Anne-Laure Bondoux Die Zeit der Wunder

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Inhaltsangabe zu „Die Zeit der Wunder“ von Anne-Laure Bondoux

Der siebenjährige Koumaïl ist ständig auf der Flucht vor den Schrecken des Kaukasus-Krieges. Sein einziger Lichtblick ist das Versprechen seiner Ziehmutter Gloria, ihn in seine eigentliche Heimat Frankreich zurückzubringen. Der Weg dorthin ist lang und gefährlich. Doch dank seiner nie endenden Hoffnung schafft Koumaïl es – nur Gloria ist plötzlich fort. Und mit ihr das Geheimnis seines Lebens, das er aufspüren muss ...

Grandioses Hörbuch! :)

— goldenefliege
goldenefliege

Eine traurige Geschichte , wirklich empfehlenswert .

— Sindyy1
Sindyy1

Ich habe das Buch so schnell gelesen, ich habe es regelrecht verschlungen. Es hat mich zutiefst berührt, die Geschichte ist genial.

— Buderballa
Buderballa

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  • Kann man lesen, gibt aber besseres.

    Die Zeit der Wunder
    bookyloe

    bookyloe

    10. July 2016 um 12:54

    In diesen Buch geht es um Koumail der mit seiner Ziehmutter vom Krieg im Kaukasus nach Frankreich flieht. Es war ein bisschen anstrengend es zu lesen, da sich sehr viele Sachen oft wiederholen und der Schreibstil sich von Kapitel zu Kapitel ändert, was auch einen Grund hat, denn Koumail wird dort auch älter. Das Ende konnte es noch retten den man hat eigentlich nicht gedacht das es diese Wendung nimmt. Für die, die gerne Kriegsgeschichten liest ist das eine Empfehlung. Ich glaube ich hab es in falschen Umständen gelesen. Ich gib diesem Buch irgendwann noch eine Chance. 

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  • Klasse Jugendbuch

    Die Zeit der Wunder
    Buderballa

    Buderballa

    20. June 2016 um 11:46

    Ich habe das Buch so schnell gelesen, ich habe es regelrecht verschlungen. Es hat mich zutiefst berührt, die Geschichte ist genial.

  • Zeit der Wunder -

    Die Zeit der Wunder
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    08. November 2015 um 22:33

