Juwel und ein *MUSS* für jeden Schottland Liebhaber/rin !  

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für dieses grossartige Werk!
Mein Dank geht an die Autorin und den Diogenes Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares!

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Rezension zu "Zurück nach Fascaray" von Annalena McAfee

"Wha loues the laun, awns the laun, an the laun awns him"
Giselle74vor 4 Monaten

Ich bin sprachlos, was recht selten passiert. Wie schreibe ich über dieses Buch? Es ist völlig verrückt, es ist genial, ich bin schockverliebt? Ja, das trifft es am ehesten. Hiermit stelle ich mein Jahreshighlight 2018 vor, denn hiernach kann nichts Vergleichbares mehr kommen.
Aber von vorn: bei Durchsicht der Vorschau fiel mir dieses Buch auf. "Fascaray". das klang gut, abgelegene schottische Insel, Nationaldichter, Identitätssuche waren die Stichworte, also habe ich mir das Ganze notiert. Und dann erschien es nicht. Für Mai war es angekündigt, jetzt im August ist es erst soweit, mit dem Warten wurde ich immer gespannter. Und dann kam der Tag, an dem der Postmann mir ein Diogenes-Päckchen in die Hand drückte, und heraus kam... ein Ziegelstein von einem Buch. Mit hauchdünnen Seiten. 951 Seiten, um genau zu sein.
Auf diesen 951 Seiten erzählt Annalena McAfee die Geschichte des fiktiven Eilands Fascaray, des fiktiven Dichters Grigor McWatt und die von Mhairi McPhail, die beauftragt wurde, ein McWatt-Museum auf der Insel aufzubauen. Das gelingt ihr derart phantastisch, dass ich erst einmal irritiert nach einer schottischen Insel namens Fascaray gesucht habe. Der Leser findet in diesem Buch Ausschnitte aus dem McWatt-Kompendium, einer Art Tagebuch, Teile von McWatts Werk in Deutsch und Schottisch, Kochrezepte, Bücherlisten, Ausschnitte aus Mhairis Arbeit über den Dichter, kurz eine komplette eigene Welt mitsamt Pflanz- und Tierlisten. Überhaupt diese Listen mit schottischen Ausdrücken zur Wetterlage, zur Flora und Fauna, grandios!
Zugegeben, man muss ein wenig irre sein, um sich durch all das durchzuarbeiten, man muss Schottland mögen, es hilft zumindest, und die schottische Sprache. Das trifft bei mir alles zu, daher bin ich selig in diesem Buch verschwunden und mit rollendem R und Rachen-Ch wieder hervorgekommen.
Aber dieses Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Schottland, es wirft auch die Frage auf, was Heimat ist und was die eigene Identität eigentlich ausmacht. Macht einen ein unbekannter Urgroßvater zum Schotten oder doch auch die Liebe zur Kultur?
Und so ist "Zurück nach Fascaray" für mich ein unglaublich intelligentes, liebevolles und vollkommen verrücktes Projekt, ein Roman, bei dem ich jede seiner 951 Seiten geliebt habe. Zum Abschluß möchte ich mich noch bei Christiane Bergfeld für die wunderbare Übersetzung bedanken, denn das ist bestimmt kein Spaziergang gewesen.
Und ein kleiner Tip am Rande: wer ein wenig sucht, kann im Internet eine Aufnahme des Liedes finden, mit dem Grigor McWatt berühmt geworden ist : Hame tae Fascaray. Den Background bilden Annalena McAfees Sohn und ihr Mann Ian McEwan.

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Rezension zu "Zeilenkrieg" von Annalena McAfee

Die Presse
walli007vor 5 Jahren


Kurz vor ihrem 80. Geburtstag blickt die ehemalige Star-Reporterin Honor Tait auf ihr Leben zurück. Finanziell geht es ihr nicht allzu gut und sie ist dabei die Druckfahnen des dritten Sammelbandes ihrer Reportagen zu sichten. Nur ungern erlaubt sie der noch nicht einmal 30jährigen Journalistin Tamara Sim, sie zu einem Interviewtermin zu besuchen. Und sofort scheinen sich die beiden ungleichen Frauen unsympathisch zu sein. Hier die alternde Autorität, dort die junge, unbedeutende Klatschreporterin, die ihrem Auftrag nicht gewachsen scheint. Doch auch Honors Verhalten verrät Unsicherheit und keinesfalls möchte sie etwas über ihr Privatleben preisgeben. Und Tamara, Honors Gegenpart, scheint tatsächlich an ihrer Aufgabe zu wachsen und entwickelt Ideen und Initiative.
Tolle Idee, diese beiden Gegensätze aufeinander treffen zu lassen. Die Autorin selbst auch Journalistin und Redakteurin renommierter britischer Zeitungen versteht ihr Handwerk. Doch kommt ihr Roman etwas sehr journalistisch daher. Ihre Charaktere unterwerfen letztlich alles dem Journalismus und das könnte auf den Leser etwas befremdlich wirken. Honor, die keine privaten Äußerungen tätigt, kann das auch kaum, denn die Arbeit war ihr Leben. Und Tamara, die so lange nachbohrt, bis sie tatsächlich eine Winzigkeit findet, schlachtet diese kleine Enthüllung in typischer Boulevard-Manier eher unschön aus. Hinzu kommen noch die verschiedenen Intrigen, die in den Presse-Etagen geschmiedet werden, die das Genre in Groß Britannien wie in letzter Zeit unschön zu erfahren vielleicht noch mehr als anderswo, doch möglicherweise ist es dort auch nur ans Zutage gekommen, in einem eher schlechteren Licht dastehen lassen. Nach der Lektüre dieses Romans jedenfalls, kann man die Lehre ziehen, dass es einem als nicht öffentliche Persönlichkeit und nicht reißerische Journalistin mit einem alltäglichen Leben und Beruf vielleicht besser geht und man manche Dinge auch nicht so genau wissen möchte.

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