Anne-Kathrin Bauer , Friedericke Godel So backen wir in Baden und Schwaben

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Inhaltsangabe zu „So backen wir in Baden und Schwaben“ von Anne-Kathrin Bauer

So verschieden die Badner und die Schwaben sind, so unterschiedlich ist auch ihre Küche, wenn auch leichte Überschneidungen zu beobachten sind, die unter anderem auf die wiederkehrenden Grenzverschiebungen zurückzuführen sind. Die badische Küche gilt als leichter, feiner und vornehmer als die schwäbische. Dies liegt auch daran, dass sich die Küche Badens im Laufe der Zeit mit der Küche im benachbarten Elsass vermischt hat. Dementsprechend finden sich natürlich Gerichte, die ihren Ursprung im Elsass haben, auch in der badischen Küche wieder. Viele badische Kuchenspezialitäten wie zum Beispiel Quiches oder Tartes haben ihren Ursprung im Elsass. Dies ist nicht nur auf die räumliche und landschaftliche Nähe der beiden Regionen zurückzuführen, sondern auch auf die menschlichen Verbandelungen beiderseits des Rheins. So findet man in Baden neben der einfachen Küche auch das feine Menü bis hin zur Gourmetküche mit einem stark französischen Einschlag. Die badische Küche hat vielerlei köstliches Gebäck zu bieten. Hefekuchen, Käsekuchen und Linzer Torte sind typische und beliebte Vertreter badischer Backkunst. Vergessen werden dürfen auch nicht die unzähligen Varianten von köstlichen Obstkuchen, bei denen die ganze Obstvielfalt Badens angefangen von Äpfeln und Birnen über Kirschen und Aprikosen bis hin zu Weintrauben und Beeren zum Einsatz kommt. Und schließlich gibt es in Baden dank dieses Füllhorns an verschiedenen Obstsorten eine Vielfalt von alkoholischen Spezialitäten, die die Badner auch gerne zum Backen verwenden, allen voran das berühmte Schwarzwälder Kirschwasser, das aber nur dann diesen Namen tragen darf, wenn es im Schwarzwald aus einheimischen Kirschen hergestellt wurde. Es wird in der wohl bekanntesten aller Torten, der Schwarzwälder Kirschtorte, verwendet. Gegenüber der badischen Küche scheint die traditionelle schwäbische Küche einfacher und bodenständiger. Viele schwäbische Hausfrauen hatten sich zu wahren Meisterinnen darin entwickelt, im Alltag aus wenigen einfachen Zutaten etwas „Gescheites“ auf den Tisch zu bringen. Dies spiegelt sich auch in den typisch schwäbischen Kuchen nieder: Am allwöchentlichen Brotbacktag wurde gleich auch ein süßer Hefeteig angesetzt und ganz simpel zu einem Hefezopf verarbeitet. Oder aber er wurde auf einem Blech ausgerollt und mit einfachen Zutaten wie Zucker, Zimt und Sahne belegt, woraus beliebte Blechkuchen wie Zuckerkuchen, Butterkuchen und Rahmkuchen entstanden sind. Auch wurden dabei die Beeren aus dem eigenen Garten und das Obst der heimischen Streuobstwiesen verwertet, die im Unterland entlang des Neckars und seiner Nebenflüsse, auf der Schwäbischen Alb, in Oberschwaben und im Bodenseeraum zahlreich zu finden sind. Böse Zungen behaupten ja, dass zu Zeiten der Backhäuser die sparsamen schwäbischen Hausfrauen nur deswegen Kuchen gebacken haben, weil sie vom Brotbacken ohnehin Teig übrig hatten und die Nachwärme der Backöfen nicht ungenutzt lassen wollten. In der Tat ist bei den Schwaben eine gewisse Affinität zu Blechkuchen zu beobachten… Zugegeben, die sparsamen Schwaben haben ihre kostbaren Zutaten traditionell wohl lieber zum Kochen verwendet als zum Backen. Das Kochen musste sein, denn jeden Mittag musste ja schließlich ein nahrhaftes Essen auf dem Tisch stehen. Kuchen hingegen kamen bei den Schwaben früher eher nur am Sonntag auf den Tisch – heute hat sich das glücklicherweise geändert. Auch zu Festen wie der Kirbe (Kirchweih) wurde traditionell gebacken und selbstverständlich auch zu hohen kirchlichen Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern. Trotz aller Gegensätze und Rivalitäten: Sowohl die Badner als auch die Schwaben sind lebenslustige Genießer – jeder auf seine ganz typische regionale Art. Und sie verbindet letztlich mehr, als sie denken oder vielleicht auch zugeben wollen.

Aus dem Buch: I waiß gar ned, warum die Legende uns eischwätzt, dass Badener und Schwobe ned midnanner auskumme solle!

— glanzente
glanzente

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