    Das Buch zeigt, dass Kinder eine andere Wahrnehmung haben. Selbst in Kriegszeiten und Ausnahmesituationen verstehen sie es, sich eine eigene Welt zu schaffen und auch miteinander zu Normalität zu „spielen“, halt mit denen Dingen, die es gibt und die keine typischen Spielsachen sind. Nun zu der Geschichte:  **Vorsicht Spoiler** Koumail, 11 Jahre, wird in so einer Welt, einer Krisenregion, groß. Er und seine Ziehmutter sind Flüchtlinge. Sie bleiben immer nur an einem Ort, bis es eine „Razzia“ gibt und flüchten dann weiter, über fünf Jahre ziehen sie umher und nähern sich Ihren Ziel: Frankreich. Gloria, seine  Ziehmutter behauptet, Koumail’s richtiger Name ist Blaise Fortune und seine richtige Mutter kam bei einem Zugunglück ums leben, als er noch ein Baby war. Er sei Franzose ohne Papiere. Gloria sagt, in Frankreich werden sie uns aufnehmen. Die guten und schlechten Tage wechseln sich ab, im Durchschnitt gibt es mehr schlechte Tage. Egal wo sie sind, Koumail ist ein freundlicher Junge der überall schnell Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen findet. Man mag diesen kleinen Kerl, und leidet mit ihm unter den Umständen, unter denen sie Leben. Was man halt so Leben nennen kann. Die Flucht zieht sich durch verschiedene Länder, auch durch Rumänien. Schließlich helfen ihnen dort Zigeuner, also von vielen Völkergruppen die irgendwie unbeliebteste in Europa. Ich fand dass einen passenden Seitenhieb auf den Blickwinkel unserer Gesellschaft. Jedenfalls werden sie dort gut aufgenommen, bleiben einige Zeit, genießen die Gemeinschaft, müssen dann aber weiter. Gloria findet einen LKW, der nach Frankreich fährt, aber unterwegs verlieren sich Gloria und Komail. Komail kommt durch und wird an der Grenze in Sarreguemines von der Polizei entdeckt. Da er ein Kind ist, darf er in Frankreich bleiben, Kinderflüchtlinge stehen unter besonderen Schutz. Komail wird als Blaise Fortune in Frankreich aufgenommen, auf eine Schule geschickt und bekommt mit 18 Jahren die franz. Staatsangehörigkeit. Während der ganzen Zeit vermisst er Gloria. Mir kam der Gedanke, dass Gloria ihn absichtlich unterwegs verlassen hat, einfach deshalb, weil Flüchtlings-Kinder, die alleine sind, größere Chancen haben, nicht wieder ausgewiesen zu werden. In dem Buch steht, es gibt sogar spezielle „Flüchtlingskinder-Klassen“, in denen Flüchtlingskinder die Sprache ihres Aufnahmelandes lernen usw. Das hat mich geschockt, denn es würde mich als Mutter vor die Frage stellen: Würde ich mein Kind alleine in eine „bessere Welt“ schicken? Könnte ich den Rest meines Lebens mit dem gewissen Leben, letztendlich nicht zu wissen, wie es meinem Kind geht, aber zu hoffen, dass es das Beste war? Mir kam der Gedanke, dass dieses Buch –vielleicht- mit einem anderen Titel noch viel mehr (Erwachsene) Leser hätten erreichen können. Wenn ich an Flüchtlinge dachte, dachte ich komischerweise nie an Kinder. Ich stelle mir vor, ich würde meinen Sohn in einem LKW verstecken, mit dem Bewusstsein, ihn nie wieder zu sehen. Mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Kaum auszuhalten. Und dann die Gegenseite: Ich wäre die Polizei/Behörde, die die Flüchtlingskinder betreut.  Man weiß ja nicht, was diese Kinder für Schrecken erlebt haben. Am Schluss nimmt die Geschichte eine Wendung, die man höchstwahrscheinlich als aufmerksamer Leser schon geahnt hat. Koumails neue/alte Geschichte wird erzählt. Koumails wahre Geschichte. Fazit: Ein Buch, das man gelesen habe sollte, einfach, um mal über die Problematik der Flüchtlingskinder nachzudenken. Gerade jetzt wieder aktuell! (Sept. 2015; Flüchtlingswelle nach Europa). Der Erzählstil war nicht so herausragend, aber der starke Inhalt machte dies mehr als wett. Ein Buch, auf das man sich aber auch etwas einlassen muss, aber das sehr authentisch und sehr aufwühlend ist. Sehr lesenswert!

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  • Blaise, ein Wunder

    Die Zeit der Wunder
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 20:29

    Es ist die Geschichte des Blaise Fortune , Bürger der französischen Republik , der zwölf Jahre seines Lebens im Kaukasus verbrachte , zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer , Seite 78 in seinem grünen Atlas . Und er erzählt uns seine Geschichte . Sie beginnt 1992 , wie er als 7 Jähriger mit Gloria in einem Haus wohnt , in dem sich viele Flüchtlinge verbergen . Und in der Universität der Armen , wie sie genannt wird , lernt er von den unterschiedlichsten Mitbewohnern , kann kaum seinen Namen schreiben , aber die Härtescala der Mineralien , Sprichwörter , Weltwunder , Kochrezepte , Hauptstädte der Welt nennen . Ein wahlloses Wissen , was ihm dennoch glücklich macht . Gloria Boheme , wie sie genannt wird , hat ihm in einem entgleiste Zug , der durch einen Terroranschlag explodierte , aus den Armen seiner Mutter erhalten . Der Pass deutete darauf hin , dass er Franzose sei . So wurde ihm seine Geschichte immer wieder erzählt . Es ist Krieg in Georgien , und sie sind immer auf der Hut vor der Miliz . So lernt Blaise immer wieder neue Freunde und Entbehrungen kennen . Aber verliert nie den Glauben an das Glück , er der selbst ein Wunder ist . Und so begeben sich Blaise und Gloria auf den Weg , um nach Frankreich zu fliehen . Doch dieser ist von viel Leid , Hunger , Krankheit , und vielen Rückschläger gesteinigt . Es ist eine traurige , aber auch herzerfüllende Geschichte . Anfangs aus der Sicht des Jungen , mit dessen sprachlichen Ausdruck beschrieben , aber immer optimistisch voraus schauend , selbst in besonders heiklen Situationen . Erinnerungen an das Buch “ Der Drachenläufer “ schleichen sich ein . Blaise ist ein sehr wissendes Kind , und seine Länderangaben , immer mit der entsprechenden Angabe der Seitenzahl seines Buches , durch die gesamte Geschichte führend , empfand ich als sehr ideenreich . Gloria , hält ihre schützende Hand um ihn , und man ahnt , dass sich ein Geheimnis dahinter verbirgt . Im letzten Teil kommt der bereits Erwachsene Blaise zu Wort , und man merkt es auch sofort an der Änderung des Schreibstils . Die Geschichte nimmt noch einmal eine andere Wendung . Dieses Buch zwar als Jugendbuch geschrieben , könnte ohne Altersbegrenzung seine Leser finden . Wunderschön beschrieben , zeitlos , könnte in jedem Land , wo Menschen unterdrückt und fliehen müssen spielen . Und ich möchte mit Glorias Worten “ Glücklich sein wird zu jeder Zeit empfohlen , Monsieur Blaise ! “ ( S. 60 ) enden .  

