Der Mörder weinte

von Anne-Laure Bondoux 
4,1 Sterne bei19 Bewertungen
Der Mörder weinte
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Sternschnuppi15s avatar

Eindeutig nichts für Tierfreunde...

Seehase1977s avatar

Ein ergreifender Roman voller Melancholie in der kargen Landschaft Chiles.

Alle 19 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Mörder weinte"

In einem Haus an der südlichsten Spitze Chiles, wo nichts ist als steinige Erde und Wind, wächst Paolo auf wie ein kleines Tier oder eine zähe Pflanze. Bis zu dem Tag, an dem Angel Alegria auftaucht, ein Mörder auf der Flucht. Ohne Zögern tötet er Paolos Eltern; er bringt es aber nicht übers Herz, Hand an den Jungen zu legen. Stattdessen beginnt er, sich um ihn zu kümmern. Als dann auch noch Luis auftaucht, der Paolo Lesen beibringt, kämpfen sogar zwei Männer um die Vaterrolle, und Paolo erfährt eine Art von Glück. Aber auch in dem kleinen Haus am Ende der Welt ist sind die drei nicht sicher vor ihrer eigenen Geschichte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551583093
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:24.01.2014

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne9
  • 4 Sterne4
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ergreifender Roman voller Melancholie in der kargen Landschaft Chiles.
    Der Mörder weinte

    Klappentext:
    In einem Haus an der südlichsten Spitze Chiles, wo nichts ist als steinige Erde und Wind, wächst Paolo auf wie ein kleines Tier oder eine zähe Pflanze. Bis zu dem Tag, an dem Angel Alegria auftaucht, ein Mörder auf der Flucht. Ohne Zögern tötet er Paolos Eltern; er bringt es aber nicht übers Herz, Hand an den Jungen zu legen. Stattdessen beginnt er, sich um ihn zu kümmern. Als dann auch noch Luis auftaucht, der Paolo Lesen beibringt, kämpfen sogar zwei Männer um die Vaterrolle, und Paolo erfährt eine Art von Glück. Aber auch in dem kleinen Haus am Ende der Welt sind die drei nicht sicher vor ihrer eigenen Geschichte.

    Anne-Laure Boundox hat mit „Der Mörder weinte“ auf nur 176 Seiten ein kleines Meisterwerk erschaffen. Sie erzählt mit wunderbar klarem, flüssig zu lesenden und bildhaftem Schreibstil die Geschichte von dem kleinen Paolo und den beiden Männern, deren aller Leben sich durch ihr Beisammensein verändert. Das Buch lebt durch seine Charaktere, vor allem durch Paolo dessen Leben auch mit seinen Eltern schon nicht einfach war, ein Leben am Existenzminimum in der kargen und einsamen Landschaft Chiles. Angel Alegria raubt dem Kind an einem einzigen Tag grausam seine Familie und doch fasst der Junge nach und nach Vertrauen zu Angel, bringt ihm sogar Zuneigung entgegen, letztlich ist der Mörder alles, was er noch hat. Auch Angel macht eine enorme Entwicklung durch, vom eiskalten Mörder schlüpft er in eine fast schon liebevolle und fürsorgliche Vaterrolle, bis ihn seine Vergangenheit eiskalt wieder einholt. Als Leser diese Veränderung mitzuerleben war sehr berührend und wirft bei mir die schwer zu beantwortende Frage auf: Kann einer Mörder sich verändern und wenn ja, verdient er es, diese Veränderung auch zu leben? Wo beginnt die Reue, wann der Weg zurück zur Menschlicheit und zu Mitgefühl? Wie groß ist das Risiko eines Rückfalls?

    Der Roman „Der Mörder weinte“ von Anne-Laure Boundox ist ein ergreifendes Buch voller Melancholie welches aufzeigt, wie eng Hass und Liebe, Hoffnung und Enttäuschung doch beieinander liegen können. Ein Buch das verinnerlicht, dass Glück nicht unbedingt Reichtum bedeuten muss. Lesenwert!

    Kommentare: 2
    121
    Teilen
    Helentonias avatar
    Helentoniavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch mit einer tief sitzenden, traurigen und melancholischen Grundatmosphäre und dabei richtig spannend!
    Berührend, großartig!

