Annalena McAfee

 3.4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autorin von Zeilenkrieg, Zurück nach Fascaray und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Annalena McAfee

Literatur und Journalismus vereint: Annalena McAfee wird 1952 in London geboren. Nach einem Studium an der University of Essex beginnt sie eine Berufslaufbahn als Kritikerin für Theater und Kunst beim London Evening Standard. Im Lauf ihrer Karriere ist die Journalistin zudem für die Financial Times und den Guardian tätig. Daneben veröffentlicht sie eine Anthologie von Autorenprofile sowie sehr erfolgreich mehrere Kinderbücher und Romane. Beispielsweise gewinnt ihr Buch „Mein Papi, nu meiner!“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. Besonders bekannt ist auch ihr Roman „The Spoiler“, der 2012 in der deutschen Übersetzung „Zeilenkrieg“ erscheint und von zwei völlig verschiedenen Journalistinnen erzählt.

Neue Bücher

Zurück nach Fascaray
 (1)
Neu erschienen am 29.08.2018 als Hardcover bei Diogenes.

Alle Bücher von Annalena McAfee

Annalena McAfeeZeilenkrieg
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Zeilenkrieg
Zeilenkrieg
 (7)
Erschienen am 27.08.2014
Annalena McAfeeZurück nach Fascaray
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Zurück nach Fascaray
Zurück nach Fascaray
 (1)
Erschienen am 29.08.2018
Annalena McAfeeSkandal!
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Skandal!
Skandal!
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Erschienen am 01.01.2015
Annalena McAfeeThe Spoiler
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The Spoiler
The Spoiler
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Erschienen am 10.04.2012

Neue Rezensionen zu Annalena McAfee

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Zurück nach Fascaray" von Annalena McAfee

"Wha loues the laun, awns the laun, an the laun awns him"
Giselle74vor 2 Monaten

Ich bin sprachlos, was recht selten passiert. Wie schreibe ich über dieses Buch? Es ist völlig verrückt, es ist genial, ich bin schockverliebt? Ja, das trifft es am ehesten. Hiermit stelle ich mein Jahreshighlight 2018 vor, denn hiernach kann nichts Vergleichbares mehr kommen.
Aber von vorn: bei Durchsicht der Vorschau fiel mir dieses Buch auf. "Fascaray". das klang gut, abgelegene schottische Insel, Nationaldichter, Identitätssuche waren die Stichworte, also habe ich mir das Ganze notiert. Und dann erschien es nicht. Für Mai war es angekündigt, jetzt im August ist es erst soweit, mit dem Warten wurde ich immer gespannter. Und dann kam der Tag, an dem der Postmann mir ein Diogenes-Päckchen in die Hand drückte, und heraus kam... ein Ziegelstein von einem Buch. Mit hauchdünnen Seiten. 951 Seiten, um genau zu sein.
Auf diesen 951 Seiten erzählt Annalena McAfee die Geschichte des fiktiven Eilands Fascaray, des fiktiven Dichters Grigor McWatt und die von Mhairi McPhail, die beauftragt wurde, ein McWatt-Museum auf der Insel aufzubauen. Das gelingt ihr derart phantastisch, dass ich erst einmal irritiert nach einer schottischen Insel namens Fascaray gesucht habe. Der Leser findet in diesem Buch Ausschnitte aus dem McWatt-Kompendium, einer Art Tagebuch, Teile von McWatts Werk in Deutsch und Schottisch, Kochrezepte, Bücherlisten, Ausschnitte aus Mhairis Arbeit über den Dichter, kurz eine komplette eigene Welt mitsamt Pflanz- und Tierlisten. Überhaupt diese Listen mit schottischen Ausdrücken zur Wetterlage, zur Flora und Fauna, grandios!
Zugegeben, man muss ein wenig irre sein, um sich durch all das durchzuarbeiten, man muss Schottland mögen, es hilft zumindest, und die schottische Sprache. Das trifft bei mir alles zu, daher bin ich selig in diesem Buch verschwunden und mit rollendem R und Rachen-Ch wieder hervorgekommen.
Aber dieses Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an Schottland, es wirft auch die Frage auf, was Heimat ist und was die eigene Identität eigentlich ausmacht. Macht einen ein unbekannter Urgroßvater zum Schotten oder doch auch die Liebe zur Kultur?
Und so ist "Zurück nach Fascaray" für mich ein unglaublich intelligentes, liebevolles und vollkommen verrücktes Projekt, ein Roman, bei dem ich jede seiner 951 Seiten geliebt habe. Zum Abschluß möchte ich mich noch bei Christiane Bergfeld für die wunderbare Übersetzung bedanken, denn das ist bestimmt kein Spaziergang gewesen.
Und ein kleiner Tip am Rande: wer ein wenig sucht, kann im Internet eine Aufnahme des Liedes finden, mit dem Grigor McWatt berühmt geworden ist : Hame tae Fascaray. Den Background bilden Annalena McAfees Sohn und ihr Mann Ian McEwan.