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  • Ein kleiner, eindrucksvoller Jugendroman, der zu Herzen geht

    Die Zeit der Wunder
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    05. February 2014 um 21:43

    ~Inhalt~ Koumaïl, sieben Jahre alt, ist eigentlich ein Franzose, behauptet seine Ziehmutter. Sie hat ihn damals als Baby aus einem brennenden Zug gerettet und sie leben nun als Flüchtlinge im Kaukasus. Es ist eine schwierige Zeit. Koumaïl wird älter, reifer und setzt sich mit den Themen Krieg, dem Tod und den Fantasien einer schönen Welt auseinander. Aber was auch passiert, er gibt nicht auf. Gibt es für ihn nicht vielleicht auch das ein oder andere kleine Wunder? ~Einschätzung~ Die französische Autorin Anne-Laure Bondoux hat bereits mehrere Romane geschrieben, die vielfach ausgezeichnet und in zwanzig Sprachen übersetzt wurden. „Die Zeit der Wunder“ ist ein ruhiger, nachdenklich stimmender Roman aus der Feder dieser Autorin, die sich einiger schwieriger Themen annimmt und diese aus der Sicht eines jungen Protagonisten schildert. „Als Gloria von der Arbeit kommt, das Gesicht voller Staub, so dass sie wie eine Verwandte von Abdelmalik aussieht, frage ich sie, ob man während des Krieges glücklich sein darf. Sie schaut mich ernst an und wischt sich den Schmutz von den Wangen, bevor sie antwortet: „Glücklich sein wird zu jeder Zeit empfohlen, Monsieur Blaise.“ (Seite 60) Koumaïl ist eigentlich ein Franzose. Das erzählt ihm zumindest Gloria, die Frau, die ihn rettete, als er ein Baby war und ihn an sich nahm, um ihn großzuziehen. Dabei kann er noch nicht mal Französisch. Er erlebt Tag für Tag, was es bedeutet, Opfer eines Kriegs zu sein, immer am Rande der Armut zu stehen und Menschen kennenzulernen, denen es manchmal sogar noch schlechter geht als ihm. Doch Koumaïl ist stark und lebensfroh. So glaubt er, die große Welt irgendwann auch aus einem guten Winkel sehen zu können. Allerdings kommen mit den Jahren Probleme auf ihn zu, die nicht zuletzt sein wahres Ich in Frage stellen… Die kleine Geschichte um den jungen Koumaïl ist eine schöne, ruhige, langsame Erzählung, die den Leser mit den Augen eines Flüchtlings, der das arme Leben trotzt, unterhält. Es geht um den Krieg, um die Liebe, um ein großes Geheimnis. Und immer darum, dass man Wunder erleben kann, wenn man sie nur zulässt. „Die Zeit der Wunder“ ist wirklich gelungen erzählt und bringt mit dem Ich-Erzähler, der in kurzen, eindringlichen Sätzen von seinen Erlebnissen berichtet und ein wundervoll sympathischer Charakter ist, die Geschichte zum schwingen. Man nimmt Anteil an seinem Leben, seinen Sehnsüchten – seinen Wundern. Ein kurzweiliges, ehrliches und faszinierendes Buch, das ich weiterempfehlen kann. ~Fazit~ Ein kleiner, eindrucksvoller Jugendroman, der zu Herzen geht und von den kleinen Wundern des Lebens erzählt. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (DL)