    Der Junge Paolo wächst mit seinen Eltern in einem Haus in der verlassenen Pampa Chiles auf, bis eines Tages Angel Alegria an der Tür klopft. Die Familie lässt ihn hinein, denn sie weiß nicht, dass Angel ein Mörder auf der Flucht vor der Polizei ist. Angel ermordet die Eltern, doch er bringt es nicht über sein Herz auch den Jungen zu töten und so bleibt er mit Paolo in dem Haus und wird nach und nach eine Art Vater für ihn und fängt an die Ruhe und Abgeschiedenheit zu lieben.

    Doch das idyllische Glück beginnt zu wanken, als sich auch Luis sich an diesen Ort verirrt. Dieser wird zwar nicht von der Polizei verfolgt, doch flieht auch er - vor den gesellschaftlichen Erwartungen.

    Paolo mag beide Männer und so versuchen beide, die Rolle des Vaters einzunehmen. Und Angel hofft, seine mörderische Vergangenheit zu vergessen - was nicht leicht ist, sobald sich die drei auf den Weg in die Stadt machen, weil die Nahrung knapp wird.

    Die Beziehungen zwischen den Personen entwickeln sich und hinter allem steht die große Frage: Kann ein Mörder sich ändern?

    Und wie sieht Gerechtigkeit aus?

    Dieses Buch besitzt eine tief sitzende, traurige und melancholische Grundatmosphäre und ist dabei wirklich spannend.

    Für diese Spannung sorgt nicht nur an der Handlung an sich , sondern auch an die dahinter liegenden Fragen und Wahrheiten.

    Das Buch hat mich berührt und bekommt ganze 5 von 5 Sternen.

    Eine Empfehlung für alle, die ein ganz besonderes Buch suchen.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    boysandbookss avatar
    boysandbooksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckende Balance zwischen schnellem Erzähltempo und tiefer Melancholie.
    Einfühlsames, sehr trauriges und doch schönes Buch

    Anne-Laure Bondoux schildert das Schicksal sehr vielschichtiger Figuren über Jahre auf wenigen Seiten und trotzdem hat der Leser das Gefühl, ganz in den Bann dieses kargen Lebens gezogen zu werden und Innen- wie Außenleben zu verstehen. Die kurzen Kapitel und die zumeist kurzen und einfachen Sätze kommen jungen Lesern entgegen. Gleichzeitig entfaltet diese einfache Erzählweise Bilder und Stimmungen, die ganz und gar nicht oberflächlich sind. Wie auch auf dem Cover greifen hier Einfachheit und Schönheit harmonisch ineinander und lassen den Leser nicht mehr los. Rezension von Eva Maus auf unserer Website. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    L
    LeoLoewchenvor 4 Jahren
    Leo Löwchen 13J. Rezi zu "Der Mörder weinte"

    Wo hört Menschlichkeit auf?

    …und wo beginnt der Prozess der Reue,

    …und der Änderung?

    Heute habe ich für euch das Buch “Der Mörder weinte” von Anne-Laure Bondoux aus dem Carlsen Verlag.

     

    Angel Alegría ist ein gesuchter Mörder auf der Flucht quer durch Chile.

    Auf seinem Weg kommt er an dem Haus von Paolos Familie vorbei.

    Verlassen auf einem großen Feld, drumherum nichts.

    In ihrer Gastfreundschaft nehmen Paolos Eltern den Mann auf, im Glauben er sei ein normaler Wanderer.

    Doch mit der Zeit werden Angel Paolos Eltern lästig.

    Sie sind potentielle Zeugen und außerdem stören sie Angels Frieden.

    Also macht er das, was er immer macht und schneidet ihnen die Kehle durch.

    Dennoch bringt er es nicht übers Herz, den Jungen zu töten.

    Somit lebt er mit Paolo in “seinem” neuen Haus und erst scheint alles, den Umständen entsprechend, in Ordnung.

    …mit der Zeit fühlt sich Angel sogar… In einer Vaterrolle… Die ihm nicht gerade missfällt!

    Bis eines Tages ein echter Wanderer vorbeikommt, froh über das rettende Haus.

    Als Angel auch seinem Leben gerade ein Ende bereiten will, hält ihn Paolo davon ab.

    Schweren Herzens muss Angel jetzt mit ansehen, wie der Junge seine Liebe unter ihnen aufteilt.

    Deshalb versucht er mit allen Mitteln die Gunst des Kindes auf sich zu ziehen.

    …hat Paolo es geschafft?