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walli007s avatar

Rezension zu "Zeilenkrieg" von Annalena McAfee

Die Presse
walli007vor 5 Jahren


Kurz vor ihrem 80. Geburtstag blickt die ehemalige Star-Reporterin Honor Tait auf ihr Leben zurück. Finanziell geht es ihr nicht allzu gut und sie ist dabei die Druckfahnen des dritten Sammelbandes ihrer Reportagen zu sichten. Nur ungern erlaubt sie der noch nicht einmal 30jährigen Journalistin Tamara Sim, sie zu einem Interviewtermin zu besuchen. Und sofort scheinen sich die beiden ungleichen Frauen unsympathisch zu sein. Hier die alternde Autorität, dort die junge, unbedeutende Klatschreporterin, die ihrem Auftrag nicht gewachsen scheint. Doch auch Honors Verhalten verrät Unsicherheit und keinesfalls möchte sie etwas über ihr Privatleben preisgeben. Und Tamara, Honors Gegenpart, scheint tatsächlich an ihrer Aufgabe zu wachsen und entwickelt Ideen und Initiative.
Tolle Idee, diese beiden Gegensätze aufeinander treffen zu lassen. Die Autorin selbst auch Journalistin und Redakteurin renommierter britischer Zeitungen versteht ihr Handwerk. Doch kommt ihr Roman etwas sehr journalistisch daher. Ihre Charaktere unterwerfen letztlich alles dem Journalismus und das könnte auf den Leser etwas befremdlich wirken. Honor, die keine privaten Äußerungen tätigt, kann das auch kaum, denn die Arbeit war ihr Leben. Und Tamara, die so lange nachbohrt, bis sie tatsächlich eine Winzigkeit findet, schlachtet diese kleine Enthüllung in typischer Boulevard-Manier eher unschön aus. Hinzu kommen noch die verschiedenen Intrigen, die in den Presse-Etagen geschmiedet werden, die das Genre in Groß Britannien wie in letzter Zeit unschön zu erfahren vielleicht noch mehr als anderswo, doch möglicherweise ist es dort auch nur ans Zutage gekommen, in einem eher schlechteren Licht dastehen lassen. Nach der Lektüre dieses Romans jedenfalls, kann man die Lehre ziehen, dass es einem als nicht öffentliche Persönlichkeit und nicht reißerische Journalistin mit einem alltäglichen Leben und Beruf vielleicht besser geht und man manche Dinge auch nicht so genau wissen möchte.

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Duffys avatar

Rezension zu "Zeilenkrieg" von Annalena McAfee

Gelungenes Debut
Duffyvor 5 Jahren

Wenn die Ehefrau eines berühmten und erfolgreichen Schriftstellers einen Roman schreibt und dann auch noch im selben Verlag erscheint, der auch den Gatten veröffentlicht, neigt man zu einer berechtigten Skepsis, auch wenn man unvoreigenommen an das Buch herangehen will. Bei der Gattin von Ian McEwan handelt es sich allerdings um einen "alten Hasen", denn über 30 Jahre arbeitete sie bei verschiedenen Zeitungen, hat also das Schreiben von der Pike auf gelernt. Das ist nun kein Garant für einen gelungenen Roman, aber McAfee macht nicht den Fehler, sich irgendeinen Stoff zurechtzubasteln, sondern sie siedelt ihren Roman dort an, wo sie die meisten Kenntnisse hat: Im Bereich des Tagesjournalismus der Zeitungsbranche.
Honor Tait, 80 und Tamara Sim, 27, sind beides Journalistinnen, die aber Welten trennen. Die eine, noch mit ganzer Energie den Regeln des Journalismus verpflichtet, der radikalen Wahrheit immer so nah wie möglich, die andere ein Produkt der schnelllebigen Sensationspresse, in der Auflagenzahl und Druck die größten Rollen spielen. Ihre Wege kreuzen sich, ihre verschiedenen Auffassungen machen sie nicht zu Freundinnen und es kommt bis zum Schluss immer wieder zu Berührungen, die zu einer gewissen Abhängigkeit führen. Auf dem Weg dorthin, der mit überraschenden Ereignissen gepflastert ist, verlieren beide Frauen, die eine mehr, die andere weniger.
Die ersten hundert Seiten des Buches, also knapp ein Viertel, strengen an, weil sie sich fast ausschließlich mit der Darstellung der beiden Frauen beschäftigen. Man ist geneigt, Prognosen über den weiteren Verlauf des Buches anzustellen, doch nichts, was man im Hinterkopf hat, trifft ein. Denn nach hundert Seiten "geht es los" und bis zum Ende hält das Buch einige Überraschungen bereit.
Der Roman enttäuscht nicht. Er hat einige Längen, gerade am Anfang läuft die Autorin in Gefahr, die Leser zu verlieren. Das wird im weiteren Verlauf allerdings wettgemacht, so dass man hier durchaus von einem gelungenen Debut sprechen kann. Knappe 4 Sternchen.

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