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  • Rezension für "Die Zeit der Wunder"

    Die Zeit der Wunder
    Sindyy1

    Sindyy1

    16. July 2013 um 16:37

    Das Buch liess sich soooo schnell lesen, ich habe es regelrecht verschlungen. Es hat mich zutiefst berührt und die Geschichte fand ich fantastisch. Perfekt für den Winter unter einer Decke oder auch für den Sommer.

  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    nw0783

    nw0783

    16. March 2013 um 17:30

    Ein wunderschönes Buch über das harte Leben eines Jungen. Mich hat das Buch sehr berührt und es war seit langem ein Buch das ich nicht mehr weglegen konnte. Absolut empfehlenswert !

  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    Dubhe

    Dubhe

    10. December 2012 um 21:14

    Koumail ist mit Gloria auf der Flucht, die eigentlich nicht seine richtige Mutter ist. Denn sie hat ihn bei einem Zugunglück gerettet und weiß als einzige, dass er ein Franzose ist, dessen Mutter noch in Frankreich lebt. Zuerst leben sie eigentlich recht glücklich in einer Gemeinschaft, doch schließlich müssen sie flüchten und machen sich zu einer beschwerlichen Reise durch den Kaukasus nach Frankreich auf. Doch werden sie ihr Ziel jemals erreichen? . Das Buch ist eigentlich nicht schlecht, doch es hat leider nicht so ganz den Pepp, den es brauchen würde. Es ist aus der Sicht des Jungen geschrieben, der noch nicht so viel von der Welt weiß und insgesamt umfasst das Buch mehrere Jahre, einmal vergehen die langsam, ein anderes Mal vergehen auf einer einzigen Seite gleich mehrere. Jedenfalls ist es ein typisches Buch für den Carlsen-Verlag, weswegen ich sagen würde, dass es für jeden Carlsen-Fan passt, ansonsten würde ich eher hineinlesen, denn der Stil ist nicht der typische 08/15 Stil.

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    LimaKatze

    LimaKatze

    19. August 2012 um 12:35

    Hauptprotagonist ist der liebenswerte Junge Koumail. Man begleitet ihn in dieser Geschichte als siebenjährigen Jungen bis zum zwanzigjährigen jungen Mann. Koumail flieht gemeinsam mit der jungen Frau Gloria aus den Kriegswirren im Kaukasus mit dem Ziel Frankreich. Er erlebt Angst, Armut, Hunger und die Schrecken eines Krieges. Aber er lernt auch viel über Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt. Das große Herz des Jungen und die Liebe Glorias sorgen dafür, dass er nie die Hoffnung und den Glauben an das Glück verliert, und sich „möglichst keine Verzweiflung einfängt (Zitat Koumail)“. *** Koumail mit sieben Jahren auf Seite 13: „Ich renne mit dem Eimer zum Wasserohr im Hof. Ich helfe immer gern, denn ich will so schnell wie möglich erwachsen werden. Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass die Welt, in der wir leben, für die Kleinen und Schwachen gefährlich ist.“ Diese berührende Erzählung ist geschrieben in einer wunderbaren Sprache und geht einem direkt ins Herz.

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    kassandra1010

    kassandra1010

    13. May 2012 um 17:46

    Im Kaukasus müssen Blaise und Gloria mit Läusen, Gestank und mit soviel Armut leben, das dass Leben beinahe vor Eintönigkeit erstirbt. Doch dann erhalten Sie von jedem Hausbewohner anderen Schulunterricht. Eine Massensammlung an Wissen aus dem Nichts. Doch dann müssen auch Blaise und Gloria fliehen und nur Blaise schafft es nach Frankreich. Auf der Suche nach seiner richtigen Mutter lernt er zu leben und sich voll und ganz als Franzose zu fühlen, doch vergisst nie seine Herkunft und seine Geschichte. Als das Internet sein Leben erreicht, gelingt es Blaise zwar nicht, seine Mutter zu finden, jedoch wird er bei Gloria fündig. Wieder im Kaukasus angekommen erzählt ihm Gloria seine wahre Geschichte. Traurig aber faszinierend zugleich schildert uns hier Bondoux das schrecklich harte Leben eines Flüchtlingskindes!