    Kann Angel durch ihn seine blutige und grausame Vergangenheit vergessen?

    Kann ein Mörder sich ändern?

    …und was passiert, wenn ihn die eigene Vergangenheit einholt?

     

    Eines der absolut bewegendsten Bücher, dass ich seit langem gelesen habe!

    Da sich dieses Buch mit einer leider immer noch sehr gegenwärtigen Thematik beschäftigt, bin ich mir sicher, dass es niemanden so schnell wieder loslässt!

    Verdient ein Mörder die Chance, sich zu Ändern, oder nicht?

    Dieses Thema geht uns alle etwas an und deshalb finde ich es so interessant etwas darüber zu lesen.

    Ich möchte hier jetzt keine Diskussion anfangen, aber dieses Buch ändert sämtliche Ansichten!!!

    Der Schreibstil ist einfach nur fesselnd, berührend und ergreifend.

    Es ist gut, dass dieses Buch relativ wenige Seiten hat, da mehr Seiten dem Buch einfach nicht gut getan hätten.

    Eine Stelle hat mich jedoch so sehr aus der Bahn geworfen, an welcher ich das Buch ganz kurz zur Seite gelegt habe und mir dachte “Wow! Das ist Krass… Ich… Ich fasse es nicht!”

    Ein absoluter Schatz, an dem man einfach nicht vorbeikommen kann und sollte…

    Allerdings hätte es für mich zum Ende hin ruhig eine etwas nähere Bindung zu bestimmten Personen geben sollen, denn dann… 

    Hätte ich Rotz und Wasser geheult!!!!

    Trotzdem ein fantastisches, unglaublich berührendes Buch!

     

    Ich vergebe 5 von 5 Löwchens

     

    Das war es dann von mir!

    Viele Grüße

    Eure

    Leo Löwchen

    Kommentare: 8
    91
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Die Geschichte eines Jungen, der es schaffte, ein Monster zu zähmen

    INHALT

    In einem Haus an der südlichsten Spitze Chiles, wo nichts ist als steinige Erde und Wind, wächst Paolo auf wie ein kleines Tier oder eine zähe Pflanze. Bis zu dem Tag, an dem Angel Alegría auftaucht, ein Mörder auf der Flucht. Ohne Zögern tötet er Paolos Eltern; er bringt es aber nicht übers Herz, Hand an den Jungen zu legen. Stattdessen beginnt er, sich um ihn zu kümmern. Als dann auch noch Luis auftaucht, der Paolo Lesen beibringt, kämpfen sogar zwei Männer um die Vaterrolle, und Paolo erfährt eine Art von Glück. Aber auch in dem kleinen Haus am Ende der Welt ist sind die drei nicht sicher vor ihrer eigenen Geschichte. (goodreads.com)
     

    MEINUNG

    Dass hinter so wenigen Seiten eine riesige Geschichte mit viel Herz und Liebe steckt, hätte ich niemals erwartet. Noch lange musste ich über die herzerwärmende Story in den stürmischen Bergen Chiles nachdenken, die von einem unschuldigen Jungen erzählt, der es schafft, ein Monster zu zähmen. Das Cover ist ein richtiger Blickfang, doch der Titel hat mich erst recht auf das Buch aufmerksam gemacht.

    Die raue Welt da draußen in den abgelegensten Gebieten von Chile hat mich sehr fasziniert. Dieses Setting war einfach etwas besonderes - es hat so eine einzigartige Atmosphäre ausgestrahlt, die perfekt zum Buch gepasst hat. Außerdem spielt die Geschichte auch in einer vergangenen Zeit, in der die Technik noch nicht weit fortgeschritten war und besonders in den ärmlichen Gegenden die meisten Menschen noch Analphabeten waren. Andere Länder - andere Kulturen - andere Zeit - diese Themen interessieren mich immer sehr und wurden in "Der Mörder weinte" großartig beschrieben.

    Bondoux' Schreibstil ist keine große Meisterleistung. Auch wenn viele Sätze ein klein wenig poetisch wirken, sind sie doch ganz normal verpackt und nur mit den richtigen Wörtern gespickt. Aber ein anderer Schreibstil hätte wohl auch kaum zu dem Buch gepasst. Wenn man vielleicht einen umfassenderen, detailreicheren, nicht so knappen Stil verwendet hätte, wäre die wunderschöne, besondere Atmosphäre, die man sich so wunderbar in seinen Gedanken selbst zurechtstellen und ausmalen konnte, kaputt gegangen.

