Anne-Kathrin Koppetsch Kohlenstaub

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Inhaltsangabe zu „Kohlenstaub“ von Anne-Kathrin Koppetsch

1965: Martha Gerlach ist einer der ersten Pastorinnen in Dortmund. Keine leichte Aufgabe, denn nicht alle Gemeindemitglieder respektieren "das Fräulein" auf der Kanzel. Da wird - ausgerechnet am Ostersonntag - ihr Kollege Pastor Hanning tot in seinem Pfarrhaus gefunden. Bald ist klar: Der Tote hatte brisante Geheimnisse, und mehr als nur eines von Marthas Schäfchen ist verdächtig. Die Pastorin beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln - und sticht in ein gefährliches Wespennest.

Mikrokosmos in Dortmund! Wo bleibt die Spannung?

— Arun
Arun

1965: Die erste Pfarrerin in Dortmund ermittelt - nicht nur für Dortmunder zu empfehlen!

— Schaefche85
Schaefche85

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  • historischer Dortmundkrimi

    Kohlenstaub
    Schaefche85

    Schaefche85

    Martha Gerlach tritt ihre erste Pfarrstelle in Dortmund an. Soweit, so normal - doch 1965 dürfen Frauen erst seit kurzem Pfarrerin werden und das auch nur unter bestimmten Bedingungen. Zum Beispiel dürfen sie nicht heiraten. Dazu kommt, dass die Gemeindeglieder eher skeptisch auf sie reagieren. Dann wird auch noch der nettere von ihren beiden Pfarrerkollegen tot in seiner Wohnung gefunden. Schnell stellt sich heraus: Er ist nicht einfach auf der Couch eingeschlafen - es war Mord. Martha Gerlach lässt sich nicht unterkriegen und stellt viele Fragen, weil sie wissen möchte, was hinter seinem Tod steckt. Dabei lernt sie ihre Gemeinde viel schneller und genauer kennen, als sie gedacht hätte. Auch wenn bei diesem Buch die Spannung erst ganz am Ende aufkommt, fand ich es sehr interessant. Ein historischer Krimi muss nicht unbedingt im Mittelalter spielen, auch die 1960er bieten genug historischen Erzählstoff. Angefangen dabei, dass Martha Gerlach als eine der ersten Pfarrerinnen sich behaupten muss, wobei man auch merkt, dass gerade die Frauen in der Gemeinde nun mit ihren Problemen auch zu einer Frau kommen können. Dafür ist es schon fies, wie sie sich gegenüber ihrem Kollegen Kruse behaupten muss. Zusätzlich zu dem Krimi finden sich am Ende des Buches einige Seiten mit Informationen zu den historischen Gegebenheiten. Hier hat Anne-Kathrin Koppetsch ganze Arbeit geleistet. "Kohlenstaub" liest sich sehr flüssig, ich konnte es aber auch zwischendurch gut weglegen. Die Spannung wurde dadurch kompensiert, dass ich lange nicht wusste, wer der Mörder sein könnte oder wie alles genau abgelaufen sein könnte. Erst relativ spät hatte ich einen Verdacht, aber damit lag ich ziemlich daneben. Insofern hat mir beim Lesen nichts gefehlt, da der Rätselfaktor da war und es ansonsten spannend war, mehr über diese Zeit zu erfahren, die 20 Jahre vor meiner Geburt liegt. Ich musste mich immer wieder daran erinnern, dass es z.B. noch überhaupt keine Handys gab... Fazit: Für alle, die es interessiert und für Dortmunder klar zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Kohlenstaub" von Anne-Kathrin Koppetsch

    Kohlenstaub
    Karr

    Karr

    18. September 2012 um 18:07

    Ein gelungenes Zeitbild, ein spannender Mordfall, eine interessante Heldin: "Kohlenstaub" von Anne-Kathrin Koppetsch ist beste Regionalkrimi-Unterhaltung aus dem Ruhrgebiet. Schauplatz Dortmund, die Zeit: 1965. Das sind die Jahre, als das Ruhrgebiet noch der sprichwörtliche Kohlenpott war: als man die Wäsche nicht raushängen konnte, weil sie sofort mit einem Grauschleier überzogen wurde. Martha Gerlach ist eine der ersten Pastorinnen der evangelischen Kirche, zugeteilt einer Gemeinde in Dortmund. Die Kollegen Pastore tun sich schwer mit der Frau in ihrem Beruf. Sie hoffen, dass Martha bald heiratet, dann dann müsste sie ihren Beruf aufgeben. (Pastorinnengesetz, bis 1974) Und ausgerechent kurz nach ihrem Amtsantritt wird Marthas Kollege, Pastor Hanning, tot im Pfarrhaus aufgefunden. Seine demente Mutter kann sich nicht daran erinern, was geschehen ist. Kommissar Kellmann von der Polizei ist sich nicht sicher, ob er von einem Mordfall ausgehen soll. Lokalreporter Luschinski geht mit Martha Gelrcah einem Hinweis nach dem anderen über die seltsamen Todesumstände des Pfarrers nach. Was an dem Roman beeindruckt, ist weniger die Mordgeschichte - die bewegt sich in koinventionellen Bahnen - sondern die Schilderung der Zeit, der Atmosphäre in der Mitte der sechziger. Wo es noch ganz strenge Moralvorstellungen gab - von Gleichberechtigung und Emanzipation nicht die Spur. Entsprechend groß sind die Vorbehalte, mit gegen die die neue Frau Pastorin in der Gemeinde anzukämpfen hat. Dass gerade diese Schilderungen der Autorin so gut gelungen sind, liegt daran, dass sie selbst als Theologin in Dortmund arbeitet. Ein gelungenes Zeitbild, ein spannender Mordfall, eine interessante Heldin: "Kohlenstaub" von Anne-Kathrin Koppetsch ist beste Regionalkrimi-Unterhaltung aus dem Ruhrgebiet.

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  • Rezension zu "Kohlenstaub" von Anne-Kathrin Koppetsch

    Kohlenstaub
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    05. June 2012 um 17:48

    1965 in Dortmund. Als erste Frau tritt Martha Gerlach eine Stelle als Pastorin ein und muss um Respekt kämpfen. Das ist nicht gerade einfach in einer Zeit und Gegend, in der ein verstaubtes Frauenbild vorherrscht. Noch schwieriger wird die Lage für Martha, als ihr Kollege, Pastor Hanning, tot aufgefunden wird. Schnell wird deutlich, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um Mord handelt. Ein Mangel an Verdächtigen herrscht nicht, denn der Tote ist einem brisanten Geheimnis auf die Spur gekommen. Unter der Oberfläche der Bürgerlichkeit brodelt es, und Martha wühlt mit ihren Nachforschungen die Vergangenheit kräftig auf. Das wird gefährlich. Dieser spannende Krimi mit seinem kräftigen Lokalkolorit liest sich wie eine Zeitreise. Das Frauenbild der fünfziger und sechziger Jahre ist sehr treffend beschrieben, und auch die soziale Lage der damaligen Zeit ist lebendig wiedergegeben. Die Charaktere wirken durchweg authentisch, gerade wenn sie „das Fräulein“ herablassend behandeln. Ich hoffe, dass dies der Auftakt einer Serie ist und der sympathischen Pfarrerin noch weitere Kriminalfälle begegnen, denn ich würde gern mehr über sie lesen.

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  • Rezension zu "Kohlenstaub" von Anne-Kathrin Koppetsch

    Kohlenstaub
    RalfderPreusse

    RalfderPreusse

    22. April 2012 um 12:37

    Ein Kriminalfall aus der Dortmund von 1965, inspiriert von der Geschichte der ersten Pastorin in der Ruhrstadt-Metropole.

    In Teilen eine treffsichere Studie Deutschlands in den Wirtschaftswunderjahren vor Frauenbewegung und den 68ern. Aber dann transportiert die erst 2000 zugereiste Autorin doch wieder übelste Ruhrgebietsklischees.