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. October 2011 um 11:08

    Zum Inhalt: Koumaïl heißt eigentlich Blaise Fortune und ist Bürger der Französischen Republik. Das ist die reine Wahrheit. Doch seine Kindheit verbringt er im Kaukasus, im Großen Haus in Tiflis, in dem auch noch andere Flüchtlingsfamilien untergekommen sind; nahe einer Müllhalde, auf der er Nickeldrähte sucht, um zu überleben; und einen Sommer lang bei Zigeunern, die ihn und seine Ersatzmutter Gloria so freundlich aufgenommen haben. Sie sind immer auf der Flucht vor der Miliz, wieso weiß er nicht. Der Kaukasus ist der Kaukasus, wird ihm erklärt, und er hat sich nicht um die Unruhen, die dort herrschen, zu kümmern, schließlich sei er Franzose. Und eines Tages würden Gloria und er nach Frankreich gehen, um seine wahre Mutter ausfindig zu machen.... . Meine Meinung: Der junge Koumaïl berichtet in diesem wunderbaren Buch von seinem Leben, seiner Kindheit, die geprägt war von Hunger, Armut und Flucht. Und von den Geschichten, die ihm Gloria erzählt. Man verfolgt, wie aus dem kleinen Jungen ein erwachsener Mann wird, der immer weiter geht, dem Horizont entgegen. Die Geschichte von Koumaïl handelt vom Leben selbst, von Lüge und Wahrheit, der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, der Freiheit, der Suche nach sich selbst, dem Glauben an das Unmögliche, niemals aufzugeben und nicht zu vergessen. Davon, dass es immer Menschen gibt und geben wird, die einen ein Stück des Weges begleiten, die man aber nicht festhalten kann und verliert und sie dennoch in Erinnerung halten wird. Das Leben schreibt immer noch die besten und wahrsten Geschichten und wer sich auf diese berührende, unterhaltsame und traurige einlassen möchte, wird es bestimmt nicht bereuen.