    Das dünne Buch lebt vor allem auch von seinen Charakteren. Besonders von Paolo, dem kleinen Jungen, der in seinem jungen Leben so viel schon durchmachen und mit ansehen musste, dass er gar nicht alles begreifen kann. Er wirkt so verletzlich, so unschuldig und man würde ihn am liebsten einfach nur in den Arm nehmen und die ganze Zeit auf ihn aufpassen. Wie er die Dinge der neuen Welt entdeckt, ist einfach zuckersüß und man kann sagen, dass jeder, der ihn nicht sofort ins Herz geschlossen hat, erst gar keins besitzen kann. Von so einen süßen, gleichzeitig auch starken, trotzdem unschuldigen Charakter habe ich vorher noch nie etwas gelesen und ich bin froh, dass ich Paolo kennenlernen durfte.

    Das genaue Gegenteil des kleinen Jungen ist Angel Alegría, der Mörder, der Paolos Eltern und noch viele andere Menschen umgebracht hat, bloß weil er Spaß am Töten hat oder weil ihm gerade langweilig war. Die Veränderung, die er im Laufe der ganzen Geschichte durchläuft ist großartig. Man kann fast vor sich sehen, wie das Herz aus Eis in seiner Brust schmilzt. Schon der Titel des Buches lässt ja daraus schließen, dass in dem harten, eigentlich bösen Kerl ein weicher Kern steckt, in dem die Gegensätze förmlich aufeinander prallen. Und genau aufgrund dieser Tatsachen habe ich ihn am Ende genauso lieb gewonnen wie Paolo.

    Das Ende wirkte auf mich sehr traurig und ich war ein wenig geknickt. Man konnte deutlich sehen, dass die Charaktere, die im Laufe des Buches so viel dazugewonnen hatten, fast alles wieder verloren. Doch nicht alles hat sich zum Negativen gewendet: andere Figuren haben ihre Ängste überwunden und haben sich ihre Träume erfüllt - andere machen weiter wie bisher, weil sie sich ein Stück weit an ihrem alten Leben festhalten wollen.

    FAZIT

    Anne-Laure Bondoux' Buch zeigt dem Leser, wie nah Glück, Leid, Hass, Liebe, Hoffnung und Enttäuschung manchmal zusammenliegen können. Es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und ist mit liebevollen, wunderbaren und einzigartigen Charakteren, die in einer genauso einzigartigen Welt leben, geschmückt. Kurz und Knapp: Hinter den wenigen 174 Seiten verbirgt sich eine fast schon poetische Geschichte, die den Lesern unter anderem zeigt, dass man auch mit wenig zufrieden sein kann, so lange man die Menschen um sich hat, die man liebt.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    TheSarahStorys avatar
    TheSarahStoryvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Philosophisch unfassbar wertvoll! Ein Buch, das man gelesen haben sollte. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. LESEN!!
    Philosophisch unfassbar wertvoll

    ''Wie damals, als er Angels Freundschaft und Schutz gewonnen hatte. Dafür hatte er seine Eltern verloren und ihm war klar geworden, dass alles seinen Preis hat.''


    [Zitat, Seite 34/35]





    In einem einsamen Haus in Chile wohnt ein kleiner Junge namens Paolo. Eines Tages taucht ein Mann namens Angel auf und tötet, ohne mit der Wimper zu zucken, seine Eltern. Doch er bringt es nicht übers Herz dem kleinen Paolo wehzutun und so nutzt er die Gelegenheit und beginnt ein scheinbar neues Leben, indem er sich um den Jungen kümmert.

    Eines Tages kommt Luis hinzu, der am liebsten um die Welt reisen will, und nimmt mit der Zeit ebenso eine Vaterrolle ein. Die beiden Männer kämpfen um die Liebe und Aufmerksamkeit des kleinen Paolo und er erfährt dadurch eine Art von Glück und eigenartiger Liebe. 

    Doch selbst in dem verlassensten Zuhause können die drei ihrer eigenen Geschichte nicht entkommen...






    Wenn dieses Buch nicht mitten ins Herz trifft, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. 