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    Kuno

    Kuno

    29. September 2011 um 21:51

    Rückentext: An dem Tag, als die Zollbeamten mich hinten im Lastwagen fanden, war ich zwölf Jahre alt. Ich roch so schlecht wie Abdelmaliks Müllhäuschen. Obwohl Monsieur Ha sich alle Mühe gegeben hatte, den offiziellen Stempel auf dem Foto meines Passes wiederherzustellen, glaubten die Zollbeamten nicht, dass ich ein echter kleiner Franzose war. Ich hätte ihnen gerne alles erklärt, aber dafür war mein Französisch zu schlecht. Also zogen sie mich am Kragen meines Pullovers aus dem Lastwagen und nahmen mich mit. So endete meine Kindheit: plötzlich und unerwartet, an der Autobahn A4, als mir klar wurde, dass ich allein im Land der Menschenrechte würde zurechtkommen müssen. Klappentext: Die Zeit der Wunder erzählt die Geschichte des Jungen Koumaïl, der aus den Kriegswirren des Kaukasus bis nach Frankreich flieht und nie den Mut verliert. Gleichzeitig zeitlos und hochaktuell, märchenhaft und dicht am Leben: ein Buch für Menschen jeden Alters – ein Buch darüber, wie weit Träume tragen. Über die Autorin: Anne-Laure Bondoux spielte als Kind viel Fußball, kletterte auf Bäume und träumte davon, Forschungsreisende zu werden. Nach ihrem Literaturstudium arbeitete sie als Lektorin. Ihre Romane wurden vielfach ausgezeichnet und in zwanzig Sprachen übersetzt. Ane-Laure Bondoux lebt in der Nähe von Paris und hat zwei Kinder, die ihr inzwischen über den Kopf gewachsen sind. Inhalt: Koumaïl ist zwanzig, als er seine Geschichte erzählt. Er ist im Kaukasus aufgewachsen, im Krieg, bei Gloria, die ihn, wie sie es immer sagt, aus einem verunglückten Zug gerettet hat. Zusammen mit dem Passport, auf dem draufsteht: ‚Blaise Fortune‘. Sein richtiger Name ist Blaise, aber keiner nennt ihn so, weil nur Gloria und Koumaïl wissen von diesem Namen. Sie wohnen in dem ‚großen Haus‘, und dort hat Koumaïl viele Freunde. Sie gründen die ‚Universität der Armen‘, und lernen viel, bloß nicht die wichtigen Dinge des Lebens. Doch eines Tages müssen sie aus dem ‚großen Haus‘ fliehen, da die Miliz das Gebäude durchsucht. Er und Gloria fliehen und finden Zuflucht in einem Müll-Dorf namens Souma-Soula. Dort findet Koumaïl sogar Arbeit. Doch auch da müssen sie wieder fort und so beginnt für Koumaïl aka. Blaise eine Reise fast durch die ganze Welt, da er und Gloria undbedingt ins Land der Menschenrechte und Charles Boudelaires, Frankreich, zu kommen. Und durch diese Reise und die Jahre, die Blaise in Frankreich verbringt, rollt sich seine ganze Geschichte von vorne auf… Meine Meinung: Ich finde dieses Buch auch zeitlos. Krieg herrscht immer auf einem Flecken der Erde und immer versuchen unschuldige Zivilisten davon zu kommen. Koumaïl ist ein tapferer Junge, und man erlebt viel von seiner Erzählung. Schon am Anfang erzählt der ‚alte‘ Blaise von seiner Geschichte, anstelle von einem Prolog. Das ist schön, weil man so wissen will, wieso er als Franzose nur den einen Satz ‚Ichheißebläsefortünundichbinbürgerderfranzösischenrepublikdasistdiereinewahrheit‘ auf Französisch sprechen kann. Auch ist das Cover geheimnisvoll, es passt zu Koumaïl, wie er den Ozean überqueren will, um ins Land der Charles Boudelaires zu kommen. Auch der Titel passt, da Gloria immer das Wunder nennt, Koumaïl eigentlich auch ein Wunder ist. Insgesamt ist es ein schönes Buch, was man bestimmt auch als Erwachsener lesen kann, da es so zeitlos ist. Aber gerade jetzt mit den Flüchtlingen, die nach Europa wollen, ist es sehr aktuell. Informationen: Autor: Anne-Laure Bondoux Titel: Die Zeit der Wunder Verlag: CARLSEN Sprache: Deutsch Kosten: €12,90 [D]; € 13,30 [A] Seitenanzahl: 189 Art: gebundenes Buch ISBN: 078-3-551-58241-6 Genre: Real live, Flucht Meine Altersempfehlung: 12+

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    Alice_im_Buecherland

    Alice_im_Buecherland

    26. July 2011 um 15:36

    Dies ist die hinreißende Geschichte des Flüchtlingsjungen Koumail aus Georgien und seiner Odyssee in seine vermeintliche Heimat Frankreich. Er flieht aus den Kriegswirren des Kaukasus quer durch Europa und verliert nie den Mut und den Glauben an das Glück; selten wurde eine solch tragische Geschichte derart charmant und voll idealistischer Leichtigkeit erzählt. Ein Buch darüber, wie weit Träume tragen können....und endlich mal ein All-Age-Buch ohne Fantasy und Vampire! Allerdings frühestens ab 12 Jahre...

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  • Frage zu "Schwarze Schwestern" von Chika Unigwe

    Schwarze Schwestern
    Mandel

    Mandel

    "Schwarze Schwestern" von Chika Unigwe ist ein bewegendes Buch, dass von vier Niagerianerinnen berichtet, die ihr Heimatland Afrika verlassen haben, um ein besseres, ein neues Leben zu beginnen. Schlimme Schicksale liegen hinter ihnen und nun prostituieren sie sich, nur um es irgendwann besser zu haben. Kennt Ihr ebenfalls solch ein bewegendes Buch? Mit Schicksalen, die einem tief im Herzen berühren oder schockieren? Bücher, die man unbedingt gelesen haben sollte?

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  • Rezension zu "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux

    Die Zeit der Wunder
    traumwald

    traumwald

    23. March 2011 um 16:48

    ...wer bin ich wirklich? . Monsieur Ha hat sich alle Mühe mit dem Stempel auf dem Pass gegeben und doch nahm man die Geschichte des 12 jährigen Monsieur Blaise nicht ab. . "Ichheißebläsforünuntichbinbürgaderfranzöschenrepublik-dasisdiereinewaheit". . Er roch so schlecht wie das Müllhäuschen in dem sein Freund Abdelmalik hauste, als ihn die Zollbeamten aus dem Lastwagen zerrten. Gloria war spurlos verschwunden. Er hatte panische Angst! Was ist mit ihr passiert? . Die Reise des Monsieur Blaise beginnt im Kaukasus und es herrscht Krieg. Den Namen seiner leiblichen Mutter kennt er nur aus Glorias Erzählungen. Es ist eine seiner Lieblingsgeschichten, welche er sich immerzu erzählen lässt. Gebannt hängt Koumail (so nennt man ihn hier) an Glorias Lippen. Jedes Wort kann er mitsprechen und er genießt die wohlige Wärme. Er ist eine Waise. Was wäre bloß passiert, wenn Gloria ihn dazumal nicht aus dem brennenden Waggon gerettet hätte? Er würde nicht mehr unter den Lebenden verweilen. "Lass nichts aus, hörst du? Die Verletzten, die zerfetzten Waggons, das Feuer, alles!" . Der kleine Kerl ist wirklich sehr temperamentvoll. Im großen Haus wohnen die unterschiedlichsten Menschen und jeder hat Geschichten zu erzählen. Doch schon bald müssen Gloria und der 7 jährige Koumail fliehen. Das Haus wird aufgeschreckt, auf den Pflastersteinen im Hof klirrt und kracht es. Eilige Schritte lassen die alte Treppe beben. Es ist soweit, die Miliz ist da. Es ist Zeit Freunde und Vertrautes zu verlassen. . Meinung: Diese Geschichte ist traurig, bewegt und manchmal lässt sie einen träumen. Als erstes flüchten sich Gloria und Blaise von Tilsis nach Souma-Soula - einem Dorf in der Nähe der Berge. Auch dort findet Blaise durch seine kindliche Unbekümmertheit schnell Freunde. Verliebt sich sogar; es ist aber nichts ernstzunehmendes. Vielmehr eine Träumerei, die mich schmunzeln lässt. Das Ziel ist, Koumails Traum näher zu kommen. Das Ziel ist Frankreich; ein steiniger Weg, der viel abverlangt. Doch Monsieur Blaise kann nichts aufhalten. Sein Traum ist es, seine leibliche Mutter zu finden. . Der kleine Koumail erzählt aus der ICH Perspektive heraus. Die Sprache ist gerade für Kinder und Jugendliche leicht zu verstehen. Koumail wird älter und natürlich entwickelt sich auch Sprache und Gedankengang. Mir persönlich gefiel das. Es ist, als würde man ihn gedanklich begleiten. Es gibt leider nur einen einfachen Handlungsstrang. Manchmal hätte ich mir mehr Emotionen und mehr Tiefe erhofft. Denn wäre ich an Koumails Stelle gewesen, hätte ich kaum geschlafen, hätte Albträume, würde schweißgebadet aufwachen. Die Angst wäre mein ständiger Begleiter. Das Ende empfand ich persönlich zwar gut, aber ich hätte mir insgesamt doch ein wenig mehr erhofft. Der Kaukasus Krieg ist ein Buch mit sieben Siegeln und noch immer gibt es im Nordkaukasus Übergriffe auf die Zivilbevölkerung. Wer hier hofft, mehr über den Bürgerkrieg im Kaukasus zu erfahren, der wird sich anderswo informieren müssen. "Die Zeit der Wunder" jedenfalls zeigt lediglich die Flucht (die man noch intensiver hätte beschreiben können) auf. Die stetige Suche nach Arbeit und neuem Unterschlupf. Das Gefühl, wenn man einen Ort verlassen muss an, dem man sich wohl fühlt. Und nicht zuletzt, dass man an seinen Träumen festhalten soll, dass man Mut und Hoffnung nicht verlieren darf. Dass man seinem Traum entgegen gehen muss - so lange einen die Füße tragen. . Fazit: Ein Jugendbuch das einem aufzeigt, dass man Mut und Hoffnung nie verlieren darf! Meine Empfehlung ist, dieses Buch zu lesen! . 4 Sterne von 5 Sterne

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