    In diesem kleinen Buch gibt es eine wunderbare Geschichte zu entdecken - eine Geschichte mit Dramatik, Liebe, Zuneigung, Angst, Hoffnung und Reue. Eine Geschichte über das Leben, wie es früher in Chile war, über den Tod und das Leben und alles, was dazwischen liegt. 

    Paolo war eine wunderbare Figur in diesem Werk, aber Angel war für mich noch viel wunderbarer. Mit Angel habe ich mitgefühlt, mit Angel konnte ich leiden und ich wünschte ihm, je länger ich ihn kannte, immer mehr Gutes von der Welt. 

    Dieses Buch lehrt, dass alles sich verändern kann. Aus Pflanzen wird Tabak, aus Kräutern wird Tee, aus grünen Blättern werden braune und aus Tag wird Nacht. Und vielleicht wird aus einem Mörder auch ein Vater.

    Es ist mit einer schlichten Sprache verfasst, die gleichzeitig eine Menge ungezwungene Poesie beinhaltet und so viel Weisheit zwischen den Zeilen versteckt hält. Dieses Buch ist ein Meisterwerk und sollte von so vielen Menschen gelesen werden, wie nur möglich. 


    Die Charaktere waren präsent, die Gefühle wurden auf eine besondere Art und Weise präsentiert, auf eine, die den Leser im Herzen erreicht, aber gleichzeitig eine interessante Distanz bewahrt, die einen von oben herabschauen und nachdenken lässt. Man urteilt nicht, wie man es im wahren Leben tun würde, man beobachtet und wartet ab. 

    Diese Geschichte regt zum Nachdenken an und spielt in einer vergangenen Zeit, was das ganze noch einmal interessanter macht. Wie lebten die Menschen damals, als noch kaum jemand lesen und schreiben konnte und Bücher noch etwas so Magisches waren, weil viele die Sehnsucht hatten, hinter das Geheimnis der Buchstaben zu blicken? Wenn die See und der Himmel einem das Gefühl von Grenzenlosigkeit gaben und man mit ein paar Ziegen und einer Kuh fernab von der Gesellschaft überleben konnte. Eine Zeit, die gleichzeitig faszinierend, wie beängstigend ist. 

    In dieser Geschichte findet sich alles, was ein gutes Buch braucht.

    Vor allem aber lehrt es uns. Jeden etwas anderes.

    Unter anderem wie dicht Angst und Vertrauen, Licht und Dunkel und Liebe und Verrat beieinander liegen können.


    Kommentare: 1
    10
    Teilen
    Sophiiies avatar
    Sophiiievor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch
    Der Mörder weinte ein wunderschönes Buch

    In einem Haus an der südlichsten Spitze Chiles wohnt Paolo mit seinen Eltern. Eines taucht Angel auf, ein Mörder auf der Flucht.Er bringt die Eltern von Paolo kaltblütig um, aber als er vor Paolo einem kleinen Jungen bringt er es nicht übers Herz.Angel beginnt sich um ihn zu kümmern. Eines Tages taucht Luis auf. Er ist auch auf der Flucht allerdings nicht vor der Polizei sondern vor seiner Vergangenheit. Beide lieben Paolo und bald fangen sie an um die Vaterrolle zu kämpfen...

    Ich fand dieses Buch sehr gut. Vor allem hat mir die erzählweise gefallen.Die zwar sehr leicht zu lesen ist ,aber trotzdem tiefgründig und berührend.

    Dieses Buch beinhaltet eine sehr skurrile Geschichte die aber trotzdem wunderschön ist. Die Personen sie so zart und genau beschrieben werden. Diese ungewöhnlichen Charaktere und der Beweis das Menschen sich ändern können macht dieses Buch zu einen ganz besonderen.

    Ich finde dieses Buch sollte man unbedingt lesen. Wer Zeit der wunder gelesen hat wird sicher nicht enttäuscht werden. Ein super Buch über ein schwieriges Thema.

    Kommentare: 1
    61
    Teilen
    Sternschnuppi15s avatar
    Sternschnuppi15vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eindeutig nichts für Tierfreunde...
    Kommentieren0
    andymichihellis avatar
    andymichihellivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Zum weinen, trauern, ärgern und zum hineinversetzen!
    Kommentieren0
    yumenomakkis avatar
    yumenomakkivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Außergewöhnlich ein minimaoistischer Schreibstil, der doch so viel aussagt und dein Herz erwärmt und dein Denken verändern könnte <3 <3
    Kommentieren0

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks